Kitabı oku: «Jeder Tag ist neu»

Yazı tipi:

Lise Gast

Jeder Tag ist neu

Von mensch

und tier

im hause gast

Saga

Jeder Tag ist neu

© 1969 Lise Gast

Alle Rechte der Ebookausgabe: © 2016 SAGA Egmont, an imprint of Lindhardt og Ringhof A/S Copenhagen

All rights reserved

ISBN: 9788711509609

1. Ebook-Auflage, 2016

Format: EPUB 3.0

Dieses Buch ist urheberrechtlich geschützt. Kopieren für andere als persönliche Nutzung ist nur nach Absprache mit Lindhardt und Ringhof und Autors nicht gestattet.

SAGA Egmont www.saga-books.com – a part of Egmont, www.egmont.com

Für Titine

»Jetzt rufe ich das fünfte Mal bei dir an«, sagt meine Schwester, und ich höre über die vielen, vielen Kilometer hinweg die herzliche Sorge in ihrer Stimme. Ich höre sie so deutlich, als stünde Titine neben mir. »Und niemand meldet sich. Sag bloß, was ist bei euch los?«

»Bei uns?« Ich überlege eine Sekunde. »Bei uns – gar nichts. Jedenfalls nichts Besonderes. Sie sind gesund und munter, alle meine Lieben.«

Ich habe das oft geantwortet. Nichts Besonderes, nichts Schlimmes. Daß ich fünfmal vergeblich angerufen wurde, kann die verschiedensten Ursachen haben: einmal war ich im Stall, da hört man das Telefon nicht; einmal brachte idi die Kinder in die Schule, vermutlich; einmal war der Esel ausgerissen und ich hinter ihm her; und die andern Male – ich weiß nicht mehr.

»Nein, wirklich, kein Grund zur Besorgnis«, wiederhole ich, »nur ...«

Nur. Nur dies und das und jenes. So geht es jeder Frau, die Kinder hat und Enkel und Tiere und Gäste – und auch noch einen Beruf. Der Tag ist wild und bunt auf unserem Ponyhof, der abseits der großen Straßen im grünen Herzen Württembergs liegt.

Dieser Ponyhof befindet sich auf einem Wiesenhang am Bach und ist ein winziges Holzhaus, daran angebaut ein Stall, unterm Holunderbaum das Waschbärengehege mit Kletterbaum und Sitzbrett darin. Bewacht wird das Ganze von zwei Wolfspitzen, einem großen alten Vernünftigen, der stets anschlägt, wenn jemand Fremdes kommt, und einem kleinen frechen Nachwüchsling. Und meine Lieben – das sind außer meiner Familie die Ponys, die Waschbären, zwei Eselchen, die beiden Hunde und eine Anzahl Kater. Manchmal gehören auch noch Goldhamster, Haselmäuse, die besonders zahm werden, oder, wie gerade jetzt, ein halbes Dutzend Igel dazu. Oder wir haben Pensionsponys – es wechselt. Immer aber ist etwas los.

Unser Tag fängt in aller Herrgottsfrühe an und endet oft erst kurz vor Mitternacht oder gar danach. Das aber ist meine eigene Schuld. Wer jedoch, so frage ich, würde sich nach getaner Arbeit ins Bett legen, wenn die großen Kinder heimkommen und von der Türkei erzählen oder von Schottland, wenn sie junge Freunde mitbringen oder Schallplatten auflegen, alte und neue Musik, wenn sie ihre Gedanken austauschen und diskutieren?

Keiner. Keine Mutter. Lieber steht man am Morgen wieder ein bißchen eher auf und räumt zusammen, was man abends nicht mehr zu Ende brachte, weil man zuletzt eben doch fertig war, fertig, gesättigt vom Tage, an dem man so vieles bewältigen mußte, Schönes und Schwieriges.

»Nein, zum großen Glück: nichts Schlimmes«, sage ich zu meiner Schwester und streichle sie durchs Telefon, die immer teilnehmende, geliebte Seele, der meine Kinder genauso am Herzen liegen wie ihre eigenen, »gar nichts Schlimmes, nicht die Spur. Überhaupt: nichts Besonderes!«

Ich gehöre zu den glücklichen Menschen, die keinen Wecker benötigen. Jeder Tag ist neu für mich, jeder bringt mir etwas, worauf ich mich freue, worauf ich zulebe, begierig und erwartungsvoll. Meist weckt mich der Esel. Klein-Esi wohlgemerkt, denn Mutter Esi, schon bejahrt, lieb und sanft, schreit so gut wie gar nicht mehr. Anfangs ja, da hörten wir ihre Stimme, und einer der Schrebergärtner oberhalb unseres Grundstückes, der in Zoologie vielleicht nicht ganz sattelfest ist, sagte damals: »Die Frau Gast hat jetzt einen Gaul, der schreit wie ein Esel.« Aber es heißt, Esel schreien nur, wenn sie hungrig sind oder sich ärgern. Und natürlich, wenn sie noch jung sind, um zu üben. Klein-Esi übt also.

Ich blinzle durch die offenstehende Verandatür nach Osten zu. Noch keine Sonne, es ist demnach noch früh. Die Baumspitzen am Hang gegenüber heben sich von einem weißlichen Himmel ab. So leise wie möglich stehe ich auf und schließe vorsichtig die Tür zum Kinderzimmer. Nur nicht zu früh wecken!

Von der Veranda aus kann ich die Waschbären beobachten. Sie laufen in ihrem Gehege auf und ab und betteln, zwar lautlos, aber unübersehbar. Ich steige zu ihnen hinunter. Wenn nicht gerade Freitag ist – ein Hungertag in der Woche bekommt jedem Tier, das nichts leistet –, stopfe ich ihnen erst einmal die Mäulchen. Jeder von ihnen kriegt einen Zwieback. Philipp, der älteste, leicht bräunlich gefärbt und ein bißchen dicker als erlaubt, macht Männchen und angelt mit den niedlichen schwarzen Händen nach der Leckerei. Ihn schenkte uns einmal eine baltische Dame, die viel mit ihm spielte. Wir können ihn unbesorgt im Haus und im Freien laufen lassen, er kommt immer wieder. Vor ein paar Jahren bescherten wir ihm eine Frau, Philippinchen, um Nachwuchs zu bekommen. Sie ist eine Edelwaschbärin, schwarz, trägt aber, genau wie er, die so charakteristische Maske quer über dem Gesichtchen, die dieses so unverwechselbar macht. Noch ist sie nicht so zahm wie er, und in Bezug auf Nachkommen enttäuschte sie uns leider bisher. So entschlossen wir uns, ein zweites, schon aneinander gewöhntes Paar zu kaufen. Aber wir lieben Philippinchen trotzdem; sie sieht so komisch spitznäsig aus, wenn sie, nach Art der Zootiere, im Gehege hin und her wandert und ihren dunkel geringelten Schwanz hochhält. Neulich gelang es mir, sie mit Nußkernen, die sie sehr liebt, bis auf meinen Schoß zu lokken. Zum erstenmal! Philipp ist längst so zahm, ja, er klettert sogar auf den Verandatisch und stibitzt sich Kuchen, wenn wir mit Gästen dort sitzen und nicht aufpassen. Kürzlich erwischte er in affenartiger Geschicklichkeit und Schnelle das letzte Stück Torte, das wir, gut erzogen, übriggelassen hatten – und dies vor unseren Augen. Es war Nußtorte mit Butterkrem und eigentlich nichts für ihn mit seiner Rundlichkeit.

In der Küche lauern schon Hunde und Katzen. Da wir eine Haferkiste für unsere Ponys haben, müssen wir Mäusejäger halten, aber lieber männliche als weibliche, die sich gar zu rasch verdoppeln und verdreifachen. Julli, unsere alte Wolfspitzhündin, ist der Boß unter diesem Gewimmel. Etwa halb so hoch wie ein Schäferhund, diesem aber sonst ähnlich, mit klugem Gesicht, bei dem vor allem die Augenlinien auffallen, die dunkel und geschwungen nach den Schläfen laufen, wie manche Damen sich schminken – so sitzt sie aufrecht da und wartet darauf, daß ich die Näpfe fülle, aus denen dann eifrig und gierig geläppert wird: Mia, die Nachwuchshündin, schlappt mit den Katzen aus einem Napf, während Julli ihr eigenes Geschirr beansprucht. Ich bevorzuge sie in dieser Beziehung – Ehre, wem Ehre gebührt –, denn ich weiß, daß dafür Simon, unser kleinster Kater, sich in ihre Seite kuscheln darf, die Nase in ihrem Zottelfell, als tränke er bei einer riesengroßen Mutter. Julli ist ausgesprochen katerlieb, nur beim Fressen läßt sie sich nicht gern stören.

Nun aber hinaus zu den Ponys! Im Vorbeigehen stecke ich ein paar Mohrrüben ein, die im Flur bereitliegen. Eine Mohrrübe ist das beste Frühstück für einen Pferdemagen.

Esel und Ponys kommen mir entgegen und stubsen mich auffordernd an. Grani, unser großer elchfarbener Islandwallach, den ich am liebsten reite, fährt mit seinem Maul fast in meine Hosentasche. Das tut er auch unterwegs, wenn ich mal absteige und ihn führe, bergab beispielsweise. Da schnubbert und schnobert er an mir herum, und wenn ich nichts habe, hebt er mich mit seiner Ramsnase beinah aus, gibt mir von unten her einen Stoß, daß ich vorwärtsfliege. Das ist aber nur eine etwas grobe Zärtlichkeit und keine Bosheit.

Immerhin muß ich aufpassen, daß die Mohrrüben gerecht verteilt werden. Für Klein-Esi und die ganz jungen Fohlen beiße ich winzige Stücke herunter und stecke sie ihnen seitlich ins Mäulchen hinter die Zähne. Sie verstehen noch nicht abzubeißen, aber nun malmen sie, nicken wie Ziegen und verspüren dabei wohl den zuckrigen Geschmack der Möhren, jedenfalls spucken sie diese nicht aus.

Jetzt gibt es Heu. Ich schiebe mich in die Futterkammer, ohne daß mir eins folgen kann, und klettere die Leiter zum Heuboden hinauf. Welch ein Tagesanfang, ins Heu tauchen zu dürfen, das so süß duftet! Freilich ist es auch ein Genuß, früh Grünfutter zu geben, das am Abend vorher geschnitten wurde. Aber Heuduft zu atmen, jeden Morgen!

Ich werfe das Futter durch die Luke, rutsche hinterher und verteile es in die Raufen. Und dann kann ich nicht widerstehen und beginne den Stall zu säubern, immer mit ein bißchen schlechtem Gewissen. Denn das – das wenigstens – sollten die Kinder machen. Sie reiten täglich mit uns, dafür müssen sie auch etwas leisten. Deshalb haben wir bestimmt, daß die Kinder im Stall und auf der Wiese ›Knetel‹ sammeln und diese auf den bereitstehenden Mistwagen werfen, jeden Tag, bis der Wagen voll ist und weggefahren wird. Auf diese Weise haben wir eine saubere Weide und keinen Misthaufen im Hof; daher gibt es bei uns auch weniger Fliegen und Bremsen als auf anderen Ponyhöfen. Aber es ist eine so befriedigende Arbeit, die glänzenden, kastanienglatten Kugeln zusammenzuschieben – Pferde haben den anständigsten Mist von allen Tieren! – und den Stall in Ordnung zu bringen. Ein bißchen tu ich es jeden Morgen, und den Brunnen lasse ich auch vollaufen, voll mit frischem, eiskaltem Quellwasser, das direkt aus dem Berg kommt.

Nun aber genug der Morgenfreuden! Gewiß habe ich schon wieder eine Viertelstunde vertrödelt von der kostbaren Zeit, die ich brauche, um zu schreiben, und die mir doch so oft genommen wird. Genommen durch eins der Kinder, das zu zeitig aufwacht, durch Besuch, den ich wecken muß, durch ein Tier, das mich aufhält, ein neugeborenes Fohlen zum Beispiel, das, unbegreiflich vollkommen, wie ein Wunder des Himmels erscheint und, wenn auch begierig erwartet, doch stets überraschend. Tausend Möglichkeiten gibt es, sich aufhalten zu lassen, zumal wenn man sich so gern aufhalten läßt.

Heute ist keins geboren. Heute ist kein Besuch da – ein äußerst seltener Fall –, heute bin ich so leise geschlichen, daß keins der Kinder aufwachte. Ich stöpsle den Tauchsieder ein und laufe ins Bad unter die Dusche. Dadurch spare ich Zeit, so sage ich mir jeden Morgen. Meistens aber kosten mich diese Maßnahmen Zeit.

Man soll nicht zwei Dinge auf einmal tun. Während ich dusche, sprudelt das Wasser über und verkocht. Ich versuche, mich nicht zu ärgern. Ärger am Morgen gibt Kummer und Sorgen. Jedenfalls kann man in ärgerlicher Verfassung keine heiteren Bücher schreiben. Und da ich selbst mit Vergnügen Heiteres lese, bemühe ich mich, meine Leser fröhlich zu stimmen. Darum sagen viele, die mich besuchen, nachsichtigfreundlich: »So leicht wie Sie möchte ich es auch haben! Im Grünen wohnen und schreiben dürfen, was einem gerade einfällt ... Ich könnte Bände schreiben über mein Leben, Bände, sage ich Ihnen! Leider habe ich zu tun.«

Ich auch. Nur: meine Arbeit in Haus und Stall bemerkt keiner, weil sie im geheimen geschieht. Geschwind einen Bissen gegessen, die viele körperliche Bewegung macht Hunger!

Meine Mutter sagt immer: »Ein hübsch gedeckter Frühstückstisch ist der beste Tagesanfang.« Gut, daß sie nicht sieht, wie ihre Tochter frühstückt! Mein Morgengetränk besteht aus einer Tasse Kaffee – mit Untertasse bitte, so weit halte ich auf Ordnung und Sitte –, die ich mit mir herumtrage wie das Eichhörnchen seinen Wintervorrat, ehe es ein sicheres Plätzchen findet. Beim Anziehen steht die Tasse auf dem Ofensims und beim Feuermachen auf der Erde neben mir. Mitunter ist sie weg, und ich finde sie an den merkwürdigsten Stellen wieder. Heute schleppe ich sie zur Schreibmaschine hinüber.

Meine Maschine ist groß, alt, stabil, kurzum, eine Büromaschine von der Art derer, die nie kaputtgehen. Sie läßt sich alles gefallen, das wildeste Tempo, die tollsten Kapriolen. Sie ist geduldig und immer einsatzbereit, ein hervorragendes Mädchen. Einmal im Jahr bekommt sie Urlaub: wenn ich auf die Buchmesse fahre, jeden Herbst. In diesen drei oder vier Tagen darf auch sie verreisen, in Benzin baden und mit Öl gelabt werden. Dieses Glück hat sie gerade hinter sich.

Ein Blick auf die Uhr hat mich beruhigt: noch habe ich Zeit. Ich stelle mir meinen Eierwecker, den mir die Kinder einmal schenkten – eine Gedächtnisstütze, die man sonst für die Küche gebraucht. Nun kann ich meiner liebsten Beschäftigung nachgehen, das tun, ohne das es sich so schwer lebt. Ich kann schreiben. Eine liebe Kollegin sagte einmal, als ich sie fragte, ob sie noch schreibe – ich hatte lange kein neues Buch von ihr in die Hand bekommen –: »Man kann doch nicht ohne. Schreiben ist wie Atmen.«

Stimmt. Schon als Kind schrieb ich, wenn andere spielten. Schriftliche Strafarbeiten trafen mich nicht, ich machte sie mit Genuß und Liebe. Und gar etwas schreiben dürfen, was wochen-, manchmal jahrelang danach drängt, zu Papier gebracht zu werden – Besseres gibt es kaum. Meine sogenannte Arbeitswut ist also weiter nichts als Vergnügungssucht, wenn man es recht betrachtet.

Zuerst muß ich mich warm schreiben. Dieses Wort stammt von der Frau eines bekannten Schriftstellers, die, wenn er den Anfang nicht findet, immer tröstlich sagt: »Schreib was anderes, Johannes. Schreib dich warm. Es wird dann schon gehen!«

Jeder guckt dem andern gern kleine Tricks ab. Ich versuche also, mich warm zu schreiben. Ein paar Briefe hinter mich zu bringen – wäre das nicht ganz gut? Ich greife zu dem Stapel, der darauf wartet, beantwortet zu werden.

»Sie werden sich wundern, einen Brief von mir zu erhalten ...«

»Von jeher hatte ich den brennenden Wunsch, reiten zu lernen ...«

»Meine Kinder sind begeisterte Leser Ihrer Bücher und haben sich nun ausgedacht, bei Ihnen Ferien zu machen ...«

»Ich bin zwölf Jahre alt und kenne alle Ihre Bücher ...«

Jeder, der mir schreibt, denkt, er sei der einzige, der auf diesen Gedanken kam. Dabei bekomme ich jährlich mehrere hundert Zuschriften. Und ich erwidere jede einzeln. Das haben die Leute verdient, die meine Bücher lesen. Nun aber antworten sie erneut, erfreut und ausführlich, und erwarten, daß ich wiederum ausführlich auf sie eingehe, ja, manche betonen, sie hätten sich solch einen Briefpartner ihr Leben lang gewünscht. Unerledigte Post aber macht mich nervös und verzweifelt. Das Warmschreiben wird zur Hitze, zum Fieber ...

Mittendrin gelingt es mir, abzuspringen, zuweilen mitten im Wort. Ich fege alles Belastende von mir und angle nach dem ›Eigentlichen‹, vertiefe mich, lasse die Gedanken laufen und versuche, mit den tippenden Fingern Schritt zu halten. Ein sanfter Rausch erfüllt und hüllt mich ein – ich schreibe. Alles andere um mich wird nebensächlich. Ich schreibe, schreibe, schreibe ... Bis ein Schrillen mich aufschreckt: der Eierwekker. Ich erwache aus meinem Rausch. Die Kinder! Die Schule! Wenn jetzt das Feuer im Herd wieder ausgegangen ist! Wenn jetzt der Wagen nicht anspringt!

Ich wecke. Meine junge Hilfe, Minnchen genannt, hüpft aus dem Bett. Fröhlich von Natur und immer bereit, helfend zuzugreifen, verspricht sie sogleich: »Ich zieh die Kinder an.«

Die ›Kinder‹ sind meine Enkel, zwei kleine Mädchen, ständig bei mir, seit ihre Mutter nicht mehr lebt, Markus, der Vierjährige, der sich noch nach keiner Schule zu richten braucht und deshalb gern und lange bei uns ist, und ein etwas größerer, angenommener Sohn. Meine eigenen Kinder, alle schon außer Haus, sind die ›Großen‹. Dies als Erklärung. In Wirklichkeit, bei Besuch beispielsweise, gibt es dauernd Durcheinander, weil man nicht oft genug erklärt und weil außer diesen Enkeln und den Großen oft noch andere junge Menschen bei mir sind, andere Enkel, dazu Freunde und Freundinnen von den Großen. Wer möchte jeden Tag aufs neue auseinandersetzen, was so schwer zu merken ist. Meist sage ich also in Bausch und Bogen: »Das ist meine Nachkommenschaft, mit kleinen Ausnahmen. Die Namen werden Sie ja doch nicht behalten können, wenn ich sie jetzt aufzähle.«

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