Kitabı oku: «Das Wasser des Lebens»
Brüder Grimm
Das Wasser des Lebens
Saga
Das Wasser des LebensCoverbild/Illustration: Shutterstock Copyright © 1815, 2020 Brüder Grimm und SAGA Egmont All rights reserved ISBN: 9788726693102
1. Ebook-Auflage, 2020
Format: EPUB 3.0
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Es war einmal ein König, der war krank, und niemand glaubte, daß er mit dem Leben davonkäme. Er hatte drei Söhne, die waren darüber sehr betrübt, gingen hinunter in den Schloßgarten und weinten. Da begegnete ihnen ein alter Mann, der fragte sie nach ihrem Kummer. Sie sagten ihm, ihr Vater sei so krank, daß er wohl sterben müsse, denn nichts könne ihm helfen.
Da sprach der Alte: „Ich weiß noch ein Mittel, das ist das Wasser des Lebens. Wenn er davon trinkt, so wird er wieder gesund. Es ist aber schwer zu finden!“
Der älteste Sohn sagte: „Ich werde es schon finden!“ Er ging zum kranken König und bat ihn, er möge ihm erlauben, in die Welt hinauszuziehen, um das Wasser des Lebens zu suchen. Denn das allein könne ihn heilen.
„Nein“, sprach der König, „die Gefahr dabei ist zu groß. Lieber will ich sterben.“
Doch der Sohn bat so lange, bis der Vater einwilligte. Der Prinz aber dachte in seinem Herzen: Bringe ich das Wasser, so bin ich meinem Vater der liebste Sohn und erbe bestimmt einmal das ganze Reich!
Also machte er sich auf den Weg. Als er eine Zeitlang geritten war, stand plötzlich ein Zwerg vor ihm, der rief ihn an und sprach: „Wohin so geschwind?“
„Dummer Knirps!“ sagte der Prinz stolz, „das brauchst du nicht zu wissen!“ Und er ritt weiter.
Das kleine Männchen aber war zornig geworden und hatte einen bösen Wunsch getan. Der Prinz geriet bald hernach in eine Bergschlucht. Je weiter er ritt, desto enger taten sich die Berge zusammen, und endlich wurde der Weg so eng, daß er keinen Schritt weiterkonnte. Es war nicht möglich, das Pferd umzuwenden oder aus dem Sattel zu steigen, und er saß da wie eingesperrt.
Der kranke König wartete lange Zeit auf ihn, aber er kam nicht. Da sagte der zweite Sohn: „Vater, laß mich ausziehen und das Wasser suchen.“ Er dachte bei sich: Ist mein Bruder tot, so fällt das Reich mir zu!
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