Kitabı oku: «30 Minuten Hochsensibilität im Beruf», sayfa 2

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Hochsensibilität – eine starke Erkenntnis

Je mehr Aussagen Sie angekreuzt haben, desto wahrscheinlicher ist es, dass Sie zu den 15 bis 20 Prozent der hochsensiblen Menschen gehören. Sie nehmen Reize und Informationen stärker wahr und verarbeiten diese intensiver als andere Menschen.

Tipp: Nehmen Sie sich Zeit, um die folgenden Fragen für sich zu beantworten:

Worauf weist Sie Ihre hohe Sensibilität hin?

Was können Sie tun, damit Sie Ihre Sensibilität nicht als „Schwäche“ empfinden bzw. erleben?

Wie können Sie Ihre Sensibilität als Stärke nutzen?

Einige HSM haben auf Anhieb ein starkes Aha-Erlebnis und finden sich mit ihren Eigenarten und Fähigkeiten sofort im Konzept Hochsensibilität wieder. Sie finden Antworten auf Fragen, die sie schon ihr Leben lang begleitet haben. Andere sind skeptischer, was durchaus nachvollziehbar ist, und brauchen Zeit, um die eigene Wahrnehmung zu reflektieren und von den Negativberichten über Hochsensibilität getrennt zu betrachten. Warum auch sollte sich jemand einem problembehafteten Thema nähern, der bisher gut mit seiner hohen Wahrnehmungsfähigkeit klargekommen ist, sie für seinen Beruf nutzt und sich nur ab und an die Frage stellt, warum die meisten Menschen irgendwie anders ticken?

Aufklärung eines hochsensiblen Irrtums

Hochsensibilität ist nicht in erster Linie ein Leiden, sondern eine von der Natur gegebene Fähigkeit, äußere und innere Reize intensiver wahrzunehmen und gründlicher zu verarbeiten. Die vielen Medienberichte über hochsensible Menschen, die aufgrund dauerhafter Überreizung und chronischen Stresses unter ihrer hohen Sensibilität massiv leiden, zeichnen kein vollständiges Bild. Nicht jeder HSM erlebt seine hohe Wahrnehmung als Last und schon gar nicht dauerhaft! Dennoch kann sie zum Klotz am Bein werden – vor allem wenn man bedenkt, dass Bildungssysteme, Wirtschaft, Politik und andere gesellschaftliche Systeme von der Masse geprägt sind. Und die ist nicht hochsensibel.

Patrice Wyrsch, Doktorand am Institut für Organisation und Personal der Universität Bern mit Forschungsschwerpunkt Hochsensibilität in der Arbeitswelt, beschrieb den größten Irrtum bezüglich Hochsensibilität in einem persönlichen Telefonat, das ich mit ihm geführt habe, so: „Viele Menschen denken, dass die chronische Überstimulation, die entstehen kann, die Hochsensibilität ist. Doch die Hochsensibilität ist nicht gleichzusetzen mit Dauerstress und Leiden. Hochsensible, die dauerhaft überreizt sind, haben Stress, und das kann zu Krankheit und Leid führen – genauso wie bei durchschnittlich sensiblen Menschen auch. Aber kein hochsensibler Mensch ist grundsätzlich überstimuliert.“

Ulrike Hensel beschreibt in ihrem Artikel „Starke Sensible“ (managerSeminare, Juni 2016) gleich eine ganze Kette von Missverständnissen: Es handelt sich bei HSM weder um „unnormale“ Menschen noch um Mimosen. Sie brauchen keine Extrawurst, sondern einfach andere Bedingungen, die nicht nur für HSM besser sind, sondern für viele andere Menschen auch. Anzunehmen, dass alle HSM „gleich“ wären, ist ein Trugschluss, und inzwischen ist Hochsensibilität zwar ein junges, aber ernst zu nehmendes Forschungsfeld und keine „Küchenpsychologie“ mehr.

Lastenträger – Sinnsucher – Performer

Hochsensibilität ist eine angeborene, aber dennoch veränderliche Disposition. Erkenntnisse aus Forschung und Praxis zeigen, dass die Ausprägung sowie die Art des Umgangs mit dem hochsensiblen Temperament sehr unterschiedlich sein können und auch mit biografischen Details wie der Beziehung zu Eltern, Geschwistern, Freunden und anderen Bezugspersonen, dem Maß der Anerkennung für den sensiblen Wesenszug sowie einschneidenden Erlebnissen bzw. Traumata zu tun haben. Die Veranlagung bringt ein Mensch mit, aber wie er sich entwickelt und damit umgeht, kann sehr verschieden sein. Es gibt folglich nicht „den“ Hochsensiblen. Auf der Suche nach einer modellhaften Typisierung sind mir drei verschiedene Arten von HSM aufgefallen: Lastenträger, Sinnsucher und Performer. Ich habe diese drei Begriffe gewählt, um zu verdeutlichen, wie unterschiedlich die Wege und Situationen von HSM sein können:

1. Die Lastenträger haben einen hohen Leidensdruck, viele haben mit ihrer Gesundheit zu kämpfen, zeigen aber oft mit einer ausgeprägten Lebenskraft einen starken Willen zur positiven Veränderung.

2. Die Sinnsucher leben ihr Potenzial bereits teilweise, sind aber auf der Suche nach Erklärungen bezüglich ihrer Art, die Welt wahrzunehmen, und nach ihrer Rolle in der Welt. Viele wechseln häufiger ihren Job oder sehnen sich nach neuen Perspektiven.

3. Die Performer haben ihren Platz in der beruflichen Welt gefunden und gehen entweder intuitiv oder bewusst konstruktiv mit ihren sensiblen Bedürfnissen um. Sie sorgen gut für sich und gestalten ihr Berufsund Privatleben nachhaltig. HSM, die zum Typ „Performer“ gehören, aber nichts von ihrer Hochsensibilität wissen, dürfte dennoch ab und an die Frage nach ihrer ungewöhnlichen Feinfühligkeit auf der Seele brennen.

Aus Lastenträgern können Performer werden und Performer können sich plötzlich durch einen Schicksalsschlag auf der Seite der Lastenträger wiederfinden und sich dann wieder auf die Suche nach dem „Sinn“ des Daseins machen.

Tipp: Damit Sie die hochsensible Wahrnehmung konstruktiv in Ihre Persönlichkeitsstruktur integrieren und in verschiedenen Lebensphasen bewusst damit umgehen können, möchte ich Ihnen zwei Hinweise mit auf den Weg geben:

1. Setzen Sie sich gut mit dem Phänomen Hochsensibilität auseinander, denn es handelt sich um eine Disposition, die in alle Lebensbereiche hineinwirkt.

2. Sorgen Sie zugleich aber auch dafür, dass Sie sich nicht ausschließlich über Ihren hochsensiblen Wesenszug definieren, denn es handelt sich lediglich um einen Teil Ihrer Persönlichkeit.


15 bis 20 Prozent der Menschen gelten als hochsensibel. Dabei handelt es sich nicht um eine Krankheit, sondern um ein angeborenes Temperament. Hochsensible Menschen haben sehr sensible Sinne, erleben ihre Emotionen intensiv, sind leichter überreizt und haben eine hohe Verarbeitungstiefe.

1.2Belastungen im Arbeitsumfeld

Ganz gleich, ob in einem kleinen Raum zu viele Arbeitsplätze untergebracht sind, ob es sich um ein riesiges, lärmendes Großraumbüro handelt, ob der Arbeitsplatz in einer Produktionshalle bzw. umgeben von lauten technischen Geräten oder Maschinen ist oder ob das Homeoffice durch eine Großbaustelle vor der Tür oder Renovierungsarbeiten im Haus gerade zur Falle wird – Fakt ist: Außenreize lenken alle Menschen ab und belasten. Die einen weniger, die anderen mehr.

Das Großraumbüro gehört wohl zu den meistdiskutierten Varianten im Arbeitsumfeld von Menschen und ist – wie Studien belegen – nicht nur für hochsensible Menschen eine gesundheitliche Belastung, sondern für alle, die dort arbeiten. Viele hochsensible Menschen machen die Erfahrung, dass es für sie gar nicht möglich ist, in einem Großraumbüro zu arbeiten, ohne stressbelastet zu sein. Für sie ist das Arbeiten in lauter, reizstarker Umgebung ohne Rückzugsräume und unter ständiger Beobachtung von anderen auf Dauer keine sinnvolle Option. Und zwar nicht, weil es ihnen an Bereitschaft fehlt, sich auf die Umgebung einzulassen, sondern weil es ihnen aufgrund ihrer natürlichen Veranlagung einfach nicht möglich ist. Selbst wenn sie es wollen, können sie ohne Rückzugsräume nicht nachhaltig, gesund und auf Dauer zeigen, was in ihnen steckt.

HSM und negativer Stress

Auch wenn ein Aufgabenfeld im Job Spaß macht, die Motivation stimmt, das Gehalt passt und der Wille da ist, sich für ein Unternehmen zu engagieren – HSM, die dauerhaft in einer reizstarken Umgebung ohne flexible Rückzugsmöglichkeiten arbeiten, erleben dies als hohe Belastung. Und das führt bei ihnen schneller zu Erschöpfung und dauerhafter Überreizung als bei anderen Menschen. Kommt dann noch die Forderung hinzu, mehr zu arbeiten, als die vertragliche Basis eigentlich vorsieht, schrumpft dadurch zudem noch die Zeit für Pausen, Reizverarbeitung und Regeneration. Wenn HSM sich durch zu viele Reize wiederholt in belastenden und überfordernden Situationen wiederfinden, in denen sie ihr Potenzial nicht abrufen können, und die Qualität ihrer Arbeitsergebnisse mehr und mehr leidet (was für die meisten HSM nur schwer zu ertragen ist), können über längere Zeit auch psychosomatische Folgeerscheinungen wie Verspannungen, Kopfschmerzen, Schlafstörungen, Depressionen oder Burn-out entstehen.

Belastungssituationen sind oft mit dem Gefühl verbunden, bestimmte Situationen oder sich selbst nicht unter Kontrolle zu haben, sich nicht entwickeln zu können, auf sich selbst gestellt zu sein und keine Hilfe erwarten zu können. Berücksichtigt man zusätzlich, dass viele HSM sich seit dem Kindesalter „anders“ fühlen, lässt sich nachvollziehen, warum sie schnell den Eindruck haben, nicht richtig dazuzugehören bzw. nicht verstanden zu werden. Beides – sowohl der Kontrollverlust als auch das ständige Gefühl, nicht richtig „integriert“ zu sein – fördert die Stressbelastung zusätzlich.

Beeinträchtigungen bei der Arbeit

Schon der Arbeitsweg kann eine Reizquelle sein, die hochsensible Menschen nicht unterschätzen sollten – ganz gleich, ob es der Weg ins Büro ist oder der „Weg“ ins Homeoffice, bei dem der Blick auf all die unerledigten Dinge im Haushalt und im Privatleben fällt. Ein „Zu-viel-auf-einmal“, Gespräche, Geräusche, Gerüche, Enge in öffentlichen Verkehrsmitteln und Verkehrslärm – all das kostet Kraft und Nerven. Angekommen am Arbeitsplatz, haben es immer mehr Menschen dann zu tun mit …

Zeitdruck, Kontrolle oder Kontrollverlust,

Multitasking, Arbeitsverdichtung, Angst vor Fehlern,

mangelnder Führung oder häufigen Führungswechseln,

häufigen Störungen und Meetingkultur,

Umstrukturierungen und Existenzängsten,

Überstunden oder Schichtarbeit,

starren Regeln und fehlenden Handlungsspielräumen,

mangelnder Zeit für genaue Absprachen und

einer Flut von E-Mails und Informationen.

Das sind Stressoren, die alle Menschen beeinträchtigen und HSM ganz besonders. Andere Störfaktoren liegen auf sensorischer, emotionaler und kognitiver Ebene:

Belastungen auf sensorischer Ebene

Um aufzuzeigen, wie sich die intensivere Wahrnehmung über die Sinne bei hochsensiblen Menschen bei der Arbeit auswirkt, habe ich die möglichen Beeinträchtigungen zusammengefasst:

Geräusche: häufig klingelnde Telefone, Gespräche am Nachbartisch, Stimmengewirr, Radio, das Summen technischer Geräte, Klappern der Tastatur, Geräusche von Lichtquellen, Klimaanlage, Computerlüfter

Lichtverhältnisse: zu grell, zu dunkel, unnatürliche Lichtquellen, sonnengeblendete Arbeitsplätze, das blaue Licht der Bildschirme

Gerüche: Zigarettengeruch (auch wenn er nur in der Kleidung hängt), Essen, Parfüms, Schweiß, Abgase, Putzmittel, Möbel, Fußböden, Geruchsbelastungen durch Maschinen (Drucker und Co.)

Raumklima: stickige Luft, Dauerdilemma „Frischluft oder Zugluft?“, Temperatur

Ergonomie: Sitzposition, unpassende Möbel

Bürogestaltung: wenig Privatsphäre, keine Pflanzen und Bilder, „anstrengende“ Farben/Muster

Diese Liste zeigt nicht nur die Herausforderungen, mit denen HSM in Bezug auf die Sinne konfrontiert sind, sondern auch die Stellschrauben, an denen Unternehmen, hochsensible Mitarbeiter und auch selbstständig arbeitende HSM drehen können, um ihre Arbeitsatmosphäre zu verbessern.

Belastungen auf sozio-emotionaler Ebene

„Das hat doch gar nichts mit dir zu tun“ – ein Satz, den wohl jeder hochsensible Mensch schon einmal gehört hat. Wer intensiv fühlt, ein großes soziales Verständnis hat und in der Lage ist, die Menschen um sich herum und deren Bedürfnisse gut wahrzunehmen, geht möglicherweise davon aus, dass andere Menschen die gleichen Fähigkeiten besitzen und sich ähnlich verhalten müssten. Oft ergeben sich daraus Verletzungen und „Empfindsamkeitsmuster“, die HSM erst einmal durchschauen und erkennen müssen, damit aus Empathie und der Fähigkeit, eigene Emotionen und die anderer intensiv wahrzunehmen, eine wahre Stärke werden kann.

Belastungen auf kognitiver Ebene

Hochsensible Menschen denken verknüpft, haben oft eine starke Werteorientierung und wünschen sich, dass Themen ganzheitlich, nachhaltig und menschenfreundlich betrachtet werden. Wertschätzung und ein harmonischer Umgang sind ihnen wichtig. Deshalb belasten sie oft Aspekte, die anderen Menschen nicht auffallen bzw. nicht bewusst sind:

Gefühl der Sinnlosigkeit, wenn Regeln und Abläufe als nicht passend empfunden werden

Loyalitätskonflikte, wenn Werte nach außen kommuniziert, aber nicht nach innen gelebt werden

grundsätzliche Wertekonflikte in Bezug auf unstimmige Produkte, kritische Handlungen oder Fehler, die ein Unternehmen, Kunde, Partner begeht

Paart sich Hochsensibilität mit Viel- oder Hochbegabung, entsteht schnell zusätzlich zur sensorischen Überreizung und den sozio-emotionalen Herausforderungen eine Unterforderung im Job. Das ergibt eine schwierige Mischung, die zu Sinn- und Lebenskrisen führen kann, weil das vorhandene Potenzial sich nicht entfalten und nicht gelebt werden kann.


Belastungen, die sich schon auf durchschnittlich sensible Menschen negativ auswirken, beeinträchtigen HSM stärker. Um konstruktiv mit dem Thema Hochsensibilität umgehen zu können, ist es wichtig, die sensorischen, emotionalen und kognitiven Herausforderungen von HSM im beruflichen Umfeld zu kennen.

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