Kitabı oku: «Die Nymphe und die Faune: Erika Lust-Erotik»
Olrik
Die Nymphe und die Faune: Erika Lust-Erotik
Lust
Die Nymphe und die Faune: Erika Lust-Erotik ÜbersetzungRebecca Jakobi Original Horny BeastCopyright © 2018, 2019 Olrik und LUST All rights reserved ISBN: 9788726076202
1. Ebook-Auflage, 2019
Format: EPUB 2.0
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Absprache mit LUST gestattet.
Die Nymphe und die Faune
Würdest du mein Leben von außen betrachten, kämst du sicher zu dem Schluss, ich sei ein Gold Digger. Die Trophäe eines sehr reichen und wesentlich älteren Mannes. Das habe ich wieder und wieder gehört. Kurze Blicke in Restaurants. Vielsagendes Lächeln auf Festen. Doch, doch, sie wissen genau Bescheid, was für eine Frau ich bin. Eine, die in ihrem schicken, kleinen Sportwagen durch die Gegend rast und nichts anderes als Maniküren, Massagen und Friseurbesuche zu tun hat.
Glücklicherweise wissen unsere guten Freunde, dass das ganz und gar nicht der Fall ist. Paul und ich lieben uns über alles auf der Welt. Er ist zweifelsohne der Mann meines Lebens und ich glaube, ich hätte mich auch in ihn verliebt, wäre er ein Fahrradmechaniker aus der Provinz.
Nur, dass du mich richtig verstehst. Natürlich hat das Geld seinen Reiz. Nicht, weil ich besonders materialistisch veranlagt bin, aber es hat mir geholfen, meine eigene Einrichtungsfirma zu etablieren – die inzwischen auch schwarze Zahlen schreibt.
Und wenn ich ganz ehrlich bin, trägt Pauls enormes Vermögen auch zu seiner Entspannung bei. Und die gehört ganz klar zu den Dingen, die ich wahnsinnig an ihm liebe. Die Ruhe. Den Charme. Die Selbstsicherheit. Den Überfluss.
Einige Male sind mir die ständigen Verurteilungen so sehr auf die Nerven gegangen, dass ich mit den Leuten diskutiert habe, warum sie nicht an unsere Liebe glaubten. Diese Gespräche enden fast immer damit, dass wir – mit diesem Altersunterschied – keinen allzu optimalen Sex haben können.
Ich kann dafür garantieren – den haben wir.
Mein Mann und ich passen nicht nur wie die Faust aufs Auge – ich bekomme tatsächlich jedes Mal, wenn wir miteinander schlafen, einen Vaginalorgasmus – doch darüber hinaus liebe ich ihn mehr als alles andere auf der Welt. Seinen Humor, seinen Scharfsinn und natürlich auch die Tatsache, dass er mich auserwählt hat!
Umgekehrt ist er sich meiner Liebe ebenso sicher. Ich bin schön und, um ehrlich zu sein, auch genau der Typ, der in der Bar ständig angesprochen wird. Sogar auf privaten Feiern. Aber ich will niemanden außer meinen Mann. Vollkommen egal, dass er fast dreißig Jahre älter als ich ist. Im Großen und Ganzen lässt sich also sagen, wir haben einander aus einem Meer von anderen Möglichkeiten gewählt.
Wir können auch über alles reden. Von Pauls Geschäftsangelegenheiten, über meine alten Freundinnen, bis hin zu meinen Masturbationsfantasien.
Einmal haben Paul und ich irgendeine Fernsehsendung geschaut, in der betont wurde, dass alle Frauen wilde Fantasien haben – nicht nur während sie onanieren, sondern auch wenn sie mit ihrem Partner zusammen sind.
Dann wollte er natürlich alles über meine Fantasien wissen.
Ich versuchte einen Deal auszuhandeln, in dem er selbst anfangen musste. Aber er war himmelschreiend ehrlich, als er mir versicherte, dass sich seine Fantasien ausschließlich um mich drehten, seit wir uns kennengelernt hatten.
Hmmm. Damit versuchte ich ihn auch abzuspeisen. Es ist auch ziemlich nah an der Wahrheit dran, weil er der einzige ist, mit dem ich je zusammen sein möchte, bei dem ich immer zu einhundert Prozent bei der Sache bin.
Aber selbstverständlich habe ich auch ein paar Fantasien.
An einem langen Nachmittag.
Oder wenn er mal wieder auf Geschäftsreise ist.
Meine Gedanken wanderten zu einer meiner ältesten Fantasien und ein dummes, kleines, unanständiges, verräterisches Lächeln stahl sich auf meine Lippen, sodass Paul darauf bestand, dass ich ihm diese Fantasie bis ins kleinste Detail schilderte.
Er musste schwören, nicht darüber zu lachen und dass wir anschließend nicht darüber sprechen oder es gar diskutieren würden.
Er versprach es, also erzählte ich ihm von meiner wohl ältesten Masturbationsfantasie.
Sie ist ein bisschen pervers, weil sie ihren Ursprung in einem großen Bild aus dem Gästezimmer meiner Großmutter hat – was allein schon hart an der Grenze und vielleicht nicht der allerbeste Ort ist, an dem man als kleines Mädchen derartige Fantasien entwickeln sollte.
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