Kitabı oku: «Im Rudel»
Im Rudel
Im Rudel
Copyright © 2020 by Kayla Gabriel
Alle Rechte vorbehalten. Kein Teil dieses Buches darf in irgendeiner Form oder mit irgendwelchen Mitteln ohne ausdrückliche, schriftliche Erlaubnis der Autorin elektronisch, digital oder analog reproduziert oder übertragen werden, einschließlich, aber nicht beschränkt auf, Fotokopieren, Aufzeichnen, Scannen oder Verwendung diverser Datenspeicher- und Abrufsysteme.
Veröffentlicht von Kayla Gabriel als KSA Publishing Consultants, Inc.
Gabriel, Kayla: Im Rudel
Coverdesign: Kayla Gabriel
Foto/Bildnachweis: Nirkri; Deposit Photos: w10er, dsom
Anmerkung des Verlegers: Dieses Buch ist ausschließlich für erwachsene Leser bestimmt. Sexuelle Aktivitäten, wie das Hintern versohlen, die in diesem Buch vorkommen, sind reine Fantasien, die für Erwachsene gedacht sind und die weder von der Autorin noch vom Herausgeber befürwortet oder ermutigt werden.
Inhalt
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Kapitel 1
Kapitel 2
Kapitel 3
Kapitel 4
Kapitel 5
Fortsetzung folgt
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Über den Autor
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kostenloseparanormaleromantik.com
1
Nach mehreren Tagen Marathonsex gab es nichts Schöneres, als ein langes heißes Bad.
Aurelia Gilson streckte ihre langen Beine aus, gähnte und ließ sich tiefer ins duftende Lavendelblütenwasser gleiten. Von der Wasseroberfläche stiegen Dampfschwaden auf und Blütenblätter wirbelten um ihre Schultern und Knie, als sie in der massiven Krallenfußwanne versank. Sie wackelte mit den Zehen, seufzte und dankte der verjüngenden Wirkung des Bades.
Aurelia bewunderte die bunten Tattoos auf ihren Oberarmen, Rippen und Schenkeln. Sogar ihre Fußrücken waren geschmückt, allesamt nahtlose und hochwertige Arbeiten von einigen der weltbesten Tattookünstler. Sie lächelte über ihre geliebten Kunstwerke und versank wieder in der Wanne.
Sie war ziemlich sicher, dass niemand einen Montagmorgen mehr geschätzt hatte als sie gerade. Das Wochenende war zugleich holprig und wunderbar verlaufen, im einen Moment war sie in Indien von der Straße gezerrt und zurück in die Staaten geflogen worden, im nächsten war sie in voller Wolfsgestalt durch die herrlichen Wälder bei Asheville, North Carolina gerannt. Ganz zu schweigen, dass sie sich in einen irre heißen und sexuell standfesten Werwolf verliebt hatte. Der Teil war auch wichtig.
Aurelia war immer noch leicht schockiert über die Tatsache, dass Milliardär Lucas Kiern sie im Grunde gekidnappt und zurück in die Staaten verfrachtet hatte, um ihr ein unwiderstehliches Angebot zu machen. Als Gegenleistung für ein Jahr ihrer Gesellschaft hatte Lucas ihr angeboten, sich um ihr seitenlanges Strafregister wegen Cyber-Kriminalität zu kümmern und dazu ihre Familie vor möglichen Konsequenzen zu schützen. Oh, und außerdem bot er ihr noch eine Stange Geld an. Der Vertrag, den sie ein paar Tage zuvor unterzeichnet hatte, hatte Aurelia wohl buchstäblich das Leben gerettet.
Ihre Wölfin regte sich und gab Aurelia zu verstehen, wie zufrieden sie mit dieser Vereinbarung war. Aurelia kannte Alphawolf Lucas zwar erst seit kurzem, ihre Wölfin aber war jetzt schon bereit sich auf den Rücken zu rollen und Lucas zu bitten, sie zu seiner Partnerin zu machen, sie zu schwängern und sie für immer zu behalten.
Aurelia verdrehte die Augen und befahl ihrer Wölfin, die Klappe zu halten. Sicher, Lucas hatte diese Woche seinen Charme spielen lassen, er hatte ihr bereits mehrere Briefe ausländischer Justizbehörden überreicht, in denen angekündigt wurde, dass alle Anklagen gegen sie fallengelassen wurden. Er hatte sie bis ins kleinste Detail über ihre Vorlieben und Abneigungen ausgefragt und ihr jede erdenkliche Frage gestellt, auf die er bis zu ihrer Ankunft noch keine Antwort gefunden hatte.
Folglich gab es Lavendel in ihrem Badewasser, der gigantische Edelstahlkühlschrank unten war mit ihrem Lieblingssaft bestückt worden (Apfel, Spinat, Grünkohl und Zitrone – eine Mischung, die man nicht mal eben im Laden fand) und das herrliche Badezimmer war in einem hellen Kanariengelb neu gestrichen worden, weil sie erwähnt hatte, dass sie die Farbe mochte …
Und das kleine Detail, dass sie zwar alleine aufgewacht war, dafür aber um ihren Hals eine atemberaubende Diamanthalskette vorgefunden hatte. Die Halskette war so schwer, dass Aurelia sich nicht einmal ausmalen wollte, wie viel sie gekostet hatte. Sie war aus dem Bett gesprungen, hatte eines von Lucas’ T-Shirts übergestreift und sich auf die Suche nach Antworten gemacht. Natürlich war Lucas weit und breit nicht zu sehen.
Also würde sie sich einfach mit einer Kaffeepresse voll von diesem fantastischen Kaffee begnügen, den Lucas aus Peru importierte und sich auf eines der gigantischen Sofas legen, während eine alte Staffel von America’s Next Top Model im Fernsehen lief. All das natürlich mit Diamanten im Wert von mehreren hunderttausend Dollar um den Hals.
Die echte Überraschung aber folgte, als sie in ihr Zimmer ging und einen nagelneuen Mac mit einer Notiz darauf fand, die einfach nur “öffne mich” besagte. Als sie den Laptop hochgefahren hatte, war ein Fenster mit einem Videochat aufgetaucht, das sie automatisch mit ihrem Bruder Edgar verbunden hatte.
Edgar, den sie abgöttisch liebte, aber den sie seit über drei Jahren nicht gesprochen hatte. Sie hatte den Kontakt zu ihm abgebrochen, um ihn vor den Konsequenzen zu schützen, als sie es geschafft hatte binnen einer Woche die Saudis, Neuseeland und Interpol anzupissen, weil sie ein riesiges Finanzdatenzentrum für Regierungsanleihen gehackt hatte. Der Hacking-Job hatte sich gut bezahlt gemacht, aber dafür den Kontakt zu Edgar zu verlieren war es dann doch nicht wert gewesen.
Als sie dann sein Gesicht erblickt hatte und klar wurde, dass Lucas ihm bereits alles erzählt hatte und dass Edgar sie verstand und ihr verziehen hatte … als er seine sechzehn Monate alte Tochter Magdalena vor die Kamera geholt und sie zum ersten Mal ihre Tante getroffen hatte …
Nun, Aurelia war heulend zusammengebrochen und hatte Edgar alles erzählt, genau wie damals, als sie noch Kinder waren. Nachdem ihre Tränen getrocknet und sie mit ihrem Bruder einen weiteren Videochat verabredet hatte, hatte sie das Fenster geschlossen und dann einfach lange Zeit nur an ihrem Schreibtisch gesessen. Sie war so dankbar, und so unglaublich glücklich, in den letzten Tagen aber hatte sie jede denkbare positive und negative Emotion durchlebt und irgendwie fühlte sie sich jetzt ausgelaugt.
Dann war ihr die große Klauenfußbadewanne eingefallen und sie hatte an all die Zeiten im indischen Exil gedacht, als sie sich etwas so Simples wie ein heißes, beruhigendes Bad gewünscht hatte. Also war sie ins Badezimmer gegangen und hatte festgestellt, dass Lucas große flauschige Handtücher, frische Lavendelblüten und Badesalz für sie vorbereitet hatte, zusammen mit all ihren bevorzugten Pflegeprodukten.
Jetzt war sie dabei, sich zurück ins Leben zu weichen. Ihre Wehwehchen waren verschwunden, zusammen mit der emotionalen Erschöpfung.
Sie stieg aus der Wanne und ließ das Wasser ab, dann trocknete sie sich ab und zog sich schnell an. Sie wählte ein einfaches Outfit, ihre geliebten Jeansshorts mit einem dunkelblauen Bandeau-BH und einem trendigen grauen Baumwolltanktop. Lucas stand auf ihre blasse Haut und er mochte es, wenn sie möglichst viel davon zeigte. Da sie es sich durchaus erlauben konnte, tat sie genau das.
Die Schuhreihen in ihrem Schrank würdigte sie kaum eines zweiten Blicks, denn das Anwesen war exklusiv für Wölfe vorbehalten und das bedeutete, dass der Komfort vorging. Lucas, Walker oder Ben hatten im Haus kein einziges Mal Schuhe getragen, nicht einmal im Garten trugen sie welche. Schuhwerk war für die Welt der Menschen und Aurelia würde diese Welt eine ganze Weile nicht mehr betreten. Jedenfalls nicht, solange ihr Abkommen mit dem US-Justizministerium nicht geklärt war. Lucas’ Anwälte waren noch dabei, über die Details zu streiten und ihr den bestmöglichen Deal auszuhandeln. Bis dahin würde sie sich in North Carolina verstecken und im Moment hätte sie nicht glücklicher sein können.
Aurelia verließ die Suite, die sie mit Lucas teilte und ging nach unten in den Wohnbereich des Anwesens. Die riesige Küche war leer, auf einem der großen Sofas aber lag Ben zusammen mit seinem Laptop ausgebreitet. Dunkles Haar, hübsche dunkelblaue Augen, die durch seine große schwarze Wayfarer-Brille nur hervorgehoben wurden. Er trug seine übliche enge Jeans und Streifenshirt, war barfuß und wie immer der heiße Geek.
Ben war in seine Aufgabe vertieft und weil er der verantwortliche Programmierer bei einem der 500 größten Unternehmen war, das er zusammen mit Lucas und Walker besaß, wollte Aurelia unbedingt erfahren, woran er gerade arbeitete. Sie wollte zu ihm rübergehen und ihn ausfragen, dann aber erblickte sie Lucas draußen auf der hinteren Veranda und wechselte ihren Kurs.
Groß, muskelbepackt, herrlich blond gelocktes Haar … sogar von hier aus konnte sie die fesche graue Strähne auf seiner Stirn sehen, die seine Silberaugen hervorstechen ließ. Er war unrasiert, eine Seltenheit für den sonst so peniblen Lucas.
Er trug dunkle Jeans und ein graues Hemd, das selbst in seiner Freizeit makellos saß. Als er ihre Anwesenheit spürte, drehte er sich um und ein Lächeln erhellte sein Gesicht. Sie näherte sich und ihr Magen überschlug sich einmal, als sie seine Freude über ihre Ankunft sah.
“Aurelia,” sprach Lucas und sie bekam eine leichte Gänsehaut, als sie ihren Namen hörte. Auf seinen Lippen hörte er sich an wie ein Gebet. Diese Art der Anbetung war gefährlich. Ergreifend.
“Ich habe mich schon gefragt, ob du mich alleingelassen hast,” sprach sie und trat auf die Veranda.
“Heute Morgen hatte ich in Asheville etwas zu erledigen. Du hast so friedlich geschlafen, da wollte ich dich nicht aufwecken,” erklärte er. Er ergriff ihre Hand, zog sie die Treppe herunter und in den Garten hinaus.
“Ich verstehe nicht ganz, warum ich nicht aufgewacht bin. Immerhin hatte ich am Morgen Diamanten um den Hals,” sprach sie und blickte durch die Wimpern zu ihm auf.
“Die Kette? Nennen wir sie einen Vertragsbonus. Du bist zwar erst seit ein paar Tagen hier, aber du bist alles, was ich mir hätte wünschen können,” erklärte er. Dann hielt er an und zog sie zu sich heran. Er beugte sich runter und strich einen sanften Kuss über ihre Lippen.
Aurelia konnte spüren, wie sie in seinen Armen langsam dahinschmolz und sie wusste, welches Vergnügen sie in Lucas’ Bett erwartete, kurz darauf jedoch ließ er sie wieder los. Sie biss ihre Lippe, als er ihre Hand nahm und sie zu den Bäumen führte.
“Ich möchte etwas mit dir besprechen,” sagte er.
“Okay,” willigte sie ein.
Seine Augen suchten die Bäume ab, als sie über die Wiese schlenderten.
“Worum geht’s?” fragte sie neugierig.
“Uns. Das Anwesen. Und der Harem,” sprach er.
“Ähm, okay,” erwiderte sie so unaufgeregt wie möglich.
“Walker ist gestern abgereist,” sprach Lucas und hielt dabei ihre Hand.
“Ich habe ihn mit Schuhen gesehen,” erwiderte Aurelia. Lucas schmunzelte und nickte.
“Er ist gegangen, um das nächste Mitglied unserer Gruppe abzuholen,” sprach er.
“Noch eine Frau? Ich wusste nicht, dass ihr schon so bald noch jemanden dazu holt,” entgegnete Aurelia mit einem Kloß im Hals. Wollte Lucas ihr etwa damit sagen, dass er sie jetzt schon aufs Abstellgleis stellen wollte?
“Geplant war es so nicht,” räumte Lucas ein. “Vorher wollte ich dir die Chance geben, dass du Ben und Walker besser kennenlernst, ehrlich gesagt wollte ich mehr Zeit für uns beide haben. Aber es ist etwas dazwischengekommen und wir müssen das nächste Weibchen jetzt gleich zu uns holen.”
“Und du hast Walker geschickt, um sie zu holen?” fragte Aurelia überrascht. “Er ist nicht gerade, ähm … der freundlichste Typ auf dem Planeten.”
“Er ist sehr zurückgezogen und lässt nur schwer an sich rankommen. Seine sachliche Herangehensweise ist in dieser Situation aber genau das richtige. Das nächste Weibchen wird es in sich haben und ich glaube, dass er genau der richtige ist, um sie zu überzeugen. Zugegeben, ich glaube, dass sie perfekt zusammen passen.”
“Klingt, als ob du sie extra für ihn ausgesucht hast,” entgegnete Aurelia und achtete auf Lucas’ Gesicht.
“Das hab’ ich auch, aber keiner der beiden weiß davon. Ihre Ankunft wird allerdings einiges hier ändern und so, wie es jetzt aussieht, sind wir bei Weitem keine stabile Einheit. Ich wollte sichergehen, dass wir das vor ihrer Ankunft besprechen und dass wir beide unsere Wünsche zum Ausdruck bringen.”
“O-kay …” Aurelia war nicht sicher, was sie sagen sollte. Am besten wäre wohl, wenn erstmal er seine Absichten zum Ausdruck brachte. Als er auf dem bewaldeten Pfad Halt machte und sie einmal mehr an sich heranzog, fing ihr Herz schmerzhaft zu hämmern an.
“Du bist meine Wahl, Aurelia,” begann er. “Ich habe dich über ein Jahr lang beobachtet. Ich habe dich aufgespürt, dich in mein Haus geholt. Dich zum ersten Weibchen in meinem Harem gemacht.”
Sie nickte, schluckte einmal und blickte zu ihm auf. Dann wurde er leiser und sie stand wie angewurzelt da.
“Ich möchte dich kennenlernen, alles über dich erfahren. Ich möchte mir Zeit mit dir lassen, aber das ist schwierig. Ich spüre einen starken sozialen Druck, eine Verlobung bekannt zugeben. Mein Wolf will, dass ich aktiv werde und dich erobere, bevor mir ein anderer zuvorkommt. Würde ich auf meinen Instinkt hören, dann würde ich jetzt meine Zähne in deinen Hals schlagen und dich markieren, ich würde dich auf den Boden werfen und dich ficken, bis du mir versprichst, dass du mir gehörst und ich würde dich hierbehalten, bis du mein Kind im Schoße trägst,” flüsterte er.
Aurelia stieß einen hissenden Atemzug aus, sie war überrascht. Ein Teil von ihr war begeistert, ein anderer Teil war skeptisch. Es war zu früh für ihn, um ihr eine solche Ankündigung zu machen!
“Ich möchte es und ich hoffe, du möchtest es auch. Aber ich bezweifle, dass wir schon bereit dafür sind, oder?” warf er ein.
“Nein,” hauchte sie und schüttelte den Kopf. “Nein, soweit sind wir noch nicht.”
“Ich möchte dieses Jahr, die Länge deines Vertrags, mit einer offenen Vereinbarung ausleben,” sprach er. “Wir beide sollen alles bekommen, was wir wollen. Wen wir wollen. Um uns auszuleben, bevor es keine anderen mehr gibt. Für immer.”
Aurelias Blick verengte sich, Zweifel plagten ihr Gemüt.
“Ich möchte dich nicht nur mit anderen Frauen sehen und warten, bis du wieder zu mir kommst,” sprach sie.
“Ich möchte nicht, dass du auf mich wartest. Ich möchte, dass du die anderen Männer kennenlernst, wenn du das willst,” sprach Lucas und blickte sie eindringlich an.
Aurelias Blick wanderte zu seinem und wieder einmal war sie überrascht.
“Ich habe gesehen, wie du Ben anschaust,” sprach Lucas. Seine Hände wanderten um ihre Hüften und kniffen zu. “Ich weiß, dass du dich für ihn interessierst. So wie ich weiß, dass dein Wolf mich bevorzugt.”
Seine offenen Worte ließen sie erröten und sie senkte den Blick.
“Ich bevorzuge dich, Lucas. Wie könnte ich nicht?” sprach sie und schmiegte sich an ihn.
“Deswegen bist du mein Weibchen, deswegen wohnst du ihn meiner Suite. Du bist die erste hier und du wirst den Harem genauso mitgestalten wie der Rest von uns.”
Aurelia dachte einen Moment lang nach. Alles, was er da sagte, stimmte. Sie wollte es mit Lucas nicht überstürzen. Sie wurde immer neugieriger auf Ben. Die anderen Frauen würden so oder so eintrudeln und die Vorstellung von anderen Wölfinnen hier gefiel ihr. Solange sie und Lucas offen und ehrlich miteinander blieben, gab es keinen Grund, warum es nicht klappen sollte.
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