Kitabı oku: «Basiswissen Strafprozess für Polizeibeamte»
Basiswissen Strafprozess für Polizeibeamte
Mit praktischen Beispielsfällen
von
Dr. Annette Marquardt Erste Staatsanwältin, Sonderdezernat Kapitaldelikte, Staatsanwaltschaft Verden (Aller)
Carola Oelfke, M.A. Criminology & Police Science Oberstaatsanwältin, Abteilungsleiterin der Abteilung für Sexualstraftaten und Häusliche Gewalt, Staatsanwaltschaft Verden (Aller)
Verlag W. Kohlhammer
1. Auflage 2022
Alle Rechte vorbehalten
© W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart
Print:
ISBN 978-3-17-041734-2
E-Book-Formate:
pdf: 978-3-17-041735-9
epub: 978-3-17-041736-6
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Dieses Buch vermittelt den Studierenden der Polizeihochschulen und den Polizeibeamten der Praxis das grundlegende Wissen und Verständnis des Strafprozesses. Insbesondere das Auftreten von Polizeibeamten als Zeugen vor Gericht und die Belehrungspflichten der Polizeibeamten sind Schwerpunkte des Werkes. Zahlreiche praktische Hinweise und der neueste Rechtsstand machen das Buch zu einem zuverlässigen Begleiter für Praxis und Studium.
Dr. Annette Marquardt, Erste Staatsanwältin, Sonderdezernat Kapitaldelikte, Staatsanwaltschaft Verden (Aller); Oberstaatsanwältin Carola Oelfke (M. A. Criminology & Police Science), Abteilungsleiterin der Abteilung für Sexualstraftaten und Häusliche Gewalt, Staatsanwaltschaft Verden (Aller).
Vorwort
Dieses Buch soll den Studierenden die notwendigen Grundlagen vermitteln, die in der täglichen Praxis benötigt werden.
Gleichzeitig richtet es sich an die Polizeibeamtinnen und -beamten1, die schon länger im Dienst sind und den Bedarf sehen, Wissen aufzufrischen bzw. sich über Rechtsänderungen (wie etwa im Bereich der Belehrungen) sachgerecht zu informieren.
Deshalb werden ausschließlich Themen behandelt, die in der täglichen Praxis auftreten und bei denen aus Sicht der Autorinnen die größten Unsicherheiten bei Polizisten bestehen.
Die Darstellung wird gezielt übersichtlich gehalten. Die strafprozessualen Grundlagen werden anhand einer Vielzahl von Fällen, die in der Praxis tatsächlich aufgetreten sind, erläutert. Schwerpunkte sind dabei die Belehrungspflichten und das Auftreten des Polizeibeamten vor Gericht.
Schwierige Rechtsfragen werden verständlich präsentiert, auf umfangreiche Darstellung wissenschaftlicher Aspekte wird gezielt verzichtet.
Das Buch bietet auch eine gute Möglichkeit, ohne größeren Zeitaufwand ein Problem nachzuschlagen und sich zu informieren.
Am Ende eines jeden Kapitels werden die wesentlichen Aspekte in Merkpunkten zusammengefasst.
Wir danken Herrn Kriminalrat Andreas Lohmann für das Lesen des Manuskripts und die Ideen und Ratschläge aus polizeilicher Sicht. Einen herzlichen Dank auch an unseren Lektor Tobias Durst.
Dr. Annette Marquardt
Carola Oelfke
Zu den Autorinnen
Erste Staatsanwältin Dr. Annette Marquardt
hat an der Philipps-Universität in Marburg Rechtswissenschaften studiert und dort 1994 das erste Staatsexamen abgelegt. Von April 1994 bis Juni 1995 war sie am Lehrstuhl für Strafrecht und Strafprozessrecht der Philipps-Universität als wissenschaftliche Mitarbeiterin tätig und hat dort im Strafprozessrecht promoviert.
Nach dem Referendariat in Marburg und Gießen hat sie in Kassel das zweite juristische Staatsexamen abgelegt und ist seit März 1999 als Staatsanwältin bei der Staatsanwaltschaft in Verden tätig, wo sie seit Mai 2011 als stellvertretende Abteilungsleiterin die Tötungsdelikte bearbeitet.
Ihr besonderes Augenmerk gilt den Cold Cases. Gerade in diesem Bereich arbeitet sie seit Jahren eng mit der Polizeiakademie Nienburg zusammen.
Oberstaatsanwältin Carola Oelfke (M.A. Criminology & Police Science)
hat an der Leibniz Universität in Hannover Rechtswissenschaften studiert und dort 1991 das erste Staatsexamen abgelegt. Ab 1991 absolvierte sie im Bezirk des Oberlandesgerichts Celle das Referendariat und legte dort 1994 die zweite juristische Staatsprüfung ab. Von 1994 bis 2006 war Carola Oelfke als Staatsanwältin bei der Staatsanwaltschaft Verden, vornehmlich im Bereich der Organisierten Kriminalität tätig, von 2006 bis 2011 bei der Zentralstelle für Betäubungsmittelstraftaten der Staatsanwaltschaft Hannover.
In der Zeit von 2010 bis 2012 studierte sie an der Ruhr-Universität Bochum Kriminologie, Kriminalistik und Polizeiwissenschaft (Master) im Fernstudium.
In der Zeit von 2011 bis 2014 lehrte sie Polizeirecht an der Polizeiakademie Nienburg/Oldenburg. 2014 kehrte sie zur Staatsanwaltschaft Verden zurück und ist dort als Abteilungsleiterin tätig, seit 2017 als Leiterin der Abteilung für Sexualstraftaten und Häusliche Gewalt.
Inhaltsverzeichnis
Vorwort
Zu den Autorinnen
Literaturverzeichnis
A. Leitung der Ermittlungen
I.Geschichtliches
II.Herrin des Ermittlungsverfahrens
1.Das Legalitätsprinzip
1.1Anfangsverdacht
1.2Hinreichender Tatverdacht
2.Das Opportunitätsprinzip
2.1Möglichkeiten der Verfahrenseinstellung bei Verfahren gegen Erwachsene
2.1.1Absehen von der Verfolgung wegen Geringfügigkeit
2.1.2Öffentliches Interesse an der Strafverfolgung
2.1.3Absehen von der Verfolgung unter Auflagen und Weisungen
2.1.4Zusammentreffen von Straftat(en) und Ordnungswidrigkeit(en)
2.1.5Absehen von der Verfolgung bei möglichem Absehen von Strafe
2.1.6Teileinstellung bei mehreren Taten
2.1.7Weitere gesetzliche Grundlagen zwecks Einstellung des Verfahrens trotz Vorliegens eines hinreichenden Tatverdachts
2.2Täter-Opfer-Ausgleich
2.3Möglichkeiten der Verfahrenseinstellung nach Jugendrecht
2.3.1Absehen von der Verfolgung
2.3.2Beispiel einer staatsanwaltschaftlichen Einstellungsverfügung
2.3.2Beispiel einer Einstellungsverfügung
2.4Einstellung oder Absehen von Strafe im Betäubungsmittelrecht
2.5Verweisung auf den Privatklageweg
2.5.1Beispiel einer staatsanwaltschaftlichen Verfügung
2.6Sonderprobleme Einstellung des Ermittlungsverfahrens bei ausländischen Beschuldigten/Sicherstellung zum Zwecke der Durchführung des Strafbefehlsverfahrens
2.6.1Beispiel einer staatsanwaltschaftlichen Verfügung
3.Die Durchführung der Ermittlungen
B. Das Strafverfahren
I.Ermittlungsverfahren
1.Beginn
2.Gang/Beendigung des Ermittlungsverfahrens
3.Anklage
4.Beispiel einer staatsanwaltschaftlichen Abschlussverfügung vor Anklageerhebung
5.Strafbefehl
6.Beispiel einer staatsanwaltschaftlichen Abschlussverfügung im Strafbefehlsverfahren
II.Zwischenverfahren
III.Hauptverfahren
IV.Vollstreckungsverfahren
C. Antragsdelikte, Verjährung
I.Antragsdelikte
1.Delikte
2.Antragsberechtigte
3.Strafantrag
4.Besonderes öffentliches Interesse an der Strafverfolgung
II.Verjährung
D. DNA-Unterschiede zwischen § 81a/e und § 81g StPO
I.Untersuchung von DNA im laufenden Verfahren zum Abgleich mit Tatortspuren
1.Anwendungsbereich
2.Voraussetzungen
3.Formulierungsvorschlag
II.DNA-Identifizierung in zukünftigen Verfahren
1.Anwendungsbereich
2.Voraussetzungen
2.1Straftaten von erheblicher Bedeutung
2.2Sexualdelikte
2.3Wiederholt begangene Straftaten
3.Formulierungsvorschlag
E. Untersuchung Tatunverdächtiger
I.Anwendungsbereich
II.Voraussetzungen
1.Grundsätzliches
2.Zweck der Untersuchung
2.1Spuren oder Folgen einer Straftat
2.2Erforschung der Wahrheit
2.3Art und Umfang der Untersuchung
F. Durchsuchung
I.Voraussetzungen
1.Durchsuchung gemäß § 102 StPO
1.1Naheliegende Möglichkeit einer Straftat
1.2Konkrete Straftat
1.3Dokumentation der Verdachtslage
1.4Beweismittel – kriminalistische Erfahrung reicht
1.5Verhältnismäßigkeit
1.6Beispiel eines Antrags auf Erlass eines Durchsuchungsbeschlusses
2.Durchsuchung gem. § 103 StPO
2.1Voraussetzungen
2.2Abwendungsbefugnis
2.3Konkrete Tatsachen dafür, dass Beweismittel dort sind
3.Sonderfälle:
3.1Durchsuchung zum Zwecke der Beschlagnahme von Krankenakten des Geschädigten in einer Klinik
3.2Durchsuchung zum Zwecke der Beschlagnahme von Jugendamtsakten
3.3Nächtliche Durchsuchungen
3.4Durchsuchung bei einem Kind?
II.Wer beantragt wo?
1.Grundsatz
2.Ausnahmen
3.Was ist dem Richter bei Antragstellung mitzuteilen?
III.Wer ordnet an?
1.Grundsatz
2.Ausnahme
2.1Die Rechtsprechung
IV.Wann wird ein neuer Beschluss benötigt?
1.Zeitablauf
2.Unterbrechung einer Durchsuchungsmaßnahme
3.Verbrauch der Durchsuchungsanordnung
V.Gefahr im Verzug
1.Grundsatz
2.Anordnungsbefugnis
3.Ausnahmen
4.Beispiel einer staatsanwaltlichen Anordnung
VI.Folgen der Verletzung des Richtervorbehalts
1.Grobe Missachtung des Richtervorbehalts
2.Ende der Eilkompetenz der Strafverfolgungsbehörden
3.Nichterreichbarkeit des Richters
4.Keine Eilkompetenz nach ablehnender Entscheidung
VII.Umgang mit Zufallsfunden
VIII.Umgang mit größeren Bargeldbeträgen
IX.Umgang mit Verteidiger am Durchsuchungsort bzw. Verteidiger am Telefon
G. Sicherstellung und Beschlagnahme
I.Was ist der Unterschied?
1.Sicherstellung
2.Beschlagnahme
II.Voraussetzungen
III.Wer ordnet an?
IV.Wer gibt wieder frei?
V.Worüber ist zu belehren, wenn etwas weggenommen wird?
H. Anordnung von Sofortmaßnahmen
I.Blutentnahmen
1.Aufweichung des Richtervorbehalts (§ 81a Absatz 2 Satz 2 StPO)
2.Richtervorbehalt und Eilzuständigkeit gemäß § 81a Absatz 2 Satz 1 StPO
II.Erster Angriff
1.Dokumentation
2.Sonderfall
I. Vorläufige Festnahme
I.Voraussetzungen
1.Dringender Tatverdacht
2.Verhältnismäßigkeit
3.Haftgrund
3.1Haftgrund der Fluchtgefahr
3.2Haftgrund der Verdunkelungsgefahr
3.3Haftgrund der Schwerkriminalität
4.Haftgrund der Wiederholungsgefahr gem. § 112a StPO
II.Irrtum, dass mit Erlass eines Haftbefehls oder Unterbringungsbefehls alles getan ist
1.Der Haftbeschleunigungsgrundsatz
III.Festnahme in der Nacht
IV.Verfahren
V.Kann ein Haftbefehl mündlich erlassen werden?
J. Feststellung der Identität (IDF vs. Festnahme)
I.Die Identitätsfeststellung gemäß § 163b StPO
II.Bedeutung der Norm § 163b StPO
III.Anwendungsbereich
IV.Voraussetzungen
1.Exkurs
1.1Das Strafverfolgungshindernis
1.2.Schuldunfähigkeit vs. Rechtsfertigungs- oder Entschuldigungsgründe
V.Rechtsfolge
1.Generalklausel des § 163b Abs. 1 Satz 1 StPO
2.Das Festhalterecht, die Durchsuchung sowie erkennungsdienstliche Maßnahmen gemäß § 163b Abs. 1 Satz 2 und 3 StPO
2.1Festhalten
2.2Durchsuchung
2.3Erkennungsdienstliche Maßnahmen
3.Verhältnismäßigkeit
4.Belehrungen
4.1§ 163a Abs. 4 Satz 1 StPO entsprechend
4.2Für Polizeistudenten
4.3§ 114b StPO entsprechend
4.4Für Polizeistudenten (und Praktiker)
5.Feststellung der Identität eines Nichtverdächtigen
5.1Der Unverdächtige
5.2Aufklärungsinteresse
5.3Belehrung des Unverdächtigen
6.Dauer der Maßnahme
6.1Unerlässlichkeit
6.2Absolute Festhaltedauer
7.Lösung der Fallbeispiele von S. 95 (Rn. 238)
K. Belehrung
I.Belehrung Beschuldigter
1.Wann ist jemand Beschuldigter?
2.Zeitpunkt der Belehrung
3.Voraussetzungen des § 136 StPO
3.1Eröffnung des Tatvorwurfs
3.2Begründung des Tatvorwurfs
3.3Darlegung der in Betracht kommenden Strafvorschriften
3.3.1Grundsatz
3.3.2Ausnahme nach Gesetz: Polizeibeamte
3.3.3Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes
3.3.4Abweichende Ansicht
3.3.5Sonderproblem „Bandenabrede“
3.4Das Schweigerecht des Beschuldigten
3.5Verteidiger
3.5.1Wahlverteidiger
3.5.2Pflichtverteidiger
3.5.3Was ist ein Pflichtverteidiger?
3.6Antragsrecht
3.6.1Adressaten
3.6.2Voraussetzung „notwendiger Verteidigung“
3.6.2Der Antrag muss ausdrücklich gestellt werden
3.6.3Verfahren der Beiordnung des Pflichtverteidigers
3.7Kostenfolge Pflichtverteidiger
3.8Beweisantragsrecht
3.9Der Hinweis auf die Möglichkeit schriftlicher Angaben
3.10Der Hinweis auf die Möglichkeit eines Täter-Opfer-Ausgleichs
3.11Kostenfolge – Beweiserhebungen
4.Wann ist von Amts wegen ein Pflichtverteidiger beizuordnen?
4.1Psychische Erkrankung des Beschuldigten
4.2Beschuldigter befindet sich aufgrund richterlicher Anordnung oder mit richterlicher Genehmigung in einer Anstalt
4.3Richterliche Vernehmung von Zeugen
4.4Beschuldigter soll dem Haftrichter vorgeführt werden
4.4.1Verfahren bei vorläufiger Festnahme
4.4.2Verfahren bei Festnahme mit Haftbefehl/aufgrund eines Haftbefehls
4.5Vernehmung eines Jugendlichen/Heranwachsenden, wenn Fall notwendiger Verteidigung
4.6Gegenüberstellungen vor der Bestellung eines Pflichtverteidigers
4.7Ausnahmen gem. § 141a StPO- Vernehmung und Gegenüberstellung vor der Beiordnung von Amts wegen
5.Anwaltlicher Notdienst
6.Besonderheiten bei Verfahren gegen Jugendliche/Heranwachsende
7.Belehrung grundsätzlich vor jeder Vernehmung
8.Belehrung des rechtlich versierten Beschuldigten
9.Nachfrage trotz Verteidigerwunsch
10.Sonderregelung „Kronzeugenregelung“
11.Nachfrage, ob alles verstanden
12.Trotz Verteidigerwunsch Angaben zum Randgeschehen
13.Folgen einer unzureichenden oder fehlenden Belehrung
13.1Verstoß gegen § 136 Absatz 1 Satz 1 (Tatvorwurf/Strafrechtsnormen)
13.2Verstoß gegen § 136 Absatz 1 Satz 2 StPO (Aussagefreiheit)
13.2.1Grundsatz
13.2.2Ausnahme
13.2.3Ein der Verhandlungsunfähigkeit vergleichbarer Zustand
13.3Der Verstoß gegen § 136 Absatz 1 Satz 2 StPO (Verteidigerzuziehung)
13.4Verstoß gegen Absatz 1 S. 3 (Hilfe bei Herstellung Verteidigerkontakt), S. 4 (anwaltlicher Notdienst), S. 5 (Beweiserhebungen, Antragsrecht Pflichtverteidiger), Absatz 2 oder 3
13.5Folgen fehlender Dokumentation der vollständigen Belehrung
13.6Übertragung der Grundsätze auf Beschuldigte, die infolge ihrer geistigen/seelischen Zustände die Belehrung nicht verstanden haben
14.Dokumentation
15.Angaben vor der Belehrung
16.Verwertungsverbot nach korrekter Belehrung, aber Verweigerung der Zuziehung eines Verteidigers
17.Protokollierung
18.Pflicht zur audio-visuellen Vernehmung Beschuldigter
18.1Grundsatz
18.2Erfolgsqualifizierte Delikte
18.3Schutzwürdige Interessen des Beschuldigten
18.4Ausnahmetatbestand
18.5Aufzeichnungsgegenstand
18.6Verschriftung
18.7Folgen fehlender Aufzeichnung
18.8Keine Kopie der Aufnahme
19.Vorgespräch
19.1Vorgespräch als Teil der Vernehmung
19.2Was ist beim sogenannten Vorgespräch zu beachten?
19.3Vorgespräche bei (versuchten) Kapitaldelikten
20.Abgrenzung informatorische Befragung zur Vernehmung
20.1Informatorische Befragung von Tatverdächtigen
21.Spontanäußerungen
21.1Definition
21.2Was ist bei der Belehrung zu beachten?
21.3Verwertbarkeit
22.Qualifizierte Belehrung
22.1Bedeutung
22.2Was ist zu tun, wenn nicht bekannt ist, ob die Kollegen zuvor vollständig oder richtig belehrt haben?
22.3Verwertbarkeit bei unterbliebener qualifizierter Belehrung
23.Pflicht zur unverzüglichen Vorführung vs. § 136a Abs. 3 StPO
24.Sonderproblem: Einsatz eines psychiatrischen/rechtsmedizinischen Sachverständigen im Ermittlungsverfahren zur Begutachtung des Beschuldigten
II.Belehrung der Zeugen
1.Das Zeugnisverweigerungsrecht der Angehörigen des Beschuldigten
2.§ 1590 StPO (Schwägerschaft)
3.Gültige Ehe und Verlöbnis
4.Sonderfälle
4.1Sonderfall 1
4.2Sonderfall 2
5.Das Zeugnisverweigerungsrecht der Berufsgeheimnisträger
5.1Verteidiger und andere Rechtsanwälte (§ 53 Abs. 1 Nr. 2 und 3 StPO)
5.2Das Zeugnisverweigerungsrecht der Berufshelfer (§ 53a StPO):
5.3Das Auskunftsverweigerungsrecht
5.4Gefahr der eigenen Strafverfolgung
III.Belehrung Verletzter
1.Zuständigkeit und Zeitpunkt für die Unterrichtung
IV.Belehrung eines Beschuldigten nach Festnahme
1.Grundsätze
2.Zusätzliche Belehrung eines ausländischen Festgenommenen
V.Belehrung von Zeugen und Beschuldigten im Zusammenhang mit Audio-Video-Vernehmungen
L. Vernehmungen
I.Vernehmung des Beschuldigten
1.Schriftliche Vernehmung des Beschuldigten
II.Vernehmung von Zeugen
1.Angaben zur Person
1.1Grundsatz
1.2Ausnahmen
1.2.1Angabe des Namens
1.2.2Angabe des Wohnortes
2.Angaben zu Sache
2.1Ablauf der Zeugenvernehmung
2.2Exkurs Vergewaltigung
2.3Fragen und Vorhalte
2.3.1Ausnahmen
2.3.2Exkurs Missbrauch von Kindern
3.Besondere praktische Problemstellungen
3.1Aushändigung von Protokollen
3.2Täuschungen sind ebenfalls unzulässig
III.Sonderfall Vernehmung eines Beschuldigten/Zeugen bei eventuellem Rücktritt vom Versuch
1.Vorsatzbegriff
2.Abgrenzung fehlgeschlagener Versuch/beendeter Versuch/unbeendeter Versuch
2.1Äußere Umstände
2.2Innere Umstände
3.Freiwilligkeit
IV.Anwesenheitsrecht und Fragerecht des Verteidigers in der Vernehmung
M. Aktenführung
I.Aktenwahrheit und Aktenklarheit
1.Die prozessuale Tat und die Problematik des Strafklageverbrauchs
1.1Der verfahrensrechtliche Tatbegriff des § 264 StPO
1.1.1Dieselbe Tat
1.1.2Die strafprozessuale Tat
1.2Exkurs: Der materielle Tatbegriff
1.2.1Tateinheit
1.2.2Identität der Handlungen
1.2.3Teilidentität der Handlungen
1.2.4Tatmehrheit
1.3Tatidentität gemäß § 264 StPO
1.3.1Frühere Rechtsprechung
1.3.2Neuere Rechtsprechung
1.4Exkurs in das Betäubungsmittelrecht:
1.4.1Tatidentität zwischen Trunkenheit im Verkehr und unerlaubten Handeltreibens mit Betäubungsmitteln (bewaffnet; in nicht geringer Menge)
1.4.2Möglichkeit der Wiederaufnahme des Verfahrens gemäß § 373a StPO
II.Alltägliche Fragen im Zusammenhang mit dem Aktenaufbau
1.Datenträger/Lichtbilder
2.Spheronaufnahmen
3.Einsatz von Dolmetschern
4.Verbindung weiterer Vorgänge ohne Rücksprache zur Hauptakte
III.Vermerke der Polizeibeamten zu ihren Tätigkeiten
IV.Mehrfachverteidigung
1.Verteidiger
2.Dieselbe Tat
3.Verfahrensidentität (§ 146 Satz 2 StPO)
4.Zusammenfassung
N. Der Polizeibeamte als Zeuge
I.Grundlagen/Hintergrundwissen zum Strafprozess
1.Die leitenden Prinzipien der Hauptverhandlung
1.1Öffentlichkeitsgrundsatz
1.1.1Sonderproblem: Prozessbeobachter der Polizei
1.2Mündlichkeitsgrundsatz
1.3Unmittelbarkeitsgrundsatz
1.4Beschleunigungsgrundsatz
1.5Sachaufklärungspflicht des Gerichts
2.Die Beteiligten
2.1Gericht und dessen Zusammensetzung
2.2Sitzungsvertreter der Staatsanwaltschaft
2.3Angeklagter
2.4Rolle der Verteidigung
2.5Nebenkläger
2.6Zeugen
2.6.1Unterscheidung zwischen Glaubwürdigkeit und Glaubhaftigkeit
2.7Sachverständige
3.(Sachliche) Zuständigkeiten
3.1Zuständigkeiten in der gebotenen Kürze erklärt
3.1.1Amtsgericht oder Landgericht
3.1.2Strafrichter oder Schöffengericht
II.Rechtliches
1.Gang des Verfahrens
2.Recht des Angeklagten zu schweigen
3.Beweisverwertungsverbote
4.Erinnerungsfähigkeit von Zeugen/Zeugnisverweigerung
5.Prozessuale Wahrheit als Ergebnis des Prozesses
6.Der sogenannte „Deal“
7.Indizienprozesse
8.Urteil
9.Strafzumessung
9.1Grundsätze der Strafzumessung nach Erwachsenenstrafrecht
9.1.1Möglichkeit der Strafmilderung, Täter-Opfer-Ausgleich, Kronzeugenregelung
9.1.2Kurze Freiheitsstrafe
9.1.3Besondere (verpflichtende) Milderungsgründe
9.1.4Anrechnung der Untersuchungshaft
9.1.5Strafaussetzung zur Bewährung
9.1.6Verwarnung mit Strafvorbehalt
9.1.7Maßregeln der Besserung und Sicherung
9.2Grundsätze im Jugendrecht
III.Polizeibeamte als Zeugen
1.Vorbemerkungen
2.Die Pflichten des Polizeibeamten als Zeuge vor Gericht
2.1Eine allgemeine Staatsbürgerpflicht
2.2Hauptpflichten und die sich daraus ergebenden Nebenpflichten
2.2.1Die Pflicht, der Ladung des Gerichts zu folgen (Erscheinen)
2.2.2Das Auftreten des Polizeibeamten vor Gericht
2.2.3Die Folgen unentschuldigten Fernbleibens
2.2.4Die Aussagepflicht
3.Die Auskunftsverweigerungsrechte
3.1Gesetzliche Grundlagen
3.2Das Aussageverweigerungsrecht aus § 55 StPO
3.3Das Zeugnisverweigerungsrecht
3.4Das Auskunftsverweigerungsrecht aus § 54 StPO
3.4.1Grundsätzliches
3.5Ausübung und Umfang des Zeugnisverweigerungsrechts
4.Zuständigkeit für die Erteilung der Aussagegenehmigung
4.1Einholung der Aussagegenehmigung
4.2Entscheidung über die Aussagegenehmigung
4.2.1Die allgemeine/generelle Aussagegenehmigung per Erlass
4.2.2Die spezielle Aussagegenehmigung
4.3Versagung, Beschränkung und Widerruf der Aussagegenehmigung
5.Maßnahmen bei ungerechtfertigter Aussageverweigerung
6.Die Form der Zeugenaussage
7.Die Wahrheitspflicht
7.1Die Strafbarkeit einer falschen Aussage vor Gericht
7.1.1Der Normzweck
7.1.2Die falsche uneidliche Aussage
7.1.3Der Meineid
7.2Ergänzende Überlegungen: Polizeiliches Fehlverhalten vs. Wahrheitspflicht vor Gericht
7.2.1Die verbotenen Vernehmungsmethoden
7.2.2Das weisungsentsprechende Fehlverhalten im Vorfeld
7.2.3Die Kenntnisnahme strafrechtlichen Fehlverhaltens von Kollegen
7.2.4Die Erwartungen an den polizeilichen (Berufs)Zeugen
7.2.5Zusammenfassung
8.Die Vernehmung des polizeilichen Zeugen
8.1Angaben zur Person
8.2Angaben zum Wohnort
8.3Angaben zur Sache
8.3.1Beweisthema
8.3.2Beweiswert
8.4Vernehmung in Abwesenheit der später zu vernehmenden Zeugen
8.4.1Erhaltung der Unbefangenheit des Zeugen
8.5Der Zeuge berichtet zunächst ohne Unterbrechung
8.6Das Verhör
8.6.1Die Befragung des Zeugen
8.6.2Der Zeuge bringt eigene Unterlagen mit in die Verhandlung
8.6.3Fragen der Verfahrensbeteiligten
8.6.4Umgang mit unzulässigen Fragen – Beanstandung von Fragen
8.6.5Pflicht zur Vorbereitung – im Einzelnen
8.6.6Grundregel
8.6.7Lange Wartezeiten
8.6.8Vorbereitung durch Fortbildung
9.Konfliktverteidigung – „Störfeuer“ der Verteidigung?
9.1Das konfrontative Fragerecht
9.2Die Klamauk- oder Chaosverteidigung
9.3Die Gründe der sogenannten Klamaukverteidigung
9.4Die Konfliktbefragung durch den Verteidiger
9.5Die Darstellung des Anfangsverdachts strafbaren Verhaltens des Polizeibeamten durch die Verteidigung
9.6Der (richtige?) Umgang mit Konflikt- und/oder Klamaukverteidigung
9.6.1Warum greift gleichwohl niemand ein?
9.6.2Wie geht man als Zeuge mit einer solchen Situation um?
10.Die Rechte des Zeugen vor Gericht
10.1Das Recht auf rechtliches Gehör
10.2Die Wahrung der Persönlichkeitsrechte des Zeugen
10.2.1Die Fragen zum persönlichen Lebensbereich des Zeugen
10.2.2Beleidigungen in der Hauptverhandlung
10.3Die Beanstandungen von Fragen und Vorhalten
10.3.1Die Entziehung der Befugnis zum Kreuzverhör (§ 241 Abs. 1, 239 StPO)
10.3.2Die Zurückweisung von Fragen (§ 241 Abs. 2 StPO)
10.3.3Aus tatsächlichen Gründen ungeeignete Fragen
10.3.4Aus rechtlichen Gründen ungeeignete Fragen
10.4Die Wiederholungsfragen
10.5Das eigene Beanstandungsrecht des Zeugen
10.5.1Die Beanstandung der Sachleitung (§ 238 Abs. 2 StPO)
10.5.2Das Beschwerderecht des Zeugen
10.6Die Zeugenentschädigung
10.7Recht auf Rechtsbeistand
10.7.1Anwaltlicher Beistand nach Wahl
10.7.2Anwaltlicher Beistand für den polizeilichen Zeugen
11.Sonderfälle
11.1Antrag auf wörtliche Protokollierung der Aussage des Polizeibeamten
11.2Anträge auf Belehrung gem. § 55 StPO
11.3Antrag auf Entwaffnung des Polizeibeamten
IV.Exkurs Revision und Berufung
1.Berufung
2.Revision
3.Checkliste zur Vorbereitung für die Vernehmung in der Hauptverhandlung
3.1Grundsätzlich
3.2In der konkreten Situation – nachdem Sie eine Zeugenladung erhalten haben
3.3Am Tag der Hauptverhandlung
3.4Vernehmung zur Person
3.5Antrag des Verteidigers Sie als Zeuge nach § 55 StPO zu belehren
3.6Vernehmung zur Sache
3.7Danach das „Frage-Antwort-Spiel“
4.Muster
4.1Anregung gem. §§ 81a, e StPO und Formulierungsvorschlag
4.2Anregung gem. § 81g StPO und Formulierungsvorschlag
4.3Anregung Durchsuchungsbeschluss gem. § 102 StPO und Formulierungsvorschlag
4.4Anregung Durchsuchungsbeschluss gem. § 103 StPO und Formulierungsvorschlag
4.5Anregung Durchsuchung zum Zwecke der Beschlagnahme von Krankenakten des Geschädigten und Formulierungsvorschlag
4.6Anregung der Beschlagnahme von Jugendamtsakten und Formulierungsvorschlag
4.7Belehrung nach Beschlagnahme ohne gerichtliche Anordnung und Formulierungsvorschlag
4.8Anregung Beschuldigtenbelehrung nach § 136 StPO und Formulierungsvorschlag
4.8.1Erwachsene
4.8.2Jugendliche (Zusätzlich)
4.9Anregung qualifizierte Belehrung und Formulierungsvorschlag
4.10Anregung Belehrung nach Festnahme und Formulierungsvorschlag
4.10.1Bei Personen unter 18 Jahren und Formulierungsvorschlag
4.10.2Bei Ausländern
4.11Formulierungsvorschlag für die Belehrung des Zeugen
4.12Formulierungsvorschlag für die Belehrung des nebenklageberechtigten Verletzten
4.13Belehrung des Dolmetschers/der Dolmetscherin
Stichwortverzeichnis