Kitabı oku: «Fuckboy: Erotische Novelle»
B. J. Hermansson
Fuckboy: Erotische Novelle
Lust
Fuckboy: Erotische Novelle ÜbersetztAlina Becker Original FuckboyCopyright © 2019, 2019 B. J. Hermansson und LUST All rights reserved ISBN: 9788726157079
1. Ebook-Auflage, 2019
Format: EPUB 2.0
Dieses Buch ist urheberrechtlich geschützt. Kopieren für gewerbliche und öffentliche Zwecke ist nur mit Zustimmung von LUST gestattet.
Fuckboy
Wenn man fair teilt, gibt es keine Verlierer. Jeder bekommt, was er will, und niemand bleibt außen vor. So dachten wir damals. Nelli, Isa und ich.
Wir kannten uns schon seit der ersten Klasse. Wir wohnten nah beieinander und hatten daher viel miteinander zu tun. Ich war diejenige, die versuchte, die Vor- und Nachteile abzuwägen, um immer die beste Lösung zu finden. Egal, worum es ging. Nelli überlegte, ohne wirklich etwas zu erreichen. Sie änderte ihre Meinung oft und man wusste nie, was sie wirklich dachte oder fühlte. Man konnte sagen, dass sie glücklich war, und das stimmte wohl auch. Isa war die Träumerin, voller Sehnsucht, die schwer verständliche Gedichte über die Liebe schrieb und darüber, wie schön alles wäre, wenn sie nur den Einen träfe.
Man könnte unsere Persönlichkeiten folgendermaßen zusammenfassen: Ich war die Diplomatin, Nelli die Unsichere und Isa die Romantikerin. Wir waren ein Team, wie Schwestern. Wir hatten zusammen Spaß. Wir nahmen das Lernen nicht so ernst wie viele andere. Keine von uns zerbrach sich gern den Kopf. Wir waren ziemlich zufrieden mit unserem Leben, so, wie es war.
Solange, bis er in unsere Klasse kam.
Seb fängt mitten im Halbjahr bei uns an. Er ist gebräunt und hat seine Haare fallen ihm bis auf die Schultern. Er muss ein Surfer sein, denken wir und sind ganz selbstzufrieden, als er sich der Klasse vorstellt und uns sagt, dass das Wellenreiten sein großes Hobby ist. Er hat hellblaue Augen und klare Gesichtszüge, ist groß und fit. Aus seiner Miene spricht pures Selbstvertrauen.
Es dauert nicht lange, bis Isa herausplatzt:
„Ich bin verliebt!“
Wir verdrehen die Augen. Natürlich ist sie das. Ich selbst kann mich nur schwer entscheiden. Ist er attraktiv oder macht ihn seine Selbstsicherheit höchst unattraktiv? Die Diplomatin in mir erwacht und ich fange an, ihn mehr und mehr wahrzunehmen. Wie wirkt er auf mich? Und gibt er sich so, wie er wirklich ist, oder ist das nur eine Fassade, die eine andere Persönlichkeit verbirgt? Ich versuche, skeptisch zu sein. Und ich versuche, mich nicht von seiner zugegeben attraktiven Erscheinung und Haltung einwickeln zu lassen.
Es fällt mir schwer, kritisch und objektiv zu sein. Denn ja, Seb sieht wirklich gut aus. Und ich würde ihn gerne kennenlernen. Ohne viel mehr über ihn zu wissen, als dass er aus einer anderen Stadt kommt und seine Familie gerade hierhergezogen ist und das Surfen seine große Leidenschaft ist, verfalle ich ihm bald. Ich verliere mich in seinen schönen Augen, seinem gut trainierten Körper und seinem Lächeln, das immer etwas zu verbergen scheint, vielleicht ein Geheimnis oder einen besonderen Wunsch. Und genau wie Isa verliebe ich mich in ihn.
Nelli braucht natürlich Zeit. Einmal sagt sie „Nein, er ist nicht mein Typ“ und ein anderes Mal „Wir sind uns so ähnlich“. Schon nach wenigen Tagen wird mir klar, dass Seb für Aufruhr sorgen wird. Ich weiß, dass sein Erscheinen etwas in unserer Gruppe verändern wird. Und ich verstehe, dass er eine ganz besondere Macht auf uns ausübt. Und ich weiß, dass nicht nur eine von uns ein Auge auf ihn geworfen hat.
Alles läuft auf einen Kampf hinaus.
Einer unserer gemeinsamen Freunde veranstaltet eine Party. Jede ist eingeladen. Aber weder Nelli noch Isa haben Zeit, weil beide an diesem Wochenende unterwegs sind. Ein Teil von mir sagt, ich sollte mich mit dem Aufsatz beschäftigen, dessen Deadline naht, aber ein anderer Teil von mir ist der Ansicht, dass es schon zu lange her ist, dass ich – abgesehen von Nelli und Isa – etwas mit Freunden unternommen habe. Also entscheide ich mich für die Party. Ich bin mir sicher, dass ein Großteil meiner Klasse da sein wird, und ich glaube, dass es ein wundervoller Abend werden kann.
Und was sollte schon schief gehen?
In dieser Nacht sieht er mich. Kommt auf mich zu. Legt mir die Hände von hinten auf die Augen und fragt: „Wer bin ich?“ Ich erkenne seine Stimme sofort. Ich sage seinen Namen und fange an zu kichern. Er lässt seine Hände fallen und ich drehe mich um. Natürlich ist er es.
Ich hatte noch nicht darüber nachgedacht, dass er auf mich aufmerksam werden könnte. Und erst recht nicht, dass er an mir interessiert sein könnte. Sein Verhalten überrascht mich.
Er bietet sich mir an, ist sehr lustig, verwendet skurrile Witze und Anspielungen, die weder alt noch geschmacklos sind. Er unterhält mich. Es macht klick. Trotzdem versuche ich, standhaft zu bleiben, und mein Instinkt sagt mir, dass ich nicht zu scharf sein darf. Ich weiß sowieso nicht genau, was mir an ihm gefällt. Vermutlich mehr als sein Aussehen. Dass ich in sein Äußeres verliebt bin, klingt geradezu lächerlich. Ich weiß nichts über ihn. Ich versuche objektiv, klug und nachdenklich zu sein. Und ich weiß, was meine Freundinnen über ihn denken. Dass sie ihn mögen. Deswegen fühlt es sich nicht richtig an, ihn zu sehr zu ermutigen. In Maßen ist es okay. Etwas. Ein wenig. Sei nett. Vielleicht bezaubernd. Aber nicht zu sehr. Nicht so, dass etwas zwischen uns passiert. Es darf nichts passieren, denke ich. Und ich beschließe, auf mein Bauchgefühl und meinen gesunden Menschenverstand zu hören, der mir schon so oft geholfen hat.
Ücretsiz ön izlemeyi tamamladınız.