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Kitabı oku: «Aufzeichnungen eines Jägers», sayfa 12
»Nun?« fragte der Kopf. »Alles, wie es sich gehört?«
»Wie es sich gehört.«
»Wieviel?«
Der Dicke winkte ärgerlich mit der Hand und wies auf mein Zimmer.
»Ach so, gut!« entgegnete der Kopf und verschwand.
Der Dicke ging zum Tisch, setzte sich, schlug ein Buch auf, holte ein Rechenbrett hervor und begann die Beinkugeln hin und her zu werfen; er machte es nicht mit dem Zeigefinger, sondern mit dem Mittelfinger: So ist es vornehmer.
Der Diensthabende trat ein.
»Was willst du?«
»Sidor ist aus Golopljoki gekommen.«
»Ah! Nun, ruf ihn her. Wart, wart . . . Geh erst hin und schau nach, ob der fremde Herr noch schläft oder schon aufgewacht ist.«
Der Diensthabende trat leise in mein Zimmer. Ich legte den Kopf auf die Jagdtasche, die mir ein Kissen ersetzte, und schloß die Augen.
»Er schläft«, flüsterte der Diensthabende, ins Kontor zurückkehrend.
Der Dicke brummte etwas zwischen den Zähnen.
»Nun, ruf Sidor her«, sagte er endlich.
Ich hob wieder den Kopf. Ein Bauer von Riesenwuchs, an die dreißig Jahre alt, kräftig, rotbackig, mit dunkelblondem Haar und kurzem, lockigem Vollbart, trat ins Kontor. Er verrichtete ein kurzes Gebet vor dem Heiligenbild, verneigte sich vor dem ersten Buchhalter, nahm seinen Hut in beide Hände und richtete sich auf.
»Guten Tag, Sidor«, sagte der Dicke, auf dem Rechenbrett klappernd.
»Guten Tag, Nikolai Jeremejitsch.«
»Nun, wie ist der Weg?«
»Gut, Nikolai Jeremejitsch. Ein wenig schmutzig.« Der Bauer sprach langsam und leise.
»Ist deine Frau gesund?«
»Was soll ihr fehlen!«
Der Bauer seufzte und streckte einen Fuß vor. Nikolai Jeremejitsch legte sich die Feder hinters Ohr und schneuzte sich.
»Nun, wozu bist du hergekommen?« fuhr er fort, das karierte Taschentuch wieder in die Tasche steckend.
»Sie wissen, Nikolai Jeremejitsch, man verlangt von uns Zimmerleute.«
»Habt ihr vielleicht keine?«
»Warum sollen wir keine haben, Nikolai Jeremejitsch? Es ist doch eine Waldgegend. Es gibt aber jetzt viel Arbeit, Nikolai Jeremejitsch.«
»Viel Arbeit! Das ist es eben, ihr arbeitet gerne für fremde Menschen, für eure Gutsherrin wollt ihr aber nicht arbeiten . . . Es ist doch alles eins!«
»Die Arbeit ist wohl die gleiche, Nikolai Jeremejitsch . . . aber . . .«
»Was denn?«
»Die Bezahlung ist etwas . . . ich meine . . .«
»Was euch nicht einfällt! Verwöhnt seid ihr, das ist es!«
»Auch muß ich noch das sagen, Nikolai Jeremejitsch, es ist nur für eine Woche Arbeit da, aber man wird uns einen Monat hierbehalten. Bald langt das Material nicht, bald schickt man uns in den Garten, um die Wege zu putzen.«
»Was dir nicht alles einfällt! Die Gnädige hat selbst zu befehlen geruht, also haben wir miteinander nichts zu reden.«
Sidor verstummte und begann von einem Fuß auf den andern zu treten.
Nikolai Jeremejitsch neigte den Kopf auf die Seite und begann mit besonderem Eifer mit den Beinkugeln zu klappern.
»Unsere . . . Bauern . . . Nikolai Jeremejitsch . . .«, begann endlich Sidor, bei jedem Wort stockend, »ließen Euer Gnaden . . . hier ist es . . .« Er steckte seine Riesenhand in den Busen seines Mantels und begann ein zusammengewickeltes Handtuch mit rotem Muster hervorzuholen.
»Was fällt dir ein, was fällt dir ein, Dummkopf, bist wohl verrückt?« unterbrach ihn der Dicke eilig. »Geh, geh zu mir ins Haus«, fuhr er fort, indem er den erstaunten Bauern beinahe hinauswarf, »frage dort nach meiner Frau . . . sie wird dir Tee geben; ich komm’ auch gleich hin, geh. Man sagt dir doch, geh.«
Sidor ging hinaus.
»So ein . . . Bär!« murmelte der erste Buchhalter, während jener hinausging. Dann schüttelte er den Kopf und machte sich wieder ans Rechenbrett.
Plötzlich ertönten auf der Straße und der Treppe Schreie. »Kuprja! Kuprja! Mit Kuprja ist nicht zu spaßen!« und bald darauf trat ins Kontor ein kleingewachsener Mann von schwindsüchtigem Aussehen, mit einer ungewöhnlich langen Nase, großen, unbeweglichen Augen und einer außerordentlich stolzen Haltung. Bekleidet war er mit einem alten, zerrissenen, adelaidenfarbenen oder, wie man bei uns sagt, odelloidenfarbenen Rock mit Plüschkragen und winzigen Knöpfchen. Auf dem Buckel trug er eine Tracht Brennholz. Um ihn herum drängten sich an die fünf Leibeigene, und alle schrien: »Kuprja! Kuprja! Mit Kuprja ist nicht zu spaßen! Man hat Kuprja zum Heizer ernannt, zum Heizer!« Aber der Mann mit dem Plüschkragen schenkte dem Geschrei seiner Genossen nicht die geringste Beachtung und verzog keine Miene. Mit abgemessenen Schritten ging er auf den Ofen zu, lud seine Tracht ab, richtete sich auf, holte aus der rückwärtigen Tasche eine Tabaksdose hervor, riß die Augen weit auf und begann, sich den mit Asche vermengten Steinkleetabak in die Nase zu stopfen.
Beim Erscheinen der lärmenden Gesellschaft runzelte der Dicke erst die Brauen und erhob sich von seinem Platz; als er aber sah, was los war, lächelte er und befahl nur den Leuten, nicht so zu schreien, im Nebenzimmer schlafe ein Jäger. »Was für ein Jäger?« fragten zwei Männer gleichzeitig.
»Ein Gutsbesitzer.«
»Aha.«
»Sollen sie nur lärmen«, begann, die Arme spreizend, der Mann mit dem Plüschkragen. »Was geht es mich an! Wenn sie mich nur nicht anrühren. Man hat mich zum Heizer ernannt . . .«
»Zum Heizer! Zum Heizer!« fielen die andern freudig ein.
»Die Gnädige hat es befohlen«, fuhr er fort, die Achseln zuckend. »Wartet nur . . . euch wird man noch zu Schweinehirten ernennen. Daß ich aber ein Schneider bin, ein guter Schneider, daß ich bei den ersten Meistern in Moskau in der Lehre war und für Generale genäht habe, das kann mir niemand nehmen. Was tut ihr so tapfer . . .? Ihr seid Müßiggänger und Taugenichtse und sonst nichts. Wenn man mich freiläßt, verhungere ich nicht und gehe nicht zugrunde; wenn man mir nur einen Paß gibt, werde ich einen guten Zins zahlen und die Herrschaften zufriedenstellen. Was seid aber ihr? Ihr werdet zugrunde gehen, zugrunde gehen wie die Fliegen, das ist alles!«
»Das war aber gelogen«, unterbrach ihn ein pockennarbiger, hellblonder Bursche mit roter Halsbinde und durchgewetzten Ellenbogen. »Du hast schon einen Paß gehabt, aber die Herrschaften haben von dir keine Kopeke Zins zu sehen bekommen, und hast auch für dich selbst nichts verdient; hast dich mit Mühe heimgeschleppt; seit damals trägst du immer noch den gleichen Rock.«
»Was soll man machen; Konstantin Narkisytsch!« entgegnete Kuprian. »Wenn ein Mensch sich einmal verliebt hat, so ist er verloren. Mach erst durch, was ich durchgemacht habe, Konstantin Narkisytsch, und dann verurteile mich.«
»In wen hast du dich aber verliebt! In ein Scheusal!«
»Nein, das sollst du nicht sagen, Konstantin Narkisytsch.«
»Wem erzählst du das? Ich habe sie doch gesehen; im vergangenen Jahr habe ich sie in Moskau mit eigenen Augen gesehen.«
»Im vergangenen Jahr hat sie wirklich etwas von ihrer Schönheit verloren«, bemerkte Kuprian.
»Nein, meine Herren, was sollen wir darüber reden!« begann in einem rechtlichen und nachlässigen Ton ein hagerer, großgewachsener Mann mit einem Gesicht voller Pickel, mit gekräuseltem und öltriefendem Haar, wahrscheinlich ein Kammerdiener. »Kuprian Afanaßjitsch soll uns lieber sein Liedchen singen. Nun, fangen Sie an, Kuprian Afanaßjitsch!«
»Ja, ja!« riefen die anderen. »Bravo, Alexandra! Schön hat sie den Kuprja hereingelegt . . . das muß man schon sagen . . . Sing, Kuprja . . .! Bravo, Alexandra!« (Die Leibeigenen gebrauchen oft der Zärtlichkeit wegen, wenn sie von einem Mann sprechen, weibliche Endungen.) »Sing!«
»Hier ist kein Ort zum Singen«, entgegnete Kuprian fest. »Hier ist das herrschaftliche Kontor.«
»Was geht es dich an? Du willst doch selbst Kontorist werden?« antwortete Konstantin mit rohem Lachen. »So scheint es mir!«
»Alles hängt vom Willen der Herrschaft ab«, bemerkte der Arme.
»Seht ihr, was er werden will; wie gefällt er euch? Ah! Ah!«
Alle lachten, einzelne fingen sogar zu springen an. Am lautesten lachte ein fünfzehnjähriger Bengel, wahrscheinlich der Sohn eines Aristokraten unter den Leibeigenen. Er trug eine Weste mit Bronzeknöpfen, eine lilafarbene Halsbinde und hatte sich bereits ein Bäuchlein zugelegt.
»Gestehe doch, Kuprja«, begann selbstzufrieden Nikolai Jeremejitsch, dem die Sache wohl Spaß machte und der in Stimmung gekommen war, »es ist doch schlecht, Heizer zu sein? Ist wohl eine ganz dumme Beschäftigung?«
»Was soll ich sagen, Nikolai Jeremejitsch?« antwortete Kuprian. »Sie sind jetzt Sekretär, das stimmt; das wird niemand bestreiten; aber auch Sie waren einmal in Ungnade und haben auch in einem Bauernhaus wohnen müssen.«
»Paß auf, nimm dir nicht zu viel heraus!« unterbrach ihn der Dicke gereizt. »Narr, man macht doch nur Spaß mit dir; das müßtest du doch fühlen und dankbar sein, daß man sich mit dir abgibt, Dummkopf.«
»Das kam so zufällig, Nikolai Jeremejitsch, entschuldigen Sie . . .«
»Ja, zufällig!«
Die Tür ging auf, und ein kleiner Diener stürzte ins Zimmer.
»Nikolai Jeremejitsch, die Gnädige läßt Sie rufen.«
»Wer ist bei der Gnädigen?« fragte er den Diener.
»Aksinja Nikitischna und der Kaufmann aus Wenjew.«
»Ich komme sofort. Ihr aber, Brüder«, fuhr er eindringlich fort, »geht lieber mit dem neuernannten Heizer von hier fort; wie leicht kann der Deutsche hereinschauen und euch anzeigen.«
Der Dicke brachte sein Haar in Ordnung, hüstelte in die hohle Hand, die im Rockärmel fast ganz verschwand, knöpfte alle Knöpfe zu und begab sich breitbeinig zu der Gnädigen. Etwas später entfernte sich auch die ganze Gesellschaft mit Kuprian. Nur mein alter Bekannter, der Diensthabende, blieb zurück. Er begann erst die Gänsefedern zu schneiden, schlief aber im Sitzen ein. Mehrere Fliegen benutzten sofort diesen glücklichen Umstand und setzten sich ihm auf den Mund. Eine Mücke ließ sich auf seiner Stirn nieder, stellte ihre Beinchen symmetrisch auseinander und bohrte ihren Stachel langsam in sein weiches Fleisch. Der rothaarige Kopf mit dem Backenbart zeigte sich wieder in der Tür, sah sich um und trat zugleich mit seinem recht unschönen Körper ins Kontor.
»Fedjuschka! Du, Fedjuschka! Immer schläfst du!« versetzte der Kopf.
Der Diensthabende öffnete die Augen und erhob sich vom Stuhl.
»Ist Nikolai Jeremejitsch zur Gnädigen gegangen?«
»Ja, zur Gnädigen, Wassilij Nikolajewitsch.«
So, so, dachte ich mir, das ist er, der erste Kassierer.
Der erste Kassierer fing an, im Zimmer auf und ab zu gehen. Es war übrigens mehr ein Schleichen als ein Gehen; überhaupt hatte er Ähnlichkeit mit einer Katze. Auf seinen Schultern schlotterte ein alter schwarzer Frack mit sehr schmalen Schößen; die eine Hand hielt er auf der Brust, mit der andern griff er aber jeden Augenblick an seine hohe, enge Halsbinde aus Roßhaar und drehte dabei angestrengt den Kopf. Er trug Stiefel aus Bockleder, die nicht knarrten, und trat sehr leise auf.
»Heute hat der Gutsbesitzer Jaguschkin nach Ihnen gefragt«, versetzte der Diensthabende.
»Hm, er hat nach mir gefragt? Was hat er denn gesagt?«
»Er hat gesagt, daß er am Abend zu Tjutjurew kommen und Sie dort erwarten wird. ›Ich muß‹, hat er gesagt, ›mit Wassilij Nikolajewitsch über eine Sache sprechen‹; über was für eine Sache, hat er aber nicht gesagt. ›Wassilij Nikolajewitsch weiß es schon‹, hat er gesagt.«
»Hm!« entgegnete der erste Kassierer und trat ans Fenster.
»Ist Nikolai Jeremejew im Kontor?« erklang im Flur eine laute Stimme, und ein großgewachsener Mensch mit einem unregelmäßigen, aber ausdrucksvollen und kühnen Gesicht, recht sauber gekleidet, trat, offenbar erzürnt, über die Schwelle.
»Ist er nicht hier?« fragte er, indem er sich schnell umsah.
»Nikolai Jeremejitsch ist bei der Gnädigen«, antwortete der Kassierer. »Sagen Sie mir, was Sie wollen, Pawel Andrejitsch. Sie können es mir sagen . . . Was wollen Sie?«
»Was ich will? Sie wollen wissen, was ich will?« Der Kassierer nickte schmerzvoll mit dem Kopf. »Ich will es ihm zeigen, dem nichtsnutzigen Dickwanst, dem gemeinen Angeber . . . Ich werde ihm das Angeben schon zeigen!«
Pawel ließ sich in einen Stuhl fallen.
»Was haben Sie, was haben Sie, Pawel Andrejitsch? Beruhigen Sie sich . . . Wie, schämen Sie sich nicht? Vergessen Sie doch nicht, von wem Sie sprechen, Pawel Andrejitsch!« stammelte der Kassierer.
»Von wem ich spreche? Was geht es mich an, daß man ihn zum ersten Sekretär ernannt hat! Da hat man gerade den richtigen gefunden. Man hat den Bock zum Gärtner gemacht!«
»Hören Sie auf, hören Sie auf, Pawel Andrejitsch, hören Sie auf! Lassen Sie es . . . was für Dummheiten!«
»Da wedelt er schon mit dem Schwanz, der Fuchs . . .! Ich will auf ihn hier warten«, sagte Pawel erbost und schlug mit der Hand auf den Tisch. »Ah, da kommt er ja«, fügte er hinzu, zum Fenster hinausschauend. »Wenn man vom Wolf spricht . . . Kommen Sie nur!« Er stand auf.
Nikolai Jeremejitsch trat ins Kontor. Sein Gesicht strahlte vor Freude, als er aber Pawel sah, wurde er etwas verlegen.
»Guten Tag, Nikolai Jeremejitsch«, sagte Pawel bedeutungsvoll, ihm langsam entgegenkommend. »Guten Tag!«
Der erste Sekretär antwortete nichts. In der Tür zeigte sich das Gesicht des Kaufmanns.
»Warum wollen Sie mir nicht antworten?« fuhr Pawel fort. »Übrigens, nein . . . nein«, fügte er hinzu, »so geht es nicht; mit Schreien und Schimpfen kann man nichts ausrichten. Sagen Sie mir lieber im guten, Nikolai Jeremejitsch, weshalb verfolgen Sie mich? Weshalb wollen Sie mich zugrunde richten? Nun, sprechen Sie doch, sprechen Sie doch.«
»Hier ist nicht der Ort, um sich mit Ihnen auseinanderzusetzen«, entgegnete nicht ohne Erregung der erste Sekretär, »es ist auch nicht die Zeit dazu. Aber ich wundere mich, offen gestanden, über das eine: Wie kommen Sie darauf, daß ich Sie zugrunde richten will oder Sie verfolge? Wie kann ich Sie schließlich verfolgen! Sie sind doch nicht bei mir im Kontor angestellt.«
»Das will ich meinen«, antwortete Pawel, »das fehlte noch gerade! Aber warum verstellen Sie sich, Nikolai Jeremejitsch . . .? Sie verstehen mich doch.«
»Nein, ich verstehe Sie nicht.«
»Nein, Sie verstehen mich wohl.«
»Bei Gott, ich verstehe nichts.«
»Sie schwören noch! Wenn es schon so weit gekommen ist, so sagen Sie mir doch, ob Sie Gott fürchten! Warum lassen Sie das arme Mädel nicht in Ruhe? Was wollen Sie von ihr?«
»Von wem sprechen Sie eigentlich, Pawel Andrejitsch?« fragte der Dicke mit erheucheltem Erstaunen.
»Ach, er weiß es wohl nicht! Ich spreche von Tatjana. Fürchten Sie doch Gott! Wofür rächen Sie sich an ihr? Schämen Sie sich doch; Sie sind ein verheirateter Mann, haben Kinder von meiner Größe . . . Ich aber habe was anderes im Sinn: Ich will heiraten, ich handele nach Ehre und Gewissen.«
»Was kann ich dafür, Pawel Andrejitsch? Die Gnädige erlaubt Ihnen das Heiraten nicht; so ist einmal ihr Wille! Was kann ich dafür?«
»Was Sie dafür können? Haben Sie sich vielleicht nicht mit der alten Hexe, der Haushälterin, verschworen? Haben Sie niemand verleumdet? Verbreiten Sie nicht Lügengeschichten über das schutzlose Mädel? Hat man sie nicht dank Ihnen von einer Wäscherin zu einer Spülmagd gemacht? Wird sie nicht dank Ihnen geschlagen und muß in Sackleinwand gehen . . .? Schämen Sie sich doch, schämen Sie sich, Sie alter Mann! Jeden Tag kann Sie doch der Schlag treffen . . . Sie werden es vor Gott zu verantworten haben.«
»Schimpfen Sie nur, Pawel Andrejitsch, schimpfen Sie nur . . . Sie werden nicht mehr lange schimpfen!«
Pawel fuhr auf.
»Was? Du willst mir drohen?« begann er wütend. »Du glaubst wohl, daß ich dich fürchte? Nein, Bruder, du bist an den Unrechten gekommen! Was soll ich fürchten . . .? Ich finde überall mein Auskommen. Mit dir ist es eine andere Sache! Du kannst nur hier leben, verleumden und stehlen . . .«
»Was der sich herausnimmt!« unterbrach ihn der Sekretär, der nun auch anfing, die Geduld zu verlieren. »Ein Feldscher, ein einfacher Feldscher, ein nichtsnutziger Quacksalber; wenn man ihm aber zuhört, kann man meinen, er sei eine wichtige Person!«
»Jawohl, ich bin Feldscher, aber ohne diesen Feldscher würden Euer Gnaden jetzt auf dem Friedhof faulen . . . Was hat mich auch der Teufel verführt, ihn zu heilen«, fügte er zwischen den Zähnen hinzu.
»Du hast mich geheilt . . .? Nein, du wolltest mich vergiften; du hast mir Aloe eingegeben«, fiel ihm der Sekretär ins Wort.
»Wenn aber bei dir nichts als Aloe wirkte?«
»Aloe ist von der Medizinalverwaltung verboten«, fuhr der Sekretär fort. »Ich werde mich noch beschweren . . . Du hast mich töten wollen, das ist es! Aber Gott hat es nicht zugelassen.«
»Hört doch auf, hört doch auf, meine Herren«, versuchte der Kassierer die beiden zu beschwichtigen . . .
»Laß mich in Ruh’!« schrie ihn der Sekretär an. »Er hat mich vergiften wollen! Verstehst du das?«
»Was brauche ich dich zu vergiften . . . Hör einmal, Nikolai Jeremejew«, sagte Pawel mit Verzweiflung. »Ich bitte dich zum letzten Male . . . du hast mich dazu getrieben, ich halte es nicht mehr aus. Laß uns in Ruhe, verstehst du? Sonst, bei Gott, geht es einem von uns schlecht. Dich meine ich!«
Der Dicke verlor die Fassung.
»Ich fürchte dich nicht«, schrie er auf, »hörst du, du Milchbart! Ich bin mit deinem Vater fertig geworden und habe ihm die Hörner gestutzt – das soll dir als Beispiel dienen, paß auf!«
»Sprich mir nicht von meinem Vater, Nikolai Jeremejew, sprich nicht von ihm!«
»So, so! Was bist du mir für ein Lehrmeister?«
»Ich sage dir, sprich mir nicht von ihm!«
»Und ich sage dir, vergiß dich nicht . . . Wie nötig dich auch die Gnädige nach deiner Ansicht braucht, aber wenn sie zwischen uns beiden zu wählen hat, so wirst du dich nicht halten können, Liebster! Niemand darf hier revoltieren, paß auf!« Pawel zitterte vor Wut. »Aber dem Mädel Tatjana geschieht ganz recht . . . Wart, sie wird noch was ganz anderes erleben!«
Pawel stürzte mit erhobenen Armen auf ihn los, und der Sekretär fiel schwer zu Boden.
»In Ketten mit ihm, in Ketten!« stöhnte Nikolai Jeremejew.
Das Ende dieser Szene kann ich nicht beschreiben; ich fürchte ohnehin, das Gefühl des Lesers verletzt zu haben.
Am gleichen Tag kehrte ich nach Hause zurück. Eine Woche später erfuhr ich, daß Frau Losnjakowa sowohl Pawel als Nikolai in ihren Diensten behalten, das Mädel Tatjana aber auf ein anderes Gut verschickt hatte; sie konnte sie wohl nicht brauchen.
Der Birjuk. 4
Ich fuhr abends allein auf meinem Rennwagen von der Jagd. Bis nach Hause hatte ich an die acht Werst; meine gute Traberstute lief rüstig über die staubige Straße, indem sie ab und zu schnaubte und die Ohren bewegte; der müde Hund blieb wie angebunden keinen Schritt hinter den Hinterrädern zurück. Ein Gewitter war im Anzug. Vor mir erhob sich hinter dem Wald eine riesengroße lila Wolke; über mir und mir entgegen zogen langgestreckte graue Wolken; die Bachweiden rauschten und bewegten sich unruhig. Eine feuchte Kälte war plötzlich an Stelle der schwülen Hitze getreten; die Schatten verdichteten sich schnell. Ich schlug das Pferd mit der Leine, fuhr in eine Schlucht hinunter, kam über einen ausgetrockneten, ganz mit Weiden bewachsenen Bach, fuhr den andern Abhang hinauf und in den Wald hinein. Der Weg wand sich vor mir zwischen den dichten, schon in Dunkelheit gehüllten Haselsträuchern, ich kam nur mit Mühe vorwärts. Der Wagen hüpfte über die harten Wurzeln der hundertjährigen Eichen und Linden, die auf jedem Schritt die tiefen Spuren der Bauernwagen durchschnitten; mein Pferd begann zu stolpern. Plötzlich brauste in der Höhe ein heftiger Wind, die Bäume rauschten, und große Regentropfen prasselten und klatschten laut auf das Laub nieder; ein Blitz zuckte, und das Gewitter brach los. Es regnete in Strömen. Ich fuhr im Schritt weiter und mußte bald halten; mein Pferd blieb im Schmutz stecken, und ich konnte nichts sehen. So gut es ging fand ich Schutz unter einem breiten Strauch. Zusammengekrümmt und das Gesicht verhüllt, wartete ich geduldig auf das Ende des Unwetters, als ich plötzlich beim Leuchten des Blitzes vor mir auf dem Weg eine hohe Gestalt zu sehen glaubte. Ich blickte gespannt in die Richtung, und die gleiche Gestalt tauchte plötzlich, wie aus dem Boden gewachsen, dicht neben meinem Wagen auf.
»Wer ist da?« fragte eine laute Stimme.
»Und wer bist du?«
»Ich bin der hiesige Waldhüter.«
Ich nannte meinen Namen.
»Ach, ich kenne Sie! Fahren Sie nach Hause?«
»Ja, nach Hause. Aber dieses Gewitter . . .«
»Ja, das Gewitter«, antwortete die Stimme.
Ein weißer Blitz beleuchtete den Waldhüter vom Kopf bis zu den Füßen; ein lauter, kurzer Donnerschlag folgte gleich darauf. Der Regen strömte mit doppelter Kraft herab.
»Das endet nicht so bald«, versetzte der Waldhüter.
»Was soll ich machen?«
»Ich kann Sie in mein Haus führen«, sagte er kurz.
»Tue mir den Gefallen.«
»Bleiben Sie bitte sitzen.«
Er trat an den Kopf meines Pferdes, faßte es am Zaum und zog es von der Stelle. Wir setzten uns in Bewegung. Ich hielt mich am Kissen des Wagens fest, welcher schwankte wie ein Nachen im Meer, und rief meinen Hund. Meine arme Stute schlürfte schwer mit den Hufen durch den Schmutz, glitt aus und stolperte; der Waldhüter wankte vor den Deichselstangen wie ein Gespenst. Wir fuhren ziemlich lang; endlich blieb mein Führer stehen. »Nun sind wir daheim, Herr«, sagte er mit ruhiger Stimme. Ein Pförtchen knarrte, mehrere junge Hunde bellten. Ich hob den Kopf und sah beim Leuchten des Blitzes eine kleine Hütte in der Mitte eines großen, mit Flechtwerk’ eingezäunten Hofes. In dem einen Fensterchen brannte trübes Licht. Der Waldhüter führte das Pferd dicht vor die Treppe und klopfte an die Tür. »Sofort, sofort!« antwortete ein feines Stimmchen, man hörte Tritte bloßer Füße, der Riegel knarrte, und ein etwa zwölfjähriges Mädchen in einem mit einem Tuchstreifen umgürteten Hemd erschien, mit einer Laterne in der Hand, an der Schwelle.
»Leuchte dem Herrn«, sagte er ihr. »Ihren Wagen will ich unter das Schutzdach stellen.«
Das Mädchen sah mich an und ging ins Haus. Ich folgte ihr.
Das Haus des Waldhüters bestand aus einem einzigen verräucherten, niedrigen und leeren Zimmer, ohne Pritsche und ohne jeden Verschlag. An der Wand hing ein zerrissener Schafspelz. Auf der Bank lag ein einläufiges Gewehr, in der Ecke ein Haufen Lumpen; zwei große Töpfe standen neben dem Ofen. Auf dem Tisch brannte ein Kienspan; bald leuchtete er traurig auf, bald schien er zu verlöschen. Mitten in der Stube hing vom Ende einer langen Stange eine Wiege herab. Das Mädchen blies die Laterne aus, setzte sich auf eine winzige Bank und begann mit der Rechten die Wiege zu schaukeln und mit der Linken den Kienspan zu putzen. Ich sah mich um – mein Herz krampfte sich zusammen: So traurig ist es nachts in einer Bauernstube. Das Kind in der Wiege atmete schwer.
»Bist du allein hier?« fragte ich das Mädchen.
»Ja, allein«, antwortete sie kaum hörbar.
»Bist du des Waldhüters Tochter?«
»Ja, des Waldhüters«, flüsterte sie.
Die Tür knarrte, und der Waldhüter trat mit gebücktem Kopf über die Schwelle. Er hob die Laterne vom Boden auf, trat an den Tisch und zündete den Docht an.
»Sie sind wohl nicht an einen Kienspan gewöhnt?« sagte er und schüttelte seine Locken.
Ich sah ihn an. Selten hatte ich einen so stattlichen Kerl gesehen. Er war großgewachsen, breitschultrig und herrlich gebaut. Unter dem feuchten Hemd wölbten sich seine mächtigen Muskeln. Der schwarze, lockige Vollbart verdeckte bis zur Hälfte sein ernstes, männliches Gesicht; unter den zusammengewachsenen Brauen blickten mutig kleine braune Augen. Er stemmte die Arme leicht in die Hüften und blieb vor mir stehen.
Ich dankte ihm und fragte ihn nach seinem Namen.
»Ich heiße Foma«, antwortete er, »und mit dem Zunamen Birjuk.«
»Ah, du bist Birjuk?«
Ich sah ihn mit doppelter Neugier an. Von meinem Jermolai und auch von andern hatte ich verschiedenes über den Waldhüter Birjuk gehört, den die Bauern in der Umgegend wie das Feuer fürchteten. Nach ihren Worten hat es in der ganzen Welt noch keinen solchen Meister in seinem Fach gegeben. »Der läßt keine Tracht Reisig fortschleppen; zu jeder Zeit, selbst um Mitternacht erwischt er einen, und man kann sich gegen ihn gar nicht wehren: Er ist stark und flink wie der Teufel . . . Man kann ihn auch mit nichts bestechen, weder mit Schnaps noch mit Geld, er läßt sich durch nichts verlocken. Die guten Leute haben ihn schon mehr als einmal aus der Welt schaffen wollen, aber er läßt sich nicht fangen.«
So urteilten die Bauern der Umgegend über Birjuk.
»Du bist also Birjuk«, wiederholte ich, »ich habe schon von dir gehört, Bruder. Man sagt, du gibst keinem Menschen Pardon, den du erwischst.«
»Ich tue nur meine Pflicht«, antwortete er düster; »ich will nicht das herrschaftliche Brot umsonst essen.«
Er holte aus seinem Gürtel ein Beil, hockte sich auf den Boden nieder und fing an, einen Kienspan zu spalten.
»Hast du keine Frau?« fragte ich ihn.
»Nein«, antwortete er und holte mit dem Beil aus.
»Sie ist wohl gestorben?«
»Nein . . . ja . . . gestorben«, fügte er hinzu und wandte sich weg.
Ich verstummte: Er hob die Augen und sah mich an.
»Sie ist mit einem Kleinbürger, der des Weges kam, durchgebrannt«, sagte er mit einem grausamen Lächeln.
Das Mädchen schlug die Augen nieder; das Kind erwachte und fing zu schreien an; das Mädchen trat zur Wiege.
»Hier, gib es ihm«, sagte Birjuk und drückte dem Mädchen einen schmutzigen Lutschbeute! in die Hand. »Auch den hat sie verlassen«, fuhr er halblaut fort, auf das Kind weisend. Dann trat er an die Tür, blieb stehen und wandte sich zu mir um.
»Herr«, begann er, »Sie werden wohl unser Brot nicht essen wollen, aber außer Brot habe ich nichts . . .«
»Ich habe keinen Hunger.«
»Nun, wie Sie wollen. Einen Samowar würde ich Ihnen bereiten, aber ich habe keinen Tee . . . Ich will mal hingehen und nach Ihrem Pferd schauen.«
Er ging hinaus und schlug die Tür zu. Ich sah mich wieder um. Die Stube erschien mir noch trauriger als früher. Der bittere Geruch von kaltem Rauch benahm mir den Atem. Das Mädchen rührte sich nicht von der Stelle und hob auch die Augen nicht; ab und zu stieß es die Wiege und zog scheu das herabgleitende Hemd wieder auf die Schultern; ihre bloßen Beine hingen unbeweglich herab.
»Wie heißt du?« fragte ich.
»Ulita«, antwortete sie und senkte ihr trauriges Gesichtchen noch tiefer herab.
Der Waldhüter kam zurück und setzte sich auf die Bank.
»Das Gewitter verzieht sich«, sagte er nach einem kurzen Schweigen; »wenn Sie wollen, führe ich Sie aus dem Wald hinaus.«
Ich erhob mich. Birjuk nahm sein Gewehr und untersuchte die Pfanne.
»Warum das?« fragte ich ihn.
»Im Wald sind Diebe . . . Bei der Stuten-HöheIm Orjolschen Gouvernement bedeutet Höhe eine Schlucht. (Anmerkung Turgenjews) fällen sie einen Baum«, fügte er als Antwort auf meinen fragenden Blick hinzu.
»Hört man es denn von hier?«
»Vom Hof hört man es.«
Wir gingen zusammen hinaus. Der Regen hatte aufgehört. In der Ferne drängten sich noch schwere Wolken und zuckten lange Blitze; aber über unseren Köpfen war schon hier und da der dunkelblaue Himmel zu sehen, und die Sterne flimmerten durch die dünnen, schnell vorbeiziehenden Wolken. Die Umrisse der vom Regen besprengten und vom Wind durchschüttelten Bäume traten aus dem Dunkel hervor. Wir fingen an zu horchen. Der Waldhüter zog seine Mütze vom Kopf und senkte das Gesicht. »Schau, schau . . .«, versetzte er plötzlich, die Hand ausstreckend, »was er sich für eine Nacht gewählt hat.« Ich hörte nichts als das Rauschen der Blätter. Birjuk führte mein Pferd unter dem Schutzdach hinaus. »So werde ich ihn vielleicht verpassen«, sagte er laut.
»Ich geh’ mit dir mit . . . willst du?«
»Gut«, antwortete er und zog das Pferd zurück, »wir werden ihn im Nu erwischen, dann will ich Sie begleiten, kommen Sie.«
Wir gingen, Birjuk voran und ich hinter ihm. Gott allein weiß, wie er den Weg fand, aber er blieb nur selten stehen, und auch das nur, um auf die Schläge der Axt zu horchen. »Da schau«, murmelte er zwischen den Zähnen. »Hören Sie es?« – »Wo denn?«
Birjuk zuckte die Achseln. Wir stiegen in die Schlucht hinab, hier wurde es für einen Augenblick windstill, und ich hörte deutlich die gleichmäßigen Schläge. Birjuk sah mich an und schüttelte den Kopf. Wir gingen über nasses Farnkraut und Brennesseln weiter. Es ertönte ein dumpfes, anhaltendes Dröhnen . . .
»Nun hat er ihn umgeworfen . . .«, murmelte Birjuk.
Der Himmel wurde indessen immer reiner; im Wald dämmerte es leicht. Endlich kamen wir aus der Schlucht heraus.
»Warten Sie hier«, flüsterte mir der Waldhüter zu. Dann bückte er sich, hob sein Gewehr in die Höhe und verschwand im Wald. Ich fing an, gespannt zu horchen. Durch das anhaltende Rauschen des Windes glaubte ich in der Nähe schwache Töne zu hören: das vorsichtige Schlagen einer Axt auf die Äste, das Knarren von Rädern und das Schnauben eines Pferdes . . . »Wohin? Halt!« erdröhnte plötzlich die eiserne Stimme Birjuks. Eine andere Stimme schrie jämmerlich wie ein Hase. Es begann ein Kampf. – »Nein! Nein!« wiederholte Birjuk keuchend, »du entwischst mir nicht . . .« Ich eilte auf das Geschrei hin und erreichte, bei jedem Schritt stolpernd, den Kampfplatz. Auf dem Boden neben dem gefällten Baum machte sich der Waldhüter zu schaffen: Er hatte den Dieb unter sich und band ihm mit einem Gürtel die Hände auf den Rücken. Ich kam näher. Birjuk erhob sich und stellte auch ihn auf die Beine. Ich erblickte einen durchnäßten, abgerissenen Bauern mit einem langen, zerzausten Bart. Ein elendes, zur Hälfte mit einer Bastmatte bedecktes Pferd stand gleich daneben, an das Untergestell eines Leiterwagens gespannt. Der Waldhüter sprach kein Wort; auch der Bauer schwieg und schüttelte nur den Kopf.
»Laß ihn laufen«, flüsterte ich Birjuk ins Ohr, »ich will den Baum bezahlen.«
Birjuk ergriff das Pferd schweigend mit der Linken am Schopf; mit der Rechten hielt er den Dieb am Gürtel. »Na, rühr dich, du Maulaffe!« sagte er ihm streng.
»Nehmen Sie doch die Axt da«, murmelte der Bauer.
»Ja, warum soll sie hier verlorengehen!« versetzte der Waldhüter und nahm die Axt.
Wir machten uns auf den Weg. Ich ging hinter den beiden . . . Es begann wieder zu tropfen, und bald goß es in Strömen. Mit Mühe erreichten wir die Hütte. Birjuk ließ das gefangene Pferd auf dem Hof zurück, führte den Bauern in die Stube, löste ein wenig den Knoten im Gürtel und setzte ihn in eine Ecke. Das Mädchen, das neben dem Ofen eingeschlafen war, sprang auf und begann uns mit stummem Schreck anzustarren. Ich setzte mich auf die Bank.
