Kitabı oku: «Auf die Plätze, fertig, los: Zehn kreative Themennachmittage für die Seniorenarbeit»

Yazı tipi:


Susanne Fetzer

Auf die Plätze, fertig, los


Das Kopieren von Rätselvorlagen und Zeichnungen für Gemeindeveranstaltungen ist gestattet.

Die Bibelstellen sind entnommen aus:

Lutherbibel, revidiert 2017, © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart.

Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek:

Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen

Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über

http://dnb.d-nb.de abrufbar.

© 2022 Neukirchener Verlagsgesellschaft mbH, Neukirchen-Vluyn

Alle Rechte vorbehalten

Umschlaggestaltung: Grafikbüro Sonnhüter, www.grafikbuero-sonnhueter.de

unter Verwendung von Bildern © Maria_Petrishina (shutterstock.com)

Lektorat: Rahel Dyck, Bonn

Verwendete Schrift: Myriad Pro, Chaparral Pro

DTP: Breklumer Print-Service, www.breklumer-print-service.com

Gesamtherstellung: PPP Pre Print Partner GmbH & Co. KG, Köln, www.ppp.eu

ISBN 978-3-7615-6843-9 (Buch)

ISBN 978-3-7615-6844-6 (E-Pub)

www.neukirchener-verlage.de

Inhalt

Vorwort

Downloaden und Präsentieren

Präsentationen vorführen

Wie schön, dass Du geboren bist!

Jeder hat einmal Geburtstag

a. Jeder hat einmal Geburtstag – die Frage ist nur wann …? 16

b. Biblische Geburtstage*

c. „Dalli Klick“ – Heute wird was ausgepackt!

d. Vorlesegeschichte: Die Haarklammern

e. Gesprächsimpulse

f. Kunterbunte Tipps

g. Angedacht

Danke für die Blumen!

Einladung zu einem blühenden Nachmittag

a. Kennen Sie diese Blumen?*

b. Ein bunter Blumenstrauß – Gedächtnistraining mit wundervollen Blüten

c. Blumenbingo

d. Vorlesegeschichte: Osterblüten blühen weiter

e. Gesprächsimpulse

f. Kunterbunte Tipps

g. Angedacht

Mit freundlichen Grüßen

Briefeschreiben früher und heute

a. Berühmte Briefeschreiber – Wer schrieb diese Briefe?*

b. Wer kann das entziffern? – Liedtexte rund ums Thema Briefe und Post

c. „Wer wird Millionär?“ – Das große Briefe-Quiz*

d. Vorlesegeschichte: Der Brief

e. Gesprächsimpulse1

f. Kunterbunte Tipps

g. Angedacht: Eine Briefkastengnade

Adel verpflichtet

Zu Gast bei Königs

a. „Adelige“ Musik*

b. Das adelige Quiz – Wer kennt sich aus bei Königs?

c. Memory – Royale Paare

d. Vorlesegeschichte: Die Royals und ich

e. Gesprächsimpulse

f. Kunterbunte Tipps

g. Angedacht

Ach, du dickes Ei!

Ein spannendes Thema, nicht nur an Ostern1

a. Rezeptequiz 2

b. … wenn aus Eiern Vögel werden!*

c. Memory – Ach, du dickes Ei

d. Vorlesegeschichte: Der Pachtzins

e. Gesprächsimpulse

f. Kunterbunte Tipps

g. Angedacht

Sitzt, passt, wackelt und hat Luft

Geschichten rund ums Handwerken

a. Was bin ich? – Hilfreiche Gerätschaften von früher und heute*

b. Bilderrätsel rund ums Handwerk

c. „Der große Preis“ – Das ultimative Handwerker-Quiz

d. Vorlesegeschichte: Die Laubsäge

e. Gesprächsimpulse

f. Kunterbunte Tipps

g. Angedacht

Heureka, ich hab’s gefunden

Erfindungen, die die Welt veränderten

a. Die Welt der Erfindungen*

b. „Wer hat’s erfunden …?“*

c. „Der große Preis“ – Das Quiz der außergewöhnlichen Erfindungen*

d. Vorlesegeschichte: Das YouTube-Video

e. Gesprächsimpulse

f. Kunterbunte Tipps

g. Angedacht

Loch an Loch und hält doch

Dazu gibt es Sachen, zum Staunen und zum Lachen

a. „Ohne Löcher gäb’s uns nicht“ – Heiteres Beruferaten*

b. Löcher in den Bauch gefragt …

c. „Dalli Klick“ – Löchrige Sachen

d. Vorlesegeschichte: Die Sicherheitsnadeln

e. Gesprächsimpulse

f. Kunterbunte Tipps

g. Angedacht

Auf die Plätze, fertig, los!

Spiel und Spaß für Sportliche und Unsportliche

a. Welcher Sport gehört zu welchen Orten?*

b. Sportreportagen*

c. Sport-Bingo

d. Vorlesegeschichte: Mini-Sportfest

e. Gesprächsimpulse

f. Kunterbunte Tipps

g. Angedacht

Weihnachtssterne und andere Lichter

Weihnachten macht das Dunkel hell

a. Weihnachtslichter in Weihnachtsliedern*

b. Adventskalender-Quiz*

c. „Dalli Klick“ – Licht scheint in die Dunkelheit

d. Vorlesegeschichte: Nur eine Kerze

e. Gesprächsimpulse

f. Kunterbunte Tipps

g. Angedacht: Die andere Seite des Lichts

Bedeutung der Symbole


Zum Vorlesen


Schriftliches Ratespiel, jeweils zu zweit oder dritt spielbar


Zum Downloaden

Vorwort

„Warum kommen ältere Menschen eigentlich in den Seniorenkreis?“

Kennen Sie diese Frage auch?

Eine Antwort höre ich sowohl von Mitarbeitern als auch von Teilnehmern immer wieder: „Wegen der Gemeinschaft.“

Das ist der Hauptgrund.

Gemeinschaft bedeutet: sich als Teil einer Gruppe zu erleben. Sich miteinander verbunden zu fühlen. Dabei sein und mitmachen. Sich wahrnehmen und sich einbringen – darum geht es.

Es geht um Begegnung und Beteiligung.

In diesem Buch finden Sie eine Fülle von ausgearbeiteten Ideen, die genau dies fördern und ermöglichen: Ratespiele zum Mitmachen. Geschichten, die zum Erzählen anregen. Gesprächsimpulse für den Austausch in einer größeren oder kleineren Gruppe.

So können sich die Älteren beteiligen und sich mit ihrem Wissen und ihren Erlebnissen einbringen.

Die Themen sind mitten aus dem Leben gegriffen. Alltagsnah und doch immer wieder überraschend tiefgründig.

Begegnung und Beteiligung, Ernsthaftigkeit und Fröhlichkeit, Ermutigung und Selbstvergewisserung – mit den Ideen aus diesem Buch kann es gelingen!

Downloaden und Präsentieren

Downloaden


Immer wenn Sie dieses Zeichen im Buch sehen, gibt es für Sie ausgearbeitete Kopiervorlagen oder komplette PowerPoint-Präsentationen zum Downloaden. Alle Materialien finden Sie unter diesem Link:

www.neukirchener-verlage.de/zusatzmaterial

Passwort: Fertiglos

Präsentationen vorführen

Das Vorführen der PowerPoint-Präsentationen ist ganz einfach, auch für Neueinsteiger. Lediglich die Memorys und die animierten Punktevorlagen erfordern etwas Übung. Aber auch das lässt sich von Neueinsteigern gut bewältigen.

Zum Öffnen der Dateien brauchen Sie ein Präsentationsprogramm. Die Vorlagen sind jeweils in einer pptx-Datei abgespeichert und laufen problemlos unter dem Microsoftprogramm. Wenn Sie OpenOffice verwenden, kann es unter Umständen zu Problemen kommen.

Wenn sie noch kein entsprechendes Programm auf Ihrem Rechner installiert haben, können Sie LibreOffice kostenlos im Internet herunterladen. So können Sie die meisten Präsentationen (bis auf die Memorys und animierten Vorlagen) unkompliziert abspielen.


Zum Präsentieren verwenden Sie am besten die Pfeiltasten: Beim Drücken der rechten Pfeiltaste blättern Sie vorwärts, beim Drücken auf die linke Pfeiltaste blättern Sie zurück. Auf jeder einzelnen PowerPoint-Präsentation finden Sie nochmals detaillierte Informationen zum Vorgehen. Dort finden Sie auch jeweils die Spielregeln des Ratespiels.

Hier die einzelnen Schritte:

1. Speichern Sie die PowerPoint-Präsentation auf Ihrem Rechner oder Ihrem Laptop.

2. Öffnen Sie die PowerPoint-Präsentation und starten Sie die Bildschirm-Präsentation.

3. Navigieren Sie mit den Pfeiltasten vorwärts und rückwärts.

Viel Spaß beim Raten!

Wie schön, dass Du geboren bist!

Jeder hat einmal Geburtstag

Es gibt wenig Dinge, die alle Menschen aller Zeiten miteinander verbindet. Aber eines ist klar: Alle Menschen wurden einmal geboren. Dabei ist der Geburtstag auch der persönlichste Tag im Jahreslauf.

Als Christen vertrauen wir darauf, dass jeder einzelne Mensch von Gott gewollt und geliebt ist. „Du bist gewollt, Du bist geliebt, mit Deiner ganz individuellen Persönlichkeit, mit Deiner ganz speziellen Lebensgeschichte“ – für diesen Zuspruch ist ganz besonders der Geburtstag die richtige Gelegenheit.

Dabei war es früher durchaus nicht bei allen Menschen üblich, an ihrem Geburtstag Gäste zu empfangen und Geschenke zu erhalten. Manche Ältere haben diesen Tag vielleicht ihr Leben lang noch nie gefeiert.

Umso wichtiger ist dieses Thema mit den Mut machenden Worten: „Wie schön, dass Du geboren bist!“

a. Jeder hat einmal Geburtstag – die Frage ist nur wann …?


Zum Vorlesen


Schriftliches Ratespiel, jeweils zu zweit oder dritt spielbar


Kopiervorlage auch im Downloadbereich

Bei diesem Spiel geht es um die Frage der Zuordnung: Welche Person wurde wann geboren? Verteilen Sie nur so viele Rätselblätter und Stifte, dass immer kleine Gruppen zum Raten gebildet werden.

Als Vorlese-Spiel können Sie alternativ die Geburtsdaten (siehe Auflösung unten) jeweils auf einen Zettel schreiben und auf den Tischen verteilen. Lesen Sie dann die Namen der Personen vor und fragen, wer auf seinem Tisch den dazu passenden Datumszettel hat.

Auflösung:

7.3.1902 in Essen: Heinz Rühmann, Schauspieler, + 3.10.1994

23.12.1918 in Hamburg-Barmbek: Helmut Schmidt, Bundeskanzler, + 10.11.2015

16.4.1927 in Marktl: als Joseph Aloisius Ratzinger Papst Benedikt XVI.

5.8.1930 in USA: Neil Armstrong, Astronaut und erster Mensch auf dem Mond, + 25.8.2012

31.1.1946 in Wünschelburg, Schlesien: Wolfgang Stumph, Schauspieler

28.10.1955 in USA: Bill Gates, Mitgründer der Firma Microsoft

22.11.1967 in Leimen: Boris Becker, Tennisspieler

1.6.1973 in Bergisch Gladbach: Heidi Klum, Model

15.9.1984 in London: Prinz Harry, Enkel von Königin Elisabeth II.

1.3.1994 in Kanada: Justin Bieber, Sänger


b. Biblische Geburtstage*


Zum Vorlesen

Bei diesem „Mehr-Satz-Rätsel“ sollten Sie nach jedem Satz eine deutliche Pause zum Nachdenken und zum Zurufen der möglichen Antworten machen. Vielleicht weiß jemand schon die richtige Antwort nach dem ersten oder zweiten Satz?

Wenn Sie merken, dass das Rätsel an einer Stelle nicht richtig verstanden wird oder zu schwer für Ihre Gruppe ist, dann helfen Sie mit ein paar Tipps weiter.

Nachdem die richtige Antwort gegeben wurde, lesen Sie am besten nochmals alle Sätze komplett vor. So kann jeder die einzelnen Aussagen mit der Lösung vor Augen nachvollziehen.

Suchen Sie sechs bis acht Fragen aus, die für Ihre Gruppe passen.

1. Die Geburt dieses Kindes fand unter ungünstigen Umständen statt.

Seinen Geburtsort hatte das Kind einer Anordnung des Kaisers zu verdanken.

Seinen Geburtstag selbst feiern seither Abermillionen von Menschen.

Wer wurde geboren?

Jesus, Eltern: Maria und Josef

2. Die beiden Eltern waren wie füreinander geschaffen.

Allerdings störte ein sprechendes Reptil ihre traute Zweisamkeit.

Erst an ihrem neuen, beschwerlichen Wohnort kam ihr erstes Kind zur Welt.

Wie war sein Name?

Kain, Eltern: Adam und Eva

3. Er wurde geboren als ein Kind von Zwangsarbeitern.

Um ihn vor dem Tod zu bewahren, setzte seine Mutter ihn im Alter von drei Monaten aus.

Er wurde gefunden und von einem Mitglied der Herrscherfamilie adoptiert.

Wie ist der Name dieses Kindes?

Mose, Eltern: Jochebed und Amram

4. Dieses alte Ehepaar hatte lange auf Kinder gewartet.

Als ihr kleiner Sohn schließlich zur Welt kam, freuten sich die Nachbarn und Verwandten mit ihnen.

Weil der Vater zu dieser Zeit nicht reden konnte, schrieb er den Namen des Kindes auf eine Tafel.

Wie heißen die Familienmitglieder?

Sohn Johannes, Eltern: Elisabeth und Zacharias

5. Sein Vater hatte Kinder von vier Frauen.

Er selbst war der Jüngste und er hatte elf ältere Brüder.

Seine Mutter starb tragischerweise bei seiner Geburt.

Wie heißt das gesuchte Kind?

Benjamin, Eltern: Jakob und Rahel

6. Auch diese Frau war lange unfruchtbar, bis sie endlich schwanger wurde.

Und dann erwartete sie Zwillinge.

Es waren zwei Söhne und ganz sicher waren sie zweieiig – so ungleich waren sie.

Wie waren ihre Namen?

Jakob und Esau, Eltern: Rebekka und Jakob

7. Der Vater war schon alt, die Mutter bereits jenseits der Menopause.

Sie hatten keine gemeinsamen Kinder.

Und doch lag über ihnen die Verheißung, so viele Nachkommen zu bekommen wie Sterne am Himmel sind und Staub auf der Erde ist.

Wie hieß der Sohn, den sie schließlich bekamen?

Isaak, Eltern: Abraham und Sara

8. Sein älterer Bruder starb im Alter von sieben Tagen.

Dann wurde seine Mutter wieder schwanger.

Dieser Sohn ist bis heute für seine Weisheit bekannt.

Wie ist sein Name?

Salomo, Eltern: Batseba und David

9. Diese Frau war überaus traurig, keine eigenen Kinder zu haben.

Von der Zweitfrau ihres Mannes wurde sie wegen ihrer Kinderlosigkeit immer wieder gepiesackt.

Im Gebet erflehte sie ein Kind, das sie dann wieder dem Dienst für Gott widmen wollte.

Wie heißen die Mutter und der Sohn?

Hanna und Samuel, Vater: Elkana

10. Dieses kleine Kind wurde liebevoll von seiner Großmutter betreut.

Nach vielen familiären Trauerfällen war das Baby ein großes Geschenk für sie.

Die Mutter des Kindes war eine sehr liebevolle Frau, die eine der Stammmütter Jesu wurde.

Wie heißen das Kind, die Großmutter und die Mutter?

Obed, Großmutter: Naomi, Mutter: Ruth, Vater: Boas

c. „Dalli Klick“ – Heute wird was ausgepackt!


PowerPoint-Präsentation steht im Downloadbereich bereit

Zum Geburtstag gehören Geschenke, die ausgepackt werden dürfen. Ganz ähnlich funktioniert dieses „Dalli Klick“-Ratespiel: Hier müssen Begriffe rund um das Thema „Geburtstag“ erraten werden. Zunächst sind diese Begriffe verdeckt. Die zu erratenden Bilder werden in mehreren Schritten aufgedeckt.

Machen Sie nach jedem Schritt eine kurze Pause und lassen Sie die Seniorenkreisler raten. Sollte die richtige Lösung schon nach wenigen Schritten gefunden werden, können Sie das jeweilige Bild zügig aufdecken, bis alles zu sehen ist.

Passend zum Thema „Geburtstag“ und „Geschenke“ sind in der PowerPoint-Präsentation die Flächen, die den jeweiligen Begriff verdecken, wie ein Geschenk mit einer großen Schleife gestaltet.

Die Handhabung der Präsentation und der Verlauf des Ratespiels sind völlig unkompliziert (siehe Seite 11) und auch für „Neueinsteiger“ gut geeignet.


Startbild der PowerPoint-Präsentation

Auflösung:

1. Blumenstrauß, 2. Pralinen, 3. Luftschlangen, 4. Geschenk, 5. Kerzen, 6. Anzug, 7. Kuchen, 8. Storch bringt Baby, 9. Serviette, 10. Hütchen, 11. Anstoßen, 12. Girlanden, 13. Kaffeetasse, 14. Feuerwerk

d. Vorlesegeschichte: Die Haarklammern

Nicht für alle älteren Menschen war oder ist es selbstverständlich, Geburtstag zu feiern. Diese Erzählung kann als Gesprächsimpuls dienen, sich über die eigenen Geburtstags-Erfahrungen auszutauschen.

Als ich sieben Jahre alt war, hörte ich, wie meine Mutter einer ihrer Freundinnen erzählte, am folgenden Tag sei ihr dreißigster Geburtstag. Zwei Dinge fielen mir auf, als ich das vernahm: Erstens, mir war vorher nie klar geworden, dass auch meine Mutter Geburtstag hatte; und zweitens, ich konnte mich nicht erinnern, ihr je ein Geburtstagsgeschenk gemacht zu haben.

Nun, das konnte ich ändern. Ich ging in mein Zimmer, holte mein Sparschwein hervor und nahm alles Geld heraus, das ich darin gespart hatte. Fünfundzwanzig Cents. Das war mein Taschengeld von fünf Wochen. Damit ging ich zu dem kleinen Geschäft ganz in der Nähe unseres Hauses und teilte dem Besitzer Mr. Sawyer mit, ich wolle dafür ein Geburtstagsgeschenk für meine Mutter kaufen.

Er zeigte mir in seinem Geschäft alles, was für einen Vierteldollar zu haben war. Zum Beispiel mehrere Keramikfiguren, die meiner Mutter bestimmt gefallen hätten, aber sie hatte bereits das ganze Haus voll von diesen Dingern und ich musste sie jede Woche abstauben. Das war ganz eindeutig nicht das Richtige. Es gab auch mehrere kleine Schachteln mit Süßigkeiten. Meine Mutter war Diabetikerin und ich wusste, dass das auch nicht passend war.

Das Letzte, was Mr. Sawyer mir zeigte, war eine Schachtel mit Haarklammern. Meine Mutter hatte wunderschönes langes schwarzes Haar und zweimal in der Woche wusch sie es und drehte es auf. Wenn sie dann die Lockenwickler herausnahm, sah sie mit ihren wallenden schwarzen Locken aus wie ein Filmstar. Also beschloss ich, diese Haarklammern zu nehmen. Sie waren das perfekte Geschenk für meine Mutter. Ich gab Mr. Sawyer meine fünfundzwanzig Cents und er überreichte mir die Packung.

Ich nahm mein Geschenk mit nach Hause und wickelte es in ein buntes Blatt aus der Sonntagszeitung ein (für Geschenkpapier hatte ich kein Geld mehr). Am folgenden Morgen ging ich zu meiner Mutter, überreichte ihr das Päckchen und sagte: „Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag, Mama!“

Einen Augenblick lang saß meine Mutter wie betäubt da, dann riss sie mit Tränen in den Augen das Papier auf. Und als sie die Haarklammern herausholte, begann sie zu weinen. „Es tut mir so leid, Mama!“, entschuldigte ich mich. „Ich wollte dich nicht zum Weinen bringen. Ich wollte dir nur einen schönen Geburtstag machen.“

„Oh Liebes, ich bin glücklich!“, erklärte sie mir. Ich sah ihr in die Augen und erkannte, dass sie unter Tränen lächelte. „Aber weißt du, das ist das erste Geburtstagsgeschenk, das ich je in meinem ganzen Leben bekommen habe.“ Dann küsste sie mich auf die Wange und sagte: „Vielen Dank, mein Schatz.“ Und an meine Schwester gewandt, meinte sie: „Sieh mal hier, Linda hat mir ein Geburtstagsgeschenk gemacht!“ Dann lief sie zu meinem Vater und rief: „Sieh nur, Linda hat mir ein Geburtsgeschenk gemacht!“

Schließlich zog sie sich ins Bad zurück, um ihre Haare zu waschen und sie mit Hilfe der neuen Haarklammern aufzudrehen. Nachdem sie den Raum verlassen hatte, sah mein Vater mich an und sagte: „Linda, als ich damals an der Grenze aufwuchs (mein Vater nannte seine Heimatstadt in den Bergen Virginias immer die Grenze), war es nicht üblich, Erwachsenen Geburtstagsgeschenke zu machen. Das war nur etwas für die Kinder. Und die Familie deiner Mama war so arm, dass sie sich nicht einmal das leisten konnte. Aber wenn ich sehe, wie sehr sich deine Mama über dein Geburtstagsgeschenk gefreut hat, dann muss ich dieses ganze Geburtstagsthema doch noch einmal überdenken. Was ich sagen möchte, Linda, ist, dass ich glaube, du hast heute in unserer Familie einen Präzedenzfall geschaffen.“

Und so war es auch tatsächlich. Danach wurde meine Mutter jedes Jahr mit Geburtstagsgeschenken überhäuft: von meiner Schwester, meinen Brüdern, meinem Vater und von mir. Und natürlich war es so, dass die Geschenke, je älter wir Kinder wurden und je mehr Geld wir verdienten, immer schöner wurden. Als ich fünfundzwanzig war, hatte ich ihr bereits eine Stereoanlage, ein Farbfernsehgerät und eine Mikrowelle geschenkt (die sie allerdings gegen einen Staubsauger umtauschte).

Zum fünfzigsten Geburtstag meiner Mutter legten meine Geschwister und ich zusammen und kauften ihr etwas wirklich Spektakuläres: Einen Ring mit einer von Diamanten umgebenen Perle. Und als mein ältester Bruder ihr auf dem Fest, das ihr zu Ehren gegeben wurde, das Päckchen überreichte, öffnete sie das Samtschächtelchen und betrachtete den Ring. Dann lächelte sie und drehte die Schachtel herum, damit auch ihre Gäste ihr ganz besonderes Geschenk betrachten konnten.

„Habe ich nicht wundervolle Kinder?“, sagte sie. Dann ließ sie den Ring herumgehen und es war aufregend, die erstaunten Ausrufe zu hören, während der Ring von Hand zu Hand weitergereicht wurde.

Nachdem die Gäste fort waren, blieb ich noch, um beim Aufräumen zu helfen. Als ich gerade in der Küche das Geschirr spülte, hörte ich ein Gespräch zwischen meinen Eltern im angrenzenden Zimmer. „Nun, Pauline“, sagte mein Vater, „das ist wirklich ein schöner Ring, den die Kinder dir geschenkt haben. Ich schätze, das ist das schönste Geburtstagsgeschenk, das du je bekommen hast.“

Meine Augen füllten sich mit Tränen, als ich ihre Antwort darauf hörte. „Ted“, meinte sie leise, „das ist wirklich ein sehr schöner Ring. Aber das schönste Geburtstagsgeschenk, das ich je bekommen habe? Das war eine Schachtel mit Haarklammern.“

Linda Goodman1

e. Gesprächsimpulse

- Wie wurden in Ihrer Kindheit die Geburtstage von Kindern gefeiert?

- Was ist Ihnen bei Ihrer eigenen Geburtstagsfeier besonders wichtig?

- Welchen besonderen Geburtstagswunsch haben Sie für Ihren diesjährigen Geburtstag?

- Erinnern Sie sich an ein besonders schönes Geburtstagserlebnis?

- Wie erging es Ihnen mit Ihrem Geburtstag in der Coronazeit?

- Falls es für Sie nicht zu indiskret ist: Wissen Sie etwas darüber, wie Sie geboren wurden?

f. Kunterbunte Tipps


Banderolen für Schokoladetafeln in vier Versionen zum Downloaden

- Eine schöne, fröhliche Dekoration passt zum Thema.

- Vielleicht bieten Sie eine richtige Geburtstagstorte an, mitsamt Kerzen? Jeder bekommt zum Kaffeetrinken ein kleines Stück von diesem besonderen Kuchen.

- Ein besonderes Mitgebsel ist eine Tafel Schokolade, die statt in ein Geschenkpapier in eine Art Banderole eingewickelt ist. Die Banderole ist etwa 16 x 20 cm groß und im Downloadbereich zu finden. Es gibt vier Vorlagen zum Ausdrucken: jeweils ein Motiv in blau, lila, grün und mit Katzen. Auf allen finden sich die Worte: „Wie schön, dass Du geboren bist …“. Sie können das Textfeld in dem jeweiligen Word-Dokument bearbeiten und den Text verändern oder individuell ergänzen.

g. Angedacht

Es war vor einigen Jahren auf einem kleinen Weihnachtsmarkt. Verschiedene Stände gab es dort. Einer davon gehörte zu einer Gruppe von Frauen, die sich regelmäßig zum gemeinsamen Stricken trafen. Neben verschiedenen Strickartikeln entdeckte ich eine Geburtstagskarte. Sie sprach mich sofort an, denn sie war äußerst liebevoll gestaltet: ein Mini-Strickstück mitsamt Stricknadeln aus Zahnstochern war darauf befestigt. Und als besonderes Highlight waren auf der Karte passende Gedanken abgedruckt mit der Überschrift: „Wir stricken an unserem Leben täglich weiter …“

Natürlich habe ich die Karte gekauft. Und ich habe sie noch lange als besonderen Schatz in meinem Kartenvorrat aufbewahrt, bis ich sie schließlich doch an einen lieben Menschen verschenkt habe. –

Einmal im Jahr hat jeder Mensch Geburtstag. Es ist ein ganz persönlicher Festtag. Und es ist ein Tag, der auch immer wieder Anlass ist, sich Gedanken über das Leben zu machen. Das fängt schon bei den Glückwunschkarten und Telefonanrufen an. Da bekommt man für das neue Lebensjahr die unterschiedlichsten Wünsche von Freunden und Bekannten – mal klug, mal lustig, mal rührend, mal tiefsinnig.

Und für manches „Geburtstagskind“ ist der Tag ein Anlass, auch selbst zurückzublicken – auf das vergangene Lebensjahr, vielleicht auch auf das zurückliegende Leben überhaupt. Vielleicht nachdenklich, vielleicht wehmütig, vielleicht zufrieden oder dankbar.

Wer auf einige Jahrzehnte Leben zurückblicken darf, der hat schon allerhand erlebt. Schönes und Gutes, Leichtes und Schweres. Vieles ist gelungen, manches ging vielleicht auch schief. Es gab ebene Wege, steinige Berge oder Sackgassen. –

Viele solcher Vergleiche kann man ziehen, wenn man das Leben beschreiben will.

Einen dieser Vergleiche fand ich auf der Karte mit dem kleinen Strickzeug. Hier wird das Leben mit einem Strickzeug verglichen. Die Worte leben von der Hoffnung, dass unser Leben Sinn macht, dass es gehalten wird und dass wir alle einzigartige, wertvolle Menschen sind.

Das „Gedicht“ ist in verschiedenen Versionen bekannt. Eine davon lautet so:

Wir stricken an unserem Leben täglich ein Stück weiter …

Oft ist das komplizierte Muster vorgegeben und muss mit viel Konzentration bewältigt werden. Manche Strecken werden mühelos und freudig geschafft. Freundliche Farben, auch bunt gemischt, wechseln mit grauen ab. Auch die Qualität wechselt: mal flauschig, mal hart und kratzig.

Es kommt vor, dass Maschen von der Nadel fallen, manchmal aus Versehen. Dann entstehen plötzlich viele Löcher und das Muster wird unvollständig. Es kann sein, dass der Faden reißt und neu angesetzt werden muss. Wir kennen das: neu anfangen! Und es kann vorkommen, dass wir das Strickzeug in die Ecke werfen – um es später dann doch wieder hervorzuholen.

Es wird für uns immer ein Geheimnis bleiben, wie viel Lebensfaden noch zu verstricken bleibt.

Wir haben die Nadel in unserer Hand. Technik, Muster und Werkzeug können wir wechseln.

Am Ende wird ein wertvolles Strickstück entstehen, deshalb wollen wir mutig weiter stricken.2

Das Thema heute Nachmittag lautete: „Wie schön, dass Du geboren bist!“ – „Wie schön, dass Sie, dass wir alle geboren sind!“

Von Gott gewollt und geliebt. Und in seinen Händen geborgen. Egal, welches Strickmuster unser Leben hat.

1 Aus: Alice Gray (Hrsg.), Eine Kerze für Sarah und andere Geschichten, die das Herz berühren, Asslar 2002: Gerth Medien GmbH, S. 153-155.

2 Nach Kristiane Allert-Wybranietz: Trotz alledem. Verschenktexte. Fellbach 1980: Lucy Körner Verlag, S. 53.

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09 temmuz 2025
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