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Design-Time versus Runtime
Wie viele moderne Software-Umgebungen unterscheidet Data Warehouse Cloud zwei Phasen:
1. Design-Time (Entwurf): Die Design-Time beschreibt das Objekt beim Entwurf, wie z.B. die Definition einer Tabelle. Beim Speichern werden die Metadaten im lokalen Repository abgelegt. Um die Tabelle in anderen Modellen weiterzuverwenden oder mit Daten zu befüllen, muss sie schließlich als Runtime-Objekt in der Datenbank erzeugt werden.
2. Runtime (Laufzeit): Nach der Implementierung (Deployment) können Sie die Daten über das Laufzeitobjekt auswerten.
1.3 Typische Anwendungsfälle
Anwendungsfälle, Einsatzszenarien, Use Cases – die Verwendung von Software-Produkten lässt sich mit verschiedenen Begriffen beschreiben. Sehr oft hängt dieser vom individuellen Blickwinkel des Betrachters ab. Den Anwendungsfällen liegt eine systemorientierte Sichtweise zugrunde.
Hybride Einsatzszenarien
Der Begriff hybrid wird in der IT-Branche mit vielfältiger Bedeutung verwendet. In diesem Zusammenhang wird darunter die nahtlose Integration vorhandener Data-Warehouse-Systeme mit Data Warehouse Cloud verstanden. In Kapitel 5 erfahren Sie Details zu den Möglichkeiten hybrider Einsatzszenarien von Data Warehouse Cloud, insbesondere mit SAP BW, BW/4HANA und SQL-basierten Data Warehouses mit SAP HANA.
Data Marts und applikationsübergreifendes Data Warehousing
Die Lösung eignet sich sehr gut zum Aufbau von cloudbasierten Data Marts, also für Teile des gesamten Datenbestands. In den zuvor benannten Spaces werden neue Data Marts aufgebaut und die Daten bei Bedarf mit anderen geteilt – ebenfalls, ohne eine Datenkopie erzeugen zu müssen. Das können Daten für neue Projekte oder für Ihren Start in die Cloud sein. Diese Data Marts können auch zu einem Data Warehouse heranwachsen und so applikationsübergreifende Szenarien abbilden.
Self-Service-Modellierung und Datendemokratisierung
Wie zuvor erwähnt, ermöglicht die Self-Service-Modellierung das Erstellen neuer Modelle und Analysen, über die Endanwender zügig zu neuen Erkenntnissen (Time-to-Value) gelangen. Die IT kann gleichzeitig über unterschiedliche Spaces die Datendemokratisierung im Unternehmen weiter vorantreiben und Data-Science-Projekte der Fachabteilung durch die Verwendung der HANA-Cloud-Bibliotheken für maschinelles Lernen unterstützen.
1.4 Architekturüberblick
Technisch ist SAP Data Warehouse Cloud auf SAP HANA Cloud als Datenbankplattform und SAP Analytics Cloud aufgebaut. So bedient sich die Applikation bei der Persistenz etwa an den Services von SAP HANA Cloud und beim Benutzer- und Rollenkonzept an einigen Services von SAP Analytics Cloud.
Abbildung 1.1 stellt die wesentlichen Funktionsbereiche und Software-Komponenten vereinfacht dar.

Abbildung 1.1: Architektur von SAP Data Warehouse Cloud
Sie können cloudbasierte sowie klassische On-Premises-Quellsysteme an Data Warehouse Cloud anschließen. Einige unterstützen den virtuellen Zugriff oder eine Echtzeitreplikation, manche auch nur Batch-Ladungen für Datenflüsse. Welche Konnektoren Data Warehouse Cloud bietet und welche Datentransferverfahren diese jeweils unterstützen, erfahren Sie in Abschnitt 2.4. Daneben gibt es eine Schnittstelle (Application Programming Interface, kurz API) für externe Werkzeuge von Drittanbietern, um das System mit Daten zu befüllen.
Daten lassen sich persistent speichern. Dafür stehen Ihnen drei Bereiche zur Verfügung:
Hauptspeicher (In-Memory)
SSD (Solid State Drive)
Relationaler Data Lake
Letzterer steht seit Mitte 2020 in den meisten Rechenzentren weltweit zur Verfügung und kann optional dazugekauft werden.
Wie eingangs schon erwähnt, sind SAP Analytics Cloud und Data Warehouse Cloud eng miteinander verzahnt, obwohl es sich lizenzseitig um zwei verschiedene Cloud-Lösungen handelt. Deshalb ist Analytics Cloud mit einer gestrichelten Linie in der Grafik umrandet, ebenso wie die externen Werkzeuge der SAP Business Technology Platform und anderer Anbieter.
Zur Datenkonsumierung steht ein weiteres API zur Verfügung, um externe Visualisierungswerkzeuge von Drittanbietern anschließen zu können.
Spaces sind die virtuellen und isolierten Arbeitsbereiche, in denen die Objekte wie Tabellen, Views, Business-Entitäten etc. zugeordnet und verwaltet werden (siehe Kapitel 2).
Die Business-Modellierung (siehe Kapitel 4) bietet die Möglichkeit, komplexe und technische Datenmodelle in Objekte mit normaler Sprache umzuwandeln. Hierauf, wie auch auf den Business-Katalog, werde ich in Kapitel 3 genauer eingehen.
Administration und Security schließlich beschäftigen sich mit der Verwaltung und Absicherung der Lösung (siehe Kapitel 6).
1.5 Navigation im System
Sobald für Sie ein Benutzer in einem SAP-Data-Warehouse-Cloud-System erstellt wurde, erhalten Sie eine E-Mail zur Begrüßung. Wenn Sie der Systemeigentümer sind (mehr dazu finden Sie in Kapitel 6), dann melden Sie sich über diese E-Mail erstmals am System an und aktivieren gleichzeitig Ihren Tenant. In beiden Fällen kommen Sie nach erfolgreicher Anmeldung zur Startseite (siehe Abbildung 1.2).

Abbildung 1.2: Data Warehouse Cloud – Startseite
Die Startseite gliedert sich in mehrere Bereiche:
Oben befindet sich die Kopfzeile mit diversen Funktionen.
Über die Menüleiste auf der linken Seite navigieren Sie zu den einzelnen Komponenten.
In der Mitte der Startseite wird ein Schnellmenü angeboten. Wie der Name schon sagt, erreichen Sie darüber unmittelbar die drei Komponenten Spaces, Data Builder und Story Builder.
Unterhalb des Schnellmenüs finden Sie aktuelle Blogs zur Lösung.
Oben rechts können Sie direkt ein Feedback zur Lösung geben oder Ihre Ideen in die Community einbringen.
Die zuletzt bearbeiteten Objekte (Recent Files) werden in dieser Liste angezeigt.
1.5.1 Funktionen der Kopfzeile
Ganz links in der Kopfzeile finden Sie den Schalter zum Ein- und Ausblenden der Menüleiste. Der Schalter
führt Sie schrittweise immer eine Ebene zurück.
Rechts neben dem SAP-Logo ist die sogenannte Breadcrumb-Navigation eingebaut. Dort erkennen Sie, in welcher Komponente, welchem Space und welchem Objekt Sie sich gerade befinden (siehe Abbildung 1.3). Über die Hyperlinks navigieren Sie direkt zu diesen Bereichen. Im Beispiel befinden Sie sich in der Komponente Data Builder, dem Space Book Space und dem View für Product Master Data. Über den Schalter können Sie den aktuellen Editor beenden und zur Data-Builder-Übersicht zurückkehren.

Abbildung 1.3: Breadcrumb-Navigation
Auf der rechten Seite der Kopfzeile (siehe Abbildung 1.4) finden Sie die Systembenachrichtigungen mit der aktuellen Anzahl an Meldungen.

Abbildung 1.4: Kopfzeile rechts
Sofern dies sehr viele sind, können Sie links über das Auswahlmenü auf bestimmte Benachrichtigungstypen einschränken oder auch danach suchen (siehe Abbildung 1.5). Nachrichten lassen sich einzeln oder komplett
löschen.

Abbildung 1.5: Systembenachrichtigungen
Das Fragezeichen rechts neben den Systembenachrichtigungen öffnet eine Dialogbox (siehe Abbildung 1.6). Über die drei Kacheln gelangen Sie zu einem Onboarding-Guide (Quick Start), der Online-Hilfe (Help) im SAP Help Portal und einem Video-Tutorial (Videos) auf YouTube.
Die Schaltflächen unterhalb können für direktes Feedback zur Lösung, das Einbringen Ihrer Ideen in die Community oder das Herunterladen der Log-Datei Ihrer Session genutzt werden.

Abbildung 1.6: Dialogbox zum Aufruf verschiedener Hilfefunktionen
Der Schalter ermöglicht den einfachen Zugriff auf die kontextsensitive In-App-Hilfe. Alternativ können Sie auch F1 verwenden.
Weiter rechts in der Kopfzeile sehen Sie in einem Kreis den jeweils ersten Buchstaben aus Vor- und Nachnamen des Benutzers (hier DW). Mehr zu den Benutzern und Rollen erfahren Sie in Kapitel 6.
Ganz rechts finden Sie den Schalter , der Ihnen einen schnellen Wechsel zwischen SAP Data Warehouse Cloud und SAP Analytics Cloud ermöglicht. Er steht in beiden Applikationen zur Verfügung (siehe Abbildung 1.7).

Abbildung 1.7: Wechsel zwischen den Applikationen
1.5.2 Komponenten der Menüleiste
Wenden wir uns nun der Menüleiste auf der linken Seite zu. Bitte beachten Sie, dass die hier angezeigten Optionen von den Rollen abhängen, die Ihrem Benutzer zugeordnet sind.
Das Menü ist in einen oberen und einen unteren Teil gegliedert. Den oberen Bereich mit den Funktionen und Komponenten der Applikation zeigt Abbildung 1.8.

Abbildung 1.8: Applikationskomponenten
Home bringt Sie aus anderen Komponenten und Bildschirmmasken wieder zurück auf die Startseite.
Files bietet Ihnen eine Übersicht aller Objekte, die im System erstellt wurden. Benutzer von SAP Analytics Cloud kennen diese Sicht auf Objekte. Sie wird auch als Datei-Repository bezeichnet.
Explorer zeigt spaceübergreifend alle Datenmodelle an, zu deren Verwendung Sie berechtigt sind.
Story Builder implementiert Visualisierungen auf Ihre Datenmodelle in SAP Analytics Cloud. Wie im Vorwort bereits erwähnt, ist der Story-Builder zwar Bestandteil von Data Warehouse Cloud, allerdings entspricht er dieser funktionalen Komponente in SAP Analytics Cloud und wird deshalb im Buch nicht näher beschrieben.
Business Builder ermöglicht den Aufbau einer semantischen Schicht, die unabhängig von der Datenschicht modelliert wird.
Data Builder: Hier modellieren Sie Ihre Datensets, führen Transformationen aus und schaffen dadurch die Grundlage Ihrer Datenmodellierung.
Data Access Control: Die Datenzugriffskontrolle ist ein Objekt, das Benutzern Berechtigungen für konkrete Daten erteilt.
Data Integration Monitor: Im Datenintegrationsmonitor finden Sie je Space einen Monitor zum Überwachen der Remote-Tabellen, der persistierten Views und der Data Flows.
Der untere Teil (siehe Abbildung 1.9) umfasst die eher administrativen Komponenten der Applikation.

Abbildung 1.9: Komponenten der Administration
Space Management: Hier nehmen Sie die Einrichtung und Verwaltung von Spaces vor.
Content Network: Dies ermöglicht das Einspielen von Business Content der SAP oder von SAP-Partnern in Ihr System. Der Business Content wird im Rahmen des Buches nicht näher erläutert.
Security: Innerhalb dieser Komponente kann der Administrator Benutzer und Rollen verwalten sowie die Systemaktivitäten überwachen.
Transport: Über diese Funktion lassen sich Inhalte aus Systemen exportieren und in andere Systeme importieren.
Configuration: Die Konfiguration erlaubt verschiedene Aufgaben in Bezug auf Datenintegration, Sicherheit, Auditing, IP-Allowlist etc.
About: Dieses Feld zeigt Ihnen Informationen zum Tenant, die Software-Version, die Tenant-ID, die Datenbank-ID der externen IP-Adresse sowie das Build-Datum Ihres Systems. Als Administrator erhalten Sie noch weitere Informationen, wie z.B. die Outbound-IP-Adresse und die Versionen weiterer Software-Komponenten.
1.6 Systemvoraussetzungen
SAP Data Warehouse Cloud ist ein vollständig webbasierter Software-Service, ein sogenanntes Software-as-a-Service(SaaS)-Angebot. Dafür benötigen Sie eine Internetverbindung und einen Computer, der die in Tabelle 1.1 gezeigten Grundanforderungen erfüllt.
Kategorie | Empfehlung |
---|---|
Browser | Google Chrome |
Auflösung | Mindestens 1024 × 768 oder höher. Ich empfehle 1280 × 1024, idealerweise einen großen Bildschirm. Prinzipiell kann die Lösung auch von Mobiltelefonen oder Tablets aus bedient werden. |
Bandbreite | Mindestens 500 bis 800 kbit/s pro Benutzer |
Sonstiges | JavaScript, HTTP 1.1, Session-Cookies und Pop-up-Fenster zulassen. |
Tabelle 1.1: Systemvoraussetzungen
1.7 Testsystem und Release-Zyklus
Wenn Sie Interesse haben, Data Warehouse Cloud selbst zu testen, dann können Sie sich für 30 Tage kostenlos ein Testsystem einrichten lassen. Registrieren Sie sich dafür unter https://www.sap.com/products/data-warehouse-cloud/trial.html. Sie erhalten innerhalb weniger Minuten ein System zur Verfügung gestellt.
Bei Verwendung der Testversion wird derzeit kein Zugriff auf die folgenden Funktionen gewährt:
Data Flows und Scheduling
Zuordnung Ihres HDI-Containers zum Space
Aktivierung von APL und PAL in DWC
Data Lake
Erstellen von benutzerdefinierten Rollen
Da sich solche Einschränkungen im Laufe der Zeit verändern, sehen Sie bitte im SAP-Hinweis 3007887 nach, welche Produktbeschränkungen aktuell gelten: »Unsupported Features with SAP Data Warehouse Cloud Trial Version«.
Bei SAP Data Warehouse Cloud handelt es sich um eine Cloud-Software, die einen schnellen Entwicklungszyklus aufweist. Üblicherweise erscheinen 14-tägig neue Versionen, die der Nomenklatur [JAHR.VERSION]
folgen. Den aktuellen Release-Plan entnehmen Sie dem SAP-Hinweis 2984828 »SAP Data Warehouse Cloud Release & Delivery Schedule«.
2 Datenmanagement mit Spaces
Eine der Kernaufgaben im Rahmen eines Data Warehouses ist das Datenmanagement. Bei SAP Data Warehouse Cloud sind die bereits angesprochenen »Spaces« für die Verwaltung von virtuellen und persistenten Daten im System verantwortlich. In diesem Kapitel lernen Sie, was Spaces sind und wie Sie diese nutzen können.
Es gibt vielfältige Aspekte, die einen Space ausmachen und im Space Management eine Rolle spielen:
Virtueller Arbeitsbereich
Governance und Elastizität
Zuordnung von Benutzern
Quellsysteme
Schnittstellen für externe Systeme
Auditierung
Monitoring
Auf den folgenden Seiten werde ich einzeln auf diese Punkte eingehen. Doch zunächst einmal soll es um die Kernfrage gehen:
Was genau ist ein Space?
Ein Space ist ein virtueller und isolierter Arbeitsbereich für einen oder mehrere Anwender eines Data-Warehouse-Cloud-Systems. Daten, Datenmodelle, Business-Modelle, Systemressourcen, Quellsystemverbindungen, Benutzer und vieles mehr werden in einem Space erstellt bzw. bleiben diesem eindeutig zugeordnet. Dies wird als Metadatenisolation bezeichnet. Die Daten liegen dabei in einem spaceeigenen Datenbankschema (Space-Schema). Das bedeutet: Bevor Sie mit dem System arbeiten, müssen Sie mindestens einen Space anlegen, in dem dann weitere Objekte erzeugt werden.
Über das -Symbol im Bereich Space Management erstellen Sie einen neuen Space. Dessen technischer Name, die Space ID, existiert nur einmal im System und ist deshalb eineindeutig (siehe Abbildung 2.1).

Abbildung 2.1: Space erstellen
Space ID
Die Space ID wird beim Anlegen eines Space definiert. Auf Basis des eingegebenen Space-Namens schlägt Ihnen das System eine Space ID vor, welche Sie in diesem Dialog unter Verwendung der folgenden erlaubten Zeichen anpassen können.
Großbuchstaben von A bis Z, keine Umlaute oder Sonderzeichen
Zahlen von 0 bis 9
Unterstrich (_)
Die maximale Länge der Space ID beträgt 20 und des Space-Namens 30 Stellen. Ist der Space erfolgreich erstellt, kann die Space ID nachträglich nicht mehr geändert werden.
2.1 Space Management
Sie kommen zur Übersicht der Spaces, wenn Sie im Systemmenü auf der linken Seite zum navigieren. Der zugehörige Bildschirm ist in vier Bereiche aufgeteilt (siehe Abbildung 2.2).

Abbildung 2.2: Space-Übersicht
Oben rechts sehen Sie eine Menüleiste mit Suchfunktion, die besonders hilfreich ist, wenn Sie viele Spaces im System definiert haben – hier gefiltert nach Spaces mit book im Namen. Links daneben können Sie zwischen einem Layout in Tabellen-
oder Kachelform
wechseln. Manage Plan hat derzeit keine Funktion und über das
-Symbol legen Sie – wie zuvor beschrieben – einen neuen Space an.
Unterhalb werden alle vorhandenen Spaces nach verschiedenen Kategorien zusammengefasst. Von links nach rechts sehen Sie in dieser Zeile:
Anzahl der angezeigten Spaces – das sind im Beispiel 3 für den Filterbegriff book.
55 der Spaces sind in Blau und somit als »kalt« ausgewiesen, da sie nur maximal fünf Prozent ihres zugeordneten Speicherplatzes ausnutzen. Zwei Spaces liegen im grünen Bereich von sechs bis 90 Prozent des zugeordneten Speicherplatzes, und keiner ist im roten Bereich von über 90 Prozent.
Die Zahl neben dem Halbmond zeigt Spaces an, die sich aktuell im Ruhezustand bzw. Hibernate-Modus befinden.
Ganz rechts sehen Sie mit dem Schlosssymbol ausgewiesene gesperrte Spaces.
Direkt darunter werden die vorhandenen Systemressourcen in Form verfügbarer und zugewiesener Disk- und Hauptspeicherressourcen dargestellt. Im aktuellen Beispiel sind von 256 GB der User Disk nur 99,2 GB den vorhandenen Spaces zugewiesen, wovon wiederum nur 4,5 GB genutzt werden. Beim Hauptspeicher sind 51,9 GB zugewiesen und nur 59,9 MB werden verwendet. Daneben sehen Sie die genutzte Laufzeitkapazität für Datenflüsse.
Ganz unten finden Sie alle vorhandenen Spaces als Kacheln, hier allerdings gefiltert nach dem eingegebenen Suchbegriff book. Auf den einzelnen Kacheln sind bereits einige interessante Informationen abzulesen (siehe Abbildung 2.3).

Abbildung 2.3: Space-Kachel
Ganz oben steht der Space-Name (Marketing) mit dem Hinweis, ob der Space aktiv, gesperrt oder im Ruhezustand ist. Das Kreisdiagramm unterhalb stellt dar, wie viel Prozent des Space im Hauptspeicher vorgehalten werden. In diesem Beispiel sind das die vollständigen 3 GB. Die beiden Balken zeigen den Füllstand von Disk und In-Memory an. Ganz unten sehen Sie drei weitere Symbole mit Werten:
Anzahl der zugeordneten Benutzer zum Space (hier 8)
Anzahl der angeschlossenen Quellsysteme (2)
Anzahl der enthaltenen Datenmodelle (139)
Wenn Sie in der Kachel oben rechts auf die drei Punkte klicken, werden Ihnen vier Optionen zum Umgang mit dem Space angeboten (siehe Abbildung 2.4):
Space bearbeiten
Space überwachen
Space löschen
Die Funktion Hibernate (Space in den Ruhezustand versetzen) wird aktuell nicht unterstützt und ist deshalb nicht auswählbar.

Abbildung 2.4: Space-Optionen
Wenn Sie über in die tabellarische Übersicht der Spaces umschalten, sehen Sie prinzipiell die gleichen Informationen, nur in einer anderen Darstellweise (siehe Abbildung 2.5).

Abbildung 2.5: Tabellarische Space-Übersicht
Mit Klick auf einen Space, egal, ob in tabellarischer oder Kacheldarstellung, gelangen Sie zu den Space-Einstellungen, die nachfolgend erklärt werden.
2.2 Allgemeine Space-Einstellungen
In der Titelzeile von Abbildung 2.6 existieren rechts drei Schaltflächen mit den folgenden Funktionen:
Save: Speichern Sie veränderte Werte eines Space.
Monitor: Wechseln Sie zum Monitoring des Space.
und Delete: Löschen Sie einen Space.
Darunter finden Sie die allgemeinen Space-Einstellungen (General Settings). Dazu gehören Space ID, Space Name und Space Status, wobei hier nur der Name geändert werden kann. Außerdem wird angezeigt, wann und von welchem Benutzer der Space angelegt wurde.

Abbildung 2.6: Allgemeine Space-Einstellungen
Im Bereich Storage Assignment ist der zugewiesene Speicherplatz ersichtlich und kann verändert werden. Über die Symbole + und – verändern Sie die Werte in 1-GB-Schritten. Benötigen Sie eine feinere Zuordnung, können Sie durch direkte Eingabe auch kleinere Schritte im Bereich einer Nachkommastelle (also je 100 MB) wählen. Im Beispiel in Abbildung 2.6 sehen Sie einen Wert von 2,5 GB. Rechts daneben gibt das Kreisdiagramm (In-Memory Acceleration) den In-Memory-Anteil am gesamten Speicherplatz aus; hier sind das 40 Prozent.
Der Schieberegler zur Space Priority erlaubt die Festlegung der Priorität eines Space im Vergleich zu anderen Spaces im System (1 ist sehr niedrig und 5 sehr hoch). Der Standardwert liegt bei 3.