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Kitabı oku: «Joseph Balsamo Denkwürdigkeiten eines Arztes 1», sayfa 66

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XCIX.
Worin der Leser einen seiner alten Bekannten wiederfinden wird, den er verloren glaubte, und den er vielleicht nicht bedauerte

Der Leser wird uns vielleicht fragen, warum Meister Flageot, der eine so majestätische Rolle spielen soll, Anwalt statt Advokat genannt wurde; da der Leser Recht hat, so wollen wir seiner Frage entsprechen.

Die Vacanzen wiederholten sich seit einiger Zeit im Parlament, und die Advokaten sprachen so wenig, daß es nicht der Mühe werth war, davon zu sprechen.

Meister Flageot, der den Augenblick vorhersah , wo man gar nicht mehr plaidiren würde, traf einige Anordnungen mit Meister Guildon, dem Anwalt, der ihm Schreibstube und Kundschaft gegen die Summe von fünf und zwanzigtausend Franken, einmal bezahlt, abtrat. So kam es, daß Meister Flageot Anwalt war. Fragt man uns nun, wie er die fünf und zwanzigtausend Livres bezahlt habe, so antworten wir: dadurch, daß er Mademoiselle Marguerite heirathete, der diese Summe als Erbschaft gegen das Ende des Jahres 1770. drei Monate vor der Verbannung von Herrn von Choiseul. zufiel.

Meister Flageot hatte sich seit langer Zeit durch die Beharrlichkeit, mit der er zur Partei der Opposition hielt, bemerkbar gemacht. Sobald er Anwalt war, verdoppelte er seine Heftigkeit, und durch diese Heftigkeit erlangte er einen gewissen Ruf. Dieser Ruf, verbunden mit der Veröffentlichung einer mordbrennerischen Denkschrift über den Streit von Herrn von Aiguillon mit Herrn de la Chalotais, erregte die Aufmerksamkeit von Herrn Rafté, der sich über die Angelegenheiten des Parlaments im Laufenden erhalten mußte.

Doch trotz seiner neuen Würde und seiner zunehmenden Wichtigkeit, verließ Meister Flageot die Rue du Petit-Lion-Saint-Sauveur nicht. Es wäre zu grausam für Mademoiselle Marguerite gewesen, sich nicht von den Nachbarinnen Madame Flageot nennen zu hören und sich nicht durch die Schreiber von Meister Guildon, welche in den Dienst des neuen Anwalts übergegangen waren, respectirt zu sehen.

Man erräth, was Herr von Richelieu litt, als er durch Paris fuhr, durch das stinkende Paris dieser Zone, um zu dem abscheulichen Loch zu gelangen, welches das Bauherrnamt von Paris mit dem Namen einer Straße schmückte.

Vor der Thüre von Meister Flageot wurde der Wagen von Herrn von Richelieu durch einen andern Wagen aufgehalten, der ebenfalls vorfuhr.

Der Marschall erblickte einen weiblichen Kopfputz, der aus diesem Wagen ausstieg, und da ihm seine fünf und siebenzig Jahre das Handwerk eines Galant nicht entleidet hatten, so beeilte er sich, seine Füße in den schwarzen Koth zu tauchen, um dieser Dame, welche allein ausstieg, seine Hand zu bieten.

Doch der Marschall hatte an diesem Tag Unglück, ein dürres Bein, das sich auf den Fußtritt ausstreckte, verrieth eine alte Frau. Ein runzliges, unter einer rothen Linie braungelbes Gesicht bewies ihm vollends, daß diese Frau nicht nur alt, sondern hinfällig war.

Es ließ sich jedoch nicht mehr zurückweichen; der Marschall hatte die Bewegung gemacht, und die Bewegung war gesehen worden; überdies war Herr von Richelieu nicht jung. Die Prozeßkrämerin, denn welche Frau in einem Wagen würde in diese Straße gekommen sein, wäre sie nicht eine solche gewesen; die Prozeßkrämerin, sagen wir, ahmte indessen das Zögern des Herzogs nicht nach, sie legte ihre Pfote mit einem furchtbaren Lächeln in die Hand von Richelieu.

»Ich habe dieses Gesicht irgendwo gesehen,« sagte leise der Marschall.

Und dann fragte er laut:

»Geht Madame auch zu Meister Flageot hinauf?«

»Ja, Herr Herzog,« erwiederte die Alte.

»Ah! ich habe die Ehre, Ihnen bekannt zu sein?« rief unangenehm überrascht der Herzog, indem er auf der Schwelle des schwarzen Ganges stehen blieb.

»Wer kennt nicht den Herrn Marschall Herzog von Richelieu?« erwiederte sie, »man müßte keine Frau sein.«

»Diese Meerkatze glaubt also, sie sei eine Frau,« murmelte der Sieger von Mahon.

Und er verbeugte sich auf das Allerartigste und fügte bei:

»Darf ich wohl meinerseits fragen, mit wem ich zu sprechen die Ehre habe?«

»Ich bin die Gräfin von Bearn, Ihre Dienerin,« erwiederte die Alte, indem sie einen tiefen Hofbückling auf dem kothigen Boden des Ganges, drei Zoll von der offenen Thüre eines Kellers, machte, wobei der Marschall boshafter Weise hoffte, er würde sie bei ihrer dritten Biegung verschwinden sehen.

»Entzückt, Madame, entzückt,« sprach er. »ich sage dem Himmel tausendfachen Dank für den Zufall; Sie haben also auch Prozesse, Frau Gräfin?«

»Ei! Herzog, ich habe nur einen einzigen; doch welch einen Prozeß! Haben Sie denn nicht davon sprechen hören?«

»Doch wohl, doch; der große Prozeß  . . . es ist wahr, verzeihen Sie. Wie Teufels konnte ich das vergessen?«

»Gegen die Saluces.«

»Gegen die Saluces, ja, Frau Gräfin; der Prozeß, auf den man das Lied gemacht hat«

»Ein Lied? …« versetzte die Alte gereizt, »welches Lied?«

»Nehmen Sie sich in Acht, Madame, es ist hier eine Vertiefung,« sagte der Herzog, als er sah, die Alte würde offenbar nicht in das Loch stürzen; »fassen Sie das Geländer, nämlich den Strick.«

Die Alte stieg die ersten Stufen hinauf. Der Herzog folgte ihr.

»Ja ein ziemlich drolliges Lied,« sagte er.

»Ein ziemlich drolliges Lied über meinen Prozeß?«

»Bei Gott! Ich mache Sie selbst zur Richterin … doch kennen Sie es vielleicht?«

»Keines Wegs.«

»Es ist auf die Melodie der Bourbonnaise; es ist gesagt:

»Madame la comtesse,

Faites-moi politesse

Je suis dans l’embarras«37

»Verstehen Sie, Madame Dubarry spricht.«

»Das ist unverschämt gegen Sie.«

»Was wollen Sie, die Liederschreiber … sie achten nichts. Götter, wie schmutzig ist dieser Strick! Dann antworten Sie folgendes:

»Je suis vieille et têtue

Un gros procès me tue;

Qui ,e la gagnera?«38

»Ei! mein Herr, das ist schändlich!« rief die Gräfin; »man beleidigt nicht auf diese Art eine Frau von Stand.«

»Madame, entschuldigen Sie mich, wenn ich falsch gesungen habe, diese Treppe erhitzt mich  . . . Ah! wir sind nun an Ort und Stelle; erlauben Sie mir, daß ich an diesem Rehfuß ziehe.«

Die Alte ließ brummend den Herzog vorangehen.

Der Marschall läutete, und Madame Flageot, welche, weil sie Anwältin geworden, darum nicht Thürhüterin und Köchin zu sein aufgehört hatte, öffnete.

Als die zwei Clienten in das Cabinet von Herrn Flageot eingeführt wurden, fanden sie einen Mann, der wüthend mit den Händen focht, während er, die Feder in den Zähnen, seinem ersten Schreiber einen furchtbaren Aufsatz dictirte.

»Mein Gott! Meister Flageot. was gibt es denn?« rief die Gräfin, bei deren Stimme sich der Anwalt umdrehte.

»Ah! Madame, Ihr Diener von ganzem Herzen. Einen Stuhl für die Frau Gräfin von Bearn. Der Herr ist mit Ihnen, Madame?  . . . Ei! wenn ich mich nicht täusche, der Herr Herzog von Richelieu bei mir!  . . . Noch einen Stuhl, Bernardet!«

»Meister Flageot,« sagte die Gräfin, »wie steht es mit meinem Prozeß, ich bitte Sie?«

»Ah! gnädige Frau, in diesem Augenblick beschäftige ich mich damit!«

»Sehr gut, Meister Flageot, sehr gut.«

»Und zwar auf eine Weise, Frau Gräfin, welche, wie ich hoffe, Lärmen machen wird.«

»Hm! nehmen Sie sich in Acht  . . .«

»Oh! Frau Gräfin, man braucht nichts mehr zu schonen.«

»Wenn Sie sich mit mir beschäftigen, so können Sie dem Herrn Herzog Audienz geben.«

»Herr Herzog, entschuldigen Sie mich,« sagte Meister Flageot; doch Sie sind zu artig, um nicht zu begreifen.«

»Ich begreife, Meister Flageot. ich begreife.«

»Nun gehöre ich ganz Ihnen.«

»Seien Sie unbesorgt, ich werde Ihre Güte nicht mißbrauchen: Sie werden wissen, was mich zu Ihnen führt?«

»Die Actenpäcke. welche mir Herr Rafté kürzlich zugestellt hat.«

»Einige Actenstücke in Beziehung auf meinen Prozeß über  . . . auf meinen Prozeß über  . . . was Teufels. Sie müssen wissen, welchen Prozeß ich meine, Meister Flageot.«

»Ihren Prozeß über das Gut Chapenat.«

»Ich sage nicht nein  . . . Und Sie werden ihn mir gewinnen? Das wäre sehr artig von Ihnen.«

»Herr Herzog, das ist eine auf die lange Bank geschobene Angelegenheit.«

»Gut! und warum?«

»Sie wird nicht vor einem Jahr zur Verhandlung kommen.« ,

»Der Grund, wenn’s beliebt?«

»Die Umstände, Herr Herzog, die Umstände  . . . Sie kennen den Spruch Seiner Majestät?«

»Ich glaube, ja  . . . welchen? Seine Majestät erläßt viele Sprüche.«

»Denjenigen, welcher den unsern für nichtig erklärt.«

»Sehr gut. Hernach?«

»Nun wohl, Herr Herzog, wir werden darauf antworten. indem wir unsere Schiffe verbrennen.«

»Indem Sie Ihre Schiffe verbrennen, mein Lieber, verbrennen Sie die Schiffe des Parlaments? Das ist nicht ganz klar, und ich wußte nicht, daß das Parlament Schiffe hat.«

»Die erste Kammer weigert sich vielleicht einzuregistriren?« fragte Frau von Bearn, welche der Prozeß von Herrn von Richelieu durchaus nicht von dem ihrigen abbrachte.

»Noch besser.«

»Die zweite auch?«

»Das wäre nichts  . . . Die zwei Kammern haben den Beschluß gefaßt, kein Urtheil zu fällen, ehe der König Herrn von Aiguillon zurückgenommen hat.«

»Bah !« rief der Marschall in die Hände schlagend.

»Kein Urtheil mehr fällen  . . . wie?« fragte die Gräfin bewegt.

»Aber die Prozesse, Madame.«

»Man sollte kein Urtheil in meinen! Prozeß fällen!« rief Frau von Bearn mit einem Schrecken, den sie nicht einmal zu verbergen suchte.

»Eben so wenig im Ihrigen, Madame, als in dem des Herrn Herzogs.«

»Aber das ist ungerecht, das ist Rebellion gegen die Befehle Seiner Majestät.«

»Madame.« erwiederte der Anwalt majestätisch, »der König hat sich vergessen, wir vergessen auch.«

»Herr Flageot, Sie werden machen, daß man Sie in die Bastille setzt, das sage ich Ihnen.« .

»Ich gehe singend dahin, Madame, und wenn ich gehe, folgen mir alle meine Collegen Palmen tragend.«

»Er ist rasend!« sagte die Gräfin zu Richelieu.

»Wir sind alle so,« erwiederte der Anwalt.

»Oh! oh!« machte der Marschall, »das wird seltsam.«

»Aber mein Herr, Sie sagten mir so eben, Sie beschäftigen sich mit mir,« sprach Frau von Bearn.

»Ich habe es gesagt und es ist wahr. Sie, Madame, sind das erste Beispiel, das ich in meiner Erzählung aufführe; hier ist der Paragraph, der Sie betrifft.«

Und er entriß den Händen eines Schreibers das begonnene Factum, klemmte seine Nase mit seiner Brille zusammen und las mit Emphase:

»Ihr Stand zu Grunde gerichtet, ihr Vermögen gefährdet, ihre Pflichten mit Füßen getreten. Seine- Majestät begreift, wie sehr sie haben leiden müssen  . . . So hatte der Exponent eine wichtige Angelegenheit in feinen Händen, von der das Vermögen eines der ersten Häuser des Königreichs abhängt; durch feine Bemühungen, durch seinen Fleiß, durch sein Talent, er wagt es zu behaupten, nahm diese Angelegenheit einen guten Gang und das Recht der hochgeborenen und hochmächtigen Dame Angelique Charlotte Véronique Gräfin von Bearn sollte anerkannt, ausgesprochen werden, als sich der Sturm der Zwietracht erhob  . . .«

»Dabei bin ich geblieben, Madame,« sagte der Anwalt, sich in die Brust werfend, »und ich glaube, daß diese rednerische Figur schlagend wirken wird.

»Herr Flageot,« sagte die Gräfin von Bearn, »es sind vierzig Jahre, daß ich zum ersten Mal Ihren Herrn Vater, einen würdigen Mann, in meinem Prozeß arbeiten ließ; ich übertrug Ihnen meine Kundschaft und Sie haben zehn bis zwölf tausend Livres mit meinen Angelegenheiten gewonnen; Sie hätten vielleicht noch einmal so viel damit gewonnen.«

»Schreiben Sie, schreiben Sie dies Alles,« sagte Flageot rasch zu seinem Schreiber, »das ist eine Zeugschaft, es ist ein Beweis: man wird es in die Bestätigung einfügen.«

»Nun aber,« unterbrach ihn die Gräfin, »nun entziehe ich Ihnen meinen Prozeß; von diesem Augenblick an haben Sie mein Vertrauen verloren.«

Durch diese Ungnade wie vom Donner gerührt, blieb Meister Flageot einen Augenblick ganz verblüfft: doch er erhob sich wieder unter dem Streich wie ein Märtyrer, der seinen Gott bekennt, und sprach:

»Es sei, Bernardet, geben Sie die Acten Madame zurück, und Sie werden den Thatumstand aufzeichnen,« fügte er bei, »daß der Exponent sein Gewissen seinem Vermögen vorgezogen hat.«

»Verzeihen Sie, Gräfin,« flüsterte der Marschall Frau von Bearn in’s Ohr, »aber Sie haben nicht überlegt, wie mir scheint.«

»Was, Herr Herzog?«

»Sie entziehen Ihren Prozeß diesem braven Protestanten, aber warum denn?«

»Um ihn einem andern Advokaten zu übergeben,« rief die Gräfin.

Meister Flageot schlug die Augen mit einem düsteren Lächeln der Selbstverleugnung, stoischer Resignation zum Himmel auf.

»Aber,« fuhr der Herzog, immer der Gräfin ins Ohr sprechend, fort, »da es entschieden ist, daß die Kammern kein Urtheil fällen werden, meine liebe Dame, so wird ein anderer Anwalt nicht mehr für Sie vermögen, als Meister Flageot.«

»Das ist also eine Ligue?«

»Bei Gott! glauben Sie, Meister Flageot wäre so dumm, allein als Protestant aufzutreten, um allein seine Etüde zu verlieren, wenn seine Collegen es nicht wie er machen und ihn folglich unterstützen würden!«39

»Aber Sie, Herr Herzog, was thun Sie?«

»Ich erkläre, daß Meister Flageot ein sehr ehrlicher Anwalt ist, und daß meine Acten eben so gut bei ihm als bei mir liegen  . . . Dem zu Folge lasse ich ihm dieselben, während ich ihn bezahle, wohlverstanden, als ob er fortfahren würde.«

»Herr Marschall.« rief Meister Flageot, »mit Recht sagt man, Sie seien ein edler Geist, ein großmüthiger Mann! Ich werde Ihren Ruhm verbreiten, Herr Herzog.«

»Sie überhäufen mich mit Güte, mein lieber Herr Anwalt,« erwiederte Richelieu sich verbeugend.

»Bernardet,« rief der Anwalt voll Begeisterung seinem Schreiber zu, »als Schluß der Rede fügen Sie eine Lobeserhebung des Herrn Marschall von Richelieu bei.

»Nein, nein, Meister Flageot, ich bitte Sie,« entgegnete rasch der Marschall; »Teufel! was wollen Sie da machen? Ich liebe die Geheimhaltung bei dem, was man gute Handlungen zu nennen pflegt  . . . Beleidigen Sie mich nicht, Meister Flageot; Sehen Sie, ich würde leugnen, ich würde Sie Lügen strafen, meine Bescheidenheit ist sehr empfindlich. Nun, Gräfin, was sagen Sie?«

»Ich sage, daß in meinem Prozeß ein Urtheil gesprochen werden wird, daß ich ein Urtheil brauche.«

»Und ich sage, daß, wenn man in Ihrem Prozeß ein Urtheil fällt, Madame, der König zuvor die Schweizer, die Chevauxlegers und zwanzig Kanonen in den großen Saal geschickt haben wird,« erwiederte Meister Flageot mit einer kriegerischen Miene, welche die alte Prozeßkrämerin vollends verblüffte.

»Sie glauben also nicht, daß sich der König aus dieser Klemme herausziehen kann?« fragte Richelieu leise Meister Flageot.

»Unmöglich, Herr Marschall; das ist ein unerhörter Fall; keine Gerechtigkeit mehr in Frankreich ist gerade, als ob es kein Brod mehr gäbe.«

»Glauben Sie?«

»Sie werden es sehen.«

»Aber der König wird aufgebracht werden.«

»Wir sind zu Allem entschlossen.«

»Selbst zur Verbannung?«

»Selbst zum Tod, Herr Marschall; weil man eine Robe trägt, hat man darum doch nicht minder ein Herz.«

Und Meister Flageot schlug kräftig an seine Brust.

In der That,« sagte Richelieu zu seiner Gefährtin: »ich glaube, das ist ein schlimmer Standpunkt für das Ministerium.«

»Oh! ja,« erwiederte nach kurzem Stillschweigen die alte Gräfin, »und es ist sehr traurig für mich, die ich mich in nichts von Allem dem, was vorgeht, mische, laß ich in diesen Conflict verwickelt werde.«

»Meiner Ansicht nach. Madame,« sagte der Marschall, »existirt in der Welt irgend Jemand, der Ihnen bei dieser Angelegenheit helfen könnte, irgend Jemand sehr Mächtiges  . . . doch wird diese Person wollen?«

»Wäre es zu viel Neugierde, Herr Herzog, wenn ich Sie nach dem Namen dieser Macht fragen würde?«

»Ihre Pathin,« sagte der Herzog.

»Oh! oh! Madame Dubarry?«

»Sie selbst.«

»Das ist im Ganzen wahr  . . .; Sie geben mir einen Gedanken.«

Der Herzog biß sich auf die Lippen.

»Sie würden nach Luciennes gehen?« sagte er.

»Ohne zu schwanken.«

»Aber die Gräfin Dubarry wird die Opposition des Parlaments nicht brechen.«

»Ich werde ihr sagen, daß ich meinen Prozeß entschieden sehen will, und da sie mir nach dem Dienste, den ich ihr geleistet habt, nichts verweigern kann, so wird sie dem König sagen, daß ihr die Sache gefalle. Seine Majestät wird mit dem Kanzler sprechen, und der Herr Kanzler hat einen langen Arm, Herr Herzog  . . . Meister Flageot, machen Sie mir das Vergnügen, meine Sache wohl zu studiren; sie wird eher, als sie glauben, zur Einregistrirung kommen: das sage ich Ihnen.«

Meister Flageot schüttelte den Kopf mit einer Ungläubigkeit, welche die Gräfin nicht von ihrer Meinung abzubringen vermochte.

Mittlerweile hatte der Herzog überlegt.

»Nun wohl, da Sie nach Luciennes gehen, Madame, wollen Sie die Güte haben? dort meine unterthänige Achtung zu bezeugen?«

»Sehr gern, Herr Herzog.«

»Wir sind Unglücksgefährten; Ihr Prozeß leidet, der meinige leidet auch; was Sie für den Ihrigen thun, thun Sie auch für mich  . . . Ueberdies können Sie dort bestätigen, welches Mißvergnügen mir diese viereckigen Parlamentsköpfe bereiten, und beifügen, ich habe Ihnen den Rath gegeben, sich an die Gottheit von Luciennes zu wenden.«

»Ich werde nicht ermangeln, dies zu thun, Herr Herzog  . . . Leben Sie wohl, meine Herren.«

»Erweisen Sie mir die Ehre, meine Hand bis zu Ihrem Wagen anzunehmen. Noch einmal, Gott befohlen, Meister Flageot, ich überlasse Sie Ihren Geschäften.«

Der Marschall führte die Gräfin an ihren Wagen.

»Rafté hatte Recht,« sagte er, »die Flageots werden eine Revolution machen. Gott sei Dank! ich bin nun von beiden Seiten gestützt  . . . Ich bin vom Hof und bin Parlamentär. Madame Dubarry wird sich in die Politik einlassen und ganz allein fallen; wiedersteht sie, so habe ich meine kleine Mine in Trianon. Dieser Teufel von einem Rafté ist offenbar von meiner Schule, und ich mache ihn am Tage, wo ich Minister werde, zu meinem Cabinetschef.«

C.
Worin sich die Dinge immer mehr verwirren

Frau von Bearn benützte buchstäblich den Rath von Richelieu; zwei und eine halbe Stunde, nachdem sie der Herzog verlassen hatte, befand sie sich im Vorzimmer in Luciennes, in Gesellschaft von Zamore.

Man hatte sie schon seit einiger Zeit nicht mehr bei Madame Dubarry gesehen; ihre Gegenwart erregte auch eine große Neugierde in dem Boudoir der Gräfin, als man ihren Namen hier meldete.

Herr von Aiguillon verlor seine Zeit auch nicht, und er complottirte eben mit der Favoritin, als Chon Gehör für Frau von Bearn verlangte.

Der Herzog wollte sich entfernen, Madame Dubarry hielt ihn zurück.

»Nein,« sagte sie, »es ist mir lieber, wenn Sie da sind, falls meine Almosensammlerin ein Anlehen bei mir machen wollte; Sie werden mir sehr nützlich sein, denn sie wird weniger verlangen.«

Der Herzog blieb.

Frau von Bearn nahm mit einem dem Umständen entsprechenden Gesicht der Gräfin gegenüber den Lehnstuhl, den diese ihr anbot, und als die ersten Höflichkeiten ausgetauscht waren, fragte Madame Dubarry:

»Darf ich wissen, welcher erfreuliche Zufall Sie hierherführt, Madame?«

»Ah! Madame,« erwiederte die alte Prozeßkrämerin, »ein großes Unglück.«

»Was denn, Madame?«

»Eine Neuigkeit, welche Seine Majestät sehr betrüben wird.«

»Sprechen Sie geschwinde, Madame.«

»Die Parlamente  . . .«

»Ah! ah!« brummelte der Herzog von Aiguillon.

»Der Herr Herzog von Aiguillon,« sagte hastig die Gräfin, ihren Gast der Alten vorstellend, aus Furcht, es könnte ein Mißgriff geschehen.

Doch die alte Gräfin war so fein wie alle Höflinge mit einander und sie machte nur Mißgriffe mit gutem Vorbedacht, und wenn ihr der Mißgriff nützlich schien.

»Ja,« sagte sie, »ich kenne die Schändlichkeiten dieser Schreiberseelen und weiß, wie wenig sie Achtung vor dem Verdienst und der Geburt haben.«

Dieses Compliment, das gerade auf den Herzog losgedrückt wurde, zog der alten Dame eine schöne Verbeugung von diesem zu; sie stand auf und erwiederte dieselbe.

»Aber,« fuhr sie fort, »es handelt sich nicht mehr um den Herrn Herzog, es handelt sich um die ganze Bevölkerung. Die Parlamente weigern sich, zu functioniren.«

»In der That!« rief Madame Dubarry sich auf den Sopha zurückwerfend, »es wird keine Gerechtigkeit mehr in Frankreich geben  . . . Nun! hernach  . . . welche Veränderung wird das hervorbringen?«

Der Herzog lächelte  . . . Statt die Sache scherzhaft zu nehmen, verdüsterte Frau von Bearn ihr verdrießliches Gesicht noch mehr.

»Das ist ein großes Unglück, Madame,« sagte sie.

»Ah! wahrhaftig?« erwiederte die Favoritin.

»Man sieht wohl, Frau Gräfin, daß Sie so glücklich sind, keinen Prozeß zu haben.«

»Hm!« machte Herr von Aiguillon, um die Aufmerksamkeit von Madame Dubarry zu erregen, welche endlich die Absicht der Prozeßkrämerin begriff.

»Ach! Madame,« rief sie auf der Stelle, »es ist wahr, Sie erinnern mich daran, daß, wenn ich keinen Prozeß habe, Sie einen wichtigen Prozeß haben.«

»Oh! ja !  . . . Madame, und jeder Verzug richtet zu Grunde.«

»Arme Dame!«

»Frau Gräfin, der König müßte einen Beschluß fassen.«

»Ei! Madame, Seine Majestät ist sehr geneigt, sie wird die Herren Räthe verbannen, und dann ist Alles abgemacht.«

»Madame, das ist dann nur eine Vertagung auf unbestimmte Zeit.«

»Wissen Sie ein anderes Mittel, Madame? wollen Sie es uns nennen?«

Die Prozeßkrämerin verbarg sich unter ihrem Kopfputz, wie der verscheidende Cäsar unter seiner Toga.

»Es gäbe wohl ein Mittel,« sagte Herr von Aiguillon, »doch Seine Majestät würde sich vielleicht scheuen, es anzuwenden.«

»Welches?« sprach die Alte voll Angst.

»Das gewöhnliche Mittel des Königthums, wenn es in Frankreich ein wenig zu sehr genirt ist: nämlich ein Lit de justice40 zu halten und zu sagen: Ich will! während alle Opponenten denken: Ich will nicht.«

»Ein vortrefflicher Gedanke!« tief Frau von Bearn mit Begeisterung.

»Aber man dürfte es nicht bekannt werden lassen,« bemerkte Herr von Aiguillon feiner Weise und mit einer Geberde, welche Frau von Bearn begriff.

»Oh! Madame,« sprach nun die Alte, »Madame, Sie, die Sie so viel über Seine Majestät vermögen, bringen Sie es dahin, daß sie sagt: Ich will, daß man den Prozeß von Frau von Bearn entscheide. Ueberdies wissen Sie, daß dies eine versprochene und zwar längst versprochene Sache ist.«

Herr von Aiguillon kniff sich die Lippen, grüßte Madame Dubarry mit dem Blick und verließ das Boudoir. Er hatte im Hof den Wagen des Königs gehört.

»Hier kommt der König!« sprach Madame Dubarry indem sie aufstand, um die Alte zu entlassen.

»Oh! Madame, warum erlauben Sie mir nicht, daß ich mich Seiner Majestät zu Füßen werfe?«

»Um ein Lit de justice von ihm zu verlangen.« erwiederte rasch die Gräfin, »das will ich wohl. Bleiben Sie hier, Madame, da dies Ihr Wunsch ist.«

Kaum hatte Frau von Bearn ihren Kopfputz zurecht gerichtet, als der König eintrat.

»Ah?« sagte er. »Sie haben Besuch, Gräfin?  . . .«

»Frau von Bearn, Sire.«

»Sire, Gerechtigkeit!« rief die alte Dame, während sie eine tiefe Verbeugung machte.

»Oho!« rief Ludwig XV. mit einem für Jeden, der ihn nicht kannte, unverständlichen Spott; »sollte Sie Jemand beleidigt haben, Madame?«

»Sire, ich verlange Gerechtigkeit.«

»Gegen wen?«

»Gegen das Parlament.«

»Ah, gut!  . . .« sagte der König, seine Hände an einander schlagend; »Sie beklagen sich über meine Parlamente. Ei! machen Sie mir doch das Vergnügen, sie zur Vernunft zu bringen. Ich habe mich auch darüber zu beklagen und verlange ebenfalls Gerechtigkeit von Ihnen,« fügte er, den Bückling der Gräfin nachahmend, bei.

»Sire, Sie sind der König, Sie sind der Herr.«

»Der König, ja; der Herr nicht immer.«

»Sire, sprechen Sie Ihren Willen aus.«

»Dies thue ich jeden Abend, Madame; und sie sprechen auch jeden Morgen ihren Willen aus. Da aber diese beiden Willen schnurstracks einander entgegengesetzt sind, so ist es bei uns wie bei der Erde und dem Mond, die sich immer einander nachlaufen, ohne sich je zu treffen.«

»Sire, Ihre Stimme ist mächtig genug, um alles Geschrei dieser Menschen zu übertäuben.«

»Sie täuschen sich, ich bin nicht Advokat, ich, und sie sind es. Sage ich ja, so sagen sie nein, und so ist es unmöglich, sich zu verständigen  . . . Ah! wenn ich ja gesagt habe, und Sie finden ein Mittel, sie zu verhindern, nein zu sagen, so schließe ich ein Bündniß mit Ihnen.«

»Sire, dieses Mittel habe ich.«

»Nennen Sie es mir sogleich.«

»Das werde ich thun, Sire. Halten Sie ein Lit de justice.«

»Das ist eine andere Verlegenheit,« sprach der König, »ein Lit de justice  . . . bedenken Sie wohl, Madame, das ist gleichsam eine Revolution.«

»Es ist ein Mittel, diesen rebellischen Leuten ins Gesicht zu sagen, daß Sie der Herr sind. Sie wissen, Sire, daß der König, wenn er so seinen Willen kundgibt, allein das Recht hat, zu sprechen, Niemand antwortet. Sie sagen ihnen: Ich will, und sie werden das Haupt neigen.«

»Der Gedanke ist allerdings prachtvoll,« sagte die Gräfin Dubarry.

»Prachtvoll, ja,« erwiederte Ludwig XV.; »gut, nein.«

»Das ist doch schön,« fuhr Madame Dubarry mit Wärme fort, »der Cortége, die Edelleute, die Pairs, alle Haustruppen des Königs, dann eine ungeheure Menge Volks, und endlich das Lit de justice selbst, bestehend aus fünf mit goldenen Lilien bestreuten Kopfkissen . . . Das wäre eine schöne Ceremonie.«

»Sie glauben,« sagte der König, ein wenig in seiner Ueberzeugung erschüttert.

»Und das prächtige Gewand des Königs, der mit Hermelin gefütterte Mantel, die Diamanten der Krone, das goldene Scepter, diese ganze Herrlichkeit, wie sie einem erhabenen und schönen Gesichte gebührt. Oh! Sie wären strahlend, Sire.«

»Man hat seit langer Zelt kein Lit de justice mehr gesehen,« sprach Ludwig XV. mit einer geheuchelten Gleichgültigkeit.

»Seit Ihrer Kindheit, Sire,« sagte Frau von Bearn; »die Erinnerung an Ihre glänzende Schönheit ist in Aller Herzen geblieben.«

»Und dann,« fügte Madame Dubarry bei, »und dann wäre es eine schöne Gelegenheit für den Herrn Kanzler, seine strenge, einschneidende Beredtsamkeit zu entwickeln, um diese Leute unter der Wahrheit, unter der Würde, unter dem Ansehen niederzuschmettern.«

»Ich muß die erste Uebelthat des Parlaments abwarten, dann werde ich sehen,« sagte Ludwig XV.

»Was können Sie denn Ungeheuerlicheres erwarten, als schon geschehen ist?«

»Was hat es denn gethan?«

»Sie wissen es nicht?«

»Es hat Herrn von Aiguillon ein wenig an den Ohren genommen, das ist kein Fall, der das Henken verdient, obgleich,« sagte der König, Madame Dubarry anschauend, »obgleich der liebe Herzog zu meinen Freunden gehört. Haben aber die Parlamente den Herzog etwas geschüttelt, so habe ich ihre Bosheit durch meinen Spruch von gestern oder vorgestern, ich weiß es nicht mehr, wieder gut gemacht. Wir stehen also gleich auf gleich.«

»Nun, Sire,« sagte rasch Madame Dubarry, »die Frau Gräfin kam hierher und theilte uns mit, die schwarzen Herren haben diesen Morgen schöne Streiche gemacht.«

»Wie so?« fragte der König die Stirne faltend.

»Sprechen Sie, Madame, der König erlaubt es,« sagte die Favoritin.

»Sire, die Herren Räthe haben beschlossen, keinen Parlamentshof mehr zu halten, bis ihnen Seine Majestät ihr Recht habe angedeihen lassen.«

»Wie beliebt? Sie täuschen sich, Madame, das wäre eine Handlung des Aufruhrs, und mein Parlament wird es hoffentlich nicht wagen, sich zu empören.«

»Sire, ich versichere Sie.«

»Oh! Madame, das sind Gerüchte.«

»Will mich Eure Majestät hören?«

»Sprechen Sie, Gräfin.«

»Nun wohl! mein Anwalt hat mir diesen Morgen die Acten von meinem Prozeß zurückgegeben; er plaidirt nicht mehr, da man nicht mehr richtet.«

»Gerüchte, sage ich Ihnen; Versuch, Vogelscheuche.«

Und während der König so sprach, ging er ganz bewegt im Boudoir auf und ab.

»Sire, wird Eure Majestät Herrn von Richelieu mehr glauben als mir? Nun! man hat in meiner Gegenwart Herrn von Richelieu seine Prozeßakten wie mir zurückgegeben, und Herr von Richelieu hat sich ganz zornig entfernt.«

»Man kratzt an der Thüre,« sagte der König, um das Gespräch zu verändern.

»Es ist Zamore, Sire.«

Zamore trat ein.

»Ein Brief,« sagte er.

»Sie erlauben, Sire,« fragte die Gräfin.

»Ah! mein Gott!« rief sie plötzlich.

»Was denn?«

»Vom Herrn Kanzler, Sire, Herr von Meaupeou: da er wußte, daß Eure Majestät mich besuchen wollte, bittet er um meine Vermittlung, um einen Augenblick Audienz zu erhalten.«

»Was gibt es denn wieder?«

»Lassen Sie Herrn von Meaupeou eintreten.«

Die Gräfin von Bearn stand auf und wollte Abschied nehmen.

»Sie sind nicht zu viel, Madame,« sagte der König. »Guten Tag, Herr von Meaupeou, was gibt es Neues?«

»Sire,« sprach der Kanzler sich verbeugend, »das Parlament belästigte Sie: Sie haben kein Parlament mehr.«

»Wie so? Sind sie Alle todt? Haben sie Arsenik verschlungen?«

»Gefiele es dem Himmel! . . . Nein, Sire, sie leben, doch sie wollen nicht mehr Sitzung halten und geben ihre Entlassungen ein; ich habe sie so eben in Masse empfangen.«

»Die Räthe?«

»Nein, Sire, die Entlassungen.«

»Ich sagte Ihnen doch, Sire, es wäre ernst,« sprach die Gräfin mit halber Stimme.

»Sehr ernst,« erwiederte Ludwig XV. ungeduldig. »Nun! Herr Kanzler, was haben Sie gethan?«

»Sire, ich bin gekommen, um die Befehle Eurer Majestät einzuholen.«

»Verbannen wir diese Leute, Meaupeou.«

»Sire, sie werden in der Verbannung eben so wenig zu Gericht sitzen.«

»Schärfen wir ihnen ein, daß sie richten . . . Nah! die Einschärfungen sind verbraucht  . . .«

»Ah! Sire, diesmal muß man Willen zeigen.«

»Ja, Sie haben Recht.«

»Muth,« sagte leise Frau von Bearn zu Frau von Dubarry.

»Und den Herrn zeigen, nachdem man zu oft den Vater gezeigt hat!« rief die Gräfin.

»Kanzler,« sprach der König langsam, »ich weiß nur noch ein Mittel: es ist ernst, aber wirksam. Ich will ein Lit de justice halten; diese Leute sollen einmal gehörig zittern.«

»Ah!« rief der Kanzler, »das heiße ich sprechen; sie mögen sich biegen oder brechen!«

»Madame,« fügte der König sich an die alte Gräfin wendend bei, »Sie sehen, wenn in Ihrem Prozeß kein Urtheil gefällt wird, so ist es nicht meine Schuld.«

»Sire, Sie sind der größte König der Welt.«

»Oh! ja  . . .« sprachen im Echo die Gräfin, Chon und der Kanzler.

»Das sagt übrigens die Welt nicht,« murmelte der König.

37.Frau Gräfin, seien Sie artig – ich bin in Verlegenheit.
38.Ich bin alt und halsstarrig; ein großer Prozeß tödtet mich; wer wird ihn mir gewinnen?
39.Etüde: In Frankreich Schreibstube des Advokaten mit Kundschaft.
40.Eine feierliche Sitzung des Königs von Frankreich, worin er dem Parlament vom Throne aus persönlich den Befehl ertheilte, ein Edict zu registriren, gegen welches sich das Parlament ablehnend erklärt hatte, welche Registrirung sodann geschah. Es war dies stets eine Handlung der Gewalt.

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Yaş sınırı:
0+
Litres'teki yayın tarihi:
06 aralık 2019
Hacim:
1798 s. 15 illüstrasyon
Telif hakkı:
Public Domain