Kitabı oku: «Weihnachtliche Verführung – Zwei erotische Novellen»

Yazı tipi:

Camille Bech

Weihnachtliche Verführung – zwei erotische Novellen

Übersetzt Rebecca Jakobi

Lust

Weihnachtliche Verführung: zwei erotische Novellen ÜbersetztRebecca JakobiCoverbild/Illustration: Shutterstock Copyright © 2017, 2020 Camille Bech und LUST All rights reserved ISBN: 9788726781564

1. Ebook-Auflage, 2020

Format: EPUB 3.0

Dieses Buch ist urheberrechtlich geschützt. Kopieren für gewerbliche und öffentliche Zwecke ist nur mit Zustimmung von LUST gestattet.

WEIHNACHTLICHE VERFÜHRUNG

Joeleen betrachtete sich in dem großen Spiegel. Das Korsett war perfekt geschnürt, und der knappe Slip bedeckte allenfalls das Nötigste. Die strammen, kleinen Pobacken strotzten genauso lustig hervor wie ihr voller Busen, der beinahe drohte, aus dem Saum zu springen. Sie justierte die trägerlosen Strümpfe. Heute war Heiligabend und sie komplett in Rot gekleidet – wie die anderen Frauen, die in The Lust Cave wohnten und arbeiteten.

Das alte Bordell lag in der Nähe von Bismarck in North Dakota, unweit der kanadischen Grenze. Die umliegenden Wälder sorgten dafür, dass die Gäste unbemerkt an- und abreisen konnten – die Lage war wie geschaffen für einen Ort wie diesen. Zwar war der Dezember in dieser Gegend sehr kalt, doch hinter den dicken Mauern des jahrhundertealten Gebäudes bemerkte man nichts davon.

Es war einmal ein Schloss gewesen, allerdings schon vor über fünfzig Jahren zum Bordell umgebaut worden. Der Inhaber, Mr. Lafayette, hatte es vor fast dreißig Jahren von einem Roulettegewinn in Las Vegas gekauft – kurz nach der Legalisierung von Glücksspiel, mit dem er seitdem vernünftigerweise abgeschlossen hatte. Stattdessen war er danach am Bau der Hoover-Talsperre beteiligt gewesen. Es war schwierig, sich ihn heute dabei vorzustellen.

Mr. Lafayette war Franzose und hielt die europäischen Traditionen an Weihnachten aufrecht. Deswegen bestand er darauf, am Abend des Vierundzwanzigsten zu feiern. Joeleen richtete ihre blonden Locken, ehe sie in die hohen, weißen Stiefel stieg, sich zufrieden im Spiegel betrachtete und das Zimmer im ersten Stock verließ. In The Lust Cave arbeiteten zwölf Frauen, die meisten schon seit mehreren Jahren. Auch sie hatte ihr fünfjähriges Jubiläum schon hinter sich und genoss es, Gäste aus dem ganzen Land zu bedienen.

Das alte Bordell hatte einen guten Ruf. Es war immer gut besucht und dafür bekannt, seinen Stil seit der Übernahme Lafayettes beibehalten zu haben. Auch die Frauen sahen noch aus wie damals. Der Ort dampfte vor Erotik und verbotener Lust, was Joeleen trotz ihrer langjährigen Beschäftigung immer noch einnahm. Alles war bis ins kleinste Detail rekonstruiert, als habe es sich seit Anbeginn der Zeit nicht verändert. Die Möbel, Gardinen, Teppiche, Vertäfelungen und Stuckdecken erstrahlten noch genauso prächtig wie damals. Das verlieh dem Ort eine nahezu magische Atmosphäre, die die hungrigen Herren in einen Rausch versetzte. Zudem erwartete Mr. Lafayette, dass die Frauen die Besucher mit „Ihr“ ansprachen, was Joeleen und den anderen ein Gefühl der Altertümlichkeit verlieh und an erregende Geschlechterrollen erinnerte.

Um acht Uhr abends ging sie die große Treppe hinunter und betrat das riesige Wohnzimmer, wo sich die Gäste nach und nach einfanden. In der Mitte des Raums stand ein großer, offener Kamin, wo sie von leichtbekleideten jungen Frauen mit Champagner und Zigarren empfangen wurden. Die Besucher durften sich für eine Weile aufwärmen, ehe sie sich für eine der Frauen entschieden und mit ihr nach oben gingen. Um den Kamin standen große Lehnstühle, an den Wänden kleine Tische, um nach dem Besuch auf ein, zwei Bier bleiben zu können.

Mr. Lafayette kam auf Joeleen zu. Er trug zur Feier des Tages eine Weihnachtsmütze, und sie musste sich anstrengen, nicht zu lachen. Er sah ein wenig komisch aus. Sein schwerer Körper und der volle Bart im alten, rotbackigen Gesicht erweckten den Anschein, er wäre der Weihnachtsmann höchstpersönlich.

„Joeleen, mein Schatz … wie hübsch du aussiehst“, sagte er und küsste sie auf die Wangen. „Ich habe heute Abend einen ganz besonderen Gast für dich, genauer gesagt für die ganze Nacht … du hast doch nichts dagegen?“

„Nein, nein … natürlich nicht, Mr. Lafayette.“

Sie würde am ersten Feiertag nicht zu ihrer Familie fahren. Tatsächlich hatte sie sie seit jenem Tag vor fünf Jahren, an dem sie das Elternhaus voller Wut und Enttäuschung verlassen hatte, nicht mehr gesehen.

Joeleen schaute sich nach dem besagten Herrn um.

„Ja, er ist noch nicht eingetroffen, aber auf direktem Weg hierher. Ich verlange, dass du ihn mit tiefstem Respekt behandelst. Er ist ein alter Freund von mir. Börsenmakler, wohlhabend und äußerst gebildet.“

Sie lächelte dem älteren Mann zu, der nicht nur ihr Chef, sondern auch ein guter Freund war. Während er an seiner beinahe platzenden Weste zupfte, sagte sie, er müsse sich keine Sorgen machen.

„Ja, ja … das weiß ich, mein Mädchen. Deshalb habe ich dich ausgewählt. Nur das Beste für Mr. Harrison.“

Sie mischte sich unter die Gäste, wohlwissend, niemanden mit aufs Zimmer nehmen zu können. Sie musste bloß auf Mr. Harrisons Ankunft warten. Schon jetzt waren mehr Männer eingetroffen als Frauen hier arbeiteten. Sie würden also alle Hände voll zu tun haben. Es kam ihr gerade gelegen, die ganze Nacht mit dem Gleichen verbringen zu können. So brauchte sie sich im Lauf des Abends nicht mehrfach duschen und umziehen.

Bei zu vielen Gästen wurde das ziemlich anstrengend. Zwischen den Besuchen mussten auch die großen, alten Himmelbetten frisch bezogen werden, und die dafür angestellten Frauen Ann und Margaret kamen nicht immer hinterher.

Immer wenn sich die große Eichenholztür öffnete, sah sie dorthin, und war nicht im Zweifel, als Mr. Harrison schließlich eintrat. Er passte perfekt auf die Beschreibung eines Börsenmaklers und auch hervorragend zu diesem Ort. Er war wie aus einem alten Hollywoodfilm entsprungen, und sie musste lächeln, als Mr. Lafayette auf ihn zueilte. Sie konnte sich die beiden lebhaft als enge Freunde vorstellen. Sobald Mr. Harrison seinen Blick suchend durch den Raum schweifen ließ, wusste sie, dass Mr. Lafayette ihm von ihr erzählt hatte. Sonia brachte dem Neuankömmling einen Champagner, während Mr. Lafayette Joeleens Blick einfing und sie mit einem Nicken herbeirief.

„Mr. Harrison“, sagte sie und machte einen Knicks, wie sie es gelernt hatte.

„Miss Joeleen, schätze ich?“

Er küsste sie auf beide Wangen, sie nahm seinen Arm und führte ihn in die Menge. Seine Augen funkelten vor Begierde, als er den Blick über ihren jungen Körper wandern ließ. Er war sicherlich hungrig, also beschloss sie, ihn nach dem ersten Glas nach oben zu bringen. Wenn er mochte, konnte sie ihm auf dem Zimmer nachschenken, doch sie vermutete, dass das nicht sein erster Wunsch sein würde.

Sie schätzte ihn auf um die sechzig. Sein Bauch war nicht so groß wie der von Mr. Lafayette, schlank konnte man ihn aber auch nicht gerade nennen. Er hatte einen dichten, grauen Schnurrbart und schöne, braune Augen, die aufleuchteten, wenn er sie ansah. Besonders viele Haare hatte er nicht mehr, doch es stand ihm. Da er einen angenehmen Eindruck machte, störte sie sich nicht an seinem höheren Alter. In Wahrheit waren das meist die einfachsten Gäste – nicht so ausdauernd und leicht zu befriedigen.

„Sollen wir hinaufgehen, Mr. Harrison?“, fragte sie mit sanfter Stimme, als er ausgetrunken hatte.

Er nickte, sie hakte sich bei ihm ein. Mit einem vorsichtigen Funkeln in den Augen schaute er sie an. Sie bemerkte seine Nervosität und empfand fast ein wenig Mitleid. Sie hoffte wirklich, Mr. Lafayette wusste, worauf sich sein alter Freund eingelassen hatte. Als sie die Tür zum Dachzimmer öffnete, ließ er ihr liebevoll den Vortritt.

„So, Mr. Harrison … was darf ich Euch anbieten?“

Sie füllte zwei Gläser mit Champagner und bat ihn, in einem der großen Lehnstühle neben dem kleinen Rokokotisch Platz zu nehmen. Sie setzte sich auf die Armlehne und löste vorsichtig seinen Schlips, nachdem sie angestoßen hatten. Während sie langsam auch seine Hemdknöpfe öffnete, traute er sich, ihre Schulter zu streicheln.

„Habt Ihr so etwas schon einmal gemacht, Mr. Harrison, oder ist es Euer erstes Mal mit einem Mädchen wie mir?“

Er atmete schwer, als sie seine Brustwarze liebkoste. Sein Brustkorb war mit grauem Haar bedeckt, dass sich auch über seinen Bauch erstreckte.

„Es … ja, es ist das erste Mal. Ich war lange verheiratet. Meine Frau ist vor ein paar Jahren gestorben.“

Für die meisten war die Ehe kein Grund, The Lust Cave nicht zu besuchen, aber das behielt sie für sich. Er war offenbar ein anständiger Mann.

Sie spürte seine Aufregung und hatte erneut unerklärliches Mitgefühl mit dem älteren Herrn. Es lag an ihr, sie einen Schritt weiterzubringen, das war ihr nun klar, und sie wunderte sich ein bisschen darüber, dass er die ganze Nacht gebucht hatte.

„Dann darf ich Euch gewiss ein wenig behilflich sein, nicht?“

„Ja“, flüsterte er.

Sie stand auf und gab ihm die Hand.

„Möchtet Ihr, dass ich ins Badezimmer gehe, während Ihr Euch entkleidet, Mr. Harrison?“

„Ja … bitte.“ Seine Schüchternheit berührte sie.

Sie schenkte ihm ein warmes Lächeln, ehe sie ins Bad ging. Sie beschloss, sich auch auszuziehen. Es würde Ewigkeiten dauern, wenn sie wartete, bis er sie dazu aufforderte. Der Mann hatte ja keine Ahnung, was er tat, dachte sie.

Kurz darauf betrat sie das Schlafzimmer nackt. Sie bemerkte seinen erschrockenen Blick, als er sie bemerkte.

„Soll ich das Licht löschen?“, fragte sie.

„Hmm … ja, bitte.“

Sie verdunkelte das Zimmer und kroch zu ihm ins Bett. Er roch gut, und sie legte schnell eine Hand auf seine Brust, während sie seinen Hals zu küssen begann. Während sie vom Hals zur Brust wanderte, rieb sie ihr glattrasiertes Geschlecht an ihm. Er stöhnte schwach, als sie die Zunge um seine Brustwarzen kreisen ließ und legte kurz darauf seine Hand auf ihre Brust.

„Joeleen…“, flüsterte er heiser.

Sie umschloss seinen Penis. Er war nur halbsteif, also fragte sie liebevoll, ob sie ihn in den Mund nehmen solle.

„Ja…“

Sie kroch nach unten, er sog tief die Luft ein, als ihre Zunge sein Geschlecht streifte. Gleichzeitig spielte sie mit seinen schlaffen Hoden. Es kostete viel Mühe, ihn zum Leben zu erwecken; er wuchs nur sehr langsam, und sie musste ihm unanständige Dinge zuflüstern, damit er überhaupt die nötige Größe erreichte. Als er endlich eine richtige Erektion hatte, öffnete Joeleen die Nachttischschublade und nahm ein Kondom heraus.

„Nur noch schnell überziehen“, flüsterte sie in die Dunkelheit, während sie den dünnen Gummi vorsichtig über seinen Penis stülpte.

„Joeleen … aah, du bist so toll, legst du dich auf den Rücken, Liebes?“

Sie winkelte die Beine an, und er legte sich auf sie, versuchte einzudringen. Sie half ihm dabei, und als er den Weg endlich fand, war er schon beinahe wieder erschlafft. Sie stöhnte laut, größtenteils, weil sie wusste, dass das die meisten erregte.

„Tut es weh?“, fragte er nervös. Um ein Haar wäre ihr herausgerutscht, dass ihr hauptsächlich seine hundertzwanzig Kilo wehtaten.

„Nein“, flüsterte sie. „Es ist schön.“

Er schwoll wieder an, seine Atemzüge deuteten auf zunehmende Erregung hin.

„Aaah, Mr. Harrison … aaah, Ihr seid wunderbar … ah, ja … ja …“

Sie schlang ihre schlanken Beine um seine Lenden und drückte sich an ihn, sodass er tiefer vordringen konnte.

„Joeleen … aaah, das ist gut. Du bist so jung und schön …“

Er wollte sie küssen. Damit waren sie normalerweise vorsichtig, doch da Mr. Lafayette sie gebeten hatte, gut zu ihm zu sein, öffnete sie bereitwillig die Lippen und merkte, dass ihn das gewaltig erregte.

„Nehmt mich ruhig hart, wenn Ihr möchtet, Mr. Harrison.“

Er schwitzte heftig, während er kräftiger vorstieß. Seine Stimme war heiser und belegt, als er fragte, ob sie sich auf ihn setzen wolle.

Er zog sich heraus und ließ sich prustend auf den Rücken fallen. Küssend nahm sie ihn mit der Hand und stieg auf ihn, sobald seine Erektion wiederhergestellt war. Ihre Geräusche mischten sich mit seinen.

Es war toll. Sie ritt ihn eifrig, spürte ihre eigene Erregung. Die Situation strahlte eine ungewohnte Intimität aus. Vielleicht hatte er es deshalb im Dunkeln treiben wollen, vielleicht aber auch, weil der Sex im Freudenhaus noch so neu für ihn war.

Munter rieb sie ihre Klitoris an seinem großen Bauch, während sie den Orgasmus herannahen spürte. Für gewöhnlich kam sie nicht, aber diesmal war es schwer zu vermeiden.

Ücretsiz ön izlemeyi tamamladınız.