Kitabı oku: «My Little Pony - Beyond Equestria - Volle Kraft voraus, Rainbow Dash!»
G. M. Berrow
My Little Pony - Beyond Equestria - Volle Kraft voraus, Rainbow Dash!
Übersetzung:
Nicole Storch
Saga
My Little Pony - Beyond Equestria - Volle Kraft voraus, Rainbow Dash! übersetzt aus dem Englischen von
Nicole Storch
Nach
My Little Pony - Beyond Equestria - Rainbow Dash Rights the Ship

HASBRO und das Logo MY LITTLE PONY sowie alle dazugehörenden Charaktere sind Markenzeichen von Hasbro und werden mit Zustimmung verwendet. © 2017 Hasbro. Alle Rechte vorbehalten. MY LITTLE PONY: THE MOVIE © 2019 My Little Pony Productions, LLC
ISBN: 9788726220711
1. E-Book-Ausgabe, 2019
Format: EPUB 3.0
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Kapitel 1
An einem ganz normalen Tag wären Rainbow Dash die Sonnenstrahlen, die durch die Vorhänge ihres Schlafzimmers blitzten, nicht einmal aufgefallen. Aber heute war kein normaler Tag und sie befand sich nicht einmal in ihrem Schlafzimmer – genau genommen nicht mehr. Rainbow Dash war in ihre Heimatstadt Cloudsdale zurückgekehrt. Und statt es sich sich auf einer fluffigen Wolke über Ponyville gemütlich zu machen, hatte sich das blaue Pegasus-Pony in ihr regenbogenfarbenes Fohlenbettchen gequetscht. Sie hatte einen Flügelkrampf. Das Bett war eindeutig kleiner, als sie es in Erinnerung hatte.
Rainbow Dash seufzte und schaute zu, wie der Sonnenstrahl über die Trophäen, Schleifen und Überbleibsel aus Kindheitstagen wanderte, die immer noch an genau der Stelle standen, wo sie sie vor Jahren liebevoll mit ihren kleinen Hufen arrangiert hatte. So viele Erinnerungen!
Rainbow Dashs Blick blieb an ihren Bücherregal hängen, in dem ihr alter Plüschteddy Blue-Blue mit seinem ausdruckslosen Gesicht saß. Rainbow Dash konnte sich noch genau daran erinnern, wie sie ihn von ihrer Mutter geschenkt bekommen hatte, weil sie bei ihrem ersten Zahnarztbesuch so tapfer gewesen war. Dann bemerkte Rainbow Dash ihren wolkenbesetzten Basketballkorb und dachte daran, wie sie stundenlang den perfekten Wurf geübt hatte, statt ihre Hausaufgaben zu machen. Lernen hatte ihr nie wirklich viel Spaß gemacht. Nur eine Prüfung war jemals wichtig gewesen für Rainbow Dash – die Aufnahmeprüfung an der Wonderbolt-Akademie!
Das Poster über dem Basketballkorb zeugte von Rainbow Dashs Verehrung für die Flugakrobaten-Truppe. Es zeigte die berühmten Wonderbolts in Action – mit ausgebreiteten Flügeln bei ihrem berühmten „Im Auge des Sturms“-Flugmanöver. Die Show war legendär! Die kleine Rainbow Dash hatte jeden Abend sehsüchtig auf das Poster gestarrt und war darüber eingeschlafen. Und jede Nacht träumte sie davon, einst selbst zu den Wonderbolts zu gehören und einen der blau-gelben Fluganzüge zu tragen.
Nun, da ihr Traum Wirklichkeit geworden war, begeisterte sie mit der Flugtruppe oft die Zuschauer an öffentlichen Plätzen mit gewagten Flugmanövern und aufwendigen Choreografien. Und genau aus diesem Grund war sie auch jetzt in Cloudsdale, im Haus ihrer Eltern. Mit einem fröhlichen „Guten Morgen, Dashie-kins!“ platzte Windy Whistles in ihr Zimmer, in den Hufen ein Tablett mit einer Schüssel dampfendem Porridge und Toast mit Himmelbeer-Marmelade. Das Glas Orangensaft schwappte über, so aufgeregt war Windy, dass ihre Tochter da war. „Ich hab dein Lieblingsfrühstück gemacht! Wie geht es denn meinem kleinen Lieblingswonderbolt heute Morgen?“
„Ich, ähm …“, weiter kam Rainbow nicht, als ihr Vater, Bow Hothoof, hinter ihrer Mutter auftauchte. „Ist sie schon wach, Liebling? Ist unser Champion-Tochter bereit für ihren großen Auftritt bei der Wonderbolts-Jubiläumsshow ‚Looping Whoop Whoop‘?“ Er spähte über Windys Schulter mit einem breiten Grinsen auf seinem lila Gesicht. Wie auch bei seiner Tochter stand seine regenbogenfarbene Mähne in alle Richtungen ab.
„Dad, es heißt Loop-de-Loop Hoopla.“ Rainbow Dash seufzte lächelnd, als sie sich kerzengerade im Bett aufrichtete. „Und ja, ich bin jetzt wach.“ Sie schob die Decken beiseite und kletterte aus dem Bett. „Nein, nein! Schone deine Muskeln, Fräulein!“, sagte Windy energisch, als sie ihre Tochter zurück in die Kissen drückte, während sie in beeindruckender Weise das Tablett balancierte. „Entspann dich und iss etwas. Du solltest deine Kräfte für den großen Auftritt sparen. Alle Ponys aus Cloudsdale kommen und können es nicht erwarten, dich zu sehen! Sogar meine Freundinnen kommen alle – wir machen einen ganzen Mädelstag daraus mit passenden Outfits, der Show und Essen im Regentropfen-Café. Endlich kann ich auch mal mit meiner Tochter angeben! Wenn ich mir noch mehr über Snowfalls Tochter Moon Trotter und ihre Schneeflocken-Auszeichnungen anhören muss, weiß ich auch nicht mehr!“
„Die Mädels?!“, stöhnte Rainbow. „Etwa alle?“ Rainbows Mutter engagierte sich sehr in Cloudsdales Sammelteller-Club. Das hörte sich erst einmal nicht besonders spektakulär an, aber wenn diese Stuten alle beisammen waren, konnte es schon hitzig werden. „Nein, nein, natürlich nicht“, lachte Windy beschwichtigend. „Das wäre lächerlich! Nur Snowfall, Blue Skies, Pom Pom, Dew Shine, Sparkle Showers, Sunny Shores und … Helen.“ Windy grinste stolz. „Ach, und Barbara.“
„Natürlich, und Barbara”, Rainbow Dash lachte nervös und verbarg ihre wachsende Besorgnis, indem sie ein Stück vom Toast abbiss. Nachdem sie sich bei der letzten Wonderbolts-Show beschwert hatte, dass sie die Unterstützung ihrer Eltern zu krass fand, hatte Rainbow Dash sich fest vorgenommen, ihre Art der Unterstützung zu akzeptieren. Sie konnte sich glücklich schätzen, so liebevolle Eltern zu haben, auch wenn sie es manchmal übertrieben. Dank Scootalo und ihrem Erlebnis in der Schule wusste Rainbow Dash das jetzt zu schätzen.
„Ich hoffe, es ist okay, dass ich auch das alte Eimerball-Team eingeladen habe“, ergänzte Bow Hothoof und wurde rot. „Sie können es immer noch nicht glauben, dass der kleine Racker, der immer übers Spielfeld geflattert ist und sie zum Wettfliegen herausgefordert hat, nun ein echter Wonderbolt ist!“ Bow wischte sich eine Träne des Stolzes aus dem Auge und umarmte Rainbow Dash fest.
„Ladet ruhig die ganze Stadt ein, wenn ihr wollt. Ich habe auch ein paar Freunde eingeladen“, gab Rainbow Dash zu. „Aber ich bin nicht sicher, ob sie wirklich kommen. Ich meine … ich weiß ja nicht mal, ob sie meine Einladung bekommen haben …“ „Warum sollten sie nicht?“, fragte Windy und hob eine Augenbraue. „Hast du ihre Adressen etwa nicht?“ – „Darum geht’s nicht“, erklärte Rainbow und nahm noch einen Löffel Porridge. Sie wischte sich einen Klecks vom Kinn. „Sie … ähm … haben keine Adressen. Diese Freunde sind irgendwie … immer unterwegs. Ich habe sie zunächst mal hierher ins Haus eingeladen. Ich hoffe, das ist okay?“
„Wie schön!“, zwitscherte Windy, wie immer optimistisch. „Es ist wundervoll, Gäste zu haben.“ – „Ich kann es nicht erwarten, sie kennenzulernen“, ergänzte Bow Hothoof. „Die Freunde meiner Tochter sind in diesem Haus immer willkommen. Was hältst du davon, wenn ich noch ein wenig aufräume, bevor sie kommen?“ Er trabte zum Fenster und zog die Vorhänge auf. Frische Luft und Sonnenlicht durchfluteten den Raum. Doch bevor Rainbow Dash ihrem Vater danken konnte, stieß der einen erschrockenen Schrei aus.
„Whoa!“ Bow fiel die Kinnlade herunter und seine Augen wurden größer als Windy Whistles Sammelteller. „Was zur Gewitterwolke ist das denn?!“ – „Platz da!“ Rainbow Dash schoss wie ein Pfeil herüber. Sie machte sich auf einen schrecklichen Anblick gefasst. Sie fürchtete sich nicht. Rainbow Dash hatte schon alles gesehen: Drachen, einen Mantikor, neue furchterregende Kreaturen in der Wüsten-Hafenstadt Klugetown und sogar den Sturmkönig. Rainbow Dash erwartete eine riesiges Geschöpf, das auf das Haus zukroch. Doch was sie sah, überraschte sie total.
Kapitel 2
Ein riesiges Luftschiff bahnte sich mit gefiederten Segeln in den schönsten Farben seinen Weg durch die Wolken. Es schien Ewigkeiten her zu sein, seit Rainbow ihre Freundin Captain Celaeno und ihre polternde Papageien-Piraten-Crew zuletzt gesehen hatte, und jetzt steuerten sie genau auf das Haus ihrer Eltern zu! Das war zu schön, um wahr zu sein.
„Sie sind es!“, rief Rainbow Dash freudig, als ein Windstoß durchs Fenster wehte und ihre Mähne durchwuschelte. „Meine Freunde sind da!“ Sie drehte sich um und sah, dass Bow und Windy wieder etwas Farbe bekommen hatten und erleichtert seufzten. Es war ewig her, seit sie Freunde von Rainbow kennengelernt hatten. Doch seit sie wussten, dass Rainbow ein Wonderbolt ist, schien sich ihr Bekanntenkreis plötzlich verzehnfacht zu haben.
„Worauf wartest du, Liebes?“, rief Windy über das laute Brummen des Schiffes hinweg. Ihre kurz geschnittene orangefarbene Mähne peitschte im Wind gegen ihre Stirn. „Bitte sie herein!“ Rainbow Dash stürmte in den Hof, vorbei an den preisgekrönten selbstwässernden Sträuchern ihrer Mutter und über den perfekt gemähten Rasen. Als der riesige Ballon des Luftschiffes auftauchte, schien er den gesamten Himmel zu bedecken. Er verdunkelte die Sonne, sodass das Haus für einen kurzen Moment im Schatten lag.
Die Silhouette von Captain Celaeno war leicht zu erkennen: Der große Papagei mit dem weiß-grünen Gefieder trug einen Piratenhut mit breiter Krempe und orangefarbener Hutfeder. Die Piratin stand triumphierend am Bug des Schiffes, die Krallen selbstsicher in die Hüften gestützt. Ihre Vogel-Crew hatte sich kreischend um sie herum versammelt. Sie zogen an den Leinen und Seilzügen, um das Schiff zum Anlegen vorzubereiten. Nachdem sie an einer großen Wolke vor Anker gegangen waren, machten sie den Landungssteg bereit.
„Rainbow Dash!“, rief Captain Celaeno und ihr Schnabel verzog sich zu einem Grinsen. „Du hast nach uns gerufen?“ – „Das ist … unglaublich!“ Rainbow Dash quietschte vor Überraschung, als sie herüberflog. „Was für ein schöner Anblick für meine müden Augen! Ich kann nicht glauben, dass mein Brief euch erreicht hat.“ Rainbow Dash legte einen Huf ans Kinn und zog eine Braue hoch, als sie daran dachte, wie Fluttershy den Brief an den Fuß eines kleinen Vogels gebunden und ihn in die Weiten des Himmels entlassen hatte. „Die Brieftaube, die Fluttershy beauftragt hat, muss ein Genie sein …“
„Genau genommen“, setzte Captain Celaeno an, als sie über den Steg schritt, „war das Putt-Putt. Sie gehörte mal zu meiner Crew.“ Sie zwinkerte Rainbow Dash zu, die nicht einschätzen konnte, ob das ein Scherz oder ernst gemeint war. „Rainbow Dash!“, rief ein grüner Papagei mit Augenklappe und wilden roten Kopffedern. Er schaute sich ehrfürchtig in der beeindruckenden Nachbarschaft um, die komplett in die Wolken gebaut war. „Hier lebst du also?“
„Nein, Erster Offizier Mullet.“ Rainbow Dash schüttelte den Kopf. Voller Stolz deutete sie auf das Haus hinter sich. „Hier bin ich aufgewachsen. Willkommen in Cloudsdale, der Pegasus-Stadt! Cool, oder?“ – „Fast so cool wie in Ornithia, wo wir aus den Eiern geschlüpft sind“, gab Mullet zu, als er kichernd Captain Celaeno nach unten folgte. Die anderen Piraten taten es ihm gleich: der stämmige Boyle mit dem Haken am Flügel, die ausgelassene Lix Spittle und der verrückte, schielende Schiffskamerad Squabble. Die Piraten-Vögel waren genauso aufgeregt, Rainbow Dash zu sehen, wie andersherum. Aber warum bleiben sie plötzlich am Ende des Stegs stehen und starrten einander an? Sogar Boyle sah nervös aus.
Rainbow Dash legte den Kopf schief und ihre stachelige Mähne fiel zur Seite. „Alles okay?“ Auf der Suche nach Antworten schaute sie zu ihrer Mutter. War etwas dran an dem Gerücht, dass Vögel einen extra Schubs brauchten, um aus dem Nest zu springen und ihre Flügel auszubreiten? Windy zuckte mit den Schultern und tat dann, was jede gute Mutter tun würde: Sie feuerte sie an.
„Dashie hat recht. Nur keine Hemmungen! Ihr schafft das! Kommt herunter uns lasst uns euch willkommen heißen!“, rief Windy Whistles und erschreckte damit aus Versehen Squabble. Der verrückte Vogel kreischte und schlug wild mit den Flügeln. Dabei erwischte er Lix Spittle, die ins Taumeln geriet und kreischend von der Planke stürzte. Sie krallte sich am Holz fest, ihre Augen vor Schreck geweitet. „Bitte um Entschuldigung, Ma’am“, antwortete Celaeno seufzend. „In Rainbow Dashs Brief stand etwas davon, dass hier nur Pegasus-Ponys auf den Wolken laufen können. Und diese Kümmerlinge hier … machen daraus ein riesiges Drama! Aber keine Sorge deswegen.“ Captain Celaeno zupfte an zwei Gurten an ihren Schultern und drehte sich herum. Zum Vorschein kam eine Konstruktion, die an einen Mini-Ballon mit Düsenantrieb erinnerte.
„Wir haben auf dem Weg hierher diese Rucksäcke bei einem netten Luftfahrer-Erdpony eingetauscht.“ Sie zupfte erneute an den Gurten, hob ab und landete sanft mit den Klauen auf der Wolkenwiese neben Rainbow Dash.
Rainbow lehnte sich nach vorn, um einen genaueren Blick auf die einzigartige Konstruktion zu werfen. „Okay, die sind wirklich ziemlich cool“, musste sie mit zustimmendem Nicken zugeben. Wenn ihre anderen Freunde in Cloudsdale zu Besuch waren, ging das nur mithilfe von komplizierten Zaubern von Twilight Sparkle. Rainbow Dash nahm sich vor, einige dieser schicken Rucksäcke für ihre Freunde aus Ponyville zu besorgen. Während der Erste Offizier Mullet das Schiff an der Seite von Rainbows Haus festmachte, half Boyle den anderen bei der Bedienung der Rucksäcke. Und schon bald hüpfte die Piraten-Crew ausgelassen über die Wolken wie eine Herde Fohlen. Captain Celaeno und Rainbow Dash beobachteten die verrückte Crew, als Windy Whistles panisch herangestürmt kam.
„Wenn wir nicht bald losfliegen, kommen wir zu spät zum Wonderbolt Hoopla!“ – „Oh nein!“, rief Celaeno. Sie wollte auf keinen Fall, dass Rainbow zu dem Ereignis zu spät kam, das zu sehen sie alle hier waren. „Setz dich mal lieber in Bewegung, Kameradin!“
„Oh ja, ihr habt recht. Aber genau genommen können sie ohne mich ja sowieso nicht starten, oder?“, witzelte Rainbow Dash, bevor sie abhob in Richtung Wonderbolt-Stadion. „Wir sehen uns dort, ihr Kümmerlinge!“ Bow Hothoof grinste, als seine Tochter den typischen Regenbogenstreifen am Himmel hinterließ. Das würde ein großartiger Auftritt werden und er konnte es kaum erwarten, dass Rainbow Dashs neue Freunde erlebten, wie besonders sie war. „Beeilung, Pegasi und Vögel! Eine Show wartet auf uns.“
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