Kitabı oku: «All inclusive – Bekenntnisse eines Escorts 3: Erotische Novelle»
Vanessa Salt
All inclusive – Bekenntnisse eines Escorts 3: Erotische Novelle
Übersetzerin: Alina Becker
Lust
All inclusive – Bekenntnisse eines Escorts 3: Erotische Novelle ÜbersetzerAlina Becker Original All inclusive - En eskorts bekännelser 3Copyright © 2019, 2019 Vanessa Salt und LUST All rights reserved ISBN: 9788726304190
1. Ebook-Auflage, 2019
Format: EPUB 2.0
Dieses Buch ist urheberrechtlich geschützt. Kopieren für gewerbliche und öffentliche Zwecke ist nur mit Zustimmung von LUST gestattet.
„Und wie lief es mit der Vergütung?“ Alexander lächelt ein wenig, während er den Laptop aufklappt. „Die, die Sie von Célie bekommen sollten?“ Er versucht, lässig zu klingen, scheitert aber grandios. Gleichzeitig macht er eine unbeholfene Daumen-hoch-Geste zu Sophia, die gerade Das Übliche? gestikuliert.
Heute Abend sieht er weniger müde aus. Er ist rasiert und sein Haar sieht kraftvoller aus. Das Hemd steht ein bisschen zu weit offen, etwa einen Knopf zu viel. Ein Büschel Brusthaar lugt heraus und mir fällt auf, dass es ebenfalls ergraut.
Bevor ich antworten kann, fährt er fort: „Ja, meine Chefin hat sich das gefragt. Sie ist übrigens Feuer und Flamme. Sie glaubt wirklich an die Geschichte, hat sich aber gefragt, ob ich dieses Detail einfach nur vergessen habe. Weil es in diesem Zusammenhang ja wirklich wichtig ist?” Sein letzter Satz klingt eher nach einer Frage, und ich vermute, dass er mehr Gefühlsregungen aus mir herauskitzeln will, eine Antwort auf die Frage, wie ich mich überhaupt auf alles einlassen konnte.
Sophia tritt leise mit zwei Gläsern Pol Roger für mich und einem Glas Rotwein für meinen Interviewer an unseren Tisch heran. Sie zwinkert mir zu, während sie ihn bedient. „Das Essen kommt sofort. Wir haben alles vorbereitet.“ Sophia lacht heiser und verzieht sich mit schwingenden Hüften zurück in die Küche.
„Ich ließ einfach alles geschehen.“ Ich beschließe, seinen Köder zu schnappen. Vielleicht wirkt sich das positiv auf die Geschichte aus. Dann lehne ich mich auf dem alten, gewöhnlichen Sofa im Café Sturekatten zurück. Eine Nacht pro Woche scheinen diese Möbel für uns und unsere Sitzungen dauerhaft reserviert zu sein.
„Hä?“ Alexander klingt überrascht.
Er spielt wahrscheinlich nur überrascht, genau auf so etwas hat er doch gewartet.
„Ja, bestimmt fragen Sie sich, wie alles ausgegangen ist? Welchen Weg hat Liam eingeschlagen? Wie hat er sich bei all dem gefühlt?“ Ich beuge mich vor und lege die Hand auf Alexanders Knie.
Er sitzt breitbeinig neben dem ovalen Couchtisch in der Nähe. Erst schaut er auf meine Hand, dann auf mich. Er zieht das Knie nicht zurück. Ich lasse meine Hand dort eine Weile ruhen. Dann drücke ich einmal zu und verschränke dann die Hände in meinem Schoß, während Sophie ihm lächelnd einen Teller mit Fleischbällchen und Kartoffelpüree serviert und ein Gesicht schneidet, das wohl „Später kommt noch mehr Wein“ signalisieren soll. Mir fällt auf, wie sie zu dem Ordner herunter schielt, den Alexander immer mitbringt. Ein Teil einer glänzenden Ausgabe von Vain lugt heraus.
Als Alexander nach dem Messer greift, um ein Fleischbällchen zu zerteilen, zittert seine Hand.
„Genau, das frage ich mich.“
„Das Geld war mir damals nicht wichtig. Ich dachte nur, dass sie es wohl vergessen haben muss.“
„Vergessen?“
„Oder das gehörte zu meiner Ausbildung. Wie auch immer, bei unserem nächsten Treffen habe ich einen Umschlag von Célie bekommen. Das war bei ihr zu Hause. Sie hat tatsächlich eine Art Entschuldigung gemurmelt und meinte: „Wenn alles gut geht, bekommst du noch mehr.“
„Und so kam es dann auch? Ist alles gut gegangen?“ Alexander hebt die Augenbrauen und schaut auf meine gefalteten Hände. „Wir können später darüber sprechen, welche Richtung Liam eingeschlagen hat. Sie haben sie dann also besucht? Also Célie?“ Dieses Mal erreicht das Lächeln auch seinen Blick, und ich zittere ein wenig, als ich das Diktafon entgegennehme. „Ich bin wirklich neugierig.“ Unsere Finger streifen einander wie gewohnt, aber jetzt knistert es plötzlich zwischen uns. „Spannung“, flüstert er, und als er lächelt, sehe ich zum ersten Mal seine Zähne.
„Viel ist nicht mehr übrig vom Schuljahr.“ Mia knallt das Französischbuch zu und lehnt den Kopf an mich. „Wir müssen uns überlegen, was wir mit deinen letzten Sommerferien anfangen.“ Wir sitzen an ihrem Küchentisch und sie hat eins ihrer Beine über meine gelegt. „Übrigens ist deine Aussprache sehr gut, habe ich das schon gesagt?“ Das Letzte flüstert sie mir ins Ohr, während sie mit den Lippen an meinem Ohrläppchen zieht.
Meine Nackenhaare stellen sich auf.
Mia riecht gut, so wie sie sich gegen mich drückt. Es kommt mir vor, als ob auch Célies Duft noch an ihr hängt.
Vielleicht der Hauch von Jasmin?
Kurz bevor ich vergangene Woche nach Hause gegangen war, hatte Mia mir zugeflüstert, dass Célie Chanel Nº5 trägt, genau, wie Marilyn Monroe auf die Frage geantwortet hatte, was sie trägt, wenn sie ins Bett geht. Der Unterschied war, dass Marilyn nichts anderes trug. Wir hatten beide leise gelacht und zugesehen, wie sich Célie ausgeklügelt langsam wieder ankleidete. „Quoi?“, hatte sie lächelnd in unsere Richtung gefragt, während wir auf Mias bequemem Diwan lagen und sie anstarrten.
„Vous êtes très belle“, versuchte ich es mit meiner besten Aussprache. Ich wollte, dass sie verstand, wie schön sie war.
Sie lachte nur und sagte: „Au revoir, Li-Am, mon chèr.“ Dann wandte sie sich an Mia. „Nächste Woche ... bei mir?“
Als sie ging, flüsterte Mia: „Sie mag dich. Das war noch nicht alles.“
Ich klatschte innerlich in die Hände. Dachte überhaupt nicht an die Entschädigung oder Ähnliches. Ich wollte nur ficken. Und am liebsten mit beiden. Célie hatte die Flamme genährt, die Mia angefacht hatte. Und mein Schamhaar zu stutzen, war nichts, was mich beunruhigte. Dann ...
Als ob Mia meine Gedanken gelesen hätte, sagte sie: „Am besten gehen wir zusammen. Komm zuerst zu mir.“ Dann lachte sie.
Jetzt, eine Woche später, bin ich wieder da, bei Mia. Sie lächelt und mustert mich von Kopf bis Fuß.
„Du siehst schnittig aus, Liam! Ich habe vergessen, dir das gleich zu sagen. Gut, dass ich erreicht habe, bevor du fertig warst. Die Pläne haben sich, wie gesagt, ein wenig geändert. Zuerst ins Restaurant mit Célie und einer Freundin von uns, hauptsächlich von ihr, aber sehr nett ... und nützlich.“
Als ich meine Augenbrauen bei dem Wort hochziehe, zuckt Mia nur mit den Schultern und zwinkert mit einem Auge. „Du wirst schon sehen.“
Es ist immer wieder schön, ein bisschen mehr als nur meine alten normalen Jeans zu tragen, obwohl sie gut sitzen und genau das betonen, was sie sollen. Das schwarze Poloshirt lässt mich älter aussehen, ein bisschen härter. Und schwarze Chinos dazu ... Nun ja, das passt schon.
Wir gehen die Riddargata entlang nach Westen. Bis zur Kreuzung mit der Styrmansgata. Vor einem Salon namens tête-à-tête warten wir auf Célie. Typisch, habe ich damals gedacht. Sie ist nicht nur als letzte fertig, auch der Name des Salons ist in Französisch und beginnt mit einem Kleinbuchstaben. An mehr kann ich mich nicht erinnern, bevor sie ihre Hand zum Kuss ausstreckt. Ihre Nägel leuchten aquamarinblau in der hellen Nachmittagssonne. Als sich meine Lippen ihrer Haut nähern, sehe ich, dass kleiner Sternenstaub im Nagellack integriert ist.
Köstlich. Sexy.
Trotz allem muss ich darüber nachdenken, was ihre Hände mit mir anstellen könnten.
„Ça suffit, das ist genug, Li-Am, chèr ...“ Sie zieht lachend ihre Hand zurück und blinzelt Mia an. „Déjà vu.“
Mia kichert und gibt ihr drei Küsse auf die Wangen. „Er wird es schon noch lernen.“
Ich stehe mit roten Wangen an der Straßenecke und bläue mir ein, die Hand einer Dame niemals zu lange zu küssen. Gleichzeitig kann ich nicht anders, als die beiden Frauen vor mir zu bewundern: Mia in einer engen Bluse, die wie gewohnt an den Brüsten etwas auseinanderklafft – den Brüsten, die sozusagen darum betteln, sich ihren Weg frei zu sprengen. Das Gleiche gilt für ihre Hüften in dem diesmal eng anliegenden Rock.
Célie trägt ein rotes Kleid, das wie eine zweite Haut sitzt. Mein Blick verfängt sich genau dort, wo die Wölbung ihres Bauchs aufhört und der Venushügel beginnt. Der Stoff überlässt nicht viel der Fantasie, und entfacht in mir eine Art roher Erregung, die hart und pochend mein Glied mit Blut füllt. Das Blut sackt direkt aus meinem Kopf nach unten.
Eigentlich bin ich es, der gestützt werden muss, als Célie mich bittet, ihren Arm zu nehmen. Mit Mia zu meiner Linken gehen wir weiter in westlicher Richtung auf der Riddargata. Mir fällt auf, dass nicht nur ich sie anstarre. Männer und Frauen, Jungen und Mädchen beobachten uns. Beschämt versuche ich, die Blicke zu deuten.
„Mach dir keine Sorgen darüber, was andere denken oder wie sie uns ansehen.“ Mia bemerkt meine jugendliche Verlegenheit. „Die sind nur eifersüchtig“, zwitschert sie.
„Claudia ist schon da“, sagt Célie hinter meinem Kopf direkt zu Mia, völlig unberührt von allem und jedem um uns herum. Sie hält ein knallrotes Mobiltelefon, das zum Kleid passt, in der freien Hand. „Claudia ist ungeduldig. ‚Flott, flott‘, hat sie gesagt.“ Célie lacht laut und alles um uns herum wird still: Menschen, Autos, Straßengeräusche.
Claudia…
„Kommt sie aus Deutschland?“, vermute ich angesichts des Namens und versuche Célies Blick zu erwidern.
„Oui, oui“, antwortet Célie, als sie sich gesammelt hat. „Aus Berlin.“
Ich finde, dass Célie mindestens so ungeduldig wirkt wie Claudia. Ich denke daran zurück, wie sie „vite, vite“ rief und wie schnell alles ging. Das macht mich nicht weniger geil und ich nehme in diesem Moment nicht viel von der Umgebung wahr, sondern schiele hauptsächlich auf die Beule, die sich unter meiner Chinohose abzeichnet, und auf die schwingenden Hüften rechts und links von mir.
Wir gehen noch etwa zehn Minuten. Ich weiß es nicht genau. Wenn ich später bewusst in dieser Ecke unterwegs war, wurde die Zeit plötzlich real. Die Riddergata verengt und öffnet sich in regelmäßigen Abständen. Die Häuser auf beiden Seiten sind nicht besonders hoch, vier bis fünf Stockwerke, und die meisten sehen alt aus. Nicht so schick wie bei Mia, aber trotzdem irgendwie angenehm. Wir kommen an kleinen Pizzerien, Kneipen und Vintage-Läden vorbei, und ich schwebe wie auf Wolken, oder besser gesagt in Wolken, weil sich alles in einer Art weißem Dunst aus Fantasie und Erwartung auflöst.
Plötzlich sind wir da. Auf der Artillerigata und am Restaurant. Es heißt gastrologik, der Name ist auf einem leuchtenden Kupferschild eingraviert. Ich kichere, gastrologik und tête-à-tête ... Die kleinen Anfangsbuchstaben in diesen Namen scheinen etwas zu verbergen.
„Was ist so lustig?“, fragt Célie mit hochgezogenen Augenbrauen und für ein paar Sekunden verliere ich mich in ihrem Blick. Die Brauen wölben sich perfekt über ihren dunklen schwarzen Augen und sehen nicht so hart aus, wie bei meinen Schulkameradinnen: Deren rasiermesserscharfe Streifen, die aussehen, als wären sie direkt auf die Haut gemalt, machen einen so aggressiven Eindruck, dass man einfach nur in eine andere Richtung schauen möchte.
Ich öffne den Mund, um zu antworten, aber dann öffnet sich die Glastür zum gastrologik. „Ah, schön, da seid ihr ja!“
Während Célie schon eine dunkle Stimme für ihren schmalen Körper hat, vibriert diese Frauenstimme in meiner Brust.
Ich starre sie nur an. Ich muss wirklich gegafft haben.
Mias Ellbogen in meiner Seite spüre ich kaum. Wie ein Rauschen höre ich, dass Célie etwas wie „Manières“ brummt, während sie mir auf den Fuß tritt.
Sie muss alles gesehen und gehört haben. Also die Frau in der Tür. Claudia.
Lächelnd streckt sie die Hand nach mir aus. „Claudia Hellfeuer.“
„Wie das Fotomodell ... Hellfeuer“, flüstert Mia und drückt mit dem Ellbogen etwas nach.
Meine Lähmung löst sich. Ich nehme ihre Hand und anstelle meines Namens bekomme ich nur „Fotomodell?“ heraus.
Jetzt lachen alle. Und sie drückt fester. Zieht mich an sich und umarmt mich. „Immer mit der Ruhe“, flüstert sie in mein Ohr und streicht sich gleichzeitig eine aschblonde Haarsträhne zurück, die vor einem Auge hängt. „Du bist sicher Liam?“, fährt sie fort und hält mich einen halben Meter vor sich, um mich besser betrachten zu können.
„Hmhm ...“
„Er ist nicht sehr gesprächig“, schaltet sich Célie ein. „Aber gut in ... einer anderen Art der Kommunikation.“ Sie kichert.
„Ja, das hast du gesagt, und ich glaube dir auch fast. Wir werden sehen.“ Claudia sieht mich von oben nach unten an. Ihr stahlgrauer Blick bohrt sich in meine Augen, als sie fortfährt: „Célie war wirklich zufrieden. Faktisch.“
Sie trägt schwarze Lederstiefel mit hohen Absätzen, ist aber trotzdem nicht ganz so groß wie ich. Ihre Frisur wippt hin und her, während sie weitere Locken zurückschüttelt, die sich vor ihre grauen Augen legen, die wie Monde leuchten, an denen ein Schleier aus rußigen Wolken vorbeizieht.
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