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Kitabı oku: «Waldröschen VI. Die Abenteuer des schwarzen Gerard 1», sayfa 16

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Der Indianer empfängt nämlich seinen eigentlichen Namen erst, wenn er Krieger wird. Als Bärenherz seinen Bruder zum letzten Mal gesehen hatte, war dieser noch ein Knabe ohne Namen und Berühmtheit gewesen. Dies ahnte der Kleine André; darum erklärte er in der Ausdrucksweise der Indianer

»Als Bärenherz so schnell verschwunden war, hatte er einen jungen Bruder. Dieser wurde ein berühmter Krieger. Weil er seinen Bruder Bärenherz suchte, nannte er sich Bärenauge. Er fand jenen nicht und glaubte, er sei von den Weißen getötet worden, darum nahm er sich in jeder Woche den Skalp eines Bleichgesichtes. Jetzt ist er der tapferste und berühmteste Häuptling der Apachen.« – »Ugh!«

Nur diese eine Silbe sagte Bärenherz, aber es sprach sich in derselben die ganze Fülle seiner brüderlichen Liebe, Dankbarkeit und Befriedigung aus. Keiner versteht es ja so wie der Indianer, eine Welt voll Gefühl in einen einzigen Laut zu legen.

»Bärenauge führte die Apachen, die die Franzosen vernichteten«, fuhr André fort. – »Er ist mein Bruder!« antwortete Bärenherz einfach, aber mit sichtlichem Stolz.

Der kleine Jäger fuhr in seinem Bericht fort:

»Dann zog er mit seinen Apachen nach Osten zu General Hannert, der mehrere Millionen Dollar bei sich hatte, die er Juarez bringen sollte. Er wurde von sechshundert Komantschen eingeschlossen. Bärenauge befreite ihn, indem er die Komantschen tötete, so daß nicht ein einziger entkommen ist« – »Ugh!« rief der Indianer. »War der kleine, weiße Mann selbst dabei?« – »Ja, ich war dabei. Ich habe Bärenauge als Führer gedient.« – »So bist du der Freund meines Bruders?« – »Ja.« – »Ugh! So sollst du auch der meinige sein!«

Der Indianer streckte André die Hand entgegen, die dieser ergriff und drückte, stolz darauf, der Freund dieses berühmten Apachen zu sein.

»Wir brachten das Geld zu Juarez«, begann dann der Kleine wiederum. »Kaum angekommen, erhielten wir die Nachricht, daß die Franzosen den Verlust ihrer Kompanie erfahren hatten. Sie hatten schleunigst Verstärkung an sich gezogen und marschieren nun, dreihundert Mann stark, abermals auf Fort Guadeloupe zu, um dasselbe zu überrumpeln. Juarez brach mit allen seinen verfügbaren Leuten und den Apachen auf, um ihnen entgegenzugehen. Er wird sie vernichten, wo er sie trifft, dann aber direkt auf Chihuahua marschieren, um es zu nehmen. Diese Stadt ist, da die dreihundert Mann fort sind, verhältnismäßig von Truppen entblößt und wird sich also ergeben müssen.« – »Warum sind Sie aber nicht bei Juarez?« fragte Sternau. – »Ich wurde von ihm abgeschickt, um in der Nähe von Chihuahua auszuforschen, wie dieser Platz am besten genommen werden kann. Eigentlich war der Schwarze Gerard dazu ausersehen. Dieser aber hat sich erbeten, nach Fort Guadeloupe gehen zu dürfen. Er hat Bekannte dort, die er beschützen will.« – »Der Schwarze Gerard? Wer ist das?« fragte Sternau. – »Ein berühmter Jäger.« – »Ich kenne ihn nicht.«

Da besann sich der Kleine André und antwortete:

»Oh, Sie kennen ihn sehr gut.« – »Ich habe diesen Namen noch niemals gehört. Wenigstens kann ich mich seiner nicht erinnern.« – »Er hat mir von Ihnen erzählt. Er weiß sehr viel von Ihren Erlebnissen.« – »Ah, woher?« – »Zunächst von früher her, und dann hat er auch von Señorita Resedilla viel über Sie gehört.« – »Resedilla?« fiel Emma Arbellez ein. »Welche Resedilla meinen Sie?« – »Die Tochter des alten Pirnero in Fort Guadeloupe.« – »Ah, meine Cousine! Wie geht es ihr? Wie sieht sie aus? Hat sie von mir gesprochen?« – »Ja, Señorita, ich kann nicht antworten, da ich nicht weiß, wer Sie sind.« – »Ich bin Emma Arbellez, das Schwesterkind Pirneros.« – »Von der Hacienda del Erina?« – »Ja.« – »Alle tausend Teufel! Da ist ja eine ganze, regelrechte Christbescherung beisammen! Müßte ich nicht nach Chihuahua, ich ritte sofort nach Fort Guadeloupe, um die frohe Botschaft zuerst zu überbringen. Señorita Resedilla ist ein sehr schönes Mädchen geworden.« – »Ist sie verheiratet?« – »Nein, obgleich ihr Vater ihr durchaus einen Mann geben will.« – »So lebt er noch, der Onkel Pirnero?« – »Freilich! Der stirbt noch lange nicht Ich war jüngst einige Tage bei ihm und habe mich viel mit ihm unterhalten. Er fängt stets vom Wetter an und hört beim Schwiegersohn auf. Ich wartete dort auf den Schwarzen Gerard, der … ah, Señor Sternau, da fällt mir ein, daß ich Ihre Fragen gar nicht beantwortet habe. Waren Sie nicht einmal in Paris?« – »Ja, öfters.« – »Haben Sie ein Mädchen aus der Seine gezogen?« – »Allerdings.« – »Kannten Sie den Bruder dieses Mädchens?« – »Ja.« – »Können Sie sich auf seinen Namen besinnen?« – »Er hieß, glaube ich, Gerard Mason, und seine Schwester nannte sich Annette.« – »Richtig! Dies ist der Schwarze Gerard.« – »Ah! So ist er nach Amerika gegangen und Jäger geworden?« – »Und was für ein Jäger! Er ist berühmt soweit die Savanne reicht«

Sternau erinnerte sich, daß Annette ihm ihre Familienverhältnisse mitgeteilt hatte. Er besann sich darauf, daß Mason Garotteur gewesen war, aber er verschwieg dies hier, um dem Ruf dieses Mannes nicht zu schaden.

»Und dieser Gerard ist jetzt in Fort Guadeloupe?« – »Ja«, antwortete André. – »Wie weit ist es bis dahin? Einen Tagesritt?« – »Fast genau. Sie können recht gut morgen um dieselbe Zeit dort sein.« – »Und wo ist Juarez zu finden?« – »Irgendwo südlich vom Fort. Er ist den Franzosen entgegen.« – »So müßten wir ganz sicher auf seine Fährte treffen, wenn wir von hier aus in gerader Richtung auf Fort Guadeloupe reiten.« – »Unbedingt« – »Gut, wir werden das tun. Wir werden Sie hoffentlich wiedersehen, wenn wir bei Juarez sind?« – »Ich muß ihn ja wieder aufsuchen, um ihm Bericht zu erstatten. Aber ich rate Ihnen, nach dem Fort zu gehen und dort die Damen unterzubringen, ehe Sie dem Präsidenten folgen. Man weiß nicht, welchen Gefahren man entgegengeht.« – »Sie haben recht, und vielleicht folgen wir Ihrem Rat. Aber sagen Sie mir, wie Sie nach Amerika gekommen sind. Ihr Bruder hat niemals von Ihnen gesprochen.« – »Das glaube ich. Wir sind zerfallen.« – »Ah! Wie schade! Weshalb?« – »Eines Mädchens wegen. Ich hatte es lieb und er auch; es zog mich vor, und da ging er in die Fremde. Wir haben einander einige Male geschrieben, aber ganz kurz, das Allernötigste; dabei ist es denn auch geblieben.« – »So waren Sie verheiratet?« – »Nein. Sie wurde mir untreu. Der Teufel hole die Liebe! Nun ging ich auch in die Fremde. Schließlich kam ich als Brauer nach Amerika; aber es klappte nicht Da nahm ich den Schießprügel und wurde Jäger. Das ist mein ganzer Lebenslauf. Jetzt habe ich Ihnen alles gesagt, und ich muß fort, denn ich darf keine Zeit verlieren.«

André stand auf und ging zu seinem Pferd. Auch die anderen erhoben sich, es wurde Abschied genommen. Das Zusammentreffen mit dem kleinen, einfachen Jäger hatte Sternau verschiedenen Nutzen gebracht, darunter auch die Hoffnung, über gewisse Dunkelheiten bereits recht bald einige Aufklärung zu erhalten.

In der Prärie wird man schneller bekannt und vertraut, als in den Salons der Großstädte. Als André den anderen die Hand reichte, war es allen, als ob ein alter Bekannter Abschied nähme, und sie sahen ihm nach, bis er am Horizont verschwunden war.

Bald stiegen die Reiter und Reiterinnen wieder zu Pferde.

»Es wird gut sein, unsere Tiere jetzt anzustrengen«, sagte Sternau. »Wenn wir die Fährte der Apachen finden wollen, so gilt es, sie noch bei Tageslicht zu erreichen; dann können wir ausruhen. Also Galopp, bitte ich!«

Da setzte sich Bärenherz an die Spitze. Obgleich er kein Wort sagte, wußten nun doch alle, daß diese Gegend ihm bekannt sei und er daher die Führung übernehmen wolle.

So ging es im raschesten Tempo bis zur Mündung des Rio Conchas. Dort wurde über den Rio Grande del Norte gesetzt, und dann ging es in unverminderter Eile weiter.

Eine Stunde nach Mittag wurde den Tieren einige Ruhe gegönnt. Sobald sie sich aber einigermaßen erholt hatten, nahm man den Weg mit gleicher Schnelligkeit wieder auf.

Die Pferde jener Gegenden leisten beinahe Unglaubliches. So kam es, daß sie fast bis gegen Abend aushielten, bis man die Sierra del Chanate erreicht hatte.

Da, wo diese Sierra mit den Teufelsbergen zusammenstößt, liegt jener Paß, in dem die französische Kompanie vernichtet worden war. Noch war dieser Paß nicht erreicht, sondern man sah nur die Öffnung, die er im Westen nach der Prärie bildet, da hielt Bärenherz sein Pferd an und beugte sich beobachtend zum Boden herab.

»Uff!« sagte er.

Sternau ritt heran und beobachtete das Gras. Es war niedergetreten. Es gab hier eine Fährte, so schmal, als ob nur ein einziger Reiter geritten sei, aber erfahrene Westmänner konnten sich dadurch nicht täuschen lassen.

»Der Weg der Apachen«, sagte Sternau. – »Hier sind meine Krieger geritten«, bestätigte Bärenherz, indem sein Auge aufleuchtete.

»Was wird mein Bruder tun?« fragte Sternau. – »Er wird der Stimme seines Herzens folgen«, sprach der Apachenhäuptling.

Ohne ein weiteres Wort zu sagen, zog er sein Pferd herum und sprengte im Galopp davon, nach Süden zu, der Fährte nach, die sich hart am Fuß der Sierra hinzog.

»Wohin will er?« fragte Graf Ferdinando besorgt. – »Er folgt seinen Apachen«, antwortete Sternau. – »Ah, sie sind hier geritten?« – »Ja.« – »Aber wir werden ihn verlieren!« – »Ihn? Bärenherz? Unmöglich!« – »Sie meinen, daß wir ihm nachreiten?« – »Nein. Wir werden uns nach dem Fort Guadeloupe begeben, zuvor aber an irgendeinem Platz übernachten.« – »Und Bärenherz?« – »Lassen Sie ihn! Er ist ein Indianer und kennt unsere Lage. Er wird sich ganz sicher auf irgendeine Weise wieder zu uns finden.«

Diese Worte beruhigten die anderen, und so ritt man weiter.

Als sie sich der Öffnung des Passes näherten, hielt Sternau an und sagte:

»Hier ist jedenfalls der Übergang über die Sierra. Dies gibt gewiß einen Paß, der vielleicht länger ist, als wir denken. In einem solchen aber soll man niemals das Nachtlager aufschlagen, da ein Überfall da stets doppelt gefährlich ist. Ich schlage vor, unseren Ruheplatz diesseits zu suchen und nicht jenseits.« – »Aber es ist noch nicht Nacht«, bemerkte der alte Graf. – »Die Nacht würde uns vielleicht im Paß überraschen.« – »Was schadet das? Wer wird uns überfallen?« – »Wir haben gehört, daß die Apachen den Mexikanern, die Komantschen aber den Franzosen helfen. Beide stehen sich als Feinde gegenüber; ihre Gebiete stoßen hier in der Nähe zusammen, und an den Grenzen hat man sich stets am meisten vorzusehen. Ich bleibe bei dem Rat, den ich gegeben habe. Was sagt Büffelstirn dazu?« – »Mein weißer Bruder hat recht!« antwortete der Gefragte ruhig.

Bei diesen Worten wandte er sein Pferd zur Seite und sprengte davon.

»Wohin reitet er?« fragte Emma ängstlich. – »Keine Sorge, Señorita«, entgegnete Sternau. »Der Häuptling der Mixtekas beweist mir seine Zustimmung durch die Tat. Er geht einfach fort, um einen Platz zu suchen, der sich zum Nachtlager eignet.« – »Aber konnte er das nicht vorher sagen?« – »Der Präriemann ist gewöhnt, viel zu tun und wenig zu sagen. Warten wir einfach, bis er wiederkommt.«

Sie hielten an und warteten. Bald kehrte Büffelstirn zurück und winkte den übrigen. Sie ritten auf ihn zu, und nun geleitete er sie an eine Einbuchtung der Savanne, die rings von Büschen so umgeben war, daß man recht gut ein helles Feuer brennen konnte, ohne daß es von weitem bemerkt wurde.

Hier stieg der Häuptling der Mixtekas, ohne ein Wort zu sagen, vom Pferd, ließ sein Tier grasen und schickte sich an, dürre Äste zur Feuerung zu suchen. Dieses wortlose, bestimmte Wesen ist einem jeden guten Jäger eigen. Es macht stets einen tiefen Eindruck auf den Neuling und Unerfahrenen und hat ein unwillkürliches, rückhaltloses Vertrauen zur sicheren Folge.

Als die Flamme zu lodern begann, machten es sich die Reisenden im Kreis bequem. Sternau patrouillierte der Sicherheit halber die Umgebung ab und bestimmte dann die Reihenfolge der Wachen, von der die Damen natürlich ausgeschlossen waren.

Hier an diesem wohlverwahrten Ort wäre es den Apachen jedenfalls nicht so leicht geworden, die Franzosen zu überfallen und zu vernichten, wie drinnen in der Schlucht des Passes.

23. Kapitel

Am anderen Morgen gab es wunderschönes Wetter. Als die Sonne aufging, blitzten die Tautropfen an den Halmen und Blättern wie aber Millionen Karfunkel. Der Himmel war rein, und die Blumen dufteten ein herrliches Morgengebet zu ihrem Schöpfer empor.

Señor Pirnero hatte sich vom Lager erhoben und wurde von dem schönen Wetter, was bei ihm selten geschah, hinaus vor seine Wohnung gelockt.

Er schritt langsam die kurze Straße hinab, trat durch das Palisadentor und sah nun die Fluten des Puercosflusses vor sich, an dem Fort Guadeloupe liegt.

Er blickte erst abwärts und dann aufwärts des Wasserlaufes. Während er sich in seiner Weise an der Herrlichkeit des Morgens erfreute, bemerkte er auf dem Wasser unterhalb des Forts einen Punkt, der sich langsam näherte. Dieser Punkt war dunkel; er warf auf beiden Seiten glitzernde Strahlen von sich.

»Ah, ein Boot!« brummte Pirnero verwundert. »Was rechts und links so glitzert und flimmert, das ist das Wasser, das von den Rudern lauft«

Er wartete, bis es näher kam. Da nahm sein Gesicht den Ausdruck doppelten Erstaunens an. Er räusperte sich, als ob er vor einem großen Ereignis stehe, und brummte weiter:

»Ein Rindenkanu, wie es die Indianer und Trapper haben! Das ist hier eine ungeheure Seltenheit Es sitzt nur ein Mann darin. Wer mag es sein?«

Jetzt, als das Kanu in größere Nähe kam, bemerkte man erst, daß es eine große Schnelligkeit entwickelte. Der Mann, der darin saß, mußte nicht nur eine außerordentliche Körperkraft, sondern eine noch viel größere Geschicklichkeit in der Führung eines solchen Fahrzeugs besitzen.

Jetzt war er ganz nahe. Er erblickte Pirnero und lenkte sein Kanu dem Ufer zu. Dort sprang er heraus und zog es mit einem Ruck aus dem Wasser an das Ufer hinauf. Er trug nur eine alte, halbzerrissene Hose und eine Weste, an der sich keine Knöpfe befanden. Da er ohne Hemd war, so blieben seine Brust und die braunen, sehnigen Arme vollständig bloß.

Nun aber nahm er einen ledernen Jagdrock und zog ihn an. Dieses Kleidungsstück war allerdings früher ein Rock gewesen, jetzt aber hatte es das Aussehen eines ledernen Schlauches, der jahrelang in einem Teich gelegen hat und jetzt halb faul geworden ist. Dazu langte er sich noch ein Ding heraus, das früher einmal ein Hut gewesen zu sein schien; jetzt aber glich es einem alten, zerfetzten Tabaksbeutel, den er auf den Schädel stülpte.

Im Gürtel trug der Mann zwei Revolver, ein Messer und einen Tomahawk, den Tabaksack, den Kugelbeutel und mehrere andere Kleinigkeiten. Und aus dem Boot nahm er zuletzt noch eine Büchse, die er sorgsam, man müßte sagen mit einer Art Verehrung ergriff, daß man sah, er müsse das alte Schießinstrument außerordentlich liebhaben.

Als er sich jetzt umwandte, bot er einen eigentümlichen Anblick dar. Das hagere Gesicht war von Wind, Sonne und Wetter hart wie Leder gegerbt; das kleine, graue Auge hatte einen Blick, scharf und stechend; die lange, große Nase glich einem Geierschnabel, und doch hatte diese ungewöhnliche Physiognomie etwas an sich, was sofort Vertrauen einflößte.

»Good morning!« grüßte er. – »Guten Morgen«, antwortete Pirnero. – »Das ist Fort Guadeloupe, kalkuliere ich?« – »Ja.« – »Ein kleines Nest?« – »Nicht groß.« – »Viel Militär da?« – »Gar keins.« – »Pfui Teufel! Gibt es ein Store- und Boardinghaus hier?« – »Ja.« – »Wo?« – »Zum Tor hinein das dritte Gebäude.« – »Danke, Sir.«

Der Fremde schritt an Pirnero, der ihn allerdings zu sich selbst gewiesen hatte, vorüber und zum Tor hinein. Seine Schritte waren zwar langsam, aber so weit und ausgiebig, wie sie bei guten Westläufern zu sein pflegen. Ein Ungeübter muß Trab laufen, um mit einem solchen Mann, wenn derselbe Schritt geht, vorwärtszukommen. Darum halten solche Jäger meist die weitesten Fußtouren aus.

»Ein Yankee«, brummte Pirnero.

Er hatte recht. Hätte nicht der Gruß und die Frage nach einem Store- und Boardinghaus vermuten lassen, daß der Frager ein Yankee sei, so wäre doch der Ausdruck »kalkuliere ich« der sicherste Beweis dafür gewesen.

Während wir sagen »ich meine«, »ich vermute«, »mir scheint«, sagt der Nordamerikaner »ich kalkuliere«, »ich rechne«. Dies ist ein Zeichen, daß er in seinen Ansichten und Meinungen sorgfältiger zu sein pflegt als wir.

Als Pirnero zurückkehrte, fand er den Fremden bei einem Glas in der Stube sitzen. Er nahm an seinem Fenster Platz und blickte hinaus. Es herrschte tiefe Stille im Zimmer, die nur durch das laute, ungenierte Ausspucken des Fremden unterbrochen wurde. Diese Art Leute pflegen stets zu den leidenschaftlichen Tabakskauern zu gehören, und ein Yankee macht sich den Teufel daraus, ob sein Räuspern und Spucken einem anderen unbequem wird.

Pirnero war außerordentlich begierig, zu erfahren, wer der Fremde sei. Da dieser aber kein Wort von sich gab, so fing er endlich selbst an:

»Herrliches Wetter!«

Der Fremde gab einen grunzenden Ton von sich, dessen Bedeutung man unmöglich erraten konnte. Darum wiederholte Pirnero nach einer Weile:

»Unvergleichliches Wetter!« – »Hrrrmmmrrruhm!« hustete der Fremde wieder.

Da drehte sich Pirnero um und fragte:

»Sagtet Ihr etwas, Señor?« – »Nein, aber Ihr!«

Diese Antwort nahm dem guten Pirnero die ganze Möglichkeit weg, in dieser Weise fortzufahren. Er trommelte sehr unbefriedigt an die Fensterscheibe, versuchte aber dann doch sein Heil in einer weiteren Bemerkung:

»Heute viel schöner als gestern!« – »Pchtichch!« spuckte der Fremde aus.

Nun drehte sich Pirnero um und sagte:

»Ich habe Euch nicht verstanden, Señor!«

Der Fremde wälzte sein Tabakspriemchen aus der rechten Backe in die linke, spitzte den Mund und spuckte mit einer solchen Sicherheit aus, daß die braune Brühe wie aus einer Spritze geschossen vom Tisch her an Pirneros Nase vorüber und an die Fensterscheibe flog.

Der Wirt zog ganz erschrocken den Kopf zurück.

»Señor«, rief er, »dort am Schrank steht der Spucknapf!« – »Brauche keinen!« lautete die Antwort. – »Das glaube ich! Wer an die Fenster spuckt, braucht keinen Napf. Aber diese Mode ist bei mir und in Pirna ganz und gar nicht Sitte!« – »So macht das Fenster auf!«

Das klang so kaltblütig, daß dem Wirt vor Zorn das Blut zu wallen begann. Er beherrschte sich aber und fragte:

»Kommt Ihr weit her, Señor?« – »Ja.« – »So müßt Ihr ein tüchtiger Ruderer sein.« – »Warum?« – »Nun, stromauf!« – »Pah!« – »Wo seid Ihr abgefahren, Señor?« – »Müßt Ihr das wissen?« – »Nun«, meinte Pirnero einigermaßen verlegen, »man will doch gern wissen, wer bei einem einkehrt. Oder habe ich etwa nicht recht?« – »Pchtsichchchchchch!« spuckte der Fremde abermals, daß der dünne, braune Strahl an Pirneros Gesicht vorüber an das Fenster flog. – »Alle Teufel, nehmt Euch in acht!« rief der Wirt. – »Geht hübsch weg.«

Da öffnete Pirnero die beiden Flügel des Fensters und rückte seinen Stuhl weit davon hinweg an die Wand, an der ein alter Kupferstich hing. Nur auf diese Weise glaubte er, sich vor dem Tabakssprühenbombardement retten zu können.

Es verging abermals eine Weile. Der Fremde kaute und trank. Da er fortgesetzt schwieg, so begann Pirnero endlich:

»Ihr wolltet nach Fort Guadeloupe?« – »Vielleicht.« – »Bleibt Ihr hier?« – »Wohl schwerlich, kalkuliere ich.« – »Ich meine für heute.« – »Ja.« – »Wollt Ihr jemanden besuchen?« – »Hm.« – »Oder habt Ihr ein besonderes Geschäft hier zu besorgen?« – »Pchtsichchchchchch!« spuckte der Gefragte wieder, und zwar so genau, daß der Strahl gerade über Pirneros Kopf den Kupferstich traf.

Das war dem Wirt zu viel. Er sprang auf und rief erbost:

»Was fällt Euch denn ein, Señor? Ihr verderbt mir ja den schönen Kupferstich!« – »Nehmt ihn hinweg.« – »Spuckt Euch doch lieber in die Tasche.« – »Kommt her und macht sie auf.« – »Ist das eine verständige Antwort auf meine Fragen, he?« – »Ja. Wer zudringlich ist, wird angespuckt. Merkt Euch das.« – »Wißt Ihr, daß Ihr ein Grobian seid?« – »Nein.« – »Nun, so will ich es Euch sagen!« – »Gebt Euch keine Mühe, es hilft Euch doch nichts. Ich komme nicht zu Euch, um mich aushorchen zu lassen. Wenn ich etwas wissen will, werde ich Euch schon selber fragen. Schenkt mir lieber noch einen ein.«

Der Wirt gehorchte ihm. Als er das volle Glas auf den Tisch setzte, sagte er:

»Wollt Ihr diesen Tag und diese Nacht bei mir bleiben? Das wenigstens werde ich wohl fragen dürfen?« – »Will es mir überlegen! Ist man bei Euch hier sicher?« – »Vor wem?« – »Hm, vor den Indianern zum Beispiel.« – »Vollständig.« – »Vor den Mexikanern?« – »Oh, die tun uns gar nichts. Wir halten es ja doch mit ihnen.« – »Vor den Franzosen?« – »Vor denen erst recht. Sie wollten Fort Guadeloupe überrumpeln, sind aber höllisch abgewiesen worden.« – »Von wem? Von Euch etwa?«

Bei dieser Frage nahm das Gesicht des Fremden einen höchst lustigen Ausdruck an.

»Nein, sondern von den Apachen. Sie haben alle Franzosen umgebracht.« – »Alle Wetter! So halten die Apachen es wohl mit dem Präsidenten Juarez?« – »Ja.« – »Was sagen aber die Herren Komantschen dazu?« – »Diese halten es mit den Franzosen.« – »Der Teufel soll sie holen!« – »Ah, Señor, so seid Ihr wohl auch ein Feind und Gegner der Franzosen?« – »Das geht Euch den Teufel an. Aber sagt, wo befindet sich der Juarez eigentlich?« – »In Paso del Norte, glaube ich.« – »Glaubt Ihr? So wißt Ihr es sicher?« – »Sicher allerdings nicht.« – »Wie weit rechnet Ihr von hier bis nach Paso del Norte hinüber?« – »Fünfundzwanzig gute Reitstunden. Wollt Ihr etwa hinüberreiten?« – »Möglich.« – »Ah, Señor, so habt Ihr wohl gar ein geheimes Geschäft mit dem Präsidenten? – »Pchtsichchchchchch!«

Aus dem schnell zugespitzten Mund des Fremden schoß die braune Brühe gerade an Pirneros Gesicht vorüber, und zwar so dicht, daß dieser erschrocken zurücksprang.

»Himmeldonnerwetter, nun habe ich es aber satt!« fluchte er. »Das bin ich nicht gewöhnt; dazu ist meine Abstammung viel zu gut. Wißt Ihr, woher ich bin?« – »Nun?« fragte der Fremde gleichmütig. – »Aus Pirna.« – Aus Pirna? Kenne das Ding nicht. Liegt wohl hinter dem Nordpol?« – »Nein, aber in Sachsen.« – »Geht mich gar nichts an, dieses Sachsen. Werde aber heute bei Euch bleiben.« – »Señor, das geht nicht.«

Der Fremde sah den Wirt erstaunt an und fragte dann:

»Warum nicht?« – »Ihr gefallt mir nicht.« – Aber Ihr gefallt mir; das hebt sich auf.« – »So einen Spucker brauche ich nicht.« – »Wünscht Ihr Euch einen besseren? Ich kann dienen, kalkuliere ich.« – »Nein, nein! Ich mag Euch nicht haben. Geht woandershin, wo Ihr spucken könnt! Seht mein Fenster an und mein Bild. Wißt Ihr, was es für ein Bild ist?« – »Nein.« – »Soll ich es Euch sagen?« – »Tut Euch immerhin den Gefallen.« – »Es ist ein Heiratsbüro um die Zeit der Dämmerstunde.«

Der Fremde warf einen scharfen Blick nach dem Kupferstich und antwortete:

»So irrt man sich. Ich dachte, es sei eine Zündhölzerfabrik um die Morgenstunde.«

Das brachte Pirnero noch mehr in Harnisch. Er trat einen Schritt zurück und fragte:

»Ist das Euer Ernst, Señor?« – »Natürlich.« – »So macht auf der Stelle, daß Ihr fortkommt! Ich will Euch lehren, ein Heiratsbüro um die Dämmerstunde für eine Streichhölzerfabrik um die Morgenstunde anzusehen. Das Bild ist ein altes Erbstück. Eine solche Ehrwürdigkeit lasse ich mir nicht anspucken und verzündholzen. Versteht Ihr mich?« – »Nein.« – »Nun, so will ich es deutlicher sagen: Wenn Ihr nicht sofort dieses Zimmer verlaßt, so werfe ich Euch hinaus, daß Euch alle sechsundachtzig Rippen krachen.«

Pirnero hatte sich in vollständige Wut hineingesprochen. Er stand mit geballten Fäusten vor dem Fremden, so daß es aussah, als ob er ihn fassen wolle.

»Pstchichchchchchch!« schoß ihm der Tabakssaft abermals entgegen, daß er in größter Eile zurücksprang. – »Was? Auch das noch?« rief er. »Nun trollt Euch aber auf der Stelle fort, sonst sollt Ihr erfahren, daß der Pastor den Bürgermeister erschossen hat!« – »Pah!« sagte der Fremde ganz ruhig. »Macht keinen solchen Lärm, sonst spucke ich Euch so an, daß Euch der Saft durch die Mauer hinaus auf die Gasse treibt. Ob ich dableiben will oder nicht, das ist meine Sache. Ich habe die ganze Nacht gerudert und bin nun müde. Ich werde eine Stunde schlafen.«

Damit lehnte er seine Büchse an die Wand und legte sich auf die Bank, die sich lang an der Wand hinzog. Das aber wollte Pirnero nicht dulden.

»Halt, das geht nicht«, sagte er. »Schlaft, wo Ihr wollt, aber nicht bei mir. Ich werde mich allerdings nicht an Euch vergreifen, aber ich werde meine Leute holen, die sollen Euch zeigen, wer der Besitzer des Kaninchens ist.«

Da zog der Fremde seinen Revolver aus dem Gürtel und sagte:

»Tut, was Ihr wollt, ich aber sage Euch, daß ich einen jeden, der mir näher kommt, als ich es wünsche, totschießen werde.«

Das imponierte dem Wirt. Er stand eine Weile überlegend da und entgegnete endlich:

»Hm! Ihr seid ein ganz desperater Kerl. So schlaft denn meinetwegen eine Stunde; aber ich hoffe, daß Ihr nicht auch noch im Schlaf spuckt!« – »Nein, wenn mir nämlich nicht von neugierigen Fragen träumt.«

Der Fremde steckte den Revolver zu sich und legte sich auf die Seite. Bereits nach kurzer Zeit merkte man es seinem Atem an, daß er eingeschlafen war. Dieser Mann mußte allerdings sehr ermüdet sein.

Pinero hatte sich echauffiert. Er nahm ein Gläschen Julep zu sich und wollte sich eben wieder an sein Fenster setzen, als draußen das Getrappel eines Pferdes hörbar wurde. Ein Reiter sprang vom Pferd, band dasselbe an und kam herein.

Er war schon bei Jahren, aber noch kraftvoll und rüstig, und trug die schwere, kleidsame Tracht eines Vaquero.

Er setzte sich, ließ sich ein Glas Pulque geben und betrachtete den Wirt aufmerksam. Dieser bemerkte das nicht, denn er saß bereits wieder an seinem Fenster und blickte hinaus. Er schien mit sich zu Rate zu gehe, ob vielleicht der Vaquero auch ein Tabakspucker sei. Bald aber faßte er sich ein Herz und bemerkte:

»Ausgezeichnetes Wetter!« – »Ja«, antwortete der Vaquero.

Das erfreute den Wirt ungemein. Seine Mienen erheiterten sich; er drehte sich herum, nickte dem Mann freundlich zu und fuhr fort:

»Besonders ausgezeichnet zum Reiten.« – »Ja, bin aber auch die ganze Nacht geritten.« – »Die ganze Nacht? Das klingt ja, als ob Ihr ein Kurier wäret!« – »Es ist auch fast so.« – »Wohin wollt Ihr denn?« – »Nach Fort Guadeloupe.« – »Da seid Ihr ja. Habt Ihr hier Geschäfte?« – »Nein; ich habe etwas abzugeben. Seid Ihr vielleicht Señor Pirnero?« – »Ja, freilich, der bin ich.« – »Lebt Señorita Resedilla noch?« – »Natürlich! Kennt Ihr sie?« – »Nein; aber ihretwegen bin ich hier. Euch ist doch die Hacienda del Erina bekannt?« – »Das versteht sich, Pedro Arbellez ist ja mein Schwager.« – »Nun, Señor Arbellez sendet mich zu Euch. Ich stehe in seinem Dienst.« – »Zu mir? Ah, das freut mich, das freut mich ungeheuer. Ich werde Euch Essen und Trinken geben lassen und meine Tochter holen!« – »Ja, holt sie, damit ich gleich beiden meine Botschaft ausrichten kann.«

Pirnero hatte seinen Ärger ganz vergessen; er eilte in die Küche, brachte Resedilla herbei und führte sie zu dem Tisch, an dem der Vaquero saß.

»Hier, Resedilla«, sagte er, »ist ein Vaquero des guten Oheims Pedro. Er hat uns eine Botschaft auszurichten. Er ist die ganze Nacht geritten; sorge für ihn!«

Das Mädchen gab dem Gast die Hand und fragte nach seiner Sendung.

»Nun«, antwortete er. »Ihr wißt, daß mein Herr alt ist …« – »Ja, älter als ich«, meinte Pirnero. – »Er hat keine Kinder …« – »Denkt Ihr nicht an Señorita Emma?« – »Oh, die ist verschwunden; die ist jedenfalls längst tot und kehrt nicht wieder zurück. Das hat meinem Herrn am Leben genagt und ihn älter gemacht, als er ist. Nun wißt Ihr doch, daß die Hazienda nicht mehr dem Grafen Rodriganda gehört?« – »Ich weiß es, der Graf hat sie meinem Schwager geschenkt« – »Mein Herr wird ohne Kinder sterben …«

Jetzt horchte Pirnero auf.

»Ich hoffe, daß er noch lange leben wird!« sagte er. – »Bei einem solchen Alter und in den Zeiten, wie die gegenwärtigen sind, ist es gar kein Wunder, wenn man an den Tod denkt. Also Kinder hat Señor Arbellez nicht, aber Erben, oder vielmehr eine Erbin …« – »Wen meint Ihr?« – »Señorita Resedilla. Sie soll die Hazienda erben.«

Resedilla wandte sich halb ab. Sie liebte ihren Oheim wirklich, darum taten ihr die Worte des Vaqueros weh, und sie sagte:

»Geben wir die Hoffnung, daß Emma sich wiederfinden läßt, doch noch nicht auf.« – »Mein Gebieter hat sie aufgegeben«, entgegnete der Vaquero. »Darum hat er Euch zur Erbin eingesetzt und läßt Euch sagen, daß er Euch vor seinem Ende gern noch einmal zu sehen wünscht.« – »Das ist der Auftrag, den Ihr auszurichten habt?« fragte der Wirt. – »Ja. Ich soll die Señorita bitten, meinen Herrn recht bald einmal zu besuchen. Übrigens habe ich Euch diesen Brief abzugeben.«

Er griff in sein Wams und zog ein viereckig zusammengelegtes Leder heraus, in dem sich der Brief befand. Pirnero nahm ihn und wollte ihn öffnen.

»Nein, hier nicht, Vater«, bat Resedilla. – »Wo denn sonst?« – »Komm mit mir! Solche Briefe liest man allein.«

Resedilla zog den Vater mit sich fort. Als sie nach einer Weile zurückkehrten, hatte das gefühlvolle Mädchen rotgeweinte Augen, und auch Pirnero schien tief ergriffen zu sein.

»Wir haben den Brief gelesen«, sagte er. – »Und wie entschließt Ihr Euch, Señor?« fragte der Vaquero. – »Das läßt sich augenblicklich nicht sagen. Ihr kennt die Verhältnisse.« – »Ah, Ihr könnt Eure Tochter nicht gut auf einige Wochen vermissen?« – »Das ließe sich wohl überwinden; aber der Krieg, der Krieg!« – »So meint Ihr, daß es für die Señorita gefährlich sei, die Reise nach der Hacienda del Erina zu unternehmen?« – »Ja.« – »Was das betrifft, so braucht Ihr Euch keine Sorge zu machen. Mein Herr wird sich ein Begleitschreiben auswirken, das die Franzosen gewiß respektieren werden.« – »Aber die anderen, die Indianer?« – »Auch sie haben wir nicht zu fürchten, denn Señor Arbellez will Euch eine Anzahl erfahrener Vaqueros und Büffeljäger senden, die die Señorita sicher zu ihm bringen werden.« – »Hm, auf diese Weise könnte man es wagen, aber gefährlich bleibt es dennoch. Wie lange habt Ihr Zeit, hierzubleiben?« – »Den heutigen Tag.« – »Nun, so werde ich es mir überlegen. Morgen sollt Ihr meine Antwort und einen Brief an den Schwager bekommen. Jetzt aber versorgt Euer Pferd und geht in die Küche, um Euch etwas vorsetzen zu lassen.«

Yaş sınırı:
12+
Litres'teki yayın tarihi:
30 ağustos 2016
Hacim:
410 s. 1 illüstrasyon
Telif hakkı:
Public Domain