Kitabı oku: «k-punk», sayfa 36

Mark Fisher, 1968 geboren, lebte in London und war Blogger, Schriftsteller und beschäftigte sich als Theoretiker mit radikaler Politik, Musik und Populärkultur. Er schrieb u.a. für Sight & Sound, The Wire, The Guardian, Film Quaterly und frieze. Er lehrte an der Goldsmiths, University of London, sowie an der University of East London. Bekannt wurde er mit seinem Buch »Kapitalistische Realismus ohne Alternative?« (2013). Bei Fuego erschienen: »Gespenster meines Lebens«, Bremen 2015, und »Das Seltsame und Gespenstische«, Bremen 2017. Am 13. Januar 2017 beging Mark Fisher Selbstmord. Titel der Originalausgabe: »k-punk. The collected and unpublished writings of Mark Fisher (2004-2016)«, Repeater, London 2018. Die vorliegende deutsche Ausgabe enthält eine Textauswahl aus diesem Buch.
Fishers Blog findet man unter: k-punk.org

FUEGO ist eine unabhängige Musik-, Buch- und Design-Edition. 1984 als Musik-Label gegründet, umfasst das Repertoire heute über tausend digitale Veröffentlichungen - schwerpunktmäßig mit deutscher Musik- und Lesekultur aus allen Bereichen der letzten vierzig Jahre. Hierzu zählen zahlreiche, lange vergriffene Wiederveröffentlichungen, aber auch aktuelle Neuerscheinungen junger Musiker und Autoren. Besuchen Sie unsere Webseite und stöbern Sie durch die einzelnen Bereiche. Unsere Veröffentlichungen sind in fast allen bekannten Download-Shops weltweit erhältlich.
Alle Rechte vorbehalten, insbesondere das Recht auf Vervielfältigung und Verbreitung sowie Übersetzung. Kein Teil dieses Buches darf in irgendeiner Form ohne schriftliche Genehmigung von Fuego oder dem Autor in irgendeiner Form reproduziert oder unter Verwendung elektronischer Systeme verarbeitet, vervielfältigt oder verbreitet werden.
Text © 2018 Mark Fisher
Vorwort © 2018 Simon Reynolds
Covergestaltung: Felder Kölnberlin Grafikdesign
Ebook-Design: FUEGO/Friedel Muders
Deutsche Erstveröffentlichung
Die Druckausgabe ist erschienen bei
Edition TIAMAT
Berlin 2020
© Verlag Klaus Bittermann
ISBN 978-3-89320-247-8

Critica
Diabolis
272
Digitale Lizenzausgabe
mit freundlicher Genehmigung der Edition TIAMAT
© 2021 FUEGO
eISBN 978-3-86287-237-4
v 1.0
Inhalt
Vorwort von Simon Reynolds
Warum K?
Teil 1
Methoden des Träumens:
Bücher
Bücher-Meme
Warum ich Ronald Reagan ficken möchte
Was ist die Politik der Langeweile? (Ballard 2003 Remix)
Lass mich deine Phantasie sein
Eine Welt aus Furcht und Angst
Ripleys Glam
Atwoods Antikapitalismus
Teil 2
Bildschirme, Träume, Gespenster:
Film und Fernsehen
Sie ist nicht meine Mutter
Dieser Film bewegt mich nicht
Angst und Elend im Dritten Reich’n’Roll
Wir wollen alles
Gothic Ödipus: Subjektivität und Kapitalismus in Christopher Nolans Batman Begins
Wenn wir träumen, sind wir dann Joey?
Bemerkungen zu Cronenbergs eXistenZ
Politik der De-Identifizierung
»Sie sind immer der Hausmeister gewesen«: Die gespenstischen Räume des Overlook Hotel
Denn er weiß nicht, was er tut
Roboterhistoriker in Ruinen
»Sie haben ihre Mutter getötet«: Avatar als ideologisches Symptom
Prekarität und Paternalismus
Star Wars war von Anfang an Kommerz
Vergiss nicht, wer der wahre Feind ist
Jenseits von Gut und Böse: Breaking Bad
Hoffen mit dem Feind: The Americans
Der eigentümliche Tod der britischen Satire
Das Haus, das auf Ruhm gebaut wurde: Celebrity Big Brother
Sympathie für Androiden: Die verdrehte Moral von Westworld
Teil 3
Wähle deine Waffen:
Schriften über Musik
Art Pop, nein, wirklich
K-punk, oder das Glampunk-Art-Pop-Diskontinuum
Noise als Anti-Kapital: As the Veneer of Democracy Starts to Fade
Die Außenseite des Ganzen heute
Zu Ihrem Unvergnügen: Die Hauter-Couture von Goth
Es ist egal, ob wir alle sterben:
Die unheilige Dreifaltigkeit von The Cure
Ist Pop untot?
Scrittis süßer Wahn
Am Ende sein
Die geheime Traurigkeit des 21. Jahrhunderts: James Blakes Overgrown
David Bowie The Next Day
Der Mann, der alles hat: Drakes Nothing was the same
Sleaford Mods Divide and Exit und Chubbed Up The Singles Collection
Keine Romantik ohne Bares
Teil 4
Noch bleibt unser Begehren namenlos:
Politische Schriften
Geh nicht wählen, ermutige sie nicht
Die Privatisierung von Stress
Der Winter der Unzufriedenheit 2.0: Notizen über einen Monat der Militanz
Fußball / Kapitalistischer Realismus / Utopie
Die Zukunft gehört immer noch uns: Autonomie und Post-Kapitalismus
Ästhetische Armut
Warum psychische Gesundheit ein politisches Thema ist
Zeitkriege: Für eine Alternative zur neokapitalistischen Ära
Leiden mit einem Lächeln
Wie man einen Zombie tötet: Strategien für das Ende des Neoliberalismus
Niemand ist gelangweilt, alles ist langweilig
Eine Zeit für Schatten
Jetzt tut es weh
Noch bleibt unser Begehren namenlos
Demokratie macht Freude
Die Mannequin-Challenge
Teil 5
Wir sind nicht hier, um euch zu unterhalten:
Reflexionen
Ein Jahr später
Chronische Demotivierung
Wir Dogmatiker
No Future 2012
Durchbruch in der grauen Höhle
Realabstraktionen: Die Anwendung von Theorie auf die moderne Welt
Nein, ich hatte noch nie einen Job
Furcht und Elend im neoliberalen Großbritannien
Raus aus dem Vampirschloss
Zu nichts gut
Teil 6
Acid Kommunismus
Acid Communism (unvollendete Einleitung)
Über den Autor
Über den Verlag
Impressum
Anhang
1)
* k-punk, 16. April 2005, http://k-punk.org/why-k/. Ich bin immer noch Anfänger genug, um mich wahnsinnig über eine Erwähnung in der Village Voice zu freuen. Vielleicht ist es ironisch, dass Geeta Dayal k-punk als »Cultural-Studies-Blog« beschreibt, vor dem Hintergrund meiner notorischen Antipathie gegen Cult Studs. Auf der anderen Seite ist k-punk so, wie ich glaube, dass man Cultural Studies betreiben müsste (ein Großteil meiner Frustration stammt aus meinen Erfahrungen mit der deprimierenden, schuldbeflissenen Wirklichkeit in den akademischen Cultural Studies). Wie dem auch sei, hier ist der vollständige Text, den ich Dayal geschickt habe. Vgl. Geeta Dayal, PH.Dotcom, Village Voice, 5. April 2005, https://www.villagevoice.com/2005/04/05/ph-dotcom/. ↵
2)
Fußnoten
Teil 1:
K-punk, 28. Juni 2008, http://k-punk.abstractdynamics.org/archives/005771.html. ↵
3)
K-punk, 13. Juni 2004, http://k-punk.org/why-i-want-to-fuck-ronald-reagan/. ↵
4)
Veröffentlicht als 14. Kapitel von J.G. Ballards Die Schreckensgalerie, Linkenheim 1985. ↵
5)
J.G. Ballard, The Atrocity Exhibition, London 1970, S. 170. ↵
6)
Jean Baudrillard, Der symbolische Tausch und der Tod, München 1982. ↵
7)
J.G. Ballard, Die Schreckensgalerie, S. 215. ↵
8)
Fredric Jameson, Postmoderne. Zur Logik der Kultur im Spätkapitalismus, in: Andreas Huyssen / Klaus R. Scherpe (Hg.), Postmoderne. Zeichen eines kulturellen Wandels, Reinbek 1986, S. 61f.. ↵
9)
Vgl. Fredric Jameson, Postmodernism, or, The Cultural Logic of Late Capitalism, London 1991, S. 155-180; Ders., Archeologies of the Future: The Desire Called Utopia and Other Science Fiction, London 2005. ↵
10)
Die Formulierung taucht in einem Kapitel von Naked Lunch auf, das den Titel »Tagung der Internationalen Konferenz für technologische Psychiatrie« trägt, auf der Doktor »Fingers« Schafer sein »Meisterwerk« präsentiert. ↵
11)
J.G. Ballard, Crash, München 1996; Jean Baudrillard, Simulacra and Simulation, Ann Arbor 1994, S. 111-120. ↵
12)
K-punk, 8. März 2005, http://k-punk.org/what-are-the-politics-of-boredom-ballard-2003-remix/. ↵
13)
J.G. Ballard, Millennium People, übers. von Jan Bender, Zürich 2018, S. 110. ↵
14)
Ebd., S. 36. ↵
15)
Ebd., S. 75. ↵
16)
Ebd., S. 81. ↵
17)
Ebd., S. 79. ↵
18)
Dieser Begriff geht auf Georges Bataille und der Acephale-Gruppe zurück. Siehe auch: Georges Bataille »Die psychologische Struktur des Faschismus. Die Souveränität«, München 1978. (A.d.Ü.) ↵
19)
Ebd., S. 169f. ↵
20)
Francis Fukuyama, Das Ende der Geschichte. Wo stehen wir?, München 1992, S. 405. ↵
21)
Ballard, Millennium People, S. 212. ↵
22)
Ebd., S. 213. ↵
23)
Ebd., S. 181. ↵
24)
Ebd., S. 201. ↵
25)
Ebd., S. 303. ↵
26)
Ebd., S. 103f. ↵
27)
Ebd., S. 127. ↵
28)
Ebd., S. 132. ↵
29)
K-punk, 27. August 2006, http://k-punk.abstractdynamics.org/archives/008304.html. ↵
30)
Renata Salecl, (Per)Versions of Love and Hate, London 2000. ↵
31)
Jean Baudrillard, Von der Verführung, Berlin 2012. ↵
32)
Ebd., S. 40 f. ↵
33)
Tatsächlich sagt Ballard 1999 in einem Interview: »Newton hat diese wahnsinnig phantasievolle Welt geschaffen, an die, glaube ich, kein anderer bildender Künstler heute herankommt. Ich glaube wirklich, dass es niemanden gibt, der es mit dieser kreativen Leistung aufnehmen kann.« ↵
34)
J.G. Ballard, The Lucid Dreamer, Bookforum (1999). ↵
35)
David Cronenberg, in: Chris Rodley (Hg.), Cronenberg on Cronenberg, London 1997, S. 194. ↵
36)
Ian Sinclair, Crash, BFI Film Classics, London 1999. ↵
37)
K-punk, 13. September 2005, http://k-punk.org/a-world-of-dread-and-fear/ . ↵
38)
David Peace, GB84, München 2015, S. 19. ↵
39)
Vgl. die Rezension von Andy Beckett, London Review of Books 26.18, 23. September 2004. ↵
40)
Fredric Jameson, »Culture and Finance Capital«, in: The Cultural Turn: Selected Writings on Postmodernism, 1983-1998, London/New York 2009, S. 154. ↵
41)
Vgl. Joseph Brooker, »Orgreave Revisited: David Peace’s GB84 and the return to the 1980s«, Radical Philosophy 133 (2005), https://www.radicalphilosophy.com/article/orgreave-revisited. ↵
42)
Peace, GB84, S. 20. ↵
43)
Ebd., S. 220. ↵
44)
Ebd., S. 385. ↵
45)
K-punk, 1. Juli 2006, http://k-punk.org/ripleys-glam/. ↵
46)
Patricia Highsmith, Der talentierte Mr. Ripley, München 1978, S. 279f. ↵
47)
Slavoj Žižek, When Straight Means Weird and Psychosis is Normal, http://www.lacan.com/ripley.html. ↵
48)
Highsmith, Der talentierte Mr. Ripley, S. 130. ↵
49)
Thorstein Veblen, Theorie der feinen Leute. Eine ökonomische Untersuchung der Institutionen, Frankfurt a.M. 2015, S. 31. ↵
50)
Ebd., S. 35. ↵
51)
K-punk, 26. September 2009, http://k-punk.abstractdynamics.org/ archives/011314.html. ↵
52)
Fredric Jameson, Then you are them, London Review of Books 31.17 (10. September 2009). ↵
53)
Margaret Atwood, Oryx und Crake, Berlin 2003, S. 132. ↵
54)
Guy Sorman, Economics do not lie, City Journal, Sommer 2008, https://www.city-journal.org/html/economics-does-not-lie-3099.html. ↵
55)
Atwood, Oryx und Crake, S. 139. ↵
56)
Ebd., S. 256. ↵
57)
Margaret Atwood, Das Jahr der Flut, Berlin 2009, S. 350. ↵
58)
Immanuel Kant, Kritik der Urteilskraft, Darmstadt 1998, S. 579f. ↵
59)
Guy Sorman, zit. nach Slavoj Žižek, First as Tragedy, Then as Farce, London/New York 2009, S. 24.
Teil 2:
↵
60)
K-punk, 10. Juni 2004, http://k-punk.org/shes-not-my-mother ↵
61)
Andrew O’Hehir, The Baron of Blood Does Bergmann, Salon, 1. März 2003, https://www.salon.com/2003/02/28/cronenberg_3/. ↵
62)
Joy Division, Decades, Closer, Factory Records 1980. ↵
63)
O’Hehir, The Baron of Blood Does Bergmann. ↵
64)
Rachel Cooke, What’s up Doc, Observer, 6. März 2005, https:// www.theguardian.com/theobserver/2005/mar/06/features.review17. ↵
65)
Justin Barton, http://scanshifts.blogspot.com/. ↵
66)
K-punk, 9. Juni 2005, http://k-punk.abstractdynamics.org/archives/ 005664.html. ↵
67)
Gilles Deleuze / Felix Guattari, Kapitalismus und Schizophrenie. Tausend Plateaus, Berlin 1992, S. 315. ↵
68)
Christoph Cox, On Evil: An Interview with Alenka Zupančič, Cabinet, Nr. 5, 2001/2, http://www.cabinetmagazine.org/issues/5/alenkazupancic.php. ↵
69)
K-punk, 12. Februar 2006, http://k-punk.abstractdynamics.org/archives/007348.html. ↵
70)
Celebrity Big Brother – Autopsy or Prologue?, The Church of Me, 1. Februar 2006, http://cookham.blogspot.com/2006_ 02_01_archive. html. ↵
71)
ImageTexT: Interdisciplinary Comic Studies 2.2 (2006), http:// imagetext.english.ufl.edu/imagetext/archives/v2_2/fisher/ ↵
72)
Für eine Zusammenfassung der ethischen Grundlagen dieser Welt muss man nicht weiter als bis K.W. Jeters Noir schauen (London 1996), einem Roman, der stark von Gibson und Blade Runner beeinflusst ist. Jeter lässt seinen hartgesottenen Romancier Turbiner das Wesen des Noir folgendermaßen definieren: »Der Look, die Dunkelheit, die Schatten, all die banalen, regennassen Straßen – daran lag es am wenigsten. Es hatte nichts damit zu tun. (…) Es geht um Verrat (…) Daran lag es. Das hat es so realistisch gemacht, selbst dann, wenn es am träumerischsten und schäbigsten war, wenn es so aussieht, als würde es auf einem anderen Planeten geschehen. Den, den wir verloren und vergessen haben, doch wenn wir unsere Augen schließen, sehen wir ihn…« (Ebd., S. 192). Für einen unvorteilhaften Vergleich von Millers Sin City mit den Noirs der 1940er, vgl. Patterson 2005. ↵
73)
Der Fall Alan Moore ist eine interessante Parallele zu Miller. Auch Moore wurde durch Comics bekannt, die Superhelden in einen »realistischeren« Kontext rückten. Ähnlich wie Miller schien er ambivalent gegenüber dem Superhelden-Genre; er fühlte sich zu ihm hingezogen, aber verspürte auch den Drang, es zu reformieren und zum Teil zu entmythologisieren. Seine jüngsten Arbeiten jedoch – Die Liga der außergewöhnlichen Gentlemen und Promethea – beschäftigen sich explizit mit der Idee der Mythologisierung (obwohl das natürlich etwas anderes ist, als eine Figur mit einem mythischen Status zu kreieren). Bei Moore gibt es auch Raum für eine Art egalitäre Kritik der Staatsmacht, die bei Miller fehlt: Man denke beispielsweise an seine Darstellung der aristokratischen Korruption und Verschwörung in From Hell. ↵
74)
Alain Badiou, Ethik. Versuch über das Bewusstsein des Bösen, Wien 2003, S. 8. ↵
75)
Christoph Cox / Molly Whalen, On Evil: An Interview with Alain Badiou, Cabinet 5 (2001/2), http://www.cabinetmagazine.org/issues/5/ alainbadiou.php. ↵
76)
Ebd. ↵
77)
Sonst würde sich Badiou widersprechen, wenn er auf der einen Seite sagt, dass der Kapitalismus »ideal« ist und auf der anderen Seite, dass der Kapitalismus jeden Bezug auf das Ideale zerstört. ↵
78)
Kim Newman, Cape Fear, Sight & Sound, Juli 2005. So die Darstellung in Newmans Artikel, der sorgfältig auf die Ursprünge der Figuren und Schauplätze des Films eingeht. ↵
79)
Für eine Erklärung des Begriffs hyperstitious, vgl. http:// hyperstition.abstractdynamics.org/archives/006777.html, vor allem »How Do Fictions Become Hyperstitions«, http:// hyperstition.abstractdynamics. org/archives/003345.html. ↵
80)
Diese Modifizierung geht tatsächlich von Millers Dark Knight Returns aus. ↵
81)
Es ist durchaus bedeutsam, dass die drei berühmtesten, amerikanischen Superhelden – Batman, Superman und Spiderman – alle Waisen sind, aber das ödipale Drama ist bei Batman am virulentesten. (Bei Spiderman wird es auf die Tante ausgelagert, der Mutterersatz, für den er auf ewig verantwortlich ist, und den Onkel, für dessen Tod er sich schuldig fühlt.) ↵
82)
Newman, Cape Fear. ↵
83)
Alenka Zupančič, Ethics of the Real, London 2000, S. 245. Sie fährt fort: »Was die Ödipusgeschichte in die Nähe des Noir rückt, ist, natürlich, die Tatsache, dass der Held – der Detektiv – ohne es zu wissen, in die Verbrechen verwickelt ist, in denen er ermittelt. Man könnte sogar sagen, dass die Geschichte des Ödipus im Zentrum der »neuen Welle« von Film Noirs steht – Filme wie Angel Heart und Blade Runner (der Director’s Cut), wo sich am Ende herausstellt, dass der Held selbst der Verbrecher ist, den er sucht.« (Ebd., 245f.) ↵
84)
Ebd., S. 193. ↵
85)
Nicht nur in dieser Hinsicht schneidet der Film besser ab als Tim Burtons Batman. Burton war der Pionier einer in Psyche und Biographie gründenden »Düsternis light« und seine Geschichte des Jokers – ein Mann fällt in ein Säurebad und wird verrückt – arbeitete mit den billigsten und flachsten psycho-biographischen Klischees. ↵
86)
Slavoj Žižek, Revenge of Global Finance, In these Times, 21. Mai 2005, http://inthesetimes.com/article/2122/revenge_of_global_finance. ↵
87)
Bei Fox handelte es sich, so Newman, »vielleicht um die ersten schwarze Figur aus der oberen Mittelklasse in einem Comic.« Vgl. Newman, Cape Fear. ↵
88)
Was vielleicht eine Art Looping des Cyberpunkt nahelegt (zu dem Batman in vielerlei Hinsicht nun gehört), zurück zu seinen Ursprüngen (oder zumindest einem von ihnen). ↵
89)
China Miéville, Kommentar auf ein Posting auf Lenin’s Tomb. Newman bemerkt die Parallele zu 9/11 ebenfalls: »Batman Begins führt schließlich zurück in die Welt von 2005, auch wenn es Fäden von 1939 und 1986 aufnimmt. Angst (phobos), das begrenzte Reich der Fledermäuse fürchtenden Bruce und dem Experten für Ängste, Crane, wird verschluckt vom Terror (deimos). Dieses Amerika ist voller Ungerechtigkeiten und wird von einer fanatischen Sekte aus dem Osten verfolgt, die von einer charismatischen, aber nicht zu fassenden Gallionsfigur angeführt werden, der drauf und dran ist, ein Transportmittel in einen Wolkenkratzer zu jagen, um eine Welle der Panik auszulösen, die die Gesellschaft zerstört.« Vgl. Newman, Cape Fear, S. 21. ↵
90)
Für deren Analyse vgl. Mark Fisher / Robin Mackay, Pomophobia, http://readthis.wtf/writing/pomophobia/. ↵
91)
K-punk, 1. Oktober 2005, http://k-punk.abstractdynamics.org/ archives/006484. ↵
92)
David Cronenberg (Regie), A History of Violence, 2005. ↵
93)
Jacques Lacan, Die vier Grundbegriffe der Psychoanalyse: Das Seminar, Weinheim 1987, S. 82f. ↵
94)
Peter Bradshaw, Besprechung von A History of Violence, Guardian, 30. September 2005, https://www.theguardian.com/culture/2005/sep/ 30/2. ↵
95)
Slavoj Žižek, Looking Awry: An Introduction to Jacques Lacan through Popular Culture, Cambridge / London 1992, S. 89 f. ↵
96)
Graham Fuller, Good Guy Bad Guy, Sight and Sound, 15. Oktober 2005. ↵
97)
J.G. Ballard, The Killer Inside, Guardian, 23. 9. 2005, https:// www.theguardian.com/film/2005/sep/23/jgballard. ↵
98)
Slavoj Žižek, Willkommen in der Wüste des Realen, Wien 2014, S. 21. ↵
99)
Fuller, Good Guy Bad Guy. ↵
100)
Slavoj Žižek, The Universal Exception, London 2006, S. 308f. ↵
101)
Slavoj Žižek, Willkommen in der Wüste des Realen, S. 22. ↵
102)
Unveröffentlichter k-punk Beitrag über Cronenbergs eXistenZ, aus dem später der Essay »Work and Play in eXistenZ« hervorging, in: Film Quarterly 65.3 (2012), S. 70-73. ↵
103)
Nick Land, Meltdown, in: Fanged Noumena: Collected Writings 1987-2007, Falmouth 2011, S. 456. ↵
104)
K-punk, 25. April 2006, http://k-punk.abstractdynamics.org/archives/007709. ↵
105)
Steven Shaviro, V for Vendetta, http://www.shaviro.com/Blog/ ?p=488#comments. ↵
106)
Vgl. Jenni Russel, Tony Blair’s authoritarian populism is indefensible and dangerous, Guardian, 24. April 2006, https://www.theguardian.com/ commentisfree/2006/apr/24/comment. labour. ↵
107)
Fredric Jameson, Marx’s Purloined Letter, in: Michael Sprinker (Hg.), Ghostly Demarcations: A Symposium on Jacques Derrida’s Spectres of Marx, London 1999. ↵
108)
Giovanni Tiso, https://bat-bean-beam.blogspot.co.uk/. ↵
109)
Perforations 29 (2007), http://noel.pd.org/Perforations/perf29/perf 29_index. ↵
110)
Fredric Jameson, Historicism in The Shining, in: Ders., Signatures of the Visible, New York 1992, S. 90. ↵
111)
Sigmund Freud, Der Mann Moses und die monotheistische Religion, Studienausgabe Bd. IX, Frankfurt a.M., S. 571. ↵
112)
Fisher bezieht sich hier auf die Doppelbedeutung des Wortes »haunt«, das als Verb »verfolgen« und »spuken«, als Substantiv »Ort« oder »Lieblingsort« bedeutet und sich auf Deutsch nicht angemessen wiedergeben lässt (A.d.Ü.). ↵
113)
Stephen King, Shining, Köln 1987, S. 303. ↵
114)
David A. Cook, American Horror: The Shining, Literature/ Film Quarterly 12.1 (1984). ↵
115)
King, Shining, S. 303. ↵
116)
Walter Metz, Toward a Post-Structural Influence in Film Genre Study: Intertextuality and The Shining, Film Criticism, Vol. XXII, 1, (1997). ↵
117)
Metz argumentiert tatsächlich, dass es noch komplizierter ist, weil sowohl Horror als auch Melodram, die Familie zu ihrem Thema machen. ↵
118)
Vgl. zum Beispiel Lisa Gyes Hypertextprojekt »Half Lives« (http:// pandora.nla.gov.au/pan/30305/20020815-0000/halflives.adc.rmit.edu. au/index.html), das das Konzept der Hauntology durch ihre Familiengeschichte hindurch behandelt. ↵
119)
Slavoj Žižek, The Big Other Doesn’t Exist, Journal of European Psychoanalysis (1997), http://www.lacan.com/zizekother. htm. ↵
120)
King, Shining, S. 303. ↵
121)
Ebd., S. 308. ↵
122)
Ebd., S. 273. ↵
123)
Freud, Der Mann Moses, S. 571. ↵
124)
Metz, Towards a Post-Structural Influence, S. 57. ↵
125)
King, Shining, S. 373. ↵
126)
Metz, Towards a Post-Structural Influence in Film Genre Study, S. 57. ↵
127)
K-punk, 6. August 2008, http://k-punk.abstractdynamics.org/ archives/010555. html. ↵
128)
Andrew Klavern, What Bush and Batman Have in Common, Wall Street Journal, 25. Juli 2008, https://www.wsj.com/articles/SB12169 4247343482821. ↵
129)
Slavoj Žižek / Geert Lovink, Japan Through a Slovenian Looking Glass: Reflections of Media and Politic and Cinema, InterCommunication 14 (1995). ↵
130)
Inspersals Blog ist nicht mehr online. ↵
131)
Matthew Yglesias, Dark Knight Politics, Atlantic, 24. Juli 2008, https://www.theatlantic.com/politics/archive/2008/07/-em-dark-knight -em-politics/49451/. ↵
132)
K-punk, 27. August 2008, http://k-punk.abstractdynamics.org/archives/010636. html. ↵
133)
Voyou, Ideology critics are a superstitious, cowardly lot, Dangerous and Lazy, 4. August 2008, https://blog.voyou.org/2008/08/04/ideology-critics-are-a- superstitious-cowardly-lot/. ↵
134)
Vgl. den Kommentar von Wayne Wedge auf K-punk: Bat Mailbag, 11. August 2008, http://k-punk.abstractdynamics.org/archives/010572. html. (Wedge schreibt über The Dark Knight: »Eine lukrative Kinderikone, die selbstbewusst die Albträume der Geschichte beschwört. TimeWarnerAolHalliburtonBlackwaterWayneEnterprises verlangt, dass wir uns zu Millionen zusammenfinden, um den Film zu schauen, ihn dann noch einmal zu schauen und über das kommerzielle Meta-Produkt, das mit sich selbst spricht, zu diskutieren und zu streiten.«) ↵
135)
Kyle Smith, WALL-E: A Gloom-E Satire, Free Republic, 27. Juni 2008, http:// www.freerepublic.com/focus/f-chat/2037224/ posts ↵
136)
Paul Edwards, WALL-E’s Indictment of Liberalism, Townhall, 2. Juli 2008, https://townhall.com/Columnists/pauledwards/2008/07/02/ wall-es-indictment-of- liberalism-n1062814 ↵
137)
K-punk, 6. Januar 2010, http://k-punk.org/they-killed-their-mother-avatar-as-ideological-symptom/. ↵
138)
Greg Egan, Besprechung von Avatar, 20. Dezember 2012, http:// www.gregegan.net/ ESSAYS/AVATAR/Avatar.html. ↵
139)
Žižek, First As Tragedy, S. 97. ↵
140)
K-punk, 11. Februar 2010, http://k-punk.abstractdynamics.org/ archives/011486.html. ↵
141)
Taylor Parkes, Review: Life on Earth Soundtrack, Quietus, 17. Dezember 2009, http://thequietus.com/articles/03440-life-on-earth-trunk-records-compilation- review. ↵
142)
J.J. Charlesworth, Crisis at the ICA: Ekow Eshun’s Experiment in Deinstitutionalisation, Mute, 10. Februar 2010, http://www.metamute.org/editorial/articles/crisis-ica-ekow-eshuns-experiment-deinstitutionalisation. ↵
143)
Alex Williams, On Negative Solidarity and Post-Fordist Plasticity, Splintering Bone Ashes, 31. Januar 2010, http://splinteringboneashes. blogspot.co.uk/2010/01/negative-solidarity-and-post-fordist.html ↵
144)
Deutsch im Original (A.d.Ü.) ↵
145)
Tobias van Even, Business Ontology (or why Xmas gets you fired), Fugitive Philosophy, 29. Dezember 2009, http://fugitive. quadrantcrossing.org/2009/12/ business-ontology/. ↵
146)
Guardian, 1. November 2012, https://www.theguardian.com/commentisfree/2012/nov/01/star-wars-disney-sell-out. ↵
147)
K-punk, 25. November 2013, http://k-punk.org/remember-who-the-enemy-is/. ↵
148)
Neologismus aus »nihilistisch« und »neoliberal«. (A.d.Ü.) ↵
149)
Neologismus aus »Diary« (Tagebuch) und Vampir, außerdem Anspielung auf die Serie Vampire Diaries (A.d.Ü.) ↵
150)
* Siehe »Raus aus dem Vampirschloss«, in diesem Band S. 544 (A.d.Ü.) ↵
151)
Unemployed Negativity, Primer for the Post-Apocalypse: The Hunger Games Trilogy, 5. September 2011, http://www. unemployednegativity.com/2011/09/primer-for-post-apocalypse-hunger-game. html?spref=fb. ↵
152)
Vgl. Mark Fisher, Precarious Dystopias: The Hunger Games, In Time, and Never Let Me Go, Film Quarterly 65.4 (2012), S. 27-33 ↵
153)
Franco »Bifo« Berardi, Precarious Rhapsody: Semiocapitalism and the Pathologies of the Post-alpha Generation, London 2009, S. 55. ↵
154)
New Humanist, 18. Dezember 2012. ↵
155)
New Humanist, 1. Oktober 2014. ↵
156)
New Humanist, 24. August 2015. ↵
157)
Er ist der Autor von Wounded Leaders: British Elitism and Entitlement Illusion, London 2014. ↵
158)
Nick Duffell, Why Boarding Schools Produce Bad Leaders, Guardian, 9. Juni 2014, https://www.theguardian.com/education/2014/ jun/09/boarding-schools-bad-leaders-politicians-bullies-bumblers. ↵
159)
Jonathan Coe, Sinking Giggling into the Sea, London Review of Books, Nr. 35, 14. Juli 2013, https://www.lrb.co.uk/ v35/n14/jonathan-coe/sinking-giggling-into-the-sea ↵
160)
1989 kamen bei einer von der Polizei verursachten Massenpanik im Hillsborough Stadium 96 Menschen ums Leben. (A.d.Ü.)
↵
161)
Franco Berardi, After the Future, Chico 2011. ↵
162)
New Humanist, 16. Dezember 2015.
↵
163)
Andreas Killen, Nervous Breakdown: Watergate, Warhol and the Birth of Post-Sixties America, London 2008. ↵
164)
New Humanist, 30. November 2016.
Teil 3:
↵
165)
K-punk, 5. Juli 2004, http://k-punk.abstractdynamics.org/ archives/ 003519.html. ↵
166)
K-punk, 11. November 2004, http://k-punk.abstractdynamics. org/ archives/004115.html. ↵
167)
Leopold von Sacher-Masoch, Venus im Pelz, Frankfurt a.M. 1980. ↵
168)
Simon Reynolds, Blissblog, 20. Juni 2003, http://blissout. blogspot. ↵
169)
Jeff Nuttall, Bomb Culture, London 1968, S. 33. ↵
170)
Als Power Dressing wurde in der 2. Hälfte der siebziger und den achtziger Jahren ein Kleidungsstil für Frauen in einer professionellen, traditionell von Männern dominierten Umgebung bezeichnet. (A.d.Ü.) ↵
171)
Ian Penman, The Shattered Glass: Notes on Bryan Ferry, in: McRobbie (Hg.), Zoot-Suits and Second-Hand Dresses: An Anthology of Fashion and Music, London 1989, S. 103-117. ↵
172)
Nutall, Bomb Culture, S. 34. ↵
173)
Als »Geordie« wird der Dialekt in der Region um Newcastle upon Tyne bezeichnet. (A.d.Ü.)
↵
174)
Kodwo Eshun, More Brilliant than the Sun: Adventures in Sonic Fiction, London 1998, S. 95. ↵
175)
In Großbritannien entstandene Mode- und Musikwelle, verbunden mit Bands wie Visage, Ultravox, Duran Duran u.a. (A.d.Ü.)