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Kitabı oku: «Waldröschen VII. Die Abenteuer des schwarzen Gerard 2», sayfa 6

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9. Kapitel

Auf der Ebene, die zwischen San Jose de Barral und Chihuahua liegt, ritt ein Trupp Reiter. Es waren zwei Schwadronen französischer Chevaulegers. Sie hatten jedenfalls einen weiten Ritt hinter sich, denn die Pferde waren ermüdet und auch den Reitern war keine sichere, elegante Haltung nachzurühmen.

Da tauchten in der Ferne die Umrisse von Chihuahua auf, und sofort war die Wirkung zu erkennen. Die Reiter richteten sich empor, die Pferde wieherten und warfen den Schwanz, die Degen klirrten lustiger.

Voran ritt ein narbenreicher, nicht sehr alter Offizier. Er trug die Abzeichen eines Obersten. An der ersten Straße der Stadt ließ er halten, fragte nach dem Hauptquartier, schickte einen Boten voraus und rückte dann, die Musik an der Spitze, mit klingendem Spiel ein. Hier und da ließ sich ein neugieriger Frauenkopf sehen, der aber bei der Entdeckung, daß es sich um Franzosen handle, sofort wieder verschwand.

Vor dem Hauptquartier ritten die beiden Schwadronen auf. Es war dasselbe Gebäude, aus dem der Schwarze Gerard entsprungen war. Eben war die Aufstellung vollendet, da trat der Oberstkommandierende hervor. Auch er trug die Abzeichen eines Obersten, war aber weit älter als sein Kamerad. Es war der, der vom Schwarzen Gerard eine so nachdrückliche Lehre erhalten hatte.

Man präsentierte vor ihm, und dann trat ihm der Kamerad entgegen.

»Oberst Laramel, Herr Kamerad«, meldete er. »Auf dem Durchritt nach Villa del Fuerte. Bringe Depeschen vom Generalkommando.« – »Willkommen! Sie werden doch einige Tage Quartier nehmen?« – »Gewiß. Zwei oder drei, wenn Sie erlauben. Nur weiß ich nicht, wo meine Leute unterzubringen wären.« – »Nichts leichter als das. Ich habe nur eine Schwadron in der Stadt. Die anderen Quartiere sind leer. Sie stehen Ihnen zur Verfügung.« – »Das paßt vortrefflich. Darf ich Ihnen meine Offiziere vorstellen?« – »Ich bitte darum.«

Dies geschah; dann saßen die Mannschaften ab, um sich nach ihren Quartieren zu begeben, die ihnen sehr schnell angewiesen wurden.

Der Kommandant war so höflich, die Offiziere zunächst zu einem Glas Wein einzuladen. Sie nahmen dies an und saßen bald in demselben Saal, in dem damals Gerard gestanden hatte.

»Wie kommt es, Herr Kamerad«, fragte Oberst Laramel, »daß Sie die Stadt so von Truppen entblößen? Sie befinden sich auf einem der gefährlichsten Posten des Landes.« – »Sie haben recht, doch muß ich nach den Instruktionen handeln, die ich erhalte, das ist leider nicht immer angenehm.« – »Hatten Sie da böse Erfahrungen zu machen?« – »Nicht nur böse, sondern sogar schlimmer.« – »Alle Teufel, wie wäre dies gekommen?« – »Ich hatte vier Kompanien und einige Schwadronen Besatzung. Ich habe in einer Nacht eine ganze Kompanie verloren, bis auf den letzten Mann.« – »Ah! Fast unglaublich!« – Aber doch wahr. Es liegt da im Norden von uns ein kleines Fort, Guadeloupe genannt; das sollte ich fortnehmen. Ich detachierte die betreffende Kompanie; sie wurde von den Apachen überfallen und niedergemacht.« – »Niemand entkommen? Gar niemand?« – »Nur ein Mädchen, das mit dem Junker gelaufen war, hat sich wiedergefunden.« – »War denn der Zug nicht geheimgehalten worden?« – Auf das allerstrengste. Aber es gibt in dieser Gegend einen Menschen, der für Juarez und die Apachen den Spion macht. Er ist ein unglaublich verwegener und listiger Mensch. Man hat sich alle Mühe gegeben, ihm beizukommen, aber es ist nicht gelungen. Er ist überall und nirgends; er weiß alles; er scheint allwissend und allgegenwärtig zu sein.«

Oberst Laramel schüttelte den Kopf.

»Dies klingt sehr unglaublich, Herr Kamerad«, sagte er. »Ein Mensch ist und bleibt ein Mensch, selbst wenn er die hervorragendsten Eigenschaften besitzen sollte. Ich halte es für kein großes Kunststück, noch viel weniger aber für unmöglich, einen Spion zu fangen.« – »Ich glaube Ihnen dies; aber Sie kennen den Schwarzen Gerard nicht.« – »Den Schwarzen Gerard? Ah, dieser ist es?« – »Ja, dieser und kein anderer.« – »Da haben Sie allerdings einen schlimmen Gegner. Ich habe viel von ihm gehört; sein Name wurde sogar im Hauptquartier oft genannt. Also dieser Mensch ist jetzt in der Gegend von Chihuahua zu finden?« – »Bereits seit längerer Zeit. Wir wissen ganz genau, daß er sogar in der Stadt selbst verkehrt und Verbündete in derselben hat.« – »Ah, woher wissen Sie das?« – »Er hat es uns ja selbst gestanden.« – »Er selbst?« fragte der Oberst verwundert. »Sonderbar! Wie konnte das zugehen?« – »Er war hier in Chihuahua, hier in diesem Zimmer.« – »Unmöglich.« – »Ja. Wir hatten ihn gefangen.« – »Also doch. Ist nicht ein Preis auf seinen Kopf gesetzt?« – »Ja, ein sehr bedeutender.« – »Nun, den haben Sie sich also verdient?«

Der Kommandant befand sich in einer ziemlichen Verlegenheit. Er war gezwungen, einzugestehen, daß er diesen Preis nicht erhalten hatte.

»Ja, beinahe hätten wir uns ihn verdient«, sagte er. – »Beinahe? Nun ich denke, Sie hatten den Kerl festgenommen?« – »Ja, festgenommen und gebunden in einer zahlreichen Versammlung von Offizieren und anderen Herrschaften hier in diesem Zimmer. Ich verhörte ihn; der Mensch betrug sich sehr frech und renitent, und … wissen Sie, Herr Kamerad … plötzlich gelang es ihm, sich zu befreien. Er schlug mich nieder vor allen anwesenden Leuten und sprang zum Fenster hinab.« – »Donnerwetter! Er entkam?« – »Leider!« – »Das wäre mir wohl nicht passiert!«

Da warf sich der Kommandant in die Brust und versetzte in stolzem Ton:

»Das sagen Sie; das glauben Sie; aber Sie irren sich. Haben Sie schon einmal mit so einem echten, rechten Präriejäger zu tun gehabt?« – »Noch nicht!« – »Da dürfen Sie auch nicht behaupten, daß Ihnen so etwas nicht passieren könne. Diese Kerle haben den Teufel im Leib. Sie haben jahraus, jahrein mit Gefahren zu kämpfen, sie sehen den gewaltsamen Tod stets vor ihren Augen, sie rechnen mit anderen Ziffern als wir. Ich sage Ihnen, ein Savannenmann nimmt es mit zwanzig unserer besten Unteroffiziere auf.« – »Herr Kamerad, nehmen Sie wirklich an, daß ich dies glauben soll?« – »Glauben Sie es oder nicht. Nun Sie nach dem Norden kommen, werden Sie es bald erfahren. Ich habe jetzt eine ganz bedeutende Mannschaft nach dem Fort Guadeloupe detachiert; dies ist der Grund, daß Sie hier so offene Quartiere fanden. Diese Leute sind wacker und stehen unter guter Anführung, aber doch muß ich gewärtig sein, daß sie das Nest nur unter großen Opfern nehmen können.« – »Ist Guadeloupe so fest?« – »Gar nicht. Aber dieser Schwarze Gerard hat jedenfalls bereits ausspioniert, was wir wollen, und liegt mit irgendeinem Trupp Apachen im Hinterhalt, wo man dies am allerwenigsten erwartet. Hätten wir unsere Señorita Emilia nicht, so hätten wir Chihuahua längst räumen müssen.« – »Señorita Emilia? Wer ist das?« – »Ah, Sie kennen unsere beste und scharfsinnigste Spionin nicht?« – »Nein.« – »Nun dann ist Ihnen die größte Schönheit Mexikos unbekannt.« – »Alle Teufel! Was Sie sagen!« – »Es ist die Wahrheit!« – »Die größte Schönheit Mexikos? Wird man sie sehen können, Herr Kamerad?«

Oberst Laramel war als einer der rücksichtslosesten und grausamsten Offiziere der französischen Armee bekannt. Er und sein Regiment gaben nie Pardon. Er war der Mörder zahlreicher Mexikaner geworden, die in seine Hände gefallen waren. Tollkühn bis zum Exzeß, galt bei ihm ein Menschenleben nichts; daher war er es, den man jetzt über Chihuahua nach Villa del Fuerte schickte, wo es galt, unter den Republikanern aufzuräumen und das blutige Dekret in Ausführung zu bringen. Dazu war er der richtige Mann.

Oberst Laramel war aber auch ein leidenschaftlicher Bewunderer des schönen Geschlechts. Darum elektrisierte es ihn förmlich, hier von einem Mädchen zu hören, das die schönste Dame Mexikos sein solle.

»Es kommt ganz auf Sie an«, antwortete der Kommandant. »Wenn Sie wünschen, Ihre Bekanntschaft zu machen, so ist nichts leichter als das.« – »Ah, sie ist also nicht so schwer zugänglich?« – »Gar nicht. Ich hatte ja die Absicht, Sie nebst den anderen Herren Kameraden heute abend bei mir zu sehen. Ich werde mehrere Herren und Damen der Stadt bitten lassen, und dabei soll Señorita Emilia sein.« – »Ich danke Ihnen. Ich möchte nicht in die Heimat zurückkehren, ohne dort erzählen zu können, daß ich die Dame gesehen habe, der unter allen Mexikanerinnen der Preis der Schönheit gebührt. Señorita Emilia wird sie genannt. Wie ist ihr weiterer Name?« – »Den kennt man nicht« – »Ah, das wäre ja sonderbar.« – »Allerdings. Es breitet sich nämlich über diese Dame ein Geheimnis, das aufzuklären sie sich keine Mühe gibt. Vielleicht hat sie die Ansicht, daß dadurch das Interesse, das man an ihr nimmt, noch bedeutend erhöht werde. Während die einen sie für eine geborene Mexikanerin halten, sagen andere, sie sei eine Italienerin, Spanierin oder gar eine Französin.« – »Welche Meinung haben Sie denn, Herr Kamerad?« – »Ich stimme der letzteren Ansicht bei, denn sie spricht das Französisch wie eine echte Pariserin. Übrigens werde ich in meiner Meinung durch den außerordentlichen Eifer bestärkt, den sie unseren Angelegenheiten widmet.« – »Das wäre, wenn sie eine Mexikanerin sein sollte, allerdings zu verwundern. Diese Damen sind im Herzen alle echt republikanisch gesinnt.« – »Sie ist gerade das Gegenteil davon, obwohl es stets mein Prinzip gewesen ist, der Frauenwelt nicht zu großes Vertrauen zu schenken. Sie hat uns zahlreiche Beweise gegeben, daß wir uns auf sie verlassen können.

Der gute Mann ahnte nicht, daß diese »Beweise« nur scheinbar gewesen waren und nur dazu gedient hatten, die Franzosen ins Verderben zu locken. Von dem vollständigen Untergang der abermals nach dem Fort Guadeloupe gesandten Truppen hatte er noch gar nichts erfahren. Oberst Laramel sagte:

»Man muß zugeben, daß ein weiblicher Spion, wenn er schön ist und den nötigen Scharfsinn besitzt, ganz andere Erfolge erzielt als ein männlicher Spion. Wir sogenannten Herren der Schöpfung lassen uns von einem Paar schöner Augen mehr oder weniger schwach finden. Doch, um auf den Untergang Ihrer Kompanie zurückzukommen, haben Sie denn nicht Anstalten getroffen, Repressalien anzuwenden oder diesen schauderhaften Mord in der gehörigen Weise zu rächen?« – »Ich habe mein Möglichstes getan. Die jetzt von neuem nach dem Fort detachierten Truppen haben den Befehl, jeden Apachen, den sie treffen, ohne Gnade und Barmherzigkeit niederzuschießen. Außerdem habe ich mich einer Anzahl von Einwohnern dieser Stadt bemächtigt, von denen ich sicher weiß, daß sie republikanisch gesinnt sind.« – »Diese Leute sind Ihre Gefangenen?« – »Ja, meine Maßregel hat hier viel Sturm erregt.« – »Das darf einen braven Soldaten nicht kümmern. Was werden Sie mit ihnen tun?« – »Was kann ich tun? Man sollte diese Verräter über die Klinge springen lassen, dann wäre man sie ein für allemal los.« – »Warum tun Sie das nicht?« – »Aus zweierlei Gründen. Die Hinrichtung von beiläufig dreißig bis vierzig Personen würde hier geradezu einen Aufruhr hervorbringen, dem gegenüber ich mich jetzt zu schwach fühle. Ich sagte Ihnen bereits, daß ich hier wenige Truppen besitze.« – »Ich stelle Ihnen die meinigen zur Verfügung.« – »Das würde nur eine augenblickliche Unterstützung sein. Sie marschieren ja weiter.« – »Oh, meine Vollmacht verbietet mir nicht, so lange hierzubleiben, bis die Ruhe wiederhergestellt oder Ihr Detachement zurückgekehrt ist.« – »Das würde mir allerdings eine höchst willkommene Hilfe sein. Aber mein zweiter Grund bezieht sich auf die Ungewißheit, in der ich mich in diesem Fall befinde. Ich weiß nicht, ob ich über Leben und Tod so vieler frei verfügen kann. Ich stehe da vor einer Verantwortung, die ich vielleicht nicht zu tragen vermag.« – »Was das betrifft, so kann ich Sie von allen Sorgen befreien. Sie haben nicht nur das Recht, sondern auch die strengste Verpflichtung, jeden Republikaner auf der Stelle füsilieren zu lassen.« – »Ich weiß davon nichts.« – »Ich habe den Auftrag, es Ihnen mitzuteilen.« – »Ah! Erstreckt sich diese Mitteilung vielleicht auf die Überbringung einer schriftlichen Bevollmächtigung, Herr Kamerad?« – »Ja. Haben Sie nichts von dem Dekret des dritten Oktober gehört?« – »Nein, kein Wort.« – »Nun, Kaiser Max hat in diesem Dekret befohlen, jeden Republikaner, gleichviel, ob derselbe General oder Bettler sei, einfach als Bandit zu betrachten und als solchen zu behandeln, das heißt, ihn auf der Stelle strangulieren oder überhaupt töten zu lassen.« – »Liegt da nicht vielleicht ein Irrtum vor, Herr Kamerad? Vom dritten Oktober bis jetzt ist eine lange Zeit Das Dekret müßte längst in meinen Händen sein.« – »Sie irren. Bedenken Sie die Entfernung zwischen der Hauptstadt und hier; bedenken Sie ferner die Unzulänglichkeit der Verbindungen in diesem Land und die Unsicherheit der Wege. Ich bin beauftragt, Ihnen eine Abschrift des Dekrets nebst einer vom Generalkommando ausgefertigten Ausführungsverordnung zu überbringen. Diese beiden Dokumente werden bezüglich der Pflichten, die Sie zu erfüllen haben, jeden Zweifel beseitigen. Gestatten Sie mir, Ihnen dieselben zu überreichen!«

Der Oberst zog aus der Tasche seines Uniformrocks ein großes, mehrfach versiegeltes Kuvert, das er dem Kommandanten überreichte. Dieser nahm es entgegen und sagte:

»Diese Angelegenheit ist mir so wichtig, daß ich um Entschuldigung bitte, wenn ich sofort und in Ihrer Gegenwart zur Lektüre schreite.« – »Lesen Sie immerhin, Herr Kamerad.«

Der Kommandant öffnete und las es. Sein Gesicht nahm einen ernsten und entschlossenen Ausdruck an. Dann, als er die Dokumente zusammenfaltete, sagte er.

»Jetzt kann allerdings kein Zweifel mehr herrschen. Ich fühle mich sehr erleichtert.« – »Was werden Sie also tun?« – »Meine Pflicht«, antwortete der Gefragte kurz. – »Und diese lautet?« – »Ich werde die Gefangenen erschießen lassen.« – »Wann?« – »Hm! Bin ich Ihrer Hilfe wirklich sicher? Darf ich auf Sie bestimmt rechnen?« – »Vollständig. Ich bleibe hier, bis Sie unserer nicht mehr bedürfen.« – »Sie meinen, daß das Urteil so bald als möglich zu vollstrecken sei?« – »Ja. Sie kennen mich vielleicht oder haben doch von mir gehört. Von mir hat noch kein Mexikaner Pardon erhalten. Ich hasse diese Nation zwar nicht, aber ich verachte sie. Sie ist nicht wert, zu existieren. Sie tun mir wirklich den größten Gefallen, wenn Sie mich Zeuge der Hinrichtung dieser Menschen sein lassen.« – »Diesen Genuß kann ich Ihnen gewähren.« – »Aber wann? Hoffentlich morgen schon.« – »Das wird nicht gehen. Man muß doch vorher zu Gericht sitzen und ein Urteil sprechen.« – »Nicht nötig, Herr Kamerad. Diese Bande verdient eine solche Rücksicht nicht.« – »Sie mögen recht haben. Und überdies lautet meine Vollmacht so, daß ich ganz nach Belieben handeln kann. Banditen schießt man nieder, wie sie vor das Gewehr kommen.« – »Also morgen?« – »Doch nicht. Man muß ihnen Zeit gönnen, sich auf den Himmel vorzubereiten. Hier in diesem Land ist man so bigott, so übermäßig schwarz und fromm, daß die Nachricht, die Leute seien in ihren Sünden gestorben, tausendmal schlimmer wirken würde als die Kunde von der Hinrichtung selbst. Beichte und Absolution muß ihnen gewährt werden.« – »Nun gut. Dazu wird ein Tag genügen. Also übermorgen?« – »Ja, übermorgen, und zwar in aller Frühe, womöglich noch vor Anbruch des Tages.« – »Sie meinen des Publikums wegen?« – »Ja. Diese Angelegenheit soll in aller Stille vor sich gehen. Kein Mensch darf vorher wissen, was geschehen soll. Nur der Beichtvater und die sonst nötigen Personen werden unterrichtet. Eine vollendete Tatsache, an der nichts mehr zu ändern ist, wird das Volk verblüffen. Man wird einsehen, daß jeder Widerstand zu spät kommt. Das ist es, was ich beabsichtige.«

10. Kapitel

Während die Franzosen von der Südseite her in die Stadt eingeritten waren, hatte sich von Norden her ein einzelner Reiter genähert. Er ritt ein keineswegs schönes Pferd, hatte höchst unscheinbare Waffen an sich herumhängen und machte, alles in allem, nicht etwa den Eindruck eines tüchtigen Präriemannes, obgleich man auf den ersten Blick erkennen mußte, daß er ein Jäger sei. Er war von kleiner, hagerer Statur.

Er hatte nicht einen bestimmten Weg vor sich, sondern ritt langsam parallel mit den Grenzen der Stadt, und die forschenden Blicke, die er derselben zuwarf, ließen erraten, daß es ihm darum zu tun war, Chihuahua kennenzulernen, ohne hineinzukommen.

Es war der Kleine André, der von Juarez ausgesandt worden war, die Verhältnisse der Franzosen in der Stadt zu erkunden.

Er hielt sein Pferd an und richtete sein Auge auf die Türme der Hauptkirche. Langsam mit dem Kopf schüttelnd, brummte er vor sich hin:

»Verdammte Geschichte! Treibe mich Tag für Tag in dieser Gegend umher, um zu erfahren, was der Präsident wissen will, und finde doch keinen Menschen, den ich ausfragen kann. Ich glaube, diese Franzosen haben sogar den Einwohnern verboten, aus der Stadt zu gehen. Das ist ja der reine Belagerungszustand.«

Er rückte eine Zeitlang ungeduldig im Sattel hin und her und fuhr dann fort:

»Ich muß gewärtig sein, Juarez kommt bereits heute angerückt. Was soll ich ihm sagen? Ich weiß nichts und bin schauderhaft blamiert. Aber hineintreiben? Hm!«

Er schüttelte bedenklich den Kopf.

»Das ist gefährlich. Wie nun, wenn die Messieurs mich wirklich für einen Spion hielten? Das könnte dem guten Andreas Straubenberger sehr schlecht bekommen.«

Da schüttelte auch sein Pferd, natürlich ganz zufälligerweise, den Kopf und wieherte.

»Nicht schlecht?« sagte der Jäger. »Du bist anderer Ansicht? Hm! Vielleicht hast du recht. Wenn ich vor der Stadt bleibe, erfahre ich nichts, es bleibt mir also nichts übrig, als hineinzureiten. Übrigens«, fügte er mit einem gewissen Stolz hinzu, »bin ich der Kleine André und habe meine Waffen. Wir werden ja sehen.«

Er untersuchte seine Waffen sehr sorgfältig und lenkte das Pferd der Stadt entgegen. Der kleine Mann wagte es wirklich, den Feind geradezu aufzusuchen.

Streng genommen war dieses Wagnis allerdings nicht so groß wie vorher bei dem Schwarzen Gerard. Dieser war den Franzosen als Feind bekannt, Bazaine hatte auf seinen Kopf sogar einen Preis von fünftausend Franken gesetzt. Ferner hatte er sich bei Nacht und Nebel heimlich einschleichen müssen.

Anders aber lag es bei André. Kein Franzose hatte ihn jemals als Feind gesehen, höchstens konnte man seinen Namen als denjenigen eines nördlichen Jägers kennen. Faßte man ja gegen ihn den Verdacht, ein Spion des Präsidenten Juarez zu sein, so konnte man ihm doch nicht das mindeste beweisen. Sein Leben wenigstens stand vermutlich nicht auf dem Spiel.

Am Eingang zur ersten Straße, wo früher Posten gestanden hatten, befand sich heute keine Schildwache. Der Kommandant hatte geglaubt, diese Sicherheitsmaßregel unterlassen zu können. Er hatte ein zahlreiches Detachement gegen seine Feinde ausgeschickt und nahm aus diesem Grund an, daß die rückwärts liegende Stadt nichts zu befürchten habe. André konnte also unexaminiert und unbelästigt in die Stadt einreiten.

Er fand gleich in der zweiten Gasse, in die er, um die Hauptadern des Verkehrs zu meiden, einbog, eine kleine Venta, deren breites Tor ihm gastlich entgegenblickte.

Er ritt vor das Tor und stieg ab. Indem er den Sattel verließ, bemerkte ein hohes, breites Gebäude, das der Venta gegenüberlag. Es hatte einen Balkon, auf dem sich soeben eine Dame befand, deren Gesicht gegen den Einfluß der Luft und Sonne leicht verschleiert war. Wäre es ihm möglich gewesen, durch diese Verhüllung zu blicken, so hätte er bemerken können, daß ihr Auge mit einer gewissen Spannung auf ihm ruhte, denn als er mit seinem Pferd unter dem Tor verschwunden war, trat sie in das Zimmer zurück und griff zur Klingel. Auf das mit dieser gegebene Zeichen trat die Zofe ein.

»Ich wünsche den Wirt der Venta zu sprechen, aber ohne Aufsehen.«

Auf diese Worte der Herrin entfernte sich die Zofe wieder, und bald sah man einen alten, grauköpfigen Mexikaner hinüber nach der Venta gehen. Dieser Mann war der Hausmeister des erwähnten großen Gebäudes. Er fand nach einigem Suchen den Wirt im Hof stehen, der, als er ihn bemerkte, ihm entgegenkam.

»Ah, Señor, wen sucht Ihr?« fragte er. – »Euch«, antwortete der Alte. – »Mich? Womit kann ich Euch dienen?« – »Ich habe Euch zu bitten, zu unserer Señorita zu kommen.« – »So wird sie vielleicht Gesellschaft bei sich sehen und das Mahl bei mir bestellen wollen.« – »Nein. Ich habe Euch zu sagen, daß sie Euch ohne Aufsehen sprechen will.« – »Das ist etwas anderes.«

Der Wirt trat näher an den Alten heran und fragte, dieses Mal mit flüsternder Stimme:

»Sind etwa Nachrichten gekommen?« – »Von woher meint Ihr?« – »Von Juarez.« – »Ich habe nichts gehört.« – »Nun, dann werde vielleicht ich es erfahren. Sagt der Señorita, daß ich erscheinen werde.«

Der Alte nickte und entfernte sich. Der Wirt aber trat in die Gaststube, wo André ganz allein saß.

»Willkommen, Señor«, grüßte der Wirt.

André warf einen raschen, forschenden Blick auf ihn und antwortete in gebrochenem Spanisch:

»Danke, Señor. Was habt Ihr zu trinken?« – »Alles, was Euer Herz begehrt.« – »Ah, das ist gut! Also Bier?« – »Nein.« – »Wein?« – »Nein.« – »Kaffee?« – »Nein.« – »Schokolade?« – »Nein. Heute morgen gab es welche, sie ist aber alle geworden.« – »So gibt es wenigstens eine Limonade?« – »Nein, der Zucker ist mir ausgegangen.« – »Oder einen Julep?« – »Leider auch nicht. Die Flasche ist mir zerbrochen, ich muß erst eine andere kaufen.« – »Aber, zum Donnerwetter, Ihr sagtet doch, daß ich alles erhalten könnte, was mein Herz begehrt.« – »Ja, das sagte ich allerdings, Señor.« – »Nun, jetzt, da ich Euch mitteile, was ich will, ist gar nichts vorhanden.«

Der Wirt schüttelte den Kopf und erwiderte in vorwurfsvollem Ton:

»Daran seid Ihr selbst schuld, Ihr ganz allein, Señor. Warum begehrt Euer Herz denn gerade das, was nicht da ist!«

André lachte.

»Ah, so ist das nicht gemeint! Nun, so sagt einmal, was Ihr habt.« – »Alles habe ich, nur ist mir gerade jetzt verschiedenes ausgegangen. Mit einem Glas Pulque aber könnte ich Euch recht gut dienen.« – »Nun, so bringt es, Señor. Es ist immer besser als gar nichts.«

Der Wirt nahm ein Glas und schenkte es aus einem großen Krug voll. Als er es André gegeben hatte, setzte dieser es an die Lippen. Kaum aber hatte er einen Zug getan, so verzog er sein Gesicht auf eine Weise, als ob er Feuer verschluckt hätte und rief:

»Verteufeltes Zeug!« – »Ah, wollt Ihr etwa sagen, daß dieser Pulque nicht gut sei?« fragte der Wirt.

André war vorsichtig. Er antwortete:

»Oh, jedenfalls ist er sehr gut; ja, sogar ganz vorzüglich für einen Mexikaner.« – »Aber für Euch nicht?« – »Nein. Man ist diesen Trank nicht gewöhnt.« – »So seid Ihr kein Mexikaner?« – »Nein. Habt Ihr das nicht bereits aus meiner Sprache gehört?« – »Allerdings; aber man kann sich täuschen. Darf ich Euch fragen, was Ihr seid?« – »Ein Jäger bin ich.« – »Das dachte ich. Aber was für ein Jäger? Ein Büffeljäger, ein Tigerjäger, ein Schlangenjäger oder so etwas?« – »Ja, ich hatte vergessen, daß in diesem schönen Land die Jägerei auf mexikanische Weise betrieben wird. Bei uns schießt ein Jäger eben alles, was ihm vorkommt.« – »So seid Ihr ein Nordländer?« – »Ja.« – »Ein Yankee?« – »Nein.« – »Also ein Kanadamann?« – »Auch nicht.« – »Was sonst, wenn Ihr aus dem Norden seid?« – »Laufen denn nur Yankees und Kanadamänner in den Felsenbergen umher? Es gibt da doch ehrliche Kerle und Lumpen von allen Nationalitäten. Was mich betrifft, so bin ich ein Deutscher.« – »Ein Deutscher? Ah! Also ein Anhänger unseres guten Kaisers Maximiliano?«

Der kleine Jäger warf einen scharfen Blick in das hagere Gesicht des Mexikaners.

»Spielt keine Komödie!« sagte er. – »Komödie? Wie kommt Ihr zu diesem Ausdruck, Señor?« – »Ich weiß ganz genau, daß Ihr, wenn Dir unter Euch seid, diesem ›guten Kaiser Maximiliano‹ einen ganz anderen Titel geben werdet.« – »O Dios! Glaubt dies nicht! Wir sind hier alle gut kaiserlich gesinnt!« – »Das heißt, gut französisch?« – »Ziemlich, denn wir verdanken den Franzosen ja unseren guten Emperador.« – »Das freut mich von Euch, Señor, ganz ungeheuer freut es mich, und ich hoffe, daß Ihr Euch bestreben werdet, den Franzosen dankbar für diese Wohltat zu sein.« – »Natürlich! Wir sind von ganzem Herzen dankbar.« – »Wißt Ihr, wie Ihr das am besten beweisen könnt?« – »Nun?« – »Fabriziert so viel Pulque wie möglich, aber ganz von derselben Sorte wie dieser hier ist, und gebt ihn den Franzosen fässerweise zu trinken. Verstanden?« – »Verstanden habe ich es, aber es wird nicht gehen, denn die Franzosen lieben den Pulque nicht, sie wollen nur Wein, immer wieder Wein.« – »Und sie bekommen ihn?« – »Ja. Was will man machen? Wenn sie ihn nicht erhalten, nehmen sie ihn sich selbst.« – »Das heißt, sie nehmen ihn mit Gewalt?« – »Hm, das wollte ich nicht sagen! Man muß in seinen Worten sehr vorsichtig sein.« – »Ah, ist es so? Der Emperador Maximilian ist so gut, so vorzüglich, daß Ihr Euch bereits gezwungen seht, in Euren Ausdrücken sehr vorsichtig zu sein?« – »Um Gottes willen leise, Señor«, bat der Wirt. – »Und leise muß man bereits sprechen?« – »Hört, Master, ich bin kein Hundsfott. Merkt Euch das. Ich pflege das, was man mir anvertraut, nicht mit Kanonen in die Welt hinauszudonnern.« – »Das ist es, was ich wünsche. Solche Leute kann man gebrauchen. Also Ihr seid kein Freund der Franzosen?« – »Hört einmal, wir kommen da auf ein schlüpfriges Gebiet. Es gibt jedenfalls unter den Franzosen sehr anständige Kerle; denen wünsche ich alles Gute; was aber die anderen anbelangt, die kann der Teufel holen. Nicht wahr? Denkt an die Tausende, die gefallen sind; denkt an die mutigen Männer, die man in die Kerker steckt. Erst vor einigen Tagen hat der hiesige Kommandant wieder gegen vierzig Familienväter hinter Schloß und Riegel gebracht.« – »Weshalb?« – »Oh, nur deshalb, weil sie zu einem unschuldigen Privatverein gehören, von dem ein Mitglied leider unvorsichtigerweise öffentlich gesagt hat, daß wir eigentlich ganz gut imstande seien, uns selbst zu regieren, und daß es besser sei, für sich selbst zu arbeiten, als für andere.« – »Was wird man diesen Leuten tun?« – »Ich weiß es nicht, aber man ist sehr gespannt darauf. Man glaubt hier, daß es nicht länger so fortgehen könne. Man hofft ganz bestimmt auf – auf …«

Der Sprecher hielt vorsichtig inne.

»Nun, worauf oder auf wen hofft man denn?« fragte der Kleine André. – »Auf Juarez.«

Diese Antwort gab der Wirt mit vor den Mund gehaltenen Händen und so leise, daß der Jäger sie kaum verstehen konnte.

»Auf Juarez?« fragte der letztere, sich unwissend stellend. »Warum auf ihn?« – »Er ist ja unser rechtmäßiger Präsident. Wir haben ihn gewählt und uns unter seiner Regierung ganz wohl befunden.« – »Er ist ja aber ausgerissen.« – »Er mußte, wenn er nicht das ganze Land mit Blut überschwemmen wollte.« – »Ah, deshalb. Aber wird es weniger Blut kosten, wenn er zurückkehrt?« – »Gewiß. Die Usurpatoren kennen das Land nicht. Das Land wird viel schneller wieder unser sein, als es in ihren Besitz gelangt ist. Als sie kamen, standen wir ohne Heer, ohne alle Hilfe da. Jetzt ist das anders. Jetzt helfen uns die Vereinigten Staaten, jetzt ertönen auch aus anderen Ländern Stimmen, die dieser Napoleon zu respektieren hat. Juarez hat uns schonen wollen, er wartet die Zeit ab. Und bricht er einmal hervor, so ist es sicher, daß diese Zeit gekommen ist.« – »Wo befindet er sich denn?« – »In Paso del Norte, wie man sagt.« – »Sagt man nicht, daß er das Land ganz und gar verlassen hat?« – »Man sagt es, aber wir glauben nicht daran. Er verläßt uns auf keinen Fall. Ist er fort aus Paso del Norte, so befindet er sich irgendwo, wo seine Anwesenheit zu unserem Heil notwendig ist. Kürzlich ist eine Kompanie Soldaten aufgerieben worden. Ich glaube, daß da Juarez seine Hand im Spiel gehabt hat. Daß sein Vertrauter dabeigewesen ist, wissen wir genau.« – »Wer ist dieser Vertraute?« – »Ein Jäger, auf dessen Kopf ein Preis von fünftausend Franken gesetzt worden ist.« – Ah, der Schwarze Gerard.« – »Ihr kennt ihn?« fragte der Wirt erstaunt, »Genau? Habt Ihr mit ihm gesprochen? Habt Ihr ihn getroffen?« – »Ja.« – »Um Gottes willen, laßt das hier nicht wissen! Ihr wäret sonst ohne Rettung verloren.« – »Pah, kann ein Jäger dafür, daß er hier oder da einen anderen Jäger trifft?« – »Man würde glauben, daß Ihr im Einvernehmen mit ihm seid.« – »Man müßte mir dies beweisen.« – »Man würde fragen, was Ihr hier in Chihuahua zu tun habt.« – »Munition und Kleidung will ich mir kaufen. Auch ein Jäger braucht Patronen und einen Rock oder eine Hose. Seht mich an. Brauche ich das etwa nicht?« – »Ja, gar zu gut seht Ihr allerdings nicht aus. Übrigens sind wir für einige Zeit von der größten Zahl der Franzosen befreit.« – »Wieso?« – »Es sind einige hundert Mann ausgerückt.« – »Wohin?« – »Man weiß es nicht genau. Es geschah in aller Stille, aber man vermutet doch.« – »Wie viele sind noch hier?« – »Eine Kompanie.« – »Alle Teufel! Das sollte Juarez wissen!« rief der kleine Jäger erfreut. – »Leise, leise, Señor! Wüßte ich, wo er sich befindet, ich liefe selbst hin, um es ihm zu sagen. Und so wie ich, gibt es Hunderte von Männern hier.« – »Nun, vielleicht erfährt er es auch ohne Euch.«

Diese Worte waren so nachdrücklich gesprochen, daß der Wirt aufmerksam wurde. Er ergriff die Hand des Jägers, bog sich zu ihm hinüber und sagte:

»Wißt Ihr, Señor, was ich denke? Ihr wißt genau, wo Juarez ist! Ihr seid von ihm abgeschickt.« – »Unsinn!« – »Ihr sollt in Chihuahua Erkundigungen einziehen.« – »Macht Euch keine zu horriblen Gedanken, Master; Ihr könntet danebenschießen.« – »Ich glaube nicht, daß ich mich täusche.« – »Welche Veranlassung habt Ihr denn, dies zu denken?« – »Ihr seht mir ganz aus wie der Mann, dem man so etwas anvertrauen kann.« – »Pah! Juarez wird ganz andere Leute haben. Ich bekümmere mich um solche Sachen nicht; ich bin vielmehr froh, wenn man mich ungeschoren läßt.« – »Und doch kennt Ihr den Schwarzen Gerard.« – »Nur so, wie sich Jäger kennenlernen.« – »Es tut mir leid, daß Ihr kein Vertrauen zu mir habt. Aber fragen will ich Euch dennoch, wie lange Ihr hier in Chihuahua zu bleiben gedenkt.« – »Wahrscheinlich nur bis heute abend.« – »Ihr bleibt nicht über Nacht bei mir?« – »Nein. Ich kaufe mir Munition und gehe dann wieder fort.« – »So scheine ich mich allerdings getäuscht zu haben. Ich hätte Euch nötigenfalls ein verborgenes Quartier angeboten und dann dafür gesorgt, daß Ihr alles erfahren hättet, was Ihr wissen wolltet.« – »Ich danke Euch, Master, ich bin kein Spion. Wäre ich einer, so würde mir Euer Quartier natürlich sehr willkommen sein.« – »Hm, so kann der Mensch sich irren. Aber verzeiht, wollt Ihr nicht noch ein Glas Pulque trinken?« – »Nein. Ich bin noch gar nicht mit diesem ersten fertig.« – »Es war nur aus Vorsicht. Ich hätte Euch nicht bedienen können, da ich gerade jetzt einmal fortzugehen habe. Ich bin gern aufmerksam gegen meine Gäste.« – »Geht in Gottes Namen. Ich kann Euch die Versicherung geben, daß ich dieses Glas noch nicht ausgetrunken haben werde, wenn Ihr zurückkehrt, selbst wenn dies erst am Jüngsten Tag geschehen sollte. Der Gebrannte scheut das Feuer.«

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Litres'teki yayın tarihi:
30 ağustos 2016
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