Kitabı oku: «Mittsommertraum: Erotische Novelle»

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B. J. Hermansson

Mittsommertraum: Erotische Novelle

Übersetzerin: Mareike Zoege

Lust

Mittsommertraum: Erotische Novelle ÜbersetzterMareike Zoege Original Midsommardröm - erotisk novellCopyright © 2019, 2019 B. J. Hermansson und LUST All rights reserved ISBN: 9788726228298

1. Ebook-Auflage, 2019

Format: EPUB 2.0

Dieses Buch ist urheberrechtlich geschützt. Kopieren für gewerbliche und öffentliche Zwecke ist nur mit Zustimmung von LUST gestattet.

„Und was machst du an Mittsommer?“, fragte Malin.

„Eigentlich dachte ich, ich bin mit der Verwandtschaft an der Westküste. Aber die meisten sind dieses Jahr verreist, daher verschieben wir die große Feier auf nächstes Jahr.“

„Also... feiert ihr überhaupt nicht?“

Malin klang erstaunt.

„Doch, doch. Also, es wird ein Mittsommerfest geben, natürlich. Aber die meisten, die ich kenne, sind nicht dabei, also hab ich mich entschieden, zu Hause zu bleiben.“

„In der Stadt?“

In Malins Welt war das gleichbedeutend mit einem Gesetzesbruch. Ich konnte ihr die Verblüffung ansehen und natürlich reagierte sie theatralisch.

„Ja.“

„Aber das kannst du doch nicht machen!“, lachte sie und schenkte mir ihr typisches, breites Lächeln. „Wir fahren nach Dalarna. Markus und ich, zusammen mit Therese und Jessica. Komm doch mit!“

Malin und ich hatten uns im Literaturstudium kennen gelernt. Therese und Jessica studierten auch mit uns, aber die kannte ich noch weniger als Malin. Ich dachte über ihre Einladung nach, nicht lange, aber ich überlegte, ob es sich komisch anfühlen würde, den Feiertag mit ihnen zu verbringen. Aber dann sagte ich einfach:

„Gerne.“

Und ich meinte es so.

So kam es, dass ich mit nach Dalarna fuhr.

*

Als ich aus dem Auto steige, sehe ich die schönsten Idylle vor mir, die man sich vorstellen kann. Die Sonne strahlt zwischen ein paar kleinen Wölkchen an einem hellblauen Himmel. Die Birken sind hoch und goldgrün. Unterhalb der Anhöhe breitet sich der See aus, in einer magischen, seligen Pracht. Das Wasser glitzert. Die Wärme legt sich wie eine freundliche Berührung um meine nackten Arme und Beine. Der Sommer zeigt sich von seiner allerbesten Seite. Und ich bin von Anfang an verliebt in diesen Ort. Das Häuschen, in dem wir wohnen werden, ist ebenso verträumt. Rote Holzwände, weiße Eckpfeiler und Sprossenfenster. Ein wunderschönes Haus, gut erhalten und wie aus einer alten Malerei gefallen.

„Du bekommst das Gästezimmer“, sagt Malin.

„Und was ist mit Therese und Jessica? Haben sie einen Schlafplatz?“

„Die können das Sofa nehmen. Und eine Matratze. Markus schläft bei mir.“

Ich gehe auf mein Zimmer und packe aus. Die Einrichtung ist in weißen und hellblauen Farben gehalten, die Möbel sind alt, aber auch gut erhalten. Ich öffne eins der Fenster einen Spalt breit und höre das Summen der Hummeln und Bienen draußen im hohen Gras. Kein Laut der Stadt oder aller Verpflichtungen ist zu vernehmen, all das ist ganz weit weg. Ich setze mich auf die Bettkante und lasse die Ruhe und ländliche Harmonie in mir wirken und durch meinen ganzen Körper strömen. In meiner Brust legt sie sich zur Ruhe und ich fühle mich zu Hause.

Der Tag geht mit der Planung für den morgigen Tag weiter. Wir putzen und ordnen die Küche. Am Abend ruft Jessica aus:

„Sieben Sorten Blumen! Wir müssen doch Blumen pflücken. Sieben Sorten, und sie unters Kopfkissen legen, dann träumen wir von der Person, die wir heiraten werden.“

„Das machen wir“, sage ich enthusiastisch wie ein Kind. „Wir haben nichts zu verlieren!“

Alle lachen. Dann ziehen wir gemeinsam los. Markus bleibt drinnen, aber wir anderen gehen raus auf die Wiese und suchen nach sieben verschiedenen Blumenarten. Zu unserer aller Erstaunen ist das leichter gesagt als getan, aber am Ende gelingt es uns. Inzwischen hat sich der Abend herabgesenkt und der Nebel hat gerade angefangen, über den See und zwischen die Birkenstämme und Tannenzweige zu kriechen. Es wird ein bisschen kühl um die Beine und das Gras ist feucht unter unseren nackten Füßen, auf dem Weg zurück zum Haus. Bald sagen wir gute Nacht und ich ziehe mich in mein Zimmer zurück. Ehrfurchtsvoll lege ich die Blumen unter mein Kopfkissen. Kann mir ein Lächeln nicht verkneifen. Das hier muss hunderte von Jahre alt sein. Blumen zu pflücken und dann von der zu träumen, die man lieben und von der man geliebt werden wird. Gab es nicht auch so etwas ähnliches mit einem Brunnen? Zu einem bestimmten Zeitpunkt zu einem Brunnen zu gehen, vermutlich um Mitternacht, in das Wasser hinabzublicken und dort ihrem Gesicht zu begegnen? Aberglauben, natürlich. Aber trotzdem so schön.

Es ist ein langer Tag gewesen. Ein guter Tag. Ein Tag voller Lachen, Gesprächen und einer beständigen Freude und Ruhe, die friedlich meinen Körper erfüllt. Ich bin froh, dass ich mit Malin mitgekommen bin. Sowohl Therese als auch Jessica sind lustig und nett. Markus auch. Ich bin sicher, dass wir morgen einen schönen Tag haben werden.

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