Kitabı oku: «1 Könige 16 - 2 Könige 16»

Yazı tipi:

Internationaler Exegetischer Kommentar

zum Alten Testament (IEKAT)

Herausgegeben von:

Walter Dietrich, David M. Carr, Adele Berlin, Erhard Blum, ­Irmtraud Fischer, Shimon Gesundheit, Walter Groß, Gary Knoppers (†), Bernard M. Levinson, Ed Noort, Helmut Utzschneider und Beate Ego (apokryphe/deuterokanonische Schriften)

Umschlagabbildungen:

Oben: Teil einer viergliedrigen Bildleiste auf dem Schwarzen Obelisken Salmanassars III. (859–824 v. u. Z.), welche die Huldigung des israelitischen Königs Jehu (845–817 v. u. Z.; 2Kön 9f.) vor dem assyrischen Großkönig darstellt. Der Vasall hat sich vor dem Oberherrn zu Boden geworfen. Hinter diesem stehen königliche Bedienstete, hinter Jehu assyrische Offiziere sowie, auf den weiteren Teilbildern, dreizehn israelitische Lastträger, die schweren und kostbaren Tribut darbringen.

© Z. Radovan/BibleLandPictures.com

Unten links: Eines von zehn Reliefbildern an den Bronzetüren, die das Ostportal (die sog. Paradiespforte) des Baptisteriums San Giovanni in Florenz bilden, geschaffen 1424–1452 von Lorenzo Ghiberti (um 1378–1455): Ausschnitt aus der Darstellung ‚Adam und Eva‘; im Mittelpunkt steht die Erschaffung Evas: „Und Gott der HERR baute aus der Rippe, die er vom Menschen genommen hatte, eine Frau und brachte sie zu ihm.“ (Gen 2,22) Fotografiert von George Reader.

Unten rechts: Detail der von Benno Elkan (1877–1960) geschaffenen Menora vor der Knesset in Jerusalem: Esra liest dem versammelten Volk das Gesetz Moses vor (Neh 8). Die Menora aus Bronze entstand 1956 in London und wurde im selben Jahr von den Briten als Geschenk an den Staat Israel übergeben. Dargestellt sind in insgesamt 29 Reliefs Themen aus der Hebräischen Bibel und aus der Geschichte des jüdischen Volkes.

Steven L. McKenzie

1 Könige 16 – 2 Könige 16

Verlag W. Kohlhammer

Dieses Werk einschließlich aller seiner Teile ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwendung außerhalb der engen Grenzen des Urheberrechts ist ohne Zustimmung des Verlags unzulässig und strafbar. Das gilt insbesondere für Vervielfältigungen, Übersetzungen, Mikroverfilmungen und für die Einspeicherung und Verarbeitung in elektronischen Systemen.

Übersetzung: Gerlinde Baumann

1. Auflage 2021

Alle Rechte vorbehalten

© W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart

Gesamtherstellung: W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart

Print:

ISBN 978-3-17-034044-2

E-Book-Formate:

pdf: 978-3-17-034045-9

epub: 978-3-17-034046-6

mobi: 978-3-17-034047-3

Für den Inhalt abgedruckter oder verlinkter Websites ist ausschließlich der jeweilige Betreiber verantwortlich. Die W. Kohlhammer GmbH hat keinen Einfluss auf die verknüpften Seiten und übernimmt hierfür keinerlei Haftung.

Der Kommentar bedient sich unterschiedlicher Zugänge und Methoden zur Erschließung des Mittelteils der Königebücher. Diese erscheinen dabei in neuem Licht, und zwar sowohl in diachroner wie in synchroner Hinsicht. Grundlegend ist eine detaillierte Textkritik, die häufig Lesarten aus der Septuaginta und der Vetus Latina denen aus der hebräischen Tradition vorzieht. Dies wiederum hat Folgen für die Chronologie der Könige von Israel und Juda. Zudem wird eine neue Theorie zur Entstehungs- und Kompositionsgeschichte dieses Teils der Königebücher entwickelt: Er verdankt sich großenteils einem nachexilischen „prophetischen Erzähler“, der freilich auf ältere Legenden, namentlich über Elischa, zurückgriff und der Gesamtdarstellung die Gestalt gab, die sie heute hat.

Steven L. McKenzie ist Professor für Altes Testament am Rhodes College, Memphis/Tennessee.

Zum Andenken an meine Mutter, Germaine „Lynn“ McKenzie, und an meine Tochter, Bonnie Lynn McKenzie.


Inhalt

Vorwort der Herausgeberinnen und Herausgeber

Danksagungen

Einleitung

1. Inhalt und Struktur

2. Text

2.1 Die Chronologie von MT und OG

2.2 „Ergänzungen“ der OG

2.3 Rekonstruktion des Textes

3. Textentstehung

3.1 Quellen, die älter sind als DtrH

3.1.1 Rahmenformular

3.1.2 Erzählungen

3.2 DtrH

3.2.1 Die Sünde Jerobeams und die dynastische Verheißung an David

3.2.2 Die Prophetenworte gegen die Königshäuser des Nordreichs

3.3 Prophetenlegende

3.4 Der prophetische Erzähler

3.4.1 Die Elija- und Elischa-Geschichten

3.4.2 1 Könige 20; 22,1–38

3.4.3 Die redaktionelle Tätigkeit und Kohärenz von PE

4. Geschichte und Chronologie

5. Aufbau

Baschas Regierungszeit (1 Könige 15,33 – 16,7)

Übersetzung

Anmerkungen zu Text und Übersetzung

Synchrone Analyse

Diachrone Analyse

Synthese

Elas, Simris und Omris Regierungszeit (1 Könige 16,8–28)

Übersetzung

Anmerkungen zu Text und Übersetzung

Synchrone Analyse

Diachrone Analyse

Synthese

Der Beginn von Ahabs Regierungszeit (1 Kön 16,29–34)

Übersetzung

Anmerkungen zu Text und Übersetzung

Synchrone Analyse

Diachrone Analyse

Synthese

Elija und die Dürre (1 Könige 17)

Übersetzung

Anmerkungen zu Text und Übersetzung

Synchrone Analyse

Diachrone Analyse

Synthese

Elija auf dem Karmel (1 Könige 18)

Übersetzung

Anmerkungen zu Text und Übersetzung

Synchrone Analyse

Diachrone Analyse

Synthese

Elija am Horeb (1 Könige 19)

Übersetzung

Anmerkungen zu Text und Übersetzung

Synchrone Analyse

Diachrone Analyse

Synthese

Namenlose Propheten (1 Könige 20 MT; 21 G)

Übersetzung

Anmerkungen zu Text und Übersetzung

Synchrone Analyse

Diachrone Analyse

Synthese

Nabots Weinberg (1 Könige 21 MT; 20 G)

Übersetzung

Anmerkungen zu Text und Übersetzung

Synchrone Analyse

Diachrone Analyse

Synthese

Der Prophet Micha und Ahabs Tod (1 Könige 22,1–40)

Übersetzung

Anmerkungen zu Text und Übersetzung

Synchrone Analyse

Diachrone Analyse

Synthese

Joschafats Regierungszeit (1 Könige 22,41–51)

Übersetzung

Anmerkungen zu Text und Übersetzung

Synchrone Analyse

Diachrone Analyse

Synthese

Ahasjas Regierungszeit (1 Könige 22,52 – 2 Könige 1,18)

Übersetzung

Anmerkungen zu Text und Übersetzung

Synchrone Analyse

Diachrone Analyse

Synthese

Elijas Himmelfahrt; Nachfolge durch Elischa (2 Könige 2,1–25)

Übersetzung

Anmerkungen zu Text und Übersetzung

Synchrone Analyse

Diachrone Analyse

Synthese

Krieg gegen Moab (2 Könige 3)

Übersetzung

Anmerkungen zu Text und Übersetzung

Synchrone Analyse

Diachrone Analyse

Synthese

Elischas Wundertaten (2 Könige 4,1–44)

Übersetzung

Anmerkungen zu Text und Übersetzung

Synchrone Analyse

4,1–7

4,8–37

4,38–41

4,42–44

Diachrone Analyse

Synthese

Die Heilung Naamans (2 Könige 5,1–27)

Übersetzung

Anmerkungen zu Text und Übersetzung

Synchrone Analyse

Diachrone Analyse

Synthese

Der schwimmende Axtkopf (2 Könige 6,1–7)

Übersetzung

Anmerkungen zu Text und Übersetzung

Synchrone Analyse

Diachrone Analyse

Synthese

Elischa besiegt die Aramäer (2 Könige 6,8–23)

Übersetzung

Anmerkungen zu Text und Übersetzung

Synchrone Analyse

Diachrone Analyse

Synthese

Die Belagerung Samarias (2 Könige 6,24 – 7,20)

Übersetzung

Anmerkungen zu Text und Übersetzung

Synchrone Analyse

Diachrone Analyse

Synthese

Zwei Geschichten über Elischa (2 Könige 8,1–15)

Übersetzung

Anmerkungen zu Text und Übersetzung

Synchrone Analyse

Diachrone Analyse

Synthese

Joram von Juda (2 Könige 8,16–24)

Übersetzung

Anmerkungen zu Text und Übersetzung

Synchrone Analyse

Diachrone Analyse

Synthese

Ahasja von Juda und Jehus Aufstand (2 Könige 8,25 – 9,37)

Übersetzung

Anmerkungen zu Text und Übersetzung

Synchrone Analyse

Diachrone Analyse

Synthese

Jehus Aufstand und Regierungszeit (2 Könige 10)

Übersetzung

Anmerkungen zu Text und Übersetzung

Synchrone Analyse

Diachrone Analyse

Synthese

Die Herrschaft Ataljas und die Wiederherstellung des davidischen Königtums (2 Könige 11)

Übersetzung

Anmerkungen zu Text und Übersetzung

Synchrone Analyse

Diachrone Analyse

Synthese

Joasch von Juda (2 Könige 12)

Übersetzung

Anmerkungen zu Text und Übersetzung

Synchrone Analyse

Diachrone Analyse

Synthese

Joahas und Jehoasch von Israel; Elischas letzte Taten (2 Könige 13)

Übersetzung

Anmerkungen zu Text und Übersetzung

Synchrone Analyse

Diachrone Analyse

Synthese

Die Regierungszeiten Amazjas von Juda und Jerobeams II. von Israel (2 Könige 14)

Übersetzung

Anmerkungen zu Text und Übersetzung

Synchrone Analyse

Diachrone Analyse

Synthese

Asarja und Jotam von Juda; Secharja, Schallum, Menahem, Pekachja und Pekach von Israel (2 Könige 15)

Übersetzung

Anmerkungen zu Text und Übersetzung

Synchrone Analyse

Diachrone Analyse

Synthese

Ahas von Juda (2 Könige 16)

Übersetzung

Anmerkungen zu Text und Übersetzung

Synchrone Analyse

Diachrone Analyse

Synthese

Anhang

Abkürzungen

Literatur

Register

Bibelstellenverzeichnis (in Auswahl)

Genesis

Exodus

Levitikus

Numeri

Deuteronomium

Josua

Richter

Rut

1 Samuel

2 Samuel

1 Könige

2 Könige

1 Chronik

2 Chronik

Esra

Nehemia

Judit

Ester

1 Makkabäer

Hiob

Psalmen

Sprichwörter

Kohelet

Hoheslied

Jesaja

Jeremia

Ezechiel

Daniel

Hosea

Amos

Jona

Micha

Nahum

Habakuk

Zefanja

Sacharja

Maleachi

Matthäus

Markus

Lukas

Johannes

Jakobus

Offenbarung

Sonstige Quellen (in Auswahl)

Verzeichnis hebräischer Wörter

Schlagwortverzeichnis

Editionsplan

Vorwort der Herausgeberinnen und Herausgeber

Der Internationale Exegetische Kommentar zum Alten Testament (IEKAT) möchte einem breiten internationalen Publikum – Fachleuten, Theologen und interessierten Laien – eine multiperspektivische Interpretation der Bücher des Alten Testaments bieten. Damit will IEKAT einer Tendenz in der gegenwärtigen exegetischen Forschung entgegenwirken: dass verschiedene Diskursgemeinschaften ihre je eigenen Zugänge zur Bibel pflegen, sich aber gegenseitig nur noch partiell wahrnehmen.

IEKAT möchte eine Kommentarreihe von internationalem Rang, in ökumenischer Weite und auf der Höhe der Zeit sein.

Der internationale Charakter kommt schon darin zum Ausdruck, dass alle Kommentarbände kurz nacheinander in englischer und deutscher Sprache erscheinen. Zudem wirken im Kreis der Herausgeber und Autorinnen Fachleute unterschiedlicher exegetischer Prägung aus Nordamerika, Europa und Israel zusammen. (Manche Bände werden übrigens nicht von einzelnen Autoren, sondern von Teams erarbeitet, die in sich bereits multiple methodische Zugänge zu dem betreffenden biblischen Buch verkörpern.)

Die ökumenische Dimension zeigt sich erstens darin, dass unter den Herausgeberinnen und Autoren Personen christlicher wie jüdischer Herkunft sind, und dies wiederum in vielfältiger religiöser und konfessioneller Ausrichtung. Zweitens werden bewusst nicht nur die Bücher der Hebräischen Bibel, sondern die des griechischen Kanons (also unter Einschluss der sog. „deuterokanonischen“ oder „apokryphen“ Schriften) ausgelegt.

Auf der Höhe der Zeit will die Reihe insbesondere darin sein, dass sie zwei große exegetische Strömungen zusammenführt, die oft als schwer oder gar nicht vereinbar gelten. Sie werden gern als „synchron“ und „diachron“ bezeichnet. Forschungsgeschichtlich waren diachrone Arbeitsweisen eher in Europa, synchrone eher in Nordamerika und Israel beheimatet. In neuerer Zeit trifft diese Einteilung immer weniger zu, weil intensive synchrone wie diachrone Forschungen hier wie dort und in verschiedensten Zusammenhängen und Kombinationen betrieben werden. Diese Entwicklung weiterführend werden in IEKAT beide Ansätze engstens miteinander verbunden und aufeinander bezogen.

Da die genannte Begrifflichkeit nicht überall gleich verwendet wird, scheint es angebracht, ihren Gebrauch in IEKAT zu klären. Wir verstehen als „synchron“ solche exegetischen Schritte, die sich mit dem Text auf einer bestimmten Stufe seiner Entstehung befassen, insbesondere auf seiner Endstufe. Dazu gehören nicht-historische, narratologische, leserorientierte oder andere literarische Zugänge ebenso wie die durchaus historisch interessierte Untersuchung bestimmter Textstufen. Im Unterschied dazu wird als „diachron“ die Bemühung um Einsicht in das Werden eines Textes über die Zeiten bezeichnet. Dazu gehört das Studium unterschiedlicher Textzeugen, sofern sie über Vorstufen des Textes Auskunft geben, vor allem aber das Achten auf Hinweise im Text auf seine schrittweise Ausformung wie auch die Frage, ob und wie er im Gespräch steht mit älteren biblischen wie außerbiblischen Texten, Motiven, Traditionen, Themen usw. Die diachrone Fragestellung gilt somit dem, was man die geschichtliche „Tiefendimension“ eines Textes nennen könnte: Wie war sein Weg durch die Zeiten bis hin zu seiner jetzigen Form, inwiefern ist er Teil einer breiteren Traditions-, Motiv- oder Kompositionsgeschichte? Synchrone Analyse konzentriert sich auf eine bestimmte Station (oder Stationen) dieses Weges, besonders auf die letzte(n), kanonisch gewordene(n) Textgestalt(en). Nach unserer Überzeugung sind beide Fragehinsichten unentbehrlich für eine Textinterpretation „auf der Höhe der Zeit“.

Natürlich verlangt jedes biblische Buch nach gesonderter Betrachtung und hat jede Autorin, jeder Autor und jedes Autorenteam eigene Vorstellungen davon, wie die beiden Herangehensweisen im konkreten Fall zu verbinden sind. Darüber wird in den Einführungen zu den einzelnen Bänden Auskunft gegeben. Überdies wird von Buch zu Buch, von Text zu Text zu entscheiden sein, wie weitere, im Konzept von IEKAT vorgesehene hermeneutische Perspektiven zur Anwendung kommen: namentlich die genderkritische, die sozialgeschichtliche, die befreiungstheologische und die wirkungsgeschichtliche.

Das Ergebnis, so hoffen und erwarten wir, wird eine Kommentarreihe sein, in der sich verschiedene exegetische Diskurse und Methoden zu einer innovativen und intensiven Interpretation der Schriften des Alten Testaments verbinden.

Die Herausgeberinnen und Herausgeber Im Herbst 2012

Danksagungen

Ich möchte den im Folgenden genannten Personen und Gruppen meinen Dank aussprechen für das, was sie zu diesem Kommentar beigetragen haben. In den Sommersemestern 2011, 2012 und 2013 habe ich am Rhodes College eine Lehrveranstaltung mit dem Titel „Geschichten über Propheten“ gehalten, die sich schwerpunktmäßig mit den Prophetenerzählungen in 1 – 2 Könige beschäftigte. Ich bin den Studierenden dieser Lehrveranstaltung für ihre Kommentare und Beobachtungen zu den Königebüchern an sich sowie zu meiner eigenen im Entstehen begriffenen Untersuchung zu Dank verpflichtet. Eine dieser Studierenden, Elizabeth Hollingsworth, hat im Sommer 2012 die Old Testament Abstracts nach Artikeln durchgesehen, die für mich hilfreich sein könnten.

Die Reise- und Forschungstätigkeit für diesen Kommentar wurde durch meine Position als Spence L. Wilson Senior Research Fellow in Rhodes ermöglicht, und ich bin Spence und Becky Wilson auch weiterhin für ihre Unterstützung dankbar.

Ich habe an mehreren Seminaren zum Text der Königebücher an der Universidad Complutense in Madrid teilgenommen: 2012 mit Jan Joosten, Jean Koulagna, Andrés Piquer, Julio Trebolle und Pablo Torijano; 2013 mit Jan Joosten, Andrés Piquer, Matthieu Richelle, Julio Trebolle und Pablo Torijano; sowie 2016 mit Jan Joosten, Andrés Piquer, Julio Trebolle und Pablo Torijano. Zu welchem Dank ich den Teilnehmern – insbesondere Julio Trebolle – verpflichtet bin, lässt sich aus dem Kommentar selbst ersehen.

Teile des Kommentars habe ich in Vorversionen bei verschiedenen Fachkonferenzen vorgestellt, so unter anderem in den Jahren 2011 (1 Kön 19) und 2016 (2 Könige 5) beim fortlaufenden Seminar der Catholic Biblical Association zu Gott im Alten Israel sowie 2013 beim Biblischen Kolloquium (2 Kön 6,24 – 7,20). Dankbar bin ich auch Christoph Levin für die Einladung, meine Gedanken zu den Elijageschichten bei der IOSOT 2013 in München im Rahmen eines Hauptvortrags vorzustellen, und Sara Milstein dafür, dass sie bei der SBL 2014 eine Session organisiert hat, bei der ich zu Isebel vortragen konnte. Bei der Konferenz der Catholic Biblical Association in Providence hatte ich bereits im Sommer 2014 die Gelegenheit, eine frühere Version des letztgenannten Vortrags zu präsentieren. Meine Überlegungen zu den Problemen der Chronologie in 2 Kön 15 habe ich auf einer Tagung über „Die letzten Tage Israels“ vorgestellt, die Shūichi Hasegawa im März 2016 in München ausgerichtet hat.

Dank schulde ich auch meinem Kollegen John Kaltner, der mir an mehreren Stellen mit dem Arabischen weitergeholfen hat, sowie meiner Kollegin Rhiannon Graybill, die ältere Versionen zahlreicher Kapitel gelesen und kommentiert hat; sowie meinen Kollegen Ralph Klein, der sich mit mir über textkritische Fragen beraten hat, und Mark Smith für Gespräche über ugaritische Parallelen.

Entsprechend den Vorgaben der Reihe werden Werke, die zu nur einem Stichwort zitiert werden, in der ersten Fußnote vollständig aufgeführt; Werke dagegen, die zu mehreren Stichworten angeführt werden, finden sich mit vollständiger Angabe im Literaturverzeichnis und in den Fußnoten lediglich in Abkürzung. Daneben bin ich vielen weiteren Forschenden dankbar, die mein Denken und meine Herangehensweise geprägt haben, ohne dass ich sie im Kommentar anführen würde.

Mein besonderer Dank gebührt Walter Dietrich als Reihenherausgeber, der mich vor zahlreichen peinlichen Fehlern bewahrt und auch versucht hat, mich von weiteren abzubringen, die im Text geblieben sind. David Carr als Co-Herausgeber der Reihe hat diverse Vorschläge gemacht, durch die das Manuskript an verschiedenen Stellen optimiert wurde. Linda Maloney hat den Text sprachlich korrigiert und mich zu einem besseren Autor gemacht. Schließlich danke ich auch Florian Specker vom Kohlhammer-Verlag für seine Übersicht über das Projekt und für seine Sensibilität, mir die Widmung an meine Mutter und meine Tochter zu ermöglichen, deren Leben während meiner Arbeit an diesem Kommentar ein Ende gefunden hat.

Einleitung
1. Inhalt und Struktur

Die Königebücher lassen sich in drei Teile untergliedern, bei denen es um die Herrschaft Salomos geht (1 Kön 1–11), um die Zeit der geteilten Reiche (1 Kön 12 – 2 Kön 17) sowie nur noch um das Königreich Juda (2 Kön 18–25). Worum es im zweiten Teil geht, der zu großen Teilen im vorliegenden Band behandelt wird, zeigt der folgende Überblick.


TexteDer Inhalt von 1 Kön 12 – 2 Kön 17 nach dem masoretischen Text Könige von Israel Könige von Juda Propheten
1 Kön 12–14 Rehabeam Schemaja, namenlose ältere und jüngere Propheten
Haus Jerobeams12,16 – 14,20 Jerobeam
15,1–8 Abija
15,9–24 Asa
15,25–32 Nadab
Haus Baschas15,33 – 16,7 Bascha Jehu ben Hanani
16,8–14 Ela
16,15–20 Simri
16,21–22 Tibni (Interregnum)
Haus Omris16,23–28 Omri
16,29 – 22,39 Ahab Elija (17–19; 21)namenlos (Kap. 20)Micha (Kap. 22)
22,40.51 – 2 Kön 1,18 Ahasja
1 Kön 22,41–50 Joschafat
2 Kön 2 Elija und Elischa
3,1 – 8,26 Joram Elischa (3,1 – 8,15)
8,16–24 Jehoram
8,25 – 9,29 Ahasja Elischa und ein Jünger
Haus Jehus10 Jehu
11 Atalja
12 Joasch
13,1–9 Joahas
13,10 – 14,16 Jehoasch
13,14–25 Elischa
14,1–22 Amazja
14,23–29 Jerobeam II.
15,1–7 Asarja/Usija
15,8–12 Secharja
15,13–16 Schallum
15,17–22 Menahem
15,23–26 Pekachja
15,27–31 Pekach
15,32–38 Jotam
16 Ahas

Die Geschichten der beiden Reiche Israel und Juda werden in paralleler Weise erzählt. Sie sind miteinander verzahnt, indem die Könige des einen Reiches anhand der Könige des anderen Reiches datiert werden. Dieses System der synchronistischen Datierung bildet das Grundgerüst des hier behandelten Teils der Königebücher. Die Struktur ist von Driver zutreffend beschrieben worden:1

Bei der Anordnung der Regierungsperioden der beiden Königsreihen hat der Verfasser ein bestimmtes Prinzip verfolgt. Wenn einmal die Geschichte eines Königs (welcher Reihe er auch angehört) begonnen ist, wird sie auch bis zu ihrem Abschluss weiter erzählt, wobei auch die gleichzeitigen Vorkommnisse innerhalb des Lebens eines Propheten, die in keiner unmittelbaren Beziehung zu öffentlichen Angelegenheiten stehen, miteingefügt werden; sobald sie aber zu Ende geführt ist, wird die Geschichte der Regierung eines Königs oder der Könige der anderen Reihe zur Darstellung gebracht, soweit dieselben dem gleichen Zeitraum angehören; wenn alsdann die Regierungsperiode, die am Ende über die Grenze des Synchronismus mit dem zuerst erzählten Geschichtsabschnitte hinausgreift, ebenfalls zum Abschluss gebracht ist, nimmt der Verfasser den Faden der Erzählung der ersten Reihe bei dem zunächst folgenden Könige wieder auf, u. s. w.

Rahmenformular Die Erzählung der Regierungszeit eines Königs besteht idealtypisch aus jeweils drei Teilen: aus dem Einleitungsformular, Materialien aus der Regierungszeit sowie dem Abschlussformular.

Einleitungsformular Das Einleitungsformular besteht aus:2

1. dem Synchronismus des Jahrs der Thronbesteigung und dem Regierungsjahr des Königs des anderen Landes;

2. dem Alter des Königs bei der Thronbesteigung (fehlt bei den Königen Israels);

3. der Dauer der Regierungszeit;

4. dem Namen der Königinmutter (fehlt bei den Königen Israels);

5. einer theologischen Bewertung.

Abschlussformular Zum Abschlussformular gehören folgende Elemente, die allerdings kaum einmal alle zusammen zu finden sind:

1. eine Quellenangabe;

2. gegebenenfalls knappe zusätzliche Details über die Regierungszeit;

3. die Notiz über Tod und Bestattung;

4. eine Mitteilung über die Nachfolge.

Diese Struktur ist von großer Bedeutung für die Rekonstruktion der Gliederung der Königebücher. Wenn die Erzählung über einen König oder das Formular von diesem Muster abweichen, ist das erklärungsbedürftig. Wenn beispielsweise eine Episode zu einem König nicht in das Rahmenformular eingepasst ist, dann kann dies ein Hinweis darauf sein, dass diese Episode sekundär an die entsprechende Stelle gelangt ist, also anstelle von etwas Anderem oder als Ergänzung. In synchroner Perspektive wird dadurch die Aufmerksamkeit der Lesenden auf bestimmte Besonderheiten oder Verknüpfungen in der Erzählung gelenkt.

Der Rahmen, den die miteinander verzahnten Berichte über die einzelnen Regierungszeiten bilden, ist ein Grundgerüst, das flexibel genug ist, um auch die Integration von andersgearteten Elementen zu ermöglichen.3 An manchen Stellen werden Könige miteinander verglichen oder Parallelen gezogen, insbesondere zu den älteren, stärker idealisierten Figuren wie David oder Salomo. Die wiederholte Beurteilung von Königen anhand theologischer Aspekte lässt Muster erkennen, die durch den Abfall vom Glauben und durch Reformen geprägt sind.4 Der zuvor gegebene Überblick zeigt, dass der Mittelteil der Königebücher von Prophetenerzählungen geprägt ist, und zwar vor allem von den Erzählungen über Elija und Elischa in 1 Kön 17 – 2 Kön 13. Von daher bilden Prophetenworte und Erfüllungen weitere wichtige Elemente des Buches, die gleichermaßen für Struktur und Inhalt von Bedeutung sind.

Türler ve etiketler

Yaş sınırı:
0+
Litres'teki yayın tarihi:
19 aralık 2025
Hacim:
1341 s. 2 illüstrasyon
ISBN:
9783170340466
Telif hakkı:
Bookwire
İndirme biçimi:

Benzer kitaplar