Kitabı oku: «Тетя Фрида и другие забавные истории. Уровень 2 / Tante Frieda und andere Lausbubengeschichten», sayfa 2

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»Aber Frieda!«hat meine Mutter gesagt. »Er ist doch bloß nass!«

Ännchen sagte:

»Ein kleines Bad kann keinem Vogel schaden.«

Da hat die Tante gesagt:

»Ich wundere mich gar nicht. Ihr seid so feindselig. Aber ich bin es schon gewohnt. Meine Brüder waren so auch. Sie haben doch das ganze Geld verbraucht.«

Sie hat sich die Augen gewischt. Aber sie hatte keine Tränen daran. Ich habe es deutlich gesehen.

Meine Mutter war ganz mitleidig. Sie hat gesagt:

»Wir alle mögen unsere liebe Tante! Du bist doch die Schwester von unserem lieben Papa. Du sollst glauben, dass du auch bei uns daheim bist.«

Da hat die Tante gesagt:

»Ich will euch diesmal verzeihen. Ich will nicht mehr daran denken.«

Sie war wieder lustig. Bald war da der Braten24. Die Tante hat mit der Gabel nach der Kommode gezeigt. Dort war das Bild vom Steinberger. Die Tante hat sie gefragt:

»Was ist das für ein hässlicher Mensch?«

»Wo?«hat meine Mutter gefragt.

»Der dort auf der Kommode«, hat die Tante gesagt.

Meine Mutter war ganz rot. Ännchen ist aufgesprungen und ist hinausgelaufen. Und hat man gehört, dass sie heult.

Meine Mutter hat ihre Haube gerichtet. Dann hat sie gesagt:

»Herr Steinberger kommt oft zu uns. Er ist nicht hässlich.«

»Er hat aber eine Glatze«, hat meine Tante gesagt. »Und er schielt mit dem linken Auge25

»Er schielt nicht«, hat meine Mutter gesagt,»es ist bloß eine schlechte Photographie. Und es ist ein Glück, wenn man ihn kennt. Er ist so tüchtig!«

Die Tante hat gesagt:

»Ich will nicht, dass es in der Familie einen Streit wegen einem fremden Menschen gibt. Aber ich denke nicht, dass er tüchtig ist. Mag er das Bier gern? Oh ja, ich sehe.«

Da ist meine Mutter auch hinausgegangen. Bei der Tür ist sie stehen geblieben. Dann hat sie gesagt:

»Bei diesem Aufenthalte will ich mich nicht mit der Tante zerkriegen. Aber es ist furchtbar schwer.«

Auf dem Gange hat Mutter mit Ännchen gesprochen. Und Ännchen hat immer lauter geweint.

Die Tante hat das Essen nicht aufgehört. Sie hat immer den Kopf geschüttelt.

Die Tante hat mich gefragt:

»Ist Ännchen schon lange so krank?«

»Sie ist nicht krank«, sagte ich.

»Das verstehst du nicht«, hat sie gesagt. »Deine Schwester ist leidend mit kaputte Nerven26. Sie weint und weint. Ich habe es immer gedacht. Sie ist schwächlich. Und sie hat auch meinen Koffer nicht getragen.«

Meine Mutter ist wieder hereingekommen. Dann hat sie schnell gerufen:

»Der Amtsrichter kommt zum Kaffee. Ich bitte dich, dass du höflich bist.«

Da war die Tante beleidigt. Sie hat gesagt:

»Du glaubst, dass ich nicht fein bin. Ja, genau, ich habe einen Postexpeditor geheiratet. Aber ich weiß, wie man sich benimmt. Ein Amtsrichter ist auch nicht viel mehr wie ein Expeditor!«

Meine Mutter hat immer nach der Tür geschaut. Dann hat sie gewispert:

»Ich habe es doch nicht so gemeint. Du sollst nicht schreien. Er ist schon auf der Treppe. Aber du glaubst hat, dass er hässlich ist.«

Die Tante hat aber nicht stiller geredet. Sie hat laut gesagt:

»Man ist nicht schön, wenn man eine Glatze hat und schielt!«

Da hat meine Mutter mit Verzweiflung auf die Decke geschaut. Sie wollte weinen. Aber da ist die Tür aufgegangen. Der Steinberger ist hereingekommen und Ännchen auch. Ihre Augen waren noch rot.

Meine Mutter hat freundlich gelacht. Sie hat gesagt:

»Herr Amtsrichter, das freut mich sehr, dass Sie kommen. Ich stelle Ihnen meine liebe Schwägerin vor.«

Der Steinberger hat eine Verneigung gemacht. Die Tante hat ihn angeschaut. Dann hat der Steinberger gesagt, es freut ihn, dass er die Tante kennen lernt. Er hofft, dass es ihr hier gefällt.

Die Tante hat gesagt:

»Ich hoffe es auch. Wenn mein Papagei nicht misshandelt wird, gefällt es mir gewiss.«

Der Steinberger hat es aber nicht gehört. Er hat Ännchen angeschaut. Er hat gefragt:

»Warum haben Sie rote Augen?«

Ännchen sagte:

»Der Herd raucht furchtbar«.

Meine Mutter hat gesagt:

»Den Herd muss man richten.«

Und die Tante hat gesagt:

»Ännchen soll nicht kochen, mit so schwache Nerven. Sie ist ganz kränklich.«

Da hat meine Mutter hat gefragt:

»Was weißt du von den Nerven? Ännchen ist das gesundeste Mädchen. Ännchen kocht alle Tage. Meine Tochter macht die ganze Arbeit im Haus.«

Die Tante hat gelacht. Dann haben wir uns hingesetzt. Ännchen ist hinausgekommen. Sie kochte den Kaffee.

Der Steinberger hat die Tante gefragt:

»Wo leben Sie?«

Sie hat gesagt:

»Ich wohne in Erding. Es ist billig. Ich habe so wenig Pension.«

Dann hat sie ihn gefragt:

»Waren Sie schon einmal27 in Ansbach?«

Er hat gesagt:

»Ja, ich war dort.«

Da hat sie gefragt:

»Kennen Sie den Regierungsrat Römer?«

Er hat gesagt:

»Nein, ich kenne ihn nicht.«

Und sie hat gesagt:

»Ach so? Er ist doch so bekannt.«

Der Steinberger hat gesagt:

»Ich bin in Ansbach durchgefahren.«

Meine Mutter hat gesagt:

»Es ist nicht möglich, dass Herr Steinberger die Beamten kennt!«

Aber die Tante hat gesagt:

»Der Regierungsrat Römer ist ein hoher Beamter. Er kommt gleich nach dem Präsidenten. Man muss ihn doch kennen! Wissen Sie, dass ich eigentlich seine Frau sein muss. Aber es ist nicht gegangen. Ich bin aus einer Beamtenfamilie, wo die Söhne studiert haben.«

Meine Mutter ist immer auf ihrem Sessel gerutscht. Sie hat die Tante gefragt:

»Wie es dem Förster Maier geht? Ist seine Frau gesund? Wo sind die Kinder? Hat er noch den schönen Hühnerhund?«

Die Tante gab immer eine Antwort. Sie hatte keine Zeit. Meine Mutter hat gleich wieder28 etwas gefragt.

Da ist der Steinberger aufgestanden. Er hat gesagt:

»Ich will nachschauen, ob der Herd noch raucht.«

Da hat meine Mutter lustig gelacht, wie er draußen war. Sie hat gesagt:

»Er ist immer so aufmerksam!«

Die Tante hat gesagt:

»Ich weiß nicht. Die Photographie… Er schielt noch stärker in der Wirklichkeit.«

Aber meine Mutter hat sich nicht geärgert. Sie hat jetzt die Tante gar nichts mehr gefragt über den Hühnerhund des Förster Maier und seine Kinder. Sie hat fleißig gestrickt.

Und dann ist Ännchen hereingekommen mit dem Kaffee und den Tassen. Der Steinberger ist hinter ihr gegangen. Er hat gefragt:

»Kann ich helfen?«

Dann haben wir Kaffee getrunken. Meine Mutter hat gelacht, wenn der Steinberger etwas gesagt hat. Und Ännchen hat gelacht. Aber die Tante hat nicht gelacht. Sie hat immer an ihre Nase gerieben.

Meine Mutter hat gefragt:

»Schmeckt dir das gut?«

Die Tante hat gesagt:

»Ich weiß es nicht. Es ist so ungewohnt. Mit meiner Pension kann ich keinen Bohnenkaffee kaufen.«

Da hat der Steinberger gesagt:

»Das ist schade. Der Kaffee ist das Beste, was es gibt! Besonders, wenn ihn Fräulein Ännchen kocht.«

Die Tante hat ihn gefragt:

»Haben Sie immer den Kaffee so gerne gemocht?«

Er hat gesagt:

»Ja, ja, natürlich!«

Da hat sie gelacht. Sie hat gesagt:

»Ich glaube das nicht. Die Studenten trinken gern Bier.«

Da hat er auch gelacht. Er hat gesagt:

»Ich habe nicht viel getrunken. Ich war fleißig. Ich hatte nicht viel Geld.«

Aber die Tante hat wieder gesagt:

»Ach! Ich glaube das auch nicht!«

»Warum glaubst du es nicht?«hat meine Mutter gesagt. »Es gibt doch viele Studenten, die kein Bier trinken. Und der Herr Amtsrichter hatte dazu keine Zeit. Und er musste mit seinem Geld sparen.«

»Das wissen wir, wie die Studenten sparen«, hat die Tante gesagt. »Wenn sie nichts mehr haben, so lassen sie alles aufschreiben29. Ich weiß das. Ich bin ein Mädchen, von dem drei Brüder studieren. Und der Herr Amtsrichter hat so wenig Haar auf dem Kopf. Da war er einmal lustig.«

Ännchen hat gerufen:

»Aber Tante!«

Und meine Mutter hat gerufen:

»Aber Frieda!«

Und die Tante hat gesagt:

»Was ist das? Das ist ein Spaß. Man verliert seine Haare, wenn man lustig ist und gerne trinkt.«

Herr Steinberger hat gelacht. Dann hat er gesagt:

»Ach, nein. Einmal war ich krank. Da sind mir die Haare weggekommen.«

Er ist bald aufgestanden. Er wollte in seine Kanzlei gehen. Er hat meine Mutter auf die Hand geküsst. Dann hat er vor der Tante eine Verneigung gemacht. Dann hat er mich beim Ohr genommen und hat gesagt:

»Sei brav, du Schlingel!«

Ännchen hat ihn bis zur Haustür begleitet. Dann waren wie allein. Meine Mutter hat gesagt:

»Frieda, es ist schrecklich! Ist er beleidigt? Ich kann nie mehr gut mit dir sein.«

Und da ist auch Ännchen wieder gekommen. Sie ist gleich auf das Kanapee hingefallen. Dann hat sie. Sie hat gesagt:

»Herr Steinberger kommt zum Kaffee nie mehr! Er ist sehr schnell gegangen!«

Die Tante hat noch eine Tasse vollgeschenkt. Dann hat sie gesagt:

»Ach, habe ich keine Familie mit so kaputte Nerven gesehen.«

Da habe ich gedacht:

»Ich will etwas machen, dass sie auch heult!«

Dann bin ich geschwind hinaus.

In meinem Zimmer habe ich das Pulver geholt. Eine Zündschnur hatte ich auch. Ich habe das Pulver in ein Papier gewickelt. Ich habe die Schnur hineingesteckt. Dann bin ich in das Zimmer von der Tante gekommen. Ich habe alles in den Käfig getan. Die Schnur war sehr lang. Sie brennt fünf Minuten. Die Schnur ist herausgehängt30.

Ich habe das Paket mit dem Pulver hineingeschoben. Der Papagei ist ganz oben hinauf geklettert. Er hat seinen Schnabel aufgerissen. Er hat gepfaucht, wie eine Katze.

Ich bin noch mal auf den Gang gekommen. Ich habe gehorcht. Niemand kommt. Es ist ganz still.

Da bin ich wieder hinein. Ich habe das Zündholz angebrannt und an die Schnur gehalten. Es hat gleich geraucht. Der Papagei ist jetzt auf der Stange gesessen. Er hat den Kopf auf die Seite getan. Ein Auge hat er zugedrückt. Mit dem andern hat er furchtbar geschaut. Die Schnur hat geraucht. Der Papagei ist hergerutscht. Er hat seinen Kopf herausgestreckt. Er hat hinuntergeschaut, warum es raucht.

Ich war geschwind fort. Dann bin ich an das Wohnzimmer gekommen. Da bin ich langsam gegangen.

Ännchen hat noch geweint. Meine Mutter war rot. Die Tante hat noch Kaffee getrunken. Sie haben es nicht gemerkt, dass ich fort war.

Die Tante hat gesagt:

»Ich weiß, dass man sie in der Familie nicht leiden kann. Aber das ist immer der Dank von den Brüdern. Die Brüder haben das ganze Geld gebraucht. Und dann kümmern sie sich nicht mehr um die Schwestern.«

Da hat meine Mutter gesagt:

»Aber mein Mann hat um dich sich gekümmert! Er hat oft gesagt, es tut ihm leid, wenn die Frieda nirgends bleibt.«

Die Tante hat den Kaffeelöffel auf den Tisch geworfen. Dann hat sie geschrien:

»Hat er das wirklich gesagt? Das ist eine Gemeinheit! Zuerst das Geld verputzen, und dann…«

»Pfff-uum!«

Es hat einen dumpfen Knall gemacht. Das Küchenmädchen hat furchtbar geschrien. Sie ist herein gelaufen. Sie hat die Tür aufgemacht. Der Gang war voll Rauch.

Das Mädchen hat gerufen:

»Etwas ist los gegangen! Ich glaube, es brennt!«

»Wo? Wo?«hat Ännchen geschrien.

»Wo ist die Feuerwehr?«hat meine Mutter geschrien.

Wir sind auf den Gang gelaufen. Der Rauch überall. Die Tante kommt ins Zimmer. Da hat sie geschrien.

»Was ist denn das?«hat meine Mutter gesagt.

Dann war sie sehr schwach. Sie ging nicht weiter. Ich habe gesagt:

»Ich will ihr helfen!«

Ich bin bei ihr geblieben. Ännchen ist schon wieder aus dem Zimmer gekommen. Sie hat gerufen:

»Sei ruhig, Mama! Es ist bloß der Papagei!«

Da ist die Tante herausgefahren aus ihrem Zimmer. Sie hat geschrien:

»Was sagst du, es ist bloß der Papagei? Du rohes Mädchen! Du abscheuliches Mädchen!«

»Ich habe Mama beruhigt. Es brennt nicht«, sagte Ännchen.

»Und das Tierchen sitzt ganz voll Pulver in seinem Käfig! Und sie sagt, es ist bloß der Papagei! Du rohes Mädchen!«schrie die Tante.

»So sei doch ruhig, Frieda!«hat meine Mutter gesagt. »Vielleicht ist es nicht so arg.«

»Ihr helft alle zusammen!31«schrie die Tante.

Dann ist sie gegen mich gelaufen. Sie hat noch lauter geschrien:

»Du bist der Mörder! Du bist der ruchlose Mörder!«

»Schimpfe ihn nicht so!«hat meine Mutter gesagt. »Er ist ganz unschuldig. Er war doch im Zimmer.«

Ich sagte:

»Immer gibt die Tante mir die Schuld. Aber es ist sehr dumm. Ich sage gar nichts. Ich weiß noch gar nicht, was geschehen ist.«

»Du weißt es schon!«schrie die Tante. »Du hast es getan! Und du musst gestraft werden!32«

»Frieda, bitte, nicht schreien«, hat meine Mutter gesagt.

Wir sind jetzt auch in das Zimmer gekommen. Der Rauch war schon beim Fenster hinaus.

Der Papagei ist auf dem Boden von dem Käfig gesessen. Er war nicht mehr grün und rot. Er war ganz schwarz. Die Schwanzfedern waren verbrennt und struppig. Der Kopf war auch ganz schwarz. Seine Augen waren sehr groß. Er war ganz still. Er hat mich angeschaut. Ich glaube, er hat sich furchtbar gewundert.

»Er lebt doch!«hat meine Mutter gesagt. »Er ist gesund.«

»In diesem Hause nicht!«hat die Tante geschrien. »In diesem abscheulichen Hause! Ich gehe heute noch fort!«

Und sie ist wirklich fortgegangen.

24.Braten – жаркое
25.er schielt mit dem linken Auge – он косит левым глазом
26.ist leidend mit kaputte Nerven – страдает нервным расстройством
27.schon einmal – когда-либо
28.gleich wieder – тут же опять
29.so lassen sie alles aufschreiben – тогда они все берут в кредит
30.Die Schnur ist herausgehängt. – Шнур был выдернут.
31.Ihr helft alle zusammen! – Вы все тут заодно!
32.Du musst gestraft werden! – Ты должен быть наказан!
Yaş sınırı:
12+
Litres'teki yayın tarihi:
17 nisan 2024
Yazıldığı tarih:
2024
Hacim:
120 s. 1 illüstrasyon
ISBN:
978-5-17-155962-5, 978-5-17-161920-6
İndirme biçimi:
Metin
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Raganas jāj mēnesi maitāt
Народное творчество (Фольклор)
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