Kitabı oku: «Gehimmelt leben», sayfa 2

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Fragen

• Was denkst du darüber? Kannst du das nachvollziehen, dass wir auf dem Weg nach Hause sind?

• Wie siehst du das mit deinem ersten und zweiten Wohnsitz?

• Reist du gerne durch die Welt? Welche Abenteuer hast du dabei machen können?

• Wie ist das für dich, nach einer Reise wieder nach Hause zu kommen?

• Wo stehst du in Gefahr, dich hier auf der Erde zu sehr zu verlieren?

• Welche Perspektive würde dich locken, mehr über den Himmel zu erfahren?

Kapitel 2: Zeit für eine Atempause
Atemlos durch die Nacht

Ich schreibe mein neues Buch mitten in der sogenannten „Corona-Krise“. Es bleibt abzuwarten, wie man diese besondere Auszeit in der Rückschau betrachten und bewerten wird. Für meine Frau Karin und mich sind diese Wochen und Monate, so wie für viele andere Menschen in unserem Land und weltweit ebenso, einerseits eine Zeit der Einschränkung: Kurzarbeit, Beschneidung von demokratischen Grundrechten, wie der Religions- und der Bewegungsfreiheit, sowie der Wegfall aller Termine. Andererseits entpuppt sich diese Phase für uns als unerwartete Sabbatzeit. Geschenkte Zeit zum Aufatmen und neue Freiräume für viele Projekte, für die es vorher nicht genügend Zeiträume gab.

Einige fragen, wie es sein kann, dass ein kleines Virus die ganze Welt lahmlegt? Schon wittern einige Personen unheilvolle Verschwörungen dahinter. Ich habe in den letzten Wochen hunderte von Mails mit den unterschiedlichsten Deutungen und Meinungen dazu erhalten. Das kann einen schon ganz schön konfus machen. Darum war mir von Anfang an wichtig zu fragen, wie Gottes Perspektive dazu ist. Was sagt Abba zu all dem? Ich musste IHN selber hören und nicht nur die Worte anderer. Man braucht nicht erst Politiker, Meinungsforscher oder Virologe zu sein, um die Komplexität der Herausforderung zu erahnen. Natürlich darf man auch unterschiedlicher Meinung sein, was die richtige Verhältnismäßigkeit mit dem Umgang einer weltweiten Pandemie ist. Im Rückblick wird sich vieles als gutgemacht und anderes als falsch erweisen. So ist das doch immer in Krisen.

Schauen wir uns mal das ganze Szenario unter Abbas Vergrößerungsglas an:

Fest steht doch über allem: Jesus regiert! Unser Gott führt immer die Regie. ER hat die Krone aller Kronen auf. Nichts geschieht ohne SEIN Einverständnis. ER ist voller Liebe und Geduld mit den Nationen. Von IHM kommt niemals eine Seuche. ER ist nicht der Initiator von Unheil. Wohl aber kann unser König noch selbst das Böse für SEINE guten Pläne brauchbar machen. Unser Gott stoppt alles und schickt uns nach Hause.

Zu mir hat Abba gesagt: „Das war die sanfteste Art, die ganze Welt, alle meine Kinder aufzuwecken – wach zu machen und ihre Aufmerksamkeit zu gewinnen!“

Unser Abba gibt quasi allen Menschen Hausarrest und eine Zeit zur Besinnung.

Seid still und erkennt, dass ICH Gott bin! (Ps 46,11).

Was geschieht, vereinfacht gesagt, wenn jemand an Corona erkrankt?

Bei schwerem Krankheitsverlauf kommt es zu einem Versagen der Lunge. Die Menschen sterben an Atemnot. Deshalb war es so enorm wichtig, in kurzer Zeit genügend Beatmungsgeräte zu besorgen. – Was für ein Sinnbild! Unserer Welt geht die Puste aus. Atemlos durch die Nacht.

Die erhöhte Sensibilisierung für die Klimaschäden hatte es schon deutlich gezeigt, dass unserem Planeten die Luft wegbleibt. Armut, Hunger und Kriege haben Millionen von Menschen auf eine gigantische Völkerwanderung geschickt. Auch dabei geht sehr vielen die Luft aus. Es trifft vornehmlich die Schwachen, Kinder und Alten. Die Welt steht vor einem Burnout. Sie braucht eine neue Beatmung, neue Inspiration – das heißt doch die Übersetzung dieses Wortes.

Wenn ich mir dann noch den genauen Zeitraum anschaue, wann die Corona-Krise die Welt getroffen hat: Die Chinesen feiern ihr Neujahrsfest und sind zu Hause. Die Juden feiern ihr Passafest und sind zu Hause. Die Christen feiern ihr Osterfest und sind zu Hause. Die Moslems feiern den Ramadan und sind zu Hause. Es scheint wie bei einem Computer zu sein. Der RESET-Knopf ist gedrückt. Alle Systeme fahren herunter und werden anschließend neu gestartet.

Aber wird die Welt wirklich hinhören, was Abba ihr zu sagen hat? Werden SEINE Kinder auf IHN hören?

Fragen zum Weiterdenken

• Wie hast du diese Zeit der Krise erlebt und durchlebt?

• Was war und ist dir dabei wichtig geworden?

• Konntest du die geschenkte Zeit nutzen? Kannst du jetzt die Freiräume, die Abba dir ermöglicht, erkennen und ergreifen?

• Was versucht ER dir und deinem Herzen mitzuteilen? Hast du IHN gehört?

Was uns den Atem rauben will

Da, wo ich früher kirchlich zuhause war, wurde für alle Probleme der Welt ein Auslöser genannt. Die Ursache hieß abgekürzt: Sünde. Und Sünde, das war allen klar, ist moralisches Fehlverhalten. Der Mensch handelt gegen Gottes Gebote. Demnach ist Sünde der Bruch von Gesetzen. Das wiederum ruft nach Bestrafung. Also mehr oder weniger ein klar umrissenes Bild von Schwarz-Weiß-Denken. Jeder wusste in diesem System, was gut und was böse ist. Wer nicht danach handelt, ist selber schuld und hat die Strafe verdient. Auch wenn von Gnade und Vergebung gepredigt wurde, so konnte ich mich des Eindrucks nicht erwehren, dass die Macht der Sünde irgendwie schwerer wog. Ich erinnere mich noch daran, wie dieser Druck der Verdamnis mir geistlich über viele Jahre die Luft zum Atmen nahm.

Was nimmt denn den Menschen die Puste? Ist es ein falsches Gottesbild? Zu streng – oder zu wischiwaschi? Sind es pharisäische Selbstgerechtigkeit und gesetzlicher Leistungskrampf oder zu liberale Beliebigkeit? Oder ist es gar die Geistvergessenheit und daraus resultierende Kraftlosigkeit. Ein allzu irdisch-verhafteter Kopfglaube, in dem es keinen Platz mehr für Zeichen und Wunder gibt?

Für sehr viele Zeitgenossen ist es schlicht weg der Alltagsstress, der einem die Luft in der Kehle abschnürt. Beruf, Ehe, Familie, Haus, Garten, Hobbys und dann noch Gemeinde – alles unter einen Hut bringen. Unmöglich! Da bleiben viele auf der Strecke. Müde und ausgebrannt. Zu viel Druck im Topf. Zuviel Druck im Kopf – und auch zu viel Druck im Herzen. Was nehmen wir uns nicht alles zu Herzen?! Wir können gegen die Flut an Informationen aus dem Internet fast gar nicht ankommen. Sie braust wie eine Tsunamiwelle ungefiltert, zerstörerisch über unsere Gefühle hinweg und reißt alles mit sich. Unser Leben ist viel zu viel, zu laut, zu schnell, zu unwuchtig!

Ich habe noch einen weiteren Räuber ausfindig gemacht, der uns in Schnapp-Atmung versetzen will: die Angst! Es gibt eine ganz einfache Art herauszubekommen, ob Gottes Handeln hinter etwas steckt oder nicht. Nämlich: „Furcht ist nicht in der Liebe (Agape = Gottes Liebe), sondern die vollkommene Liebe (Agape) treibt die Furcht aus!“ (1 Joh 4,18). Überall, wo Angst mit im Spiel ist, dominiert und uns die Luft zum Leben rauben will, gilt: Das kommt niemals von unserem Vater des Lichts. Wir Menschenkinder haben tausend Ängste und fürchten uns vor so vielem. Deshalb sagt uns unser Vater ständig: „Fürchte dich nicht! Habe keine Angst!“ ER kennt uns genau und weiß, wie schnell es uns den Atem verschlägt, wenn Angst sich unserer bemächtigt.

Wir haben Angst … uns am Coronavirus anzustecken, Krebs zu bekommen, unsere Arbeitsstelle zu verlieren, in der Prüfung zu versagen, dass unser Partner stirbt, dass unsere Kinder die falschen Wege im Leben einschlagen. Wir fürchten uns vor Klimawandel und Atomwaffen, Terrorismus und Naturkatastrophen, eigentlich vor allem, was wir selber nicht beeinflussen und kontrollieren können. Deshalb fürchten wir uns auch voreinander und am meisten vor unserem eigenen Herzen, das wir auch nicht selber steuern und verändern können. Jesus sagt:

In der Welt habt ihr Angst (Bedrängnis, Enge); aber seid guten Mutes, ich habe die Welt überwunden! (Joh 16,33).

Fragen zum Weiterdenken

• Was raubt dir momentan den Atem? Was lässt dich atemlos werden?

• Wo ist dir selbst dein Glaube zur schweren Last geworden?

• Welche Stressfaktoren lassen sich in deinem Alltag identifizieren?

• Wo sitzen deine Ängste?

• Kannst du Gottes „Fürchte dich nicht!“ hören?

Abba hält für dich die Welt an

Gerade weil es so vieles auf der Erde gibt, was uns den letzten Sauerstoff aus den Lungenflügeln pressen will, kommt unser Gott und Vater immer wieder neu und hält für uns die Welt an. ER kennt uns genau und weiß, dass wir, du und ich, eine himmlische Wiederbelebung (Reanimation) dringend benötigen.

Wie gesagt – es gibt viele unterschiedliche Sichtweisen und Meinungen zu dem, was momentan hier auf dem Erdball abläuft. Eine vergleichbare, globale Ausnahmesituation hat es so schon lange nicht mehr gegeben. Ist das Ganze nur viel Fake und übertriebener Hype – oder eine ernsthafte existentielle Bedrohung der ganzen Menschheit? Wer, außer unserem Gott, hat da wirklich den Überblick? Die Geschichtsbücher werden es uns später einmal erzählen und vermutlich dann auch nicht zu einer einheitlichen Beurteilung finden. Kann es deshalb sein, dass wir diese extreme Weltlage durchleben müssen, weil dahinter noch ganz andere Gedanken und Pläne zum Zuge kommen wollen?

Ich denke jetzt nicht an konspirative Bedrohungen durch Geheimdienste oder profitgierige Weltkonzerne, sondern ich denke an ewige Pläne direkt aus Abbas Herzen. Gute Gedanken aus dem Herzen unseres Ewig-Vaters:

Denn ich kenne ja die Gedanken, die ich über euch denke, spricht der HERR. Gedanken des Friedens und nicht zum Unheil, um euch Zukunft und Hoffnung zu gewähren. Ruft ihr mich an, geht ihr hin und betet zu mir, dann werde ich auf euch hören. Und sucht ihr mich, so werdet ihr mich finden, ja, fragt ihr mit eurem ganzen Herzen nach mir, so werde ich mich von euch finden lassen, spricht der HERR (Jer 29,11-14a).

Glaube mir bitte, das ist und bleibt Gottes tiefstes Anliegen für SEINE Menschenkinder: ER will uns Zukunft und Hoffnung schenken! Gottes Motivation wird niemals bestimmt durch Rachegelüste, eitle Ehrsucht oder willkürliche Wutausbrüche. SEIN Herzschlag ist durch und durch getränkt mit abgrundtiefer Liebe und Barmherzigkeit. Wenn es um Gottes Agape-Liebe für diese Welt geht, dann ist es unmöglich, dabei zu übertreiben. Immer und ewig wird ER uns lieben. Das hat ER uns versprochen:

Ja, mit ewiger Liebe habe ich dich geliebt, darum habe ich dir meine Güte bewahrt! (Jer 31,3).

Denn so hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat! (Joh 3,16).

Könnte es sein, dass Abba sogar die ganze Welt anhält – nur um uns neu zu zeigen, dass wir IHN und SEINE Hilfe wirklich brauchen? Dass wir es alleine, ohne IHN, gar nicht schaffen können und auch nicht schaffen müssen? Dass ER uns SEINE bedingungslose Liebe schenken will? Können wir uns darauf einlassen, dass unser himmlischer Vater neu nach unserer ungeteilten Aufmerksamkeit verlangt? Dass es IHM wichtig ist, unsere Prioritäten neu auszurichten? Ist in letzter Zeit womöglich zu viel „Erde“, zu viel „Irdisches“, mit im Spiel gewesen und zu wenig „Himmelsperspektive“? Brauchen wir deshalb eine Sehkorrektur?

Ich glaube: Ja, wir benötigen dringend einen Perspektivwechsel!

Dazu soll diese Atempause dienen. Gott will uns durch SEINEN Heiligen Geist eine himmlische Wiederbeatmung schenken. Unsere Gesellschaft braucht mehr denn je eine geistliche Wiederbelebung. Auch die Kirchen. Und auch ich.

Fragen zum Weiterdenken

• Wie steht es mit dir?

• Gibt es auch in deinem kleinen Leben zu viel „irdische“ Gedanken und Sorgen, die dir den Blick für die Weite des Himmels versperren?

• Sehnst du dich auch nach einer Atempause?

• Wünschst du dir eine Neubelebung deines Glaubens?

Kapitel 3: Die weiße Feder

Ich erlebe, dass in herausfordernden Zeiten Erzählung meine Herzenssprache ist. Erfundene Geschichten, Gleichnisse und Erdichtetes können für mich momentan besser die Wirklichkeit einfangen und beschreiben, als erkenntnis-theoretische Abhandlungen und mediale Informationen.

Es folgt sogleich eine kleine Geschichte, frei nach Hoffmanns Erzählungen:

Die weiße Feder

Langsam und lautlos, mit unendlicher Leichtigkeit, schwebt eine einzelne weiße Feder im Zeitlupentempo vom Himmel herab.

Sie ist ein Bote aus einer anderen Realität. Sie entstammt direkt dem Thronsaal des Allmächtigen und Barmherzigen. Dort, wo vor dem Thron von Abba-Vater, dem ewig König, alles Leben im Universum entspringt. Sie ist ein sichtbares Zeichen für die Wirklichkeit dieser anderen Dimension. Gottes herrliche Präsenz kommt dadurch hautnah zu uns. Nur ein Flügelschlag weit entfernt ist die Ewigkeit.

In Abbas Gegenwart herrscht eine unbeschreibliche majestätische Schönheit und atemberaubende Fülle von Macht und himmlischer Stärke. Unzählbare Heerscharen von Engelwesen stehen IHM Tag und Nacht zu Diensten. Sie beten IHN an mit aller Verehrung in perfekter Harmonie.

Wenn sie sich bewegen, sich anbetend vor IHM neigen, dann rauscht ihr Federkleid wie die tosende Brandung eines Ozeans. Und bei solch einem Akt der tiefsten Hingabe und Verneigung, geschieht es. Da! Eine einzelne weiße Feder löst sich und schwebt schwerelos durch Zeit und Raum bis in unsere kleine Welt hinein.

Ich strecke behutsam meine Hand nach ihr aus. Sanft landet sie auf meiner hohlen Handfläche. Ihr Gewicht ist kaum zu spüren. Und dennoch durchfährt mich ein wohliger Schauer von staunender Ehrfurcht, wortloser Begeisterung und unbändiger Liebe, als sie mich berührt. Es ist mir so, als käme das ganze Gewicht der Herrlichkeit Gottes durch diese kleine weiße Feder zu mir geflutet.

ER ist hier! SEINE Gegenwart ist hier! Unmittelbar, geheimnisvoll, ganz nahe! Wenn ich jetzt andere Augen hätte, würde ich IHN sehen können. Hätte ich andere Ohren, dann würde SEINE hörbare Stimme mich erreichen. Alle meine Sinne und menschlichen Fähigkeiten reichen bei Weitem nicht aus, diesen Moment der Ewigkeit zu erfassen. ER in mir und ich in IHM!

So schließe ich meine physischen Augen und beginne neu mit den Augen meines Herzens wahrzunehmen, was um mich herum geschieht. Da öffnet sich der geistliche Raum vor mir. Auf einmal stehe ich selber mitten im Thronsaal SEINER Herrlichkeit. Mein Blick ruht auf IHM, dem Wunderschönsten! Ich schaue perfekte Liebe. Eine Agape-Liebe nicht von dieser Welt. Eine Liebe, zu der nur ER fähig ist!

Und diese reine Liebe zieht mich näher zu IHM hin. Unwiderstehlich nahe. Sie wickelt mich geradezu ein wie in einen wogenden, goldenen Mantel mit einer enormen Sogkraft, die mich nicht mehr loslassen will.

Ich gebe ihrem sanften und doch werbenden Druck nach. Dabei werde ich selber federleicht, fliege beinahe, hin zu IHM. An SEIN Herz. Auf SEINEN Schoß. Näher geht es kaum mehr.

SEINE Vaterarme umschließen mich zärtlich. Sie halten mich, bergen mich, wärmen mich behutsam. Erst jetzt merke ich schmerzhaft, wie kalt es meiner Seele war. Denn hier in SEINEN Armen spüre ich das warme Sonnenlicht von Abbas Freundlichkeit und barmherziger Liebe. Es ist mir, als ob meine tiefsten Herzensschichten aufzutauen beginnen und ich aus einem schier endlosen Winterschlaf erwache. Die Todesstarre löst sich zunehmend und mein Herz beginnt von Neuem befreit zu schlagen. Es macht Luftsprünge von neuer Lebensfreude und Lebendigkeit.

Ich fühle mich federleicht! Eine neue Leichtigkeit des Seins! Jetzt bin ich bei Abba zu Hause angekommen. Im Thronsaal – im Wohnsaal – im Haus SEINER Vaterliebe. Unter dem Schatten SEINER Flügel darf ich mich bergen.

Meine rechte Hand hält jene weiße Feder vorsichtig und doch fest umschlossen. Nie will ich sie wieder loslassen. Möge dieser Augenblick ewig dauern! Das ist die Leichtigkeit des Himmels, die der Vater allen SEINEN Kindern schenken will!

Kannst du sie auch sehen? Jene weiße Feder, die durch Zeit und Raum zu dir schwebt?!

Fragen zum Weiterdenken

• Wie gefällt dir diese kleine Geschichte? Kannst du damit etwas anfangen?

• Wie erlebst du Gottes Gegenwart? Ist sie für dich spürbar, erfahrbar?

• Was macht das mit deinem Herzen?

• Wie nahe oder fern erscheint dir Gottes Himmelswelt zu sein?

• Wo entdeckst du auch Spuren SEINER Nähe in deinem Alltag?

Gottes Präsenz ist SEIN größtes Präsent

Gottes Nähe ist das größte Geschenk, das ER mir in meinem Leben machen konnte! Das Wissen, dass ER da ist. Mein Immanuel. Gott mit mir, bei mir und für mich! Mein JAHWE: der ICH-BIN-für-dich-da-Gott. Mein Abba-Vater, mein ewiges Zuhause. Meine Burg und mein Turm. Mein Hirte und mein Freund. Gottes Nähe ist mein Lebensraum.

Der Psalmist Asaf betet:

Gott nahe zu sein, ist mein Glück! (Ps 73,28 LUT).

Die Gegenwart Gottes ist für mich zur Schlüssel-Erfahrung geworden. Hier berühren sich Erde und Himmel auf geheimnisvolle Art und Weise.

Pflanzen und Tiere sind in dieser für uns sichtbaren Welt beheimatet. Engel, himmlische Wesen und die Schar der Erlösten bewohnen die Himmelswelten, die für uns unsichtbare neue Welt Gottes. Wir Menschenkinder hingegen sind in beiden Welten zu Hause. Wir stehen geerdet mit beiden Beinen auf dem Boden der sichtbaren Realität. Aber unser Geist, unser Herz, der innere Mensch – der kann jetzt schon mit dem Himmel verbunden leben. Der Himmel erfüllt mein Herz! Dieses Erleben der himmlischen Dimension, die sanft und stark – wie die weiße Feder in der kleinen Geschichte – in unsere irdische Erfahrungsebene hineintaucht und alles durchdringen kann, das nennen wir Gottes Präsenz.

Ich habe den Eindruck gewonnen, dass die Gemeinde Jesu viel zu lange dieses Geschenk des Himmels vernachlässigt hat. Gottes liebende Nähe kommt spürbar, erfahrbar, manifest in unseren erreichbaren Radius. Der Himmel geht über uns auf. Gottes Wirklichkeit ist greifbar nahegekommen. Mir scheint, wir haben da bisher etwas Wesentliches verpasst. Unsere Theologie hat eindeutig den Schwerpunkt woanders gesetzt. In der Regel liegt der Fokus auf dem ersten Kommen Jesu in unsere Welt. Das, was Jesus Christus als Retter und Erlöser am Kreuz von Golgatha für uns vollbracht hat, das hat unsere größte Aufmerksamkeit bekommen. Wer sollte etwas dagegen sagen? Natürlich, wir werden SEINE Erlösung ewig bestaunen und preisen. Der ganze Himmel singt davon. Und doch beinhaltet das Wunder von Golgatha weitaus mehr, als die Befreiung von Strafe und Schuld für die Sünde der Menschheit. Allzu viele Christenmenschen hängen hier leider fest und gehen nicht weiter. Ein Großteil der Christenheit ist am Kreuz stehen und stecken geblieben.

Das Kreuz ist aber eine Tür. Sie lädt ein zum Weitergehen in eine andere Dimension. Das Kreuz ist die Tür zu einer anderen Wirklichkeit. Dahinter beginnt das neue Leben. Dahinter wartet der Himmel auf uns. Jesus Christus ist von den Toten auferstanden. SEIN Sieg über die Macht des Todes hat die Tür zum ewigen Vaterhaus der Liebe Gottes – zum Himmel – weit geöffnet: so weit, wie SEINE ausgespannten Arme am Kreuz uns den Weg weisen konnten.

Nachdem Jesus Christus nach SEINER Auferstehung von den Toten unsere Welt wieder verlassen hat und zum Vater in den Himmel zurückkehrte, müssten wir eigentlich sehnsüchtig auf das zweite Kommen Jesu, SEINE Wiederkunft, warten. Aber es geht uns so, wie Manfred Siebald es in einem Lied besungen hat:

Wir beten laut: „Herr, komm doch wieder!“ Und denken leise: „Jetzt noch nicht!“

Die Sehnsucht nach dem Himmel ist uns derart verloren gegangen, dass es nur noch etwas für fromme Endzeitspinner, sektiererische Schwärmer oder für lebensmüde Menschen zu sein scheint. Weil die aufgeklärte Menschheit den Himmel völlig außer Acht lässt und ihn für nicht existent befunden hat, deshalb sieht die Welt jetzt so aus, wie sie ist. Am Ende ist die Schöpfung ohne Schöpfer sehr erschöpft! Und die westliche Christenheit hat da auch leider sehr wenig zu bieten, weil sie ebenso erdverhaftet-immanent herumlaboriert, anstatt ihre Kontaktmöglichkeiten zu Gottes Gegenwart auszuschöpfen.

Zwischen Präsenz und Power besteht ein himmelweiter Unterschied. Viele Kirchen und christliche Bewegungen suchen heutzutage mehr nach dem Schlüssel zu Erfolg und Wachstum. Sie suchen vornehmlich die Kraft, die Power. Sie setzen dabei auf charismatische Führungspersönlichkeiten, erfolgversprechende Strategien, Methoden, neuste Technik und Effekte, Marketing, usw. Das mag alles gut gemeint sein – und wird hoffentlich auch Menschen in die Nähe Gottes einladen. Aber bitte lasst uns nicht vergessen, was die Hauptsache ist: Das ist nämlich SEINE Präsenz! Wenn Jesus nicht selber kommt, dann ist alles, was wir tun, umsonst! Deshalb ist es doch am wichtigsten, IHN zu suchen. IHM Raum zu machen. Dem Himmel eine Landefläche in Zeit und Raum anzubieten.

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18+
Litres'teki yayın tarihi:
25 mayıs 2021
Hacim:
205 s. 26 illüstrasyon
ISBN:
9783955784836
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