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Kitabı oku: «Die Fünf und Vierzig», sayfa 44

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»Der Herzog lebendig.«

»Meiner Treue, meine Herren,« sprach der Officier, »da Ihr Euren besiegten und flüchtigen Prinzen anzuerkennen die Güte habt, so werde ich nicht länger dieser Kundgebung widerstehen, für die ich Euch dankbar bin; Ihr täuschtet Euch nicht, meine Herren, ich bin der Herzog von Anjou.«

»Es lebe Monseigneur!« riefen die Officiere.

Sechstes Kapitel
Paulus Aemilius

Obgleich aufrichtig, ärgerten doch alle diese Ausrufungen den Prinzen.

»Oh! stille, stille,« meine Herren,« sagte er, »ich bitte, seid nicht zufriedener als ich mit dem Glück, das mir widerfährt. Glaubt mir, es freut mich, daß ich nicht todt bin, und dennoch, wenn Ihr mich nicht erkannt hättet, würde ich mich nicht zuerst gerühmt haben, daß ich lebe.«

»Wie, Monseigneur,« erwiederte Henri, »Ihr hattet mich erkannt, Ihr befindet Euch wieder in der Mitte einer Truppe von Franzosen, Ihr seht, daß wir über Euren Verlust in Verzweiflung sind, und ließet uns indem Schmerz, Euch verloren zu haben!«

»Mein Herr,« sprach der Prinz, »außer einer Menge von Gründen, die mich das Incognito zu bewahren wünschen ließen, gestehe ich, daß ich, da man mich für todt hielt, nicht ärgerlich über diese Gelegenheit gewesen wäre, die sich wahrscheinlich zu meinen Lebzeiten nicht zeigen wird, um ein wenig zu erfahren, welche Leichenrede man an meinem Grabe halten werde.«

»Monseigneur! Monseigneur!«

»Nein, wahrhaftig,« versetzte der Herzog, »ich bin ein Mann wie Alexander von Macedonien; ich führe den Krieg mit Kunst und setze eine Eitelkeit darein wie alle Künstler. Nun wohl! ich glaube, daß ich einen Fehler gemacht habe.«

»Monseigneur,« entgegnete Henri, die Augen niederschlagend, »sagt keine solche Dinge, ich bitte Euch.«

»Warum nicht? Nur der Papst ist unfehlbar, und seit Bonifaz VIII. ist auch diese Unfehlbarkeit sehr bestritten.«

»Seht, was Ihr uns ausgesetzt hättet, Monseigneur, wenn einer sich erlaubt haben würde, seine Ansicht über diese Expedition auszusprechen, und wenn diese Ansicht ein Tadel gewesen wäre.«

»Ei! warum nicht? Glaubt Ihr, ich habe mich nicht selbst schon sehr getadelt, nicht, daß ich die Schlacht geliefert, sondern daß ich sie verloren?«

»Monseigneur, Eure Hoheit erlaubt mir, ihr zu sagen, daß diese unnatürliche Heiterkeit uns erschreckt. Eure Hoheit wolle uns durch die Aeußerung beruhigen, daß sie nicht leide.«

Eine furchtbare Wolke zog über die Stirne des Prinzen hin und bedeckte diese ohnehin schon so unheilvolle Stirne mit einem finsteren Flor.

»Nein, nein,« sagte er. »Ich habe mich, Gott sei Dank, nie besser befunden und fühle mich vortrefflich in Eurer Mitte.«

Die Officiere verbeugten sich.

»Wie viel Mann habt Ihr unter Euren Befehlen, Du Bouchage?« fragte der Herzog.

»Hundert fünfzig, Monseigneur.«

»Ah! ah! hundert und fünfzig von zwölf tausend, das ist das Verhältniß des Unglücks von Cannae, meine Herren; man wird einen Scheffel von Euren Ringen nach Antwerpen schicken; doch ich bezweifle, daß sich die flamändischen Schönheiten ihrer bedienen können, wenn sie sich nicht die Finger mit den Messern ihrer Männer zuspitzen lassen: sie schnitten gut, diese Messer!«

»Monseigneur,« sagte Joyeuse, »wenn unsere Schlacht eine Schlacht von Cannae ist, so sind wir glücklicher als die Römer gewesen, denn wir haben unsern Paulus Aemilius behalten.«

»Bei meiner Seele, meine Herren,« versetzte der Herzog, »der Paulus Aemilius von Antwerpen ist Joyeuse und, ohne Zweifel, um die Aehnlichkeit mit seinem heldenmüthigen Vorbilde bis zum Ende zu treiben, ist Dein Bruder todt, nicht wahr, Du Bouchage?«

Henri fühlte, wie ihm diese kalte Frage das Herz zerriß.

»Nein, Monseigneur, er lebt,« erwiederte er.

»Ah! desto besser,« sagte der Herzog mit seinem eisigen Lächeln; »wie! unser braver Joyeuse ist am Leben geblieben! Wo ist er, daß ich ihn umarme?«

»Er ist nicht hier, Monseigneur.«

»Ah! ja, verwundet.«

»Nein, gesund und wohlbehalten.«

»Doch flüchtig, wie ich, umherirrend, ausgehungert, ein armer, von Schaam erfüllter Krieger; ah! das Sprichwort hat Recht: für den Ruhm das Schwert, nach dem Schwert das Blut, nach dem Blut die Thränen.«

»Monseigneur, ich kannte das Sprichwort nicht und bin, trotz des Sprichworts, erfreut, Eurer Hoheit mitzutheilen, daß mein Bruder das Glück gehabt hat, drei tausend Mann zu retten, mit denen er einen großen Flecken, sieben Meilen von hier, besetzt hält, und so wie mich Eure Hoheit sieht, marschire ich als Kundschafter seiner Armee.«

Der Herzog erbleichte.

»Dreitausend Mann,« sagte er, »und Joyeuse hat diese dreitausend Mann gerettet. Weißt Du, daß Dein Bruder ein Xenophon ist; es ist bei Gott ein großes Glück, daß mein Bruder mir den Deinigen geschickt hat, sonst käme ich allein nach Frankreich zurück. Es lebe Joyeuse! pfui, über das Haus Valois! denn meiner Treue, dieses kann den Wahlspruch: Hilariter, nicht annehmen.«

»Monseigneur, oh, Monseigneur!« sagte Du Bouchage, vom Schmerz zusammengeschnürt, als er sah, daß die Heiterkeit des Prinzen eine düstere Eifersucht verbarg.

»Nein, bei meiner Seele, ich spreche die Wahrheit, nicht wahr, Aurilly? Wir kehren nach Frankreich zurück, wie Franz I. nach der Schlacht von Pavia. Alles ist, verloren, nur nicht die Ehre! Ah! ah! ah! ich habe den Wahlspruch des Hauses Frankreich wiedergefunden.«

Ein düsteres Stillschweigen empfing dieses Gelächter, das so schmerzlich aussah, als wäre es ein Schluchzen gewesen.

»Monseigneur,« sagte Henri, »erzählt uns wie der Schutzgott Frankreichs Eure Hoheit gerettet hat.«

»Ei, lieber Graf, das ist ganz einfach; der Schutzgott Frankreichs war in diesem Augenblick mit etwas Anderem, mit etwas Wichtigerem ohne Zweifel beschäftigt, so daß ich mich ganz allein geflüchtet habe.«

»Und wie dies, Monseigneur?«

»Ueber Hals Bein.«.17

Nicht ein Lächeln wurde diesem Scherze zu Theil, den der Herzog sicherlich mit dem Tode bestraft hätte, wenn ihn ein Anderer als er gemacht haben würde.

»Ja, ja, das ist das richtige Wort,« fuhr er fort, »wie wir liefen, nicht wahr, mein braver Aurilly?«

»Jeder kennt den kalten Muth das militärische Genie Eurer Hoheit,« sprach Henri; »wir bitten sie also, uns nicht das Herz dadurch zu zerreißen, daß sie sich Nachtheile zuschreibt, die ihr nicht zur Last fallen. Der beste General ist nicht unüberwindlich und selbst Hannibal ist bei Zama besiegt worden.«

»Ja,« erwiederte der Herzog, »aber Hannibal hatte die Schlachten an der Trepia, am Trasimenus und bei Cannae gewonnen, während ich nur die von Château-Cambrésis gewonnen habe, was in der That nicht genug ist, um eine Vergleichung auszuhalten.«

»Aber Monseigneur scherzt, wenn er sagt, er sei geflohen.«

»Nein, bei Gott! ich scherze nicht; findest Du übrigens, daß dies ein Stoff zum Scherzen ist, Du Bouchage?«

»Konnte man es Anders machen, Herr Graf?« sagte Aurilly, welcher glaubte, es sei nöthig, daß er seinem Herrn zu Hilfe komme.

»Schweige, Aurilly,« sprach der Herzog; »frage den Schatten von Saint-Aignan nicht; ob man nicht fliehen konnte?«

Aurilly neigte den Kopf.

»Ah! Ihr wißt die Geschichte von Saint-Aignan nicht; es ist wahrt ich will sie Euch erzählen: sie läßt sich in drei Grimassen abtheilen.«

Bei diesem Scherze, der unter den obwaltenden Umständen etwas Gehässiges hatte, falteten die Officiere die Stirne, ohne sich darum zu bekümmern, ob sie ihrem Herrn mißfielen oder nicht mißfielen.

»Denkt Euch also, meine Herren,« sagte der Prinz, der dieses Zeichen der Mißbilligung entfernt nicht bemerkt zu haben schien, »denkt Euch, daß er, als ich die Schlacht für verloren erklärte, fünfhundert Pferde sammelte und, statt wie Jedermann zu gehen, auf mich zukam und zu mir sagte: »»Man muß angreifen, Monseigneur.«« – »»Wie angreifen?«« erwiederte ich, »»Ihr seid ein Narr, Saint-Aignan, sie sind hundert gegen einen.«« – »»Und wären es tausend,«« entgegnete er mit einer abscheulichen Grimasse, »»ich werde angreifen.«« – »»Greift an, mein Lieber, greift an,«« rief ich, »»ich greife nicht an; im Gegentheil.«« – »»Ihr werdet mir aber Euer Pferd geben, das nicht mehr marschiren kann, das meinige nehmen, das noch frisch ist; da ich nicht fliehen will, so ist jedes Pferd gut für mich.«« Und er nahm in der That meinen Schimmel, gab mir seinen Rappen und sagte zu mir: »»Prinz, das ist ein Läufer, der zwanzig Meilen in vier Stunden zurücklegt, wenn Ihr wollt.«« Dann wandte er sich gegen seine Leute um und rief: »»Auf, meine Herren, folgt mir; vorwärts, wer nicht Fersengeld geben will!«« Und er jagte mit einer zweiten Grimasse, welche noch abscheulicher war, als die erste, gegen den Feind zu. Er glaubte Menschen zu finden, und fand Wasser; ich hatte dies vorhergesehen: Saint-Aignan und seine Paladine sind dort geblieben. – Hätte er auf mich gehört, statt die unnütze Heldenthat zu unternehmen, so säße er mit uns an diesem Tische und würde zu dieser Stunde nicht eine dritte Grimasse machen, welche wahrscheinlich noch häßlicher ist, als die zwei ersten.«

Ein Schauer des Abscheus durchlief den Kreis der Anwesenden.

»Dieser Elende hat kein Herz,« dachte Henri. »Oh! warum beschützen ihn sein Unglück, seine Schmach und besonders seine Geburt gegen die Aufforderung, die man so gern an ihn richten würde?«

»Meine Herren,« sagte mit leiser Stimme Aurilly, da er fühlte welche Wirkung in dieser Versammlung von Leuten von Herz die Worte des Prinzen hervorgebracht hatten, »Ihr seht, wie Monseigneur angegriffen ist, merkt nicht auf das, was er spricht; seitdem ihm das große Unglück widerfahren ist, glaube ich, daß er wirklich in gewissen Augenblicken delirirt.«

»So also,« sprach der Prinz sein Glas leerend, »so ist Saint-Aignan gestorben, und so lebe ich: übrigens hat er mir sterbend einen Dienst geleistet, indem er dadurch daß er mein Pferd ritt, glauben machte, ich wäre todt; dieses Gerücht hat sich nicht nur bei der französischen, Armee, sondern auch bei der flamändischen verbreitet, welche sodann langsamer bei meiner Verfolgung zu Werke ging; doch seid unbesorgt, meine Herren, unsere guten Flamänder sollen das nicht in’s Paradies mitnehmen; wir werden eine Genugthuung bekommen, und zwar eine blutige, und ich bilde mir seit gestern, im Geiste wenigstens, die furchtbarste Armee, welche je bestanden hat.«

»Mittlerweile, Monseigneur,« sagte Henri, »wird Eure Hoheit das Commando über meine Leute übernehmen; es geziemt sich für mich, einen einfachen Edelmann, nicht, da, wo ein Sohn von Frankreich ist, auch nur einen einzigen Befehl zu geben.«

»Es sei,« sagte der Prinz, »und ich fange damit an, daß ich Jedermann zu Nacht zu speisen befehle, Euch besonders, Herr Du Bouchage, denn Ihr habt noch nicht einmal Euren Teller berührt.«

»Monseigneur, ich habe keinen Hunger.«

»Dann, mein Freund Du Bouchage kehrt zum Visitiren der Posten zurück. Sagt den Führern, daß ich lebe, doch bittet sie, sich nicht zu laut darüber zu freuen, ehe wir eine bessere Citadelle erreicht oder mit dem Armeecorps unseres unbesiegbaren Joyeuse zusammengetroffen sind, denn ich gestehe Euch, ich möchte weniger als je gefangen werden, nun da ich dem Feuer und dem Wasser entgangen bin.«

»Monseigneur, man wird Eurer Hoheit strenge gehorchen, und Niemand, mit Ausnahme dieser Herren, soll erfahren, daß sie uns die Ehre erweist, unter uns zu verweilen.«

»Und diese Herren werden das Geheimniß bewahren?« fragte der Herzog.«

Alle verbeugten sich.

»Dann geht zum Visitiren, Graf.«

Du Bouchage verließ den Saal.

Dieser Umherirrende, dieser Flüchtling, dieser Besiegte hatte, wie man sieht, nur einen Augenblick gebraucht, um wieder stolz, sorglos und herrschsüchtig zu werden.

Ueber hundert Mann oder über hunderttausend commandiren, bleibt immer commandiren. Die Fürsten verlangen nie das, was sie zu verdienen glauben, sondern das, was sie glauben, daß man ihnen schuldig sei.

Während Du Bouchage den Befehl mit um so größerer Pünktlichkeit vollzog, als er nicht den Anschein haben wollte, es ärgere ihn, gehorchen zu müssen, befragte Franz, – Aurilly, dieser Schatten des Herrn, welcher allen seinen Bewegungen folgte, befragte ebenfalls.

Der Herzog fand es sonderbar, daß ein Mann von dem Namen und Rang von Du Bouchage das Commando über eine Handvoll Leute und eine so gefahrvolle Expedition zu übernehmen sich herbeigelassen hatte.

Es war in der That der Posten eines einfachen Fähnrichs und nicht der des Bruders eines Großadmirals.

Bei dem Prinzen war Alles Verdacht, und jeder Verdacht bedurfte der Aufklärung.

Er horchte also und erfuhr, daß der Großadmiral, als er seinen Bruder an die Spitze der Recognoscirung gestellt, nur dessen dringenden Bitten nachgegeben habe.

Derjenige, welcher dem Herzog diese Auskunft gab, und zwar ohne irgend eine schlimme Absicht gab, war der Fähnrich der Gendarmen von Aunis, welcher Du Bouchage aufgenommen, sich hatte sein Commando abnehmen sehen, wie sich Du Bouchage nun das seinige durch den Herzog abnehmen sah.

Der Prinz hatte eine leichte Regung des Aergers im Herzen des Fähnrichs gegen Du Bouchage wahrzunehmen geglaubt, und deshalb befragte er besonders diesen.

»Was war denn aber die Absicht des Grafen,« sagte der Prinz, »als er so dringend um ein so armseliges Commando bat?«

»Einmal wollte er der Armee einen Dienst leisten,« erwiederte der Fähnrich, »und an diesem Gefühle zweifle ich nicht.«

»Einmal? habt Ihr gesagte was ist das sodann, mein Herr?«

»Ah! Monseigneur, ich weiß es nicht.«

»Ihr täuscht mich, oder Ihr täuscht Euch selbst, mein Herr, Ihr wißt es.«

»Monseigneur, ich kann selbst Eurer Hoheit nur die Gründe meines Dienstes angeben.«

»Ihr seht,« sagte der Prinz zu den paar Officieren, welche bei Tische geblieben waren, »ich hatte vollkommen Recht, wenn ich mich verborgen hielt, meine Herren, da es bei meiner Armee Geheimnisse gibt, bei denen man mich ausschließt.«

»Ah! Monseigneur,« erwiederte der Fähnrich, »Ihr deutet meine Discretion schlecht; es gibt nur Geheimnisse bei dem, was Herrn Du Bouchage betrifft; könnte es zum Beispiel nicht der Fall sein, daß Herr Henri, während er dem allgemeinen Interesse diente, irgend einem Verwandten oder einem Freunde, dadurch, daß er ihn escortiren ließ einen Dienst leisten wollte?«

»Wer ist denn hier der Verwandte oder Freund des Grafen? Man sage es mir; seht, wie er in Verlegenheit geräth!«

»Monseigneur,« sprach Aurilly, der sich mit jener achtungsvollen Vertraulichkeit, die er sich zur Gewohnheit gemacht, ins Gespräch mischte, »Monseigneur, ich habe einen Theil des Geheimnisses entdeckt, und es ist dabei nichts, was das Mißtrauen Eurer Hoheit motiviren könnte. Dieser Verwandte, den Herr Du Bouchage escortiren lassen wollte, nun!. . .«

»Nun!« machte der Prinz, »vollende, Aurilly.«

»Nun, Monseigneur, ist eine Verwandtin.«

»Ah! ah! ah!« rief der Herzog, »warum sagte man mir das nicht offenherzig? Dieser liebe Henri! Ei! das ist ganz natürlich. Wohl, schließen wir die Augen über der Verwandtin sprechen wir nicht mehr davon.«

»Eure Hoheit wird umso besser daran thun, als die Sache äußerst geheimnißvoll ist,« bemerkte Aurilly.

»Wie so?«

»Ja, wie die berühmte Bradamante, deren Geschichte ich Eurer Hoheit hundertmal gesungen habe, verbirgt sich die Dame unter Männerkleidern.«

»Oh! Monseigneur,« sagte der Fähnrich, »ich bitte Euch; Herr Henri schien große Achtung vor dieser Dame zu haben, und würde aller Wahrscheinlichkeit nach dem Indiscreten tief grollen.«

»Ohne Zweifel, Herr Fähnrich; wir werden stumm sein wie die Gräber, seid unbesorgt, stumm wie der arme Saint-Aignan; nur werden wir der Dame, wenn wir sie sehen, keine Grimassen zu machen suchen. Ah! Henri hat eine Verwandtin bei sich, mitten unter Gendarmen? Und wo ist sie, Aurilly, diese Verwandtin?«

»Dort oben.«

»Wie, dort oben, in jenem Hause?«

»Ja, Monseigneur; doch stille! hier kommt Herr Du Bouchage.«

»Stille!« wiederholte der Prinz mit einem schallenden Gelächter.

Siebentes Kapitel
Eine von den Erinnerungen des Herzogs von Anjou

Der junge Mann konnte bei seiner Rückkehr das unheimliche Gelächter des Herzogs von Anjou hören, doch er hatte nicht genug bei Seiner Hoheit gelebt, um zu wissen, welche Drohungen in einer freudigen Kundgebung des Prinzen enthalten waren.

Er hatte auch an der Unruhe einiger Gesichter wahrnehmen können, daß ein feindseliges Gespräch von dem Herzog in seiner Abwesenheit geführt durch seine Rückkehr unterbrochen worden war.

Doch Henri war nicht mißtrauisch genug, um zu errathen, um was es sich handelte, und keiner war so sehr sein Freund, daß er es ihm in Anwesenheit des Herzogs gesagt hätte.

Ueberdies wachte Aurilly gut, und der Herzog, der seinen Plan ohne allen Zweifel schon gemacht hatte, hielt Henri bei sich zurück, bis sich alle bei dem Gespräch gegenwärtige Officiere entfernt hatten.

Der Herzog hatte einige Abänderungen bei der Vertheilung der Posten getroffen.

So hatte es Henri, als er allein war, für geeignet erachtet, sich, da er der Anführer, zum Mittelpunkt zu machen und sein Hauptquartier im Hause von Diana zu nehmen.

Dann schickte er auf den wichtigsten Posten nach diesem, was der am Flusse war, den Fähnrich.

Als aber der Herzog Chef an der Stelle von Henri wurde, nahm er den Platz von diesem und schickte Henri dahin, wohin dieser den Fähnrich schicken sollte.

Henri wunderte sich nicht darüber.

Der Prinz hatte bemerkt, daß dieser Punkt der wichtigste war, er überließ ihm denselben: das war eine ganz natürliche Sache, so natürlich, daß Jedermann, und Henri zuerst, sich in seiner Absicht täuschte.

Nur glaubte er dem Fähnrich der Gendarmen etwas empfehlen zu müssen, er näherte sich diesem. Es war auch ganz natürlich, daß er unter seinen Schutz die zwei Personen stellte, über die er wachte, die er, für den Augenblick wenigstens, zu verlassen genöthigt sein sollte.

Doch bei den ersten Worten, die Henri mit dem Fähnrich zu reden versuchte, trat der Herzog dazwischen.

»Geheimnisse!« sagte er mit seinem Lächeln.

Der Gendarme hatte die Indiscretion, die er begangen, begriffen, aber zu spät. Er bereute es, wollte dem Grafen zu Hilfe kommen und erwiederte:

»Nein, Monseigneur, der Herr Graf fragt mich nur, wie viel Pfunde trockenes zum Dienst fähiges Pulver mir bleiben.«

Diese Antwort hatte zwei Zwecke, wenn auch nicht zwei Resultate; einmal sollte sie den Verdacht des Herzogs, wenn er einen hatte, abwenden; dann sollte sie dem Grafen andeuten, er habe eine Unterstützung, auf die er rechnen könne.

»Ah! das ist etwas Anderes,« rief der Herzog, genöthigt, diesen Worten Glauben zu schenken, wenn er nicht durch die Rolle des Spions seine Würde als Prinz gefährden wollte.

Dann, während sich der Herzog gegen die Thüre umwandte, die man gerade öffnete, flüsterte der Fähnrich Henri zu:

»Seine Hoheit weiß, daß Ihr Jemand begleitet.«

Du Bouchage bebte; doch es war zu spät. Nicht einmal dieses Beben war dem Herzog entgangen, und, als wollte er sich selbst versichern, daß man überall seine Befehle vollzogen, schlug er dem Grafen vor, ihn bis zu seinem Posten zu führen, ein Vorschlag, den Henri wohl annehmen mußte. Henri hätte Remy gern zu wissen gethan, er möge auf seiner Hut sein und zum Voraus eine Antwort bereit halten, doch dies war nicht möglich; Alles, was er thun konnte, war, daß er den Fähnrich mit den Worten verabschiedete:

»Wacht wohl über dem Pulver, nicht wahr? wacht darüber, als ob ich selbst wachen würde.«

»Ja, Herr Graf,« erwiederte der junge Mann.

Auf dem Wege fragte der Herzog den Grafen Du Bouchage:

»Wo ist das Pulver, das Ihr unserem jungen Officier empfiehlt, Graf?«

»In dem Hause, das ich zum Hauptquartier gewählt hatte, Hoheit.«

»Seid unbesorgt,« erwiederte der Herzog, »ich kenne zu gut die Wichtigkeit eines solchen Depot in der Lage, in der wir uns befinden, um nicht jede Aufmerksamkeit darauf zu richten. Nicht unser junger Fähnrich wird darüber wachen, sondern ich.«

Das Gespräch blieb hierbei. Man kam, ohne weiter zu reden, zu dem Zusammenlauf des Flusses und des Baches; der Herzog empfahl Du Bouchage auf das Strengste, seinen Posten nicht zu verlassen, und kehrte zurück.

Aurilly war aus dem Speisezimmer nicht weggegangen und schlief, auf einer Bank liegend, in dem Mantel eines Officiers.

Der Herzog klopfte ihm auf die Schulter und weckte ihn auf.

Aurilly rieb sich die Augen und schaute den Prinzen an.

»Hast Du gehört?« fragte ihn dieser.

»Ja, gnädigster Herr,« erwiederte Aurilly.

»Weißt Du denn auch, wovon ich spreche?«

»Bei Gott! von der unbekannten Dame, von der Verwandtin des Herrn Grafen Du Bouchage.«

»Gut, ich sehe, daß das Brüsseler Faro und des Löwener Bier Dein Gehirn noch nicht ganz verdumpft haben.«

»Immerzu, Monseigneur, sprecht, oder macht nur ein Zeichen, und Eure Hoheit wird sehen, daß ich erfindungsreicher bin als je.«

»Wir wollen sehen: rufe Deine ganze Einbildungskraft zu Hilfe und errathe.«

»Wohl, gnädigster Herr, ich errathe, daß Eure Hoheit neugierig ist.«

»Ah! bei Gott! das ist eine Temperamentsache, Du brauchst mir nur zu sagen, was meine Neugierde zu dieser Stunde reizt.«

»Ihr wollt wissen, wer das brave Geschöpf ist, das den beiden Herren von Joyeuse durch Wasser und Feuer folgt?«

»Per mille pericula mortis, wie meine Schwester Margot sagen würde, wenn sie da wäre… Du hast es getroffen, Aurilly. Ah! sprich, hast Du ihr geschrieben?«

»Wem?«

»Meiner Schwester Margot.«

»Hatte ich Ihrer Majestät zu schreiben?«

»Allerdings.«

»Worüber?«

»Darüber, daß wir geschlagen worden, daß wir ruiniert sind, und daß sie sich gut halten soll.«

»Bei welcher Gelegenheit, Monseigneur.«

»Wenn Spanien, meiner im Norden entledigt, ihr im Süden in den Rücken fallen wird.«

»Ah! das ist richtig.«

»Du hast nicht geschrieben?«

»Wahrlich, nein, Monseigneur.«

»Du hast geschlafen?«

»Ja, ich gestehe es; doch wenn mir auch der Gedanke, zu schreiben, gekommen wäre, womit hätte ich schreiben sollen, Hoheit? Ich habe hier weder Tinte, noch Feder, noch Papier.«

»Wohl! so suche. Quaere et invenies,« sagt das Evangelium.

»Wie, des Teufels! soll ich das Alles in der Hütte eines Bauern finden, der, es ist tausend gegen eines zu wetten, gar nicht schreiben kann?«

»Suche immerhin, Dummkopf, und wenn Du das nicht findest, nun wohl…«

»Nun?«

»Nun! so wirst da etwas Anderes finden.«

»Oh! ich Einfaltspinsel, der ich bin,« rief Aurilly, sich vor die Stirne schlagend; »meiner Treue, ja, Eure Hoheit hat Recht, mein Kopf wird schwerfällig… das kommt davon her, daß ich ungeheuer Lust zu schlafen habe, Monseigneur.«

»Gut, gut, ich will Dir wohl glauben, vertreibe diese Lust für einen Augenblick, und da Du nicht geschrieben hast, so werde ich schreiben, suche mir nur Alles, was ich zum Schreiben brauche; suche, Aurilly, suche kehre nicht eher zurück, als bis du gefunden hast; ich bleibe hier.«

»Ich gehe, Monseigneur.«

»Und wenn Du bei Deinem Nachsuchen… warte doch… wenn Du bei Deinem Nachsuchen bemerkst, daß das Haus von einem pittoresken Styl ist… Du weißt, wie ich der Flamänder Inneres liebe, Aurilly!«

»Ja, Monseigneur.«

»Nun, so rufst Du mich.«

»Auf der Stelle, Monseigneur, Ihr könnt ruhig sein…«

Aurilly stand auf wandte sich leicht wie ein Vogel nach der anstoßenden Stube, wo sich der Fuß der Treppe fand.

Aurilly war leicht wie ein Vogel; auch hörte man nur ein kaum merkliches Krachen in dem Augenblick, wo er den Fuß auf die ersten Stufen setzte; doch kein Geräusch verrieth sein Unternehmen.

Nach fünf Minuten kam er zu seinem Herrn zurück, der es sich in dem großen Saal bequem gemacht hatte.

»Nun?« fragte dieser.

»Gnädigster Herr, wenn ich dem Anschein glauben darf, muß das Haus teufelsmäßig pittoresk sein.«

»Warum?«

»Weil man nicht hinein kann, wie man will.«

»Was sagst Du?«

»Ich sage, daß es von einem Drachen bewacht wird.«

»Was soll dieser alberne Scherz!«

»Ei! Monseigneur, es ist leider kein alberner Scherz, sondern eine traurige Wahrheit. Der Schatz ist im ersten Stock, in einer Stube, hinter deren Thüre man ein Licht glänzen sieht.«

»Nun! hernach?«

»Monseigneur will sagen davor.«

»Aurilly!«

»Vor dieser Thüre findet man einen Menschen, der einem großen grauen Mantel auf der Schwelle liegt.«

»Ho! ho! sollte es sich Herr Du Bouchage erlauben, einen Gendarme vor die Thüre seiner Geliebten zu legen?«

»Es ist kein Gendarme, sondern ein Diener der Dame oder des Grafen selbst.«

»Und was für eine Art von Diener?«

»Gnädigster Herr, es ist nicht möglich, sein Gesicht sehen, doch was man sieht, zwar vollkommen, ist ein breites flämisches Messer, das in seinem Gürtel steckt, und worauf er eine kräftige Hand stützt.«

»Das ist anziehend,« sagte der Herzog; »wecke mir diesen Burschen ein wenig.«

»Ah! nein, Hoheit.«

»Was sagst Du?«

»Ich sage, daß ich mich, abgesehen von dem, was er mit dem flämischen Messer geschehen könnte, nicht damit belustigen will, daß ich mir aus den Herren von Joyeuse, welche bei Hofe sehr wohl gelitten sind, Todfeinde mache. Wären wir Könige der Niederlande gewesen, dann ginge es wohl an; doch wir haben nur die Freundlichen zu spielen, Monseigneur, besonders gegen diejenigen, welche uns gerettet; denn die Joyeuse haben uns gerettet. Nehmt Euch in Acht, Hoheit, wenn Ihr es nicht sagt, werden die es sagen.«

»Du hast Recht, Aurilly,« sprach der Herzog mit dem Fuße stampfend, »Du hast Recht, dennoch…«

»Ja, ich begreife; und dennoch hat Eure Hoheit nicht in einziges Frauengesicht seit vierzehn tödtlichen Tagen gesehen. Ich spreche nicht von jenen Thieren, welche die Polders bewohnen; das verdient weder den Namen von, Männern, noch den von Frauen; das sind Männlein und Weiblein.«

»Ich will diese Geliebte von Du Bouchage sehen, Aurilly, ich will sie sehen, hörst Du?«

»Ja, Monseigneur, ich höre.«

»Nun, so antworte.«

»Wohl, Hoheit, ich antworte, daß Ihr sie vielleicht sehen werdet; doch durch die Thüre wenigstens.«

»Es sei; wenn ich sie aber nicht durch die Thüre sehen kann, so werde ich sie wenigstens durch das Fenster sehen.«

»Ah! das ist ein Gedanke, Monseigneur, und zum Beweis, daß ich ihn vortrefflich finde, will ich Euch eine Leiter holen. . .«

Aurilly schlüpfte in den Hof des Hauses stieß sich an dem Pfosten eines Schoppen, unter welchen die Gendarmen ihre Pferde gestellt hatten.

Nach einigem Suchen fand er, was man beinahe immer unter einem Schuppen findet, eine Leiter.

Er lenkte sie durch die Menschen und Thiere vorsichtig genug durch, um die einen nicht aufzuwecken und von den andern keine Fußtritte zu bekommen, und legte sie auf der Straße an die äußere Mauer an.

Man mußte Prinz sein und eine erhabene Verachtung gegen gewöhnliche Bedenklichkeiten hegen, wie dies in der Regel die Despoten von göttlichem Rechte thun, um es in Gegenwart der vor der Thüre, wo die Gefangenen eingeschlossen waren, auf abgehenden Schildwache zu wagen, eine für Du Bouchage so frech beleidigende Handlung zu begehen, wie die, welche der Prinz zu begehen im Begriffe war.

Aurilly sah dies ein und machte den Prinzen auf die Schildwache aufmerksam, welche da sie nicht wußte wer die zwei Männer waren: »Wer da!« zu rufen sich anschickte.

Franz zuckte die Achseln ging gerade auf den Soldaten zu.

Aurilly folgte ihm.

»Mein Freund,« sagte der Prinz, »nicht wahr, dieser Punkt ist der höchste Punkt des Fleckens?«

»Ja, Monseigneur,« antwortete die Schildwache, die Franz erkennend salutirte, »und wären nicht diese Linden, welche die Aussicht hemmen, so könnte man beim Mondschein einen Theil der Landschaft überschauen.«

»Ich vermuthete es,« sagte der Prinz; »ich habe auch diese Leiter bringen lassen, nur darüber hinaus zu schauen. Steige also hinauf, Aurilly, oder nein, laß mich hinaufsteigen, ein Fürst muß Alles selbst sehen.«

»Wo soll ich die Leiter anlegen, gnädigster Herr?« fragte der gleißnerische Diener.

»An den nächsten den besten Ort, an diese Wand zum Beispiel.«

Sobald die Leiter angelegt war, stieg der Prinz hinauf.

Mochte er das Vorhaben des Prinzen vermuthen, oder war es natürliche Diskretion, der Soldat wandte den Kopf auf die dem Herzog entgegengesetzte Seite.

Der Prinz erreichte die Höhe der Leiter; Aurilly blieb am Fuß.

Das Zimmer, in welchem Henri Diana eingeschlossen hatte, war mit Matten belegt die Ausstattung bestand aus einem großen Bett von Eichenholz mit Vorhängen von Sarsche, einem Tisch und einigen Stühlen.

Die junge Frau, deren Herz seit der falschen Nachricht vom Tode des Prinzen, die sie im Lager der Gendarmen von Aunis erfahren, um eine ungeheure Last erleichtert zu sein schien, hatte von Remy etwas Speise verlangt, was ihr dieser mit dem Eifer einer unsäglichen! Freude herbeigeschafft.

Zum ersten Male hatte Diana nun seit der Stunde, wo sie den Tod ihres Vaters erfahren, ein etwas kräftigeres Gericht als Brod gekostet, zum ersten Male hatte sie ein paar Tropfen von einem Rheinwein getrunken, der von den Gendarmen in einem Keller gefunden Du Bouchage überbracht worden war.

Nach diesem Mahl, so leicht es auch war, floß das Blut von Diana, von so vielen heftigen Gemüthsbewegungen auf die steinerne Bank, welche auf jeder Seite die Thüre des Hauses begränzte.

Das Geräusch hatte sich nicht wiederholt, Niemand schien am Ende des Gäßchens zu sein.

Aurilly kam zurück.

»Nun! Monseigneur,« fragte er, »ist sie schön?«

»Sehr schön,« antwortete, der Prinz mit düsterer Miene.

»Was macht Euch denn so traurig, gnädigster Herr? sollte sie Euch gesehen haben?«

»Sie schläft.«

»Was beunruhigt Euch dann?«

Der Prinz antwortete nicht.

»Braun?. . . blond?« fragte Aurilly.

»Es ist seltsam, Aurilly,« murmelte der Prinz, »ich habe diese Frau irgendwo gesehen.«

»Ihr habt sie also erkannt?«

»Nein, denn ich vermag keinen Namen auf ihr Gesicht anzuwenden; nur hat mir ihr Anblick einen heftigen Schlag im Herzen versetzt.«

Aurilly schaute den Prinzen ganz erstaunt an, und sagte dann mit einem Lächeln, dessen Ironie er nicht einmal zu verbergen sich die Mühe gab.

»Seht Ihr das?«

»Ei! mein Herr, spottet nicht, ich bitte Euch,« erwiederte Franz mit trockenem Tone; »sehr Ihr nicht, daß ich leide.«

»Ah! Monseigneur, ist es möglich?« rief Aurilly.

»Ja, in der That, es ist, wie ich Dir sage, ich weiß nicht, was ich empfinde; doch,« fügte er mit düsterer Miene bei, »ich glaube, ich habe Unrecht gehabt, zu schauen.«

»Gerade aber wegen der Wirkung, die ihr Anblick auf Euch hervorgebracht hat, muß man wissen, wer diese Frau ist, Monseigneur.«

»Allerdings.«

»Sucht wohl in Euren Erinnerungen, gnädigster Herr; habt Ihr sie bei Hofe gesehen?«

»Nein, ich glaube nicht.«

»In Frankreich, in Navarra, in Flandern?«

17.::: Hals über Kopf. – Die Beine in die Hand genommen. :::

Türler ve etiketler

Yaş sınırı:
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Litres'teki yayın tarihi:
06 aralık 2019
Hacim:
951 s. 2 illüstrasyon
Telif hakkı:
Public Domain