Kitabı oku: «Rituale im Jahreskreis»

Yazı tipi:

Roswitha Stark

RITUALE

im Jahreskreis

Heilung für Körper, Seele und Erde

im Rhythmus der Natur


Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek

Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://dnb.d-nb.de abrufbar.

Roswitha Stark

Rituale im Jahreskreis

Heilung für Körper, Seele und Erde im Rhythmus der Natur

E-Book (epub): ISBN 978-3-86374-170-9

(Druckausgabe: ISBN 978-3-86374-168-6, 1. Auflage 2014)

Mankau Verlag GmbH

Postfach 13 22, D-82413 Murnau a. Staffelsee

Im Netz: www.mankau-verlag.de

Internetforum: www.mankau-verlag.de/forum

Lektorat: Josef K. Pöllath, Dachau

Endkorrektorat: Susanne Langer M. A., Traunstein

Gestaltung Umschlag: Andrea Barth, Guter Punkt GmbH & Co. KG, München

Gestaltung Innenteil: Sebastian Herzig, Mankau Verlag GmbH

„Lichthelfer“/Geometrien: Sina Graner, Augsburg

Zitat von Nazim Hikmet (3): Der Verlag konnte trotz intensiver Recherche den Rechteinhaber nicht ausfindig machen. Für weiterführende Hinweise sind wir dankbar!

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Wichtiger Hinweis des Verlags:

Die Autorin hat bei der Erstellung dieses Buches Informationen und Ratschläge mit Sorgfalt recherchiert und geprüft, dennoch erfolgen alle Angaben ohne Gewähr. Verlag und Autorin können keinerlei Haftung für etwaige Schäden oder Nachteile übernehmen, die sich aus der praktischen Umsetzung der in diesem Buch vorgestellten Anwendungen ergeben. Bitte respektieren Sie die Grenzen der Selbstbehandlung und suchen Sie bei Erkrankungen einen erfahrenen Arzt oder Heilpraktiker auf. Die vorgestellten Therapievorschläge sollen den Besuch beim entsprechenden Facharzt nicht ersetzen, sie können aber die persönliche Gesundheitsvorsorge sinnvoll und ganzheitlich ergänzen.

eBook-Herstellung und Auslieferung:

Brockhaus Commission, Kornwestheim

www.brocom.de


Leben einzeln und frei wie ein Baum und brüderlich wie ein Wald ist unsere Sehnsucht
Yaşamak Bir ağaç gibi Tek ve hür Ve bir orman gibi Kardeşcesine Bu hasret bizim
Nazim Hikmet, türkischer Dichter

Widmung

Für meine Mutter Elfriede

Diesen Namen konntest du nie leiden.

El-Friede

Der Frieden

Welch wunderbarer Name.

Inhalt

Prolog

Einleitung

Dein Bewusstsein heilt Körper, Seele, Erde und Universum

Der richtige Zeitpunkt, uns selbst und die Erde zu heilen, ist jetzt

Den richtigen Zeitpunkt für Rituale finden, oder: Welchen Kalender hätten Sie gern?

Von der linearen Zeit zur Synchronizität

Leben ohne starren Kalender, jedoch mit den Rhythmen der Natur

Praktische Ritualarbeit

Das morphogenetische Feld und seine Wirkungen auf uns

Die gezielte Stärkung des heilen Feldes der Mutter Erde

Kelten, Germanen oder Christen

Die Sehnsucht nach dem Ursprünglichen

Der Jahreslauf als Sinnbild ewiger Schöpfung

Die Vorbereitung auf das Ritual

Hilfreiche Kräfte beim Ritual

Der richtige Ort

Reinigung

Einstimmung

Begrüßung

Anrufung und Ehrung der vier Elemente



Der Kern des Rituals

Abschluss des Rituals

Die acht elementaren Stationen im Jahreskreis

Samhain/Allerseelen – 31. Oktober und 1. November

Modhro/Wintersonnwend – 21. Dezember

Imbolc/Lichtmess – 1. und 2. Februar

Ostara/Frühjahrs-Tagundnachtgleiche – 20. bis 23. März

Beltane/Maifest – 30. April und 1. Mai

Litha/Sommersonnwend – 21. Juni

Lughnasad/Fest der Schnitterin – 2. August

Mabon/Herbst-Tagundnachtgleiche – 20. bis 23. September

Heilende Geometrien

Die kosmischen Kristallkräfte

Die Erdkörperkräfte

Die Rahmen-Matrix der Schöpfung

Ihre persönliche Heilbotschaft im Jahreskreis

Anhang

Alle Kosmos- und Erdkörperkräfte auf einen Blick

Kopiervorlagen

Danksagung

Zur Autorin

Weitere Veröffentlichungen der Autorin

Literaturverzeichnis

Stichwortregister


Prolog

Früher dachte ich, Herpes sei etwas, das nur meine Schwester bekäme. Diese dicken hässlichen Krusten, die den Mund verzogen aussehen ließen und selbst die beste Freundin auf Abstand halten konnten. Meine Schwester hatte sie als Kind regelmäßig, ich nie. Anscheinend war ich stabiler als sie, zumindest, was die Gesundheit anging, blieb ich von diesen Dingern verschont.

Ich war ein braves Kind, angepasst, hätte man damals – zu Zeiten der Studentenrevolution – gesagt; immer ängstlich, ich könnte auffallen, vor allem in der Schule, wo ich panische Angst hatte, vom Lehrer aufgerufen zu werden und etwas sagen zu müssen, was von den Klassenkameraden mit Hohn hätte bedacht werden oder der Erwartung des Lehrers nicht entsprechen könnte. Ich konnte die Schule nie leiden, blieb aber weiterhin bei der Taktik, brav zu sein, was mir den Vorteil verschaffte, dass ich als einziges der drei Enkelkinder (meine Schwester war den Großeltern zu „lebendig“) manchmal an den Wochenenden zu Oma und Opa durfte, um dort in die Welt der Märchen einzutauchen, die mir mein Großvater mit seinem bäuerlich rudimentären Wortschatz geduldig holprig vorlas. Ich liebte diese Geschichten von den wehrhaften, zu klein geratenen Geschöpfen, die tapfer in die Welt hinauszogen, alle Abenteuer bestanden und den Unbilden trotzten, um letztlich zu voller Schönheit und Pracht verwandelt zu werden, die mit Armen voller Gold und Schätzen heimkamen, um die Angebetete, vormals Unerreichte, in die Arme zu schließen und fortan einem Leben voller Glück und Glitzer zu frönen. Da machte mein enges kleines Herz ein Stückchen auf und ließ mich den grauen Alltag leichter ertragen.

Der Weg ist das Ziel. Der Lebensweg ist das Ziel. Mein Weg zur Schule hieß „Wiesenweg“. Und er war ein echtes Highlight. Ein schmaler Pfad, mitten durch Grünflächen voll wunderschöner Wiesenblumen. Manchmal pflückte ich nach der Schule selbstvergessen einen Strauß dieser rosa, weiß, gelb und schwarzknopfig blühenden Wildblumen und brachte sie meiner Mutter, stellte sie auf den Mittagstisch, wo sich alsbald kleine schwarze Käferchen inmitten der Löffel, Gabeln und Teller tummelten. Der Wiesenweg ließ mich aufatmen, mein dünnes Herz weiter werden und zarter pochen, als es mein rüdes abweisendes Wesen nach außen hin zeigte. Inmitten der Blumen kauernd und zupfend fühlte ich mich geborgen, sonniger und luftiger, und der Wind raunte mir ins Ohr, er verstünde mich, und ich müsse mir keine Sorgen machen, anders zu sein als die anderen, denn in Wirklichkeit seien wir alle anders, nur hätte keiner den Mut, das zu zeigen. Aber diese Zeit werde schon noch kommen.

Den Wiesenweg gibt es zwar heute noch, fast 50 Jahre später, aber die Blumen sind weniger geworden, und meine rosa Zahnbürstel habe ich dort nie mehr gesehen. Dafür hatte ich letztes Jahr zweimal Lippenherpes, einmal eine dicke Augenentzündung nach einer anstrengenden Ausbildungswoche und mehrere grippale Infekte, wobei die Abstände dazwischen beunruhigend kleiner geworden waren. Dafür bin ich jetzt nicht mehr sehr brav, und die alte Wut, die ich als Kind erfolgreich unterdrückt hatte, sucht sich öfter Bahn, um endlich erlebt und damit erlöst werden zu können. Ich nehme sie dankbar an! Und meine liebe Schwester und ich sind uns gar nicht so unähnlich! Eigentlich spielt die Zeit hier keine Rolle. Was sind schon fünfzig Jahre im Vergleich zur Ewigkeit. Und das Kind, das entdecken wir schon noch in uns, wenn wir unsere Lauscher mal etwas nach innen richten.

Nicht nur ich durfte endlich meinen inneren Herpes – und damit meine versteckte Aggression – ausleben. Im letzten Jahr traf es vermehrt auch meine Heilerkollegen, allesamt ganzheitlich denkende und arbeitende Menschen, die gern für andere da sind und sich selbst lieber hintan stellen, als anderen nicht zu helfen. Nicht wenige dieser wunderbaren Menschen kommen nur noch schwer auf die Füße, fühlen sich leer und ausgebrannt oder haben wiederkehrende Infekte, ein immer schwächer werdendes Immunsystem oder schlimmere Erkrankungen. Burn-out, das neue Modewort, und Depressionen machen sich breit.

Vielen geht alles viel zu schnell, und auch das gewohnte Abschalten vor dem Fernseher, sich noch etwas mehr Konsum zu gönnen oder ein gutes Glas Wein scheinen immer weniger zu helfen durchzuhalten. Unsere Batterien werden immer schneller leer, und die Kompensationsmechanismen unserer westlich-kultivierten Gesellschaft scheinen nicht mehr so recht zu greifen. Der Körper und die Seele rufen deutlich und immer lauter nach echter Erleichterung, nur haben wir offenbar weitgehend vergessen, wie wir uns früher Entlastung verschafft haben.

Mutter unser

Die du bist im Herzen Geheiligt werde dein Name Unser einig Reich komme Dein Wille geschehe Wie im Himmel So auf Erden Deine reichen Früchte schenke uns heute Und die Achtsamkeit, sie zu ehren Und vergib uns unsere Schuld Wie auch wir vergeben unseren Mitgeschöpfen Und vor allem uns selbst Du führst uns nie in Versuchung Sondern erlöst uns in deinen Armen Denn dein ist die Schöpfung Und die Kraft und die Herrlichkeit In Ewigkeit.

Danke.

Alles ist gut

Heute, es ist Heiligabend, sitze ich an meinem stillen See und blicke auf seine wunderbare Oberfläche, in der sich das späte Laub der Bäume und die knorrigen Äste der Bäume spiegeln. Das mir vertraute Entenpaar putzt sein Gefieder und genießt in trauter Eintracht und stiller Zweisamkeit die letzten sinkenden Sonnenstrahlen des späten Nachmittags. Vor nicht einmal einer Stunde habe ich meine Tochter verabschiedet, die sich entschieden hat, Heiligabend bei ihrem Vater und ihrer Oma zu verbringen. Das erste Mal seit der Trennung ist die Familie an Heiligabend nicht vereint. Ich habe sie liebevoll gehen lassen. Ich finde es gut, dass sie den Vater ehrt. Wenn ich normal wäre, müsste ich jetzt verzweifelt oder zumindest ein ganz klein wenig traurig sein. Wenn ich ganz normal wäre …! Ein nie gekannter tiefer Frieden hat sich in mir Raum gemacht, wie ich hier so sitze auf dieser versteckten Bank am Weiher. Ich kann mich nicht erinnern, dass ich jemals an Weihnachten einen so tiefen Frieden in mir verspürt hätte, und auch nicht jemals vorher an einem anderen Tag. Alles, einfach alles ist gut in diesem Augenblick. Ich sitze nur hier und schaue, und absolut nichts findet mehr Platz außerhalb des Fühlens und Seins. „Ich bin ganz im Hier und Jetzt!“ Und: „Alles ist gut so, wie es ist!“

Ich atme die klare Luft und werde mir des Ästedaches bewusst, das mich sanft schwebend behütet. Die Abendsonne kitzelt meine Nase und lässt mich blinzeln, und die Tiere … sie haben die Ruhe weg. Einfach schön, es geht mir richtig gut!

Den Wiesenweg gibt es überall. Er führt direkt hinein in die Geschenke der Natur, in den Überfluss der Elemente, in den stillen See der Schöpfung, in den wir in unserer Er-Schöpfung eintauchen können, um gelabt und erfrischt wieder auftauchen zu können, wenn die Zeit dafür reif ist.

Mögen Sie Ihren persönlichen Wiesenweg voller Wunder gehen – allein und stark, in trauter Zweisamkeit oder mit all denen, mit denen Sie in Liebe verbunden sind. Mögen Sie immer neue Blumen finden, die zu einem Strauß voller Möglichkeiten gebunden werden. Und mögen Sie auch die Käfer lieben lernen, die zu den Blumen gehören. Und mögen Sie viele leuchtende und duftende Sträuße in Ihrem Leben geschenkt bekommen!

Denn wir sind alle Blumenkinder.

In Dankbarkeit:

Roswitha Stark

Einleitung

Wozu eigentlich noch ein Ritualebuch? Gibt es nicht schon viele Bücher zu den überlieferten Bräuchen, Zeremonien und Festen im Jahreskreis? Bücher, die informieren, wie Kelten, Germanen, Maya, Indianer und andere Kulturen die Erde verehrten, und welchen Nutzen sie sich davon versprachen oder tatsächlich davon hatten. Wir lesen in ihren Überlieferungen wie in einem Märchenbuch, riechen den würzigen Duft der heiligen Haine oder schamanischen Räucherwerke, hören die pulsierenden Trommelklänge und wiegen uns, verträumt die Augen gesenkt, zu ihrem irdenen Rhythmus.

Wir fühlen uns wohl in der Gemeinschaft des Kreistanzes und inmitten der verbindenden Zauberworte oder mehr oder weniger geheimer Formeln, die uns von Häuptlingen aller Couleur vorgesprochen werden. In solchen Augenblicken, Minuten oder Stunden des Beisammenseins fühlen wir uns besonders gut. Betteten diese die Völker, die wir uns vorstellen, in ihren Alltag hinein, so sind diese Dinge für uns zivilisierte Menschen etwas Besonderes, und anders als in den Überlieferungen nutzen wir die Bräuche, Rituale und Zeremonien, um dem Alltag ein Stück weit entfliehen und dadurch wieder neue Kraft tanken zu können. Hierzu haben wir uns die vielfältigsten Anlässe geschaffen: den Kirchgang am Sonntag, das Feiern von Festen im Jahreskreis wie Ostern, Weihnachten, Heilig-Drei-König, Sonnwendfeiern, Vollmondrituale, Halloween etc. Viele lieben aber auch die kleinen Zeremonien: das gemeinsame Abendessen, zu dem sich die ganze Familie trifft und in Ruhe Erfahrungen des Tages austauscht, die Gute-Nacht-Geschichte für die Kinder, das Tischgebet vor dem Essen. Vielleicht auch die gemeinsame Ernte im Spätsommer, bei der alle mithelfen, um anschließend den Segen der Natur gemeinsam zu feiern?

Wie ist das mit uns? Ist das auch ein Ritual, wenn ich morgens vor dem Frühstück immer zuerst meinen Computer einschalte, um meine E-Mails zu checken? Oder mich in Facebook einlogge, um zu sehen, wer mit mir chatten oder wer mit mir nichts zu tun haben möchte? Oder dass ich immer zwischen sieben und acht Uhr zuerst einmal alle meine Anrufe erledige? Oder dass ich mich dreimal am Tag dusche? Oder dass ich mir vom Hund immer die Zeitung bringen lasse? Die Unterscheidung zwischen purer Gewohnheit und echtem Ritual scheint schwierig.

Ein gewohntes, eher unbewusstes Ritual ist es, wenn ich frühmorgens als Erstes den Fernseher einschalte und mich von ihm den ganzen Tag nebenher berieseln lasse, bis ich ihn vor dem Zubettgehen wieder ausschalte (oder vielleicht schlafe ich sogar davor ein). Die abendliche Gute-Nacht-Geschichte für mein Kind kann ich mit der Absicht vorlesen, dass es möglichst schnell einschlafen möge, damit ich meine Ruhe habe, oder mit der Absicht, mir bewusst diese Zeit mit meinem Kind zu gönnen, damit wir beide unsere Seele nähren. Das Kind – und letztlich auch ich – wird den Unterschied spüren. Die Absicht, Gottesdienste – vor allem in der katholischen Kirche – nach einem bestimmten Ritus abzuhalten, mag ursprünglich gewesen sein, die Gemeindemitglieder zum gegenseitigen Füreinander-da-sein und zur Ehrung der Schöpfung anzuhalten. Aber wie wir wissen, wurde im Lauf von Jahrhunderten die Absicht pervertiert, und der Ritus Gottesdienst verkam immer mehr zum Instrument der Manipulation, der Macht- und Geldgier. So haben Rituale immer zwei Seiten, wie alles in dieser Welt der Polarität: Wir können sie zum Wohle von allem, was ist, verwenden und um die Erde – und damit uns selbst – zu heilen und uns zu mehr Frieden und Glück zu verhelfen. Oder wir verwenden sie, um uns selbst in den Vordergrund zu schieben, uns zu bereichern, um mehr Macht zu haben und die Kontrolle über andere – einschließlich unserer Erde – zu festigen. Zu allen Zeiten und in allen Kulturen wurde auch schwarz-magisch gearbeitet, um bestimmte egoistische Ziele zu erreichen.

Magische Rituale haben sehr viel Kraft, und auch Voodoo-Zauber funktioniert, jedoch der Satz: „Tue anderen nur das an, was du möchtest, das man dir tue“, unterliegt den Gesetzen der Resonanz. „Wie du in den Wald hineinrufst, so hallt es zurück.“ Und das Echo dessen, was du tust, trifft unweigerlich auf dich zurück. So gibt es also tatsächlich auch Gefahren und Risiken beim Ausführen von (magischen) Ritualen, deshalb sollten wir schon wissen, wann, zu welchem Zweck und in welcher Form wir ein Ritual ausführen wollen.

Was sind Rituale?

Rituale haben eine bestimmte Form und einen bestimmten Inhalt. Sie werden mit einer ganz bestimmten Absicht bzw. Intention vollzogen. Die Unterscheidung, ob es ein echtes Ritual oder nur eine Gewohnheit ist, zeigt sich am Grad des Bewusstseins bzw. Unbewusstseins.

In der Gruppe potenziert sich die Kraft der Rituale.

Mutter Erde macht es nicht viel aus, wie und zu welchem Zweck wir nach bestimmten Ritualen handeln. Wenn wir mit dem Grundgedanken handeln, die Erde zu stärken und uns wieder auf die Werte der Schöpfung und die Harmonie aller Lebewesen zu besinnen, dann freut sich Mutter Erde, und wir werden liebevolle Energien von ihr zurückerhalten. Schwarze Magie und negative Emotionen und Gedanken mögen dem lebendigen Wesen Erde wehtun, so wie es eine Mutter schmerzt, wenn ihr Kind aus Mangelbewusstsein, Neid und Gier heraus handelt. Dennoch wird sie sich zu wehren wissen, und sie wird sich auf ihre Art und Weise von dieser Negativität befreien; meist durch große Reinigungsaktionen, bei der ihr die Elemente Wind, Wasser, Feuer und Äther helfen. Wenn die Erde Gifte und Schlacken abschüttelt, die wir Menschen erzeugt haben, erfahren wir dies durch persönlichen Schmerz und persönliches Leid, einfach deswegen, weil dies immer eine Chance ist, aus negativ empfundenen Erfahrungen zu lernen.

Am Ende aber, wenn der körperliche Tod uns holt, wird Mutter Erde ihre großen weichen Arme weit öffnen, wie sie das immer schon getan hat, und uns liebevoll in ihren Leib zurücknehmen und uns sanft an ihr Herz drücken, ohne Unterschied, was wir waren oder sind. Denn sie weiß, dass wir alle ihre Kinder sind und nach einer Zeit des Ausruhens im unendlichen Universum neu geboren werden, um das Spiel des Lebens neu zu beginnen.

Warum also dieses Buch? Ich habe in den letzten zehn Jahren als Autorin und Heilerin erfahren, dass ich immer dann ein Buch schreiben sollte, wenn ich eigentlich gar keine Lust dazu hatte. Meine Geisterchen, wie ich meine wohlwollenden Helfer und Begleiter aus der feinstofflichen geistigen Welt liebevoll bezeichne, flößen mir Inspirationen, Ideen und Wichtigkeiten ein, die ich irgendwann nicht mehr ignorieren kann. Und so entstehen zum Beispiel viele Impulse in meinen Seminargruppen, durch die sich die Erde und Umwelt immer stärker „zu Wort meldet“. Immer wieder mussten wir im letzten Jahr globale Themen wie Umweltverschmutzung, Kriege, Aggression, Gier, Machtmissbrauch und Ausbeutung behandeln und mit den Mitteln der Energiearbeit einen Teil zur Harmonisierung beitragen – scheinbar universelle Themen, die jedoch immer auch eine persönliche Resonanz in den Teilnehmern der Gruppen hatten. So war und ist jeder Einzelne von uns gefordert, auch seine eigene zutiefst verborgene gierige, zerstörerische, machtbesessene, ausbeuterische und rücksichtslose Seite zu erkennen und zu heilen. Erst dann oder zumindest parallel zu diesem persönlichen Prozess können wir gemeinsam – aber auch allein! – die Erde, unseren wunderbaren und einzigartigen Heimatplaneten heilen.

Da mein heilerischer Schwerpunkt seit über fünfzehn Jahren die Arbeit mit ordnenden, feinstofflichen Energien ist, allen voran der Einsatz von Symbolen und kosmischen Geometrien, aber auch Farben und starken Wortschwingungen, lag es nahe, dass dies das Besondere an diesem Rituale-im-Jahreskreis-Buch werden sollte. So habe ich für jede wichtige Station im Jahreskreis zwei Karten entwickelt, die Sie sehr kraftvoll mit heilenden Energien begleiten, wenn Sie durch das Ritual persönliche und universelle Heilenergien erschaffen und zum Wohle von allem, was ist, freisetzen und aktivieren werden. Die eine der Karten ist jeweils in gewisser Weise ein Kristall. Dieser repräsentiert das universelle Bewusstsein, das weit über die Erde hinausreicht und mit der kosmischen Urquelle oder Zentralsonne korrespondiert. Es ist das Vaterbewusstsein, die Anbindung an das Urfeld der Seele, die ewig, unendlich und frei ist. Es ist das Licht des Universums, das über diese Kristallkarte eingefangen wird und genau an diesem Ort und zu diesem Zeitpunkt, an dem Sie Ihr Bewusstsein im Jahreskreis darauf ausrichten, wie ein Laserstrahl gebündelt als reiner Licht-Kraft-Energiestrahl zu höchster Durchdringungskraft aktiviert wird. Damit verfügen Sie über einen machtvollen Verstärker aus dem Kollektivfeld des Universums für Ihre Arbeit auf der Erde.

Das Wort Karte ist kursiv gesetzt, weil die Abbildungen eine Kartenform und -anmutung haben, nicht aber als reale Karten beiliegen. Sie können diese aber gern kopieren und laminieren, damit Sie gut damit arbeiten können.


Zu jeder Jahreskreisstation gesellt sich außerdem eine zweite nicht minder kraftvolle Karte, für deren Idee ich meinen Geisterchen wirkliche Achtung und Respekt zolle. Basismotiv dieser zweiten Karte ist das Jahrtausende alte Orakelsystem des I Ging aus dem chinesischen Buch der Wandlungen. Das I Ging besteht aus 64 Strichcode-Figuren, den sogenannten Hexagrammen. Jedes einzelne Hexagramm besteht wiederum aus sechs Linien, die jeweils waagrecht durchgezogen sind (= männliches Prinzip) oder in der Mitte unterbrochen (= weibliches Prinzip). Aus diesen beiden Linienarten werden alle 64 Hexagramme gebildet. Für jedes der acht ausgewählten Jahreskreisfeste habe ich jeweils acht I-Ging-Symbole auf der entsprechenden Karte kombiniert. Diese Strichcodes repräsentieren wirkungsvolle Möglichkeiten der Veränderung und Wandlung in der Welt der Polarität. Das I Ging unterstützt auf heilsame Weise die Gesetzmäßigkeit der Erde und aller Welten, dass alles einem stetigen Wandel unterliegt und Festhalten und Starre Krankheit erzeugt und dass sich dennoch aller Wandel nach festgelegten Gesetzmäßigkeiten vollzieht (auf Geburt und Wachstum muss zwangsläufig Vergehen und Tod folgen, damit eine Neugeburt wiederum möglich wird). So wird die I-Ging-Karte irdischen Angelegenheiten bestens gerecht. Wenn wir sie zum Ritual benutzen, vereinigt sich der schöpferische kristalline Laserimpuls des Universums mit dem urweiblich empfangenden Prinzip der Mutter Erde zum Wohle aller. Daraus erzeugt sich die Welt. Und weil alles mit allem verbunden ist, werden auch Sie persönlich von dieser starken, ordnenden Kraft an Körper, Seele und Geist profitieren.


Dein Bewusstsein heilt Körper, Seele, Erde und Universum

Bewusstes Handeln heißt zunächst einmal, stopp zu sagen zu den Stress erzeugenden Beschleunigungen, die durch das Massenbewusstsein gefördert werden. Das (unbewusste) Handeln der meisten Menschen in der westlichen Welt ist geprägt von den Informationen, die ohne Pause durch Massenmedien, Internet und andere technische Medien auf uns einrieseln (deswegen habe ich meinen Fernseher schon seit Langem abgeschafft). Deren Botschaften verführen uns zu der Illusion, wir seien machtlos und könnten die Armut der Welt und den ständigen Überlebenskampf ohnedies nicht ändern. Unterbewusstsein und Ego halten uns durch diese scheinbar bestätigenden Botschaften, wie das Leben nun einmal sei, in einer Angstschwingung fest, die wiederum negative Wirklichkeiten für uns und unsere Umgebung erschafft.

Angst und negative Glaubenssätze über uns selbst und andere führen aber leider zu einer ausgesprochen kräftezehrenden Lebensweise, in der wir immer schneller und hektischer durchs Leben rennen, um das vermeintlich Lebensnotwendige zu ergattern und uns abzusichern: den Job, das Auto, den Partner, die Rente … Diese Beschleunigung, dieser Stress und diese Hektik schwächen uns immer mehr, die Spitze des Getriebenseins ist längst erreicht! Circa die Hälfte der Einwohner in Deutschland ist ausgebrannt (Burn-out) und auf dem besten Weg zu Lethargie und Depression.

Fragen Sie einmal in Ihrem Bekanntenkreis, wer wirklich ein glückliches und zufriedenes Leben führt! Wollen Sie tatsächlich so weiterleben?

Wie innen so außen, wie oben so unten – unsere Gedanken, Ideen und Taten treffen auf Resonanz im gesamten Universum und in der kleinsten Zelle unseres Seins. Unsere Gedanken werden zur Wahrheit und bilden unsere Realität, ob wir das im positiven, heilenden Sinne einsetzen oder nicht. Unsere Aktionen zur Heilung der Erde und ihrer Geschöpfe sind wesentlich wirkungsvoller, als wir glauben. Allein die Absicht zu helfen hat bereits eine Wirkung, auch wenn wir diese nicht sehen können.

Dennoch sind positive Informationen im feinstofflichen Feld bereits vorhanden und warten auf Abruf. So können wir jederzeit darum bitten, dass wohlwollende und lichtvolle Helfer in Form oder Gestalt von Engeln, Meistern, Krafttieren, Erdwesen, Naturwesen, Tönen, Farben, Symbolen uvm. unsere Kräfte beim Ritual verstärken und um ein Vielfaches potenzieren. Sie werden deren Anwesenheit spüren, hören oder sehen können, nachdem Sie sie eingeladen haben, dabei zu sein. Auch aus diesem Grund sind Sie nie allein, selbst wenn Sie das Ritual tatsächlich ohne Gruppe, also all-ein vollziehen.

Kann einer allein wirklich nichts bewirken?

Um zur Erdheilung mit Hilfe von Zeremonien oder Ritualen beizutragen, braucht es nicht unbedingt eine Gruppe. Wir leben in einer ganz besonderen Zeit, in der jeder Einzelne von uns immens viel Schöpferkraft geschenkt bekommen hat. Ein eindrucksvolles Beispiel habe ich im Jahr 2011 bei einer Reise nach Jordanien erlebt. Eine Kollegin erzählte mir, kurz bevor wir zu einer Tour an den weltberühmten archäologischen Ausgrabungsort Petra aufbrachen, dass sie im Jahr vorher bereits einmal an diesem Ort gewesen sei. Besonders erschreckt und betroffen hätte sie dabei der überaus erbärmliche Zustand der Pferde, mit denen Touristen von einheimischen Kutschern die rund drei Kilometer ins Zentrum von Petra gefahren wurden. Die Tiere seien so schlecht ernährt gewesen, dass man die Rippen gesehen habe. Unter den Sätteln seien sie wund gewesen, und die Reiter haben sie mit Peitschenhieben erbarmungslos angetrieben, alles sei wohl nur auf Profit ausgerichtet. Daraufhin habe sie zu Hause regelmäßig zu einem aufgestiegenen Meister gebetet, er möge diesen armen Tieren helfen.

Während wir so sprachen, näherten wir uns zu Fuß dem Platz, an dem die Reiter ihre Kutschdienste anboten. Viele Pferde standen dort mit und ohne Sattel, und wir waren sehr erstaunt über den unerwarteten Anblick. Alle Pferde waren bestens genährt, kein einziges Tier war abgemagert. Niemand peitschte auf die Tiere ein, um sie anzutreiben. Meine Kollegin war höchst erstaunt, hatte sich doch nur ein Jahr vorher ein ganz anderes Bild gezeigt. Wir liefen rund einen Kilometer weiter zum Eingang des Gebietes, während etliche mit Touristen besetzte Kutschen an uns vorbeifuhren, rasch zwar, aber nicht übermäßig rasant. Am Eingang angelangt, sahen wir eine große, neu aufgestellte Holztafel, auf der stand, dass es in diesem Gebiet eine Tierschutzpolizei gebe, und wenn jemandem auffallen sollte, dass die Tiere nicht gut behandelt würden, dann sollte man das in einem extra dafür aufgestellten Häuschen melden. Ist das nicht wunderbar? Da soll einer sagen, allein hätten wir keine Chance!

Der richtige Zeitpunkt, uns selbst und die Erde zu heilen, ist jetzt

Wie das Beispiel mit den Pferden und ihren Besitzern zeigt, können wir ziemlich sicher sein: Rituale im echten Bewusstsein haben Wirkung! Sie können sich selbst damit kraftvolle Heilimpulse für Körper, Seele und Geist geben, ebenso für Mutter Erde und alle Geschöpfe, die auf ihr leben, sowie dem ganzen Universum, mit dem jeder Einzelne auf eine Weise verbunden ist, die wir vorerst nur erahnen können. Zumindest weiß man heute von der Quantenphysik, dass dies nicht nur Spekulation ist. Vielmehr ist alles Illusion, was wir mit unseren relativ beschränkten physischen Sinnen wahrnehmen.

Diese Welt aus Bildern, Farben, Tönen, Gedanken und Gefühlen ist in Wahrheit eine Welt der Frequenzen, Schwingungen, Bewegungen und vor allem Möglichkeiten. So bilden die allerkleinsten Teilchen der Materie wie Quanten, Quarks oder Photonen nicht regelmäßig feste Materie, sondern vielmehr einen Raum der Möglichkeiten, aus dem jederzeit Wirklichkeit bzw. Materie werden kann. Welche der zahllosen universellen Möglichkeiten dann tatsächlich zu einer sichtbaren und spürbaren Realität für uns wird, unterliegt hauptsächlich den gestaltbildenden Kriterien unseres Bewusstseins, unserer Gedanken, Erwartungen und Gefühle. Ob bewusst oder unbewusst – wir selbst entscheiden in jedem Augenblick neu, welche Realität sich aus dem morphogenetischen (Form gebenden) Feld als Nächstes herausbilden wird. Es ist besser, bewusster vorzugehen, damit es eine schöne harmonische Wirklichkeit für die Erde und uns Menschen, ihre Kinder, die Tiere und Pflanzen wird.

Erdheilungsrituale im Rhythmus und kreisförmigen Verlauf des Lebens zu zelebrieren, bedeutet, das Leben selbst als Manifestation des göttlichen Seins zu ehren, samt aller Geschöpfe, die eben diese Schöpfung hervorgebracht hat, ganz gleich, ob es sich um den Dalai Lama handelt oder um den Maulwurf, der gerade Ihren Garten umgräbt.

Alle Lebewesen sind berechtigte Lebewesen, die ihren Körper und ihre Seele von einem höheren göttlichen Bewusstsein geschenkt bekommen haben. Sie alle sind vom Funken des Lichtes und von universeller Liebe beseelt und durch eben dieses Licht und diese Liebe miteinander verbunden. Unsere Liebe und Achtung der Schöpfung und der Mutter Erde in Ritualen auszudrücken setzt voraus, dass wir in vollkommener Selbstliebe bei uns angekommen sind! Das ist das erste Ziel eines (neuen) achtsamen und ganzheitlichen Umgangs mit uns selbst. Aus dieser Grundschwingung heraus wird es zu einem ganz selbstverständlichen und alltäglichen Akt, die Erde und ihre Lebewesen zu achten und sie zu jeder Zeit und an jedem Ort mit Respekt zu behandeln. Diese innere Grundhaltung gilt es neu zu erleben und zu leben, und es bedarf vielleicht einiger sanfter Übung, bis wir fühlen können, was diese Energie der Liebe und Verbindung zu allem, was ist, wirklich bedeutet.

Erde und Himmel in einem Erdheilungsritual zu danken, zu ehren und unsere Liebe und Achtsamkeit darzubieten, ist Dienst am universellen großen Ganzen. Und wenn wir mit lauterer Absicht unser Bewusstsein aktivieren und fokussieren, um Umweltverschmutzungen zu reinigen oder um die Verankerung und Dynamik von Ungerechtigkeiten, Profitgier und Kriegen im morphogenetischen Feld zu durchbrechen, dann werden wir von Himmel und Erde große Geschenke zurückerhalten – in Form von Gesundheit an Körper, Seele und Geist, in Form von Frieden, Glück und Zufriedenheit.

In jedem Ritual kommen starke Energien zum Fließen, da die Gedanken fokussiert sind und zu Trägern des Lichtes und der Liebe werden können. Es entstehen sofort Resonanzen mit anderen Mitgeschöpfen bzw. zu den Lebewesen, mit denen wir in heilenden Kontakt treten wollen. Als Lebewesen bezeichne ich auch schwingende Energien bzw. Frequenzen, aus denen letztlich alles Materielle besteht, zum Beispiel auch Verschmutzungen wie Ölteppiche oder genmanipuliertes Saatgut. Wir können meditativ in deren Energie eintauchen und uns sagen lassen, von welcher Art unsere Hilfe für dieses Thema zum Wohle aller Beteiligten sein kann. In einer Gruppe kann die fokussierte Liebes-Licht-Energie aufgebaut werden und zu einem tragenden stabilen Feld werden, in dem der Heilungsprozess sehr stark wirken kann, um letztlich dem Ganzen und allen daran Beteiligten zu dienen.

Das Jetzt ist immer der richtige Zeitpunkt, mit Hilfe von Ritualen unser Bestes zu geben.

Den richtigen Zeitpunkt für Rituale finden

oder: Welchen Kalender hätten Sie gern?

Stellen Sie sich eine Telefonkonferenz vor: Es verabreden sich ein Deutscher, ein Österreicher, ein Inder, ein Chinese, ein Araber, ein Jude und einer der wenigen Verbliebenen des Maya-Volkes aus Yukatan, um zu Beginn des neuen Jahres ein Begrüßungsritual für einen guten Start und Verlauf des neuen Jahres zu zelebrieren. Der Ort ist klar, an dem man sich hierzu treffen will, und auch schnell vereinbart. Und jetzt raten Sie: Wie viele Personen werden sich zum vereinbarten Termin einfinden? Und welche Personen werden kommen? Wenn Ihre Antwort richtig ist, erhalten Sie als Preis einen Kalender. Aber welchen?

Die Zählung der Zeit mit Jahren, Monaten, Wochen, Tagen, Stunden, Minuten und Sekunden ist uns so in Fleisch und Blut übergegangen, dass wir meist nicht mehr darüber nachdenken, ob dies sinnvoll und richtig ist. Wir takten mit dem Rhythmus eines künstlich festgelegten Systems nach dem sogenannten gregorianischen Kalender, den Papst Gregor XIII. im Oktober 1582 durchsetzte und den die meisten katholischen Staaten Europas alsbald übernahmen. Die protestantischen Länder hatten mit dieser katholisch verfügten Regelung naturgemäß zunächst Probleme. Erst zu Beginn des 18. Jahrhunderts hielt der gregorianische Kalender auch in allen evangelischen Gebieten des Deutschen Reiches Einzug. Die gregorianische Zeitrechnung wurde nach und nach von einem Großteil der Welt übernommen, zuletzt 1926 von der Türkei und 1949 von China. Die orthodoxe Kirche machte diese Reform allerdings nicht mit, weshalb sie heute noch Weihnachten am 6. Januar feiert.

Sonnen-, Mond- und Sternenkalender

Obwohl der gregorianische Kalender als sogenannter Sonnenkalender (Orientierung am Lauf der Erde um die Sonne als Zentrum) heute weltweit verbreitet und gebräuchlich ist, dürfen wir nicht vergessen, dass es Kulturen gibt, die sich an einem ganz anderen Kalendersystem orientieren. So befinden wir uns 2014 nach dem jüdischen Kalender bereits im Jahr 5774/75 und nach dem islamischen Kalender erst im Jahr 1435/36. Der 4. Dezember 2013 war nach der Zählung des julianischen Kalenders, der lang vor dem gregorianischen Kalender galt, der 21. November 2013.


Steinkreis in Schottland: Der Sonnenstand zeigte die Zeit an.

Die ersten bekannten Kalender sind etwa 5.000 Jahre alt und stammen von den ägyptischen und mesopotamischen Hochkulturen. Später fügten die Babylonier die siebentägige Woche hinzu. Wenn sich also die Damen und Herren der Telefonkonferenz zum Neujahrsritual treffen wollen, brauchen sie zunächst einmal eine Übereinkunft darüber, nach welchem Kalendersystem bzw. nach welcher Zeitrechnung dies geschehen soll.

Die Zeitrechnung vieler Völker und Kulturen geht auf die Beobachtung von Himmelskörpern zurück, vor allem von Sonne, Mond und Sternen. Mondkalender (lunares Kalendersystem) berechnen den Monat und das Jahr anhand der Mondphasen und gehören zu den ältesten Kalendern der Menschheit. Der Mond lieferte die einfachste und eindeutigste Orientierungshilfe für eine Kalenderrechnung, da der neue Monat begann, wenn das neue Licht, also der Neumond, wieder am Himmel erschien. Das Mondjahr besteht aus zwölf Monaten, ist jedoch elf Tage kürzer als das Sonnenjahr, weshalb es auch nicht so genau stimmt; eigentlich sind es einmal 12, einmal 13 Monde. Das Mondjahr lässt sich eben nicht in das 12er-Schema des gregorianischen Kalenders pressen, es ist ein bewegliches, nicht starres System, ein urweibliches Prinzip, das keine Fesseln verträgt, weshalb wir auch durch Mondrituale mit der ungebändigten weiblichen Kraft in Verbindung treten können. Sie ist nicht manipulierbar, daher versuchte die katholische Kirche seit jeher, sie zu zähmen bzw. auszurotten.

Die Zeit ist nur ein leerer Raum, dem Begebenheiten, Gedanken und Empfindungen erst Inhalt geben.

Wilhelm von Humboldt

Die Sonnenkalender (solares System) orientieren sich am Lauf der Erde um die Sonne. Sein klassischer Vertreter ist der gregorianische Kalender. Die Erde benötigt zwischen 365 und 366 Tagen, um die Sonne zu umkreisen, und etwa 24 Stunden, um sich einmal um die eigene Achse zu drehen.

Der Lunisolarkalender (Luna = Mond, Sol = Sonne) stellt eine Mischform dar. Seine Monate richten sich nach dem Mond, das Jahr wird allerdings nach der Sonne festgelegt. Das bedeutet, es wird zum Beispiel von einem Frühlingsanfang bis zum nächsten oder von einer Sonnenwende bis zur nächsten gerechnet. Es gibt zwei Sonnenwenden innerhalb eines Jahres: Die Wintersonnenwende am 21. oder 22. Dezember (= Winteranfang) und die Sommersonnenwende am 21. Juni (= Sommeranfang). An diesen Tagen erreicht die Sonne ihren größten Abstand zum Himmelsäquator, von da an ändert sie ihre Bewegungsrichtung und nähert sich wieder dem Äquator an.

Der Stellare (=Sternen-)Kalender orientiert sich an dem jeweiligen Stand verschiedener Sterne, wobei Sonne wie Mond eine untergeordnete Rolle spielen. Ein Jahr beginnt hier zum Beispiel nicht mit dem Wiedererscheinen des Mondes, sondern eines bestimmten Sternes. Solche Kalendersysteme verwendeten die alten Ägypter, die Maya und andere alte Kulturen. Die berühmten mystischen und vielfach noch völlig unverstandenen Maya-Kalender waren der Sonne stark verbundene Rechensysteme, die aber nicht in unser Verständnis klassischer Kalender passen. Sie sind eher universelle Codes, die wohl die Schöpfungsprinzipien des Lebens abbildeten und übersetzten.

Auf den folgenden Seiten werden die beiden Kalender vorgestellt, die unsere westliche Kultur in besonderem Maße geprägt haben.

Julianischer Kalender

Gaius Julius Caesar machte sich nicht nur einen Namen als römischer Feldherr und Diktator, sondern er verewigte sich auch als Reformator der Zeitrechnung, indem er 46 v. Chr. den julianischen Kalender einführte. Dieser löste den altrömischen Kalender ab, der mit Schaltmonaten versucht hatte, die Differenz zwischen Mondjahr und Sonnenjahr zu überbrücken. Der julianische Kalender besteht aus einem System von 12 Monaten, wie wir es kennen, von Januar bis Dezember. Jeder Monat zählt 30 oder 31 Tage, mit Ausnahme des Monats Februar. Zunächst bezogen die Römer den julianischen Kalender auf den Zeitpunkt der Gründung Roms, die wir in unserem modernen Kalender auf das Jahr 753 v. Chr. datieren. Mit dem politischen Sieg des Christentums wurde der Nullpunkt des Kalenders jedoch mit dem Geburtsjahr Christi identifiziert. Neueste Korrekturen veränderten das Geburtsjahr Jesu Christi geringfügig. Die Vermutung, dass Jesus wahrscheinlich vier Jahre vor Beginn der christlichen Zeitrechnung geboren wurde, bleibt jedoch ohne Einfluss auf die Form des heutigen Kalenders. In diesem System folgt auf das Jahr 1 v. Chr. unmittelbar das Jahr 1 n. Chr., das heißt in der christlichen Zeitrechnung gibt es kein Jahr 0. Das zeigt uns erneut, wie willkürlich die Kalendarien und Zeitrechnungen angelegt wurden.

Der julianische Kalender führte alle vier Jahre ein Schaltjahr mit 366 Tagen ein; das durchschnittliche Jahr hatte dadurch 365,25 Tage (also 365 Tage und sechs Stunden) und entsprach damit fast genau dem Sonnenjahr – fast, denn die Erde braucht, um genau zu sein, für ihren Umlauf um die Sonne 365,24219878 Tage und damit etwas weniger, als der julianische Kalender festgelegt hatte. Im 16. Jahrhundert hatte sich dieser kleine Fehler auf zehn Tage addiert. Die Tagundnachtgleiche, die auf dem Konzil von Nizäa im Jahr 325 auf den 21. März festgelegt worden war, fiel im Jahr 1582 auf den 10. März. Das julianische Jahr ist also gegenüber dem Sonnenjahr um elf Minuten und 14 Sekunden zu lang, sodass sich die Abweichung im 14. Jahrhundert schon auf mehr als sieben Tage belief. Wieder war es also mehr schlecht als recht gelungen (oder misslungen), den natürlichen Lauf der Erdenbahn um die Sonne in eine rechnerische, von Menschen gemachte Form pressen zu wollen.

Gregorianischer Kalender

Die durchschnittliche Jahreslänge des julianischen Kalenders mit 365,25 Tagen bedeutete in Bezug auf das astronomische, mittlere Sonnenjahr eine Abweichung von 0,0078 Tagen. Das Kalenderjahr verschob sich zum Sonnenjahr also relativ langsam, aber stetig. Bis zum 16. Jahrhundert war die Diskrepanz zur jahreszeitlichen Ordnung so groß geworden, dass Papst Gregor XIII. kurzerhand eine Kalenderreform im Stil der katholischen, machthabenden Kirche durchführte:

► Er ließ die zehn Tage zwischen dem 4. und dem 15. Oktober 1582 einfach ausfallen, um die Abweichung zum Sonnenjahr auszugleichen. Nach dem 4. Oktober 1582 wurde direkt mit dem 15. Oktober 1582 weitergezählt. Damit wurden zehn Tage zum Zweck der Angleichung einfach eliminiert.

► Gregor XIII. führte Schaltjahre mit bestimmten Regeln ein, um Abweichungen auszugleichen: Nur noch diejenigen Jahre am Ende eines Jahrhunderts sollten Schaltjahre sein, die sich durch 400 teilen ließen (1600, 2000 usw.). Damit dauert ein Durchschnittsjahr 365,2425 Tage; danach wird erst nach knapp 3320 Jahren wieder eine Korrektur von einem Tag notwendig sein. Der Beginn des neuen Jahres wurde offiziell auf den 1. Januar gelegt. Der Name des Monats stammt vom lateinischen Wort „ianua“ (= Tür, Eingang, Durchgang). Diese Festlegung hat vermutlich mit der Wintersonnenwende sowie der Geburt Jesu Christi zu tun.

► Es wurden neue Regeln zur Berechnung des Osterfestes eingeführt.

Der gregorianische Kalender ist in unserer Zeit bis auf Ausnahmen internationaler Standard geworden. Seit Gregor XIII. hat es Versuche gegeben, den Kalenderstandard unter verschiedenen Gesichtspunkten zu ändern. So gelang es zum Beispiel dem Maya-Spezialisten José Argüelles, eine Papst-Audienz zu bekommen, um sein neues Denken zur Zeit- und Lebensqualität vorzustellen – allerdings erfolglos. Wir können uns von alten Gewohnheiten nur sehr schwer trennen, selbst wenn sie nicht mehr wirklich „zeitgemäß“ sind.

Auch wenn die meisten Menschen auf den gregorianischen Kalender „getaktet“ sind, sollten wir uns bewusst machen, dass dies nicht unserem natürlichen Rhythmus entspricht.

Die 12er-Taktung der Uhr

Ich konnte Uhren am Handgelenk nie leiden. Sie erschienen mir immer wie eine Fessel. Bis heute habe ich ein gutes Zeitgefühl, ohne ständig eine Uhr bei mir tragen zu müssen. Die Uhr am Handgelenk taktet uns den ganzen Tag auf eine fiktive Zeit ein und auf die damit verbundene Botschaft: „Zeit ist Geld“ Direkt am Puls sitzend, der eigentlich Ausdruck unseres individuellen Rhythmus ist, beeinflusst der künstliche 60-Sekunden-Takt permanent wichtige Meridiane (= Licht- und Lebensbahnen), die direkt hier unter der Haut und in unserem angrenzenden feinstofflichen Feld der Aura liegen. Unsere Uhren repräsentieren eine Druck erzeugende manipulierende Energie, denn sie behaupten, der natürliche Rhythmus sei die 12 (12 Stunden habe ein Tag, 12 Monate ein Jahr). Wir haben aber nicht immer genau 12 Mondphasen pro Jahr, manchmal sind es auch 13! Und so werden wir letztlich in ein ungenaues Schema hineingepresst, das unserem eher chaotischen, aber lebendigen System nicht entspricht.

Unser Körper, unser Zellgedächtnis und unsere Seele wissen jedoch um dieses flexible, fließende Lebensprinzip, weshalb die künstliche Taktung Stress erzeugt. Ein Beispiel sind die Stechuhren in den Fabriken. Könnte der Grund für das in der westlichen Welt weitverbreitete Gefühl der Sinnlosigkeit nicht in diesem unmenschlichen Zeit(erfassungs)-System liegen? Mit dem reinen Messen der Zeit nach dem willkürlichen (gregorianischen) Kalender wachsen unser Stress und unser Getriebensein und das Bedürfnis nach Erholung am Ende der vermeintlich abgelaufenen Zeit. So ist die Zeit während der Woche weniger wert als das Wochenende, weil damit meist Arbeit assoziiert wird, während das Wochenende Lebensqualität bedeutet. Das Wochenende ist aber schnell vorbei, sodass hier wiederum nur die Quantität im Vordergrund steht. Wir warten darauf, dass es endlich Frühling wird, statt die Qualität des Winters wertzuschätzen und genießen zu lernen. Wir warten auf das Rentenalter, weil es uns da endlich besser gehen wird. Denken Sie immer noch in Vergangenheit und Zukunft und vergessen dabei, im Hier und Jetzt zu leben?

Was den Maya-Kalender auszeichnet

2012 geriet bei vielen Menschen weltweit ein einzigartiges Kalendersystem in den Mittelpunkt des Interesses, das mystisch, prophetisch und unverstanden zugleich anmutet: Der Kalender der Mayas sollte am 21. Dezember 2012 zu Ende gehen, was bei zahllosen Menschen Panik und Weltuntergangsszenarien auslöste und nebenbei den Propheten des Zeitenendes einen riesigen Umsatz bescherte. Sollte es einen Leser geben, der dies nicht mitbekommen hat, so möge er sich bitte bei mir melden (dagegen gibt es bestimmt Leser, die noch nie etwas vom julianischen Kalender gehört haben). Wenn wir jetzt nicht alle völlig unbemerkt in eine andere Dimension katapultiert worden sind, dann scheint dieses Ende der Zeit oder der Welt zumindest hinausgeschoben worden zu sein.

Das ungewöhnlich exakte Astronomie- und Kalenderwissen der Maya erstaunt uns Mitteleuropäer sehr, hat es doch mit seiner Genauigkeit bis heute nicht seinesgleichen gefunden. Obwohl die Maya rund 20 verschiedene Kalender besaßen, die natürliche, planetare, solare und galaktische Zyklen abbildeten, wurden vor allem drei Kalendersysteme näher erforscht und interpretiert: der Tzolkin als heiliger Kalender mit einem Zyklus von 260 Tagen, der Haab als ziviler Kalender, der mit seinen 365 Tagen dem Sonnenjahr entspricht und der deshalb unserem Denken am nächsten kommt, ferner die lange Zählung im System des Long Count mit 1.872.000 Tagen, was ungefähr 5.125 Sonnenjahren entspricht. Die Kombinationen von Tzolkin- und Haab-Daten wiederholen sich nach einer 52 Jahre dauernden Kalenderrunde.

Das für uns sehr komplizierte Kalendersystem bestimmte den Alltag und die Mythologie der Maya, aber es war viel mehr: ein universeller Code, der die Gesetze des Lebens und ebenso die kosmischen Rhythmen und Gesetzmäßigkeiten abbildete. Die Mayas hatten ein weit tieferes Verständnis vom Wesen und den Gesetzmäßigkeiten der Zeit, als es unsere heutige Wissenschaft hat. Sie betrachteten die Zeit nicht als etwas Lineares und quantitativ Zählbares, sondern vielmehr als eine mehrdimensionale Energie, die in ihrer innersten Natur qualitativ und fraktal ist. Es ging also nicht um das Fortschreiten einer künstlich getakteten Zeit in Sekunden, Minuten, Stunden usw., sondern um Zeitzyklen, die sich im Kleinen wie im Großen periodisch und rhythmisch wiederfinden und so das Grundprinzip der Schöpfung in allen Dingen widerspiegeln.


Maya-Ruinen in Tulum, Mexiko.

Haab

Der Haabkalender umfasst 365 Tage und ist damit die beste ganzzahlige Näherung an das mittlere Sonnenjahr von 365,2422 Tagen. Mit dem Haab teilten die Maya ein Sonnenjahr in 18 Monate mit jeweils 20 Tagen auf. Dazu kam ein zusätzlicher Monat mit nur fünf Tagen, damit das Sonnenjahr mit 365 Tagen voll wurde. Die fünf Sondertage bilden den Monat Uayeb, was namenlos bedeutet. Die Tage des Monats Uayeb galten offenbar bei den Mayas als Unglückstage. Der Haab diente den Maya zu zivilen Zwecken, zum Beispiel zur Berechnung der Saat- und Erntezeiten.

Tzolkin

Innerhalb dieses Kalendersystems ist der Tzolkin, der sogenannte Heilige Kalender der Mayas der wichtigste, da er die Grundlage für die meisten anderen Kalender bildet. Er zählte 260 Tage, aufgeteilt in 20 Monate mit je 13 Tagen, bei dem jeder Tag (Kin) durch eine Kombination einer Zahl (Ton) von 1 bis 13 mit dem Namen einer von 20 Schutzgottheiten (oder Tagesnamen) näher definiert wird. Die 20 Monate sind eher „Wellen“ mit bestimmten Bewusstseinsinhalten bzw. Qualitäten, nicht quantitativ, wie wir die Zeit üblicherweise verstehen. Sie heißen auch 20 solare Siegel bzw. Solar-Glyphen, und diese sind kombiniert mit 13 galaktischen Tönen, die vom Zentrum unserer Galaxis ausgehen. Die 20 Solar-Glyphen stellen Archetypen bzw. Aspekte der menschlichen Evolution dar. Im Tzolkin-Rad sind diese 20 solaren Siegel im äußersten Ring dargestellt. Die 13 galaktischen Töne bzw. Zahlen sind in der Maya-Schreibweise im zweiten Ring von außen dargestellt.

Die Anordnung der 20 Maya-Siegel in Kreisform bildet die Idee der Ganzheit ab. Jeder Mensch ist zwar seit dem Tag seiner Geburt mit einem bestimmten Archetypen verbunden, es bestehen aber zahlreiche Beziehungen zu anderen Siegeln. Jeder Einzelne ist damit immer auch mit der Gesamtheit der Schöpfung verbunden.

Innerhalb des Tzolkin werden die 20 solaren Siegel mit den 13 galaktischen Tönen in bestimmter Weise kombiniert. Es ergeben sich daraus 260 (= 13 mal 20) verschiedene Kombinationen aus je einem Siegel mit je einer Zahl (= einem bestimmten galaktischen Ton). Eine solche Kombination von einem Siegel mit einem Ton bezeichnet man als Kin. Es gibt also 260 verschiedene Kins (Kin = mayan. Sonne bzw. Tag; Tzolkin = das Zählen der Tage). Mit Kin 260 endet die letzte, die 20. Welle eines Tzolkin, und einen Tag später beginnt die erste Welle des nächsten Tzolkin wieder mit Kin 1, das heißt es beginnt ein neuer 260-Tage-Zyklus, was bedeutet, dass die nächst höhere Drehung der Evolutionsspirale beginnt.

Der Tzolkin wird von vielen Forschern als Ritualkalender interpretiert, mit dem vermutlich religiöse Zeremonien und Feiern festgelegt wurden. Einige Wissenschaftler nehmen an, dass die Länge der menschlichen Schwangerschaftsperiode mit 260 Tagen hier als Grundlage gedient haben könnte. Aus astrologischer Sicht ist der Tzolkin wahrscheinlich ein Venuskalender, steht aber auch mit der Begegnung zwischen Erd- und Sonnenmagnetfeld in Verbindung. Die Sonne und das Zentrum der Galaxie Hunab Ku spielten jedenfalls bei den Maya eine entscheidende Rolle. Die spirituelle Entschlüsselung und Interpretation der Zeitgesetze nach dem Tzolkin ist vor allem José Argüelles, dem Autor des Buches „Der Maya-Faktor“, zu verdanken, der sich sehr für eine globale Umschaltung auf den 13-Monde-Kalender einsetzt.

Haab und Tzolkin wurden parallel genutzt. Durch die unterschiedliche Größe der Kalender waren sie erst nach einem Durchlauf von 52 Jahren wieder an ihrem Ausgangspunkt angekommen. Man vermutet, dass ein solcher Neustart für die Maya so bedeutend war wie für uns ein Jahrhundert- oder Jahrtausendwechsel.

Die Erde hat keine ęxakte Kugelform, sondern weist einen zusätzlichen Äquatorwulst von 21 km auf. Dadurch bewirken die Gezeitenkräfte von Mond und Sonne ein Drehmoment, welches die Erdachse aufzurichten versucht und zur Präzession der Erdachse führt. Präzession wird die Lagevėränderung der Achse eines rotierenden Kreisels genannt, wenn äußere Kräfte auf ihn einwirken. Für eine volle Kegelbewegung benötigt die Erdachse etwa 26.000 Jahre. Der Maya-Kalender bezeichnet 26.000 Jahre als die Länge einer Langen Zählung (engl. long count), die im Jahr 2012 ihr Ende fand und den Beginn eines neuen Bewusstseinszeitalters markierte.

Long Count

Der Long Count Kalender teilte die Zeit nicht in wiederkehrende Abschnitte wie Wochen oder Jahre auf, sondern bestand aus einer langen Zählung, beginnend mit einem Tag, der nach unserer Zeitrechnung dem 13. August 3114 v. Chr. entspricht. Von da an wurde jeder Tag fortlaufend nummeriert. Warum gerade jener 13. August für die Maya Tag 1 war, bleibt ein Rätsel. Dieser long count erstreckt sich auf einen Zeitraum von 5.125 Jahren; und genau dieser Kalender endete am 20. Dezember 2012. Nicht mehr und nicht weniger – mit oder ohne Weltuntergang.

Astronomisch stand jedenfalls am 21. Dezember 2012 unsere Sonne in direkter Konjunktion mit dem galaktischen Zentrum, also dem Zentrum unserer Milchstraße. Dies geschieht nur alle 26.000 Jahre. Das Besondere am 21. Dezember 2012 war allerdings, dass zum gleichen Zeitpunkt noch weitere Maya-Kalender-Zyklen zum Abschluss kamen, sodass das Ende des long count auch das Ende der bisherigen Zeitqualität markierte.

Aus spiritueller Sicht bedeutet das etwas ganz Entscheidendes für alle Seelen, die sich bewusst in eben dieses Leben inkarniert haben: Das Ende der Zählung bedeutet vor allem den Übergang in eine deutlich andere Zeitqualität und einen Quantensprung des Bewusstseins, der wiederum unsere planetare und menschliche Evolution prägen wird. Nicht zufällig beschäftigen sich immer mehr Menschen weltweit nicht nur mit dem Wohl der Erde und dem damit zusammenhängenden Ende der Ausbeutung, sondern auch mit der Galaxis und ihren großartigen und unerschöpflichen Energien.

Der 21. Dezember 2012 war der Zeitpunkt einer astronomischen und bewusstseinsmäßigen Synchronisation des Menschen und aller Lebensformen mit der Galaxis, insbesondere mit dem galaktischen Zentrum! Und genau um diese Synchronisation geht es, wenn wir unser Bewusstsein von einer künstlich erschaffenen Taktung abziehen, die unsere Uhren uns eintrichtern wollen, um uns in Unfreiheit zu halten.

Mit dem Entschluss, den natürlichen irdischen und kosmischen Rhythmen zu folgen, klinken wir uns wieder ein in den ursprünglichen Fluss des Lebens und der Schöpfung, der allein von der Liebe getragen ist.

Von der linearen Zeit zur Synchronizität

Dass die Zeit keine Linie ist und damit auch nicht vergeht, habe ich des Öfteren selbst erfahren. Eine junge medial veranlagte Klientin litt an wiederkehrender Blasenentzündung, besonders dann, wenn sie Liebeskummer hatte. Auf meine Frage, wie weit wir zeitlich zurückgehen müssten, um die Ursache zu finden, antwortete sie: „300 Jahre.“ Ich ermutigte sie, sich anzusehen, wie die Situation damals war, woraufhin sie einen alten Mann wahrnahm, der tief frustriert über nasses Kopfsteinpflaster schlurfte, weil er das Gefühl hatte, er habe es in seinem Leben zu nichts gebracht. Die Klientin wusste, dass sie dieser Mann in einer früheren Inkarnation selbst war. Ich fragte sie, was dem Mann wohl helfen könnte, worauf sie erwiderte: „Ein Symbol.“ Inzwischen war der alte Mann in seiner kargen Behausung angekommen und blickte nun ganz erstaunt auf das Zeichen, ein Salomonsiegel, das an seiner Wand aufgetaucht war. Er war ziemlich verwirrt und erstaunt über diese Illusion in seinem Zimmer (er wusste ja nicht, dass es aus der Zukunft geschickt wurde), jedoch fühlte er sich dadurch gestärkt und aufrechter. Und im gleichen Augenblick ging es zugleich der Klientin in der sogenannten Gegenwart viel besser. Um dies zu erreichen, hätten wir genauso gut mental in die Zukunft reisen können, es wäre nichts anders gewesen.

Noch ein Beispiel, um das zu verdeutlichen: Ein dreijähriger Junge hatte eitrige Vorhautverengungen, was trotz mehrerer Arztbesuche nicht in den Griff zu bekommen war. Ich testete die Ursache aus, wann die Beschwerden zum ersten Mal aufgetreten waren, und stellte fest, dass es im Alter von 16 Jahren war. Das lag ganz offensichtlich in der Zukunft. Ich entdeckte, was hier in der Zukunft passieren würde, nämlich belastende erste sexuelle Erfahrungen, die sich jedoch auf die Gegenwart auswirkten. Nach Beseitigung dieser künftigen Ursache waren die Beschwerden verschwunden. Wer sich – wie in diesen Fällen – in die natürlichen Zeitzyklen, die spiralförmig und nicht geradlinig verlaufen, einklinkt, dem wird das Wunder der Synchronizität öfter begegnen. Sie werden fühlen, spüren und wissen, dass Sie mit einem solchen Wissen mit dem großen Ganzen verbunden sind, über alle Zeiten und alle Räume hinweg! Was daraus folgt, ist die wunderbare Erkenntnis, dass wir niemals allein und abgetrennt sind, weder räumlich noch zeitlich, und dass wir das gar nicht sein können, sondern dass dies nur eine Illusion ist, die von den Machthabern der Welt über ein kritiklos angenommenes Instrument Zeit ist Geld für manipulative Zwecke missbraucht wird, und zwar so lang, bis wir uns bewusst davon frei gemacht haben.

Die Jugend wäre eine schönere Zeit, wenn sie erst später im Leben käme.

Charlie Chaplin

Spiralform in der Galaxis – genauso wenig geradlinig wie die Zeit.

Die Zeit ist keine lineare Abfolge, sondern eine Wiederholung von Kreisläufen, die an ihren Enden jeweils in die nächsthöhere Dimension übergehen. Der Mond kreist um die Erde, die Erde kreist um die Sonne, die Sonne kreist um das Zentrum unserer Galaxie, unsere Galaxie um andere Galaxien … Die Form, die dabei entsteht, ist eine Spirale. Die Spirale ist eine heilige und zutiefst kosmische Form, die überall im Universum vorkommt, in unserer DNA ebenso wie in den Spiralnebeln der Galaxis. Die Weisheit, die in den spiralförmigen Kreisläufen der Zeitalter steckt, kann mit keiner noch so modernen Uhr und mit keinem Kalendarium der Welt erfasst werden, sondern nur mit einem geöffneten, fühlenden Herzen. So repräsentiert jeder Sonnenaufgang, jeder Abend, jede Nacht einen heiligen, schöpferischen Abschnitt der Göttlichkeit und erinnert uns an die Ewigkeit unserer eigenen zahllosen Kreisläufe aus Geburt, Wachstum und Tod.

Meditation: Einklinken in den natürlichen Rhythmus der Schöpfung

Suchen Sie sich einen ruhigen Platz, ob in der Natur oder anderswo, den Sie gern mögen und an dem Sie ungestört sind. Setzen Sie sich bequem hin, schließen Sie die Augen, und lassen Sie Ihren Atem zur Ruhe kommen. Nehmen Sie Ihr Herz wahr, wie es klopft, und fühlen Sie Ihren eigenen Rhythmus. Lassen Sie sich Zeit! Beobachten Sie, wie Sie durch die Aufmerksamkeit, die Sie Ihrem Herzschlag widmen, ruhiger und ruhiger werden. Stellen Sie sich kurz eine Uhr vor mit einem Sekundenzeiger, der tickt, und stellen Sie fest, wie diese Vorstellung Stress und einen beschleunigten Herzschlag auslöst. Lächeln Sie sich innerlich zu, und sagen Sie sich: Adieu, aus dieser Illusion steige ich hiermit bewusst aus. Jetzt! Registrieren Sie die kleinen Pausen zwischen den Pulsationen des Herzens und spüren Sie diesen eine Weile lang nach. Stellen Sie sich diese Pause vor Ihrem geistigen Auge vor, vielleicht einfach wie einen schwarzen Raum, der vor Ihnen liegt. Nähern Sie sich diesem Raum, schauen Sie auf ihn. Gehen Sie noch näher: Es ist der Eingang zur Zeitlosigkeit. Sind Sie bereit, hindurchzugehen? Die Begrenzung der künstlichen Zeit zu verlassen? Fühlen Sie, wie es Ihnen bei dieser Vorstellung geht! Lassen Sie alle Gefühle zu, die kommen, erlauben Sie ihnen, einfach da zu sein. Gehen Sie noch näher heran: Jetzt stehen Sie auf der Schwelle, noch auf der Seite der getakteten Zeit, aber es trennt Sie nur ein Schritt von der Ewigkeit. Sind Sie schon bereit, den Schritt hinein zu tun und die Illusion hinter sich zu lassen? Wenn Sie erst das nächste Mal gehen wollen, dann brechen Sie hier ab und kommen mit einem tiefen Atemzug wieder im Jetzt an. Wenn Sie es wagen wollen, dann tun Sie es jetzt! Sie treten hinein in die Dunkelheit und fallen einfach hinein, Sie fallen und fallen oder schweben … Lassen Sie alles los und den Dingen ihren Lauf. Fühlen Sie einfach eine Weile, wohin die Ewigkeit Sie trägt. Erleben Sie, was Sie erleben sollen, haben Sie Vertrauen, und geben Sie sich ganz dem Augenblick hin. Ich bin. Ich bin. Ich bin …

Wenn es Ihnen gefällt, kommen Sie wieder im Hier und Jetzt an, indem Sie tief atmen und die Augen öffnen – wie geht es Ihnen jetzt?

Das Raum-Zeit-Kontinuum

Albert Einstein belegte bereits 1905, dass die Zeit nicht linear ist, sondern vom Faktor Raum abhängt. Er nannte dies das Raum-Zeit-Kontinuum. Damit ist etwas gemeint, was wir erst langsam zu verstehen beginnen, dass alle in der Vergangenheit passierten, jetzt gerade in diesem Augenblick passierenden, sowie alle zukünftig geschehenden Ereignisse in einem Gesamtzusammenhang stehen. Alle diese Ereignisse stehen in einer bestimmten Ordnung zueinander, aber eben nicht in einer Linie. Das bedeutet, dass wir tatsächlich alle Geschehnisse beeinflussen können, und zwar aus dem Jetzt heraus – das, was uns in der Vergangenheit widerfahren ist, ebenso, wie auch das, was die Wahrscheinlichkeit unserer Zukunft betrifft.

Leben ohne starren Kalender, jedoch mit den Rhythmen der Natur

Rituale der Heilung sind nicht abhängig von irgendwelchen Kalendarien, und wir dürfen selbst spüren und entscheiden, wann für uns der beste Zeitpunkt ist, uns Zeit zu nehmen, einen guten Raum bzw. Ort aufzusuchen und uns dann mithilfe der Bestandteile bzw. Hilfen im Rahmen des Rituals in den Rhythmus der Erde und des Kosmos einzuklinken. Dieses liebevolle und aus dem Herzen heraus gesteuerte Sein und Tun bedeutet ein Sich-wieder-Erinnern an die Großartigkeit der Schöpferwesen, die wir in Wirklichkeit sind, und ein Sich-wieder-Verbinden mit allem Leben. Dabei ist es nicht wichtig, ob Sie den gregorianischen Kalender als Anhaltspunkt verwenden, ein kirchliches Fest wie Ostern oder Weihnachten feiern wollen oder sich so gut mit dem Maya-Mysterium auskennen, dass Sie dessen Kalender-Rhythmen folgen wollen. Wichtig ist die Absicht, frei von jeglicher Besserwisserei und Manipulationsabsicht, das Ziel zu verfolgen, ein ganzheitliches Weltverständnis zu fördern und den Missbrauch der Natur zu beenden, sodass alle Geschöpfe in Frieden zusammen leben können. Denn es ist genug für alle da!

Ganz wichtig: Lösen Sie sich schon jetzt vom Rituale-Stress und vom Stress in Ihrem Alltag insgesamt. Bevor Sie mit der Heilung der Erde beginnen, nehmen Sie sich ab jetzt erst einmal mehr Zeit für sich selbst als absolut liebenswertes Menschenwesen! Besinnen Sie sich, wo Sie sich selbst noch Leistungsdruck und Schuldgefühle auferlegen, etwas nicht (rechtzeitig) zu schaffen. Entschleunigung fängt bei uns selbst an. Finden Sie Zeit zum Meditieren, und nehmen Sie Kontakt mit Ihren geistigen Helfern auf. Sie sind niemals allein mit den Themen und Problemen, die Sie beschäftigen. Nehmen Sie ruhig Hilfe in Anspruch, und ziehen Sie sich mit einem deutlichen Nein zurück, wenn es angebracht ist. Jeder Mensch braucht das, um nicht in der Informationsflut unterzugehen. Im Rückzug in die Stille können Sie Ihrer inneren Stimme lauschen und die Meinungen anderer draußen lassen, sie sind nicht wichtig.


Die Natur hat ihre eigenen Rhythmen von Werden und Vergehen.

Jeder kann anhand der Naturausbrüche feststellen, dass etwas im Umbruch ist zu dieser Zeit, in der vieles nicht mehr stimmig ist und Profitgier und Ausbeutung offensichtlich die Welt regieren. Ja, wir befinden uns in einer Übergangsphase, in der wir persönliche und globale Turbulenzen deutlich zu spüren bekommen, und das sowohl körperlich als auch emotional oder geistig. Das Fass ist randvoll, und wenn es überläuft, stinkt es eben. Spätestens jetzt können (und müssen) wir uns entscheiden, die Sauerei zu beseitigen, das Fass zu reinigen, und verhindern, dass sich neuer Dreck ansammelt. Haben Sie schon bemerkt, dass Sie nicht mehr alles problemlos essen können, was Ihnen die Nahrungsmittelindustrie vorsetzt? Der Körper (das Fass) will es nicht mehr. Ich merke dies deutlich an mir selbst und an sehr vielen meiner Patienten, die auf schlechtes Essen mit Verdauungsbeschwerden oder emotionalen Problemen reagieren. Eine grundlegende persönliche und globale Transformation hat den ganzen Planeten erfasst, und unser Bewusstsein wird von Grund auf verwandelt, ob wir das nun gut finden oder nicht: Wir sind mittendrin. Machen wir das Beste daraus!

Welchen Zeitpunkt der Sammlung, Achtsamkeit und Ehrung wir auch immer auswählen und welche Form von Ritual wir zu eben diesem Zeitpunkt auch immer gestalten: Jedes Ritual im Kreislauf des Jahres, das aus dem Herzen heraus geschieht und mit der Intention, eine wunderbare harmonische Erdengemeinschaft zu erschaffen, in der nichts und niemand mehr ausgebeutet oder unterdrückt wird und in der alle Geschöpfe in Freude und Frieden miteinander leben können, hat eine extrem starke, lichtvolle und gesundheitsfördernde Wirkung. Auf jeden von uns persönlich, auf den Frieden in der Welt und auf den Erhalt der Schöpfung überhaupt.

Alles ist mit allem verbunden, wir sind nicht getrennt von der Natur, wir sind selbst die Natur. Deshalb fällt alles, was wir der Erde antun, direkt auf uns zurück, egal ob dies in nächster Nähe oder auf der anderen Seite des Globus geschieht. Alle Gewalt und alle Kriege erzeugen Zerstörung im Gewebe und im Zellgedächtnis oder Aggression, Neid und Gier auf der emotionalen Ebene, da brauchen wir uns nichts vorzumachen. Aber auch alle liebevollen gesunden Aktionen und Ereignisse stehen uns als heilsame Energie über das morphogenetische Feld zur Verfügung. Stehen wir zusammen, um dieses lichte, heile und reine Herzensfeld immer weiter zu füllen! Wir können dies in der Gruppe tun, aber auch ganz allein, weil wir selbst dann All-Eins sind!


Praktische Ritualarbeit

In diesem Kapitel erfahren Sie, wie Sie dafür sorgen können, dass sich das Ritual Ihrer Intention und Ihren Zielen gemäß zu höchster Wirksamkeit entfalten kann. Dafür gibt es etliche Kriterien, die zu beachten sind und die ein Ritual erst zu einem Ritual machen statt zum Beispiel zu einer Zeremonie oder einer reinen Gewohnheit, die sich uniform ohne eine bestimmte Bewusstheit regelmäßig wiederholt. Dreh- und Angelpunkt des gesamten Tuns ist es, mit welchen Gedanken, oder besser: mit welcher bewussten Geisteshaltung, Sie die Vorbereitung und Durchführung eines Rituals angehen. Ob es eine Wirkung und welche Wirkung es hat, ob Sie spüren können, dass es tatsächlich die gewünschte Wirkung hat, hängt ganz entscheidend von einer Bündelung und Konzentration der geistigen Kräfte ab. Diese Kräfte können Sie auf einen effektiven Punkt zusammenlegen. Ob allein oder in der Gruppe – essenziell wichtig ist aus meiner Sicht, dass Sie wissen, dass Sie Teil eines göttlich-schöpferischen Ganzen sind und damit niemals allein agieren. Alles, was Sie tun, hat dementsprechend unabdingbar auf alles andere, das mit Ihnen verbunden ist, eine Wirkung, und alles, was andere tun, wirkt sich auf Sie aus. Dies entspricht dem Prinzip der Resonanz oder: „Wie man in den Wald hinein ruft, so hallt es zurück.“ So können wir jederzeit wählen, was wir in den Wald hineinrufen möchten – die Botschaft und Bitte um Frieden, Zufriedenheit, Mitgefühl und Heilung ebenso wie die egoistische Bitte um Fülle und Glück ohne Rücksicht auf andere bzw. das Ganze. Die große Kraft der Rituale bestimmt mit die Intention und die Beweggründe des Herzens, bestimmt, ob es ein Ritual der Liebe, Dankbarkeit und Hoffnung für alle Geschöpfe der Erde wird oder manipulativer Zauber à la Voodoo. Schwarzmagische Aktionen, um andere für egoistische Ziele zu manipulieren oder gar zu unterwerfen, funktionieren auch, da brauchen wir uns nichts vorzumachen. So wurde das morphogenetische (= formbildende) Feld des Universums über Jahrhunderte hinweg zur Genüge angefüllt mit eben diesen Energien, die von den Motiven Gier, Geiz, Mangeldenken und Angst gefüttert und genährt wurden. Die Kriege und Auseinandersetzungen der Welt, die Ausbeutung der Erde, der Menschen, der Tiere und der Natur sind materielle Form und Ausdruck dieser lang genährten Geisteshaltung.

In dieser neuen erwachten Zeit – und der massive Zulauf in spirituellen Gruppen zeigt dies deutlich – haben wir sowohl ein tiefes Bedürfnis als auch das Wissen und die Gelegenheit dazu, unsere Kräfte zum Wohle aller Beteiligten zu bündeln und ein Feld des Lichtes und der Liebe zu erschaffen und zu erweitern, ohne das gleiche Instrumentarium der Auseinandersetzungen und Aggression benutzen zu müssen. Es würde nichts zum Positiven hin bewegen können, sondern das alte Feld nur weiter nähren. Alle Beteiligten, das sind Sie und ich, die Menschen insgesamt, die ganze Schöpfung, die Erde und das Universum, in das wir alle eingebettet sind und dessen Gesetzen wir unweigerlich zu folgen haben, ob uns das gefällt oder nicht.

Ritualarbeit ist eine wirklich schöne, nährende, stärkende und Sinn stiftende Tätigkeit, so sie denn von Herzen kommt. Sie werden spüren, fühlen und sehen, dass sich Ihr Leben zum Positiven hin ändert und Sie eine tiefe innere Zufriedenheit und Weisheit entwickeln, die allein im Einklang mit der Natur und der Schöpfung möglich ist.

Das morphogenetische Feld und seine Wirkungen auf uns

Der Begriff morphogenetisches Feld wurde vom englischen Evolutionsforscher und Biologen Rupert Sheldrake geprägt und populär gemacht, seit er im Rahmen seiner Forschungstätigkeit zur Evolution von Pflanzen an der Universität Cambridge der Frage nachging, wie sich Pflanzen aus einfachen Embryonen zur charakteristischen Form ihrer Art entwickeln (→ Literaturverzeichnis, Rupert Sheldrake, S. 218). Er gab sich nicht mit der gängigen Antwort zufrieden, jede Morphogenese sei genetisch programmiert, sprich: Die einzelnen Arten würden angeblich einfach die Anweisungen ihrer Gene befolgen. Sheldrake verwies darauf, dass alle Zellen des Körpers die gleichen Gene haben, sodass im Körper das gleiche genetische Programm zum Beispiel in den Augenzellen, Leberzellen ebenso wie in den Zellen von Armen, Beinen usw. vorhanden sei. Diese Zellen sind identisch programmiert. Warum entwickeln sie sich dann aber so unterschiedlich und so überaus vielfältig, und nach welchem Plan geschieht dies?

Sheldrake und andere Forscher gelangten durch diese Fragen immer mehr zu der Überzeugung, dass sich entwickelnde Organismen von bestimmten Informationsfeldern gestaltet werden, den sogenannten morphogenetischen (formbildenden) Feldern. Man stellte sich vor, sie seien so etwas wie unsichtbare Entwürfe, die der Form des wachsenden Organismus zugrunde liegen, vergleichbar mit magnetischen Feldern, und dass diese Felder sich selbst organisieren können und ihren Einfluss auf alles Lebendige haben. Durch die anerkannte Wissenschaft sind diese Felder noch immer nicht bestätigt, wobei man vermutet, dass es zwar noch keine geeigneten Mess- und Nachweissysteme dafür gibt, es sie aber bald geben wird. Auch unsere Gedanken sieht man schließlich nicht dadurch, dass man den Kopf aufschneidet und ins Gehirn schaut – dennoch existieren sie, woran wohl keiner Zweifel hat.

Wichtig ist nach dieser These, dass die Felder Gestalt annehmen können und sich wie Organismen zu einer größeren Familie von Feldern, den sogenannten morphischen Feldern, entwickeln können und dass sie aufgrund eines Prozesses, den man morphische Resonanz nennt, ein Gedächtnis haben.

Bei der Organisation von Wahrnehmung, Verhalten und geistiger Tätigkeit werden sie als Wahrnehmungs-, Verhaltens- und geistige Felder bezeichnet. Bei Kristallen und Molekülen heißen sie Kristall- und Molekülfelder, bei der Organisation von Gesellschaften und Kulturen spricht man von sozialen und kulturellen Feldern. Alle diese Arten von organisierenden Feldern sind nach Sheldrakes Theorie morphische Felder.

Manipulationen im morphogenetischen Feld

Das HAARP Forschungsprogramm (High Frequency Active Auroral Research Project) ist ein Projekt der Luftwaffe der USA und des Geophysikalischen Instituts der Universität Alaska, bei dem mithilfe von Antennen und Sendern die Ionosphäre mit starken Radiowellen aufgeheizt wird. Weitere ähnliche Anlagen gibt es in Arecibo auf Puerto Rico, Nischni Nowgorod in Russland, in Duschanbe in Tadschikistan und an anderen Orten. Durch Manipulation der elektrischen Eigenschaften in der Atmosphäre lassen sich gewaltige Kräfte kontrollieren. Wird dies als militärische Waffe eingesetzt, können die Folgen für den Feind verhängnisvoll sein, denn durch HAARP lässt sich ein fest umrissenes Gebiet millionenfach stärker mit Energie aufladen als mit irgendeiner anderen herkömmlichen Energiequelle. Die Energie lässt sich auch auf ein bewegliches Ziel ausrichten, zum Beispiel auf feindliche Raketen. Das Projekt ermöglicht die Manipulation der globalen Wetterverhältnisse sowie die Störung der weltweiten Kommunikationssysteme. HAARP bewirkt Veränderungen der klimatischen Bedingungen und beeinträchtigt das gesamte Ökosystem. Die Ionosphäre schützt uns vor einfallender kosmischer Strahlung. Sie befindet sich in der oberen Schicht der Erdatmosphäre, zwischen 60 und 1.000 km über dem Erdboden, und ist besonders reich an elektrisch geladenen Teilchen, den sogenannten Ionen. Die elektrisch positiv aufgeladene Ionosphäre bildet einen Gegenpol zur negativ geladenen Erdoberfläche, weshalb zwischen beiden ständig eine elektrische Spannung herrscht, die sich regelmäßig durch Gewitter entlädt.

Sie haben Auswirkungen und Einfluss auf uns alle – das wissen auch die „Machthaber“ dieser Erde. Denn was Einfluss auf unser Denken und Verhalten hat, das möchte von wem auch immer gern in seinem Sinne beeinflusst werden, meist mit dem Ziel, sich selbst Vorteile zu verschaffen. Ein Bestreben, das vom Ego gesteuert wird und von dem niemand ganz frei ist. Je stärker ein bestimmtes Feld ist und je länger es besteht, desto eher formt sich ein kollektives bzw. vereintes Gedächtnis, das wiederum dafür sorgt, dass sich diesem Feld immer mehr Lebewesen anschließen, die das gleiche (unbewusste und nicht unbedingt reflektierte) Verhalten annehmen. Beim Menschen kann man sich diese Art des kollektiven Gedächtnisses ähnlich vorstellen wie C. G. Jungs „kollektives Unbewusste“, das große Macht auf Kulturen und Gesellschaften hat und auch die Persönlichkeit jedes Einzelnen stark beeinflusst, ohne dass man bewusst merkt, warum man sich so oder so verhält. Aus dieser Sicht ist die Natur prinzipiell gewohnheitsmäßig. Selbst die sogenannten Naturgesetze sind eher so etwas wie Gewohnheiten. Jedes Feld wird durch vielfache Wiederholungen immer stärker. Je häufiger sich Muster wiederholen, desto wahrscheinlicher werden sie. Diese Felder enthalten eine Art kumulativen Gedächtnisses und nehmen zunehmend den Charakter des Gewohnheitsmäßigen an. Felder entwickeln sich in der Zeit und bilden die Basis für Gewohnheiten, die zum Teil so tief wurzeln, dass sich kaum eine Veränderung beobachten lässt. Denken Sie nur an die Normalitäten in unserem Alltag: Nahezu jeder hat einen Fernseher, einen Kühlschrank, ein Auto – eine Welt mit Kriegen scheint normal zu sein und auch, dass wir sterben müssen oder dass Zähne nur zweimal wachsen. Je mehr Menschen das für Gesetz halten und je länger an diesem Gedankengut festgehalten wird, desto stärker und fixierter wird das jeweilige Feld. Die Erde ist eine Scheibe – bis jemand auf die Idee kommt, es könnte auch ganz anders sein, als man gemeinhin glaubt.

Die Manipulationen in der Ionosphäre können auf Lebewesen im Extremfall wie elektromagnetische Waffen wirken. So häufen sich unerklärliche Angriffsgefühle wie Brummtöne oder nervtötende Geräusche am Rand der Hörbarkeit, deren Quelle niemand finden kann. Forscher, die sich mit den Wirkungen von HAARP beschäftigen, sprechen von einer großen Wahrscheinlichkeit, dass hierfür Manipulation durch Bestrahlung mit Mikrowellen oder sogenannten ELF-Wellen (extreme low frequences) verantwortlich sein könnte und dass die gigantischen Anlagen zur aktiven Bewusstseinskontrolle der Bevölkerung geeignet sein könnten. Durch Messungen der Gehirnströme kann man feststellen, dass das Gehirn elektromagnetische Wellen produziert, die im niedrigen Bereich zwischen 1 und 20 Hz liegen, die wiederum mit unterschiedlichen Bewusstseinszuständen einhergehen und auf von außen angebotene Frequenzen reagieren. Die ELF-Wellen des HAARP-Projektes können auf diese Weise Einfluss auf das menschliche Bewusstsein haben und darüber hinaus als Trägerwellen dienen, auf die eine manipulierende Information aufmoduliert werden kann, zum Beispiel, um Informationen wie Werbung in die Gehirne ahnungsloser Menschen einzuspeisen. Sensible Menschen spüren bereits geringfügige Veränderungen im Erdmagnetfeld – zum Beispiel Wetterfühligkeit vor einem heranziehenden Gewitter –, wenn es zu einer lokalen Verringerung des Magnetfeldes kommt. Unser Gehirn reagiert auf schwache Impulse sehr stark, sodass Informationsübertragung auf einer eher feinstofflichen Ebene im Gehirn durchaus zu Reaktionen führen kann, die nur im Unterbewusstsein ablaufen und uns deshalb steuern können, ohne dass wir dies bemerken.


Alles ist Schwingung, Information und Bewegung.

Die gezielte Stärkung des heilen Feldes der Mutter Erde

Mit der Kraft von Ritualen können wir gegen solche Manipulationen etwas unternehmen. Tun wir uns zusammen, und bekämpfen wir die Mächtigen, Diktatoren und Profithaie dieser Welt, indem wir zeigen, dass wir uns das nicht mehr gefallen lassen! Unser Denken isoliert gern Erfahrungen und Ereignisse und unterteilt sie in gut und schlecht. Damit nehmen wir eine sehr eingeschränkte Perspektive ein und verneinen, dass alles, was auf dieser Erde und im Universum existiert, mit allem zusammenhängt. Das annehmen, was ist, ohne ständig nach dem Glück („des einen Glück ist des anderen Unglück“) als Sinn des Lebens zu suchen, bedeutet zu erkennen und zu akzeptieren, dass das Leben einer höheren Ordnung unterliegt. Zumindest das Leben auf dieser Erde, wo es den Tag genauso gibt wie die Nacht, den Pluspol genauso wie den Minuspol, sogar auf der Ebene der Zellen. Jede Medaille hat zwei Seiten und die eine ist nicht besser als die andere. Unsere menschlichen Sinne sind jedoch zu beschränkt, um die ganzen Zusammenhänge und die höhere Ordnung hinter den Dingen wahrzunehmen.

Vielmehr müssen wir zunächst annehmen, was ist, und zwar im Wissen, dass genau darin die beste Voraussetzung für ein Veränderungsund Heilungspotenzial liegt. Solange wir in einer Welt der Dualität leben, müssen wir die andere Seite auch als Spiegel erkennen und den Anteil, den wir an dem ganzen Geschehen haben, in uns selbst annehmen und heilen lernen. Alles in diesem polaren Erdenleben ist berechtigt und sinnvoll. Der eine stellt sich als Opfer zur Verfügung, der andere als Täter, so lange und durch so viele Inkarnationen hindurch, bis wir das Spiel verstanden haben und ein anderes Spiel wählen können: das Spiel der Liebe nämlich.

Gäbe es keinen Schatten, würden wir das Licht nicht sehen können, und wir könnten nicht wachsen an unseren Erfahrungen und könnten unsere persönliche, geistige und kosmische Entwicklung nicht vorantreiben.

Noch weiter polarisieren gegen die Mächtigen und Diktatoren der Welt würde nur in weitere Duelle münden, die mit immer stärkeren Waffen ausgetragen würden. Kampf führt nicht nur zu nichts, es führt immer nur zu noch mehr Kampf.

Das chinesische Yin- und Yang-Zeichen symbolisiert die Doppelnatur allen Seins, das immerwährende Prinzip der Polarität allen Lebens. Das Dunkle (Yin = weibliches Prinzip) und das Helle (Yang = männliches Prinzip) ergänzen sich harmonisch, bringen sich fortwährend gegenseitig hervor und enthalten in sich immer auch den Kern des jeweils anderen Teils. Nur so ist Gleichgewicht möglich, und nur dadurch kann die Lebensenergie frei fließen. Yin und Yang bilden das dynamische Gegensatzpaar, das allem Leben zugrunde liegt.

Was können wir also tun und mit welcher Absicht, wenn wir die große Kraft der Rituale nutzen, um eine Welt in Harmonie und mit weniger Ausbeutung zu schaffen, damit sich alle Geschöpfe wohler fühlen? Wir können durch eine andere Sichtweise positiver denken und dürfen die Kraft der Veränderung mithilfe schöner Rituale getrost erwarten. Wenn wir das HAARP-Projekt und andere Versuche der Einflussnahme durch die Mächtigen und Ausbeuter dieser Welt als einen der letzten großangelegten Versuche begreifen, einer lichtvollen gerechten Entwicklung Einhalt zu gebieten, die sich doch in letzter Konsequenz nicht mehr aufhalten lässt, so können wir jetzt einen friedlichen und doch sehr kraftvollen Weg beschreiten, durch Erweiterung unseres persönlichen Bewusstseins weitere Bedrohungen und Angriffe irgendwann weltweit überflüssig zu machen.

Bekämpfen wir also nicht weiter die Unterschiede, sondern kümmern wir uns lieber um die Verbindung der Unterschiede auf dieser Welt. Statt das dunkle Feld durch Aufmerksamkeit, Gedanken und Gefühle in dieser Richtung immer weiter zu nähren, können wir uns jetzt entscheiden, ein lichtes, liebevolles, morphogenetisches Feld der Liebe und Achtsamkeit erstarken zu lassen, das sowieso schon vorhanden ist, wenn auch vielleicht noch etwas schwach. Durch die zahllosen spirituellen Gruppen weltweit, die beständig wachsen, ist der Same bereits gelegt, und er hat sogar schon angefangen, zu keimen und zu wachsen. Die neue Zeit ist angebrochen, sie ist bereits!

Es ist eine schöne Zeit, in der sich immer mehr Menschen von Ausbeutung, Unmenschlichkeit und einer Zeit-ist-Geld-Mentalität verabschieden wollen. Unser Bewusstsein wird von einer göttlich-schöpferischen Quelle von evolutionärer Kreativität genährt, die wieder an die Natur und den Geist in allen Dingen angebunden ist. Neue Gedankensysteme, neue Formen des Zusammenlebens und neue Verhaltensmuster werden hervorgebracht, und wir nähren sie, je öfter wir sie wiederholen. Das morphische Feld des Friedens und der Achtsamkeit wird durch Wiederholung immer stärker und stabiler werden, da braucht es keinen Kampf gegen das andere mehr, es wird sich von selbst ad absurdum führen und erledigen.


Yin und Yang – Sinnbild der Polarität des Lebens.

Jede Aktion, die ohne Egoismus dem Wohl aller dient und durchgeführt wird, um uns selbst und die Erde zu heilen, nährt dieses Feld ein Stückchen mehr. Es macht nichts, wenn wir manchmal zurückfallen in den Kampfmodus, der immer auch ein Stressmodus für Körper, Seele und Geist ist. Wir sind ja schließlich auch nur Menschen, deren emotionale Knöpfchen jederzeit wieder gedrückt werden können. Aber wenn wir beständig üben, werden kleine und größere Erfolge nicht ausbleiben!

Jede Ritualarbeit soll aus dem Geiste der Liebe und Verbundenheit heraus geschehen – mit den anderen Menschen einerseits, aber darüber hinaus auch mit jedem anderen Lebewesen der Erde.

So hat unser Tun die größte Wirkung auf alle Beteiligten, und unsere innere Zufriedenheit wächst mit jedem Mal mehr.

Wir leben alle in einem Feld der Möglichkeiten, und wir haben die Wahl!

Die wichtigste Erkenntnis, die die Quantenphysik aus neueren Versuchen und Experimenten gezogen hat, ist die: Wir leben in einem Feld der Möglichkeiten. Welche Möglichkeit verwirklicht wird, hängt davon ab, ob wir glauben, dass sie sich verwirklichen lässt, bzw. davon, in welche Richtung wir die Energie unserer Gedanken bewusst oder unbewusst lenken, das bedeutet, ob sich unser Schicksal oder bestimmte Ereignisse in unserem Leben in die positive oder negative Richtung entwickelt, hängt von uns selbst ab! Das sind bahnbrechende Erkenntnisse, denn damit sind wir dem Schicksal nicht mehr machtlos ausgeliefert, sondern können mithilfe unseres Bewusstseins wieder selbst das Ruder übernehmen. Das Dumme daran ist nur, dass wir jetzt auch die volle Verantwortung für das übernehmen müssen und dürfen, was uns im Leben widerfährt, also auch für Gesundheit, Krankheit, Wohlbefinden oder Missempfinden. Niemand anderer kann uns diese Verantwortung abnehmen, und niemand hat Schuld an dem, was wir meinen, erleiden oder erdulden zu müssen.

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327 s. 162 illüstrasyon
ISBN:
9783863741709
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