Kitabı oku: «All inclusive - Bekenntnisse eines Escorts 2: Erotische Novelle»

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Vanessa Salt

All inclusive - Bekenntnisse eines Escorts 2: Erotische Novelle

Übersetzerin: Alina Becker

Lust

All inclusive - Bekenntnisse eines Escorts 2: Erotische Novelle ÜbersetzerAlina Becker Original All Inclusive - En eskorts bekännelser 2Copyright © 2019, 2019 Vanessa Salt und LUST All rights reserved ISBN: 9788726304138

1. Ebook-Auflage, 2019

Format: EPUB 2.0

Dieses Buch ist urheberrechtlich geschützt. Kopieren für gewerbliche und öffentliche Zwecke ist nur mit Zustimmung von LUST gestattet.

„Stress auf der Arbeit?“, frage ich mit meiner einfühlsamsten Stimme.

Alexander sieht müde aus. Die dunklen Schatten unter seinen Augen ähneln Halbmonden hinter Rußwolken. Unser letztes Treffen ist eine Woche her und wir sind zurück im Café Sturekatten. Sophia weist uns den gleichen Tisch zu wie beim ersten Mal. Sie wusste, dass wir wieder hierherkommen würden.

„Mm, das können Sie laut sagen.“ Alexander fährt sich mit der Hand über die Bartstoppeln. Die sind sicherlich auch eine Woche alt. Ich stelle fest, dass auch sein Bart silbern schimmert, und frage mich, warum seine kleinen Koteletten immer noch die ursprüngliche Haarfarbe behalten haben. Färbt er sie? Das wäre erbärmlich. Ich denke noch darüber nach, als er fortfährt: „Die Chefredakteurin war begeistert von unserem Gespräch. Ich habe den Anfang zusammengefasst und sie will einfach mehr. Der erste Teil wird in der nächsten Ausgabe veröffentlicht.“

„Gut“, erwidere ich und lege den Kopf zur Seite. Zeit für mehr Einfühlsamkeit. „Aber es ist nicht nur der Job, oder?“

„Was meinen Sie?“

„Der Stress.“ Ich zeichne Gänsefüßchen mit den Fingern in die Luft. Er runzelt die Stirn und zieht die Schultern hoch. Rollt mit ihnen vor und zurück, als ob er sie wieder entspannen müsste.

„Vielleicht ...“ Alexander öffnet sein MacBook etwas zu heftig. Angesichts des Kabelsalats an seinem Diktiergerät seufzt er mit zusammengebissenen Zähnen. „Aber wie gesagt, jetzt sind wir hier, um über Sie zu reden.“

Ich halte den Kopf immer noch schrägt. „Sagen Sie mir, wenn Sie bereit sind.“

„Ich bin bereit. Also für das Interview.“ Alexander sieht misstrauisch aus. Spürt die Mehrdeutigkeit meiner Frage. „Ja… Ach, das machen wir später. Und nein, es ist nicht nur der Job.“ Er reicht mir das Kabelchaos und lächelt. Irgendwie traurig. „Können Sie riechen, wie sich die Leute fühlen? Oder was?“

Ich lächle zurück und mache mir eine weitere geistige Notiz. Er ist gut darin, die Eigenschaften anderer Menschen widerzuspiegeln. Wie ich. Genauso leicht zu knacken. Ich lehne mich zurück.

„Liebste Sophia, zwei Gläser Pol Roger für mich und deine fantastischen Köttbullar mit Kartoffelbrei für meinen Freund hier. Und zwei Gläser Rotwein.“ Ich weiß, dass sie neben der Armlehne steht, weil jemand die Hand auf meine Schulter gelegt hat und leicht zudrückt. Außerdem riecht es nach Sophia. Alexander öffnet den Mund, als wollte er protestieren, zuckt dann aber mit den Schultern und nickt ihr zu.

„Auf Firmenkosten, dieses Mal“, sagt er. Hört sich trocken an. Wie Mia, wenn sie sich geschäftlich gab und irgendwie meine Sicht auf Beziehungen prägte. Immer ein Geben und Nehmen. Immer.

„Gewiss“, gurrt sie. „Der Nachschlag geht auf uns.“ Sie lacht heiser und lächelt Alexander an. Ich liebe ihren kontinentalen Charme. Erinnert mich an das heutige Thema.

Ich denke auch ein wenig über ihre Rolle in diesem Arrangement nach, während ich das Chaos entwirre und mir von Alexander das Mikrofon anklemmen lasse. So kommen wir uns schließlich näher, und es scheint, als ob es uns beiden gefällt. Dieses Mal mehr.

„Sollen wir dann anfangen?“, fragt er leise und gibt das Augenzwinkern, das er von Sophia bekommen hat, an mich weiter. „Sie sollten also jemanden namens Célie treffen?”

Dieses Mal habe ich den Türcode auswendig gelernt. Ich stehe in dem prächtigen Torbogen vor dem Haus, in dem Mia lebt. Meine Finger zittern, und ich wähle beim ersten Mal falsch. Beim zweiten Mal klappt es dann. Die Tür klackt und ich drücke sie schnell mit der Schulter auf.

Im Treppenhaus riecht es nach mehr als nur Rose und Lavendel. Vielleicht Jasmin? Manchmal haben wir Mias Sommerhaus an der Westküste besucht. Dort riecht es etwas ähnlich.

Ist Célie schon da?

Im engen Fahrstuhl wird der Geruch intensiver. Ich zwinge mich, den Aufzug zu nehmen, um nicht, wie beim letzten Mal, verschwitzt, nass und atemlos in die Wohnung zu stolpern. Nein, diesmal gebe ich mir mehr Mühe.

Ich habe von ihr geträumt. Von Célie. Wurde im Französischunterricht geil. Vielleicht hat man es mir angemerkt, weil ich seltsame Blicke von den Mädchen um mich herum zugeworfen bekam. Eine von ihnen fing sogar an, etwas schwerer zu atmen. Wurde rot im Gesicht und im Nacken und fing an, sich auf ihrem harten Holzstuhl zu winden.

Definitiv geil, denke ich, während der Fahrstuhl nach oben knattert. Ich fahre mir mit der Hand durch die Haare und schaue in den fleckigen Spiegel. Ich versuche, nicht auf meine Pickel zu schauen. Reibe mir etwas Knies aus den Augen. Aber sie sieht schon ziemlich gut aus, die Alba aus meiner Klasse.

Daran muss ich denken, bevor der Aufzug mit einem metallischen Seufzer im dritten Stock anhält. Es prallt fast ab, bevor er stehen bleibt und ich das Gitter aufschieben kann.

Scheiße, so alte Aufzüge.

Die Tür zu Mias Wohnung steht offen. Wie letzte Woche. Das wäre nicht nötig gewesen, da man sich den richtigen Eingang hätte erschnuppern können. Ich ziehe die Tür auf und bemerke zum ersten Mal, dass ein Vorhang an der Innenseite hängt. Ein so schwerer, dicker Stoff, dass man ein wenig Zeit braucht, um sich hindurch zu kämpfen. Immerhin riecht es vertraut.

„Hallo, Liam, ich habe dich gar nicht kommen hören ...“ Mia gleitet auf mich zu und fährt mit beiden Händen unter meine Jacke. Umarmt mich fest und lang. „Es war so schön, letztes Mal, Liam. Ich habe mich nach dir und deinem schönen Schwanz gesehnt“, flüstert sie mir ins Ohr. Dann legt sie eine Hand auf meinen Schritt und drückt ein wenig zu. Es fängt sofort an zu schmerzen und pulsieren, und ich spüre, wie es eng hinter dem festen Jeansstoff wird. „Und jetzt sollst du eine meiner engsten Freundinnen treffen, darüber haben wir ja letztes Mal gesprochen, oder?“

Mia stellt sich auf die Zehenspitzen und küsst mich schnell. Sie schmeckt gut, süß und gesund und vielleicht ein bisschen nach Alkohol. Wein? Ich habe nur ein paar Mal Wein getrunken, nur französischen. Bei einigen Französischstunden haben wir Wörter mit Essen und Trinken geübt. Meine Lehrerin fand das wichtig, weil es ein so großer Teil der französischen Kultur sei.

„Wir haben vor dem Essen Champagner getrunken“, sagt Mia strahlend und tritt einen Schritt zurück. Schaut mich noch mal so an, wie nur sie es kann. Von oben nach unten. Ihr Blick ruht eine Sekunde lang auf der Beule in meiner Hose, die schon sichtbar ist, dann lacht sie und fährt fort: „Willst du auch ein Glas? Jetzt, wo du achtzehn Jahre und eine Woche alt bist.“

Mia ist wunderschön. Steht ohne Schuhe da, den Kopf geneigt, und lächelt mich an. Ihr Haar ist offen und sie trägt eine Bluse und einen Rock. Der Stoff spannt sich so eng über ihren Brüsten, dass sich zwischen den Knöpfen vorne kleine Lücken entstehen. Ich starre sie an, bestimmt wie ein Idiot.

Mia streicht darüber und lächelt noch breiter. „Ich weiß, dass du Brüste magst. Meine Brüste.“ Sie dreht sich um, als wollte sie mich necken. „Komm schon. Sag Célie Hallo.“ Mia schwingt die Hüfte ein wenig und ihr festes Gesäß tanzt unter den schwarzen Falten.

Ich hole tief Luft und schlucke. „Klar, ich will nur erst meine Sachen ablegen.“ Ich frage mich, ob mein Fußschweiß zu aufdringlich wäre, wenn ich meine Schuhe ausziehe.

Ich schaue ihrem Hintern nach. Und meine Fantasie dreht durch.

Célie… Ja, ich weiß nicht wirklich, wie ich sie beschreiben soll. Sie liegt halb auf einem Diwan, den Kopf auf die Hand gestützt, mit dem Ellbogen auf der Armlehne. Sie hat ihre Füße gekreuzt und ihr hübscher Körper liegt mir direkt gegenüber, als ich den Salon betrete. Sie trägt ein eng anliegendes Kleid mit irgendetwas, das unter dem schwachen Licht des Kristallleuchters kalt funkelt.

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