Kitabı oku: «Der Barmherzige Freund – Erotische Novelle»
Chleo
Der Barmherzige Freund - Erotische Novelle
Übersezt von Ordentop
Lust
Der Barmherzige Freund - Erotische Novelle
Übersezt von Ordentop
Titel der Originalausgabe: Den barmhärtige pojkvännen
Originalsprache: Schwedischen
Coverbild/Illustration: Shutterstock
Copyright © 2020, 2021 Chleo und LUST
Alle Rechte vorbehalten
ISBN: 9788726662382
1. E-Book-Ausgabe
Format: EPUB 3.0
Dieses Buch ist urheberrechtlich geschützt. Kopieren für gewerbliche und öffentliche Zwecke ist nur mit der Zustimmung vom Verlag gestattet.
Katarina und ich waren schon seit der Grundschule beste Freundinnen. Am ersten Schultag, als die Lehrerin unsere Namen laut vorlas, legte Katarina einen großen Auftritt hin, theatralisch und spöttisch antwortete sie entschlossen: „Sir! Yes, Sir!“ Ich war ihr sofort verfallen. Sie war immer so unterhaltsam und selbstsicher.
Ich glaube, dass Katarina die Lebenskraft in mir weckte. In mir, die immer so viele Ideen und Fantasien hatte, aber nie wagte, sie mit jemandem zu teilen. Im Kindergarten hatte ich immer allein gespielt. Entweder mit krummem Rücken über irgendeine Zeichnung gebeugt, für die ich eine Ewigkeit brauchte, oder ich spielte still und leise mit Bausteinen und Plastiktieren. Mit ihnen erschuf ich großartige Welten voller komplexer Charaktere und Dramen, was mir immer sehr viel mehr Spaß machte, als mit den anderen „Vater, Mutter, Kind“ zu spielen. Ich fühlte mich aber auch oft einsam.
Mit Katarina konnte ich meine Fantasien ausleben, sie war von ihnen immer begeistert und auch beeindruckt, hörte mir gespannt bei meinen langen Ausführungen zu, die zu meinen Spielen gehörten. Der Zauber und die Faszination, die auch ich auf sie ausübte, nährte sowohl meine als auch ihre Fantasie. Irgendwann fühlte es sich so an, als könnten wir zwei einfach alles miteinander tun. Wir waren unbesiegbar.
Wir gingen in dieselbe Klasse. Wir waren immer zusammen, kicherten wegen allem. Wir konnten stundenlang im Schulgarten oder in Parks zusammen spielen. Dabei sahen wir ganz unterschiedlich aus und entwickelten uns auch immer weiter auseinander. Sie war dunkel, ich Weizenblond, sie groß, ich unter Durchschnitt, sie hatte kleine Brüste, ich große, sie hatte lange Beine, ich breite Hüften, sie hatte kurze Haare, ich lange. Sogar unsere Persönlichkeiten waren ganz unterschiedlich. Sie war extrovertiert, ich schüchtern, sie sportlich, ich gut in der Schule. Aber wichtiger noch waren die Ähnlichkeiten: derselbe Geschmack, dieselbe Intuition, derselbe Humor. Und nicht zu vergessen, dasselbe Interesse für Sex. Dasselbe frühe Verlangen, die Neugier, die Erregung.
Es begann schon früh, schon in der Grundschule. Katarinas Papa, Steffe, hatte Herrenmagazine in seinem Nachtkästchen, mit denen wir uns intensiv beschäftigten, wenn wir allein bei ihr zu Hause waren in ihrem großen Haus. Sie provozierten ein merkwürdiges Gefühl bei uns, schön in seiner Scham und doch irgendwie ekelig. Wir verglichen unsere Körper in den großen Wandspiegeln mit den Bildern und kamen uns wie eine ganz andere Tierart vor.
Die Bilder schienen uns die Mysterien der Erwachsenen zu entdecken: unsere eigene unbekannte Zukunft. Wie bildeten einen Geheimklub namens Kleinmösen, unser Ritual war, uns mit einem Zweig den Hintern zu versohlen. Jedes Mal lachten wir uns halbtot. Im Park hatten wir ein Versteck, in dem wir die ausgerissenen Seiten aus den Magazinen von Katarinas Papa versteckten, auf denen die nackten Erwachsenen zu sehen waren, die seltsame Dinge taten.
Obwohl wir über alles andere redeten, sprachen wir niemals darüber. Wir saßen Seite an Seite und betrachtete die Bilder, als hätten wir ein stilles Übereinkommen. Dann, als wir ungefähr dreizehn waren, geschah plötzliche etwas mit unseren Körpern, sie begannen jenen Frauenkörpern ähnlich zu sehen, die wir aus den Magazinen kannten.
An einem Sommertag, als wir ganz alleine in Katarinas Haus waren, holten wir Papa Steffes Magazine hervor und setzten uns auf ihr Bett. Wir blätterten und betrachteten die Bilder mehrere Stunden lang. Es war ekelig und lustig. Aber es war auch noch etwas anderes, etwas, das etwas herausforderte, das in uns siedete, glühte und juckte. Da redeten wir endlich darüber, was auf den Bildern zu sehen war, wie wir dachten, dass es sich anfühlen musste.
Katarina wurde rot im Gesicht. Sie sperrte ihr Zimmer ab. Dann legte sie sich auf dem Bauch in ihr Bett. Ich konnte sehen, dass sie eine Hand zwischen den Beinen hatte. Ich sagte nichts. Ihr Gesicht wurde rot. Sie sah mich nicht an, hatte den Blick auf das Magazin gerichtet. Sie atmete.
Ich war schüchtern. Aber ich wollte ihr zeigen, dass ich mich das auch traute. Nach einer Weile legte ich mich neben sie und tat es ihr gleich. Zwischen uns war ein wenig Platz, aber ihr Körper strahlte eine Wärme aus, die sich feucht anfühlte. Und ich nahm einen merkwürdig schweren Duft wahr.
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