Kitabı oku: «Neue Erfahrungen: Erotische Novelle»

Yazı tipi:

Lea Lind

Neue Erfahrungen: Erotische Novelle

LUST

Neue Erfahrungen

Original:

Nye erfaringer

Übersetzer: Rebecca Jakobi Copyright © 2019, 2019 Lea Lind und LUST All rights reserved ISBN: 9788726301281

1. E-book Auflage, 2019

Format: EPUB 2.0

Dieses Buch ist urheberrechtlich geschützt. Kopieren für gewerbliche und öffentliche Zwecke ist nur mit Zustimmung von LUST gestattet.

Neue Erfahrungen: Erotische Novelle

Ich hatte Sophia nichts sagen wollen. Seit ich eine neue Bekanntschaft zuletzt über meine Jungfräulichkeit in Kenntnis gesetzt habe, sind viele Jahre vergangen. Viel zu viele nervige Sonderangebote und der ständige Strom von ‚was ist mit der da, die sieht doch toll aus?‘ haben mich gelehrt, zuzumachen – und es über mich ergehen zu lassen. Denn obwohl ich mit Mitte zwanzig sicher ungeduldig auf meine erste richtige Nummer warte, bin ich in keiner Weise verzweifelt. Ich bin nämlich auf eine richtige Nummer aus. Nicht nur auf irgendeine zufällige Gelegenheit, um meine Lust zu stillen. In diesem Fall würde ich mich lieber weiter mit meiner rechten Hand zufriedengeben.

Trotzdem weihte ich Sophia letzte Woche ein. Bei der ersten Party mit den neuen Kollegen. Wir waren gerade beim dritten Drink angelangt, und während die anderen Frauen auf der Tanzfläche die Sau rausließen, schloss Sophia ihre vollen, feuchten Lippen um ihren Strohhalm und schenkte mir einen langen Blick, während sie an ihrem Daiquiri nippte. Die Lust ergriff mein Fleisch, und verwirrt nahm ich einen Schluck von meinem Stout.

Sie ließ vom Strohhalm ab. Griff ihn stattdessen mit ihren schlanken, braungebrannten Fingern und rührte ihn durch die rosa Zuckermischung.

„ Na … lässt es sich aushalten?“, grinste sie.

Ich musste aussehen wie ein verwirrtes Fragezeichen, denn mein Gesichtsausdruck brachte sie noch mehr zum Lachen.

„Ja, also, der Hahn im Korb zu sein? So ganz allein auf dem Hühnerhof, umgeben von lauter Frauen?“

Ich hustete. Trank noch einen Schluck Bier.

„ Doch, doch. Es geht“, stammelte ich.

„ Gut.“ Sie blinzelte. „Du wirkst nämlich auch nicht wie einer, der Probleme mit Frauen hat.“

Ihre nussbraunen Augen funkelten schelmisch. Sie warf ihr langes, dunkles Haar zurück, lehnte den Oberkörper über die Tischkante, schnappte sich wieder den Strohhalm und saugte daran. Die figurbetonte Bluse öffnete sich über ihrer Brust und entblößte ein strammes Dekolleté, von dem ich nur schwer die Augen lassen konnte. Doch das war vermutlich auch nicht ihre Absicht.

Und so kam es, dass ich etwas sagte. Über diese eine Sache. Genau da setzt meine Unerfahrenheit nämlich ein. Ich sehe wirklich nicht so aus, als hätte ich Probleme mit Frauen. Ich habe einen stämmigen Oberkörper, die Sommersonne schmeichelt meiner Haut, und meine dunklen Augen durchzieht ein grüner Schimmer, wofür die Frauen mir immer Komplimente machen.

Tatsächlich empfand ich in diesem Moment einen noch nie dagewesenen Leistungsdruck. Sophia war einfach so unverschämt, ihre Bemerkungen und Körpersprache unmöglich misszuverstehen. Nicht einmal für einen Anfänger wie mich. Aber ich bekam es plötzlich mit der Angst zu tun, ihre Erwartungen an mich nicht erfüllen zu können. In ihren Augen war ich sicher ein wildes Tier, das ohne Probleme die Kontrolle übernahm und ihre Vagina ordentlich durchnahm … Also sagte ich etwas. Und sie änderte dabei weder die Körperhaltung, noch ihren Blick. Saugte bloß noch kräftiger an ihrem Drink und leerte das Glas. Dann ergriff sie meine Hand und entführte mich auf die Tanzfläche, wo wir bis spät in die Nacht herumalberten, und ich notgedrungen nach Hause gehen musste.

„ Meine Eltern kommen morgen“, erklärte ich. „Ein vorgezogener Geburtstag.“

„ Wann hast du Geburtstag?“, fragte sie.

„ Am Mittwoch.“

Sie drückte mir einen Abschiedskuss auf die Wange. Meine Haut kochte vor Hoffnung.

„Auf ein neues Jahr. Und neue Erfahrungen, die kommen werden, wenn man sie am wenigsten erwartet“, flüsterte sie mir ins Ohr.

Am Montag verhielt Sophia sich wie jede andere Kollegin – höflich und professionell. Aber ich konnte nicht aufhören, an ihren heißen Abschiedsgruß von Freitagabend zu denken. Die Worte rumorten angenehm unruhig in meinem Kopf. „Ein neues Jahr“ erklärte sich von selbst, aber „neue Erfahrungen“ – was meinte sie damit? War das nur eine Anspielung darauf, dass ich neu hier war? Oder steckte etwas anderes dahinter? Es fiel mir schwer, es nicht zweideutig zu verstehen. Doch das wiederum wäre zu schön um wahr zu sein …

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