Kitabı oku: «Die heißen Lüste der Grafenwitwe: Erotische Novelle»
Britta Bocker
Die heißen Lüste der Grafenwitwe
Erotische Novelle
LUST
Die heißen Lüste der Grafenwitwe
Original:
Änkegrevinnans heta lustar
Translator: Mareike Zoege
Copyright © 2019, 2019 Britta Bocker und LUST
All rights reserved
ISBN: 9788726305135
1. E-book Auflage, 2019
Format: EPUB 2.0
Dieses Buch ist urheberrechtlich geschützt. Kopieren für gewerbliche und öffentliche Zwecke ist nur mit Zustimmung von LUST gestattet.
Die heißen Lüste der Grafenwitwe
Erotische Novelle
Mit einem Stoßseufzer lehnte sich die Grafenwitwe Anna von Silfverhuus in der Kutsche zurück, die zur Kirche rollte. Ihr gegenüber saß ihre Kammerjungfer Beatrice, die ihr dann und wann einen unruhigen Blick zuwarf. Die Grafenwitwe hatte ihren schwarzen Trauerflor heruntergelassen, sodass er ihr Gesicht verbarg. Sie wollte ihre Ruhe haben und ihre Gefühle heute für sich behalten. Endlich war der Zeitpunkt gekommen, den trägen, alten Bock zu beerdigen, ihren Gatten, den Grafen Magnus von Silfverhuus. Sie war nicht sicher, ob es ihr gelingen würde, das Glück zu verbergen, das dieser Umstand in ihr weckte. Das würde so gar nicht zu ihrer tiefschwarzen Trauerkleidung passen. Aber wenn die Beerdigung erstmal vorbei war, würde sie die Trauerkleider wegwerfen und die Welt erobern. Sie war immer noch jung und schön und in ihrem Körper wohnte eine Lust, der sie nach fünf Jahren Ehe mit dem alten Grafen endlich freien Lauf lassen konnte.
Die Grafenwitwe versank in Erinnerungen. Ihre Familie, die angesehene Ahnen hatte, hatte immer viel Geld gehabt. Doch nachdem mehrere Generationen in Saus und Braus gelebt hatten, stand ihr Vater vor einem finanziellen Scherbenhaufen, im selben Jahr, als sie 18 Jahre alt wurde. Als er dies den übrigen Familienmitgliedern berichtete, sagte er mit einem berechnenden Blick auf Anna, dass sie nun die einzige Wertanlage der Familie darstellte. Anna verstand sofort, was er meinte. Sie hatte schon oft zu hören bekommen, dass sie eine einzigartige Schönheit war, mit ihren veilchenblauen Augen und ihren blonden, glänzenden Locken. Seit ihr schlanker Mädchenkörper kurvige, weibliche Formen bekommen hatte, war sie der Aufwartung von Männern ausgesetzt. Viele ekelten sie einfach nur an mit ihrem heimlichen Grabschen, aber auch mehrere schöne, junge Männer hatten versucht, mit schmeichelnden Worten und verstohlenen Berührungen das Feuer in ihr zu entfachen. Sie hatte begonnen, den Tag herbeizusehnen, an dem ihr auserwählter Ehemann sie von ihrem Elternhaus fort und zu ihrem eigenen Haushalt führen würde. Es sollte ein Mann sein, dessen Körper und Geist sie liebte, ebenso wie die Heldinnen in den Romanen, die sie abends allein in ihrer Kammer las. Der Inhalt dieser Bücher brachte ihren Schoß zum Brennen, entfachte ein verzweifeltes Verlangen nach einem Mann. Vor sich sah sie einen jungen Mann, der sie anbetete und so verehrte, dass er sie zu einer Königin machte und mit seiner Leidenschaft all ihren schüchternen Widerstand brach, bis sie sich in einer Seligkeit vereinten, die keine Worte kannte.
Vielleicht war es Gustaf, der ihr Auserwählter werden sollte. Er hatte genau die romantischen Locken und dunklen Augen, die sie so bewunderte. Sie kannten sich seit Kindertagen und als sie klein waren, spielten sie oft zusammen. Es war Gustaf, der ihr beibrachte, wo sich ihr Zentrum des Wohlbehagens von Körper und Seele befand. Manchmal zog er sie von den anderen Kindern fort und wenn niemand sie sah, wollte er, dass sie ihm zeigte, wie sie unter ihren Röcken aussah. Dann zeigte er ihr seine Ausrüstung. Sie fand das nicht besonders spannend. Aber sie entdeckte, wie es kribbelte, wenn sie sich am Abend unter der Decke dort berührte. Gustaf war für einige Jahre weggezogen und als er zurückkam, war er ein Mann. Anna konnte kaum glauben, dass er derselbe Gustaf war, mit dem sie einst gespielt hatte. Als Anna ihn nach seiner Rückkehr zum ersten Mal traf, sah sie ihm an, dass er von ihrem Anblick ebenso überrascht war. Höflich bemerkte er, dass es ihn freute, zu hören, zu was für einer klugen und gewissenhaften jungen Dame sie sich während seiner Zeit im Ausland entwickelt hatte. Aber seine Augen sagten etwas anderes, sie wurden dunkel und tief vor Begehren, als er ihre Hand nahm und ihr in die Augen sah. Um zu schauen, wie er reagierte, sagte Anna, dass sie nie vergessen würde, welch gutes Vorbild er ihr gewesen war, als sie als Kinder miteinander gespielt hatten. Er streichelte diskret die Innenseite ihres Handgelenks, als er lächelte und antwortete, dass es ihm immer ein Vergnügen gewesen war. Er hatte sie als ein sehr gehorsames und braves Mädchen in Erinnerung. Anna errötete und zog ihre Hand zurück. Unwillkürlich schaute sie zu Gustafs Schritt in den engen Hosenkleidern herunter. Dort waren die Konturen von etwas Länglichem zu erahnen, das langsam dicker wurde. Eindeutig war es nicht mehr dasselbe kleine Stöckchen, das er ihr als Kind gezeigt hatte. Nun als Erwachsene würde es ihr bestimmt gefallen, mit Gustafs Männlichkeit zu spielen.
Da Anna auf einem Hof mit Pferden, Kühen und anderen Tieren aufgewachsen war, wusste sie sehr gut, was passierte, wenn die Brunst in den Tieren brannte. Sie hatte gesehen, wie der große, starke Hengst Svarten mit seinem steifen Speer krampfartig in ihre eigene Stute, Magda, eingedrungen war, die dann ein wunderbares kleines Fohlen bekam. Sie hatte auch gesehen, wie der Widder auf der Weide ein Schaf nach dem anderen deckte. Aber erst als sie versehentlich den Scheunenknecht Olle mit der Milchmagd Stina oben auf dem Heuboden entdeckte, verstand sie wirklich, welchen Genuss das Beisammensein zwischen einer Frau und einem Mann bescheren konnte.
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