Kitabı oku: «Zwischen Puff und Barcelona»
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Ben Redelings
Zwischen Puff und Barcelona
Bens beste Fußball-Kolumnen
VERLAG DIE WERKSTATT
Inhalt
„Bitte einen achtfachen Cognac!“
Ein Hoch auf Trainer-Legende Uwe Klimaschefski
Wie Maier die Luft aus dem Schwachsinn ließ
„Deadline Day“? Ein aufgeblasener Schwachsinn
Papa, ich möchte bitte einen anderen Verein!
Wie fixe ich mein Kind für meinen Verein an?
Wenn es Größeres gibt als den WM-Titel
Timm Klose und Uli Borowka sprechen offen über Alkoholsucht
Schön wie Lothar, elegant wie Maradona
2006 sorgte der Nacktlöwe Goleo für Aufregung
Wenn der Designer im LSD-Rausch ist
Kölner Karnevalstrikot? Da fehlt jetzt nur noch der Tusch!
Ein Leben zwischen Puff und Barcelona
Rolf Töpperwien zum 70. Geburtstag
Als es bei Paul Breitner ganz flüssig lief
Die kuriose Geschichte des Elfmeters in der Bundesliga
Die irre Geschichte des verschollenen WM-Pokals
Das Rätsel um sein Verschwinden ist bis heute nicht gelöst
Anekdoten hier, ganz viel Erotik dort
Wenn (Fußball-)Profis Bücher schreiben
Bayern vernichtete schon einmal einen Weltstar
Das 8:2 gegen Barça und die Messi-Folgen
Blind, arrogant und immer musikalisch
Was wäre der Fußball ohne Schiedsrichter?
Als die Hosen Uli Hoeneß reizten
Düsseldorfs bekannteste Punkband und ihr „Bayern“-Song
München ist wie ein Zahnarztbesuch
Katrin Müller-Hohenstein und Gala-Gäste sorgen für Lacher
Heinz Höher, Kind der Bundesliga
Heinz Höher ist tot
Vom Torhagel zum Meistertrainer
Er war der erste Feuerwehrmann der Liga
„Wir rülpsen nicht, wir kotzen schon!“
Kondome, Aftershave, Rasierapparate – und Paul Gascoigne
Dem BVB ist ein Wunderkind geboren
Was Erling Braut Haaland auf den Platz zaubert, übertrifft alles
„Das waren Mörder!“
Ist der Fußball zu ruppig geworden?
La Ling zerstört den Traum der DDR
2:0 gegen Holland vorn – und dann das …
Als Bayern Bayer zu „Vizekusen“ degradiert
Wie Leverkusen im Mai 2000 die Meisterschaft verliert
Der „Tiger“ mit dem Trainer-Stäbchen
Erinnerung an einen legendären Abend mit Hermann Gerland
Als Eintracht Frankfurt in Rostock eskalierte
Mai 1992, Ostseestadion. Das Trauma lebt bis heute weiter
Thomas Müller und die Leichtigkeit des Seins
Zum 100. Länderspiel von Bayerns Thomas Müller
Mach’s wie Peter Neururer!
Manchmal ist die alte Liebe eben nicht die schlechteste
Ewald Lienen wurde gehalten, um zu bleiben
Als nichts mehr ging, hielt St. Pauli am Trainer fest
Als die Gegenspieler „wuff-wuff“ machten
Das Revierderby hat irre Geschichten geschrieben
Zlatan Ibrahimović hält sich für Gott
Die sagenhaften Sprüche des schwedischen Enfant terribles
2016 war ein Arschloch, bis auf
… Gewinner wie Ronaldo, Will Grigg und Island bei der EM
„Für den BVB haben wir uns nicht mal umgezogen“
Erwin und Helmut Kremers – Legenden auf Schalke
Die Erotik-Puppen liegen im Kofferraum
Sandro Wagner findet die Spielergeneration „aalglatt“ peinlich
„Finito, basta, Kasper, geh nach Hause“
Monogamie? Nicht auf der Trainerposition beim FC Schalke
Der feine Herr, der so streitbar war
Zum Tod von Torhüter-Legende Hans Tilkowski
Bambi im Land der geilen Böcke
Heute führen auch Fußballfans Vielehen
Ancelotti kaut und langweilt sich
Die 53. Bundesliga-Spielzeit bot höchst amüsanten Stoff
Nations League? Dafür bin ich schon zu alt
Das ist so wie mit unserem ersten VHS-Rekorder
Ohne Holland macht es keinen Spaß
Ein weiteres Fußball-Großereignis ohne den Erzrivalen?
Als Kapellmann den FC Bayern belehrte
Er war der Leroy Sané des Jahres 1973
Der Schließmuskel des Verbalhexers
Thorsten Legat ist der heimliche Favorit des RTL-Dschungels
„Heri, mach keinen Scheiß!“
Mit Heribert Bruchhagen wird es nie langweilig
Als sich fünf Schalker mal im Wald verliefen
Ja, Spieler hassen Trainingslager
Beiersdorfer holte den Zeitlupen-Uruguayer
Trainerfuchs Huub Stevens gewährt spektakuläre Einblicke
Claudio Pizarro lebt unseren Traum
Mit über 40 Jahren entscheidet er noch wichtige Spiele
Torsten Mattuschka – der Ribéry des Ostens
Union Berlins Kultkicker mit Herz und Plauze
Der pöbelnde Egozentriker hat überreizt
Coach Gertjan Verbeek beleidigt „Bild“-Reporter und noch mehr
„Hans, trinken Sie nicht so viel!“
1954er-Weltmeister Hans Schäfer zum 90. Geburtstag
Wenn Liebe so wunderbar blind macht
Erinnerungen überblenden die menschlichen Schattenseiten
„Immer mehrere auf einmal“
Einst redeten die Fußballhelden frei Schnauze – lustig war’s
Der „Mister HSV“ der glorreichen Zeiten
Manfred Kaltz hat kein Abschiedsspiel bekommen
Rooneys Gehirn ist in der Hose
Wayne Rooney hat seine Frau betrogen. Wieder einmal
Das zynische Schicksal des Werner Hansch
Das Geständnis, spielsüchtig zu sein
„Alter, wollen die uns verarschen???“
Trainerverpflichtungen sind selten Liebeshochzeiten
Der HSV geht niemals so ganz
Der Hamburger SV war immer da! 55 Jahre Bundesliga
„Für mich war Fußball alles“
Ein Hoch auf den großen Bernard „Ennatz“ Dietz
Rendezvous mit einer WM-Legende
Eine persönliche Begegnung mit David Odonkor
Löw umschifft elegant einen Eklat
Die Nicht-Nominierungen von Sandro Wagner und Leroy Sané
Warum Ahlenfelder es besser hatte als Kruse
Löw streicht Max Kruse aus dem DFB-Kader
Der Sonnenkönig der Bundesliga ist tot
Zum Tod von Günter Eichberg
Mario Basler nimmt Kippen mit ins Grab
Rauchen und Fußball, das passt eigentlich nicht zusammen
Als Giovanni Trapattoni zum Vulkan wurde
„Ich habe fertig“, „Flasche leer“ und „Was erlaube Strunz?“
Irgendwann mit der Schale in der Hand?
Zwei Geburten und die deutsche Meisterschaft
Der Fußball steht kurz vor dem Infarkt
Höchste Zeit, nach Hilfe aus der „Schwarzwaldklinik“ zu rufen
Einen wie Hrubesch kriegt der DFB nie wieder
Ab heute ist Horst Hrubesch Fußball-Rentner
Warum Kimmichs Weg ein besonderer wird
Wie selbstbewusst der Jungstar in große Fußstapfen tritt
Sein Herz kann man nicht betrügen
Am Wochenende habe ich mit der TSG Hoffenheim gefiebert
Fußball ist heute unwichtig
Wenn das Ergebnis dich nicht interessiert
Als Thomas Tuchel die Spieler des BVB beleidigte
Sportjournalist Pit Gottschalk offenbart ein pikantes Detail
Schalkes „charakterlose Gesellen“
Lieber Teile der Mannschaft als den Trainer rausschmeißen?
Als Stefan Effenberg beim Rodeln verunglückte
… und wie man sich beim Paket-Öffnen übel verletzen kann
Familienfeier mit schwarzem Schaf
Einweihung der „Hall of Fame“ – und DFB-Präsident Grindel
Ulis zweites Gesicht
Eiskalt & egoistisch – Uli Hoeneß kann auch ganz anders
Der Terrorgnom und der Flugkapitän gehen
Ein Blick zurück auf „Robbery“
Wenn Papa und Sohn den BVB besiegen
Der VfL Bochum schlägt Borussia Dortmund mit 10:4
Der gefeierte BVB-Retter mit dem Masterplan
„Aki“ Watzke zum 60. Geburtstag
Warum Stefan Kuntz bei Kai Pflaume heulte
U21-Nationaltrainer Stefan Kuntz ist nah am Wasser gebaut
Ansgar Brinkmann ist ein Phänomen
Zum 50. – Erinnerung an wahnwitzige Begegnungen
„Ihr könnt Eimer zum Kotzen mitnehmen“
Die Sommerpause ist die Zeit für herrlichste Anekdoten
Der Fips Asmussen unter den Spielerberatern
In Erinnerung an Norbert Pflippen
Dieses Mal ist der FC Bayern fällig!
Der VfL Bochum freut sich schon auf das DFB-Pokal-Duell
Mit RB Leipzig ist es wie mit Trump
Die Widerstände gegen das Brausekonstrukt werden leiser
Die lahmste Ente der Bundesliga
Eine Verneigung vor Michael „Ata“ Lameck
Er hätte sogar den Bundeskanzler gestürzt
Rückblick auf die irre Karriere des Trainers Rudi Gutendorf
BVB-Monster brauchen kein Viagra-Omelett
Ist Mentalität am Ende etwa doch nicht alles?
Wenn der Arsch tüchtig Kirmes hat
Fans wissen: Bald kommen wieder Tage des Sonnenscheins
Ehrlichkeit? Das ist eine Seifenblase im Fußball
Im Fußballgeschäft lernt man ganz anständig zu lügen
Die tiefe Sehnsucht nach Jürgen Klopp
Lucien Favre offenbart das eigentliche Problem des BVB
Der bodenständige Weltmeister sagt Adieu
Bastian Schweinsteiger beendet seine Karriere
Ihr werdet den Fußball nie verstehen
Der 1. FC Kaiserslautern steigt in die 3. Liga ab
Der Tag, als der Tod kam
Ein Tag, an den ich mich immer mit großem Schmerz erinnere
Wozu gibt es eigentlich ’ne Winterpause?
Schneestürme, keine Rasenheizungen – eisige Erinnerungen
Das große Wundern über Winnie Schäfer
Mann mit wallender Mähne und „tausend Gesichtern“
Schalke müsste es wie die Bayern machen
Nübel oder Schubert? Im Idealfall so wie Olli Kahn beim FCB
Als Calmund den FC Bayern reinlegen wollte
Oder: Wie erfinderisch Bundesliga-Offizielle werden können
Auch der beste Schiri der Welt macht Fehler
Pierluigi Collina – die berühmteste Fußball-Glatze der Welt
Das Spiel ist eh schon lange verloren
Champions-League-Sperre für ManCity? Daran glaubst du?
Witz und Weltfrieden statt Fadenkreuze
Fans am Pranger? Es geht auch ganz anders
Als Calli acht Crème brûlée inhalierte
Auf „11Freunde“-Partys wird gut gegessen
„Bitte nennt mich Berti McVogts …“
Der Trainer Berti Vogts hätte Besseres verdient gehabt
Wie Schumacher den deutschen Fußball provozierte
Mit seinem Buch „Anpfiff“ trat er einen Riesenskandal los
Der Götze hinter der Fassade
Im Kino läuft der Film „Being Mario Götze“ an
Neururers spektakulärer Unfall
Verletzungen – nur weil er helfen wollte
Bleibt das Jahrhunderttalent auf Schalke?
Noch hat Nationalspieler Leon Goretzka S04 nicht verlassen
Lasst die Schnellfeuer-Gewehre ruhen!
Schiri Ahlenfelder und sein berühmtester Halbzeitpfiff
Der Transfer, der Christoph Daum (fast) das Leben gekostet hätte
Es geht ums nackte Überleben!
Der FC Bayern ruiniert sich das eigene Geschäft
Wenn Dauer-Siegen zum Problem wird
„Der Emma hat mir in die Eier gezwickt“
Über die BVB-Ikone Aki Schmidt
Papa, ich habe jetzt einen anderen Verein!
Hilfe, der Sohn eines Kollegen ist jetzt Fan von RB Leipzig
Zum Autor
Editorische Anmerkung
| „Bitte einen achtfachen Cognac!“ | ![]() |
„Unsere Spieler können 50-Meter-Pässe spielen: fünf Meter weit und 45 Meter hoch.“ Wer hat’s gesagt? Der legendäre Trainer Uwe Klimaschefski – gleichermaßen gefürchtet wie geliebt. Warum? Weil er die Spieler gefördert hat – mal so, mal so.
Man kann mit Fug und Recht behaupten: Uwe Klimaschefski ist der Sprüchekönig unter den Bundesliga-Trainern. Dass ihn heute dennoch viele Fußballfans nicht mehr kennen, hat damit zu tun, dass er nie die ganz großen Erfolge feiern durfte. Auch wenn er manchen Scherz und Schabernack mit seinen Profis trieb („Meine Spieler sind Intellektuelle. Die haben Maos Tod letzte Woche noch nicht verkraftet“), haben sie ihn trotz allem geliebt und verehrt. Franco Foda sagte einmal: „Wer unter Klimaschefski ein Jahr durchhält, der ist einen großen Schritt weiter im Leben gekommen und braucht sich vor nichts mehr zu fürchten.“
Vor 25 Jahren saß der gebürtige Bremerhavener übrigens sogar einmal für ein einziges Spiel auf der Bank des heutigen Bundesligisten SV Darmstadt 98. Doch nach einer 0:2-Niederlage bei der SpVgg Bayreuth war schon wieder Schluss bei den Lilien. Es hat einfach nicht gepasst für den Mann, der einmal so schön sagte: „Als Bundesliga-trainer siehst du doch schon am Gang, ob einer Fußball spielen kann oder bei der Müllabfuhr ist.“
Schon als Spieler verstand es Klimaschefski, sein Schicksal tatkräftig selbst in die Hand zu nehmen. Als er 1963 zum Start der neu geschaffenen Bundesliga einen Verein suchte, zeigten sich gleich mehrere Klubs interessiert. Klimaschefski hatte die Qual der Wahl. Innerlich hatte er sich nach einem Angebot aus Berlin bereits für die Hertha entschieden, doch da er schon einen Termin mit dem Präsidenten von Saarbrücken gemacht hatte, wollte er diesen auch wahrnehmen. Das einzige Problem: Die Vertreter von der Hertha (Präsident Holst) und aus Saarbrücken waren für denselben Tag angemeldet. Klimaschefski erinnert sich: „Es kam, wie es kommen musste. Plötzlich klingelte es, und der andere Verhandlungspartner stand vor der Tür. Herr Holst musste sich dann so lange im Bad versteckt halten, bis ich den Saarbrückern abgesagt hatte. Danach war ich Herthaner!“
Während seiner Karriere hatte Klimaschefski immer mit einer Fehlstellung seiner Beine zu kämpfen gehabt. Als er später als Trainer einmal arbeitslos war, nutzte er diese Zeit sinnvoll. Bei einer Operation ließ er sich die O-Beine („Derjenige, der mich tunnelt, kriegt zwei Beinschüsse zurück“) richten. Noch als Spieler hatten ihn seine Kameraden so sehr gehänselt, dass er sich nachts die Knie mit Bettlaken zusammenband. Nun war er wieder zu Späßen aufgelegt: „Wenn du jetzt einen mit geraden Beinen triffst, bin ich es.“
Der Trainer Klimaschefski war bei seinen Spielern gleichermaßen gefürchtet wie beliebt. Seine stets gerade, offene Art gefiel aber verständlicherweise nicht allen Profis. Jemand, den er direkt anging, musste schon einmal kräftig schlucken: „Was will der? Geld? Der soll froh sein, wenn er auf unserem Platz den Sauerstoff kostenlos einatmen darf.“
Ein unbändiger Ehrgeiz stachelte Klimaschefski an, wie Homburgs damaliger Spieler Harald Diener einmal der Presse verriet: „Wenn unser Trainer mit seiner Mannschaft im Rückstand liegt, dauert ein Spiel oft drei Stunden. Wenn man dann heimkommt, sind die Filets so hart, dass man sie nicht mehr essen kann.“ Niederlagen nahm der Bremerhavener persönlich. Nach einer verlorenen Partie bei einem Hallenturnier raunzte er seine Spieler an: „Jetzt zieht euch warm an. Ich reiße euch den Arsch auf. Bis zur Naht!“
So manches Mal saß er nach einer Niederlage im Presseraum, schaute kurz die Journalisten an und eilte dann hinfort: „Weitere Fragen kann ich nicht beantworten. Ich muss jetzt zu meinen Spielern. Die sind so blind, dass sie den Weg von der Kabine zum Bus nicht finden.“
Als ein Pressevertreter einmal wissen wollte, wann der Trainer denn die nächsten Spieler verkaufen würde, antwortete Klimaschefski: „Wenn die Schrottpreise wieder steigen!“ Mit seinen Profis ging er gerne verbal hart ins Gericht: „Unsere Spieler können 50-Meter-Pässe spielen: fünf Meter weit und 45 Meter hoch.“
Berühmt-berüchtigt waren auch des Trainers Scherze mit neuen Spielern. Bei einer Übungseinheit besorgte Klimaschefski eine Platzwalze und gab das Kommando aus: „So, Jungs, wir machen heute einen Härtetest. Jeder zieht die Walze 400 Meter. Dabei fahren wir die Löcher zu, die die Leichtathleten mit ihren Schuhen aufgerissen haben. Der Neue da fängt an.“ Auf den ersten 100 Metern rollte die Walze gut an. Der Ehrgeiz, sich nicht zu blamieren, zog kräftig mit. Nach 200 Metern wurde der Neuling so klein, dass er die grinsenden Spieler auf der anderen Seite nicht mehr sehen konnte. Ins Ziel kam er beinahe auf allen vieren. „Gut gemacht“, lobte ihn der Trainer, „aber ich habe gesehen, dass die Übung doch wohl etwas zu schwer ist und außerdem zu gefährlich. Die Walze hätte dich ja beinahe überrollt. Wir brechen ab!“
Einen spanischen Testspieler ließ Uwe Klimaschefski einmal in voller Fußballkluft unter der Dusche mit dem Ball jonglieren: „Lass mal sehen, wie du bei Regen spielst!“ Und als Dieter Müller aus der Schweiz in die Bundesliga zum 1. FC Saarbrücken zurückkehrte, sah Klimaschefski noch viel Arbeit auf seinen Stürmer zukommen: „Von seinem Grasshopper-Trip hat er eine Menge Schweizer Speck mitgebracht.“
Spieler lehnten sich gegen den Trainer eher selten auf. Doch in seiner Zeit beim FC Homburg gab es dafür einen anderen harten Brocken. Ein Unerschrockener mit dem Spitznamen „Underberg“ leistete dem Trainer von Zeit zu Zeit Widerstand. Es war der Platzwart des FC. An einem Rosenmontag befahl Klimaschefski seinen Spielern, den Mann am Pfosten mit Springseilen festzubinden. Anschließend machte die Mannschaft Torschusstraining. Der ganze schaurige Spuk endete nach knapp fünfzehn Minuten. Die Frau des Platzwarts kam mit einem Brotmesser aus der Vereinsgaststätte gestürmt und schnitt ihren Mann vom Pfosten los.
Doch schon bald sollte „Underberg“ wieder für Ärger sorgen. In einem DFB-Pokal-Viertelfinale gegen den HSV lagen die Hamburger 2:1 in Homburg in Führung – doch dann gab es einen Elfmeter für den FC. Den Ball parierte HSV-Torwart Rudi Kargus nur knapp. Homburg schied aus, und Klimaschefski war sauer. Am nächsten Morgen wandelte er schon früh durch das leere Waldstadion. Auf dem Rasen blieb er am Elfmeterpunkt stehen. Klimaschefski schaute sich die Entfernung vom Punkt zum Tor mehrmals aus allen möglichen Perspektiven an. Dann stand für ihn fest: Hier stimmt etwas nicht! Er holte sich einen Zollstock und maß nach: 2, 4, 6, 8, 10, 12 …! Etwas mehr als zwölf Meter war der Elfmeterpunkt von der Torlinie entfernt. Sofort zitierte er den Platzwart herbei. Doch „Underberg“ war sich keiner Schuld bewusst. Schulterzuckend meinte er nur: „Wenn der den Ball von zwölf Metern nicht reinkriegt, dann hätte er den von elf auch nicht reinbekommen.“ Über ein Vierteljahr hat Klimaschefski anschließend kein Wort mit dem guten Mann geredet.
Dabei hätten sich die beiden eigentlich ganz gut verstehen müssen – schließlich trank Klimaschefski selbst gerne einen mit. Denn wie sagte er einmal nach einer unglücklichen 1:2-Niederlage seiner Saarbrücker bei Bayer Uerdingen auf der anschließenden Pressekonferenz so schön: „Bitte einen achtfachen Cognac!“
