Sadece Litres'te okuyun

Kitap dosya olarak indirilemez ancak uygulamamız üzerinden veya online olarak web sitemizden okunabilir.

Kitabı oku: «Joseph Balsamo Denkwürdigkeiten eines Arztes 1», sayfa 77

Yazı tipi:

»Wollen Sie mir erlauben, mich in ein Kloster zurückzuziehen,« sagte sie, »ich werde das Gelübde ablegen.«

»In ein Kloster?«

»Ich werde beten, für Sie zuerst, und für mich hernach. Ich werde wohl eingeschlossen sein, das ist wahr, doch ich habe am Ende einen Garten, Luft, Raum, einen Kirchhof, um unter den Gräbern spazieren zu gehen und zum Voraus den Platz für das meinige zu suchen. Ich werde Gefährtinnen haben, die durch ihr eigenes Unglück und nicht durch das meinige unglücklich sind. Erlauben Sie mir, daß ich mich in ein Kloster zurückziehe und ich leiste Ihnen alle Eide, die Sie haben wollen. Ein Kloster, Balsamo, ein Kloster, mit gefalteten Händen bitte ich Sie darum.«

»Lorenza! Lorenza! wir können uns nicht trennen. Wir sind gebunden, hörst Du wohl, gebunden, für diese Welt, verlange nichts von mir, was die Grenzen dieses Hauses überschreitet.«

Balsamo sprach diese Worte mit so entschiedenem und bei seiner Entschiedenheit doch so zurückhaltendem Tone, daß Lorenza nicht weiter in ihn drang,

»Sie wollen also nicht?« sagte sie niedergeschlagen.

»Ich kann nicht.«

»Das ist unwiderruflich?«

»Unwiderruflich, Lorenza.«

»Wohl, etwas Anderes,« sagte sie mit einem Lächeln.

»Oh! meine gute Lorenza, lächle abermals; abermals so und mit einem solchen Lächeln wirst Du machen, daß ich thue, was Du haben willst.«

»Ja, nicht wahr, ich werde machen, daß Sie thun, was ich Haben will, vorausgesetzt, ich thue, was Ihnen beliebt. Gut  . . . ich werde so viel als möglich vernünftig sein.«

»Sprich, Lorenz, sprich,«

»So eben sagten Sie zu mir: ,Lorenza, Du wirst eines Tags nicht mehr leiden, Du wirst frei, Du wirst glücklich sein.’ «

»Oh! ich habe das gesagt und ich schwöre beim Himmel, daß ich diesen Tag mit derselben Ungeduld erwarte, wie Du,«

»Wohl! dieser Tag kann sogleich kommen, Balsamo,« sagte die junge Frau mit einem liebkosenden Ausdruck, den ihr Gatte während ihres Schlafs nie bei ihr gesehen hatte. »Ich bin müde, sehen Sie, oh! sehr müde; Sie begreifen das, noch so jung, habe ich so viel gelitten! Wohl! mein Freund, denn Sie sagen, Sie seien mein Freund, hören Sie mich, diesen glücklichen Tag, geben Sie mir ihn sogleich,«

»Ich höre,« sagte Balsamo mit einer unaussprechlichen Unruhe.

»Ich beendige meine Rede mit der Bitte, die ich von Anfang an Sie hätte richten sollen, Acharat.« Die junge Frau schauerte.

»Sprich, meine Freundin.«

»Oft habe ich bemerkt, wenn Sie Versuche an unglücklichen Thieren machten, und mir sagten, diese Versuche seien nothwendig für die Menschheit, daß Sie das Geheimniß des Todes hätten, sei es durch einen Tropfen Gift, sei es durch eine geöffnete Ader, und daß dieser Tod sanft war, daß dieser Tod die Schnelligkeit des Blitzes hatte, daß diese unglücklichen, unschuldigen, wie ich zum Leiden der Gefangenschaft verurtheilten Geschöpfe, plötzlich durch den Tod die erste Wohlthat, die sie seit ihrer Geburt empfangen hatten, befreit waren. Nun! . . .«

Sie hielt erbleichend inne.

»Nun! Lorenza?« wiederholte Balsamo.

»Was Sie zuweilen im Interesse der Wissenschaft unglücklichen Thieren gegenüber thun, thun Sie es mir gegenüber, um den Gesetzen der Menschheit zu gehorchen; thun Sie es für eine Freundin, welche Sie mit ihrer ganzen Seele segnen wird, für eine Freundin, welche Ihre Hände mit unendlicher Dankbarkeit küssen wird, wenn Sie ihr bewilligen, was sie verlangt. Thun Sie es, Balsamo, für mich, die ich vor Ihnen auf den Knieen liege, für mich, die ich Ihnen bei meinem letzten Seufzer mehr Liebe und Freude verspreche, als Sie in mir während meines ganzen Lebens erblühen gemacht haben, für mich, die ich Ihnen ein offenes, strahlendes Lächeln in dem Augenblick zusage, wo ich die Erde verlasse. Balsamo, bei der Seele Ihrer Mutter, bei dem Blut unseres Gottes, bei Allem, was es Süßes, Feierliches, Heiliges in der Welt der Lebendigen und der Todten gibt, beschwöre ich Sie, tödten Sie mich!«

»Lorenza!« rief Balsamo, die junge Frau, welche bei diesen letzten Worten aufgestanden war, in seine Arme schließend, »Lorenza, Du sprichst im Fieberwahn; ich Dich tödten? Dich, meine Liebe, mein Leben!«

Lorenza machte sich durch eine gewaltige Anstrengung aus den Armen von Balsamo los und fiel auf die Kniee.

»Ich werde nicht eher ausstehen, als bis Du mir meine Bitte bewilligt hast, Tödte mich ohne Erschütterung, ohne Schmerz, ohne Todeskampf; gewähre mir, da Du sagst, Du liebest mich, die Gnade, mich einzuschläfern, wie Du mich oft eingeschläfert hast; nur nimm mir das Erwachen, denn das ist die Verzweiflung,«

»Lorenza, meine Freundin, mein Gott! siehst Du nicht, daß Du mir das Herz durchbohrst. Wie! Du bist in diesem Grad unglücklich? Auf, Lorenza, erhole Dich, überlaß Dich nicht der Verzweiflung. Ach! Du hassest mich allzu sehr?«

»Ich hasse die Sklaverei, den Zwang, die Einsamkeit; und da Sie mich zur Sklaverei, zum Unglück und zur Einsamkeit verurtheilen, so hasse ich Sie!«

»Aber ich, ich liebe Dich zu sehr, um Dich sterben zu sehen, Lorenza; Du wirst also nicht sterben, und ich werde die schwierigste von allen Kuren machen, die ich je gemacht habe, meine Lorenza; ich werde machen, daß Du das Leben liebst,«

»Nein, nein, unmöglich, Sie haben gemacht, daß ich den Tod liebe.«

»Lorenza, habe Mitleid, meine Lorenza; ich verspreche Dir, daß binnen Kurzem  . . .«

»Den Tod oder das Leben!« rief die junge Frau, die sich stufenweise in ihrem Zorn berauschte. »Heute ist der äußerste Tag; willst Du mir das Leben, das heißt, die Freiheit, willst Du mir den Tod, das heißt, die Ruhe geben?«

»Das Leben, meine Lorenza, das Leben.«

»Die Freiheit also,« Balsamo schwieg.

»Den Tod, den süßen Tod. den Tod durch einen Liebestrank, durch einen Nadelstich, den Tod während des Schlafes; die Ruhe! die Ruhe! die Ruhe!«

»Das Leben und die Geduld, Lorenza,«

Lorenza brach in ein gräßliches Gelächter aus, machte einen Sprung rückwärts und zog aus ihrer Brust ein Messer, mit scharfer spitziger Klinge, das wie ein Blitz in ihrer Hand funkelte.

Balsamo stieß einen Schrei aus; doch es war zu spät: als er auf sie losstürzte, als er die Hand erreichte, hatte die Waffe schon ihren Zug gemacht und war auf die Brust von Lorenza zurückgefallen. Balsamo war von dem Blitz erschreckt worden, der Anblick des Blutes blendete ihn.

»Er stieß einen furchtbaren Schrei aus, faßte Lorenza um den Leib, suchte mitten in ihrem Laufe die Waffe, welche zum zweiten Mal zurückzufallen im Begriffe war und faßte sie mit der vollen Hand.

Lorenza zog das Messer mit einer heftigen Anstrengung zurück und die schneidende Klinge glitt zwischen den Fingern von Balsamo durch.

Das Blut sprang aus seiner verstümmelten Hand.

Statt den Kampf fortzusetzen, streckte Balsamo diese blutige Hand über der jungen Frau aus und sprach mit einer unwiderstehlichen Stimme:

»Schlafe, Lorenza, schlafe, ich will es haben.«

Doch diesmal war die Aufreizung so groß, daß der Gehorsam minder schnell erfolgte, als gewöhnlich.

»Nein, nein,« murmelte Lorenza schwankend, während sie sich noch einmal zu treffen suchte. »Nein, ich werde nicht schlafen.«

»Schlafe, sage ich Dir,« wiederholte Balsamo, indem er einen Schritt gegen sie machte, »schlafe, ich befehle es Dir.«

Nun war die Willenskraft von Balsamo so gewaltig, daß jede Gegenwirkung besiegt wurde; Lorenza stieß einen Seufzer ans, das Messer entschlüpfte ihr, sie wankte und sank auf den Sopha,

Die Augen allein blieben offen, aber das düstere Feuer dieser Augen erbleichte allmählig und sie schloßen sich. Der krampfhaft zusammengezogene Hals spannte sich ab, der Kopf neigte sich auf die Schulter, wie es der Kopf eines verwundeten Vogels thut; ein Nervenschauer durchlief ihren ganzen Leib. Lorenza war entschlummert.

Nun erst konnte Balsamo die Kleider von Lorenza öffnen. Er untersuchte ihre Wunde und sie kam ihm leicht vor. Das Blut entströmte indessen reichlich,

Balsamo drückte auf das Auge des Löwen; die Feder spielte, die Platte öffnete sich; er löste das Gegengewicht, das die Falle von Althotas herabsinken machte, stellte sich auf diese Falle und stieg in das Laboratorium des Greises hinauf.

»Ah! Du bist es, Acharat,« sagte dieser, der immer in seinem Lehnstuhl saß, »Du weißt, daß ich in acht Tagen hundert Jahre alt bin. Du weißt, daß ich bis dahin das Blut eines Kindes oder einer Jungfrau brauche.«

Aber Balsamo hörte ihn nicht; er lief nach dem Schrank, wo sich die magischen Balsamo befanden, ergriff eine von diesen Phiolen, deren Wirksamkeit er so oft erprobt halte, stellte sich wieder auf die Falle, stieß mit dem Fuß darauf, und sank hinab.

Althotas ließ seinen Lehnstuhl bis zur Oeffnung der Falle rollen, in der Absicht, ihn bei den Kleidern zu ergreifen.

»Du hörst, Unglücklicher,« sagte er, »wenn ich in acht Tagen nicht ein Kind, oder eine Jungfrau habe, um mein Elixir zu vollenden, so bin ich todt.«

Balsamo wandte sich um; die Augen des Greises schienen mitten in seinem Gesicht mit den unbeweglichen Muskeln zu flammen; man hätte glauben sollen, die Augen allein leben.

»Ja, ja.« antwortete Balsamo, »ja, man wird Dir geben, was Du verlangst.«

Dann ließ er die Feder los, und die Falle stieg wieder hinauf, und paßte sich, wie eine Zierrath, an den Plafond an.

Sobald dies geschehen, eilte er in das Zimmer von Lorenza, in welches er kaum eingetreten war, als das Glöckchen von Fritz wieder erklang.

»Herr von Richelieu,« murmelte Balsamo; »oh! meiner Treue, obgleich er Herzog und Pair ist, muß er doch warten.«

CXVIII.
Die zwei Wassertropfen des Herrn Herzogs von Richelieu

Der Herzog von Richelieu verließ um halb fünf Uhr das Haus der Rue Saint-Claude.

Was er bei Balsamo gemacht hatte, erklärt sich ganz natürlich aus dem, was man lesen wird.

Herr von Taverney, speiste bei seiner Tochter zu Mittag: die Frau Dauphine hatte an diesem Tag Andrée ganz Urlaub gegeben, damit sie ihren Vater bei sich empfangen könnte.

Man war beim Nachtisch, als Herr von Richelieu eintrat. Stets der Ueberbinger guter Nachrichten, theilte er seinem Freund mit, der König habe am Morgen erklärt, daß er Philipp nicht mehr eine Compagnie, sondern ein Regiment zu schenken gedenke.

Taverney äußerte seine Freude auf eine geräuschvolle Weise und Andrée dankte dem Marschall mit einem innigen Erguß.

Das Gespräch war ganz das, was es nach dem, was vorgefallen, sein mußte. Richelieu sprach beständig vom König, Andrée beständig von ihrem Bruder, Taverney beständig von Andrée.

Diese bemerkte im Verlauf der Unterhaltung, sie sei ganz vom Dienst bei der Frau Dauphine frei: Ihre Königliche Hoheit empfange zwei deutsche Prinzen von ihrer Familie und um ohne allen Zwang einige Stunden hinzubringen, die sie an den Hof von Wien erinnern würden, habe Marie Antoinette gar keinen Dienst bei sich haben wollen, nicht einmal den ihrer Ehrendamen, wodurch ein solcher Schauer bei Frau von Noailles erregt worden sei, daß diese sich dem König zu Füßen geworfen habe.

Taverney war, wie er sagte, entzückt über diese Freiheit von Andrée, um mit ihr über so viele, ihr Glück und ihren Ruf betreffende Dinge plaudern zu können. Auf diese Bemerkung erklärte Richelieu, er werde sich entfernen, um dem Vater und der Tochter eine größere Vertraulichkeit zu gestatten, was Fräulein von Taverney nicht annehmen wollte. Richelieu blieb also.

Richelieu war gerade zu einer moralischen Abhandlung gestimmt: er schilderte sehr beredt das Unglück, in das der Adel von Frankreich dadurch versunken sei, daß er sich habe dem schmählichen Joche der Zufallsfavoritinnen, der Contrebandeköniginnen unterwerfen müssen, statt den Favoritinnen früherer Zeiten huldigen zu dürfen, welche, beinahe eben so adelig als ihre erhabenen Liebhaber, den Fürsten durch ihre Schönheit und ihre Liebe, und die Unterthanen durch ihre Geburt, durch ihren Geist und durch ihren reinen Patriotismus beherrschten.

Andrée war erstaunt, so viele Aehnlichkeit zwischen den Worten von Richelieu und denen zu finden, welche sie der Baron von Taverney seit einigen Tagen hören ließ, Richelieu warf sich dann in eine Theorie der Tugend, eine so geistreiche, so heidnische, so französische Theorie, daß Fräulein von Taverney zuzugestehen genöthigt war, sie sei ganz und gar nicht tugendhaft nach den Theorien von Herrn von Richelieu und die wahre Tugend, wie sie der Marschall verstehe, sei die von Frau von Chateauroux, von Fräulein de la Valliere und von Fräulein von Fosseuse.

Von Folgerungen zu Folgerungen, von Beweisen zu Beweisen, wurde Richelieu so klar, daß Andrée am Ende gar nichts mehr verstand.

Das Gespräch wurde auf diesem Fuß ungefähr bis um sieben Uhr Abends fortgesetzt.

Um sieben Uhr stand der Marschall auf; er war, wie er sagte, genöthigt, dem König in Versailles den Hof zu machen.

Als er im Zimmer hin und herging, um seinen Hut zu holen, traf er Nicole, welche immer da, wo sich Herr von Richelieu befand, etwas zu thun hatte.

»Kleine,« sagte er zu ihr, indem er ihr auf die Schulter klopfte, »Du wirst mich zurückbegleiten; Du sollst mir einen Strauß tragen, den Frau von Noailles in ihren Blumenbeeten hat pflücken lassen und der Frau Gräfin von Egmonte schickt.

Nicole machte einen Knix, wie die Bauernmädchen in den komischen Opern von Herrn Rousseau.

Wonach der Marschall vom Vater und der Tochter Abschied nahm, mit Taverney einen bezeichnenden Blick wechselte, sich vor Andrée wie ein Jüngling verbeugte und wegging.

Wenn es uns der Leser gütigst erlaubt, lassen wir den Baron und Andrée über die Philipp bewilligte neue Gunst plaudern und folgen dem Marschall. Dies wird für uns ein Mittel sein, zu erfahren, was er in der Rue Saint-Claude machte, wo ce, wie man sich erinnert, in einem so furchtbaren Augenblick eingetroffen war.

Auch überbot die Moral des Barons noch die seines Freundes des Marschalls und könnte wohl Ohren erschrecken, welche, minder rein als die von Andrée etwas davon verstehen würden.

Richelieu stieg also, sich auf die Schulter von Nicole stützend, die Treppe hinab und sagte, sobald er mit ihr bei dem Blumenbeet war, indem er ihr fest ins Gesicht schaute!

»Ah! wir haben also einen Liebhaber?«

»Ich, Herr Marschall?« rief Nicole, welche ganz erröthend einen Schritt rückwärts machte.

»Wie!« sagte Herr von Richelieu, »Bist Du nicht zufällig Nicole Legay?«

»Doch, Herr Marschall,«

»Nun wohl! Nicole Legay hat einen Liebhaber.«

»Oh! was sagen Sie da!«

»Meiner Treue, ja, einen gewissen, ziemlich gut gedrechselten Burschen, den sie in der Rue Coq-Héron empfing, und der ihr in die Gegend von Versailles gefolgt ist.«

»Herr Herzog, ich schwöre Ihnen  . . .«

»Eine Art von Gefreiten, Namens  . . . Soll ich Dir sagen, wie der Liebhaber von Mademoiselle Nicole Legay heißt?«

Die letzte Hoffnung von Nicole war, daß der Marschall den Namen dieses glücklichen Sterblichen nicht wisse.

»Sagen Sie es immerhin, Herr Marschall, da Sie einmal im Zuge sind,« erwiederte sie.

»Er heißt Herr von Beausire und straft seinen Namen , nicht zu sehr Lügen,« sprach der Marschall.

Nicole faltete die Hände mit einer geheuchelten Pruderie, welche nicht den geringsten Eindruck auf den alten Marschall hervorbrachte.

»Es scheint, wir geben ihm Rendez-vous in Trianon,« sagte er. »Teufel! in einem königlichen Schloß, das ist ernst; man wird für solche leichtsinnige Streiche weggejagt, mein schönes Kind, und Herr von Sartines schickt alle aus den königlichen Schlössern weggejagte Mädchen in die Salpetrière.«

Nicole fing an, unruhig zu werden.

»Gnädigster Herr,« sagte sie, »ich schwöre Ihnen, wenn sich Herr von Beausire rühmt, er sei mein Geliebter, so ist er ein erbärmlicher Geck, denn in der That, ich bin sehr unschuldig.«

»Ich leugne das nicht; doch sprich, ja oder nein, hast Du Rendez-vous gegeben?«

»Herr Herzog, ein Rendezvous ist kein Beweis.«

»Hast Du Rendez-vous gegeben, ja oder nein? antworte.«

»Gnädigster Herr  . . .«

»Du hast gegeben, gut; ich tadle Dich deshalb nicht, mein theures Kind; ich liebe die hübschen Mädchen, die ihre Schönheit circuliren lassen und habe die Circulation stets nach Kräften unterstützt; nur warne ich Dich theilnehmend als Dein Freund. als Dein Beschützer.«

»Man hat mich also gesehen?« fragte Nicole.

»Offenbar, da ich es weiß.«

»Gnädigster Herr,« sprach Nicole mit entschlossenem Tone, »es ist nicht möglich, man hat mich nicht gesehen.«

»Ich weiß es nicht, doch das Gerücht ist im Umlauf, und das ist für Deine Gebieterin nachtheilig, und Du begreifst, da ich noch mehr der Freund der Familie Taverney, als der Familie Legay bin, so ist es meine Pflicht, von dem, was vorgeht, dem Baron ein paar Worte zu sagen.«

»Ah! gnädigster Herr,« rief Nicole, erschrocken über die Wendung, die das Gespräch nahm, »Sie richten mich zu Grunde, selbst da ich unschuldig bin, wird man mich auf den bloßen Verdacht hin fortjagen.«

»Nun! armes Kind, dann jagt man Dich fort, denn irgend ein böser Geist, der etwas gegen diese ganz unschuldigen Rendez-vous einzuwenden fand, hat zu dieser Stunde schon Frau von Noailles in Kenntniß gesetzt.«

»Großer Gott! Frau von Noailles!«

»Ja, Du siehst, daß die Sache dringend wird,« Nicole schlug in Verzweiflung ihre Hände an einander.

»Das ist ein Unglück, ich weiß es wohl,« sagte Richelieu; »doch was willst Du machen?«

»Und Sie, der Sie sich so eben meinen Beschützer nannten, Sie, der Sie mir bewiesen haben, daß Sie es waren, können Sie mich nicht mehr beschützen?« fragte Nicole mit der einschmeichelnden Schlauheit einer dreißigjährigen Frau,

»Bei Gott! das kann ich wohl,«

»Nun, gnädigster Herr? . . .«

»Ja, aber ich will nicht.«

»Oh! Herr Herzog.«

»Ja, Du bist hübsch, ich weiß es wohl, und Deine schönen Augen sagen mir alle möglichen Dinge; aber ich werde ein wenig blind, meine arme Nicole, und ich verstehe die Sprache der schönen Augen nicht mehr. Früher hätte ich Dir eine Zufluchtstätte in dem Pavillon de Hanovre vorgeschlagen, doch wozu sollte das heute nützen, man würde nicht einmal mehr darüber schwatzen.«

»Sie haben mich aber doch schon in den Pavillon de Hanovre mitgenommen,« sagte Nicole ärgerlich.

»Ah! es ist undankbar von Dir, Nicole, mir zum Vorwurf zu machen, daß ich Dich in mein Haus mitgenommen habe, während dies von mir doch nur geschah, um Dir einen Dienst zu leisten; denn gestehe, ohne das Wasser von Herrn Rafté, der eine reizende Brünette aus Dir gemacht hat, wärest Du nicht nach Trianon hineingekommen, was doch vielleicht besser war, als hinausgejagt zu werden; aber warum des Teufels gibst Du auch Herrn von Beausire nur so Rendez-vous und zwar vollends am Gitter der Stallungen?«

»Sie wissen also auch noch das!« rief Nicole, welche wohl sah , daß sie ihre Taktik verändern und sich dem Marschall auf Gnade und Ungnade ergeben mußte.

»Bei Gott! Du siehst wohl, daß ich es weiß, und Frau von Noailles weiß es auch. Du sollst sogar heute Abend Rendez-vous haben  . . .«

»Das ist richtig, Herr Herzog, doch so wahr ich Nicole heiße, ich komme nicht.«

»Gewiß, denn Du bist gewarnt; doch Herr von Beausire wird kommen, er, der nicht gewarnt ist, und man wird ihn fassen. Dann, da er natürlich nicht für einen Dieb, den man henkt, oder für einen Spion, den man prügelt, gelten will, so wird er lieber sagen, um so mehr, als die Sache nicht unangenehm zu gestehen ist, er wird sagen: Ich bin der Geliebte von der kleinen Nicole.«

»Herr Herzog, ich will ihn warnen lassen.«

»Unmöglich, armes Kind; ich frage Dich, durch wen? Etwa durch den, welcher Dich angezeigt hat?«

»Ach! das ist wahr,« versetzte Nicole, die nun die Verzweifelte spielte.

»Wie schön ist doch die Reue!« rief der Herzog.

Nicole verbarg ihr Gesicht in ihren beiden Händen, wobei sie jedoch darauf bedacht war, zwischen ihren Fingern Raum genug zu lassen, um nicht eine Geberde, nicht einen Blick von Richelieu zu verlieren.

»Du bist in der That anbetungswürdig,« sagte der Herzog, dem keines von diesen kleinen weiblichen Spielen entging; »warum zähle ich nicht fünfzig Jahre weniger! Doch gleichviel, bei Gott! Nicole, ich werde Dich aus der Verlegenheit ziehen.«

»Oh! Herr Herzog, wenn Sie thun, was Sie sagen, so soll meine Dankbarkeit  . . .«

»Ich will diese nicht, Nicole. Ich leiste Dir im Gegentheil einen Dienst ohne Interesse.«

»Ah! Das ist sehr schön von Ihnen, Herr Herzog, und ich danke Ihnen aus dem Grunde meiner Seele.«

»Danke mir noch nicht  . . . Du weißt noch nichts  . . . was Teufels, warte erst, bis Du weißt.«

»Oh! mir ist Alles recht lieb, wenn mich nur Fräulein Andrée nicht fortjagt!«

»Ah; es ist Dir also ungeheuer viel daran gelegen, in Trianon bleiben zu dürfen?«

»Ueber Alles, Herr Herzog,«

»Wohl! Nicole, mein hübsches Mädchen, streiche diesen ersten Punkt von Deiner Schreibtafel.«

»Aber wenn ich nicht entdeckt bin, Herr Herzog?«

»Entdeckt oder nicht entdeckt, Du wirst nichtsdestoweniger gehen.«

»Oh! warum dies?«

»Ich will es Dir sagen: weil es, wenn Du von Frau von Noailles entdeckt bist, kein Ansehen mehr gibt, selbst nicht einmal das des Königs, das Dich retten kann.«

»Ah! wenn ich den König sehen könnte.«

»Kleine, in der That, das würde nur noch fehlen! Sodann weil, wenn Du. nicht entdeckt bist, ich Dich wegbringen werde.«

»Sie?«

»Auf der Stelle.«

»Wahrlich, Herr Herzog, ich verstehe das nicht.«

»Es ist, wie ich Dir zu sagen das Vergnügen habe.«

»Und das ist Ihre Protection.«

»Wenn Du sie nicht haben willst, so ist es immer noch Zeit; sprich ein Wort, Nicole.«

»Oh! doch, Herr Herzog, im Gegentheil, ich will sie haben.«

»Ich bewillige sie Dir.«

»Nun?«

»Höre also, was ich thun werde.«

»Sprechen Sie, gnädigster Herr.« »Statt Dich fortjagen und einsperren zu lassen, mache ich Dich frei und reich,«

»Frei und reich?«

»Ja,«

»Und was muß ich thun, um frei und reich zu werden? sagen Sie es geschwinde, Herr Marschall,« »Beinahe nichts.«

»Aber Herr Herzog  . . .«

»Was ich Dir vorschreiben werde.«

»Ist es sehr schwierig?«

»Eine Kinderarbeit.«

»Es ist also etwas zu thun?«

»Ah! bei Gott  . . . Du kennst den Wahlspruch dieser Welt: nicht umsonst.«

»Und was zu thun ist, ist für mich oder für Sie?«

Der Herzog schaute Nicole an.

»Teufel!« sagte er, »was das Lärvchen verschmitzt ist.«

»Vollenden Sie, Herr Herzog.«

»Wohl! es ist für dich;« antwortete er muthig.

»Ah! ah!« sagte Nicole, welche, da sie begriff, daß der Marschall ihrer bedurfte, diesen schon nicht mehr fürchtete, und deren scharfer Geist thätig arbeitete, um die Wahrheit unter den Umschweifen zu entdecken, mit denen sie der Herzog aus Gewohnheit umhüllte; »Was werde ich also für mich Thun, gnädiger Herr?«

»Höre: Herr von Beausire kommt um halb acht Uhr?«

»Ja Herr Marschall, das ist seine Stunde.«

»Es ist sieben Uhr und zehn Minuten.«

»Das ist abermals wahr.«

»Wenn ich will, so wird er gepackt.«

»Ja, aber sie wollen nicht?«

»Nein,du suchst ihn auf und sagst zu ihm  . . .«

»Ich sage ihm? . . .«

»Aber vor Allem  . . . liebst du diesen Jungen, Nicole?«

»Da ich ihm Rendez-vous gebe  . . .«

»Das ist kein Grund! Du kannst ihn heirathen wollen: die Weiber haben so seltsame Launen«

Nicole schlug ein Gelächter auf.

Ich, heirathen!« rief sie  . . . »ha! ha! ha!«

Richelieu war ganz erstaunt! er hatte selbst bei Hofe nicht viele Frauen von dieser Stärke gefunden.

»Nun, es sei, Du willst nicht Heirathen-; doch du liebst ihn also: desto besser.«

»Gut. Nehmen wir an, ich liebe Herrn von Beausire, Herr Herzog, und gehen wir weiter.«

»Teufel, welche Springerin!«

»Ganz gewiß, Sie begreifen, was mich interessirt?«

»Nun?«

»Zu wissen, was ich noch zu thun habe.«

»Da Du ihn liebst, so wirst Du wohl mit ihm fliehen.«

»Wenn Sie es durchaus wollen, so wird es sein müssen.«

»Oh! oh! ich will nichts; warte einen Augenblick, Kleine.«

Nicole sah ein, daß sie zu schnell zu Werke ging und daß sie weder das Geheimniß noch das Geld ihres gewaltigen Gegners in den Händen hatte.

Sie bog sich also, entschlossen, sich später wieder zu erheben.

»Gnädigster Herr, ich erwarte Ihre Befehle,« sagte sie.

»Gut! Du suchst Herrn von Beausire auf und sagst zu ihm: ,Wir sind entdeckt; doch ich habe einen Beschützer, der uns rettet, Dich von Saint-Lazare, mich von der Salpetrière. Laß uns gehen.,’ «

Nicole schaute Richelieu an.

»Laß uns gehen?« wiederholte sie.

»Richelieu begriff den so freien und ausdrucksvollen Blick,

»Bei Gott!« sagte er, »es versteht sich, daß ich für die Reisekosten sorge.«

Nicole verlangte keine andere Aufklärung; sie mußte wohl Alles wissen, da man sie bezahlte.

Der Marschall fühlte den Schritt, den Nicole vorwärts gethan hatte, und beeilte sich seinerseits, Alles zu sagen, was er zu sagen hatte, wie man sich beeilt zu bezahlen, wenn man verloren hat, um später der Unannehmlichkeit des Bezahlens überhoben zu sein.

»Weißt Du, an was Du denkst, Nicole?« sagte er.

»Meiner Treue, nein,« antwortete das Mädchen; »doch Sie, der Sie so viele Dinge wissen, Herr Marschall, ich wette, Sie haben es errathen?«

»Nicole,« sagte er, »Du denkst, wenn Du fliehst, könnte Dich Deine Gebieterin, sollte sie zufällig Deiner bedürfen, in der Nacht rufen, und da sie Dich nicht fände, Lärm machen, was Dich der Gefahr, wieder erwischt zu werden, aussetzen würde.«

»Nein,« erwiederte Nicole, »daran dachte ich nicht, weil ich, Alles wohl erwogen, Herr Herzog, lieber hier bleiben will.«

»Aber wenn man Herrn von Beausire faßt?«

»Nun, so wird man ihn fassen.«

»Aber wenn er gesteht?«

»So wird er gestehen.«

»Ah!« sagte Herr von Richelieu, der unruhig zu werden anfing, »dann bist Du verloren.«

»Nein, denn Fräulein Andrée ist gut, und da sie mich im Grunde liebt, so wird sie mit dem König über mich sprechen; und wenn man Herrn von Beausire etwas thut, so wird man doch mir nichts thun.«

Der Marschall biß sich auf die Lippen.

»Und ich, Nicole,« erwiederte er, »ich sage Dir, daß Du einfältig bist; daß Fräulein Andrée mit dem König nicht gut steht, und daß ich Dich auf der Stelle wegführen lasse, wenn Du mich nicht hörst, wie Du mich nach meinem Willen hören sollst; verstehst Du, kleine Schlange?«

»Oh! oh! gnädigster Herr, ich habe weder einen glatten, noch einen eckigen Kopf; ich höre, doch ich mache mir meinen Vorbehalt.«

»Gut. Du gehst also auf der Stelle und verabredest mit Herrn von Beausire einen Plan zu Deiner Flucht.«

»Aber Herr Marschall, wie soll ich fliehen, da Sie mir selbst sagen, das Fräulein könne erwachen, nach mir verlangen, mich rufen, was weiß ich? lauter Dinge, an die ich Anfangs nicht dachte, die Sie aber vorhergesehen haben, gnädigster Herr, Sie, der Sie ein Mann von Erfahrung.sind.«

Richelieu biß sich zum zweiten Mal auf die Lippen, doch diesmal stärker, als das erste Mal.

»Wenn ich daran gedacht habe, Du närrisches Mädchen,« sagte er, »so habe ich auch daran gedacht, wie man einem solchen Fall begegnen konnte.«

»Und wie wollen Sie es verhindern, daß Fräulein Andrée mich ruft?«

»Dadurch, daß ich sie aufzuwachen verhindere.«

»Bah! sie wacht in jeder Nacht zehnmal auf; unmöglich.«

»Sie hat also dieselbe Krankheit wie ich?« sagte Richelieu ganz ruhig.

»Wie Sie?« wiederholte Nicole lachend.

»Allerdings, ich wache auch zehnmal auf; nur gebrauche ich ein Mittel gegen diese Schlaflosigkeit. Sie wird es machen, wie ich, und wenn sie es nicht so macht, nun, so wirst Du es für sie machen.«

»Wie dies, ich bitte, lassen Sie hören, gnädigster Herr?«

»Was nimmt Deine Gebieterin jeden Abend vor Schlafengehen zu sich?«

»Was sie zu sich nimmt?«

»Ja, es ist heut zu Tage Mode, so dem Durst zuvorzukommen; die Einen nehmen Orangenade oder Limonade, Andere Melissenwasser, wieder Andere  . . .«

»Das Fräulein trinkt am Abend vor Schlafengehen ein Glas reines Wasser, zuweilen wohl auch Zuckerwasser mit Orangenblüthe, wenn ihre Nerven krank sind.«

»Oh! vortrefflich,« sagte Richelieu, gerade wie ich; nun, mein Mittel wird ihr vollkommen zusagen.«

»Wie so?«

»Gewiß, ich gieße einen gewissen Tropfen von einem gewissen Saft in meinen Trank und schlafe die ganze Nacht.«

Nicole suchte und träumte, worauf diese Diplomatie des Marschalls hinauslaufen dürfte.

»Du antwortest nicht?« sagte er.

»Ich denke, das Fräulein hat nicht von Ihrem Wasser.«

»Ich werde Dir davon geben.«

»Ah! ah!« dachte Nicole, welche endlich Licht in dieser Nacht erschaute.

»Du gießest zwei Tropfen in das Glas Deiner Gebieterin, zwei Tropfen, hörst Du, nicht mehr, nicht weniger, und sie wird schlafen; sie wird Dich so nicht rufen und Du hast Zeit zu Deiner Flucht.«

»Oh! wenn nur das zu thun ist, das ist nicht schwierig.«

»Du wirst also diese zwei Tropfen in das Glas gießen?«

»Gewiß.«

»Du versprichst es mir?«

»Mir scheint, es liegt in meinem Interesse, dies zu thun, und dann werde ich das Fräulein so gut einschließen  . . .«

»Nein,« entgegnete Richelieu hastig. »Das mußt Du gerade nicht thun, Du wirst im Gegentheil die Thüre ihres Zimmers offen lassen.«

»Oh!« machte Nicole gleichsam mit einem inneren Ausbruch.

»Sie hatte begriffen; Richelieu fühlte es wohl.«

»Ist das Alles?« fragte sie.

»Durchaus Alles. Du kannst nun gehen und Deinem Gefreiten sagen, daß er Anstalten zum Aufbruch trifft.«

»Leider, gnädigster Herr, werde ich nicht nöthig haben, ihm zu sagen, er soll seine Börse Mitnehmen.«

»Du weißt wohl, daß dies meine Sache ist.«

»Ja, ich erinnere mich, daß der Herzog die Güte hatte  . . .«

»Wie viel brauchst Du, Nicole?«

»Wozu?«

»Um diese zwei Tropfen Wasser einzugießen.«

»Um diese zwei Tropfen Wasser einzugießen, nichts, gnädiger Herr, da Sie mich versichern, es geschehe in meinem Interesse; es wäre nicht billig, daß Sie mein Interesse bezahlen würden. Doch um die Thüre des Fräuleins offen zu lassen, Herr Herzog  . . . ah! ich sage Ihnen zum Voraus, dazu brauche ich eine runde Summe.«

»Mach’ ein Ende, nenn Deine Zahl.«

»Ich brauche zwanzigtausend Franken, gnädigster Herr.«

Richelieu bebte.

»Nicole, Du wirst weit kommen,« seufzte er.

»Ich muß wohl, Herr Herzog, denn ich fange an, wie Sie glauben, daß man mir nachsetzen wird. Doch mit Ihren zwanzigtausend Franken wird es rasch gehen.«

»Benachrichtige Herrn von Beausire, Nicole, und ich werde Dir sodann Dein Geld bezahlen.«

»Herr Herzog, Beausire ist sehr ungläubig, und er wird mir das, was ich ihm sage, nicht glauben wollen, wenn ich ihm nicht Beweise gebe.«

Richelieu zog aus seiner Tasche eine Handvoll Kassenbillets und sagte:

»Nimm dies auf Abschlag, und in dieser Börse sind hundert Doppellouis d’or.«

»Der Herr Herzog wird seine Rechnung machen und mir zustellen, was er mir noch schuldig ist, wenn ich mit Herrn von Beausire gesprochen habe.«

Türler ve etiketler

Yaş sınırı:
0+
Litres'teki yayın tarihi:
06 aralık 2019
Hacim:
1798 s. 15 illüstrasyon
Telif hakkı:
Public Domain