Kitabı oku: «Vom Anfang und Ende der Schizophrenie»

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Der Autor


Prof. Dr. med. Ludger Tebartz van Elst ist Neurowissenschaftler, Professor für Psychiatrie und Psychotherapie, stellv. Direktor der Universitätsklinik für Psychiatrie und Psychotherapie in Freiburg. Er studierte Medizin und Philosophie an den Universitäten Freiburg im Breisgau, Manchester (UK), New York (NYU/USA) und Zürich. Die Weiterbildung erfolgte in den Fächern Neurologie, Psychiatrie und Psychotherapie an den Universitäten Freiburg, Abteilung für Neurologie, Institute of Neurology, University College London/UK und Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg im Breisgau. Nach dem Facharzt in Psychiatrie und Psychotherapie habilitierte er sich im Fach Psychiatrie und Psychotherapie.

Seine klinischen Interessen gelten vor allem der Neurobiologie und Psychotherapie der Entwicklungsstörungen (Autismus, ADHS, Tic-Störungen, Intelligenzminderungen) sowie der organischen (Epilepsie und Psyche) und schizophrenen Syndrome. Seine Forschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen Differenzialdiagnose, Neurobiologie und differenzielle Therapie der Entwicklungsstörungen (Autismus, ADHS, Tic-Störungen) und der organischen Differenzialdiagnostik und differenziellen Therapie affektiver, psychotischer und schizophrener Syndrome. Seine methodischen Schwerpunkte stellen dabei die Hirnbildgebung, Neuroimmunologie, Sehforschung und visuelle Elektrophysiologie dar.

Er ist Autor von über 210 englischsprachigen Fachpublikationen und 45 Buchkapiteln und Büchern darunter zwölf Monografien bzw. Herausgeberwerken. Er ist Leiter des Forschungsnetzwerks Freiburg Brain Imaging (FBI) und Vorsitzender des Referats Neuropsychiatrie der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN).

Neben seinen klinischen und neurowissenschaftlichen Tätigkeiten beschäftigt er sich seit seinem Studium mit erkenntnistheoretischen und medizintheoretischen Fragen sowie Themen der Philosophie des Geistes und hat dazu bislang drei Monografien vorgelegt.

Ludger Tebartz van Elst

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2., erweiterte und überarbeitete Auflage 2022

Alle Rechte vorbehalten

© W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart

Gesamtherstellung: W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart

Print:

ISBN 978-3-17-040672-8

E-Book-Formate:

pdf: ISBN 978-3-17-040673-5

epub: ISBN 978-3-17-040674-2

Abkürzungsverzeichnis und Glossar


Achondroplasiemonogenetische Erkrankung, die zu verfrühtem Schluss der Wachstumsfugen und in der Folge zu Zwergenwuchs bei normaler Intelligenz führt
ADHSAufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung
AIPakute intermittierende Porphyrie, erbliche Stoffwechselerkrankung des Hämoglobinabbaus, die auch zu schizophrenen Syndromen führen kann
AKAntikörper, plural: AKs
Akromegalieendokrinologische Erkrankung, bei der ein gutartiger Tumor der Hypophyse vermehrt Wachstumshormon ausschüttet, was zu Riesenwuchs führt
Allelgenetischer Begriff: Gene liegen im Allgemeinen in doppelter Ausführung vor, man spricht von zwei Allelen. Die beiden Allele können sich im Detail unterscheiden, ohne dass eine Variante immer als zwingend besser oder gesünder beschrieben werden kann
AMPA-Ra-Amino-3-Hydroxy-5-Methyl-4-Isoxazolpropionsäure (= Acid) Rezeptor, wichtiger und häufiger Glutamat-Rezeptor im Gehirn
ANAantinukleäre Antikörper, Antikörper gegen Bestandteile des Zellkerns, deren Konzentration bei unterschiedlichen Autoimmunerkrankungen unspezifisch erhöht ist
Anhedonieaus dem Griechischen: ἀυ, lateinisch an = nicht und griechisch: ήδoνή, lateinisch: hedoné = Lust; die fehlende oder verminderte Fähigkeit Freude und Lust zu empfinden
APAAmerican Psychiatric Association
ArthralgienGelenkschmerzen
Asphyxieaus dem Griechischen: ἀσφυξία, lateinisch asphyxia, zu Deutsch: »das Fehlen des Pulsschlages«; Minderversorgung mit Sauerstoff
ASSAutismus-Spektrum-Störung
ÄtiologieErstursache einer Krankheit oder eines Symptoms
Atrophieaus dem Griechischen: ἀτροφία, lateinisch: atrophia = Abmagerung, Nahrungsmangel, Verkümmerung; in der Medizin meist Volumenminderung
BelastungsdyspnoeLuftnot bei Anstrengung z. B. Treppen steigen
BlickpareseAugenbewegungsstörung beim Blick nach oben, unten, rechts oder links
CCTEnglisch: cranial computer tomography = kranielle Computer-Tomografie
Chorea Huntingtonmonogenetische Erbkrankheit, bei der es meist nach der 3. oder 4. Dekade zu überschießenden Bewegungsstörungen und im weiteren Verlauf zu einer Demenz kommt
CIEnglisch: confidence interval = Konfidenzintervall, Wert, der die Güte eines statistischen Mittelwerts angibt
CNVEnglisch: copy number variant = Begriff der eine strukturelle Anomalie eines Chromosoms nach dessen Teilung und Replikation beschreibt
ColitisDarmentzündung
CSFEnglisch: cerebrospinal fluid = Liquor cerebrospinalis = Gehirnwasser
DermatitisHautentzündung
DiatheseGriechisch: διάθεσις = diáthesis = Aufstellung, Zustand, Handlungsrichtung; in der Medizin eine Neigung oder Disposition zu einer Erkrankung; Veranlagung
Disapparierenmagische Fähigkeit sich aufgrund zauberischer Kräfte von einem zu anderen Ort ohne Verkehrsmittel zu bewegen, ähnlich dem Beamen in zukünftigen Zeiten, aber ohne technische Apparatur
Didaktikdie Wissenschaft des Lernens und Lehrens
diploidgenetischer Begriff: Gene liegen bei Menschen im Allgemeinen in zweifacher Ausführung vor (diploid). Nur bei Spermien oder in Eizellen liegen einfache (haploide) Chromosomensätze vor
Dopaminwichtiger aktivierender Neurotransmitter, spielt große Rolle im Belohnungssystem des Gehirns
DSMEnglisch: diagnostic and statistical manual of mental disorders = Klassifikation psychischer Störungen der American Psychiatric Association; aktuelle Version 5 = DSM-5
Dysgrafienicht-alters- und bildungsentsprechende auffällige Schwierigkeiten beim Lesen
Dyskalkuienicht-alters- und bildungsentsprechende auffällige Schwierigkeiten beim Rechnen
DyskinesieBewegungsstörung
Dyslexienicht-alters- und bildungsentsprechende auffällige Schwierigkeiten beim Schreiben
Dysmorphiediskrete Fehlgestaltung des Körpers z. B. mit tiefsitzenden Ohren, tiefliegenden oder weit auseinander liegenden Augen, Trichterbrust etc.
DyspareunieSchmerzen beim Geschlechtsverkehr
DystonieBewegungsstörung mit unfreiwilligen Bewegungen meist mit vermehrter Muskelspannung
EDEncephalomyelitis disseminata, auch MS = Multiple Sklerose genannt
EEGElektroenzephalografie = Hirnstromkurve
EnzephalitisGehirnentzündung
EnzephalopathieGehirnleiden; der Begriff bringt zum Ausdruck, dass ein psychisches Symptom nicht erlebnisreaktiv, sondern als Ausdruck einer Hirnerkrankung entstanden ist
Entwicklungs störungenSammelbegriff für Auffälligkeiten der individuellen Entwicklung, die schon im ersten Lebensjahrzehnt erkennbar werden v. a. Autismus, ADHS, Tic-Störungen
Epidemiologieaus dem Griechischen von: ἐπἰ lateinisch: epi = über und Griechisch: δῆμος Lateinisch: demos = das Volk; die Lehre von der Verbreitung gesundheitlicher Zustände und Symptome in der Allgemeinbevölkerung
Etymologiedie Lehre von der Herkunft und Geschichte von Wörtern und Begriffen
FazialispareseLähmung des motorischen Gesichtsnervs mit Auffälligkeiten der mimischen Muskulatur
FDG-PETFluoro-Desocyglukose-Positronen-Emmissions-Tomografie; nuklearmedizinische Untersuchung, die die Stoffwechselaktivität des Gehirns misst
FP-CIT-SPECT123I-N-ω-fluoropropyl-2ß-carbomethoxy-3ß-(4-iodophenyl)nortropane – Single-Photon-Emmissions-Computer-Tomografie; nuklearmedizinische Untersuchungsmethode bei Verdacht auf Parkinson-Syndrome
FLAIREnglisch: fluid attenuated inversion recovery = eine bestimmte technische Art und Weise MRT-Bilder des Gehirns zu gewinnen. Dabei können v. a. entzündliche Läsionen des Gehirns gut beurteilt werden
GABAGamma-Amino-Buttersäure; wichtigster inhibitorischer (= hemmender) Neurotransmitter des Gehirns
Genotypdie Summe der Erbanlagen und Gene eines Individuums
Glutamatwichtigster exzitatorischer (= aktivierender) Neurotransmitter des Gehirns
GTSGilles-de-la-Tourette Syndrom = motorische und vokale Tics, die lange Anhalten und nicht willentlich unterdrückt werden können
Haploidgenetischer Begriff: Gene liegen bei Menschen im Allgemeinen in zweifacher Ausführung vor (diploid). Nur bei Spermien oder in Eizellen liegen einfache (haploide) Chromosomensätze vor
Haploinsuffizienzgenetischer Begriff: Gene liegen generell in doppelter Ausführung (diploid) vor. Wenn ein Gen mutiert und funktionsuntüchtig ist und die Funktionalität des anderen (dann haploiden) funktionsfähigen Gens nicht genügt, um den gesunden Phänotyp zu gewährleisten (Insuffizienz), spricht man von Haploinsuffizienz
Hashimotojapanischer Eigenname, Erstbeschreiber der nach ihm benannten Hashimoto Schilddrüsenantikörper
heriditärerblich
Homöostaseaus dem Griechischen: ὁμοιοστάσις = lateinisch: homoiostasis = Gleichstand; die Aufrechterhaltung eines stabilen Gleichgewichts zwischen verschiedenen einander widerstrebenden Stell- und Einflussgrößen
Horkruxmagisches Objekt im Roman »Harry Potter«, in dem der dunkle Lord ein Stück seiner abgespaltenen Seele aufbewahrt
HyperglykämieÜberzuckerung
Hyperekplexiaverstärkte Schreckreaktion (auch startle reaction)
HypoglykämieUnterzuckerung
HypothyreoidismusSchilddrüsenunterfunktion
HysterektomieEntfernung der Gebärmutter
Iktualaus dem Lateinischen: ictual auch ictal; ictus = der Schlag; iktale Phänomene entsprechen epileptischen Anfällen
ICDinternational classification of diseases = internationale Klassifikation aller Krankheiten (aktuell 10. Version = ICD-10; bald ~ 2022 ICD-11)
idiopathischmedizinisch-nosologischer Fachbegriff; ein Syndrom ohne erkennbare Ursache wird idiopathisch, manchmal auch essenziell genannt
Implikationenoft nicht ausdrücklich ausformulierte Schlussfolgerungen
implizitunausgesprochene, manchmal auch nur teilweise bewusste Folgerung
IRDAintermittent rhythmic delta activity = ein pathologisches EEG Muster, welches unspezifisch auf eine zerebrale Funktionsstörung hinweist
IridozyklitisEntzündung der Regenbogenhaut und des Ziliarkörpers am Auge
i. v.intravenös
kaukasischEnglisch: caucasian; v. a. im englischen Sprachraum üblicher medizinischer Begriff der Menschen mit Abstammung aus dem europäisch-asiatischem Großraum mit heller Hautfarbe bezeichnet
Kataplexieaus dem Griechischen: καταπλήσσειν; lateinisch: cataplexis = mit Furcht umstoßen; affektiver Tonusverlust; bei Freude oder Furcht kommt es zu einem Sturz, weil die Anspannung der Muskeln (Muskeltonus) nachlässt
Katalepsieaus dem Griechischen: κατάληψις, lateinisch: katalepsis, zu deutsch: das Besetzen, Festhalten auch Starrsucht; eine neuropsychiatrische Auffälligkeit, bei der unbequeme und unnatürliche Körperhaltungen übermäßig lange beibehalten werden
Katatonieaus dem Griechischen: κατά = von oben nach unten und τόνος = Spannung; neuropsychiatrisches Syndrom, bei dem die Anspannung der Muskeln unnatürlich groß ist und Bewegungen dadurch gehemmt werden
Koprolalieunfreiwilliges Aussprechen von obszönen Wörtern oder Geräuschen
Kybernetikdie Wissenschaft von der Steuerung und Regelung komplexer Systeme wie Maschinen, Computern oder Organismen
LANIEnglisch: local area network inhibition = Modell zur Erklärung psychischer Symptome bei pathologischem EEG, aber ohne Epilepsie
Lebenszeitprävalenzdie Häufigkeit, in der ein Phänomen, z. B. Halluzinationen, wenigstens einmal im Leben auftritt
LGI1 AntikörperAntikörper gegen ein synaptisches Protein, welches auf eine limbische Enzephalitis hinweisen kann
LinguistikSprachwissenschaft
Logorhoeaus dem Griechischen: λόγος lateinisch: lógos, = das Wort und griechisch: rhéo, lateinisch: rheein = fließen; unangemessen sprudelnder Redefluss
Luria-Handkantentestsogenannter Frontalhirn »bedside test«; Probanden müssen sequenziell die Tischplatte mit der Handkant, der Handfläche und der geschlossenen Faust so schnell wie möglich berühren. Bei Frontalhirnsyndromen wirkt die Bewegungssequenz verlangsamt und desorganisiert
MeningitisHirnhautentzündung
MenigoenzephalitisEntzündung der Hirnhäute und des Gehirns
MikrodeletionGendefekt, bei dem ein kleines Stück der DNA verloren geht
Morbusaus dem Lateinischen für Krankheit
MRTMagnetresonanztomografie
MSMultiple Sklerose auch ED = Enzephalomyelitis disseminata genannt
Mutismusvon Lateinisch: mutitas = die Stummheit; Zustand, in dem Menschen nicht mehr sprechen
MyalgienMuskelschmerzen
NeuroborrelioseInfektion mit dem Bakterium Borrelia burgdorferi nach Zeckenbiss, die auf das Gehirn übergreift und alle möglichen neuropsychiatrischen Symptome verursachen kann
Neurodermitisautoimmunologische Systemerkrankung, die mit Hautentzündungen, aber auch anderen allergischen Reaktionen, insbesondere Asthma, einhergehen kann
Nihilismusaus dem Lateinischen: nihil = nichts. Nichts gilt. Nichts wird gelten gelassen. Philosophische Sicht der Welt, nach der keine sinnvolle Erkenntnis möglich ist oder objektive Wirklichkeit und Ordnung erkennbar ist
NIMHNational Institute for Mental Health; führende Forschungsinstitution zu psychischen Störungen in den USA
NMDARN-Methyl-D-Aspartat-Rezeptor = wichtiger und häufiger Glutamat-Rezeptor
NPCNiemann-Pick-Typ-C-Erkrankung: monogenetische Erkrankung, bei der es aufgrund einer Fettstoffwechselstörung zu einer dann toxischen Speicherung von Fetten unter anderem im Nervengewebe kommt, sie kann schizophrene Syndrome verursachen
Nosologiedie Lehre von den Krankheiten
NSANationale Sicherheitsbehörde der USA (national security agency)
olfaktorischden Geruchssinn betreffend
OntogeneseEntwicklungsgeschichte eines Individuums
ORodds ratio = wichtiger Begriff der statistischen Risikoberechnung
PalpitationenLateinisch: palpitare = zucken; Herzstolpern, Herzklopfen
PathogeneseUrsächlichkeit einer Krankheit oder eines Symptoms, die aber nicht die Erstursache ist
Paroxysmaler LagerungsschwindelErkrankung des Innenohrs, bei der sich Kristalle in den Bogengängen des Innenohrs einlagern/ablagern/befinden, die bei bestimmten Bewegungen zu Schwindelattacken führen
pars pro totorhethorische Figur; ein Teil steht für das Ganze, die Schizophrenie steht für die ganze Psychiatrie
PBG-DPorphobilinogen-Desaminase, wichtiges Enzym beim Abbau des Hämoglobins
Phänotypdas Aussehen bzw. die Eigenschaften eines Individuums, diese hängen vom u. a. Genotyp, aber auch von Umweltfaktoren ab
PhencyclidinAngel Dust, Droge; starker Antagonist am glutamatergen NMDA-Rezeptor. Kann bei Gesunden schizophrene Psychosen auslösen
PhylogeneseEntwicklungsgeschichte einer Art
Plasmapherese»Blutwäsche«, in einem Dialyse-artigen Verfahren wird das Blutplasma, in dem sich alle Antikörper und damit auch Autoantikörper befinden, aus dem Blut entfernt
Pleiotropieaus dem Griechischen von πλείων, lateinisch: pleíon = mehr und τρόπος, lateinisch: trópos = Drehung; genetischer Begriff, der darauf hinweist, dass eine Mutation oder CNV verschiedene uneinheitliche Auswirkungen hervorrufen kann, gelegentlich wird auch der Begriff Polyphänie aus dem Griechischen für poly = viele und phainein = erscheinen, entsprechend vielfache Erscheinungen verwandt
Porphyriegenetische Stoffwechselerkrankung des Hämoglobinabbaus, die durch Stress oder Medikamente getriggert werden kann und mit schizophrenen Syndromen einhergehen kann
PolyneuropathieErkrankung der peripheren Nerven, bei der es häufig zu Sensibilitätsstörungen v. a. an den Händen und Füßen und Muskelschwäche kommt
Polyspike Wave Komplexepilepsietypisches Befundmuster im EEG
PragmatikOrientierung an situativer Angemessenheit und Nützlichkeit im Gegensatz zu Dogmatik, bei der Prinzipien unabhängig von konkreten situativen Rahmenbedingungen im Vordergrund stehen
PrävalenzHäufigkeit
Prodom, prodromaldas einer Erkrankung vorangehende, schwer zu erkennende Stadium; von lateinisch: prodromus = Vorläufer
prokonvulsivepileptogen, Epilepsien fördernd
RDoCResearch Domain Criteria; ein Projekt des National Institute of Mental Health (NIMH) in den USA, bei dem das kategoriale Schizophrenie-Konzept in der Wissenschaft zugunsten von fünf dimensional verfassten psychischen Domänen aufgegeben wird
ReliabilitätWiederholbarkeit, eine Messung ist reliabel, wenn bei wiederholten Messungen immer das gleiche Ergebnis herauskommt
Residuum, residualaus dem Lateinischen: residuum = der Rest, das Zurückgebliebene; in der Medizin Restsymptome nach einer Krankheit
RRrelatives Risiko, wichtiger Begriff der statistischen Risikoberechnung
SalienzAuffälligkeit; Begriff aus der Wahrnehmungspsychologie, der beschreibt, wie sehr ein Reiz vor anderen Hintergrund- oder Rahmenreizen heraussticht
SchnauzreflexFrontalhirnzeichen; einem Patienten wird ein Holzspatel auf die geschlossenen Lippen gelegt und dieser wird dann angestoßen; bei kleinen Kindern und Erwachsenen mit Frontalhirnsyndromen kommt es daraufhin zu einer Schnauzbewegung, die als frontales Enthemmungszeichen gewertet wird
Semantiksprachwissenschaftlicher Begriff: die Semantik ist die Lehre von den Bedeutungen von Wörtern und Begriffen
SHTSchädel-Hirn-Trauma
SNPEnglisch: single nucleotide polymorphism = Kopierfehler bei der Replikation der DNA, bei der ein Basenpaar durch ein falsches ersetzt wird (= Punktmutation)
SplenomegalieMilzvergrößerung
SREATEnglisch: steroid responsive enzephalopathy with autoantibodies against the thyroidea; Steroid-responsive Enzephalopathie mit Autoantikörpern gegen die Schilddrüse
StuporZustand, in dem ein Mensch wie eingefroren wirkt, kaum noch Initiative entwickelt, sich kaum noch bewegt und meist still und unbeweglich vor sich hinstarrt
SWCEnglisch: sharp wave complex; epilepsietypisches Befundmuster im EEG
Syntaxsprachwissenschaftlicher Begriff. Satzlehre. Die Syntax beschreibt die Regeln, nach denen aus Wörtern Sätze gemacht werden können
teratogenaus dem Griechischen: τέρας, lateinisch teras = Ungeheuer; und γένεσις, lateinisch genesis = Entstehung; Substanzen wie Medikamente, Drogen, Viren oder Strahlungen sind teratogen, wenn sie Missbildungen der Kinder verursachen
Therapieaus dem Altgriechischen: θεραπεία, lateinisch: therapeia, was so viel wie Dienst, Pflege, Heilung bedeutet
ThyreoiditisEntzündung der Schilddrüse (Glandula thyreoidea)
Ticskurze einschießende Bewegungen, v. a. der Gesichtsmuskulatur, bzw. Geräusche, die willentlich nicht vollständig kontrolliert werden können
TGThyreoglobulin: Schilddrüsenprotein gegen welches sich Antikörper (TG-AK) bilden können (einer der Hashimotoantikörper)
TiterMesseinheit für Antikörperkonzentrationen
TorsionsdyskinesieBewegungsstörung in Form unfreiwilliger drehend schraubender Bewegungsmuster v. a. der Arme und Beine
TPOThyreoperoxidase: Schilddrüsenprotein, gegen welches sich Antikörper (TG-AK) bilden können (einer der Hashimotoantikörper)
TSHThyreoidea (= Schilddrüse) stimulierendes Hormon
ValiditätGültigkeit; eine Annahme ist valide, wenn sie wirklich beschreibt, was sie beschreiben will; die Validität einer Messung, Theorie oder Aussage kann nicht gemessen, sondern nur begründet werden
VarianzStreubreite von Befunden oder Messwerten (z. B. Körpergrößen)
VGVorgeschichte
VGKC AntikörperAntikörper gegen die Proteine der spannungsabhängigen Kaliumkanäle an Neuronen (voltage gated potassium channel antibodies), die auf eine limbische Enzephalitis hinweisen können
VulnerabilitätVerletzlichkeit, Empfindlichkeit, Veranlagung
WHOWorld Health Organisation = Weltgesundheitsorganisation

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19 aralık 2025
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9783170406742
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