Kitabı oku: «Тетя Фрида и другие забавные истории. Уровень 2 / Tante Frieda und andere Lausbubengeschichten», sayfa 3

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Dann bin ich in das Wohnzimmer gekommen. Meine Mutter hat der Tante etwas zu essen gegeben. Sie haben miteinander geredet.

Die Tante hat gesagt, sie muss sehr sparsam sein. Sie hat so wenig Pension. Sie hat kein Geld. Ihr Josef hat nichts von dem Gehalt gespart, weil es wenig war. Und er hat geraucht. Und er ist zweimal in der Woche ins Wirtshaus gegangen. Von daheim14 hat sie auch nichts bekommen. Ihre Brüder haben studiert. Sie haben viel gebraucht.

Da hat meine Mutter gesagt, dass mein Vater als Student gar nicht viel gebraucht hat.

»Woher weißt du das?«hat die Tante gefragt.

»Er hat es mir oft erzählt«, hat meine Mutter gesagt. »Er hat Stunden gegeben auf dem Gymnasium. Und wie er auf der Forstschule war, hat er auch einem jungen Baron Stunde gegeben.«

»Das hat er bloß so gesagt15«, hat die Tante geantwortet.

Sie hat ein großes Stück von der Wurst in den Mund gesteckt.

Meine Mutter war ganz rot. Sie hat ihre Haube auf den Haaren fester gesteckt. Sie hat gesagt:

»Nein, Frieda. Er hat keine Unwahrheit geredet.«

Die Tante war zuerst still. Sie hat sich die Nase gerieben. Und dann hat sie wieder geredet.

»Wenn er Stunden gegeben hat, dann wo ist das Geld? Ich weiß es doch besser. Wir drei Schwestern müssen es büßen. Weil kein Vermögen da war! Und keine etwas mitkriegte!«

»Warum redest du immer solche Sachen?«hat meine Mutter gefragt.

»Ich denke so«, hat die Tante gesagt,»und es ist wahr. Zum Beispiel hat mich der Assessor Römer gern gesehen16. Er ist jetzt Regierungsrat in Ansbach17. Er hat mich nicht geheiratet, ich hatte nichts. Und habe ich natürlich einen Postexpeditor18 gekriegt.«

»Du warst doch glücklich mit deinem Josef!«hat meine Mutter gesagt.

»Hmm!«hat die Tante gerufen. »Na ja, wir waren recht glücklich. Aber ich war keine Regierungsrätin in Ansbach. Und unsere Brüder haben das ganze Geld gebraucht.«

Ich habe mich furchtbar geärgert, dass sie über unseren Vater so redet. Ich habe gedacht: ich will das Feuerwerk mit dem Papagei schon heute machen! Oder noch Wasser spritzen?

Aber die Tante ist aufgestanden. Meine Mutter ist hinausgegangen. Die Tante ist im Zimmer herumgegangen. Sie hat alles angeschaut.

Unter dem Hirschgeweih ist das Bild von meinem Vater gehängt. Da war er Student. Er hat eine Mütze gehabt. Auch hat er einen Säbel und große Stiefel gehabt. Meine Mutter sagt immer, er hat so ausgeschaut, wie sie ihn zuerst gesehen hat. Da haben sie einen Fackelzug gemacht. Mein Vater ist vorausgegangen. Die Tante hat das Bild angeschaut. Damm hat sie wieder gesagt:

»Da sehe ich deutlich, wo er das viele Geld brauchte!«

Dann ist sie bei der Kommode gestanden. Da hat Ännchen die Photographie von dem Herrn Amtsrichter hingestellt. Die Tante hat es gleich gesehen. Sie hat mich gefragt:

»Wer ist denn das?«

Ich habe gesagt, das ist unser Amtsrichter. Da hat sie gefragt:

»Wer ist unser Amtsrichter?«

Ich habe gesagt. Er kommt immer zum Kaffee. Er heißt Doktor Steinberger.

Da hat sie das Bild genommen. Sie sagte:

14.von daheim – из родительского дома
15.das hat er bloß so gesagt – это он просто так сказал
16.hat mich der Assessor Römer gern gesehen – асессор Рёмер на меня поглядывал
17.Regierungsrat in Ansbach – правительственный советник в Ансбахе
18.Postexpeditor – почтовый экспедитор