Kitabı oku: «Das Reisebuch Italien»

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DAS REISEBUCH ITALIEN

Die schönsten Ziele entdecken Highlights, Nationalparks und Traumrouten



INHALTSVERZEICHNIS

Übersichtskarten

Ein Stiefel namens Italia

ALPEN

1Bozen – Viel mehr als nur Südtirols Hauptstadt

2Drei Zinnen – Der berühmteste Dreizack der Alpen

3Meran – Nostalgie und Moderne

4Das Schnalstal im Vinschgau – Zwischen Tradition und Moderne

5 DIE GROSSE DOLOMITENSTRASSE

Das 100-Kilometer-Kurvenkarussell quer durch die »Bleichen Berge«

6Seiser Alm und Schlern – Bunte Wiesen und grauer Fels

7Schloss Trauttmansdorff – Wo es grünt und blüht

VOM GARDASEE NACH VENEDIG

8Der Gardasee – Ein See wie aus dem Bilderbuch

9Brescia – Kunst und Antiquitäten

10Verona – Die Schöne an der Etsch

DIE SÜSSEN HERZKIRSCHEN VON MARÓSTICA

Weißes Blütenmeer im Frühjahr

11Bassano del Grappa – Keine Schnapsidee

12Vicenza – Die Stadt von Starbaumeister Palladio

13Padua – Nicht nur ein Ort für Pilger

14Der Brentakanal und seine Residenzen – Eine Villentour

15Venedig – La Serenissima

16 INSEL-HOPPING AUF VENEZIANISCH

Die vorgelagerten Lidi

17Die Insel Murano – Nicht nur Glas

18Die Insel Burano – Fast schon ein Insidertipp

19Triest – Eine Stadt mit besonderem Charme

20Grado – Ein Juwel in der Lagune

LOMBARDEI, AOSTATAL, PIEMONT UND LIGURIEN

21Lago d’Iseo und die weinselige Franciacorta

22Lago di Como – Der Alpenfjord

23Lago Maggiore – Zwei Länder, ein See

24 NICHT SEHR SCHWEIZERISCH

Mit dem Boot auf dem Lugano-See

25Mailand – Eine Metropole mit vielen Gesichtern

26Das Aostatal – Wildes Italien und Natur pur

27Turin – Metropole zwischen Alpen und Po

MTB-PARADIES PIEMONTESER ALPEN

Unterwegs auf den alten Militärstraßen

28Alba – Mittelalterliche Türme, Nutella, Wein und weiße Trüffel

29Langhe und Roero – Berühmte Weinroute

30Ventimiglia – Ein Brite und sein Traumgarten

31San Remo – Nicht nur Schlagerhochburg

GROTTEN-DREIKLANG – TOIRANO

Die schönsten im ligurischen Hinterland

32Genua – La Superba, die großartige

33Portofino – Nicht nur für Herzensbrecher

34Lérici – Kastellbewacht im Golfo dei Poeti

35Cinque Terre – Fünf Schwalbennester über der Küste

36Mantua – Die Stadt der Gonzaga

EMILIA ROMAGNA

37Parma – Mehr als Parmesan, Parmaschinken und Parmigianino

VIVA VERDI

Was wäre die italienische Oper ohne ihn?

38Módena und Maranello – Aceto Balsamico und Formel 1

39Bologna – Rot, gebildet und fett

40 VON STADT ZU STADT

Tour von Bologna zur Adria

41Ferrara – Stadt der Radfahrer

42Ravenna – Die Stadt der Mosaiken

43Rimini – Weit mehr als nur für den Strandurlaub

TOSKANA, UMBRIEN UND DIE MARKEN

44Florenz – Die Wiege der Renaissance

45Arezzo – Geschichte, Gold und Antiquitäten

46Chianti – Im Land des guten Weines

47Siena – Meisterwerk der Gotik

DIE GEHEIMNISVOLLE WELT DER ETRUSKER

Spuren ihrer Kultur und Architektur

48Die Crete und Monte Oliveto Maggiore – Goldbraune Schönheit

49Montalcino und Sant’Antimo – Im Reich des Brunello

50Lucca – Geheimtipp hinter mächtigen Mauern

51San Gimignano – Die Stadt der Türme

52Pisa – Das Wunder des Campo dei Miracoli

53Die Maremma – Das unberührte Herz der Toskana

54Elba – Grüne Insel im Tyrrhenischen Meer

55Giglio – Bunte Insel, blaues Meer

56Perugia – Eine der beliebtesten Studentenstädte Italiens

57Assisi – Die Stadt des Heiligen Franziskus

58Urbino – Im Schatten des Palazzo Ducale

59 LAGO TRASIMENO

Wo Hannibal durch eine geniale Umzingelung siegte

60Orvieto – Mit der Rolltreppe ins Mittelalter

61Nórcia – Die Stadt des heiligen Benedikt

62Senigallia – Sommerfrische an der Adriaküste

63Ancona – Die Schöne am Monte Conero

64San Marino – Klein, aber oho

LATIUM

65Lago di Bolsena – Europas größter vulkanischer See

66Rom – Metropole mit 3000 Jahren Geschichte

WEINREGION LATIUM

Italiens eher unbekanntes Winzerterritorium

67Forum Romanum und Kolosseum – Nabel der antiken Welt

68Trastevere – Urrömisches Flair und Quelle der Renaissance

69Piazza Navona – Ein Platz zum Träumen

70Die Fontana di Trevi – Brunnen der Sehnsucht

71Sankt Peter und Vatikanische Museen – Mittelpunkt der Christenheit

72 VOM LIDO DI TARQUINIA NACH BOMARZO

Ausflugsfahrt durch Latium

73Engelsburg und Engelsbrücke – Einzigartige Zeugnisse der Antike

74Tivoli und seine Villen – Sommerfrische der Herrscher

75Frascati – Erholung auf dem Hügel

NEAPEL, KALABRIEN UND APULIEN

76Paestum – Magna Graecia

77Neapel – Sehen und sterben?

78 VON NEAPEL ZUR HALBINSEL VON SORRENT

Vom Vulkan bis zum Kap

79Pompeji – Spaziergang in die Antike

80Vesuv – Die schlummernde Naturgewalt

81Capri – Der wahre Inseltraum

82Costiera Amalfitana – Die schönste Küste der Welt?

83Sorrento – Im duftenden Zitronengarten

84Die Costa dei Cedri – Ein Traum in Blau

85Der Gargano – Des Stiefels Sporn

GALLÍPOLI UND SEINE UNTERIRDISCHEN ÖLMÜHLEN

Die Stadt des Lampenöls

86Bari – Apuliens quirlige Kapitale

87Matera – Die wundersame Welt der Höhlenwohnungen

88Cosenza – Stadt der Kontraste

89Lecce – Hauptstadt des Barock

90Im Land der weißen Trulli – Alberobello und seine Schwestern

91Nationalparks in Kalabrien – Der wilde Süden

SIZILIEN

92Palermo – Das goldene Erbe des Mittelalters

93Lo Zingaro – Ein Traum von einem Naturreservat

94Selinunt und Sciacca – Griechische Tempel und Thermalquellen

95 ZU FUSS DURCH SIZILIEN

Wandern gehört zur Tradition

96Agrigent – Das 2500 Jahre alte Akragas

97Ätna – Ein Superlativ der Natur

98Taormina – Die Grande Dame auf dem Berg

SIZILIEN KANN WIEDER MIT LUXUS PUNKTEN

Die Grandhotels Villa Igiea und San Domenico Palace sind wiedereröffnet

99Lipari – Die Chefin im Archipel der Äolen

100Stromboli – Die Faszination eines Vulkans

SARDINIEN

101La Maddalena – Wer ist die Schönste?

102 TACCHI D’OGLIASTRA

Fahrt zu den bizarren Felsbrocken

103Costa Smeralda – Die exklusive Küste

104Stintino – Das Paradies kann warten

SA PRIMA ESSIA, SA SARTIGLIA, SANT’EFISIO

Sardinien ist bekannt für seine vielen Feste

105Alghero – Im Zeichen der Krone von Aragón

106Bosa – Burg mit malerischer Altstadt

107Costa Verde – Fast wie in der Sahara

108Cagliari mit Castello-Viertel – Alt trifft modern

109Golfo di Orosei – Wilde Schönheit

Straßenkarten

Register

Die Autoren

Text-/Bildnachweis

Impressum

Pastaherstellung im Piemont. Die Mille Miglia, die in Brescia startet und endet. Wandschmuck an der Amalfi-Küste. Gondeln in Venedig. Italiener lieben Schuhe! Heiliger vor San Paolo Maggiore, Neapel (von links nach rechts).

Wurst und Schinken schmeckt nicht nur in der Region Parma. Die Blaue Grotte am Kap Palinuro, Cilento. Zu Gast im Weingut Bellavista, Franciacorta. Dächer der Trulli-Rundhäuser in Alberobello. Zitronen-Bild in Positano, Amalfi-Küste. Pizza Napoletana (von links nach rechts).




Morgennebel über dem Toblacher See. Von Süden öffnet sich das Höhlensteintal; links die markante Nasswand

EIN STIEFEL NAMENS ITALIA

Bel Paese, schönes Land, das ist keineswegs eine neuzeitliche Liebeserklärung an Italien. Schon Dante und Petrarca besangen so ihr Heimatland und schließlich Goethe, als er 1786 endlich aufbrach zu seinem Sehnsuchtsziel. Doch allein die Länge des »Stiefels«, der knapp 1200 Kilometer von den Alpen bis weit ins Mittelmeer ragt, macht deutlich, dass es bei einer Reise allein nicht bleiben kann.

Eine Bucht für jede Italien-Sehnsucht, am Gargano mit den Tremiti-Inseln ganz leicht zu finden – Blick von San Domino auf San Nicola.

Und das ist gut so. Denn »das Land, wo die Zitronen blühn« bietet mehr als nur Sonnenschein und die Hinterlassenschaft der Antike, was Goethes Hauptgrund war, überhaupt nach Italien zu reisen. Alles, was nicht antik war, hatte er möglichst schnell durchreist. Sogar Venedig! Für uns selbstverständlich eines unserer Highlights in diesem Band, der eigentlich weit umfangreicher sein könnte, so vielfältig ist Bella Italia oder Bel Paese, das schöne Land. In der UNESCO-Weltkulturerbeliste hält Italien schon lange mit mehr als einem halben Hundert Welterbestätten den ersten Platz. Die allererste Wahl fiel in Italien 1979 auf die Felsenbilder der Valcamonica in der nördlichen Lombardei, die übrigens noch immer die meisten Stätten zählt, noch vor der Toskana!

Von den Alpen bis zum Tosko-Emilianischen Apennin

Unser Auswahlkriterium? Sehr bekannte Gebiete und Ortschaften, die nicht fehlen dürfen, wenn Italien dargestellt wird, aber dazu beispielsweise einige Metropolen der Lombardei wie Mailand, die Regionalhauptstadt. Und Mantua? Die Stadt der Gonzaga mit ihren wunderbaren, vom Mittelalter geprägten Plätzen, dem Palazzo Ducale mit seinen mehr als 50 Räumen voller Kunst und Geschichte wie Mantegnas Camera degli Sposi oder dem Palazzo Tè am Rande, in dem Giorgio Romano sein Bestes gab, Park und Fischteiche inbegriffen. Fast alle oberitalienischen Seen liegen übrigens in der Lombardei, im Osten teilt sie sich den Gardasee mit dem Veneto, im Westen den Lago Maggiore mit dem Piemont (und der Schweiz). Der Comer See in der Mitte, aber der Iseo-See mit der größten und höchsten Insel in einem europäischen See?

Ganz im Westen versteckt sich das kleine Aostatal und teilt sich ab dem Mont Blanc die französische Grenze weiter südlich mit dem riesigen Piemont und dem Regenbogen namens Ligurien, dessen Mitte Genua, die Stolze, beherrscht und in dessen Osten die Cinque Terre und Portofino garantiert weitere Sehnsuchtsziele sind.


Venedigs Piazza San Marco vor der gleichnamigen Kathedrale gehört zum Pflichtbesuch in der Lagunenstadt.

Feinschmecker zieht es aber auch auf die Obst- und Gemüsemärkte.

Stille Buchten an der langen Küste des italienischen »Stiefels« laden zum Baden ein.

Zentrum der Emilia Romagna ist die »rote, fette, gebildete« Regionalhauptstadt Bologna mit ihren kilometerlangen Laubengängen und Fressgassen voller kulinarischer Spezialitäten, die mehr sind als Bologneser Soße. Richtung Apennin lassen die meisten Italienreisenden Modena im wahrsten Sinne des Wortes links liegen, nämlich links der Autobahn. Das hat Modena mit seinem großartigen Dom und dem hoch aufragenden Campanile wirklich nicht verdient. Fast ist das benachbarte Maranello Richtung Apennin bekannter, die Rennfahrerstadt mit dem allgegenwärtigen, sich aufbäumenden Pferd von Ferrari; und Parma, für Kunstkenner eine Pflichtübung, ebenso wie für Musikliebhaber auf den Spuren Verdis; Ferrara mit seiner schönen Stadtmauer als Sitz der Este, das Ravenna der Mosaiken, Rimini, Fellini wegen und als Synonym für Badeferien an der italienischen Adria.

Außerdem Venetien, italienisch Veneto, vom Gardasee bis Venedig und bis hinauf in die Venetischen Alpen, wo Tizian das Licht der Welt erblickte; Verona mit seiner Arena und der bekanntesten Liebesgeschichte der Welt – Romeo und Julia; Padua mit großartigen Marktplätzen, dem aufregendsten anatomischen Saal und Giottos unnachahmlichen Fresken in der Cappella degli Scrovegni. Dann die Goldstadt Vicenza, vom begnadeten Architekten Palladio geprägt, der in Villen und Palästen bis in den Brentakanal (und am Rande Venedigs) seine Handschrift hinterließ. Aber Bassano del Grappa? Im benachbarten Friaul ganz im Nordosten fungierte Triest als Scharnier zwischen Nord und Süd, dem Land und dem Meer. Doch Grado auf seiner kleinen Insel haben vor allem die dicht beisammenstehenden sakralen Bauten geprägt.

Im Zentrum Toskana, Umbrien und die Marken

Die Toskana ist mehr als nur Florenz, die Wiege der Renaissance mit der herrlichen Inkrustation ihres sakralen Zentrums um den Dom und das runderneuerte Museo Diocesano. Florenz ist auch Zentrum modischer Accessoires und der Mode überhaupt mit den Pitti-Messen, und eine beliebte Universitätsstadt mit vielen Sprach- und Kulturinstituten. Die Stadt hat seit jeher berühmte Rivalinnen: Lucca auf römischen Fundamenten, das gotische Siena und das etruskische Arezzo mit Piero della Francescas Fresken in der Chorkapelle von San Francesco, vor allem aber die einstige Seemacht Pisa mit ihrer prächtigen Piazza dei Miracoli mit dem »geneigten« Glockenturm.

Sehnsucht nach schönen Landschaften wecken die sanft hügeligen Crete und die dichten Wälder der Maremma, zu Weinreisen verlocken Chianti und Montalcino und vielleicht auch das turmreiche San Gimignano wegen seines strohgelben Vernaccia. Vorgelagert sind Napoleons kurzzeitige Zufluchtsinsel Elba und das sehr hübsche, eigenwillige Giglio. Umbriens Städte wie Perugia oder Orvieto, die sich stolz auf ihren Tuffhügeln erheben, sind unverkennbar etruskischen Ursprungs, aber danach hat der heilige Franz von Assisi die Region mit zahlreichen Kirchen und Klöstern geprägt. Am Rande duckt sich Norcia innerhalb seiner Mauern – aus leider berechtigter Angst vor Erdbeben. Doch die Stadt von Europas Patron Benedikt lässt sich nicht unterkriegen und steigt jedes Mal wieder wie ein Phoenix aus der Asche. Die benachbarten Marken haben einen Herzeigeort, die fürstliche Residenz Urbino, ein Gesamtkunstwerk der Renaissance. Und das nahe San Marino auf hohem Felsen ist stolz darauf, die älteste Republik der Welt zu sein – und selbständig.

Rom und der Süden

Das alte Rom hinterließ nicht nur das Forum Romanum, das Kolosseum und die Trajanssäule, die Caracalla-Thermen, die vielen Tempel und, und … Auf Schritt und Tritt gibt es etwas zu entdecken, auch aus späteren Epochen wie den Vatikan mit seinen unglaublichen Museen und die Engelsburg, das im Zuckerbäckerstil errichtete Vittoriano für Vittorio Emanuele II, den ersten König Italiens, die Piazza Navona mit ihrem großartigen Brunnen und erst die postkartenschöne Spanische Treppe! Weiter südlich breitet sich der Golf von Neapel mit der alten Stadt der Krippenbauer zu Füßen des Vulkans Vesuv aus, hinter dem Sorrento und die Amalfitana weitere Sehnsüchte wecken nach Zitronenduft und Dörfern an steilen Hängen oder einfach nach dem Dolcefarniente unter südlicher Sonne oder klaren Sternennächten zu Mandolinenklängen. Gegenüber Capri und am Horizont Ischia und Procida.

Sozusagen auf der Rückseite des Stiefels breitet sich Apulien mit seiner interessanten Metropole Bari aus, den Dörfern Alberobello und Locorotondo mit ihren kegelförmigen Trulli und den riesigen Ölbaumplantagen auf historischen Landgütern, den Masserie.

Vor der Stiefelspitze erhebt sich Sizilien mit seinem noch tätigen Vulkan Ätna aus dem Meer, Taormina heißt hier das Zauberwort für das richtige Urlaubsgefühl. Nördlich der Insel glitzern ihre kleinen Begleiterinnen im Meer, die Liparischen Inseln mit köstlichem Wein und berühmten Kapern. Schließlich, einem eigenen Kontinent gleich ob ihrer Vielfalt – die große Insel Sardinien. Ein Badeparadies mit kilometerlangen, feinsandigen, von Dünen geschützten Stränden, eine Kulturlandschaft mit urtümlichen Nuraghen und geheimnisvollen Gigantengräbern der früheren Bewohner, mit schönen Städten und sehr wildem, ursprünglichem Inselinneren, ein wahres Paradies für Wanderer. Doch Geheimrat und Dichterfürst Johann Wolfgang von Goethe ist nicht bis Sardinien gekommen, Sizilien war sein letztes Sehnsuchtsziel. Dort, wo er die Spuren der griechisch-römischen Antike suchte und fand, dort, wo die Zitronen blühn …

Im Landesinneren findet man zahlreiche trutzige Burgen wie hier bei Aymavilles im Aosta-Tal.

ALPEN
Zerklüftete Gipfel und beschauliche Almen


Sellastock und Langkofel spiegeln sich in einem kleinen Weiher auf der Seiser Alm.


Die Tracht gehört einfach zu Südtirol, auch heute noch.


Schloss Runkelstein bewahrt profane Fresken aus gotischer Zeit.

VIEL MEHR ALS NUR SÜDTIROLS HAUPTSTADT – BOZEN
Eine Stadt im Wandel


Bozen hat sich verändert, und zwar zu seinem Vorteil. Die Landeshauptstadt ist bunter, moderner geworden, ohne dabei ihr Erbe zu verleugnen. Neben Altem steht oft Neues, der Blick geht eher in die Zukunft als zurück in jene »gute alte Zeit«, die ja auch nicht immer so gut war, wie ein Blick in die Historie beweist. Bozen heute: eine Stadt voller Überraschungen.


In der Bozner Altstadt, zwischen Obstmarkt und Waltherplatz, herrscht oft ein ziemliches Gewusel.

Wie heißt es so schön? Das einzig Beständige ist der Wandel. Das passt ganz gut auf die jüngere Geschichte der Südtiroler Landeshauptstadt, auch auf ihre Zukunftsperspektiven. Vor gerade mal einem Jahrhundert war Bozen eine Kleinstadt, Handwerk und Gewerbe dominierten, ein paar Hotels versorgten die Touristen, und alles zusammen ernährte rund 13 000 Einwohner. Nach dem Krieg war die k.-u.-k.-Monarchie Geschichte, und aus Südtirolern wurden mit einem Mal Italiener.

Nach der zweiten Weltkatastrophe ging’s bergauf. Mit dem Tourismus kam der Wohlstand, das »Land an der Etsch und im Gebirg’« entwickelte sich zu einem Wachstumsmotor für die italienische Wirtschaft. Die rußgeschwärzten alten Fabrikareale aus Mussolinis Zeit wichen modernen Bürohäusern, Lagerhallen und Fertigungsstätten. Umfragen sahen Bozen in Sachen Lebensqualität bald an der Spitze aller italienischen Städte.

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09 kasım 2024
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933 s. 772 illüstrasyon
ISBN:
9783734323744
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