Kitabı oku: «Die Meerjungfrau: Erotische Novelle»

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Katja Slonawski

Die Meerjungfrau: Erotische Novelle

Lust

Die Meerjungfrau: Erotische Novelle ÜbersetztGesa Füßle Original SjöjungfrunCoverbild / Illustration: Shutterstock Copyright © 2019, 2019 Katja Slonawski und LUST All rights reserved ISBN: 9788726154757

1. Ebook-Auflage, 2019

Format: EPUB 2.0

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Die Meerjungfrau

Von Katja Slonawski

Ich habe Wasser schon immer geliebt. Es ist etwas an seinem Gefühl, der Schwerelosigkeit, das mich komplett entspannt. Der Gedanke an die große Tiefe und an das, was da lebt, hat mich immer gelockt. Über Blauwale, Haie und Korallen zu lesen und über alle anderen im Wasser lebenden Geschöpfe war lange Zeit meine Lieblingsbeschäftigung. Ich tue es immer noch, auch wenn nicht viel übrig ist, was ich nicht über das Meer weiß. Meine Eltern erzählten mir, wie ich als Kleinkind beim Babyschwimmen war, dass das die glücklichste Stunde der ganzen Woche war. Ich habe vor Glück gejuchzt und bewegte mich natürlich wie ein Fisch im Wasser, und wenn die Zeit um war, protestierte ich lautstark. Als ich vier war, brachte ich mir ganz allein das Schwimmen bei. Im Sommer auf dem Land. Großvater hielt auf dem Steg Wache, während ich an dem kleinen Boot entlangschwamm, das an einem Pfahl vertäut war. Seitdem konnte mich nichts mehr aufhalten. Schon in der Mittelstufe wusste ich, dass ich in und mit der Meerestiefe arbeiten wollte. Etwas anderes kam nie infrage. In der Oberstufe sah ich zu, dass ich immer gute Noten in den Naturwissenschaften hatte und ging zu zusätzlichen Mathekursen, um jeden Extrapunkt zu bekommen, damit nichts zwischen mir und der Zukunft meiner Träume stehen würde. Nach fünf Jahren auf der Universität war ich fertige Meeresbiologin, und ich liebe es noch immer, zur Arbeit zu gehen. Bis neulich. Neulich habe ich etwas entdeckt, das mich neugierig gemacht hat, aber auch ängstlich, und das mein Verhältnis zum Wasser verkompliziert hat. Nicht so sehr, dass ich nicht mehr damit arbeiten will, das überhaupt nicht, aber es ist einfach nicht mehr dasselbe. Eine Unsicherheit ist in mir hochgekrochen, durch die ich mich frage, was wirklich ist und was nicht.

Es fing in dem Becken an, in dem ich übe. Als Meeresbiologin besteht ein großer Teil der Arbeit darin, zu tauchen und Proben zu nehmen, manchmal bis zum Meeresgrund. Man muss also fit sein und gut schwimmen können, um diesen Beruf im Wasser ausüben zu können. Daher schwimme ich an den Tagen, an denen ich nicht auf Exkursion bin, jeden Morgen und jeden Abend eine Stunde. Manchmal sind wir mehrere Tage am Stück draußen am Meer und nehmen Proben, dann schwimme ich nicht noch extra. Ich vermisse es dann immer. Das Schwimmbad ist in der Nähe von meinem Zuhause, deswegen kann ich vor der Arbeit hingehen. Meistens schaffe ich es noch, ein bisschen in der Sauna zu sitzen, ehe ich ins Labor fahre, und wenn ich in der Dusche allein bin – was ich früh morgens meistens bin – dann genieße ich die Alleinzeit in der Dusche.

Es war im November. Wir hatten auf der Arbeit viel zu tun gehabt wegen eines Berichts über neue Industrieverschmutzung in der Ostsee, weswegen wir Proben nehmen mussten für eine kommende Anhörung der Umwelt- und Energieabteilung. Als Sahnehäubchen hatte ich Dauerschmerzen in den Schultern von dem Druck, den die langen Tage beinhalteten. Als Kinderlose darf man immer die Extraschichten an Abenden und Wochenenden für diejenigen mit Familie übernehmen. Außerdem wird man öfter zum Probenehmen weggeschickt. Leute mit Kindern haben kürzere Tage und mehr Drinnenzeit. Nicht, dass ich mich beklage, ich bin gern draußen. Aber die Novemberkälte ist manchmal sogar mir zu viel. Wenn es auf der Arbeit richtig stressig ist, sehe ich zu, dass ich mir extra viel Zeit im Schwimmbad und anschließend in der Sauna nehme, um die Schulter- und Nackenverspannungen zu lösen. An dem Tag hatte ich viel Zeit vor dem Mikroskop verbracht, und fand, dass ich etwas mehr Zeit in der Dusche verbringen könnte, ehe ich mit dem Trainieren begann. Nachdem ich den Duschraum und die Sauna auf eventuelle Besucher inspiziert hatte, ging ich in die entlegenste Duschkabine und machte sie an. Das Wasser war lauwarm und massierte wie mit kleinen Nägeln meine Kopfhaut. Ich ziehe es vor, etwas kühler zu duschen, bevor ich ins Becken springe, und richtig heiß danach, sodass es kein so schlimmer Schock ist, wenn man in das kältere Wasser eintaucht.

Ich schloss die Augen und ließ das Geräusch der Dusche meinen Puls vor der Trainingseinheit beruhigen. Ließ die Schultern fallen und spürte, wie der Stress, der sich in ihnen gesammelt hatte, abfiel. Führte die Hände zum Gesicht und strich mir über die Stirn, die Schläfen, die Wangen. Die Schwere, mit der die Wassertropfen auf meinen Kopf fielen, ließ ihn auf eine schöne Weise kribbeln und brachte mich in einen sinnlichen Zustand. Ich spürte, wie sich die Haut am Haaransatz straffte und strich mir sanft mit den Fingern durchs Haar. Meine Hände setzten den Weg langsam mit weichen, massierenden Bewegungen zum Nacken fort. Ich knetete vorsichtig die harten Verspannungen der Schultern und stellte mir vor, dass die Hände jemand anderem gehörten. Fuhr über die Brüste fort, deren Brustwarzen hart geworden waren, und kniff sanft hinein. Ich streichelte meinen Bauch und meine Hüften mit weichen, wellenartigen Bewegungen, und versuchte, an etwas anderes als an die Arbeit zu denken. Benutzte irgendeinen Schauspieler, den ich in einem Actionfilm gesehen hatte, für meine Fantasie, und befeuchtete meine Lippen. Ich spürte, wie meine Atmung schwerer wurde, schleppender, und lehnte mich an die geflieste Wand, während ich eine Hand zwischen meine Beine führte. Ich stellte mir die groben Hände des Actionhelden vor, wo meine eigenen waren, und begann, den Daumen genau so kreisen zu lassen, wie ich es mag. Biss mir selbst auf die Unterlippe und versuchte, nicht zu laut zu werden, als meine Atmung schneller und meine Handbewegungen unkontrollierter wurden.

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