Kitabı oku: «Das hässliche junge Entlein»
Hans Christian Andersen
Das hässliche junge Entlein
Saga
Das hässliche junge Entlein ÜbersetztJulius Reuscher Copyright © 1843, 2019 Hans Christian Andersen und SAGA Egmont All rights reserved ISBN: 9788726372533
1. Ebook-Auflage, 2019
Format: EPUB 2.0
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Das hässliche junge Entlein.
Es war herrlich draussen auf dem Lande; es war sommer! Das Korn stand gelb, der Hafer grün, das Heu war unten auf den grünen Weisen in Schobern aufgesetzt, und da ging der Storch auf seinen langen Beinen und plapperte ägyptisch, denn diese Sprache hatte er von seiner Mutter gelernt. Rings um den Acker und die Wiese waren grosse Wälder und mitten in den Wäldern tiefe seen. Ja es war wirklich herrlich da draussen auf dem Lande! Mitten im Sonnenschein lag dort ein altes Rittergut, von tiefen Kanälen umgeben, und von der Mauer bis zum Wasser herunter wuchsen grosse Klettenblätter, die so hoch waren, dass kleine Kinder unter den höchsten aufrecht stehen konnten; es war aber so wild darin, wie im tiefsten Walde. Hier sass Ente auf dem Neste, welche ihre Jungen ausbrüten musste, aber es wurde ihr fast zu langweilig, ehe die Jungen kamen, dazu erhielt sie selten Besuch. Die andern Enten schwammen lieber in den Kanälen umher, als dass sie hinauf liefen, sich unter ein Kleeblatt zu setzen und mit ihr zu schnattern.
Endlich platzte ein Ei nach dem andern. „Piep, piep!“ sagte es, und alle Eidotter waren lebendig geworden, und die jungen Entlein steckten den Kopf heraus.
„Rapp, rapp!“ sagte sie, und so rappelten sich alle, was sie konnten, und sahen nach allen Seiten unter den grünen Blättern, und die Mutter liess sie sehen, so viel sie wollten, denn das Grüne ist gut für die Augen.
„Wie gross ist doch die Welt!“ sagten alle Jungen; denn nun hatten sie freilich ganz anders Platz, als wie sie noch im Ei lagen.
„Glaubt ihr, dass dies die ganze Welt sei?“ sagte die Mutter. „Die erstreckt sich noch weit über die andere Seite des Gartens, gerade hinein in des Pfarrers Feld, aber da bin ich noch nie gewesen! Ihr seid doch alle beisammen?“ fuhr sie fort, und so stand sie auf. „Nein, ich habe noch nicht alle, das grösste Ei liegt noch da. Wie lange soll das noch währen? Jetzt bin ich es bald überdrüssig!“ Und so setzte sie sich wieder.
„Nun, wie geht es?“ sagte eine alte Ente, welche gekommen war, um ihr einen Besuch abzustatten.
„Es währt so lange mit dem einen Ei!“ sagte die Ente, die da sass; „es will nicht entzwei gehen; doch blicke nur auf die andern hin, sind sie nicht die niedlichsten Entlein, die man je gesehen? Sie gleichen allesamt ihrem Vater; der Bösewicht kommt nicht, mich zu besuchen.“
„Lass mich das Ei sehen, welches nicht bersten will!“ sagte die Alte. „Glaube mir, es ist ein Putenei; ich bin auch einmal so angeführt worden, und hatte meine grosse Sorge und Not mit den Jungen, denn ihnen ist bange vor dem Wasser. Ich konnte sie nicht hereinbekommen, ich rappte und schnappte, aber es half nichts. Lass mich das Ei sehen. Ja, das ist ein Putenei, lass es liegen und lehre liener die andern Kinder schwimmen.“
„Ich will noch win bisschen darauf sitzen,“ sagte die Ente, „habe ich nun so lange gesessen, kann ich auch noch eininge Tage sitzen.“
„Nach Belieben,“ sagte die alte Ente und ging von dannen.
Endlich plazte das grosse Ei. „Piep, piep!“ sagte das Junge und Kroch heraus. Es war gross und hässlich. Die Ente betrachtete es. „Das ist doch ein gewalting grosses Entlein,“ sagte sie; „keins von den andern sieht so ausl sollte es doch eine junge Pute sein? Nun, wir wollen bald dahinte kommen; in das Wasser muss es, und sollte ich es auch selbst hineinstossen!“
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