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Ernährung

(Falsche) Ernährung und Körper-(Über-)gewicht beeinflussen den gesamten Bewegungsapparat des Menschen und die statische Belastung von Wirbelsäule und Gelenken. (Mehr dazu finden Sie im Kapitel „Ernährung“.)

Spezifische Rückenschmerzen

Rückenschmerzen bei Erkrankungen oder Verformungen der Wirbelsäule, bei bestimmten rheumaähnlichen Muskel- und Bindegewebskrankheiten oder anderen Erkrankungen, werden spezifisch genannt. Das heißt, sie haben eine eindeutig festzustellende Ursache.

Hexenschuss: Der allseits bekannte Hexenschuss äußert sich in plötzlichen Rückenschmerzen im Bereich des unteren Rückens und / oder im Gesäß, die aber meist nicht ins Bein ausstrahlen. Ausgelöst wird er meistens durch die bereits oben erwähnte „falsche Bewegung“. Dadurch können Wirbelgelenke blockieren, was zu schmerzhaften Muskelverspannungen und Rückenschmerzen führt. Fehlhaltungen, abgenutzte Wirbelsäulengelenke und eine schwache, schlaffe Rückenmuskulatur verursachen oft die Symptomatik.
Ischialgien (Ischias): Der berühmte Ischias! Eine Ischialgie wird auch lumbales Reizsyndrom genannt. Häufig werden die Rückenschmerzen, die in der LWS entstehen, durch einen Bandscheibenvorfall (Prolaps) oder eine Bandscheibenvortreibung (Protrusion) verursacht, so dass eine Reizung einer oder mehrerer Nervenwurzeln ausgelöst wird. Aber auch eine stark verspannte Muskulatur kann die Ursache für eine Nervenkompression sein. Man verspürt einen ausstrahlenden Schmerz ins Bein, häufig bis in die Zehen. Es kann zu Gefühlsstörungen und Kraftverlust kommen.
Bandscheibenvorfall/Bandscheibenvortreibung: Zwischen den Wirbelkörpern liegen die Bandscheiben. Die polsterförmigen Stoßdämpfer bestehen aus einem weichen Gallertkern, der von einem Ring aus Faserknorpel umgeben ist. Wenn nun dieser Gallertkern verrutscht und die Faserhülle durchbricht, liegt ein Bandscheibenvorfall vor. Es entstehen heftige Rückenschmerzen, wenn die austretende Gallertmasse auf die benachbarten Nerven drückt. Am häufigsten ist eine der Nervenwurzeln betroffen, die im Lendenwirbel- und Kreuzbeinbereich aus dem Rückenmark austreten und sich unterhalb des Beckens zum Ischiasnerv vereinen. Aber auch eine Bandscheibenvortreibung kann Schmerzen verursachen. Bei einer Vortreibung wird die Faserhülle nicht durchbrochen, sondern es entsteht eine Vorwölbung, die auf die Nerven drückt.
Haltungsschäden: Hyperlordose, Hyperkyphose, Hohl-Rund-Rücken, Skoliosen, Flachrücken, Scheuermann´sche Krankheit usw..
Degenerationen: Abgeflachte Bandscheiben, Arthrose usw..
Statisch-muskuläre Insuffizienz: Hierbei handelt es sich um Rückenschmerzen bei einer schwachen und schlaffen Rückenmuskulatur. Es kommt zu einem Verlust der Stabilität im Bereich der kleinen Wirbelgelenke. Dies muss durch eine verstärkte Muskelarbeit ausgeglichen werden und kann bei Dauerbelastungen zu schmerzhaften Muskelverspannungen führen.
Muskelverspannungen: Wie bereits erwähnt, entstehen diese häufig durch Fehlhaltungen, einseitige Belastungen oder mangelnde Bewegung. Die Muskeln werden ungleich belastet, d. h. manche werden überfordert, andere unterfordert. Die Folge ist, dass Muskeln sich verhärten oder bewegungseingeschränkt werden. Dies wiederum kann dann Schmerzen nach sich ziehen. Wie bei der Ischialgie erwähnt, kann ein “eingeklemmter” Nerv durch Muskelverspannungen entstehen.
Blockade (Wirbelblockade, Wirbelfehlstellung): Ein über längere Zeit verspannter Muskel kann einen Wirbel aus seiner normalen Position ziehen. Zudem kann auch eine ungewohnte Bewegung, wie z. B. eine ruckartige Bewegung im Sport, so eine Wirbelfehlstellung bewirken. Durch Wirbelblockaden können Schmerzen an der Muskulatur, an den Wirbelgelenken oder Nervenaustrittskanälen entstehen, die manchmal sogar in die Arme oder Beine ausstrahlen. Häufig ist das Iliosakralgelenk betroffen (Verbindung zwischen Kreuzbein (unterer Teil der Wirbelsäule) und Darmbein („Beckenschaufel“). Das wird dann ISG-Syndrom oder der ISG-Blockade benannt.
Iliosakralgelenk-Syndrom (ISG-Syndrom): Auf Deutsch heißt es Kreuzbein-Darmbein-Gelenk. Es verbindet also das Kreuzbein mit dem Darmbein. Es ist aber nur begrenzt beweglich, denn es wird von starken Bändern straff zusammengehalten. Verschieben sich die Gelenkflächen des Iliosakralgelenks gegeneinander und blockieren (durch erhöhte Muskelspannung), kann dies Schmerzen verursachen.
Wirbelsäulenabnutzung (Arthrose der Wirbelsäulengelenke, Facettensyndrom): Mit zunehmendem Alter kommt es zu einer Abnutzung (nicht nur) der Wirbelsäulengelenke im Körper. Wenn dieser altersbedingte Gelenkverschleiß über ein normales Maß hinaus geht, sprechen Mediziner von Arthrose. Schmerzen entstehen bei der Arthorose besonders zu Beginn einer Bewegung (zum Beispiel beim morgendlichen Aufstehen). Während der Bewegung lassen sie dann typischerweise langsam nach.
Wirbelkanalenge (Spinalstenose): Das Rückenmark verläuft geschützt im Spinalkanal (Wirbelkanal) der Wirbelsäule. Eine Stenose bedeutet immer "Verengung". Bei einer Spinalstenose ist also dieser Kanal stellenweise eingeengt und drückt auf das Rückenmark, bzw. die austretenden Nervenwurzeln.
Wirbelgleiten (Spondylolisthesis): Bei diesen Beschwerden gleitet ein Wirbelkörper zusammen mit dem darüberliegenden Teil der Wirbelsäule über den darunterliegenden Wirbel nach vorne. Sie verschieben sich unphysiologisch gegeneinander. Es tritt insbesondere an der Lendenwirbelsäule auf, vor allem am Übergang von der Lendenwirbelsäule zum Kreuzbein. Dies kann zu starken Schmerzen führen, die ins Gesäß, die Hüfte oder das Bein ausstrahlen. Selten entwickelt sich eine skoliotische Fehlhaltung oder, falls der Gleitwirbel sich auch dreht, eine "strukturelle" Skoliose. Sportarten, wie z. B. Ballett können bei entsprechender Veranlagung ein Wirbelgleiten fördern.
Wirbelsäulenentzündung (z. B. Morbus Bechterew): So wird eine chronisch-rheumatische Entzündung der Wirbelsäule sowie des Iliosakralgelenks genannt. Die fortschreitende Erkrankung löst tiefsitzende Rückenschmerzen aus, und meist werden die Gelenke mit der Zeit immer steifer. Daher wird Morbus Bechterew auch Spondylitis Ankylosans genannt, was übersetzt „versteifende Wirbelentzündung“ bedeutet.
Osteoporose (Knochenschwund): Durch einen verstärkten Knochenabbau (Abbau der Knochensubstanz) werden die Knochen zunehmend brüchig und können dann schon bei kleinsten Belastungen (wie Hinfallen, Anstoßen) brechen. Oft kommt es dabei zu Wirbelkörpereinbrüchen, die mit Rückenschmerzen einhergehen.
Verletzungen: Durch Verletzungen können Wirbelbrüche entstehen. Diese wiederum können akut und chronisch zu Verformungen der Wirbelsäule führen. Daraus können dann Fehlstellungen, Fehlhaltungen und Rückenschmerzen entstehen.
Andere Ursachen (selten): Wehen (für viele Schwangere fühlen sich Wehen an wie Rückenschmerzen und ein Ziehen in der Leistengegend), Gürtelrose (im Zusammenhang mit der Gürtelrose kann es zu starken Rückenschmerzen kommen), akute Prostataentzündung (Prostatitis) (kann neben Schmerzen und Brennen beim Wasserlassen u. a. auch Rückenschmerzen verursachen), Nierenbeckenentzündung (kann, besonders wenn sie chronisch verläuft, langwierige Rückenschmerzen hervorrufen), Nierensteine (größere Nierensteine können im Harnleiter stecken bleiben, die dadurch ausgelöste Nierenkolik kann auch stechende, krampfartige und wellenförmige Rückenschmerzen verursachen), Brustenge (Angina pectoris) (führt zu diversen Symptomen, u. a. auch Rückenschmerzen), Herzinfarkt (Myokardinfarkt) (die auftretenden Schmerzen strahlen oft zum Beispiel zwischen die Schulterblätter in den Rücken aus), Herzmuskelentzündung (Myokarditis) (manchmal verbergen sich hinter Rückenschmerzen die Beschwerden einer Myokarditis), Herzbeutelentzündung (Perikarditis) (zu den typischen Symptomen zählen stechende Schmerzen, die manchmal in die Schulterblattregion ausstrahlen, so dass der Patient über Rückenschmerzen klagt), Erweiterung der Hauptschlagader (Aortenaneurysma) (tritt am häufigsten im Bauchbereich auf, was dann unter anderem zu Rückenschmerzen führen kann), Lungenentzündung (Pneumonie) (manchmal sind auch Rückenschmerzen auf eine Lungenentzündung zurückzuführen), Kollaps der Lunge (Pneumothorax) (der betreffende Lungenflügel fällt in sich zusammen, erkennbar unter anderem an plötzlich einsetzenden Schmerzen im Brustbereich, die bis in den Rücken ausstrahlen können), Lungeninfarkt (Lungenembolie) (Schmerzen in der Brust, die sich auch nach hinten fortsetzen und Rückenschmerzen im Brustkorbbereich auslösen können), Rippfellentzündung (Pleuritis) (die trockene Form macht sich durch heftige, stechende Brustschmerzen oder Rückenschmerzen bemerkbar), Speiseröhrenentzündung (Ösophagitis, Refluxkrankheit) (brennende Schmerzen hinter dem Brustbein (Sodbrennen), die bis in den Rücken ausstrahlen können), Speiseröhrenkrampf (Ösophagusspasmus) (sogar Schmerzen in benachbarten Körperregionen – wie eben Rückenschmerzen – können auf Speiseröhrenkrampfe zurückzuführen sein), Speiseröhrenverletzungen (sie gehen mit einem plötzlichen heftigen Schmerz (Vernichtungsschmerz) hinter dem Brustbein einher, der bis in den Rücken ausstrahlen kann), Bauchspeicheldrüsenentzündung (Pankreatitis) (Schmerzen im Oberbauch, die oft gürtelförmig nach hinten ausstrahlen und dann als Rückenschmerzen wahrgenommen werden), Lungentumor (Pancoast-Tumor) (kann u. a. Rückenschmerzen – genauer: Beschwerden im Bereich der Halswirbelsäule – hervorrufen), Wirbelsäulentumor und Rippentumor (Rückenschmerzen können auch durch einen Wirbelsäulentumor oder Rippentumor verursacht werden), Stoffwechselerkrankungen, die auf das Skelett zielen (wie Vitamin-D-Mangel: Rachitis und Osteomalazie. Beide Stoffwechselerkrankungen spielen sich maßgeblich am Skelett ab), Paget-Krankheit (dabei kommt es in bestimmten Skelettbereichen zu einer ausgeprägten Störung des natürlichen Knochenumbaus. Dies kann zu Rückenschmerzen, vor allem durch eine Verdickung der Lendenwirbel, zu einer Ischiaskompression führen), das entzündliche Gelenkrheuma (auch rheumatoide Arthritis oder kurz RA genannt, betrifft oft die Wirbelsäule), Fibromyalgie (nicht entzündliche Erkrankung der Muskeln und Sehnen mit allgemeiner Schmerzhaftigkeit des Bewegungssystems).

Anhand dieser Beispiele sehen Sie, dass es immens viele Ursachen für Rückenschmerzen gibt, und das sind noch lange nicht alle. Wie aber bereits erwähnt, sind die allermeisten der Rückenbeschwerden harmlos. Und viele können durch Bewegung, Rückenschule, Entspannung, psychologische Beratung und auch die innere Haltung verhindert, gemildert oder beseitigt werden. Wichtig ist es, schnell zu handeln, damit Schonhaltung und Schmerzgedächtnis nicht zum neuen Problem werden.

Von der Schonhaltung zum Schmerzgedächtnis

Um Schmerz zu vermeiden, wird die Statik eines schmerzenden Bewegungssegmentes der Notlage angepasst. Beispielsweise die typische, seitlich gekrümmte Schonhaltung bei „Ischiasbeschwerden“. Diese Schonhaltungen können jedoch wiederum zu schmerzhaften Verspannungen führen.

Wenn Schmerzreize immer wieder auftreten, können sie das Schmerzempfinden verändern. Bei einigen Betroffenen kommt es zu einer Überempfindlichkeit gegenüber Schmerzen. Unter anderem geschieht dies deshalb, weil die Schmerzrepräsentanzen im Rückenmark und Gehirn bei ihnen so etwas wie ein Schmerzgedächtnis ausgebildet haben. Selbst das Gehirn hat sich verändert. Darum müssen diese negativen Schaltkreise so bald wie möglich durchbrochen werden. Sonst wird evtl. ein sogenanntes „Schmerzgedächtnis“ aktiv und sorgt dafür, dass die Schmerzen chronisch werden und so auch viel schwerer zu beherrschen sind.

Die innere Haltung

Damit meine ich nun nicht die Einstellung zu bzw. den Umgang mit dem Schmerz, oder den Stress, dem man sich ausgeliefert hat. Das finden Sie in einem anderen Kapitel. Ich meine hiermit, dass der Rücken ein Spiegel der Seele ist.

Beispielsweise sagt uns unsere Wirbelsäule, wie viel Jahre wir "auf dem Buckel haben", oder ob uns das Leben "gebeugt" hat. Wir können sogar unsere Persönlichkeit in gewisser Weise an unserem Rücken ablesen. Gehen wir aufrecht durchs Leben, zeigen wir uns stolz, elegant oder demütig? Die Körperhaltung beeinflusst unser Empfinden, und unser Empfinden drückt sich im Gegenzug in der Körperhaltung aus. Wenn wir uns stark und selbstbewusst fühlen, zeigt sich das in der aufrechten Körperhaltung. Andererseits fühlt man sich automatisch stärker, wenn man sich gerade aufrichtet. Unser Gehirn kennt nämlich den Zusammenhang zwischen Empfindung und Körperhaltung und stellt die Verbindung in beide Richtungen her.

Unser Rücken wird beeinflusst davon, "ob wir uns zuviel aufbürden", "ob uns etwas niedermacht" usw.. Wenn wir uns zum Beispiel immer wieder zuviel auflasten, kann das daran liegen, dass wir uns selbst versichern möchten, wie stark wir sind, weil wir uns unbewusst schwach fühlen. Oder ein Rundrücken kann entstehen, wenn ein Kind in der Erziehung immer wieder "runtergemacht" wird, wenn sein Wille gebrochen wird.

Der Psychotherapeut Rüdiger Dahlke ist sich sicher, dass die Thematiken der Rückenbeschwerden zwischen (Un-)Aufrichtigkeit und der Last der Existenz liegen.

In der Wirbelsäule zeigen sich Gegensätze, Yin und Yang, die im Gleichgewicht sein müssen. Verlieren wir unser inneres Gleichgewicht, zeigt sich das auch im äußeren. Yin und Yang zeigen sich in der Wirbelsäule in den harten Wirbelkörpern und den weichen Bandscheiben, oder in der Doppel-S-Form, also der "Schlangenform" des Rückens.

Bedeutung einzelner Abschnitte und Beschwerden lt. Rüdiger Dahlke
Bandscheiben

In der Entspannung können die Bandscheiben sich mit Flüssigkeit füllen. Das kann man gut daran erkennen, dass wir morgens ca. 1 - 2 cm größer sind, als abends. Übertragen können wir sagen, dass wir unter der Last des Tages kleiner, also demütiger geworden sind. Hat sich die Demut im Bewusstsein entwickelt, muss der Körper nicht so sehr zusammensinken, um auf den Mangel an Demut hinzuweisen.

Halswirbelsäule und Schulter-Arm-Syndrom

Hier zeigt sich meist der belastende Kleinkram des Alltags. Viele kleine Aufgaben, die sich häufen und irgendwann zu einer Überlastung führen. Zudem ist die Halswirbelsäule für die Beweglichkeit unseres Kopfes, der Zentrale, verantwortlich. Wenn die Wirbel hier nicht mehr richtig zueinander stehen, gibt es das sogenannte "Scheuklappenphänomen". Bestimmte Dinge können nicht mehr gesehen werden, weil der Kopf sich nicht mehr in eine Richtung drehen lässt. In diesem Zusammenhang spricht man dann auch von der archetypisch weiblichen linken Seite und der archetypisch männlichen rechten Seite. Welche Seite kann nun nicht mehr gesehen oder gelebt werden, bzw. soll eben gelebt oder gesehen werden? Bereits die Haltung zeigt an, wo das Problem liegen könnte. Nach links geneigter Nacken zeigt Milde, nach rechts geneigter Strenge, hängender Kopf zeigt manchmal Hartnäckigkeit, in den Nacken geworfener Kopf eine Hochnäsigkeit. Anzustreben ist das Gleichgewicht in allen Empfindungen und so auch der Halswirbelsäule.

Lendenwirbelsäule

Hier kommt das ganze Gewicht des Körpers zusammen und dort zeigen sich auch existenzielle Probleme.

Steifigkeit des Rückens

Der weiche, anpassungsfähige Teil geht verloren. Es kann nicht mehr "gewirbelt" werden, sondern nur noch getragen oder gar ertragen werden. Betroffene brauchen mehr Struktur und Klarheit, aber auch mehr Konsequenz in den zentralen Themen, um die sich das Leben dreht.

Runder Rücken oder extrem gerader Rücken

Wer sich "krumm legt", "verbiegt sich" und verliert seine Geradlinigkeit und Aufrichtigkeit. Andererseits hat auch der extrem aufrecht wirkende Mensch seine Mitte verloren, hier zeigt sich ein Hagestolz. Das Fließende fehlt, es gibt keine Zwischentöne mehr im Leben. Auch sogenannte "Prinzipienreiter", denen es an Demut fehlt, zeigen sich so.

Ergebnis der inneren Haltung

Unsere innere Haltung trägt also wesentlich dazu bei, ob und wie sich Rückenprobleme zeigen. Lassen wir uns verbiegen, oder bleiben wir uns treu? Wenn unsere innere Haltung nicht gelebt werden darf, zeigen sich die Schmerzen im Außen. Schon Edward Bach hat erkannt, dass Krankheit und Schmerz da entstehen, wo der Mensch nicht im Einklang mit seiner inneren Stimme, seiner Seele lebt. Krankheit soll auf den Missstand aufmerksam machen.

So sind die Beschwerden im Grunde ein Zeichen, dass wir den Geboten unserer Seele nicht folgen. Gäbe es sie nicht, würden wir nicht auf unseren Fehler aufmerksam werden, also können wir die Krankheit auch positiv sehen. Wenn wir lernen, auf unseren Rücken zu hören, können wir reagieren und unseren Lebensweg finden und gehen, so dass Schmerzen nicht mehr nötig sind.

Hilfen bei Rückenschmerzen

So, wie es viele Ursachen für Rückenschmerzen gibt, gibt es natürlich auch viele verschiedene Möglichkeiten der Hilfe. Es geht immer darum, die Schmerzen zu verringern, einer Chronifizierung entgegenzuwirken und zu verhindern, dass sich das Schmerzgedächtnis bildet. Bettruhe schwächt die Muskulatur und ist in den seltensten Fällen angezeigt, sondern kann die Schmerzen sogar noch verschlimmern. Aktiv zu werden ist die beste Therapie, natürlich ohne schweres Heben oder andere extreme Belastungen.

Die meisten Rückenschmerzen verschwinden innerhalb weniger Tage von selbst wieder und sind harmlos. Dauern sie länger als zwei Wochen, sollten Sie die Schmerzen von einem Arzt abklären lassen. Insbesondere, wenn noch Symptome hinzukommen wie

• Schwächegefühl

• Taubheitsgefühle in den Beinen oder Armen

• Kribbeln

• Lähmungserscheinungen in den Beinen oder Armen

• Schmerzen in den Beinen oder im Genitalbereich

• Stuhl oder Urin kann nicht gehalten werden

• Schmerz verstärkt sich bei Bewegungen, beim Niesen oder Husten

• Schmerz lässt nicht nach, wenn Sie sich flach hinlegen.

Das sind Warnhinweise, die unbedingt von einem Arzt untersucht werden müssen.

Bei spezifischen Rückenschmerzen wird der Arzt nach Möglichkeit die Ursache der Beschwerden behandeln, also zum Beispiel den Bandscheibenvorfall, die Lungenentzündung oder die Nierensteine.

Bei nicht-spezifischen Rückenschmerzen (siehe Kapitel Rückenschmerzen) kann der Arzt beispielsweise Ergotherapie, manuelle Therapie (beziehungsweise Mobilisation), Massagen oder auch eine kognitive Verhaltenstherapie (bei Vorliegen von psychosozialen Risikofaktoren) verschreiben.

Sie selbst können aber auch viel gegen Ihre Rückenschmerzen tun und es eventuell auch mit alternativen Heilmethoden versuchen. Bewährt haben sich dabei z. B. Homöopathie, Akupunktur, Magnetfeldtherapie, Bioresonanztherapie, Phytotherapie u. a..

Vermeiden Sie eine Schonhaltung

Bei chronischen Rückenschmerzen besteht die Gefahr, in eine Schmerzspirale zu kommen. Wenn man z. B. aufgrund der Rückenschmerzen bestimmte Bewegungen meidet oder manche Aktivitäten ganz unterlässt, können sich die Schmerzen wegen der Schonhaltung noch verstärken.

Besuchen Sie eine Rückenschule

Hierunter werden sogenannte Gesundheitskurse verstanden, in denen die Teilnehmer über die richtige Körperhaltung und rückenfreundliche Bewegungsabläufe aufgeklärt werden, wie z. B. richtiges Bücken, Heben und Tragen. Der Kursinhalt ist oft, je nach Anbieter, etwas anders. Bisherige Erkenntnisse lassen mittlerweile darauf schließen, dass die Rückenschule vor allem dabei helfen kann, Rückenschmerzen vorzubeugen. Bei akuten Beschwerden ist sie dagegen nicht ganz so wirksam, wie man lange gedacht hat. Bei unspezifischen Rückenschmerzen, die länger als sechs Wochen dauern, kann sie sich jedoch günstig auswirken.

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