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Kitabı oku: «Tausend und Ein Gespenst», sayfa 37

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– Es ist die Stelle, welche er einnimmt.

– Nimmt er sich nicht im Gegentheils wundervoll auf dieser Toilette aus, welche, wie er, ein Geschenk Seiner Majestät ist?

– Er würde sich anderswo besser befinden.

– Aber wo denn das? denn am Ende langweilen Sie mich mit dieser Miene, die man niemals an Ihnen gesehen hat.

– Bei der Frau Dauphine, Madame.

– Wie!

– Ja, die Lilienkrone kann nur von der getragen werden, welche Königin von Frankreich gewesen ist, es ist, oder die es werden wird.

Die Augen der Madame Du Barry schleuderten Blitze.

Der König machte ein schreckliches Gesicht.

Dann stand er auf, indem er sagte:

– Sie haben Recht, Marquis von Chauvelin, Ihr Geist ist krank; gehen Sie, um sich in Grosbois auszuruhen, da Sie Sich so unwohl unter uns befinden; gehen Sie, Marquis, gehen Sie.

Herr von Chauvelin machte statt aller Antwort eine tiefe Verbeugung, verließ das Kabinet rückwärts schreitend, wie er es in den großen Gemächern von Versailles gethan hätte, und, indem er streng die Etikette beobachtete, welche verbietet, in Gegenwart des Königs Jemand zu grüßen, verschwand er, ohne die Gräfin nur angeblickt zu haben.

Die Gräfin kaute vor Wuth an ihren Nägeln, der König wollte sie besänftigen.

– Dieser arme Chauvelin wird einen Traum gehabt haben, sagte er, wie ich einen gehabt habe. Wahrlich, alle diese Freigeister unterliegen dem ersten Schlage, wenn der schwarze Engel sie mit seinem Fittiche berührt. Chauvelin ist zehn Jahre jünger, als ich, und ich habe noch die Anmaßung mehr als er werth zu sein.

– O! ja, Sire, Sie sind mehr werth, als alle Welt Sie sind weit geistreicher als Ihre Minister, und weit jünger als Ihre Kinder.

Der König erheiterte sich bei diesem letzten Komplimente, und bemühte sich, trotz dem Rathe Lamartinières, es zu verdienen.

VII.
Der Mönch, der Erzieher, der Intendant

Am Morgen nach dem Tage, an welchem der König Herrn von Chauvelin erlaubt hatte, sich auf seine Güter zurückzuziehen, ging die Marquise, die Gattin dieses letztern, mit ihren Kindern und deren Erzieher in dem Parke von Grosbois spazieren.

Eine fromme und edle Frau, in dem Schatten dieser hohen Eichen durch die Verdorbenheit, welche Frank sich seit fünfzig Jahren verzehrte, vergessen, hatte Frau von Chauvelin für sich Gott behalten, der sie segnete, ihre Kinder, welche sie liebten, ihre Vasallen, welche sie verehrten.

Sie gab Gott nur ihre Gebete, ihren Kindern ihre liebe, ihrem Nächsten Wohlthaten zurück.

Immer mit dem beschäftigt, was ihren Gatten beschäftigte, folgte sie ihm mit den Gedanken auf den stürmischen Schauplatz des Hofes, wie die Gattin des Seemannes dem armen, in dem Nebel und in dem Sturme verlorenen Seefahrer mit dem Herzen folgt.

Der Marquis hatte seine Frau zärtlich geliebt. Hofmann und Günstling geworden, hatte er niemals in diesem Spiele, das immer die Könige gegen ihre Günstlinge gewinnen, seinen letzten Satz gewagt: das Glück des häuslichen Lebens, die reine und letzte Flamme, der er aus der Ferne zulächelte. Dieser Seefahrer, von dem wir so eben sprachen, betrachtete diese Familienliebe wie der Schiffbrüchige den Leuchtthurm betrachtet. Er hoffte, nach dem Sturme sich an dem immer warmen, immer heitern Heerde seines Hauses wieder zu erwärmen.

Es war eine Tugend des Herrn von Chauvelin, niemals die Marquise gezwungen zu haben in Versailles zu wohnen.

Die fromme Frau hätte gehorcht, sie hätte sich geopfert.

Aber der Marquis hatte nur ein Mal davon gesprochen.

Bei dem ersten Bedauern, das sich in den Augen seiner Frau schilderte, verzichtete er darauf. Es war nicht, wie die Boshaften es sagten, der Fall, daß Herr von Chauvelin Furcht vor den Ermahnungen seiner Frau hatte, so ausschweifend, so sehr Hofmann er auch war, der vor der Buhlerin oder vor dem Monarchen kroch, so fand er doch Muth genug, seine Frau zu beherrschen und seine Kinder zu erziehen.

Nein, Herr von Chauvelin hatte die Marquise ihren frommen Betrachtungen überlassen.

– Ich gewinne genug Morgen Landes in der Hölle, sagte er, lassen wir diese gute Marquise mir einige Zoll Raum in dem Himmel gewinnen.

Man sah ihn nicht mehr in Grosbois; seine Frau bereitete ihm jährlich ein Fest, wenn er an dem Sanct Andreastage kam.

Das war eine unveränderliche Regel, Herr von Chauvelin umarmte seine Kinder um zwei Uhr, aß mit ihnen in Gesellschaft zu Mittag, stieg um sechs Uhr in die Kutsche, und befand sich bei dem zu Bettgehen des Königs.

Seit vier Jahren hatte er Nichts anderes gethan. In vier Jahren hatte er vier Male seine Lippen auf die Hand der Marquise gedrückt. Am Neujahrstage kamen seine Söhne mit ihrem Erzieher, ihn in Versailles zu besuchen.

Herr von Chauvelin verließ sich in Bezug der Sorge, seine Kinder zu erziehen, auf seine Gattin. Der Abbé V. . . ., ein junger und gelehrter Mann, der die Weihe noch nicht erhalten hatte, den man aber doch aus Artigkeit Abbé nannte, unterstützte voll Eifer die Bemühungen der Marquise, und widmete diesen jungen, von ihrem Vater verlassenen Kindern seine ganze Zeit wie sein ganzes Herz.

Das Leben war angenehm in Grosbois. Die Marquise theilte ihre Zeit zwischen der, einem alten Intendanten Namens Bonbonne, anvertrauten Verwaltung ihres Vermögens, zwischen den Uebungen einer strengen Frömmigkeit, deren Regungen ein geschickter Beichtvater, der Pater Delar, ein Camaldulensermönch, leitete, und der Erziehung der beiden Kinder, welche verhießen, einen durch wichtige, dem Staate erwiesene Dienste berühmt gewordenen Namen auf eine würdige Weise zu tragen.

Zuweilen kam ein dem Marquis in seinen Stunden des Ueberdrusses entschlüpfter Brief, die Familie zu trösten, und in dem Herzen der Marquise eine Zärtlichkeit wieder anzufachen, welche sie sich oft vorwarf nicht gänzlich Gott zu widmen.

Frau von Chauvelin liebte ihren Gatten noch, und wenn sie den ganzen Tag gebetet hatte, so machte der Pater Delar, ihr Beichtvater, ihr bemerklich, daß sie nur von ihrem geliebten Gatten zu Gott gesprochen hatte.

Die Marquise war so weil gekommen, ihren Gatten nicht mehr auf der Erde zu erwarten noch zu hoffen. Das gute und fromme Wesen schmeichelte sich, sich genug um Gott verdient zu machen, um Herrn von Chauvelin cm dem Orte der ewigen Freuden wiederzufinden.

Der Camaldulenser Mönch schmollte mit Herrn Bonbonne, und Herr Bonbonne mit dem Abbé V. . . ., wenn die Kinder traurig oder mit einer auferlegten Buße ihren Vater zu bedauern schienen, den sie indessen so wenig kannten.

– Man muß gestehen, sagte der Mönch zu seinen Beichtkinde, daß dieses Leben Herrn von Chauvelin in die Verdammniß stützen wird.

– Man muß gestehen, sagte der alte Intendant, daß dieses Leben das Haus zu Grunde richten wird.

– Gestehen wir, sagte der Erzieher, daß diese Kinder niemals Ruhm erlangen werden, da sie keinen Wetteifer gehabt haben.

Und die engelgleiche Marquise lächelte allen dreien zu, indem sie dem Mönche antwortete, daß Herr von Chauvelin sich zu rechter Zeit loskaufen würde; dem Intendanten, daß die in Grosbois gemachten Ersparnisse die Schwäche der so oft in Paris angegriffenen Kasse erleichtern würden; dem Erzieher, daß die Kinder von gutem Blute wären, und daß gutes Blut unfähig sei zu trügen.

Und während dieser ganzen Zeit wuchsen in Grosbois die hundertjährigen Elchen und die schmächtigen Kinder heran, indem die einen wie die andern ihren Saft und ihr Leben aus dem fruchtbaren Schooße Gottes schöpften.

Ein unglücklicher Tag kam herbei; an diesem Tage wurden die Blumen des Parkes, die Früchte des Gartens, das Wasser des Teiches und die Steine des Gebäudes welk, bitter und traurig. Es war ein Tag der Bestürzung in dieser Familie. Der Intendant Bonbonne überreichte der Marquise entsetzliche Rechnungen und prophezeite ihr den Ruin für ihre Kinder, wenn Herr von Chauvelin sich nicht beeilte, wieder Ordnung in seine Angelegenheiten zu bringen.

– Madame, sagte er nach dem Frühstücke, erlauben Sie mir, Ihnen zwanzig Worte zu sagen.

– Thun Sie es, mein lieber Bonbonne, erwiderte die Marquise.

– Erinnern Sie Sich, Madame, unterbrach sie der Pater Delar, daß ich Sie in der Kapelle erwarte.

– Und ich habe die Ehre, die Frau Marquise daran zu erinnern, sagte der Abbé V. . . ., daß wir für heute eine Prüfung in der Mathematik und in der Grammatik festgesetzt haben, ohne welche diese beiden Herren nicht mehr arbeiten wollen.

Diese beiden Herren von Chauvelins begannen sich gegen das Lateinische und die Wissenschaft unter dem Vorwande aufzulehnen, daß es ihrem Vater gleichgültig wäre, ob sie Gelehrte würden oder nicht.

Die Marquise begann damit, den Arm des Mönches Delar zu nehmen.

– Mein Vater, sagte sie, ich will mit Ihnen anfangen; meine Beichte wird, Gott sei Dank! kurz sein. Hier ist sie: ich bin gestern während des Gottesdienstes zerstreut gewesen.

– Aus welcher Veranlassung, meine Tochter?

– Weil ich einen Brief von Herrn von Chauvelin erwarte, und er nicht gekommen ist.

– Seien Sie absolvirt, wenn das Alles ist, meine Tochter.

– Das ist Alles, antwortete die Marquise mit dem Lächeln eines Seraphims.

Der Mönch entfernte sich.

– Zu Ihnen, Herr Abbé, die Prüfung würde lange dauern, würde verdrießlich sein. Wenn die Kinder sich beklagen, so können sie ihre Aufgabe nicht. Wenn Sie dieselbe nicht können, und Sie es mir bewiesen, so wäre ich gezwungen, Sie zu schelten oder sie zu bestrafen. Schonen Sie sie, schonen Sie uns, und verlegen wir die Prüfung auf den Tag, an welchem sie befriedigend für Alle sein wird.

Der Abbé gab zu, daß die Frau Marquise Recht hätte. Er verschwand wie der Mönch, den man bereits in dem trüben Hintergrunde der grünen Hallen sich verlieren sah.

– Jetzt zu Ihnen, Bonbonne, sagte die Marquise, Sie sind noch übrig. Werde ich mit Ihrer mürrischen Miene, mit Ihren tiefen Seufzern eben so leicht fertig werden?

– Ich zweifle daran.

– Ah! sehen wir.

– Das ist leicht, meine Rechnungen sind in Wahrheit entsetzlich.

– Erschrecken Sie mich, es ist Ihnen noch nicht gelungen, meiner Privatkasse Furcht zu machen.

– Diesen Monat wird Ihre Kasse Furcht haben, Madame, mehr als Furcht, sie wird daran sterben.

– Gehen Sie doch; haben Sie auch mit mir gerechnet? erwiderte die Marquise, indem sie zu scherzen versuchte.

– Ob ich mit Ihnen gerechnet habe, ich glaube es wohl, das ist keine große Schwierigkeit!

– Ich habe niemals mit Jemand darüber gesprochen, Bonbonne.

– Es wäre besser.– Aber ich habe das nicht nöthig, um zu wissen. . .

– Zu Wissen, was?

– Die Summe Ihrer Ersparnisse.

– Nennen Sie sie einmal! Rief die Marquise erröthend aus.

– Wenn dem so ist, will ich den geraden Weg einschlagen; Sie besitzen ungefähr fünf und zwanzig Tausend und fünf Hundert Thaler.

– O! Bonbonne, unterbrach ihn die Marquise verdrießlich, wie als ob der Intendant ein schmerzliches Geheimniß erforscht hätte.

– Ich hoffe, daß die Frau Marquise mich nicht beargwöhnt, in ihre Kasse geblickt zu haben.

–.Dann! wie?. . .

–Wieviel haben Sie jährlich für Ihren Haushalt? Nicht wahr, zehn Tausend Thaler?

– Ja.

– Wieviel haben Sie aus? nicht wahr, acht Tausend Thaler?

– Ja.

–Sind es jetzt nicht zehn Jahre her, daß Sie Schätze sammeln, da Herr von Chauvelin jetzt zehn Jahre

am Hofe lebt?

–Ja.

– Nun denn! Madame, mit den zum Kapitale geschlagenen Zinsen haben Sie fünf und zwanzig Tausend Thaler. Sie müssen sie haben.

– Bonbonne!

– Ich habe errathen!. . . . . nun aber werden Sie, wenn Sie dieselben haben, sie Herrn von Chauvelin bei seiner ersten Forderung geben. Und wenn Sie dieselben geben, so wird für den Fall, wo der Herr Marquis plötzlich sterben sollte, Ihren Kindern Nichts übrig bleiben.

– Bonbonne!

– Sprechen wir offenherzig! Ihr Vermögen ist verpfändet, das des Herrn von Chauvelin schuldet sieben Mal Hundert Tausend Livres.

– Er besitzt deren sechzehn Mal Hundert Taufend.

– Es mag sein. Aber der Ueberschuß der sieben Mal Hundert Tausend wird nicht einmal die Gläubiger befriedigen.

– Sie erschrecken mich!

– Ich versuche es.

– Was thun?

– Herrn von Chauvelin, der zu viel ausgibt, bitten, sich auf der Stelle zu Gunsten Ihrer Kinder der neun Mal Hundert Tausend Livres zu entäußern, welche übrig sind; ihn bitten, sie Ihnen als Wittthum auszusetzen, oder Sie Ihnen durch ein Testament zurückzuerstattend.

– Ein Testament! gütiger Gott!

– Da sind Sie mit Ihren Bedenklichkeiten! stirbt etwa ein Mann deshalb, weil er ein Testament gemacht hat? -

– Herrn von Chauvelin von einem Testamente sprechen!

– Das ist es! Die Furcht, den Herrn Marquis in seiner Freude, in seiner Verdauung, in seiner Freude, in seiner Verdauung, in seiner Gunst durch das garstige Wort: »die Zukunft« zu stören, – ein Wort, das in glücklichen Tagen immer wie das Wort »Tod« klingt. – Ah! wenn Sie das fürchten, nun denn, so werden Sie Ihre Kinder zu Grunde richten, und die Ohren des Herrn Marquis geschont haben.

– Bonbonne!

– Ich bin eine Zahl, welche spricht, lesen Sie meine Rechnungen.

– Das ist gräßlich.

– Es wäre noch weit gräßlicher, das abzuwarten, was ich Ihnen voraus sage. Versehen Sie den Dienst eines weisen Rathes, steigen Sie in die Kutsche und eilen Sie zu dem Herrn Marquis.

– Nach Paris?

– Nein, nach Versailles.

– Ich! in diese Gesellschaft, welche mein Gatte sieht? Niemals! . . .

– Dann schreiben Sie ihm.

– Wird er nur meinen Brief lesen? Ach! wenn ich ihm schreibe, um ihm Glück zu wünschen, so liest er nicht einmal das, was ich schreibe; wie wird dem sein, wenn ich die Feder des Geschäftmannes ergreife?

– Dann möge ein Freund den Schritt thun, ich, zum Beispiele.

– Sie?

– O! wollen Sie sagen, daß er mich nicht anhören würde? doch, Madame, er wird mich anhören.

– Sie werden ihn krank machen, Bonbonne.

– Sein Arzt wird ihn heilen.

– Sie werden ihn in Zorn versetzen, und der Zorn wird ihn tödten.

– Nicht doch; ich halte zu sehr darauf, daß er lebt. Wenn ich ihn tödtete, so geschähe es, nachdem ich ihn ein Testament hätte schreiben lassen.

Und der rechtschaffene Mann begann in ein Gelächter auszubrechen, das der Marquise weh that.

– Wenn Sie so sprechen, Bonbonne, flüsterte sie, so werden Sie mich tödten.

Bonbonne ergriff sie ehrerbietig bei der Hand.

– Verzeihung, sagte er, ich habe mich vergessen, Frau Marquise, befehlen Sie, daß man anspannt, ich fahre nach Versailles.

– Ah! Gott sei gelobt! Sie werden meine Rechnungsbücher mitnehmen, und. . . sehen Sie.

– Was gibt es?

– Ist etwa mein Wunsch bereits verstanden worden?

– Wie?

– Sie haben von meiner Kutsche gesprochen?

– Ja.

– Da ist sie in der Allee Tu Mail.

– Ah!

– Die Livree des Hauses.

– Es sind die dunkelgrauen Pferde des Herrn Marquis.

– Madame! Madame! rief der Abbé V. . . . aus.

– Madame! Madame! rief der Pater Delar aus.

– Madame! Madame! riefen zwanzig Stimmen in den Gärten, den Dienstwohnungen und dem Parke.

– Mama, Mama, riefen die Kinder.

– Der Herr Marquis! o! wäre es wahr? murmelte die Marquise, er, in Brosbois, an diesem Tage!

– Guten Tag, Madame, sagte von weitem der Marquis, dessen Kutsche gehalten hatte, und der unter eifrigen Gebärden ausstieg.

– Er selbst, gesund an Körper und munter an Geist, ich danke Dir, mein Gott!

. – Ich danke Dir, mein Gott! wiederholten die zwanzig Stimmen, welche den Herrn und den Vater gemeldet hatten.

VIII.
Spielerschwur

Es war wirklich der Marquis selbst; er umarmte die beiden Kinder zärtlich, welche einen Freudenschrei ausgestoßen hatten, und drückte auf die Hand der erstaunten Marquise einen Kuß, der vom Herzen kam.

– Sie, mein Herr! Sie! sagte sie, indem sie sich seines Armes bemächtigte.

– Ich!. . . Aber diese Kinder spielten oder arbeiteten; ich will das Studium nicht unterbrechen, noch weniger das Spiel.

– Ah! mein Herr, für die kurze Zeit, welche sie haben Sie zu sehen, lassen Sie ihnen die Freude Ihrer theuren Gegenwart unverkürzt.

– Gott sei Dank, Madame, Sie werden mich lange sehen.

– Lange? bis morgen Abend, ist es wahr, daß Sie erst morgen Abend wieder abreisen werden?

– Noch länger, Madame.

– Sie werden zwei Nächte in Grosbois schlafen?

– Zwei Nächte, vier Nächte, immer.

– Ab! mein Herr, was hat sich denn zugetragen? rief die Marquise hastig aus, ohne zu bemerken, daß ein solches Erstaunen für Herrn von Chauvelin Vorwürfe über seine frühere Lebensweise enthalten konnte.

Der Marquis runzelte einen Augenblick lang die Stirn, dann fragte er plötzlich lächelnd:

– Haben Sie nicht etwa Gott ein Wenig gebeten, mich in meine Familie zurückzuführen?

– O! mein Herr, immer!

– Nun denn! Madame, Ihr Gebet ist erhöret worden; es hat mir geschienen, daß mich eine Stimme riefe, ich habe dieser Stimme gehorcht.

– Und Sie verlassen den Hof?

– Ich komme, mich in Grosbois niederzulassen, unterbrach sie der Marquis, indem er einen Seufzer unten drückte.

– Diese theuren Kinder, ich, alle Vasallen, welches Glück! Ach! mein Herr, erlauben Sie mir, daran zu glauben, lassen Sie mir diese Glückseligkeit.

– Madame, Ihre Zufriedenheit ist ein Balsam, der alle meine Wunden heilt. Aber sagen Sie mir, ist es Ihnen gefällig, daß wir ein Wenig über häusliche Angelegenheiten sprechen?

– Thun Sie es, thun Sie es, sagte die Marquise, indem sie ihm die Hände drückte.

– Ich meine, dort an dem Pfahle des Halbmondes sehr schlechte Pferde gesehen zu haben, sind es die Ihrigen?

– Es sind die meinigen, mein Herr.

– Alte Thiere!

– Es sind die Pferde, mein Herr, welche Sie mir bei der Geburt Ihres Sohnes geschenkt haben.

– Sie waren vier und ein halbes Jahr alt; es ist neun Jahre her, das sind vierzehnjährige Thiere, pfui. . . für Sie, Marquise, solches Gespann!

– Ah! mein Herr, wenn ich in die Messe fahre, so finden sie noch Kräfte durchzugehen.

– Wie mir scheint, habe ich deren drei gesehen.

– Ich habe das vierte, welches das feurigste ist, meinem Sohne zu seinen Stunden gegeben.

– Reitstunden für meinen Sohn auf einem Kutschpferde! Marquise, Marquise, welchen Reiter werden Sie da machen!

Die Marquise schlug die Augen nieder.

– Und dann, Sie fahren nicht mehr mit vier Pferden? wie ich glaube, haben Sie acht und zwei Reitpferde.

– Ja, mein Herr, da aber seit Ihrer Abwesenheit weder Jagden noch Spazierfahrten mehr stattfinden, so habe ich gedacht, daß eine Ersparniß von vier Pferden, zwei Stallknechten und einem Geschirr mir zum Mindesten jährlich sechs Tausend Livres einbringen würde.

– Marquise, sechs Tausend Livres, murmelte Herr Chauvelin unzufrieden.

– Das ist die Nahrung und der Unterhalt von zwölf Familien, erwiderte sie.

Er ergriff sie bei der Hand.

– Immer gütig, immer vollkommen! Was Sie auf Erden thun, flößt Ihnen Gott immer von der Höhe des Himmels ein. Aber die Marquise von Chauvelin darf keine Ersparnisse machen.

Sie erhob den Kopf.

– Sie wollen sagen, daß ich viel ausgebe, äußerte er; ja, ich gebe viel Geld aus, und Ihnen fehlt es.

– Das sage ich nicht, mein Herr.

– Marquise, es muß die Wahrheit sein. Edel und großmüthig, wie Sie sind, hätten Sie ohne Roth keins in meinen Diensten stehenden Leute verabschiedet. Ein verabschiedeter Stallknecht ist ein Armer mehr. Es hat Ihnen an Geld gefehlt, ich werde mit Bonbonne darüber sprechen; aber von jetzt an wird es Ihnen nicht mehr fehlen; das, was ich am Hofe ausgab, werde ich in Grosbois ausgeben, statt zwölf Familien zu ernähren, werden Sie deren zwei Hundert ernähren.

– Mein Herr. . .

– Und, Gott sei Dank! ich hoffe, daß noch Futter für zwölf gute Pferde übrig bleiben wird, die ich habe, und die von morgen an ihre Ställe beziehen werden. Haben Sie nicht voriges Jahr davon gesprochen, das. Schloß ausbessern zu lassen?

– Die Empfangszimmer halten nöthig, neu meublirt zu werten.

– Mein ganzes Mobiliar von Paris wird diese Woche ankommen. Ich werde wöchentlich zwei Male Mittagessen geben. . . man wird auf die Jagd gehen.

– Sie wissen, mein Herr, daß ich, die große Welt ein Wenig fürchte, sagte,die Marquise, erschreckt, alle diese lärmenden Freunde von Versailles wieder zu sehen, welche sie als die Todsünden ihres Gatten betrachtete.

– Sie werden die Einladungen selbst machen, Marquise. Jetzt wird Bonbonne Ihnen die Bücher geben; Sie werden die Gefälligkeit haben, die Ausgaben von Paris und die von Grosbois in eine zu verschmelzen.

Ausgelassen vor Freude, versuchte die Marquise zu antworten und vermogte es nicht. Sie ergriff die Hände des Herrn von Chauvelin, küßte sie. erforschte ihn mit gerührten Augen bis auf den Grund der Seele, und er ließ sich durch diese warme Atmosphäre der reinen Liebe einschläfern, welche Alles durchdringt, was sie berührt, und leben und Wohlsein bis in die kältesten Extremitäten verbreiten.

– Denken wir an die Kinder, sagte er; wie erziehen Sie dieselben?

– Sehr gut; der Abbé ist ein Mann von Geist, er hat Gründlichkeit in seinen Ansichten. Wollen Sie, daß ich ihn Ihnen vorstelle?

– Stellen Sie mir das ganze Haus vor, ja, Marquise.

Die Marquise gab einen Wink, und man sah unter der dunkeln Allee, unter welche er die Kinder begleitet hatte, den jungen Erzieher herbeikommen, dessen Hände auf den Schultern seiner Zöglinge ruhten.

Es lag in dem Gange, in dem sanften Schaukeln dieser jungen Eiche zwischen den beiden Schilfstengeln Etwas lieblich väterliches, das dem Marquis sehr gefiel.

Herr Abbé, sagte die Marquise, erfahren Sie eine angenehme Nachricht. Der Herr Marquis, unser Herr, will sich unter uns niederlassen.

– Gott sei gelobt! antwortete der Abbé; aber ach! gnädiger Herr, wäre der König etwa gestorben?

– Nein, dem Himmel sei Dank, aber ich habe dem Hofe und der Welt Lebewohl gesagt. Ich bleibe hier bei meinen Kindern. Ich langweile mich, nur durch den Witz, durch den Ehrgeiz zu leben; ich will es ein Wenig mit dem Herzen versuchen; ich bin jetzt bei Ihnen; um einen Anfang zu machen, Herr Abbé, sind Sie mit Ihren Zöglingen zufrieden?

– So zufrieden, als es möglich ist, es zu sein, Herr Marquis.

– Um so besser. Machen Sie Christen aus ihnen, wie ihre Mutter, rechtschaffene Leute, wie ihr Großvater, und. . .

– Männer von Geist, von Verdienst und von Talent, wie ihr Vater, sagte der Abbé; ich hoffe Alles das zu erreichen.

– Dann sind Sie ein kostbarer Mann, Abbé. – Und Du, mein alter Bonbonne, bist Du immer noch mürrisch? Als ich ihr Alter hatte, wolltest Du mich bereits in die Geschäfte einweihen. Ich hätte Dir folgen sollen, dann würde ich jetzt Deines Rathes nicht so sehr bedürfen.

Die Kinder hallen mit der ganzen sorglosen Heiterkeit ihres Alters auf dem Grase wieder zu tanzen begonnen; ihr Vater folgte ihnen mit gerührtem Auge und flüsterte nach einem Augenblicke des Schweigens:

– Theure Kinder, ich werde Euch nicht mehr verlassen.

– Mögten Sie die Wahrheit sagen, Herr Marquis, antwortete hinter ihm eine ernste und wohlklingende Stimme.

Herr von Chauvelin wandte sich um, und befand sich einem Mönche in weißem Gewande, mit strengem und ruhigem Gesichte gegenüber, der ihn nach der Weise der Geistlichen grüßte.

– Wer ist dieser fromme Pater? fragte er die Marquise.

– Der Pater Delar, mein Beichtvater.

– Ah! Ihr Beichtvater, wiederholte er, indem er leicht erbleichte. Dann fügte er leise hinzu: ich bedarf in der That eines Beichtvaters, und der Herr ist willkommen.

Gewandt und an die Manieren der Großen gewöhnt, hütete sich der Mönch wohl, diese Aeußerung aufzunehmen; aber er trug sie in sein Gedächtniß ein. Seit einigen Tagen von dem Intendanten benachrichtigt, beschloß er die Unterhandlung zu übernehmen, und eine so günstige Gelegenheit, die Angelegenheiten Gottes, die der Marquise und vielleicht die seinigen zu betreiben, nicht vorübergehen zu lassen.

– Dürfte ich es wagen, mich bei Ihnen nach dem Befinden des Königs zu erkundigen, Herr Marquis? Fragte der Mönch.

– Wozu das, mein Vater?

– Es hat sich das Gerücht verbreitet, daß Ludwig XV. bald Gott von seiner Regierung Rechenschaft ablegen würde Diese Gerüchte sind gewöhnlich nur die Vorboten der Vorsehung. Seine Majestät wird nicht lange mehr leben, glauben Sie mir.

– Das ist Ihre Meinung, mein Vater? fragte Herr von Chauvelin immer trauriger.

– Es wäre daher zu wünschen, daß er alle seine Aergernisse wieder gut machte, daß er Buße thäte. . .

– Mein Herr, erwiderte Herr von Chauvelin empfindlich, die Beichtväter müssen in Ruhe abwarten, daß man sie rufen läßt.

– Der Tod wartet nicht, mein Herr, und ich erwarte seit langer Zeit ein Wort von Ihnen, und es kömmt nicht.

– Von mir? O! meine Beichte wird lang sein, aber sie ist noch nicht reif.

– Die Beichte liegt ganz in der Reue, in dem Bedauern, gesündigt zu haben, und die größte von allen Sünden ist, wie ich Ihnen so eben gesagt habe, das Aergerniß.

– O! das Aergerniß, Jedermann trägt dazu bei. Es gibt nicht Einen unter uns, der nicht Stoff zur Verleumdung liefert. Der Himmel gedenkt nicht, uns für die Bosheit Anderer zu bestrafen.

– Der Himmel bestraft den Ungehorsam gegen seine Gesetze, der Himmel bestraft du Unbußfertigkeit; er sendet uns Warnungen, wenn wir sie vernachlässigen, so vermag uns Nichts mehr zu retten.

Herr von Chauvelin antwortete nicht und begann zu überlegen. Als die Marquise das Gespräch angeknüpft sah, entfernte sie sich bescheidener Weise, indem sie Gort von ganzer Seele bat, daß es seine Früchte tragen mögte, stach einem langen Momente des Schweigens, während dessen ihn der Mönch beobachtete, wandte sich Herr von Chauvelin plötzlich nach ihm um.

– Ja, mein Vater, sagte er, Sie haben Recht, ich bereue es, zu lange jung gewesen zu sein, und ich will Ihnen beichten, denn, ich fühle es, ich fühle es, der Tod ist nahe.

– Der Tod! Sie glauben es, und Sie treffen keine Verfügungen in Bezug auf Ihre Seele, auf Ihr Vermögen. Sie fürchten zu sterben, und Sie denken nicht an das, in der Lage, in welche Sie Ihre Erben gebracht haben, unerläßliche Testament. . . Verzeihung, Herr Marquis, mein Eifer und meine Ergebenheit für Ihr erlauchtes Haus reißen mich vielleicht zu weit fort.

– Nein, Sie haben nochmals Recht, mein Vater, beruhigen Sie sich indessen, dieses Testament ist gemacht, ich habe es nur noch zu unterzeichnen.

– Sie fürchten zu sterben, und Sie befinden Sich nicht in dem Zustand, vor Gott zu erscheinen.

– Möge er mir Barmherzigkeit widerfahren lassen! Ich. bin in der christlichen Religion geboren, und ich will als Christ sterben. Kommen Sie morgen, ich bitte Sie, wir werden diese Unterhaltung fortsetzen, welche mir die Ruhe der Seele wiedergeben wird.

– Morgen? warum morgen? der Tod weicht weder zurück, noch bleibt er stehen.

– Ich habe nöthig, mich zu sammeln. Ich kann nicht so schnell das Leben vergessen, das ich geführt habe; ich bedaure es vielleicht; ich danke Ihnen für Ihren Rath, mein Vater, er wird seine Früchte tragen.

– Gott gebe es! aber Sie kennen den Grundsatz der Weisen: – Verschiebe niemals auf Morgen das, was Du heute thun kannst.

– Ich bin Ihnen bereits Dank schuldig; ich war niedergeschlagen, Sie haben mich wieder aufgerichtet, man kann nicht Alles auf ein Mal thun, mein Vater.

– O! Herr Marquis, erwiderte der Mönch, indem er sich verneigte, es bedarf nur einer Minute, um aus einem Schuldigen einen Büßenden, aus einem Verdammten einen Auserwählten zu machen; wenn Sie wollten. . .

– Es ist gut, es ist gut, mein Vater, morgen. Da läutet die Glocke zum Mittagessen.

Er verabschiedete ihn mit einer Geberde und vertiefte sich in eine Allee. Der Erzieher näherte sich dem Pater Delar.

– Was hat denn der Marquis? ich erkenne ihn nicht mehr; er, der gewöhnlich so heiter ist, ist voll Bangigkeit, traurig, verstört.

– Er hat die Ahnung seines bevorstehenden Endes, und er denkt daran, Buße zu thun; das ist eine herrliche Bekehrung, die meinem Kloster viel Ehre machen wird. O! wenn der König. . .

– Ah! ah! wie es scheint, mein Vater, kömmt der Appetit im Essen; indessen fürchte ich, daß Ihre Wünsche in dieser Beziehung vergebens bleiben. Seine Majestät ist schwer zu überreden, und außerdem hat sie ihre Bekehrer, man spricht von Seiner Gnaden, dem Bischofe von Senez, wie von einem gewaltigen Streiter.

– O! der König ist nicht so ungläubig, als Sie es behaupten; erinnern Sie Sich doch der Krankheit von Metz und der Verweisung der Frau von Chateauroux.

– Ja, aber damals war Ludwig XV. jung und es handelte sich nicht darum, Jeanne Vaubernier zu vertreiben, zwei Rücksichten, welche die Lage gewaltig ändern. Am Ende haben sie Zeit, darüber nachzudenken, mein lieber Herr Delar; einstweilen, da zum Mittagessen geläutet ist, handelt es sich darum, den Herrn Marquis nicht warten zu lassen. Gott behüte! er ißt nicht so oft mit uns!

Das Mittagessen, zu welchem der Peter Delar und der Abbé V. . . . zur rechten Zeit kamen, hatte in der That den Vater, die Mutter und die Kinder vereinigt. Niemals hatte die Marquise so heiter geschienen; niemals hatte sie so viel Sorgfalt entfaltet, um die Ehren ihrer Tafel zu machen.

Der Koch hatte sich übertroffen. Die schönen Fische des Weihers, das feine Geflügel des Hühnerhofes, die schmackhaftesten Früchte des Treibhauses und der Spaliere erinnerten den Marquis daran, wie gut das Haus bestellt wäre, wenn es sich darum handelte, in ihm einen geliebten Herrn zu bewirthen.

Man sah die Bedienten, ganz stolz über den glänzenden Dienst, den sie wieder antreten sollten, sich in ihren neuesten Livrien brüsten und in den Augen des Herrn den geringsten Wunsch belauern, um ihn zu befriedigen, den kleinsten Verdruß, um ihm zuvorzukommen.

Aber der Marquis verlor sehr bald diesen guten Appetit, dessen er sich bei seiner Ankunft gerühmt hatte; die Tafel schien ihm öde; das Schweigen voll Ehrerbietung und Freude schien ihm ein trauriges Schweigen. allmälig erfüllte Traurigkeit sein Herz und sein Gesicht; er ließ seine Hand träg neben den noch vollen Teller sinken und vergaß das Glas, in welchem der Wein von Ai in Diamanten und der dreißig Jahre alte Burgunder in Rubinen funkelten.

Von der Traurigkeit kam der Marquis zur Niedergeschlagenheit, Jedermann folgte voll Schrecken diesen schmerzlichen Fortschritten seiner Gedanken.

Plötzlich entschlüpfte eine Thräne seinen Augen, sie entriß der Marquise einen Seufzer. Er wurde es nicht gewahr.

– Ich habe überlegt, sagte er plötzlich zu seiner Frau, ich will, nicht in Boissy-Saint-Léger, wie mein Vater und meine Mutter, sondern in Paris in der Karmeliterkirche des Platzes Maubert bei meinen Vorfahren begraben sein.

– Warum diese Betrachtung, mein Herr? wie ich meine, haben wir Zeit, daran zu denken, sagte die Marquise vor Schmerz beklommen.

– Wer weiß? Man rufe Bonbonne, man sage ihm, mich in meinem großen Kabinette zu erwarten. Ich will eine Stunde lang mit ihm arbeiten. Der Pater Delar hat mir die Nothwendigkeit davon bewiesen. Sie haben da einen vortrefflichen Beichtvater, Madame.

Türler ve etiketler

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Litres'teki yayın tarihi:
06 aralık 2019
Hacim:
952 s. 4 illüstrasyon
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