Kitabı oku: «Deine Nahrung sei dein Heilmittel», sayfa 4

Yazı tipi:

Zusammenfassung

Der Bedarf an Vitaminen beim Menschen wird von Alter, Geschlecht sowie physiologischen Bedingungen wie Schwangerschaft, Stillzeit, körperlicher Belastung, seelischer Belastung und Ernährung beeinflusst.

So führen zum Beispiel Unterernährung (Nahrungsmangel), Fehlernährung (einseitige Kost, hier oft ältere Menschen und Alkoholiker, Fast-Food-Ernährung) oder aber Resorptionsstörungen im Magen-Darm-Trakt zu einer Unterversorgung mit Vitaminen (Hypovitaminosen).

Auch eine medikamentöse Behandlung, bei der beispielsweise die Darmflora geschädigt wird, kann wegen Ausbleibens des bakteriellen Vitaminaufbaus zu Mangel an Vitaminen (vor allem der Vitamine B12 und K) führen.

Überdosierungen von Vitaminen führen dagegen nur bei fettlöslichen Vitaminen A und D zu Vergiftungserscheinungen (Hypervitaminosen). Dies gilt nicht für die wasserlösliche Vorstufe von Vitamin A, das Beta-Carotin.

Ein Überschuss von wasserlöslichen Vitaminen wird im Normalfall schnell mit dem Urin ausgeschieden.

Damit das Mögliche entsteht,

muss immer wieder das Unmögliche versucht werden.

Hermann Hesse (1877 – 1962)

Mineralstoffe

Mineralstoffe sind lebensnotwendige, anorganische Nährstoffe, welche der Organismus nicht selbst herstellen kann und die ihm deshalb mit der Nahrung zugeführt werden müssen. Sie sind folglich essentiell. Die im Folgenden genannten Mineralstoffe beziehen sich ausschließlich auf den menschlichen (oder tierischen) Organismus. Sie sind lebensnotwendig und werden normalerweise in ausreichender Menge durch die Nahrung aufgenommen.

Da sie im Körper in großen Mengen vorkommen, werden sie auch „Mengenelemente“ oder „Makroelemente“ genannt. Speziell für alle Stoffwechselfunktionen sind Mineralstoffe unentbehrlich, worauf ich im Einzelnen noch eingehen werde. Sehr drastisch wird beim christlichen Begräbnisritus auf eine unbestreitbare Tatsache hingewiesen: „Von Erde bist genommen, zu Erde sollst du werden.“ Was bei der Verbrennung als Asche zurückbleibt, sind nichts anderes als Mineralstoffe.

Für eine Vielzahl wichtiger Körperfunktionen sind sie von großer Bedeutung:

 Aufbau, Erhalt und ständige Erneuerung von Knochen und Zähnen,

 Aktivierung von Enzymen,

 Erregungsleitung im Nervensystem,

 Muskelfunktion,

 konstante Regulierung des Salz- und Wasserhaushalts (Elektrolyte),

 konstante Aufrechterhaltung des osmotischen Druckes,

 konstante Aufrechterhaltung des pH-Werts des Blutes und anderer Körperflüssigkeiten,

 Blutgerinnungsfunktion,

 Aufbau von Hormonen,

 Aufbau von Blutzellen.

Der Körper hält normalerweise von diesen essentiellen Mineralstoffen einen bestimmten Vorrat gespeichert. Ein Mangel oder aber auch ein Überangebot im Körper verändern die normale Mineralstoffverteilung. Schwere gesundheitliche Störungen können dann die Folge sein. Eine grundsätzliche Veränderung kann sich durch Mineralstoffmangel, durch erhöhten Bedarf bzw. durch Mineralstoffverluste ergeben.

Die wichtigsten Mineralstoffe und deren Mengen im menschlichen Körper:

 Natrium (Na): 80 g,

 Chlorid (Cl): 120 g,

 Kalium (K): 130 – 150 g,

 Calcium (Ca): 1.500 g,

 Phosphor (P): 750 g,

 Magnesium (Mg): 40 g.

Veränderungen im Mineralstoff-Gleichgewicht

Ein möglicher Mangel an Mineralien entsteht durch:

 Mangelernährung,

 Fehlernährung,

 Diät,

 Alkoholismus,

 hohes Lebensalter,

 chronische Erkrankungen.

Erhöhter Bedarf ergibt sich in folgenden Situationen:

 Schwangerschaft,

 Stillzeit,

 schwere körperliche Arbeit,

 Fieber,

 Infektionskrankheiten.

Verluste an Mineralstoffen können verursacht werden durch:

 Schwitzen,

 Erbrechen,

 Durchfall,

 Nierenerkrankungen,

 Arzneimittel wie Diuretika (Entwässerungsmittel).

Mineralstoffe und Spurenelemente steuern über eine Million verschiedener Stoffwechselvorgänge in unserem Körper – Tag für Tag, bis zum Tod. Als Beispiel sei Magnesium genannt, ein Mineralstoff, den der Körper nicht selbst herstellen kann, also über Lebensmittel aufnehmen muss. Wir wissen heute, dass es für über 400 Stoffwechselschritte im Körper Sorge trägt. Realistisch betrachtet bedeutet dies: Fehlt nur einer einzigen Zelle im richtigen Augenblick Magnesium oder liegt für einen kurzen Augenblick eine Verteilungsstörung (im Sinne der Biochemie nach Dr. Schüßler) vor, so können diese 400 Schritte vom Körper nicht erledigt werden – und irgendwann beginnen Befindlichkeitsstörungen wie zum Beispiel Wetterfühligkeit; auch Erkrankungen können eintreten. In der Regel beginnt jetzt der Gang von Arzt zu Arzt, ein langer Weg der Diagnosesuche beginnt.

Wir wissen, dass Nerven, Herz, Knochen, Muskulatur und Organe Magnesium benötigen. Magnesium hat eine entkrampfende und beruhigende Wirkung und setzt vor allem im vegetativen Nervensystem an. Wer sich also vor Herzinfarkt, Arteriosklerose, Diabetes, Krebs, Fäulnisgasen, Lebererkrankungen, Kreislaufstörungen, erhöhtem Cholesterin, Herzjagen und Wadenkrämpfen schützen will, sollte zusehen, dass seine Lebensmittel möglichst viel Magnesium enthalten. Die Magnesiumversorgung (auch aller anderen Stoffe) ist alleine mit der natürlichen Nahrung nicht mehr gewährleistet, weil die Böden ausgelaugt sind und daher an die Pflanzen nicht mehr ausreichend Magnesium abgegeben wird. Deutschland gilt als Magnesium-Mangelland.

Wir sollten wissen: Im Boden liegen Mineralstoffe wie Magnesium, Calcium, Kalium usw., aber auch die Spurenelemente in anorganischer Form vor. Die Natur macht aus den anorganischen Mineralstoffen des Bodens über das Wachstum der Pflanze, mit Hilfe der Photosynthese, organische Mineralien. Das bedeutet für uns: Damit können diese vom Körper aufgenommen werden und sind verdaubar. Sie greifen dadurch ordnend und korrigierend in den Stoffwechsel und den Organismus ein.

Sehen wir uns diese Mineralstoffe, auch als Mineralsalze bezeichnet, einmal näher an. Unter dem Mikroskop werden sie uns als Kunstwerk der Natur in den schönsten Farben und wunderbarsten kristallinen Formen (wie die Eisblumen am Fenster) offenbar. Heute ist bekannt, dass auch unser Körper diese Wunderwerke in sich trägt und durch die tägliche Ernährung aufnimmt. Durch die chemische Vereinigung von Nichtmetallen und Metallen entstehen diese Mineralstoffe, die aus elektrisch geladenen Atomen, auch Ionen genannt, aufgebaut sind. Letztlich sind es die Ionen, die im Körper an all seinen Funktionen beteiligt sind und dadurch unterschiedliche Aufgaben erfüllen.

Prof. Fritz Albert Popp (Biophotonenforscher) hat schon vor Jahrzehnten erkannt, dass Nahrung aus sich heraus „leuchtet“. Durch Restlichtverstärker (Photomultipler) sind diese ultraschwachen Lichtemissionen zuverlässig physikalisch messbar und dadurch belegbar.

Warum haben wir ein Defizit an Mineralstoffen?

Mineralstoffe sind wichtig für unsere Gesundheit. Meistens leiden die Menschen nicht so sehr an einem Mangel an Vitaminen, sondern viel öfters an einem Mangel an Mineralstoffen und Spurenelementen.

Wir wissen heute, dass Mineralstoffe lebenswichtig sind als Antioxidantien. Antioxidantien fangen schädliche freie Radikale im Körper ab und machen sie durch Oxidation unschädlich. Sie dienen als Ausgleichssystem für das Säure-Basen-Gleichgewicht, für das optimale Funktionieren enzymatischer Abläufe, für die Aufnahme von Vitaminen und den Aufbau neuer Zellen, die Aufrechterhaltung des Innendrucks der Zellen, Gewebespannung und vieles mehr.

Der Rückgang der Mineralstoffe in unseren Lebensmitteln ist erschreckend und kann durchaus als dramatisch bezeichnet werden. In den letzten 50 Jahren hat der Gehalt um durchschnittlich 60 % abgenommen! So ist der Calcium-Gehalt beispielsweise in Brokkoli um 75 % zurückgegangen, in Frühlingszwiebeln um 74 %. Möhren haben 75 % des lebensnotwendigen Magnesiums eingebüßt. Ernährungswissenschaftler sehen in der modernen Landwirtschaft die Ursachen für das Problem der Qualitätseinbußen von Obst und Gemüse.

Kunstdünger wurde ausgebracht, ohne die lebensnotwendigen Mineralien gleichzeitig mitzuliefern. Längst sind die Böden in dieser Hinsicht ausgelaugt.

Lebensreiche Böden

Finden wir gesunde Böden, also Felder/Gärten mit aktiven Bodenlebewesen (Mikroorganismen) vor, sind diese immer mineralstoffreicher als tote, verkrustete Böden. Wir wissen heute, wie wichtig etwa die Regenwürmer sind. Sie machen nicht nur den Boden leicht und luftig, sondern bringen auch Kalk in die Böden, denn in ihrer Speiseröhre haben sie eine Kalkdrüse.

Sind die Böden lebendig, speichern sie das Wasser wie Schwämme. Durch „tote“ Böden sickert das Regenwasser hindurch, weil diese verkrustet sind. Gesunde Böden haben einen pH-Wert von 6 bis 7 und sind damit ausgeglichen. Falsch bearbeitete Böden sind sauer. Weniger Mineralstoffe und Spurenelemente stehen den Pflanzen zur Verfügung, während Schwermetalle nicht durch die vorhandene Humusschicht zurückgehalten werden. Die Pflanzen nehmen diese leichter auf, sodass Schwermetalle gegenüber den Mineralien das Rennen machen.

Die Umweltbelastung der letzten Jahrzehnte – mit saurem Regen – verstärkt diesen Effekt auf die Böden und führt zu einer weiteren Belastung der ohnehin schon sauren Erde. Am Ende dieser Spirale steht der „saure“ Mensch.

Neueste Forschungen ergeben, dass die Aufnahme von Mineralstoffen durch den Körper über die Pflanze wesentlich effektiver ist als über pharmazeutisch hergestellte Präparate. Dies gilt übrigens auch für die Vitamine. Die über die Pflanzen vorverdauten und vor-informierten Mineralien werden vom Körper als solche erkannt und somit wesentlich effizienter eingelagert.

Pflanzen richten ihr Wachstum immer nach dem Minimum der im Boden vorliegenden anorganischen Mineralstoffverbindungen aus.

Die Erde, sprich: der Mutterboden, verbraucht, um sich selbst im Gleichgewicht zu halten, die eigenen Mineralstoffe und Spurenelemente und gibt dadurch weniger an die Pflanzen ab. Das ist der wahre Grund, warum immer mehr Pflanzen in einen wirklichen Mangel geraten und uns immer weniger zur Verfügung steht, damit unser Körper gut funktionieren kann. Passend dazu ist der Ausdruck „an vollen Kochtöpfen verhungern“.

Dazu kommt die deutliche Reduzierung von frischem Gemüse in unserer täglichen Ernährung – vor allem von Kartoffeln, weil diese vor Jahren in den falschen Ruf geraten sind, dick zu machen. Sie machen jedoch nur dick, wenn sie in Form von Pommes, Chips und dergleichen gegessen werden.

Calcium (Ca)

Mengenmäßig ist Calcium am stärksten im Körper vertreten – insgesamt bei einem Erwachsenen 1.000 bis 1.500 g. Ungefähr 99 % davon sind in den Knochen und Zähnen mit Phosphor gebunden. Calcium ist am Aufbau von Knochen und Zähnen und deren Erhalt durch ständige Erneuerung beteiligt. Es verleiht den Knochen die Festigkeit. Im Kinder- und Jugendalter wird deshalb besonders viel benötigt, damit die Knochen stabil wachsen können. Die Funktion von Calcium ist wichtig für die Aktivierung der Blutgerinnung und zur Reizübertragung im Nervensystem.

Dienlich zur Aufnahme von Calcium aus dem Darm sind Vitamin D, Amino- und Zitronensäuren sowie Laktose.

Ein Mangel an Calcium kann durch Aufnahmestörungen im Darm entstehen. Oxalsäure (z. B. in Spinat oder Rhabarber enthalten), aber auch eine fettreiche beziehungsweise eiweißarme Nahrung kann für diese Aufnahmestörung verantwortlich sein.

Bei mangelhafter Calcium-Zufuhr durch die Nahrung bedient sich unser Körper aus seinen eigenen Vorräten, die im Knochengewebe gespeichert sind. Das tut er, damit er für andere wichtige Funktionen im Körper eine stabile Calcium-Konzentration im Blut stets gewährleisten kann. Löst er nun viel Calcium aus dem Knochen, wird dieser leicht brüchig. Ernähren wir uns basisch und sorgen wir in jedem Alter für genügend Calcium im Körper, wirken wir dem Knochenschwund (Osteoporose) entgegen. Muskelkrämpfe sowie Herzprobleme mit Bluthochdruck können weitere Hinweise auf einen Calcium-Mangel sein. Liegt tatsächlich ein Mangel vor, kann dies die Folge einer zu geringen Versorgung mit Vitamin D sein.

Die Gefahr einer Überversorgung besteht faktisch nicht, da der Körper den Calcium-Spiegel im Blut selbst regelt. Einnahme von zu viel Vitamin-D-Präparaten kann zu einer Überversorgung mit Calcium führen, die der Körper schließlich nicht mehr selbst kompensieren kann. Er lagert dann das Zuviel an Calcium zum Beispiel in die Gefäße ab.

Erhöhter Bedarf an Calcium liegt vor bei

 Säuglingen, Kindern, Jugendlichen,

 Schwangeren,

 Stillenden (1 l Muttermilch enthält 330 mg Calcium) und

 älteren Menschen (besonders Frauen).

Chlor (Cl)

Wie Natrium ist es wesentlich für die Aufrechterhaltung unseres Wasserhaushaltes verantwortlich – hauptsächlich für die Wasserbilanz zwischen den Zellen. Chlor finden wir vor allem in der Magensäure, wo es mit Wasserstoff die für die Verdauung wichtige Magensäure (HCl) bildet, und in der Hirn- und Rückenmarksflüssigkeit. Es spielt eine wichtige Rolle im Säure-Basen-Haushalt und regelt zusammen mit Kalium und Natrium den Wasser- und Elektrolythaushalt. Der menschliche Organismus enthält ca. 120 g Chlor.

Mangel an Chlor kann sich durch andauerndes starkes Schwitzen oder durch lang anhaltendes Erbrechen einstellen. Das führt zu Störungen im Säure-Basen-Haushalt mit Muskelkrämpfen und Störungen der Herzfunktion.

Chlor wird über den Darm aufgenommen und über die Nieren ausgeschieden.

Phosphor (P)

Phosphor sorgt durch den Aufbau von Knochen und Zähnen für deren Gesundheit. Weiterhin wird es zur Energiegewinnung und -verwertung in den Zellen und zur Nährstoffverwertung im Körper benötigt. Es ist als Bestandteil von Biomolekülen (Moleküle organischer Substanzen, die in der Natur vorkommen), wie der Nukleinsäure, bekannt.

Der Körper eines Erwachsenen enthält ca. 700 g Phosphor, meist in Verbindung mit Calcium (ca. 80 %), und ist in unserem Skelettsystem gebunden. Phosphor ist an fast allen Prozessen im Körper beteiligt, besonders aber an der Gewinnung und Speicherung von Energie. Nierenfunktion, Herz und Säure-Basen-Haushalt werden durch dieses Mineralsalz reguliert. Im Blut hat Phosphor eine Pufferfunktion bei der Aufrechterhaltung des pH-Wertes inne.

Die Magnesium-Verwertung kann durch eine zu hohe Aufnahme von Phosphor gestört werden.

Mangel an Phosphor ist sehr selten. Zu bedenken ist, dass Phosphor und Calcium in einem bestimmten Gleichgewicht im Körper stehen sollten. Normalerweise stellt dies in der Ernährung kein Problem dar, denn calciumreiche Lebensmittel sind zumeist auch reich an Phosphor.

Nehmen wir zu viel Phosphor auf, verhindert dies die Calcium-Verwertung und führt so zu Störungen im Calcium-Haushalt. Zu allem Unglück wird dann die Nebenschilddrüse angeregt, mehr Hormone (Parathormon) zu produzieren. Dieses Hormon bewirkt, dass Calcium vermehrt aus dem Knochen gelöst wird, damit der Calcium-Spiegel im Blut konstant gehalten wird. Hieraus folgt ein verstärkter Abbau der Knochensubstanz, was wiederum die Osteoporose begünstigt.

Kalium (K)

Kalium zeichnet für den Druck innerhalb der Zelle verantwortlich und befindet sich im Gegensatz zu Natrium und Chlor fast ausschließlich im Innern der Zellen. Es dient der Aufrechterhaltung der Gewebespannung und sorgt damit auch – zusammen mit Natrium und Chlor – für das Gleichgewicht im Elektrolythaushalt. Kalium ist am regelmäßigen Herzschlag und an der Regulierung des Blutdruckes beteiligt. Es ist erforderlich bei der Weiterleitung von Nervenimpulsen und hier unabdingbar. Es sorgt für die Erregbarkeit von Muskeln und Nerven. Im Energiestoffwechsel unterstützt Kalium maßgelblich die Einschleusung (Nährstrom) von Nahrungsbestandteilen in die Zellen.

Zu einem Mangel an Kalium kann es nach größeren Flüssigkeitsverlusten wie Durchfall, Erbrechen oder auch durch längere Einnahme von Entwässerungs- und Abführmitteln kommen. Dieser Mangel kann schließlich zu Störungen am Herzen und zu Muskelschwäche führen.

Eine Überversorgung an Kalium kann sich harntreibend auswirken. Wir wissen, dass Kalium die Erhöhung der Harnproduktion anregt. Aus diesem Grunde gibt man kleinen Kindern am Abend keine Kartoffeln zum Essen. Das Kalium regt die Harnproduktion an, die Kinder nässen dadurch vermehrt ein. Zu hoher Kaliumgehalt im Blut kann zu Herzversagen führen, da Kalium sich hemmend an der Kontraktion des Herzmuskels auswirkt. Anzeichen können Lethargie, Lähmungserscheinungen und ein verlangsamter Herzschlag sein.

Schwefel (S)

Schwefel gilt als so genannter „Drahtbesen“ der Zelle. Schwefel sorgt für die Reinigung und Entschlackung, wir finden ihn deshalb in jeder Körperzelle. Schwefel ist ein Bestandteil vieler Proteine, besonders der zusammenziehenden Anteile des Muskels. Sehr hohe Konzentrationen von Schwefel sind in Haut, Nägeln und Haaren zu finden.

Schwefel als Teil der Aminosäuren Cystin und Methionin nehmen wir hauptsächlich über unser Nahrungseiweiß auf. Schwefel ist außerdem Bestandteil von Vitamin B1, Panthothensäure und Biotin.

Mangel an Schwefel tritt praktisch nie auf.

Natrium (Na)

Natrium wird benötigt zur Weiterleitung von Nervenimpulsen und zur Muskelkontraktion. Bei der Aufrechterhaltung des Wasserhaushaltes ist es unabdingbar und reguliert zusammen mit Kalium den Flüssigkeitshaushalt.

Der menschliche Körper enthält ca. 80 g Natrium, von dem ein Drittel in den Knochen gespeichert ist. Sollte ein Mangelzustand eintreten, so kann Natrium aus den Knochen mobilisiert und ans Blut abgegeben werden. Eine wichtige Aufgabe von Natrium ist die Volumen- und Druckbestimmung außerhalb der Zellen. Es ist das Haupt-Ion des Extrazellularraums (= Raum außerhalb der Zelle). Für das Säure-Basen-Gleichgewicht im Körper ist Natrium von großer Bedeutung.

Mangel kann durch extremes Schwitzen oder lang andauernde Durchfälle auftreten. Dies führt zur Entwässerung des Körpers, was in der Folge zu Störungen der Nieren- und Muskelfunktion führen kann. Erstes Anzeichen für einen Mangel können Wadenkrämpfe sein. Ernährt sich jemand strikt salzfrei, kann dies zu gravierenden gesundheitlichen Schäden führen.

Zu hoher Kochsalzverbrauch hat eine vermehrte Ausscheidung von Natrium über die Nieren zur Folge. Gleichzeitig wird auch Calcium ausgespült. Bei Empfindlichkeit gegenüber Natrium, die eventuell durch zu viel Salzkonsum ausgelöst werden kann, führt dies unter Umständen zu Bluthochdruck oder kann bestehenden verstärken. Deshalb wird Patienten mit Bluthochdruck angeraten, den Kochsalzkonsum strikt einzuschränken.

Auch Wasseransammlungen in Geweben (Ödeme) können eine Folge sein. Gewöhnlich nehmen wir durch unsere Lebensmittel weitaus mehr Kochsalz (NaCl) zu uns, als wir benötigen.

Magnesium (Mg)

Magnesium ist Bestandteil vieler Enzyme und zusammen mit Calcium und Phosphor am Aufbau von Knochen und Zähnen beteiligt. Seine Funktion ist bedeutsam für die Muskelkontraktion und die Reizleitung der Nerven. Magnesium ist wiederum in fast allen Zellen des menschlichen Körpers zu finden. Rund 30 g enthält der Körper, davon sind alleine 50 – 60 % in Knochen und Zähnen eingebaut.

Der Rest steuert enzymatische Reaktionen und hilft maßgeblich bei der Energiegewinnung. Weiterhin wird Magnesium zum Aufbau von körpereigenem Eiweiß und beim Kohlenhydrat- und Fettstoffwechsel benötigt. Der Einfluss von Magnesium auf den Cholesterinspiegel ist bekannt. Essen wir zu fett und zu calciumreich, beeinträchtigen wir die Magnesium-Aufnahme. Wer Fleisch verspeist, sollte immer auch zugleich Salate, Gemüse und Kartoffeln zu sich nehmen, weil sich sonst das Magnesium-Defizit mit jedem Bissen erhöhen wird.

Mangel an Vitaminen B1 und B6 wirkt sich ebenfalls ungünstig aus. Normalerweise kann der Körper seinen Magnesium-Spiegel sehr gut selbst regeln. Führen wir einmal zu viel zu, wird der Mineralstoff wieder ausgeschieden.

Dagegen führt Magnesium in großen Mengen zu Durchfall.

Mangel hingegen macht sich in vielfältigen Störungen bemerkbar – etwa Muskelzuckungen, mangelhafter Auswertung der Nahrung, Wachstumsstörungen, Verkalkungen von Blutgefäßen, Nieren und Knorpel.

Magnesium-Mangel führt zum Beispiel zu Herzrhythmusstörungen, Muskel-, Magen- und Darmkrämpfen, Depressionen, verminderter Muskel- und Knochenqualität. Es kommt zu Störungen im Immunsystem und beim Stoffwechsel (z. B. Diabetes). Der Körper kann dann die benötigte Energie nicht mehr so schnell mobilisieren. Auch Wadenkrämpfe und/oder Fußkrämpfe in den Morgenstunden, kurz vor dem Aufstehen, können auf Magnesium-Mangel hinweisen.

Leistungssportler und Menschen mit einer anstrengenden Tätigkeit haben einen erhöhten Bedarf. Durch Schweiß geht eine nicht zu unterschätzende Menge verloren, die in jedem Falle ergänzt werden sollte. Auch Abführmittelmissbrauch, Entwässerungsmittel, Stress, Durchfall, Alkohol erfordern einen höheren Bedarf. Mit einer Flasche Weißwein vernichten wir den Magnesium-Vorrat für zwei Tage. Deshalb sollten wir unbedingt vor Weingenuss und vor allem danach darauf achten, dass wir über Lebensmittel und Kräutertees für einen Ausgleich sorgen.

Türler ve etiketler

Yaş sınırı:
0+
Hacim:
389 s. 50 illüstrasyon
ISBN:
9783863740290
Telif hakkı:
Bookwire
İndirme biçimi: