Kitabı oku: «Sommersex - Erotischer Roman»

Yazı tipi:

Alexandra Södergran

Sommersex

Lust

Sommersex

Originaltitel:

Sommarsex 1–3

Übersetzt von

Gesa Füßle

Copyright © 2019 Alexandra Södergran und LUST

All rights reserved

ISBN: 9788726150124

1. Ebook-Auflage, 2019

Format: EPUB 2.0

Kopieren für andere als persönliche Nutzung ist nur nach Absprache mit LUST und den Autoren gestattet.

Der Bus

Alice war die Art von Frau, deretwegen Atheisten wieder an Gott glauben. Ihr Körper war dermaßen vollendet, dass das Wort Perfektion nicht reichen würde, um ihn zu beschreiben. Models gibt es viele, aber Alice war noch viel mehr. Zu ihren wunderbaren Kurven gesellte sich eine so kraftvolle sexuelle Ausstrahlung, dass Männer Orgasmen bekamen, die sie nicht für möglich gehalten hatten. Oder auch Frauen. Und sie hatte einen Freigeist, der sich von nichts hindern ließ, das sich ihr in den Weg stellte.

Eddie tigerte durch seine Wohnung, rastlos und geil. Er dachte an Alice, eine Frau, die er noch nicht einmal getroffen hatte. Er konnte nicht glauben, dass er so von ihr überwältigt war.

Mit dem Film hatte es angefangen.

Das Gesicht ist nicht zu sehen, sie liegt auf der Seite; masturbiert. Sie holt einen Vibrator hervor. Hält den Takt, atmet schwerer. Mit der natürlichen Bewegung eines Eichhörnchens, das zwischen den Bäumen herumspringt, wechselt sie die Hand, die den Vibrator hält. Er brummt tief wie ein Rasierapparat, dessen Batterien bald alle sind. Mit der anderen Hand gelingt es ihr, sich das Höschen auszuziehen. Der Vibrator ist wie ein verschmustes Haustier. Man hört ihr Keuchen kaum. Und dann hat die Hand sich den Weg nach oben zu den üppigen Brüsten gesucht, streichelt, massiert – die Frau stöhnt. Sie mag, was sie da tut.

Im Nu war Eddie wie besessen. Er schrieb ihr.

„Ich will alles über dich wissen“, schrieb er. Und eine ganze Nacht lang hielten sie einander mit einem Gespräch wach, das aus unzusammenhängendem Unsinn bestand, von Kindheitserinnerungen bis zu merkwürdigen Träumen, und sie kamen einander sehr viel näher als nur Haut an Haut.

Schließlich beschlossen sie, sich zu treffen. Es war die erste Juniwoche, ein ungewöhnlich heißer Tag. Die Sonne drängte in die Wohnung und Alice wurde langsam wach. Das Brausen von Autos und etwas Vogelgezwitscher kamen von draußen herein. Noch hatte sie sich nicht entschieden. Sie wollte nur raus in die Sommerwärme und genoss es, noch in dem weichen Bett zu liegen.

Sie warf die Decke von sich. Ohne an etwas Bestimmtes zu denken, fing sie an, sich zu streicheln, die Schenkel hoch und über das Höschen. Sie hatte etwas Schönes geträumt. Sie pulsierte vor Verlangen und steckte die Hand ins Höschen. Nun erinnerte sie sich an mehr. Das Videogespräch, das sie am Schluss mit Eddie gehabt hatte. Sie wünschte, dass er sich für sie selbst befriedigte, wie sie es für ihn gemacht hatte, und es ließ sich nicht zweimal bitten. Er hatte die Kamera angestellt, als er im Bett saß, an die Wand gelehnt, alle Lampen aus. Sie sah nur seinen Schatten und bat ihn ungeduldig, das Licht anzumachen, sie war genauso geil gewesen wie jetzt gerade. Als er die Nachttischlampe anschaltete, konnte man nur seinen Oberkörper sehen. Sonnengebräunt. Hervortretende Bauchmuskeln, wo die Haut sich um den Nabel spannte. Der Schwanz stand und zuckte mit einem Schimmer um die Eichel. Es war ein körniges und dunkles Bild, aber sie konnte die Ader sehen, die sich an dem saftigen Schwanz heraufringelte und sie bekam ein heftiges Verlangen, ihn abspritzen zu sehen.

Sie zeigte ihm ihre Brüste und er fing an zu onanieren. Am Anfang bewegte er sich langsam, was sie noch geiler machte. Sie kam, während er sich noch befriedigte. Und als sie ins Telefon stöhnte, sah sie ihn abspritzen. Spermastrahlen, die sich über seinen muskulösen Oberkörper warfen.

Bei der Erinnerung streichelte sich Alice selbst. Die Vögel sangen für sie. Sie bäumte sich auf dem Bett auf, spannte den Hintern an. Stöhnte lauter. Die Wohnung hatte papierdünne Wände und irgendein Nachbar hörte sie sicher. Jemand, der sich zu ihrem Stöhnen selbst befriedigte. Sie sah es vor sich: ein sexy mittelalter Mann mit Dreitagebart, der aufgrund ihres Stöhnens gezwungen war, seine Lesebrille und sein Buch wegzulegen, um seinen pulsierenden Schwanz herauszuholen. Seine Frau stand in der Küche und würde gleich rufen, dass der Kaffee fertig sei. Fiebrig holt er sich einen runter, er kann nicht anders, so geil wird er von ihrem Stöhnen. Vielleicht gab es noch mehr junge, sexy Männer im Haus, die sie hörten. Sie sah sie vor sich, einen nach dem anderen, alle mit ihren verschieden großen Schwänzen auf sie gerichtet, alle kurz vor dem Abspritzen.

In einem wundervoll lichten Augenblick war die ganze Welt fort.

Dann lag sie noch gemütlich da, bis es an der Tür klingelte.

„Hallo, Anna, komm rein!“ Sie umarmten sich und küssten sich auf beide Wangen.

„Himmel, ist das warm. Es riecht stickig hier drinnen“, sagte Anna und ging mit munteren, leichten Schritten zur Küche und öffnete den Kühlschrank. Sie nahm den Saftkarton und trank mit großen Schlucken daraus, atmete aus und rülpste.

„Wir gehen jetzt gleich los, ja?“

Alice lächelte. „Ich zieh mich nur um.“

Alles war ein bisschen lustiger, jetzt, wo Anna da war. Sie war so voller Energie, aber nie so, dass man davon ermüdete, sondern so, dass man dadurch wacher wurde und Lust bekam, etwas Lustiges zu tun. Anna war außerdem Wettkampfsportlerin, deshalb war sie auf eine natürliche Art positiv und impulsiv. Und alles war unkompliziert mit ihr.

Während Anna von ihrem letzten Schwimmwettkampf in Spanien erzählte, wühlte Alice einen roten Bikini aus der Schrankschublade hervor. Die Schranktür hatte einen Ganzkörperspiegel und sie sah sich aus verschiedenen Blickwinkeln an. Sie war zufrieden mit dem, was sie sah, und jetzt wollte sie los, sie hatte Sehnsucht nach dem, was außerhalb der Haustür alles möglich war. Unbewusst hob sie das Bündchen des Bikinihöschens etwas an und strich über den roten Stoff. Sie streichelte und trommelte schnell mit den Fingerspitzen, nahm einen tiefen Atemzug und wandte sich mit einem Seufzen vom Spiegel ab.

Über den Bikini zog sie ein dünnes, weißes Sommerkleid, das ihre nackten, braunen Schenkel hervorhob und um den Hintern und die Brüste herum spannte. Noch einmal fing sie ihr Spiegelbild ein und lächelte. Ein warmes Gefühl verriet ihr, dass es ein richtig schöner Tag werden würde.

„Okay, ich bin so weit, wir können los.“

Anna schmatzte mit den Lippen und ging mit schnellen Schritten hinter Alice.

„Meine Güte, siehst du toll aus!“

„Danke!“

„Was glaubst du, wie die Jungs sein werden?“

„Ich glaube, die sind richtig toll. Zwei süße Jünglinge mit kussfreundlichen Lippen und kleinen Hintern zum Reinbeißen.“

Sie lachten so, dass sie nur stolpernd vorankamen.

An der Bushaltestelle drängten sich die Sommergenießer. Die Leute stapelten sich. Als der Bus an die Haltestelle kam, konnte man nichts anderes als Menschen durch die getönten Scheiben sehen. Es standen mindestens so viele wie saßen. Alice seufzte tief. Die Wärme drückte so sehr, dass der Schweiß nur so lief. Sie mussten sich reindrängen. Sie drängelten sich bis zur Busmitte, wo es so eng war, dass Alice ihre Hand zwischen zwei andere an die nächste Stange quetschen musste und trotzdem stolperte sie gegen die Körper, als der Bus die erste scharfe Kurve nahm.

Nach der zweiten Station hörte sie eine fröhliche und sehr laute Stimme von hinten im Bus:

„Alice!“

Sie zuckte zusammen.

Das taten auch einige missmutige Damen weiter vorne im Bus. Sie drehten und wendeten sich in ihren Sitzen, um sich umdrehen zu können. Sie suchten nach jemandem, den sie angeifern konnten, aber zu viele stehende Menschen waren im Weg. Alice nahm Annas Hand und zusammen drängelten sie sich in den hinteren Busteil. Da saß Eddie. Mit seinen tiefblauen Augen und seinem breiten Lächeln.

Das warme Gefühl zwischen den Beinen kam zurück.

Er hatte ein Trägerhemd und eine Dreiviertelhose an. Die Schultern waren breit und die Arme muskulös. Sie hatte sofort Lust mit den Händen über die Muskeln zu streichen, und während sie das noch dachte, legte sie ihre Hand an seine Schulter, als Vorwand, um die Balance halten zu können.

Neben Eddie saß ein Typ mit Schirmmütze, ans Fenster gelehnt, wo die Sonne brannte. Er sah mit vorsichtigem Blick hoch. Die Augen waren hübsch. „Hallo! Jimmy“, sagte er mit einem Nicken und einer bescheidenen Geste. Die beiden Kerle schienen wie ein Ganzer und ein Halber zu sein, weil Eddie den Wagemut für zwei hatte, während Jimmy überhaupt keinen besaß.

Eddie lächelte. Er hatte nur Augen für Alice. Er klopfte sich aufs Knie und sagte:

„Du kannst hier sitzen.“

Sie sah auf seine Hand herunter, schnell glitt ihr Blick über seinen Schritt. Meine Güte, ist der kräftig. Aber macht nichts, Hauptsache, nicht im Gedrängel stehen. Als sie sich hinsetzte, glitt das Kleid weit den Schenkel hoch und sie hob den Hintern ein wenig und zog es wieder etwas herunter.

Gemeinsam sprachen die vier ein bisschen über die Hitze und wie sehr sie sich darauf freuten zu baden. Gemischt mit dem tiefen Brummen des Motors hörte man das Summen aller Fahrgastgespräche. Auf dem Sitz hinter ihnen saßen zwei Jugendliche und unterhielten sich aufgeregt über den letzten Batman-Film. Einige standen im Gang und genau vor Anna stand eine mittelalte Frau mit blonden, offenen Haaren, den Blick hinter einer modischen Sonnenbrille versteckt. Ihr Parfüm schaffte es im Alleingang, den Schweißgeruch im ganzen Bus zu unterdrücken.

Alice gab ihr Bestes, um sich zu entspannen, aber das war nicht so einfach. Teilweise wackelte und schaukelte der Bus so sehr, dass sie mehrfach von Eddies Knie glitt und sich wieder zurechtsetzen musste. Sie fühlte, dass er einen Ständer bekommen hatte. War ja klar. Sie versuchte das zu ignorieren, aber je mehr sie an ihm entlangglitt, desto geiler wurde sie. Sie hatten nichts mehr, worüber sie reden konnten und es war fühlbar still zwischen ihnen.

Sie fand, dass er gern seine Hand auf ihr Bein legen könnte.

Bald konnte sie dem Impuls nicht mehr widerstehen, sich an ihm zu reiben. Sie legte die Beine übereinander und wechselte das Bein. Sie versuchte es so aussehen zu lassen, als ob sie nach einer bequemen Position suchte. Ein kleines Stöhnen entglitt Eddie. Alice genoss es.

Als er seine Hand sehr weit oben auf ihr Bein legte, genau am Kleidersaum und nur wenige Zentimeter von ihrem Höschen entfernt, durchfuhr ein wohliger Schauer ihren ganzen Körper. Sie legte beide Hände auf seine und er hielt still. Sie flocht ihre Finger in seine und drückte sie aneinander, bat ihn wortlos, fortzufahren, während sie sich heftig an seinem stehenden Glied rieb.

Plötzlich bremste der Bus und Alice musste schnell die Hände hochreißen, um die Balance zu halten.

Jemand in der Menge schrie. Ein anderer fluchte. Sie waren an eine Stelle mit Bauarbeitsschildern und Absperrungen gelangt. Der Untergrund war schadhaft. Das war das Letzte, was noch gefehlt hatte. Sie stießen so schnell und hart gegeneinander, dass sie die schmale Linie zwischen lustvollem Spiel und richtigem Sex bereits überquert hatten. Ihre verschwitzten Beine klebten aneinander und Alice fühlte, dass ihr feuchtes Bikinihöschen im Weg war. Sie wollten den Schwanz jetzt richtig spüren. Das war ihr Schicksal. Eine rollende Lawine.

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