Kitabı oku: «My Little Pony - Equestria Girls - Der Bandwettbewerb»

Yazı tipi:

Perdita Finn

My Little Pony - Equestria Girls – Der Bandwettbewerb

Aus dem Englischen

von Susanne Schmidt-Wussow

Saga

My Little Pony - Equestria Girls - Der Bandwettbewerb übersetzt aus dem Englischen von Susanne Schmidt-Wussow

nach

My Little Pony - Equestria Girls - The Mane Event


HASBRO und das Logo MY LITTLE PONY, EQUESTRIA GIRLSsowie alle dazugehörenden Charaktere sind Markenzeichen von Hasbro und werden mit Zustimmung verwendet. © 2020 Hasbro. Alle Rechte vorbehalten.

ISBN: 9788726220674

1. E-Book-Ausgabe, 2020

Format: EPUB 3.0

Dieses Buch ist urheberrechtlich geschützt. Kopieren für gewerbliche und öffentliche Zwecke ist nur mit Zustimmung von SAGA Egmont gestattet.

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Nach dem Drehbuch von Meghan McCarthy

Für alle, die über die Fehler und Unterschiede ihrer Freundinnen hinwegsehen … auch, wenn sie aus Versehen zu teuflischen Dämonen werden, die alle unterwerfen wollen.

Kapitel 1

Falsche Töne

Teenager strömten rein und rausdurch die Tür des Fast-Food-Restaurants neben der Canterlot High und plauderten fröhlich miteinander. Sie redeten über das Footballtraining und Tanz-AGs oder tratschten über die neuesten Liebschaften. Außerdem ging es um den letzten Song der Sonic Rainbooms.

Freunde fürs Leben, das wollen wir sein!“, trällerte beschwingt eine Gruppe Mädchen auf dem Weg aus dem Restaurant. Mit Chips und Getränken in der Hand eilten die Kids nach Hause zu ihren Hausaufgaben, winkten zum Abschied und schrieben sich schnell noch eine SMS. Niemand bemerkte die drei zankenden neuen Mädchen, die das Restaurant verlassen hatten, ohne etwas zu kaufen.

Adagio Dazzle warf verärgert ihre üppige pastellfarbene Mähne zurück. Aria Blaze stieß einen unzufriedenen Seufzer aus, der fast wie ein Wiehern klang, und Sonata Dusk stampfte mit dem Fuß auf, wobei sie feststellte, dass ein Menschenschuh kein so sattes Klomp zustande brachte wie ein Ponyhuf.

Ein leuchtend grünes Licht waberte zwischen den Mädchen, als sie sich aneinander lehnten. Es wickelte sich um ihre Köpfe und jedes Mädchen öffnete ganz leicht den Mund, um einen winzigen Schluck des seltsamen Lichtes in sich aufzunehmen. Einen Augenblick lang schienen die scharlachroten Anhänger um den Hals jedes Mädchens aufzuglühen …

„Das hat sich kaum gelohnt“, beschwerte sich Aria. „Ich habe dieses Fast Food so satt. Ich brauche eine richtige Mahlzeit.“

„Was hast du erwartet?“, sagte Adagio. „Die Energie in dieser Welt ist nicht dieselbe wie in Equestria. Unsere Macht hier ist begrenzt.“

Aria schob die Unterlippe vor und seufzte erneut. „Wären wir bloß nie an diesen schrecklichen Ort verbannt worden!“

„Ach, wirklich?“, erwiderte Adagio sarkastisch. „Mir gefällt es super hier.“

„Echt jetzt?“, kommentierte Sonata schnippisch. „Ich finde es hier nämlich richtig grässlich.“

„Und ich finde dich grässlich, Sonata“, schoss Aria zurück.

Sonatas Gesicht wurde vor Wut ganz rot. „Ach ja? Und ich finde, du bist die Grässlichste von allen, Aria.“

„Findest du?“ Aria drehte den anderen Mädchen den Rücken zu und starrte auf die Straße. „Ich hab gerade viel zu tun, kann ich dich bitte irgendwann anders komplett ignorieren?“

Adagio schnaubte zornig. „Eins sage ich euch: Mit euch beiden hier festzusitzen, macht diese Welt kein Stück erträglicher.“

Plötzlich hörten die Mädchen über der normalen Abendgeräuschkulisse aus Teenagergeplapper, Autogebrumm und Musik ein seltsam vertrautes Summen. Es hatte eine angenehme Tonhöhe und war gerade so hörbar, so schwach, dass es niemandem sonst auffiel. Aber die drei Mädchen hörten es und alle drehten sich sofort um.

Da sahen sie es. Am Horizont, in der Ferne, gleich hinter den Feldern der Canterlot High, kräuselte sich ganz schwach ein Licht aus allen Regenbogenfarben.

Adagios Augen weiteten sich. Aria und Sonata neben ihr waren so aufgeregt, dass sie kaum atmen konnten. Die drei Mädchen waren wie hypnotisiert von den herrlichen Farben, die den Himmel erhellten.

Adagio sprach als Erste. „Habt ihr das gespürt?“, fragte sie die anderen mit gedämpfter Stimme. „Wisst ihr, was das ist?“

Die anderen Mädchen wagten kaum, es auszusprechen. Wie konnte das sein? Es war völlig unmöglich.

Aber Adagio konnte ihre Begeisterung nicht zurückhalten. „Das ist … das ist … pure equestrianische Magie!“

Aria schüttelte ungläubig den Kopf. „Aber in dieser Welt gibt es keine equestrianische Magie.“

„Jetzt schon!“ Adagio wusste, was sie gesehen hatte. Aus unbekanntem Grund, und wie auch immer es dazu gekommen war, gab es in dieser gewöhnlichen Menschenwelt plötzlich equestrianische Magie, und sie schmiedete sofort einen Plan. „Wir werden sie nutzen, damit alle in dieser jämmerlichen kleinen Welt uns zu Füßen liegen und anbeten!“

Kapitel 2

Ponys in perfekter Harmonie

Einige Monate zuvor hatte Twilight Sparkle eine geheime Pforte durchschritten. . Als erstes Pony aus Equestria kam sie an die Canterlot High. Sunset Shimmer hatte ihr Diadem gestohlen und es in die Menschenwelt geschleudert, um mit dessen Hilfe allmächtig zu werden. Aber Twilight hatte ihr gezeigt, dass eine wahre Prinzessin sich nicht dadurch auszeichnet, dass alle anderen vor ihr kriechen, sondern dass sie andere dazu bringt, hinter ihr zu stehen.

Und genau das geschah auch, als Twilights menschliche Freundinnen an ihrer Seite kämpften, unterstützt vonden Elementen der Harmonie. Applejacks Ehrlichkeit, Fluttershys Freundlichkeit, Pinkie Pies Lachen, Raritys Großzügigkeit und Rainbow Dashs Treue erzeugten einen prächtigen Regenbogen der Freude, der die durch viel Disharmonie verbogene Krone von Sunset Shimmers Kopf fegte und zu Twilight Sparkle zurückbrachte.

Durch ihr Zusammenwirken geschah etwas Magisches mit den sechs Freundinnen – sie bekamen ein Pony-Upgrade! Zuerst wuchsen ihnen Ponyohren, dann wurden ihre Haare so kräftig und glänzend wie eine Ponymähne und schließlich wuchs ihnen auch noch ein Pferdeschweif! Sie waren nun halb Pony, halb Mädchen!

Leider mussten sich die Mädchen bald wieder von Twilight Sparkle verabschieden. Die heißgeliebte Ponyprinzessin musste nach Equestria zurück und die Pfortezwischen den Welten wurde für immer verriegelt. Doch selbst nach Twilights Fortgang wirbelte das funkelnde Regenbogenlicht weiter durch die Flure der Canterlot High. Es half allen, gut miteinander auszukommen, und es brachte die Mädchen dazu, eine eigene Band zu gründen und Musik zu machen.

Und Musik strömte nach ihren Abenteuern mit Twilight Sparkle aus den Equestria Girls nur so heraus. Sie schrieben Songs, während sie in Raritys Cabrio durch die Stadt flitzten und im Nascheckchen miteinander kicherten. Rainbow Dash liebte das Gitarrespielen fast so sehr wie ihren Sport. Applejack war ein Ass am Bass und Rarity vollbrachte Wunderwerke an ihrer Keytar. Fluttershy hatte entdeckt, dass sie ein Naturtalent am Tamburin war, und Pinkie Pie steckte all ihre Energie und Begeisterung in wilde Schlagzeugsoli. Die Sonic Rainbooms rockten! Und das Beste war: Wenn die Musik von ihnen Besitz ergriff, bekamen die Mädchen wieder ihr Pony-Upgrade.

„Hey, hey, hört her,

wir rufen’s laut:

Die Magie der Freundschaft

geht unter die Haut!“

Alle an der Canterlot High tanzten den Ponystampftanz, wenn die Rainbooms spielten. Sie verschränkten die Arme und wiegten sich im Rhythmus der Musik. Sie schwangen mit den Beinen und tanzten. Sie sprangen und klatschten in die Hände. Niemand konnte ihnen widerstehen! Nicht mal die große und mächtige Trixie. Nicht mal Sunset Shimmer!

Die Musik der Sonic Rainbooms war magisch und bei jedem Auftritt schien ihre Regenbogen-Energie die Canterlot High noch stärker zu durchdringen. Nur eine fehlte – und das war Twilight Sparkle. Wäre es nicht toll, wenn sie mit den Rainbooms singen würde? Das fragten sich Mädchen unweigerlich, auch wenn sie wussten, dass das nie geschehen würde. Trotzdem waren sie glücklich und alle anderen Kids an der Canterlot High auch, glücklicher als je zuvor. Sie ahnten ja nicht, dass eine dunkle Macht gerade in ihre schöne Welt eingedrungen war …

Kapitel 3

Sunset Shimmer hat den Blues

In der Turnhalle der Canterlot High herrschte geschäftiges Treiben. Alle waren mit den Vorbereitungen für den großen Frühlings-Benefizball beschäftigt. Sonnenstrahlen fielen auf den polierten Holzboden. Die Kids malten Plakate und verzierten Banner. Der Raum war erfüllt von Lachen und Aufregung. Einige trugen sogar ihre Canterlot-Wondercolt-Ohren und -Schweife, um ihren Teamgeist zu zeigen. Aber das wirklich Besondere an dem Ganzen war, wie selbstverständlich alle gut miteinander auskamen.

Sportlerinnen in Trainingskluft plauderten mit den Theaterkids. Mädchen, die nach der neuesten Mode gestylt waren, teilten ihre Geheimnisse mit Freundinnen in verwaschenen T-Shirts und Jeans. An der Canterlot High schien es keine Rolle zu spielen, was für Musik man hörte, welche Klamotten man trug oder was man nach der Schule machte – alle waren mit allen anderen befreundet. Dank Twilight Sparkles Magie, die sie hinterlassen hatte.

Aber als Sunset Shimmer in die Turnhalle kam, zog eine Wolke vor die Sonne. Ein paar Jungen und Mädchen sahen kurz zu ihr hin und wandten sich dann ab. Einige flüsterten miteinander. Sunset versuchte, nicht darauf zu achten. Sie wusste, dass sie immer noch nicht sehr beliebt war – nach allem, was geschehen war. Sie hatte sich einst in einen bösen Dämon verwandelt, und wollte die gesamte Schülerschaft einer Gehirnwäsche unterziehen und sie zu einer Armee rekrutieren, mit der sie in Equestria einmarschieren und das Reich erobern konnte. Aber dazu war es dann doch nicht gekommen und sie hatte ihre Lektion gelernt. Seither gab sie sich die allergrößte Mühe, freundlich zu sein.

Lächelnd trat sie auf Apple Bloom, Sweetie Belle und Scootaloo zu, die gerade ein farbenfrohes Plakat malten. Keins der Mädchen sah sie an. Sunset setzte sich neben sie auf den Boden und griff nach einem Pinsel, aus dem rote Farbe tropfte.

„Braucht ihr Hilfe?“, fragte sie so freundlich sie konnte.

Sweetie Belle hob eine Augenbraue. Scootaloo kaschierte einen Laut der Überraschung mit einem Husten. Alle drei Mädchen wechselten einen Blick, der besagte: „Meint sie das ernst?“

Apple Bloom starrte Sunset kalt an. „Äh, danke vielmals“, sagte sie. „Aber wir kommen schon klar.“

Enttäuscht legte Sunset Shimmer den Pinsel vorsichtig auf dem Rand der Farbdose ab. „Aha, verstanden“, sagte sie leise und sah sich in der Turnhalle nach einem freundlichen Gesicht um.

Da sah sie Pinkie Pie begeistert winken. „Hier drüben, Sunset Shimmer!“, schrie sie.

Sofort hüpfte Sunset quer durch die Turnhalle zu Pinkie, die mit ihren Freundinnen Fluttershy, Rarity, Rainbow Dash und Applejack an anderen Plakaten arbeitete. Diese Mädchen hatten Twilight Sparkle verteidigt, hatten die böse Sunset Shimmer aus nächster Nähe und ganz persönlich erlebt und hatten ihr trotzdem schnell vergeben.

Die anderen Mädchen und Jungen in der Turnhalle sahen Sunset Shimmer argwöhnisch nach. Sie versuchte, das gemeine Geflüster zu überhören. Aber sie fühlte sich erst besser, als sie sich bei den Equestria Girls niederließ. Sie waren ihr gegenüber offen und warmherzig und meinten es ehrlich mit ihr. Das war schon erstaunlich, musste sie zugeben.

„Ich wusste nicht, dass die ganze Schule hier ist“, gestand sie, als sie sich setzte.

Rarity hielt das glitzernde Plakat hoch, an dem sie mit Pinkie gearbeitet hatte. Pinkies Kunstwerke waren immer total glitzerlastig!

„Ziemlicher Hingucker, wenn ich uns mal selbst loben darf.“ Rarity kicherte und klopfte sich etwas Glitter vom Rock.

„Und es duftet sogar nach Kuchen!“, rief Pinkie.

„Echt?“, sagte Fluttershy. Sie beugte sich zu dem Plakat hinunter, um daran zu riechen. Als sie ihren Kopf wieder hob, war ihre Gesicht voller Glitter und Vanilleglasur.

„Ich habe Vanilleglasur als Kleber genommen!“, erklärte Pinkie Pie und leckte sich entzückt die Finger ab.

Applejack schüttelte den Kopf, als sie Fluttershys glitzerndes Gesicht sah. „Fluttershy, du hast da was …“

Fluttershy fuhr sich sanft mit der Hand über die Wange und wischte ein paar Glitzerkrümel ab. „Ist es weg?“, fragte sie.

Applejack grinste. „Noch nicht ganz!“

Sunset Shimmer kicherte mit den anderen Mädchen. Sie war froh, dass sie mit ihnen lachen konnte.

In diesem Augenblick erhob sich ein Mädchen und verkündete ungehalten: „Die große und mächtige Trixie hat keinen Kleber mehr!“

Sie erwartete wohl, dass ihr jemand Nachschub reichte, aber aus ihrer Gruppe kam keine Reaktion. Also erhob sich Rainbow Dash, sprang über Pinkie Pies Kopf, machte einen tadellosen Handstandüberschlag und hielt Trixie Lulamoon eine Tube Kleber hin. Alle in der Halle applaudierten Rainbow Dashs perfekter Darbietung – alle, außer Trixie.

„War das jetzt nötig?“, schnaubte die verächtlich.

„Keine Ahnung, Trixie. Ist es nicht nötig, in allem ganz fantastisch zu sein?“ Rainbow Dash warf ihre bunte Haarmähne zurück und stolzierte durch die Turnhalle zu ihren Freundinnen zurück. Sie war tatsächlich in so vielen Sportarten gut, dass sie manchmal ein bisschen eingebildet daherkam. Sie setzte sich gerade wieder an ihr Plakat, als die Direktorin eine kleine Bühne am vorderen Eingang der Halle betrat.

Direktorin Celestia trug eine elegante violette Hose und eine weiche beigefarbene Jacke. Sie war jung, dabei aber klug und gewissenhaft. Sie wusste, wie sie ihre Schülerinnen und Schüler begeistern konnte. Sie räusperte sich und klopfte aufs Mikrofon, um Aufmerksamkeit zu erregen. „Hallo miteinander!“

Die Kids sahen von ihren Projektarbeiten auf. Ein Junge zeigte ihr seinen hochgereckten Daumen und sie lächelte ihm zu.

„Ich wollte euch nur sagen“, fuhr Celestia fort, „wie toll ich es finde, dass so viele von euch an unserem allerersten Musikfestival an der Canterlot High teilnehmen.“

Gejohle und aufgeregte Jubelschreie brandeten auf. Alle waren schon ziemlich aufgeregt! Ein Mädchen sprangauf und spielte gleich Luftgitarre.

Direktorin Celestia strahlte über die allgemeine Begeisterung. „Das ist eine großartige Gelegenheit, Geld für unsere verschiedenen Nachmittagsaktivitäten an der Canterlot High zu sammeln, also arbeitet schön weiter an euren Bannern und Plakaten. Je mehr Leute in der Stadt von dem Festival erfahren, desto besser. Ich glaube, das wird eine der aufregendsten Veranstaltungen an unserer Schule seit … dem Herbstball!“

Bei diesen Worten erlosch das Lächeln auf den Gesichtern der Kids. Ein oder zwei schnappten erregtnach Luft. Was war der Herbstball für ein schrecklicher, furchteinflößender Abend gewesen! Die Kämpfe, die Zombies, die Dämonin! Und an allem war Sunset Shimmer schuld gewesen! Alle starrten sie nun an. Fast alle. Fluttershy berührte sie tröstend am Arm. Rarity und Rainbow Dash lächelten mitfühlend. Applejack zwinkerte ihr zu, damit sie wusste, dass längst alles vergessen und vergeben war. Pinkie Pie reichte ihr ein großes Stück Bastelpappe, aber Sunset Shimmer versuchte nur, sich dahinter zu verstecken.

Arme Sunset Shimmer. Würden ihr die anderen jemals wieder vertrauen?

Kapitel 4

Musik in ihren Ohren (und Schweifen!)

Die Mädchen sahen, wie unbehaglich Sunset Shimmer sich in der Turnhalle fühlte, also nahmen sie sie mit in den Musikraum.

„Den Herbstball werden die mir nie verzeihen“, stöhnte Sunset.

„Das war ja auch ziemlich übel.“ Nicht mal Fluttershy mochte sie da in Schutz nehmen. Sie nahm ihr Tamburin und rasselte sachte damit.

Sunset Shimmer sank auf einen Stuhl. „Ich war eine Dämonin. Eine rasende Dämonin.“

Pinkie Pie drosch auf die Hi-Hats ihres Schlagzeugs ein. „Und du hast versucht, alle in Zombies für deine Privatarmee zu verwandeln.“ Sie verdrehte die Augen und hielt die Arme steif ausgestreckt, um Sunset Shimmer zum Lachen zu bringen. Aber die machte sich nur noch kleiner auf ihrem Stuhl.

Rarity hatte sich die Keytar umgehängt und lächelte Sunset Shimmer freundlich an. „Aber du hast ja uns, meine Liebe. Wir haben dir deine einstigen … Missetaten verziehen.“

Die anderen nickten bestätigend, während sie ihre Instrumente stimmten. Sunset Shimmer brachte ein kleines, dankbares Lächeln zustande.

„Um ehrlich zu sein“, sagte Applejack, die eigentlich immer ehrlich war, „würde ich sagen, durch die ganze Geschichte sind alle an der Canterlot High näher zusammengerückt als je zuvor. Jetzt grooven alle irgendwie im selben Takt.“

Das war Pinkie Pies Stichwort. Mit einem lebhaften „Eins … zwei … eins-zwei-drei!“ entfesselte sie einen Trommelwirbel, der die Mädchen in den ersten Song hineinkatapultierte. Die fetzigen Klänge der Rainbooms drangen durch die Tür und trugen die besondere Magie aus dem Lande Equestria in die Flure der Canterlot High hinaus.

Die Klänge schwappten in die Aula, wo die Theatergruppe ihr Frühlingsstück probte. Im Publikum saßen einige Football- und Lacrossespielerinnen, dieihre Freundinnen nach jeder Szene mit anhaltendem Beifall bedachten. Und dann fegte ein Gitarrensolo von Rainbow Dash durchs Schulgebäude. Hinter der Bühne klatschten sich ein paar Nerds ab, die gerade einen kaputten Verstärker reparierten. Im Kunstsaal arbeitete eine modisch perfekt durchgestylte Gruppe Fashionistas fröhlich mit den Kids der Umwelt-AG an einer Kollektion aus recycelten Materialien. Ein sehr hübsches Mädchen führte gerade eine exotisch anmutende Jacke vor, die ganz aus Kaugummipapier bestand. Sie stolzierte damit durch den Raum wie ein Model auf dem Laufsteg, als der Song der Rainbooms gerade seinen Höhepunkt erreichte.

Während siespielten und sangen, bekamen die Sonic Rainbooms wieder ihr Pony-Upgrade. Ihre langen, üppigen Schweife wirbelten im Takt der Musik. Ihre niedlichen kleinen Ohren wackelten im Takt des Basslaufs. Pinkie Pie verausgabte sich ein letztes Mal am Schlagzeug und ausgepowert fanden die Mädchen im ausgiebigen Schlussakkord zusammen. Als es wieder still wurde, verschwanden ihre Schweife und Ohren so plötzlich, wie sie gewachsen waren.

Sunset Shimmer hatte sie mit einerMischung aus Freude und Traurigkeit beobachtet. Sie freute sich, ihre tolle Musik anhören zu können, wünschte sich aber unweigerlich, es gäbe eine Möglichkeit, auch zur Band zu gehören. Trotz ihrer aufgewühlten Gefühle klatschte sie begeistert, als die Band geendet hatte.

Rarity holte tief Luft und atmete hörbar aus. „Ich kann immer noch nicht fassen, was da immer passiert, wenn wir spielen. Ich muss unbedingt nach neuen Accessoires für unsere Bandklamotten suchen. Etwas, das auch mit einemPferdeschweif gut aussieht. Oder vielleicht Clipohrringe für diese niedlichen Ponyohren, die uns wachsen.“

„Ich frage mich nur, warum das passiert“, sagte Applejack, schnallte den Bass ab und stellte ihn vorsichtig auf den Ständer. „Prinzessin Twilight hat ihre Krone doch wieder mit nach Equestria genommen. Müsste das nicht bedeuten, dass sie die ganze Magie auch wieder mitgenommen hat?“

Rainbow Dash klimperte immer noch auf ihrer Gitarre herum. Sie wollte ein paar neue Riffs ausprobieren. „Ist doch egal, warum es passiert. Es macht meine Band einfach umwerfend und fantastisch.“

Einen Moment lang herrschte verblüfftes Schweigen im Übungsraum. Fluttershy und Applejack warfen sich einen Blick zu. Rarity ergriff zuerst das Wort. „Deine Band?“

„Na klar“, sagte Rainbow Dash. Sie drehte ihren Verstärker auf und übte ein paar neue Akkorde. „Es war schließlich meine Idee, die Rainbooms zu gründen, damit wir am Festival teilnehmen können. Außerdem bin ich Leadgitarristin.“

Einfast unmerkliches Element der Disharmonie breitete sich im Raum aus. Was sollte das heißen? Alle Mädchen leisteten ihren Beitrag zur Band. Jede spielte eine wichtige Rolle. Bei einer Band ging es schließlich um Teamarbeit und Gemeinschaft!

Bevor eine noch etwas sagen konnte, steckte der unwiderstehliche Flash Sentry seinen Kopf in den Übungsraum. Er trug eine Gitarre auf dem Rücken und lächelte wie immer breit und charmant. „Hab euch von draußen gehört. Klingt wirklich cool, was ihr da macht.“

„Na ja, noch nicht ganz“, sagte Rainbow Dash mit einem Stirnrunzeln. „Rarity setzt in der zweiten Strophe immer noch zu spät ein und Applejack muss noch ein bisschen an ihrem Bass-Solo feilen.“

Applejack verdrehte die Augen. Das war einfach nicht wahr! Rarity reagierte fassungslos auf die Bemerkungen ihrer Freundin. Natürlich machten sie einander immer konstruktive Verbesserungsvorschläge, aber es war etwas ganz anderes, sich gegenseitig vor anderen zu kritisieren, vor allem vor einem hübschen Jungen.

Als spürte sie, dass sie zu weit gegangen war, korrigierte sich Rainbow Dash. „Sie kriegen das aber noch rechtzeitig bis zum Festival hin“, sagte sie.

Flash Sentry sah sich im Musikraum um und hustete. „Von euren, ähm, ‚externen‘ Freundinnen kommt nicht zufällig eine? Ich mein‘, ist ja schließlich eine besondere Benefizveranstaltung und so...“

Applejack wusste genau, worauf er anspielte, und hatte ein bisschen Mitleid mit ihm. Sie alle vermissten Twilight Sparkle, aber die Pforte war nun wieder geschlossen, und sie würde nie mehr zurückkommen. Außerdem konnten sie Flash Sentry nichts von der geheimen Magie erzählen. „Tut mir leid, Flash“, sagte Applejack. „Ich fürchte, Twilight kommt in nächster Zeit erst mal nicht zur Canterlot High zurück.“

Er stieß einen enttäuschten Seufzer aus. „Aha. Naja. Gut, ich wollte nur mal fragen.“ Er trat mit der Fußspitze gegen die Linoleumfliesen und riss sich dann aus seinem stillen Liebeskummer. „Na dann, weiter so“, sagte er zu den Mädchen und verließ den Raum.

„Da ist einer aber immer noch ziemlich schlimm verknallt“, sagte Rarity. Doch dann wurde ihr klar, dass Sunset im Raum war. Bevor Twilight Sparkle an die Canterlot High gekommen war, waren Sunset Shimmer und Flash Sentry ein Paar gewesen. „Auweia, tut mir leid!“, sagte Rarity rasch. „Ich vergesse immer, dass du und Flash mal zusammen wart.“

Sunset Shimmer zuckte mit den Schultern. „Macht nichts. Flash ist ein netter Typ, aber ich war nie richtig verliebt in ihn. Ich habe ihn nur benutzt, um meine Beliebtheit zu steigern.“

Fluttershy schnappte überrascht nach Luft und die anderen Mädchen sahen recht entsetzt drein.

Sunset Shimmer verzog das Gesicht. „Mein früheres Selbst war echt übel, oder?“

Rarity entschuldigte sich noch einmal für ihr mangelndes Feingefühl und Rainbow Dash betonte, wie sehr die Mädchen Sunset Shimmer jetzt mochten.

„Das Wichtige ist doch, dass du die Kurve gekriegt hast“, sagte Applejack. Und das stimmte. Die Mädchen hatten ihr vergeben, aber Sunset Shimmer hatte auch dazugelernt. Sie hatte sich geändert.

„Danke, Applejack“, sagte sie. „Aber ich bin mir nicht sicher, ob die anderen an der Canterlot High das auch so sehen.“

Aus der Lautsprecheranlage ertönte ein Knacken. Jemand im Büro wollte eine Durchsage machen. Es war Vizedirektorin Luna. „Sunset Shimmer bitte zu mir ins Büro.“

„Muss los“, sagte Sunset Shimmer und sprang auf.

Die anderen Mädchen blickten sie besorgt an. War Sunset in Schwierigkeiten?

„Ich habe mich freiwillig gemeldet, um ein paar Neuen die Schule zu zeigen“, erklärte sie. Sie griff nach ihrem Rucksack. „Ich dachte, es wäre ganz gut, wenn sie mein neues Selbst kennenlernen, bevor sie die üblen Geschichten über mein altes hören.“

Sobald sich die Tür hinter ihr geschlossen hatte, drehte sich Rainbow Dash wieder zu ihren Bandkolleginnen um. „Wir haben noch ein paar Minuten vor dem Essen. Sollen wir noch mal ‚Ich bin euer Superstar‘ proben?“ Sie nahm ihre Gitarre und trat vors Mikrofon.

Nervös zog Fluttershy ein Notizbuch aus der Tasche. „Ähm“, sagte sie leise und versuchte, die Aufmerksamkeit ihrer Freundinnen zu erhaschen. „Ähm, könnten wir vielleicht mal den Song spielen, den ich geschrieben habe?“ Sie schlug das Notizbuch auf und hielt es hoch. Die Seiten waren voller Textzeilen und Noten in blasser Schrift.

„Machen wir später“, sagte Rainbow Dash und sah kaum hin. Sie schlug die ersten Töne des Songs an, den sie zum Üben vorgeschlagen hatte.

„Ach so. Na gut“, sagte Fluttershy enttäuscht. Sie steckte das Notizbuch wieder in die Tasche und nahm ihr Tamburin in die Hand. Aber sie rasselte damit ohne große Begeisterung.

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Yaş sınırı:
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91 s. 2 illüstrasyon
ISBN:
9788726220674
Yayıncı:
Telif hakkı:
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