Kitabı oku: «Das große Sutherland-Kompendium», sayfa 2
DANKSAGUNG
Wie beim Still-Kompendium verdanke ich die Umsetzung des ‚Sutherland-Projektes‘ der Mithilfe zahlreicher Menschen. Eine zentrale Rolle spielten hierbei Frau Eva Möckel D.O.M.R.O., Noori Mitha D.O.und Prof. Dr. Martin Pöttner, welche die vier Einzelwerke in monatelanger akribischer Arbeit immer und immer wieder überarbeitet haben. Frau Möckel stand dabei stets in engem Kontakt mit Rachel Brooks von der Sutherland Cranial Teaching Foundation, um eine absolut korrekte und im Sinne der SCTF gebilligte Übersetzung zu gewährleisten.
Bei der Produktion der Erstauflage wurde ich von Sarah Spitzer, der Buchproduktion Ebertin und dem Berufsbildungswerk für Hör- und Sprachgeschädigte unter der Leitung von Herrn Gerhard Strobl vorbildlich beraten.
Die hervorragende Qualität der Zweitauflage verdanke ich der kritischen und verständigen Durchsicht der Texte durch Frau Melachroinakes und der hervorragenden Gestaltung des Inhalts durch Herrn Färber. Zahlreiche Korrekturhinweise erhielt ich auch von Herrn Wulf Gehrmann, der sich unaufgefordert die Mühe einer sorgfältigen Durchsicht machte und dessen sachlich kritische Bemerkungen ich in dieser Ausgabe größtenteils berücksichtigen konnte.
Abschließend möchte ich noch an jene drei Frauen erinnern, ohne die es keine einzige in Buchform veröffentlichte Zeile von W. G. Sutherland geben würde: Adah S. Sutherland, Anne L. Wales und Rachel Brooks. Ohne sie würde die Kraniale bzw. Kraniosakrale Osteopathie in ihrer heutigen Form nicht existieren. Allein aufgrund dieser enormen Leistung verdienen sie unseren allerhöchsten Respekt.
Christian Hartmann
Pähl, Februar 2008

ABB. 2: ANNE L. WALES (1904–2005)
Zusammen mit Dr. Sutherlands Frau Adah erstellte Anne Wales zwischen 1961–66 das Manuskript für Einige Gedanken, das aber erst 1972 auf betreiben von Herb Miller, einem Fakultätsmitglied des Kirksville College of Osteopathic Medicine gedruckt und bei der Sutherland Cranial Teaching Foundation veröffentlicht wurde. 1983–84 folgte ein weiteres Manuskript auf der Basis von 27. Tonbandkasetten aus zwei Seminaren, die Sutherland 1949 bzw. 1950 hielt. Daraus entstand schließlich Unterweisungen in der Wissenschaft der Osteopathie, das in enger Zusammenarbeit mit Rachel Brooks 1990 bei der Sutherland Cranial Teaching Foundation veröffentlicht wurde.
ABKÜRZUNGEN
INSTITUTIONEN
A.A.A.O. = American Association for the Advancement of Osteopathy
A.A.O. = American Academy of Osteopathy
A.C.O. = Associated Colleges of Osteopathy
A.M.A. = American Medical Association
A.O.A. = American Osteopathic Association
A.S.O. = American School of Osteopathy
B.A.O. = British Association of Osteopathy
B.M.A = British Medical Association
C.S.O. = Chicago School of Osteopathy
C.C.O. = Chicago College of Osteopathy
M.S.O.A. = Minnesota State Osteopathic Association
F.A.A.O. = Fellow of the American Academy of Osteopathy
S.C.T.F. = Sutherland Cranial Teaching Foundation Inc.
TITEL
B.D. = Bachelor of Divinity
D.O. = Doctor of Osteopathy
D.Sc.O. = Doctor of Science of Osteopathy
F.R.C.S. = Fellowship of the Royal College of Surgeons
F.S.Sc. = Fellowship of the Society of Science
LL.B. = Bacherlor of Laws
M.A. = Master of Art
M.D. = Medical Doctor
MEDIEN
J.A.M.A. = Journal of the American Medical Association
J.O. = Journal of Osteopathy
I.
UNTERWEISUNGEN IN DER WISSENSCHAFT DER OSTEOPATHIE
TITEL DER ORIGINALAUSGABE
Teachings in the Science of Osteopathy. © Sutherland Cranial Teaching Foundation Inc., 1990, ISBN 0-930298-00-5. Hrsg. durch Anne Wales. Previously published by Rudra Press, ISBN 0-915801-26-4. All rights reserved.
von
WILLIAM GARNER SUTHERLAND, D.O. D.SC. (HON.)
Herausgeberin der amerikanischen Originalversion
ANNE L. WALES, D.O.
SUTHERLAND CRANIAL TEACHING FOUNDATION
VORWORT (BECKER)
OSTEOPATHIE IM BEREICH DES SCHÄDELS
Die Wissenschaft der Osteopathie umfasst das Wissen der Philosophie, Anatomie und Physiologie des gesamten Körpers und die klinische Anwendung dieses Wissens sowohl bei Diagnose als auch bei Behandlung – so hat sie ihr Begründer, Dr. Andrew Taylor Still, konzipiert.1 Die Osteopathie im Bereich des Schädels ist ein Teil dieses Konzepts der ganzheitlichen Sorge für die Gesundheit des gesamten Körpers. Dr. Still, der Arzt an der vordersten Grenzlinie Amerikas war, führte die Wissenschaft der Osteopathie 1874 nach langjähriger intensiver Forschung ein. Die erste Schule der Osteopathie wurde 1892 in Kirksville, Missouri, eröffnet.
William Garner Sutherland war Schüler an dieser ersten Schule, der American School of Osteopathy. An einem Tag im Jahr 1899, betrachtete er während seines letzten Studienjahres einen auf einem Sockel aufgestellten, präparierten Schädel. Die kompliziert abgeschrägten Kanten, die an den großen Flügeln des Os sphenoidale und den Partes squamosae der Os temporale im Bereich der Sutura sphenosquamosa zu sehen waren, erregten seine Aufmerksamkeit. Wie ein Blitz kam ihm der Gedanke, „[…] abgeschrägt wie die Kiemen eines Fisches; und das weist auf einen mobilen, einer Atembewegung dienenden Gelenkmechanismus.“
Dr. Sutherland verbrachte die nächsten 30 Jahre damit, die genauen anatomischen und physiologischen Beziehungen des kraniosakralen Mechanismus, so wie er ihn sah, zu untersuchen. Seine Sicht der Dinge war wiederum ein Teil der gesamten Wissenschaft der Osteopathie, so wie sie von Dr. A. T. Still gesehen wurde.
Dieser stellte in seinen Schriften fest:
„Alle Teile des gesamten Körpers gehorchen dem einen ewigen Gesetz von Leben und Bewegung.“
Das Kraniale Konzept, wie es von Dr. Sutherland entwickelt und gelehrt wurde, schließt folgende Prinzipien ein:
1. Die Fluktuation der Zerebrospinalen Flüssigkeit oder die Potency der Gezeiten.
2. Die Funktion der Reziproken Spannungsmembran
3. Die Motilität des Neuralrohrs
4. Die gelenkvermittelte Mobilität der Schädelknochen
5. Die unwillkürliche Mobilität des Sakrum zwischen den Hüftknochen
Dr. Sutherland nannte die zusammengehörige Struktur und Funktion dieser fünf Komponenten den Primären Atemmechanismus. Dabei spricht die Anwesenheit von physiologischen Zentren am Boden des vierten Ventrikels, die für die Lebensprozesse notwendig sind, für seine Einschätzung des gesamten Mechanismus als von primärer Bedeutung. Dr. Sutherland betrachtete die Fluktuation der Zerebrospinalen Flüssigkeit als erstes und fundamentalstes Merkmal des Primären Atemmechanismus.
Der Primäre Atemmechanismus hält einen eigenen, rhythmischen, automatischen und unwillkürlichen ‚Lebens- und Bewegungs-Kreislauf‘ aufrecht, der in gesundem Zustand eine Mobilität und Motilität von 10–12 Mal pro Minute aufweist. Dies führt zu einer rhythmischen Flexion sämtlicher Strukturen entlang der Körpermittellinie zusammen mit einer Außenrotation aller paarigen lateralen Strukturen im Wechsel mit der Extension derselben Strukturen der Körpermittellinie mit einer Innenrotation aller paarigen lateralen Strukturen. Jede Zelle und alle Körperflüssigkeiten drücken dieses rhythmische unwillkürliche Prinzip von ‚Leben und Bewegung‘ ihr ganzes Leben hindurch aus. Diese Mobilität und Motilität sind wichtige Faktoren zur Erhaltung der Gesundheit in der lebenswichtigen Homöostase von Struktur und Funktion für das Zentrale Nervensystem, das endokrine System und andere, zur Physiologie des Körpers gehörige Funktionseinheiten.
Klinisch gesehen gibt es im gesamten Ablauf der Körperfunktionen zwei grundlegende Arten von Mobilität und Motilität: willkürliche und unwillkürliche. Willkürlich ist das, was wir durch unseren sensorischen Input und motorischen Output projizieren. Das Unwillkürliche ist sogar noch bemerkenswerter, da es nur aus Flexion und Extension der Strukturen entlang der Körpermittellinie und einer Außen- und Innenrotation der bilateralen Strukturen besteht. Es schließt von den Flüssigkeiten über die weichen Gewebe bis zum knöchernen Skelett alles mit ein; in der Tat ist jede einzelne Zelle des Körpers daran beteiligt. Demzufolge ist es notwendig, die Beziehungen all dieser Elemente untereinander zu untersuchen. Jeder einzelne Bestandteil der Anatomie und Physiologie ist aufgrund seiner ihm eigenen Form und Gestalt so angelegt und koordiniert, dass diese wechselnde rhythmische Bewegung zustande kommt. Diese rhythmische Bewegung des unwillkürlichen Mechanismus bleibt unverändert, egal ob der Körper sich im Ruhezustand oder in willkürlicher Bewegung befindet.
Für den Behandler ist es notwendig, eine denkende, fühlende und wissende Berührung zu entwickeln, durch welche die unwillkürliche Mobilität und Motilität wiederhergestellt wird, sodass das volle Funktionspotenzial in der grundlegenden Anatomie und Physiologie der Gesundheit erreicht werden kann. Wenn sich die unwillkürliche Funktion wiederherstellt, geschieht dies auch mit der willkürlichen Funktion.
Strukturelle und funktionelle Probleme in irgendeinem Teil des Körpers können den Primären Atemmechanismus beeinträchtigen. Umgekehrt trifft es auch zu, dass strukturelle und funktionelle Probleme im Primären Atemmechanismus den übrigen Körper beeinflussen können. Der gesamte Körper in seiner Struktur und Funktion ist davon betroffen.
Die Osteopathie im Bereich des Schädels lässt sich bei allen Altersgruppen anwenden, vom Neugeborenen bis zum Hochbetagten. Sie kann in alle Disziplinen der medizinischen Wissenschaft eingebettet werden. Sie kann die erste Versorgung sein, die bei einem bestimmten Trauma oder einer Krankheit nötig ist, oder sie kann eine zusätzliche Therapie in bestimmten Fällen sein, die noch weitere medizinische oder chirurgische Maßnahmen erfordern. Probleme, die im Bereich des Schädels auftauchen, verlangen klarerweise nach einer Lösung für diesen speziellen Mechanismus. Zudem gibt es Probleme, die an anderen Stellen im Bereich der Körperphysiologie auftreten. Sie lassen sich leichter lösen, wenn die kranialen Mechanismen mit einer anderen Therapie koordiniert werden.
Es gibt viele Prinzipien, die in der Behandlung angewendet werden können, wenn ‚Leben und Bewegung‘ durch Trauma oder Krankheit eingeschränkt sind. Eines dieser Prinzipien stellte Dr. Sutherland 1947 auf, als er sagte:
„Erlaube der physiologischen Funktion im Innern, ihre eigene unfehlbare Potency zu zeigen, anstatt eine blinde Kraft von außen anzuwenden.“
Sein Gedanke handelte spezifisch von den Mustern der Gesundheit und Krankheit im Kraniosakralen Mechanismus, er kann aber auch auf die Physiologie des gesamten Körpers angewandt werden.
Ein Arzt oder Zahnarzt, der Interesse daran hat, die Osteopathie im Bereich des Schädels zu studieren, sollte die darin integrierte Philosophie, Anatomie und Physiologie des Primären Atemmechanismus kennen. Sie stellen eine Grundlage für die Entwicklung palpierender und manueller Fähigkeiten dar, die man benötigt, um die rhythmische unwillkürliche Mobilität und Motilität des ‚Lebens in Bewegung‘ innerhalb des Kraniosakralen Mechanismus zu ‚lesen‘ und sie in Diagnose und Behandlung anwenden zu können.
Rollin E. Becker D.O.
VORWORT (WALES)
Dieses Buch ist eine Sammlung von Vorträgen, die William Garner Sutherland D.O.D.Sc. (hon.) während einiger Seminare in Providence, Rhode Island, hielt. Die Seminare fanden im Mai 1949, Mai 1950 und Juni 1950 statt und schlossen zwei zweiwöchige Einführungskurse und einen zusätzlichen einwöchigen Kurs über das Os occipitale ein.
In diesen Kursen hielt Dr. Sutherland mindestens eine Vorlesung am Tag. Die übrigen Vorträge wurden von Mitgliedern der Fakultät gehalten, die auch die von Dr. Sutherland geplanten praktischen Übungen didaktisch begleiteten. Dr. Sutherland. Er hielt es für notwendig, das Wissen um die manuellen Behandlungsmethoden der Osteopathie ‚von Hand zu Hand‘ weiterzugeben. Um diese Von-Hand-zu-Hand-Anleitung zu ermöglichen, hatte jedes Mitglied der Fakultät die Aufgabe, jeweils vier Teilnehmer des Seminars an den Behandlungsbänken zu betreuen. Jeder Seminar-Teilnehmer machte die Erfahrung, sowohl Patient als auch Behandler zu sein. Die Leitung dieser Kurse in Providence übernahm Chester L. Handy D.O.
Im Laufe der Jahre hielt Dr. Sutherland viele Seminare an anderen Orten ab. Obwohl die Leiter dieser Seminare und die Mitglieder der dazugehörigen Fakultäten wechselten, blieb der Kursaufbau weitestgehend unverändert. Dr. Sutherland unterrichtete auch zu Hause und in seiner Praxis in St. Peter, Minnesota, wo er kleinere Gruppen persönlich anleitete.
Bei den in Providence veranstalteten Kursen wirkten folgende Mitarbeiter aus Dr. Sutherlands Fakultät mit:
Chester L. Handy D.O., Direktor
(1911–1963) Philadelphia College of Osteopathy, 1935
Howard A. Lippincott D.O.
(1893–1983) American School of Osteopathy, 1916
Rebecca C. Lippincott D.O.
(1894–1986) Philadelphia College of Osteopathy, 1923
Anne L. Wales D.O.
(1904–2005) Kansas City College of Osteopathy and Surgery, 1926
Ward C. Bryant D.O.
(1885–1975) Still College of Osteopathy, 1907
Elsie W. Weeks D.O.
(1891–?) Massachusetts College of Osteopathy, 1922
Edith Tordoff D.O.
(? – 1978) American School of Osteopathy, 1924
Anna L. Slocum D.O.
(1903–1988) Des Moines Still College of Osteopathy, 1938
1939 veröffentlichte Dr. Sutherland ein kleines Buch, Die Schädelsphäre, das er in der Absicht schrieb, Anfragen von seinen Kollegen anzuregen. Es hatte bald seinen gewünschten Effekt, und so wurde er eingeladen, seine Gedanken bei zahlreichen Konferenzen vorzutragen. Eine besonders wichtige Präsentation, die ihm viele Türen öffnen sollte, war ein 20-minütiger Vortrag mit dem Titel Die Kernverbindung zwischen Schädel- und Beckenschale, den er im Juli 1940 auf der Konferenz de International Society of Sacro-Iliac Technicians in St. Louis, Missouri, hielt.2 Danach kam es zu zahlreichen Anfragen bezüglich einer Ausbildung.
Als Dr. Sutherland zu unterrichten begann, fing er mit Bereichen an, von denen er glaubte, dass sie seinen Berufskollegen am vertrautesten waren. Dann führte er nach und nach Bereiche seiner Gedanken ein, von denen er wusste, dass sie ihnen neu waren.
Weil so viele seiner Schriften und Ansprachen lediglich darauf ausgerichtet waren, anderen Menschen seine Gedanken vorzustellen, schrieb Dr. Sutherland für die Wissenschaft der Osteopathie nie ein formelles, alles zusammenfassendes Buch über sein Kraniales Konzept. Viele Artikel schrieben seine Studenten auf der Basis der Erfahrungen, die sie bei der Anwendung seiner Lehre gemacht hatten. Harold Ives Magoun Sr. D.O.stellte einen Text zusammen und gab ihn unter dem Titel Osteopathie in der Schädelsphäre3 heraus. Dieser Text war eine wertvolle Ergänzung zum üblichen Lehrprogramm, weil er eine Änderung im Aufbau der Seminare, nämlich eine Reduzierung ihrer Dauer von zwei Wochen auf fünf Tage, ermöglichte. Im Jahre 1945 verfassten Howard A. Lippincott D.O.und Rebecca C. Lippincott D.O.eine Broschüre: Compression of the Condylar Parts of the Occiput. (Vorträge von den Dres. Howard und Rebecca Lippincott zu diesem Thema sind im vorliegenden Buch enthalten.) Obwohl diese Werke äußerst nützlich waren, sind sie doch nicht Dr. Sutherlands eigene Darstellung.
Die Veröffentlichung der vorliegenden Vorträge von Dr. Sutherland kommt einer vollständigen Darstellung seines Konzepts und seiner Lehre am nächsten. Sie enthält nicht alles, was er dachte oder lehrte, ist aber die umfassendste uns zur Verfügung stehende Präsentation.
Bei der Arbeit mit Aufzeichnungen von Vorträgen wird klar, dass es einen Unterschied gibt zwischen dem gesprochenen und dem geschriebenen Wort. Dies macht eine Art Übersetzung nötig. Während des Prozesses, lesbare Sätze daraus zu machen, wurden seine ausgesprochenen Gedanken mit aller Sorgfalt ausgewählt, um sicherzugehen, dass ihre Bedeutung erhalten blieb. Außerdem habe ich versucht, die Art und Weise, wie Dr. Sutherland die Gedanken seiner Lehre ausdrückte, beizubehalten.
Der Prozess der Buchveröffentlichung machte auch die Entwicklung einer Einteilung notwendig. Die Themenbereiche in den Skripten wurden in Kapitel aufgeteilt. In einigen Fällen entstanden aufgrund der Natur des Materials Wiederholungen. In anderen Fällen kam es vor, dass Dr. Sutherland über bestimmte Themen keine Vorträge gehalten hat. In diesen Fällen habe ich stattdessen seine Schriften verwendet. An einigen Stellen entstanden inhaltliche Lücken, da die Mitglieder der Vereinigung dazu angehalten waren, diese zu präsentieren. Die Hauptquelle seiner schriftlichen Abhandlungen stellt Einige Gedanken dar, eine Sammlung seiner Schriften zwischen 1914 und 1954.
Da und dort fehlende Hintergrundinformationen habe ich aus verschiedenen Lehrbüchern ergänzt. In einigen Fällen wurde die anatomische Terminologie und Rechtschreibung der modernen Form angepasst.
Um die Beschreibung vieler im Buch erwähnter Techniken zu vertiefen, findet sich im Anhang ein Artikel mit dem Titel The Osteopathic Technique of Wm. [sic] G. Sutherland. Dieser von Dr. Howard Lippincott verfasste Beitrag wird mit Erlaubnis der American Academy of Osteopathy abgedruckt. Ich habe auch ein Glossar erarbeitet, um nicht vertraute Fachbegriffe und Begriffe zu definieren, die Dr. Sutherland auf besondere Art verwendete. Die Illustrationen des Textes wurden von Rachel Brooks M.D. konzipiert und von Marcia Williams aus Newton, Massachusetts, gezeichnet.
Viele glückliche Begebenheiten führten zu der Veröffentlichung dieser Vorträge von Dr. Sutherland: Erstens liefen 1949 und 1950 zwei Tonbandgeräte im Seminarraum mit, zweitens wurden die Aufnahmen aufbewahrt und nach und nach auf Kassetten überspielt und drittens brachten Freunde seine Worte von den Kassetten zu Papier und stellten mir die Aufzeichnungen zur Verfügung.
Im Herbst 1983 bot mir Dr. Rachel Brooks an, den Text mehrerer Kassetten aufzuschreiben. Der Zustand der Aufnahmen erschwerte die Arbeit, aber ihre Bemühungen ergaben Aufzeichnungen, mit denen man arbeiten konnte. Dann, im Jahre 1984, bot mir Rev. Elyn Maclnnis an, weitere Tonbandaufnahmen schriftlich aufzuzeichnen, und schließlich arbeitete ihr Ehemann, Rev. Peter Maclnnis, auch mit. Am Ende leisteten all diese Freunde fachmännische Hilfe und so lag schließlich der Inhalt aller 27. Tonbänder niedergeschrieben vor.
Ohne diese Hilfe hätte dieses Projekt nie begonnen und ohne beträchtliche Unterstützung nie zu Ende geführt werden können. Rollin E. Becker D.O.und John H. Harakal D.O.F.A.A.O. standen mit Ratschlägen und Feedback während des gesamten Projekts zur Verfügung. Unterstützung bei einer Vielzahl von technischen Aspekten leisteten James Gronemeyer D.O., Duncan Soule M.D. und Edgar Miller D.O. F.A.A.O. Einige Leute förderten aufgrund ihrer Wertschätzung für das Werk von Dr. Sutherland die Arbeit auch finanziell. Allen voran stellte Swami Chetanananda einen beträchtlichen Betrag für die Herausgabe dieses Werkes zur Verfügung.
Im Verlauf der Arbeit und nach Vervollständigung sämtlicher Manuskriptentwürfe machten Dr. Harakal und Dr. Brooks ihre durchdachten und kritischen Kommentare. Nach meinem dritten Entwurf übernahm Dr. Rachel Brooks schließlich die wichtige Aufgabe, das Manuskript für den Verlag aufzubereiten. Diese Arbeit bedeutete, für Illustrationen zu sorgen und beim Auffinden und Korrigieren von schwierigen und unklaren Stellen zu helfen. Ich möchte all diesen Leuten danken, die freiwillig so viel von ihrer Zeit geopfert haben.
Diese Vorträge sind für die Arbeit der Sutherland Cranial Teaching Foundation, Inc. gedacht. Sie stellen kein Lehrbuch dar. Bei Seminaren wird heutzutage das Lehrbuch Osteopathie in der Schädelsphäre von Harold I. Magoun Sr. D.O. F.A.A.O. verwendet. Wir hoffen aber, dass das vorliegende Werk in Dr. Sutherlands eigenen Worten verfasste Buch im Unterricht hilfreich sein wird und den Leser unterstützt, sein Kraniales Konzept in der Wissenschaft der Osteopathie zu verstehen.
Anne L. Wales D.O.,
Herausgeberin