Kitabı oku: «Brauner Zucker», sayfa 3
Die warmen Wassertropfen rannen an ihrer samtseidigen Haut herab.
Er nahm es ihr ab. Ließ einiges an Duschgel in die Hand laufen. Es roch nach Jasmin. Seine Handflächen verbreiteten das Gel mit sanften gleitenden Bewegungen über ihrem Rücken bis hinunter zum Hinterteil und zwischen ihren Pobacken wieder hoch. Den leisen Seufzer, in dem Erregung mitschwang, überhörte er trotz des Wassers nicht. Auch ihre Vorderseite kam in den Genuss seiner schaumigen Hände. Von hinten fuhr er mit ihnen über ihre festen Brüste. Schmiegte sich dabei ganz an ihren nassen Körper an. Sein erregtes Glied presste sich an die Falte der beiden Pobacken.
„Oh." Entkam ihr der Ausruf. Und sah dabei über ihre Schulter.
Über die Rundungen der Brust, nahm er die Erektion ihrer Brustwarzen wahr. Kreiste um diese herum. Nahm sie zwischen die Finger und spielte mit ihnen. Schob seine Hände hoch bis zum Hals und wieder hinunter über ihre Brüste. Weiter hinab zum Venushügel. Berühre ihre nasse Schambeharrung. Noch etwas weiter. Nahm die weichen Teile ihrer Scham wahr. Stimulierte diese durch zarte Berührungen. Drang mit dem Finger weit in ihr weibliches Geschlechtsteil ein. Ihr Stöhnen drang in sein Ohr und übertönte dabei das prasseln des Wassers. Ein leichter Druck seiner freien Hand auf ihren Rücken und sie stützte sich mit den Händen an der gefliesten Duschwand ab. Spreizte ihre Beine und ging etwas in die Hocke. Noch immer befriedigte seine Hand ihre Vagina. Gefühlvoll drangen seine Finger dabei immer wieder in sie hinein. Der Daumen stimulierte dabei den Punkt über ihre Klitoris. Ihr Stöhnen würde heftiger und eindringlicher. Er spürte die Verengung ihrer inneren Muskulatur des Vaginalbereiches. Sie war nah an ihrem Orgasmus.
Ihm dröhnte der Verstand sie so nah an dem Orgasmus zu haben. Durch ihr heftiges Stöhnen spannte sich sein eigener Körper und der Druck auf seine eigene Erektion stieg um ein Vielfaches.
Er zog seine Finger noch nicht aus ihr zurück, sondern verlangsamte nur den Rhythmus der Bewegungen. Drang auch nicht mehr so weit in sie hinein. Seine Bewegungen wurden langsamer. Nur die Intensität behielt er bei.
Sein Verlangen sie zu nehmen verstärkte sich von Sekunde zu Sekunde, denn der Druck auf seine Erektion war bereits am Höhepunkt angelangt.
Sie stützte sich nur mehr mit einer Hand von der Wand ab. Die andere fand den Weg über ihre Scham, seiner stimulierenden Hand bis zu seinem stark erregten Glied. Streifte ihre warme Hand über den Hoden und Schaft, auf und nieder.
Die Berührung ihrerseits seiner Genitalien entlockte ihm einen lustvollen Seufzer. Und ließ ihn in seinen stimulierenden Bewegungen kurz innehalten.
Sie richtet sich auf, drehte sich zu ihm um. Ihre Hand griff nach seinem Glied. Umfasste es. Bewegte die Hand auf und nieder. Langsam.
Er musste sich beherrschen, wollte er nicht jetzt sich der sexuellen Erlösung hingeben.
Sie sah ihm ins Gesicht, nur einen kurzen Moment. Bemerkte seine Reaktion. Hielt mit der Hand inne. Beugte ihren Körper nach vorne nieder, küsste seine Erektion. Spielte mit der Zunge um seine Eichel, nahm ihn in den Mund, begann vorsichtig zu saugen und gleichzeitig mit der Zunge über die Eichel zu gleiten. Intensiver und heftiger wurde ihr Spiel mit Mund und Zunge an seiner Erektion. Er übte leichte Bewegungen mit seinem Becken aus.
Es war für ihn wie eine Tortur, aber eine der liebenswertesten Art. Sein Atem ging heftig. Den Druck verspürte er nicht nur in seinem Geschlechtsteil, oh nein. Auch sein Geist verspürte denselben. Den der völligen angespannten sexuellen Ekstase, die sich auch an der Vorderfront seiner Stirn manifestierte. Alles um ihn herum verdrängte sich in den Hintergrund. Nahm nur mehr die Stimulanz seiner Erektion und die elektrisierende Vibration an seiner Stirn wahr, die sich über sein Gesicht verbreitete. Bis er sich nicht mehr zurückhalten konnte und sich, mit einem Lustschrei, in ihrem Mund ergoss.
„Wow!“ War seine einzige Reaktion, als er sich von der Erleichterung des sexuellen Drangs erlöst fühlte.
Kap. 5
Der entscheidende Tag, der Jean die Wahrheit bringen sollte, brach an.
Die Sonne schien bereits in sein Zimmer. Jean P. Hegena trat an das Fenster und sah hinaus. Sein Blick war starr auf die gegenüberliegende Straßenseite gerichtet, als hätte er etwas gesehen, das ihn schaudern ließ. Für Sekunden war er tief in seinen Gedanken versunken ohne das Geringste um sich herum wahrzunehmen. Erst der lauter werdende Lärm, der draußen arbeitenden Menschen brachte ihn ins jetzt zurück. Ihr Geschrei drang selbst noch durch das geschlossene Fenster in sein Schlafgemach ein. Gegenüber seinem Zimmer, auf der anderen Straßenseite, waren Männer und Frauen beschäftigt ihre Stände für den heutigen Markt aufzubauen.
Ein Blick auf seine Armbanduhr sagte ihm, dass es Zeit war sich fertig zu machen. Er begab sich ins Bad. Sah in den Spiegel und ein stoppelbärtiges Gesicht starrte ihm entgegen. Für einige Sekunden sah er in dieses ungepflegte betrübte Angesicht und versuchte dessen Gedanken zu ergründen. Aber was gab es da schon zu erforschen, was er nicht bereits selbst wusste. Schließlich war dieses Gesicht, das ihn fixierte, sein eigenes Spiegelbild.
Er griff nach dem Rasierschaum. Cremte sich ein. Nahm die Rasierklinge zu Hand und begann seinen drei Tage Bart ab zu rasieren. Nachher begab er sich unter die Dusche.
Als er fertig war und wieder in sein Ebenbild blickte, sah er in ein gepflegtes, zufriedenes und zuversichtliches Gesicht. Er war bereit den bevorstehenden, für ihn so wichtigen Tag, zu meistern. Verwendete noch ein After Shave. Das Deodorant das er benutzte duftete nach Citrus.
Die Nervosität, die ihn am Vortag übermannt hatte, war jetzt wie verflogen. Keine Bedenken und Zweifel waren mehr in ihm vorhanden. Fühlte sich zuversichtlich, den heutigen Tag mit Erfolg zu krönen.
Er holte den Anzug aus dem Kleiderschrank. Es war ein dunkelgrauer Anzug, weißes Hemd und eine ebenso dunkle Krawatte und kleidete sich an.
Zuletzt schlüpfte er noch in die sauber polierten italienischen Designerschuhe. Begutachtete sich im Spiegel und ordnete noch die letzten Kleinigkeiten an seinem Anzug. Rückte seine Krawatte zurecht. Griff nach der Armbanduhr. Unüblich für einen Mann, legte er sie an sein rechtes Handgelenk. Nahm Brieftasche und Handy an sich. Beides verschwand in die Innentaschen seines Sakkos.
Sah sich noch mal im Zimmer um und begab sich dann in den Frühstücksraum.
An zwei Tischen saßen bereits Hotelgäste beim Frühstück. An einem saß ein älteres, am anderen ein sehr junges Pärchen.
Er begab sich an den Tisch, der in der Ecke für eine Person gedeckt war. Von dort hatte er einen freien Blick zur Eingangstüre und über den gesamten Raum hinweg. Wie er es seit geraumer Zeit zu seiner Eigenheit gemacht hatte, pflegte seine Umgebung im Blickfeld zu haben um zu sehen, was um ihn herum geschah. Zu beobachten, waren es auch nur die geringsten Kleinigkeiten. Die Schaffensgabe in seinen Büchern hängte von seiner Beobachtungsgabe ab.
Er ließ sich, von der jungen Bedienung, Kaffee bringen und genoss sein Frühstück. Wie gewöhnlich mit Brot und Marmelade; Müsli mit Obst und Nüssen, Jogurt sowie ausgepressten Orangensaft.
Der Frühstücksraum füllte sich langsam mit den Gästen vom Hotel. Die einen kamen, die anderen gingen. Die meisten davon waren Pärchen. Nur zwei Personen waren ohne Begleitung, zwei Damen.
Eine davon schätzte er Mitte dreißig ein. Sie hatte ein schönes zierliches Gesicht, halblange rötlich blonde Haare. War einen halben Kopf kleiner als er. Schlank, lange Beine. Mit sehr weiblichem Aussehen, denn die Fülle ihrer Oberweite war für ihren grazilen Körper doch beträchtlich. Sie trug eine sehr eng anliegende olivgrüne Hose, eine weiße Bluse und eine ebenso olivgrüne Jacke. Ihre Kleidung prägte sehr ihren weiblichen Körper. Die kleine Handtasche, in Farbe, die zu ihrem Outfit passte, trug sie in der Hand.
Gerade eben betrat diese Person den Frühstücksraum. Sie blickte Jean im Vorübergehen an. Lächelte diskret, als sie an seinem Tisch vorbeischritt, um an den ihren zu gelangen. An den, ihm gegenüber, ebenso in der Ecke befindenden Tisch. Sie wählte die Sitzbank als Platz, um freies Blickfeld zu dem angelächelten jungen Mann zu haben.
Kurz darauf kam die zweite durch die Türe. Ihr Alter schätzte er Ende dreißig. Sie ging zu demselben Tisch, an dem die rotblonde Frau saß. War etwas kleiner als die Rotblonde und ihrer Statur war korpulenter. Die Haare waren strohblond, lang und zu einem Pferdeschwanz gebunden. Das Gesicht war rundlicher, als das ihrer Tischgenossin. Trug Ohrringe in der Form von silbrigen kleinen Tannenzapfen. Ihr Kleid war marinefarbig mit einem tiefen Ausschnitt. Darüber trug sie ein ebenso marinefarbiges Jäckchen. Von ihrer Schönheit war Jean nicht sonderlich beeindruckt, auch wenn man sie nicht als reizlos bezeichnen konnte. Sie hatte eben eine andere Facette von Schönheit.
Sie wollte sich der Rotblonden gegenüber niedersetzen. Wurde aber von dieser gebeten, ihr nicht die Sicht zu dem Mann zu versperren, der ihr gegenübersaß. Die Blondine blickte zu dem Mann hinüber, den ihre Freundin meinte. Sah wiederum die Freundin an. Setzte sich aber doch zu ihrer rechten nieder.
Jean bemerkte den herausfordernden Blick der Rotblonden. Hielt diesem stand. Lächelte zurück. Ihre sinnliche Avance wirkte besitzergreifend. Er beäugte auch die Blondine, die von ihrer Freundin nicht begeistert schien, dass diese so augenscheinlich den ihr gegenübersitzenden Mann zu bezirzen versuchte. Argwohn bemerkte er im Gesicht der strohblonden Frau, als sie einmal mehr zu ihm her blickte. Diese sprach leise auf die Rotblonde ein, die aber nicht zuzuhören schien, denn ihr Augenspiel weichte nicht von Jeans Antlitz. Dieses Verhalten versetzte die Blonde nur noch mehr in Neid. Jean bemerkte an ihr die Eifersucht die sie ausstrahlte, als diese wieder einmal zu ihm hersah.
‚Vermutlich ist es ein lesbisches Paar‘. Dachte sich Jean. ‚Die Rotblonde steht wohl auch auf Männer. Nicht nur auf Frauen‘, da sie Jean schöne Augen machte. Einigermaßen wurde ihm die Situation doch zu peinlich, auch wenn er sich dies nicht anmerken ließ.
Die Zeit verstrich für Jean langsam. Die Zeiger standen auf halb neun, als er auf die Uhr sah. Es brachte nichts noch weiter hier am Frühstückstisch zu verweilen, bis es Zeit war in den Buchhandel zu gehen.
Kap. 5
Um die größtmögliche Verbreitung des bevorstehenden Ereignisses anzukündigen, hatte man es durch Zeitung und Presse verbreiten lassen. Selbst die Buchhandlung, in der die Präsentation stattfand, betrieb schon seit Tagen Werbung für dieses Ereignis. Ein großes Plakat zierte die Eingangstür, um die Präsentation anzukündigen.
Der Buchhandel, wo die Präsentation stattfand, befand sich nicht weit entfernt vom Hotel. Zwei Straßen weiter in Richtung Innenstadt. Der Verlag in der entgegengesetzten Richtung vom Hotel.
Sollte er sich zum Verlag begeben um Helen abholen? Jean überlegte sich dies noch, als er das Hotel verließ. Sie hatten sich darüber nicht abgesprochen. Es wäre natürlich eine freundliche Geste seinerseits, würde er es tun. Zumindest könnte er doch nachfragen, ob sie es wünscht, dass er sie abholt, um gemeinsam zum Buchhandel zu gehen.
Doch er ließ es sein. Schlenderte stattdessen durch die Marktstände auf der gegenüber liegender Straßenseite. Vertrieb sich die Zeit im Bestaunen der Stände und Waren. Er ließ sich Zeit dabei, denn er hatte noch reichlich davon, bis zum Beginn der Präsentation. Es war erst kurz nach neun Uhr.
Die Zeiger seiner Armbanduhr zeigten auf zehn Uhr als er wieder einmal die Zeit kontrollierte, dass er ja nicht zu spät im Buchladen aufkreuzte. Es war an der Zeit, sich auf den Weg zu machen. Da er keine besonders große Eile hatte, ging er zu Fuß. Es war nicht sehr weit bis dorthin.
*
Der Raum des Buchladens füllte sich mit Menschen, die gekommen waren um die Präsentation zu Jeans neuestem Buch beizuwohnen. Noch war Zeit, denn der Beginn war erst auf zehn Uhr dreißig angesetzt. Seine Aufregung stieg.
Helen war noch nicht erschienen. Aus dem hinteren Teil des Ladens, der nur für das Personal zugänglich war, betrachtete er aufmerksam die anwesende Menschenmenge.
Mit Argusaugen spähte er durch den Spalt des Vorhanges. Schätzte die anwesenden Menschen ab. Waren es solche die echtes Interesse an seinem Buch zeigten, oder nur Schaulustige die einfach dabei sein wollten.
Die Zeiger der Uhr rückten immer näher an die Zeit des Beginns der Präsentation. Ungeduldig wartete Jean darauf, dass Helen endlich erschien. Sekunden vergingen, daraus wurden Minuten, doch für ihn schien es, als würde eine Ewigkeit verstreichen. Die Ungeduld in ihm wuchs und zehrte an seiner Geduld, denn Helen sollte bereits hier sein.
Immer großer wurde die Zahl der Menschenmenge die den Raum des Buchladens füllten.
Wie bereits bei seinen vergangenen Präsentationen, hatte sich seine Agentin dazu bereit erklärt, teilweise das Vorlesen für ihn zu übernehmen. Denn seine Schwierigkeit bestand darin: je länger er vor Publikum lesen sollte, wuchs seine innere Erregung. Darunter litten Stimme und Aussprache. Die Stimme wurde unsicher und die Aussprache fehlerhaft. Deshalb zog er es immer vor, nur eine kurze Passage selber vorzulesen. Das verbleibende las dann seine Agentin. Dies war eine vertragliche Vereinbarung, die er mit dem Verlag und dem Einverständnis seiner Agentin abgeschlossen hatte.
Jean Hegena war ein hervorragender Autor aber kein geübter Leser.
Er holte sein Handy aus der Jackentasche und sah nach ob nicht eine Nachricht von ihr eingegangen war. Nichts.
Tippte bereits die ersten Ziffern ihrer Nummer. Die Eingangstüre öffnete sich und er sah Helen eintreten.
Nur wenige Minuten fehlten noch, bis die Präsentation beginnen sollte.
„Endlich bist du da. Ich dachte schon du ...“, sagte er zu ihr, als sie an ihm vorbeischritt.
Seine Ungeduld war nicht zu übersehen. „Tut mir leid“, viel sie ihm rasch ins Wort. „Es kam leider etwas dazwischen.“
„Ich wollte dich soeben anrufen, wo du nur bleibst.“
„Beruhige dich. Jetzt bin ich ja da.“
„Aber spät. Es fehlen nur mehr ein paar Minuten. Machen wir alles wie abgesprochen?“
„Natürlich.“ Stimmte sie ihm bei.
Eben trat der Leiter des Buchladens in den hinteren Bereich ein, wo Jean und Helen sich aufhielten und miteinander sprachen.
„Können wir anfangen“, wandte er sich an beide.
Jean und Helen nickten und er begab sich zurück in den Ladenbereich. Hielt eine kurze Ansprache.
„Bist du bereit.“
„Ja, das bin ich.“ Und entledigte sich des grauen Mantels, den sie trug. Jean war ihr dabei behilflich. Darunter kam ein wunderschönes Kleid zum Vorschein.
Jean war sprachlos. Sie sah sehr sinnlich in dem Kleid aus. Überrascht blickte er sie von Kopf bis Fuß an. Ihr langes braunes lockenreiches Haar hatte sie hochgesteckt. Ihre jugendliche Ausstrahlung kam dadurch noch mehr zum Ausdruck.
Seitdem er sie kannte, hatte er sie noch nie in einem Kleid gesehen.
„Was ist?“ lautete ihre Frage, als sie sich ihm zuwandte und seinen starren Blick auf sich ruhen sah.
„Nichts! Ich habe dich nur noch nie in einem Kleid gesehen. Du …, du siehst so hinreißend …, so ambrosisch darin aus“, war seine erstaunte Antwort.
„Also begrüßen sie mit mir den Autor Jean P. Hegena und seine Agentin Helen Jesada.“ Kündigte der Sprecher beide an.
Sie kam nicht mehr dazu ihm eine Antwort zu geben, denn in diesen Augenblick hörte man bereits das Klatschen der Anwesenden vorne im Laden. Das kraftvolle applaudieren hallte durch den Raum. Beide begaben sich nach vorne in den Ladenbereich.
„Sehr geehrte Anwesende, meine Damen, meine Herren.“ Ergriff Helen das Wort. „Danke dass ihr so zahlreich erschienen seid. Als erstens möchte ich mich in Namen meines Verlages bei Herrn Fabien Merasin bedanken, dass er zustimmte die Präsentation in seinem Buchladen zu veranstalten. Danke. Natürlich auch im Namen des Autors Jean P. Hegena, aus dessen Feder das Buch stammt, welches heute hier seine Erstpräsentation hat. Ich möchte euch nicht länger auf die Folter spannen und bitte hiermit den Autor eine Kostprobe aus seinem neuesten Buch -Begierde, die Macht der Liebe- vorzutragen.“
Helen warf ihm einen auffordernden Blick zu. Sagte: „Herr Hegena bitte.“
„Bevor ich beginne auch meinerseits ein Dankeschön, dass ihr euch die Zeit nahmt dieser Präsentation beizuwohnen.“
Kap. 7
Nach der kurzen Ansprache seiner Agentin und seiner eigenen Dankesworte setzte sich Jean Hegena in einen der zwei Stühle am Tisch. Auf ihm lagen ein paar Bücher seines neuesten Romans. -Begierde, die Macht der Liebe- war auf dem Titelblatt zu lesen.
Auf den anderen Stuhl nahm Helen Jesada Platz.
Ein Lesezeichen markierte die Seite des Kapitels, das er zum Besten geben wollte.
Jean hatte bereits angefangen zu lesen, als sich die Türe des Buchladens öffnete und eine Frau eintrat. Sehr attraktiv. Rotschwarze lange Haare; sehr straffgezogen und zu einem einzigen Zoff, nach afrikanischer Art zusammengebunden. Etwa eins siebzig groß und schlank. Und noch sehr jung. Sie trug ein weißes Kleid.
Noch waren Jeans Augen in dem Text vertieft, den er vorlas.
*
…. Vorlesen. Es war bereits nach Mitternacht. Die Uhr der naheliegenden Kirche schlug einmal. Der dumpfe Ton der Glocke drang durch das offene Fenster.
Auf dem Bett lag ein blutjunges Mädchen, fünfzehn – sechszehn Jahre alt, das der Erforschung ihres Körpers nachging. Sie sah wesentlich älter aus als sie tatsächlich war.
Aus dem Nebenzimmer vernahm sie das lustvolle Stöhnen ihrer Mutter, die sich mit ihrem derzeitigen Partner dem gemeinsamen sexuellen Vergnügen hingab. Sie versuchte zwar ihre Liebeslust nicht in zu lautenstarken Tönen auszudrucken, doch sie vermochte ihre Lustschreie nicht zur Gänze zu unterdrücken. Ihre sexuellen Emotionen war sie gewöhnt starken Ausdruck zu verleihen, besonders bei sehr erfahrenen Liebhabern. --
*
Die letzten Worte des gelesenen Absatzes, aussprechend, blickte er hoch und bemerkte die vorhin eingetretene junge Frau, die genau ihm gegenüber hinter der letzten sitzenden Reihe stand. Kurz weilte sein Blick auf ihr, dass eine kurze Pause in seinem Lesen entstand, doch er fasste sich schnell wieder und las weiter.
*
…. Vorlesen. Das Mädchen befand sich in dem Alter, in dem man beginnt sich für das andere Geschlecht zu interessieren und die eigene Sexualität zu erkunden. - Es ist ja nicht mehr so, dass man mit dieser auf sich allein gestellt ist. Die biologische Seite der Vereinigung lernt man in der Schule. Von Vernunft bewussten Eltern wird man heutzutage aufgeklärt. - Doch was bleibt, ist der Drang der Selbsterfahrung. Den eigenen Körper zu erkunden und seine Bedürfnisse in dieser Hinsicht zu erfassen. Dem ging sie in diesen Moment nach. Sie spielte mit sich selber. In Gedanken an das, was im Schlafzimmer ihrer Mutter stattfand.
Sie hatte geblutet. War jetzt eine junge Frau.
Es gab für sie noch keinen Jungen, dem sie ihre Jungfräulichkeit hingegeben hatte, aber sie fühlte sich bereit zu diesem Schritt. Es sollte aber nicht irgendeiner sein, nein. Er sollte es sein! Er, den sie seit geraumer Zeit liebt. Noch wusste er nichts von ihrer Liebe zu ihm.
Immer wenn sie sich in seiner Nähe aufhielt, spürte sie wie ihr Puls anstieg und die Schmetterlinge in ihrem Bauch zu flattern begangen. --
*
Des Öfteren hoben sich Jeans Augen und suchten den Kontakt zu jener Frau von vorhin. Sie hatte sich auf einen freien Stuhl in der letzten Reihe gesetzt, der in einer Linie zum Leser stand und freies Blickfeld zu ihm bot. Je länger er las, desto nervöser und unsicherer wurde seine Stimme, auch wenn es den Zuhörern noch nicht so sehr auffiel.
Jean fühlte den Blick dieser jungen Schönheit, als würde er sich tief in ihn hineinbohren.
Seine Konzentration schwand durch die Anwesenheit dieser Frau, -das registrierte Jean an sich-, genauso wie auch die Festigkeit seiner Stimme nachließ.
Dies gewahr sehr wohl auch seine Agentin. Ein kurzer Augenkontakt von beiden, als er den Absatz beendete, nahm Helen wahr und fuhr mit dem Lesen des Textes fort.
Jean fühlte sich dadurch erleichtert.
*
…. Vorlesen. Es geschah vor noch nicht allzu langer Zeit, da erblickte das Mädchen ihren Angebeteten hüllenlos. In aller Pracht seiner Männlichkeit. Schlank, muskulös ein Adonis von einem Mann. Er hatte sie nicht bemerkt. Wenn doch, dann wäre er nach der Sauna sicherlich nicht so freizügig durch den Wohnbereich gegangen. Glaubte sie zumindest.
Neugierig wie sie war, ging sie ihm nach. Achtete darauf ja keinen Laut zu verursachen und sich nicht von ihm sehen zu lassen.
Sie war noch zu unerfahren in Sachen Liebe, doch von diesem Tag an, war sie wie ausgewechselt. Mit ihren Freundinnen redete sie kaum noch von Jungs. Auch das Getue von ihnen über Jungs, war ihr nicht mehr angetan. Sie hatte es als ein Spiel betrachtet.
Seit dem besagten Tag, hatte sie versucht so viel Zeit wie möglich in seiner Nähe zu verbringen. Fragte ihn nach Rat. Bat ihm um Hilfe, wenn es um Schulaufgaben ging, oder sie andere Probleme hatte, bei denen er ihr helfen konnte.
Bemühte sich, so unauffällig wie möglich, dass es ja nicht ihre Mutter mitbekam, mit ihm zu flirten. Versuchte mit dieser Taktik sein Interesse an ihr wecken. Entweder war er immun dagegen, oder er erkannte nicht die Zeichen die sie ihm zu senden versuchte.
Er verhielt sich immer korrekt und freundlich ihr gegenüber. Anfangs begnügte sie sich damit. Doch jetzt, als junge Frau wollte sie mehr. Sie wollte, dass er sie als Frau betrachtete und mit ihr intim wurde. --
*
Während Helen las, wanderten seine Blicke immer wieder zu dieser jungen braunhäutigen Frau. Irgendetwas war an ihr. Etwas Magisches, dem er nicht imstande war sich zu entziehen. Obwohl er versuchte sie nicht anzustarren, weilten seine Blicke immer öfter und länger an ihr. Beäugte sie. Folgte ihren Bewegungen, wie ihr überschlagen der Beine. Es schien, als würde sie seine Begutachtung ihrer Person nicht wahrzunehmen. Oder etwa doch? Und wenn, dann ließ sie es sich nicht anmerken. Tat völlig teilnahmslos als würde sie konzentriert dem Lesen folgen.
Aber auch sie fixierte ihn, mit ihren scharfen Augen. Zogen ihn in ihren Bann. Ließen ihn nicht los.
Dies geschah dermaßen Unauffällig, dass Jean es nicht bemerkte.
*
.… Vorlesen. Sie hatte vor es ihm zu sagen. Dem einen, für den ihr Herz schlug. Bald schon. Sie liebte.
Ihr Geburtstag war nicht mehr fern. An diesem Tage sollte es geschehen. Würde ihm sagen, dass sie ihn liebt. Wollte für ihn ihre Jungfräulichkeit opfern. Doch in einem Punkt war sie sich noch nicht sicher. Wie sie es bewerkstelligen sollte.
Mutter wird an diesem Tage daheim sein. Sie würde es ihr nicht entgehen lassen, für ihre geliebte Tochter zum Geburtstag eine kleine Familienfete zu organisieren. Gab es denn keine Möglichkeit, dass sie nicht zu Hause sein würde! Wie konnte sie es in die Tat umsetzen, dass Mutter aus dem Haus musste! Dass sie mit ihm allein sein konnte. --
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Immer weniger nahm Jean von dem Gelesen in sich auf. Seine Gedanken und Sinne beschäftigten sich fast gänzlich mit der Frau da hinten, die Weiß trug. Wer mag sie wohl sein? Es schien, als ginge etwas Vertrautes von ihr aus. Was dieses Vertrauliche an ihr war, das konnte er sich nicht erklären. Auf unerklärbarer Weise fühlte er sich zu Ihr hingezogen, als würde er sie bereits kennen. Aber dieses Gesicht! Sein Geist forschte in seiner Vergangenheit. Nein … er kannte es nicht, davon war er überzeugt. Und dennoch war ihm, als strömte etwas Bekanntes von ihm aus das er schon einmal irgendwo sah. Aber wo. Er fand keine Erklärung für sein Gefühl.
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…. Vorlesen. „Alles Gute zum Geburtstag, mein Schatz.“ Kam ihre Mutter in der Frühe dieses Tages, in ihr Zimmer gestürmt. Was sonst kaum der Fall war. Entfernte die zerzausten Haare aus dem noch verschlafenen Gesicht ihrer Tochter. Küsste sie auf beide Wangen. „Heute Abend werden wir gebührend feiern Schatz.“ Sagte sie zu der Tochter. „Jetzt muss ich aber gehen. Habe dir alles für dein Frühstück vorbereitet. Erik ist bereits gegangen. Er wird heute Abend ebenfalls dabei sein.“ Vicki war noch halb verschlafen und nahm nur die Hälfte von dem auf was ihre Mutter zu ihr sagte. Doch als sie seinen Namen erwähnte, war sie mit einem Schlag hellwach. Ihr Herz pochte schneller.
Er wird also auch da sein. Sie sehnte sich den Abend herbei.
Noch im Pyjama, begab sie sich nach unten. Am Tisch saß noch Erik. Sie konnte ihn nicht sehen, da seine Person von der Mauer verdeckt war. Erik nahm Präsenz der Tochter seiner Freundin erst wahr, als sie an ihn vorbei ging und sich vom Herd einen Tee holte. Er sah sie an, ihren Rücken, denn sie drehte sich nicht zu ihm um.
Erik hatte sein Frühstück beendet. In der Tasse war noch ein Rest von lauwarmen Kaffee. Lautlos nahm er diese in die Hand, trank aus, erhob sich aus dem Stuhl. Ging auf Vicki zu und stellte die Tasse ab. Fasste sie an der Schulter.
„Vicki.“ Ihr stockte fast der Atem, als sie seine Hand auf ihrer Schulter spürte. Wagte aber nicht sich zu ihm umzudrehen. „Alles Gute zum Geburtstag.“ Sie fühlte die Wärme seiner Hand durch den Stoff.
Sie vermochte nicht sich für die Glückwünsche zu bedanken. So paralysiert fühlte sie sich von seiner Gegenwart. --
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Diese exotischen Züge die ihr Gesicht formten, die trotz allem sehr europäisch wirken. Ihre vollen Lippen. Die bronzene Farbe der Haut. Das rotschwarze lange Haar, als Zopf getragen. Ihr schlanker Körper. Die straffen Brüste. Selbst ihre großen Augen bemerkte er aus dieser Entfernung.
Das weiße Kleid das sie trug; das geschmeidig am Körper und an ihren wohlgeformten festen Busen lag, gab ihr ein sehr auffallendes und provokatives Aussehen. Ebenso die netzförmigen weißen Stümpfe, die an ihren langen bronzefarbenen Beinen zu kleben schienen. Dazu noch die Crem weißen Schuhe an den zierlichen Füßen.
So verführerisch wie sie auf ihn wirkte, war auch Ihr Geben.
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…. Vorlesen. In ihr flatterten die Schmetterlinge. Sie fühlte sich weich in den Knien. „Magst du dich nicht zu mir umdrehen Vicki. Wenn ich dir schon gratuliere.“ Ihr wurde heiß und kalt zugleich. Seine Stimme klang so liebevoll, sanft und erotisch.
„Ich …, ich bin erst aus dem Bett gestiegen.“ Brachte sie stockend hervor.
Vicki wollte sich ihm nicht so zeigen. Mit zerzaustem Haar und ohne die morgendliche Pflege.
Wieso hatte Mutter gesagt, dass er bereits gegangen sei, wenn er noch da ist. Sie war sehr verärgert darüber.
„Ich muss gleich gehen. Wollte dir aber vorher noch gratulieren. Komm dreh dich zu mir um. Es ist nicht höflich einen Gratulanten den Rücken zu zeigen.“
Sehr zögernd drehte sie sich zu ihm um, wagte nur äußerst schüchtern zu ihm aufzuschauen.
„Siehst du, es ist doch gar nicht so schlimm. Du siehst trotzdem sehr schön aus.“
Röte stieg ihr ins Gesicht.
„Also nochmal, alles Gute zum Geburtstag.“ Küste sie auf die Wangen. „Ich muss jetzt leider los, aber wir sehen uns heute Abend.“
Sie sog den Duft seines After Shave durch die Nase ein. Es roch nach Citrus. --
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Ihre Zunge spielte mit den Lippen. Befeuchtete sie. Als wollte sie ihm mitteilen: -ich will dich; nimm mich-.
Provozierte sie ihn, mit dem was sie tat, oder war es nur unbewusstes Handeln von ihr. Grübelte sein Verstand. Wie auch immer.
Ihre provokante Handlungsweise erregte ihn so stark, dass es seine Männlichkeit in Wallung brachte. Das erwachte lasterhafte Gefühl durchzog seinen Unterleib. Ein Geschehnis, das er auf diese Art und Weise noch bei keiner Frau je verspürt bekam. Dieses sexuelle ansteigende Gefühl vermisste er schon seit langer Zeit. Besonders bei attraktiven Frauen wie sie eine war. Sie war wunderschön, man konnte sagen eine Aphrodite. Wie kaum eine Ihresgleichen, dies ihr Eigen nennen konnte.
All ihre Provokationen, die sie ausführte um sein Interesse zu erwecken, prägten sich tief in sein Gedächtnis ein.
Seine Gedanken fingen bereits an ihm Streiche zu spielen.
*
…. Vorlesen. „Danke“, rief sie ihm nach. Noch ehe er den Raum verlassen hatte.
Erik blickte zu ihr zurück, lächelte sie an. „Bis heute Abend.“ Sagte er nochmals zu ihr. Nahm die Autoschlüssel von der Kommode im Eingangsbereich und verließ das Haus. Kaum eine Minute später vernahm sie das Geräusch des startenden Autos. Sie blickte durch das Fenster und sah den abfahrenden Wagen hinterher.
Ihr Herz war voller Freude. Das Gesicht strahlte. Sie konnte es kaum fassen. Er hatte sie geküsst. Wenn auch nur auf die Wange. Und schön bin ich auch, sagte er.
‚Natürlich bin ich schon‘, meldete sich ihr Unterbewusstsein. Was glaubt er denn eigentlich.
Aber er, er ist so gutaussehend, sexy und jung. Um einiges jünger als Mutter.
Am Anfang konnte sie es nicht verstehen, wieso Mutter sich mit einem viel jüngeren Mann eingelassen hatte. Sie war nicht gerade begeistert davon, als sie ihn das erste Mal zu Gesicht bekam. Doch mit der Zeit gewöhnte sie sich daran. Nein nicht nur das. Es entstand sogar mehr für sie. Liebe!
Er strebte, ihr gegenüber, nie in eine Vaterrolle zu schlupfen. Benahm sich vielmehr wie ein älterer Bruder.
Es war auch nicht so, dass er gleich bei ihnen einzog. Was jetzt auch noch nicht der Fall ist. Nur manchmal übernachtete er bei ihnen zuhause, was in letzter Zeit des Öfteren geschah. --
*
Jean, dessen Gedanken sich mit dieser Schönheit befassten, befand sich mit ihr in einem Zimmer. Nur eine Deckenlampe spendete spärliches Licht unter dem sie regungslos dastand. Der Raum rundum war fast gänzlich in Dunkelheit gehüllt. Etwas hinter ihr befand sich ein französisches Bettgestell.
Langsam schritt er auf sie zu. Der Klang den seine Schritte erzeugten, entstanden von dem marmornen Boden, vibrierte sanft durch den Raum. Beides war für kurze Zeit das einzige Geräusch, das zu hören war.