Kitabı oku: «Begierde 2 - Der Professor: Erotische Novelle»
Malva B
Begierde 2 - Der Professor: Erotische Novelle
Übersetzt
Gertrud Schwarz
Lust
Begierde 2 - Der Professor: Erotische Novelle ÜbersetztGertrud Schwarz
Original
Begär 2: ProfessornCoverbild / Illustration: Shutterstock Copyright © 2013, 2020 Malva B. und LUST All rights reserved ISBN: 9788726454673
1. Ebook-Auflage, 2020
Format: EPUB 2.0
Dieses Buch ist urheberrechtlich geschützt. Kopieren für gewerbliche und öffentliche Zwecke ist nur mit Zustimmung von LUST gestattet.
„Komm“, sagt Ida und nimmt meinen Arm.
Sie braucht dreißig, höchstens zweiunddreißig Sekunden, um die ganze Bar abzuscannen und mit mir im Schlepptau zum Tisch hinter dem coolsten Typen im Fjällgården zu marschieren. Auf unserer Osterreise nach Paris werde ich mich dafür revanchieren, denke ich. Da werde ich Ida auf alle Fälle durch den Louvre, das Musée d’Orsay und jedes verdammte Kunstmuseum, das ich finden kann, schleifen. Genau so, wie sie mich heute jede Piste runtergescheucht hat.
Vielleicht bin ich ungerecht. Ida ist meine beste Freundin, aber nach einem ganzen Tag ununterbrochenen Skifahrens fühlen sich meine Beine wie gekochte Spaghetti an und ich sehne mich danach, im Bett zu liegen und zu lesen oder im hoteleigenen Whirlpool zu liegen. Ida hält das für totale Zeit- und Ressourcenverschwendung, im Urlaub Dinge zu tun, die man auch zu Hause machen könnte.
„In Åre fährt man Ski und geht auf Partys“, sagt sie. „Und die Partys plant man beim Après-Ski.“
Ungeschminkt und etwas verschwitzt und mit ihrer knallgelben Norrøna-Skijacke sieht sie anscheinend nicht ganz schlecht aus, den nach ein paar weiteren Minuten unterhält sie sich eifrig mit einem blonden Typen, der wie ein Basketballspieler aussieht.
Ich sitze an der äußersten Tischecke und nippe an meinem Irish Coffee. Sahne landet an meiner Nase. Ich wische sie schnell ab, aber aus dem Augenwinkel sehe ich, dass es schon jemandem aufgefallen ist. Ich lächle ein Paar braune Augen an.
„Müde?“, fragt der Typ, zu dem die Augen gehören.
„Mm“, antworte ich. Er ist nicht der Typ, der einem in der U-Bahn auffallen würde. Oder nach dem man sich im Vorbeigehen auf der Straße umdrehen würde, um einen genaueren Blick zu erhaschen. Er sieht einfach zu normal aus. Gewöhnlich. Nett, wie Mama sagen würde. Ohne langweilig zu sein, würde ich in dem Fall hinzufügen.
„Hi, ich heiße Alex.“
„Anna“, antworte ich.
„Wir sind anscheinend die einzigen, die Irish Coffee mögen“, sagt er und hebt sein Glas.
„Meine Freundin Ida hat auch gestöhnt, als ich den bestellt habe, aber wenn ich jetzt Jägermeister trinke, schlafe ich ein.“
Ich habe es geschafft, mit einem ganzen Satz zu antworten. Und ziemlich gut formuliert. Ich bin zwei Minuten lang sehr stolz auf mich. Dann macht die Stille sich bemerkbar. Ich schiele zu Ida rüber, die gerade voll dabei ist, meinen Purzelbaum von vorhin zu beschreiben:
„Anna hat zu mir gesagt, dass wir nach links fahren sollen“, erzählt Ida. „‘Du weißt doch, dass ich nicht Offpist fahren kann‘, hat sie mir zugeschrien. Aber ich war mir ganz sicher, dass der Hügel nach rechts ging. Ich meine, ich bin ja schon quasi hundertmal in Åre gewesen. Natürlich kenne ich den Weg! Aber dann hat es nur zwei Minuten gedauert, und Anna saß in der weltgrößten Schneewehe fest. Je mehr sie mit Armen und Beinen wedelte, desto tiefer sank sie ein. Das war ziemlich heftig. Wie Treibsand.“
Wie Treibsand, denke ich. Ja, klar. Die weiß wahrscheinlich nicht mal, was das ist. Mir tut es weh, wenn Ida sich auf meine Kosten über mich lustig macht. Aber die sabbernden, hormontriefenden Viecher scheinen sich eh mehr für ihre Kurven zu interessieren als für das, was sie sagt. Was macht jemand wie Alex mit denen?
„Überall um sie herum war Schnee, wie weißer Staub. Ich konnte mich vor Lachen kaum halten. Und da ist Anna richtig sauer geworden. Oder, Anna?“, setzt Ida hinzu und dreht sich zu mir um, als sie endlich merkt, dass ich zuhöre.
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