Kitabı oku: «Multiple Sklerose erfolgreich behandeln - mit dem Paläo-Programm», sayfa 8
KAPITEL 3
Der Einstieg
Vielleicht sind Sie ja jetzt soweit und möchten gleich loslegen – mit den veränderten Essgewohnheiten, den Nahrungsergänzungen und allem anderen, was zum Wahls-Programm dazu gehört. Veränderung ist eine aufregende Angelegenheit, und ich verstehe, dass Sie Ihre Zellen, Ihre Organe und Ihren ganzen Körper schnellstmöglich kurieren wollen. Doch bevor wir uns näher mit den Details beschäftigen, müssen wir zuerst Ihre Prioritäten durchgehen.
Die Botschaft dieses Kapitel ist sehr wichtig. Betrachten Sie sie als Grundvoraussetzung für die Arbeit mit dem Wahls-Programm. Auch wenn Sie sich mit den psychischen und emotionalen Aspekten lieber später beschäftigen wollen und jetzt gleich zur Sache kommen möchten, möchte ich Sie doch bitten, über einige Dinge nachzudenken – auch darüber, was Ihnen wirklich wichtig ist und ob Ihr heutiges Leben tatsächlich diesen Prioritäten entspricht. Denn in all den Jahren meiner Arbeit mit den Patienten habe ich festgestellt, dass sich das Programm nur dann durchhalten lässt, wenn man einen kühlen Kopf bewahrt.
Denken Sie über Ihre Motive nach. Vielleicht wollen Sie ein Beispiel geben und für Ihre Kinder da sein. Vielleicht ist ein Ehemann oder eine Ehefrau oder ein Elternteil auf Sie angewiesen. Vielleicht gibt es noch etwas in Ihrem Leben, das Sie zuwege bringen müssen. Was immer es auch ist, etwas Großes oder etwas Kleines, es muss wichtig und sinnvoll genug für Sie sein, damit es Sie durch diese schweren Zeiten trägt und Sie in Ihrem Entschluss bestärkt, sodass Sie unbeirrt am Wahls-Programm festhalten können. In diesem Kapitel möchte ich Ihnen helfen herauszufinden, was das für Sie ist, und ich werde Sie dabei unterstützen, positiv zu denken, um maximalen Erfolg zu erzielen.
Erfahrungsbericht
Mein Mann hat MS. Seine Diagnose ist vier Jahre her, aber wenn ich es rückblickend betrachte, hat er schon seit vielen Jahren diffuse Symptome. Seine Mutter hatte auch MS. Als sie starb, war sie sehr geschwächt. In den ersten vier Jahren unserer Ehe lebte sie bei uns, und ich habe ihren Zorn und ihre emotionalen Phasen nie verstanden – bis jetzt. Nach der Diagnose war mein Mann schockiert, wütend und emotional sehr instabil. Die Medikamente, die er einnahm, schwächten ihn sehr, und wir hatten Angst, weil wir den Verfall schon kannten, den meine Schwiegermutter durchgemacht hatte.
Ich begann nach allen möglichen Behandlungswegen zu suchen. Anfangs wollte mein Mann von einer Ernährungsumstellung überhaupt nichts wissen, und ich war skeptisch, obwohl ich Ökotrophologin bin, denn damals vertrat ich wirklich eine fettreduzierte und kohlenhydratreiche Ernährungsform. Die Ernährung nach Wahls hat unsere ganze Familie jedoch auf eine ganz andere Stufe des Gesundens geführt. Keine Probleme mehr mit dem Magen und eine starke Verbesserung von Konzentration und Stimmung. Die meisten unserer Probleme im Hinblick auf die Autoimmunerkrankung haben sich entweder gelöst oder nehmen allmählich ab.
Anne G., Illinois
Ich weiß, in Ihrer Lebenslage gibt es schwerwiegende Herausforderungen, die alles andere als gerecht sind. Zweifellos belasten Sie und Ihre Familie auch andere Sorgen, unabhängig davon, dass Sie von MS oder einer anderen Autoimmunerkrankung betroffen sind. Dies ist eine Gelegenheit zu konkretisieren, worin der übergeordnete Sinn Ihres Lebens besteht. Eine Studie, die den Einfluss einer deutlichen Ausrichtung auf ein übergeordnetes Ziel im Leben untersuchte, ergab, dass diejenigen Menschen, die sich damit identifizierten, weniger Schlaganfälle und Herzinfarkte hatten und deutlich länger lebten als diejenigen, denen dieses Ziel fehlte.1 Außerdem wird dadurch die Belastbarkeit eines Menschen sowie das persönliche und spirituelle Wachstum verbessert – trotz des gesundheitlichen Abbaus und der zunehmenden Invalidität.2 Jetzt ist der richtige Moment, sich über ein höheres Ziel in Ihrem Leben klar zu werden oder es auszusprechen. Mit der Zeit wird es sich weiterentwickeln, aber worin besteht es genau jetzt? Ich wünsche mir, dass Sie in der Lage sind, es zu auszudrücken.
Erfahrungsbericht
Eine langfristige Lebensperspektive und Ziele für die Zukunft zu haben, ist wirklich wichtig. Ich erinnere mich daran, dass ich immer dachte, diese Welt ist so viel größer als ich und das, was ich jetzt durchmache. Die Diagnose war ein Schock, ich war am Boden zerstört und wie betäubt und fragte mich, warum das gerade mir passierte. Der Umgang mit dem Krebs war ein Kampf an vier Fronten: mental, emotional, spirituell und körperlich. Die mentale Seite bedeutet Pläne für die Zukunft und für ein langes Leben zu schmieden, an die Dinge zu denken, die ich tun möchte, und warum ich leben will. Der emotionale Kampf dreht sich um Zorn, Angst, Eifersucht, Missgunst, Bitterkeit und die fehlende Versöhnlichkeit. Negative Emotionen lähmen das Immunsystem, sie müssen wir definitiv loslassen.
Chris W., Tennessee
Führen Sie Tagebuch
Worum ich Sie nun bitte – und das ist etwas, das Ihnen eine große Hilfe sein wird, wenn Sie Ihre Leitlinie entwickeln und an Ihrer Einstellung und Motivation arbeiten –, ist das Führen eines Tagebuchs. Dies ist ein wichtiger Teil des Prozesses, und ich rate all meinen Patientinnen und Patienten dazu. Für die Teilnehmer der klinischen Studien ist es Pflicht. Im Laufe des gesamten Programms werden Sie Aufzeichnungen über viele Dinge machen: Ernährung, Stresspegel, Nahrungsergänzungen, Schmerzen und Energieniveau sowie darüber, wie Sie jeden Tag bewältigen und die Herausforderungen Ihres Lebens meistern. Das ist zu viel, um es nur gedanklich „aufzuzeichnen“. (Und jeder, der weiß, wie sehr eine Autoimmunerkrankung das Gehirn „benebeln“ kann, weiß auch, wie schwierig das wäre!) Also möchte ich, dass Sie schriftliche Aufzeichnungen machen.
Ich ermuntere Sie auch dazu, ein aktuelles Bild von sich in Ihr Tagebuch zu kleben. Meine Patienten und Studienteilnehmer freuen sich darüber, dass sie immer nachsehen und feststellen können, um wie viel „jünger“ sie im Laufe des Wahls-Programms werden. Machen Sie es jetzt sofort, wenn das möglich ist. Machen Sie einfach einen Schnappschuss von sich. In ein paar Monaten oder ein paar Jahren ist es ein sehr aufschlussreiches „Dokument“.
Wenn eine medizinische Frage oder ein gesundheitliches Problem auftaucht, ist es sehr wichtig, dass Sie Ihre Symptome, Medikamente, Ernährung und sportliche Betätigung belegen können, und es ist auch wichtig, dass Sie Ihren Fortschritt verfolgen, nicht nur zu Ihrer eigenen Information, sondern auch für Ihre Behandler. Ihr Wahls-Tagebuch wird jedoch eine noch größere Rolle in Ihrem Leben spielen: Sie halten darin Ihre Beobachtungen zu Ihrem Befinden fest, wie Sie mit Stress umgehen, was Sie tun, wie sich Ihre Beziehungen gestalten – einfach alles. Damit wird es zu einem Protokoll Ihres Lebens, ausgehend von einer Momentaufnahme und, was noch wichtiger ist, es wird zu einem unschätzbaren Bericht, der Ihre stetige Besserung mithilfe des Wahls-Programms nachzeichnet.
Aus meinem eigenen Tagesbuch
Nach meiner Diagnose im Jahr 2000 wurde mir klar, dass sich die Spielregeln verändert hatten. Ich musste mich neu definieren und neu erfinden. Ich war immer noch „Terry Wahls, Ärztin“ und „Terry Wahls, Mutter“ und „Terry Wahls, Partnerin von Jackie“, aber die Dynamiken all dieser Beziehungen hatten sich verändert und ich musste mich dem stellen. Am dramatischsten war die Veränderung der Art und Weise, wie ich meine Rolle als Elternteil wahrnehmen konnte.
Ich war immer fest davon überzeugt gewesen, dass es wichtig sei, meine Kinder Zielstrebigkeit, Belastbarkeit und Durchhaltevermögen zu lehren. Das lief bei uns immer über sportliche Aktivitäten wie Zelten und Herausforderungen wie Bergsteigen. Als meine Behinderung zunahm, wurde mir klar, dass ich in dieser Hinsicht etwas ändern musste. Ich merkte bald, dass es zu vielen der Dinge, die ich vorgehabt hatte, nie würde kommen können. Wir gingen nicht mehr Bergsteigen, wir maßen uns nicht mehr im Kampfsport. Meine Kinder würden mir auch nicht mehr bei sportlichen Siegen zujubeln. Keine Familien-Birkebeiner-Rennen. Keine Trekkingtouren in Nepal. Alle diese Träume, die ich gehabt hatte, schienen verloren. Wie konnte ich dann ein Rollenvorbild für sie sein? Wie konnte ich Ihnen etwas beibringen, das ich nicht mal selbst konnte? Doch dann erkannte ich, dass ich die MS dazu nutzen konnte, um meinen Kindern Belastbarkeit auf eine völlig andere Weise zu vermitteln.
Eines Morgens sah ich, wie meine Tochter Zebby, die damals erst acht Jahre alt war, dasaß und jede meiner Bewegungen beobachtete. Als ich darüber nachdachte, begriff ich, dass beide Kinder, Zebby und Zach, mich oft beobachteten, um zu sehen, wie ich die Dinge bewältigte. Sie waren jung und verwirrt, dass ihre aktive, sportliche Mutter allmählich die Fähigkeit verlor, selbst die einfachsten Dinge zu tun. Sie wollten wissen, was ich machen würde. Sie wollten wissen, wie ich mit der neuen Mühsal in meinem Leben umgehen würde. Das hat mich wachgerüttelt. Ich begann zu lächeln. Ich begann, jeden Morgen unter Aufbietung aller Kräfte aufzustehen. Ich stieg in meinen Strömungspool und begann zu kraulen. Dabei hatte ich nur einen Gedanken im Kopf: Sie beobachten dich. Ich redete mir ein, dass sie mich immer beobachten, denn dadurch veränderte sich meine ganze Einstellung und die ganze Art, wie ich mich daran machte, Dinge zu tun.
Dies war meine Motivation, mich weiter anzutreiben. Ich sagte mir, wenn ich wollte, dass sie lernen, wie man in schweren Zeiten zurechtkommt, dann musste ich ihnen zeigen, wie ich mit einem Unglück umging. Ich erkannte, dass ich auch mit MS ein Rollenvorbild für sie sein konnte, in gewisser Weise sogar ein viel stärkeres als ohne die Krankheit. Bergsteigen ist hart, aber mit MS jeden Tag aufzustehen, arbeiten zu gehen und weiter am Leben teilzunehmen, ist um ein Vielfaches härter. Dies wurde zu meinem Ziel und zu meiner Motivation, um meine Krankheit zu besiegen, anstatt mich in ihr zu verlieren. Was können Sie tun, um für sich ein Ziel und eine Motivation zu finden?
Ich kann die Bedeutung nicht oft genug betonen, doch ich kann Sie nicht dazu zwingen. Auch wenn Sie noch nie ein Tagebuch geführt haben oder Dinge eigentlich nicht gerne aufschreiben, so lohnt es lohnt doch, sich das anzugewöhnen. Ihr Tagebuch wird zu einem wichtigen, wenn nicht sogar wesentlichen Teil Ihres Genesungsprozesses. In Studien wurde belegt, dass Menschen, die Tagebuch führen, einen niedrigeren Stresshormonspiegel und eine geringere Krankheitsaktivität haben und dass sie zufriedener sind mit ihrem Leben. Es ist also an der Zeit, mit dem Schreiben zu beginnen!
Was sollten Sie notieren?
Sie brauchen nicht förmlich zu beginnen. Erzählen Sie einfach ein paar Geschichten von sich, bis Ihnen das Schreiben leichter von der Hand geht. Sie können über Ihre Gefühle schreiben, darüber, wie Sie früher Ihre Herausforderungen gemeistert haben und worin Sie die positiven Aspekte dieser Herausforderungen sehen. Listen Sie auf, wofür Sie dankbar sind, wen Sie lieben, was Sie hoffen, tun zu können, auch, was Ihnen aus Ihrem alten Leben fehlt. All das kann Ihnen helfen herauszufinden, was Ihre neuen Lebensumstände für Sie bereithalten, und dazu gehören auch die Menschen und die Dinge, für die Sie dankbar sind, und das kann Ihre Widerstandsfähigkeit erhöhen.3
Ein großer Teil der Kraftwirkung, die im Wahls-Tagebuch steckt, ist dem psychologischen Aspekt geschuldet: Sie schreiben sich die Dinge von der Seele. Aber konzentrieren Sie sich nicht nur auf die Symptome. Das ist Ihr Tagebuch und der Raum, in dem Sie ganz Sie selbst sein können; und ich wünsche mir für Sie, dass Sie diesen Raum auch dazu nutzen, Ihre Geschichte zu erzählen. Nicht Ihre ganze Lebensgeschichte; ich meine damit nicht, dass Sie Ihre Memoiren zu Papier bringen sollen. Fangen Sie klein an: Welche Herausforderungen in Ihrem Leben fallen Ihnen zuerst ein? Denken Sie an frühere Zeiten und was Sie bereits erreicht haben. Denken Sie an die Dinge, die Sie gemacht haben und die Sie jetzt nicht mehr tun können. Woran möchten Sie sich gerne erinnern? Träumen Sie mit offenen Augen von früher und suchen Sie sich eine Geschichte aus – irgendeine. Und dann schreiben Sie sie auf.
Vergessen Sie nicht, wie Sie früher waren. Das Schreiben wird Ihnen dabei helfen, Ihr früheres Ich als Teil Ihrer selbst anzunehmen. Alles, was bisher geschehen ist, ist zu einem Teil Ihrer Geschichte geworden und hat Sie zu dem Menschen gemacht, der Sie heute sind, und Sie haben auf jedes einzelne Detail reagiert. Mithilfe Ihres Tagebuchs können Sie diesen Raum auf eine Art und Weise vergrößern und erweitern, die Ihnen hilft, Ihr persönliches Wachstum fortzusetzen, auch wenn Sie durch Ihre chronische Krankheit das Gefühl haben, als sei es gehemmt oder gestoppt. Schreiben ist Ihr Weg aus dieser Sackgasse.
Dafür müssen Sie nicht mit schriftstellerischen Fähigkeiten glänzen. Sie brauchen sich nicht einmal um Grammatik und Rechtschreibung zu kümmern. Ist es handschriftlich zu schwierig, dann schreiben Sie am Computer. Mit einem Laptop im Bett lässt sich wunderbar Tagebuch führen. Wie Sie das machen, spielt keine Rolle. Dass Sie zu schreiben beginnen, ist das Einzige, was zählt. Feilen Sie nicht an Ihren Worten herum. Schreiben Sie einfach. Schreiben die Dinge so auf, wie sie Ihnen in den Sinn kommen. Ohne Rezension. Ohne Bearbeitung. Versuchen Sie täglich Tagebuch zu schreiben, auch wenn es nur ein paar Zeilen, ein oder zwei Absätze sind. Manchmal werden Sie das Bedürfnis haben mehr zu schreiben, manchmal weniger. In der Regelmäßigkeit liegt die heilsame Wirkung. Halten Sie Ihre Fortschritte fest, Ihre Gefühle (gute wie schlechte), Ihre Siege und Herausforderungen und alle Schritte, die Sie im Rahmen dieses Programms machen.
Im Laufe des Buches erinnere ich Sie hin und wieder an Ihr Tagebuch, wenn die Beantwortung einer Frage hilfreich ist oder etwas festgehalten werden sollte. Nutzen Sie diese Anhaltspunkte als Inspiration oder als eine Möglichkeit, festzuhalten, woran Sie sich später gerne erinnern wollen. Und das könnte in etwa so aussehen:
Anregungen für das Tagebuch
Beantworten Sie einige oder alle der folgenden Fragen in Ihrem Tagebuch:
1.Wie fühlen Sie sich heute? Bitte antworten Sie möglichst genau.
2.Was haben Sie heute nur für sich getan?
3.Was haben Sie heute gegessen? Wie haben Sie es vertragen?
4.Haben Sie sich heute sportlich betätigt? Was haben Sie gemacht? Was für ein Gefühl hatten Sie dabei?
5.Wem oder wofür sind Sie dankbar? Was zählt in Ihrem Leben am meisten?
6.Gibt es ein höheres Ziel oder eine treibende Kraft in Ihrem Leben? Das ändert sich zwar mit der Zeit, denken Sie also nur darüber nach, was es heute ist. Formulieren Sie das als Leitspruch: „Meine Aufgabe in diesem Leben ist …“
7.Wie lange werden Sie schon schulmedizinisch behandelt? Gibt es Erfolge?
8.Erinnern Sie sich an Ihr erstes Krankheitssymptom? Erzählen Sie diese Geschichte.
9.Welche Symptome sind heute besonders beschwerlich?
10.Machen Sie sich Vorwürfe? Weswegen?
11.Wie würden Sie Ihren heutigen Stresspegel beschreiben?
12.Was könnten Sie morgen machen, damit dieser Tag besser wird als der heutige?
Sie können gleich damit beginnen. Suchen Sie sich Fragen aus und beantworten Sie sie in Ihrem Tagebuch. Aber lassen Sie es nicht dabei bewenden. Das ist Ihr Tagebuch! Sie können es nutzen wie Sie wollen. Es geht darum anzufangen. Dann wird es sich weiterentwickeln. Es wird Ihnen in vielerlei Hinsicht von Nutzen sein, wenn Sie es durchlesen und anfangen, gesünder zu werden. Schreiben ist der erste Schritt dazu, selbst die Kontrolle zu übernehmen, ein Ziel und einen Sinn in dem Leben zu finden, das Sie jetzt haben, und Sie in die Zukunft zu führen.
Ihre Symptome im Blick
Ich möchte auch, dass Sie Ihr Wahls-Tagebuch als Quelle ausführlicher Informationen nutzen. Behalten Sie täglich den Überblick darüber, was Sie essen, wie viel Sie schlafen und was Sie in sportlicher Hinsicht tun. (Am Ende dieses Kapitels befindet sich eine Kopiervorlage.) Ich wünsche mir auch, dass Sie zu Beginn Ihre Symptome einstufen auf einer Skala von 0–4.
Wenn Sie mit dem Wahls-Programm arbeiten, ist es äußerst wichtig, dass Sie Ihre Symptome beobachten. Es wird auch noch manche schlechten Tage geben und dann haben Sie wahrscheinlich das Gefühl, dass Sie überhaupt keine Fortschritte gemacht haben. Der nachfolgende Fragebogen erinnert Sie daran, wie weit Sie schon gekommen sind. Legen Sie ihn in das Tagebuch und nehmen Sie sich die Fragen alle paar Monate wieder neu vor, um Ihre Fortschritte zu überprüfen. Ihre Antworten werden sich verändern! Schreiben Sie immer das Datum dazu, damit Sie alle Fragebögen chronologisch zurückverfolgen können, um die Verbesserungen zu sehen, von denen Sie in dem Augenblick vielleicht gerade nichts spüren. Das gibt Ihnen die Kraft und den Mut weiterzumachen. Sie können auf eine objektive Liste verweisen und sagen: „Ich mache Fortschritte!“
Dieser Symptom-Fragebogen stammt vom Institute for Functional Medicine (zu Deutsch etwa: „Institut für Funktionelle Medizin“), und ich habe die Nachdruckerlaubnis dafür. Ich verwende ihn bei meinen Patienten und bei den Studien-Teilnehmern; sie füllen ihn zur Überprüfung ihrer Fortschritte in regelmäßigen Abständen aus, genauso wie auch Sie es tun sollten. Denken Sie daran, Ihr erster Fragebogen markiert Ihre Ausgangssituation. Es ist sinnvoll, ihn zweimal auszufüllen, zuerst, um den Überblick darüber zu behalten, wie Sie sich in den letzten 30 Tagen gefühlt haben und dann, um zu schauen, wie es Ihnen in den letzten 48 Stunden erging. Kennzeichnen Sie jeden Bogen entsprechend:
Symptom-Fragebogen
Name
Datum
Bewerten Sie die folgenden Symptome anhand Ihres typischen Gesundheitszustands in:
den letzten 30 Tagen
den letzten 48 Stunden
Bewertungsschlüssel
0Das Symptom ist nie oder fast nie vorhanden
1Gelegentlich vorhanden, keine schweren Auswirkungen
2Gelegentlich vorhanden, schwere Auswirkungen
3Häufig vorhanden, keine schweren Auswirkungen
4Häufig vorhanden, schwere Auswirkung
Kopf
____ Kopfschmerzen
____ Schwäche, Mattigkeit
____ Benommenheit, Schwindelgefühl
____ Schlafstörungen
____ Gesamtbewertung
Augen
____ tränend oder juckend
____ geschwollene, gerötete oder verklebte Augenlider
____ Tränensäcke oder dunkle Augenringe
____ Verschwommen- oder Tunnelsehen (ohne Kurz- oder Weitsichtigkeit)
____ Gesamtbewertung
Ohren
____ juckend
____ Ohrenschmerzen, Ohrinfektionen
____ Ausfluss aus dem Ohr
____ Ohrgeräusche, Hörverlust
____ Gesamtbewertung
Nase
____ verstopft
____ Nebenhöhlenprobleme
____ Heuschnupfen
____ Niesattacken
____ übermäßige Schleimbildung
____ Gesamtbewertung
Mund/Rachen
____ chronischer Husten
____ Würgereiz, häufiges Räuspern erforderlich
____ Halsschmerzen, Heiserkeit, Verlust der Stimme
____ Schwellung oder Verfärbung von Zunge, Zahnfleisch, Lippen
____ Mundgeschwüre
____ Gesamtbewertung
Haut
____ Akne
____ Nesselsucht, Ausschläge, trockene Haut
____ Haarausfall
____ Erröten, Hitzewallungen
____ übermäßiges Schwitzen
____ Gesamtbewertung
Herz
____ unregelmäßiger Herzschlag, Herzstolpern
____ schneller Herzschlag, Herzklopfen
____ Schmerzen in der Brust
____ Gesamtbewertung
Lunge
____ Engegefühl in der Brust
____ Asthma, Bronchitis
____ Kurzatmigkeit
____ Atembeschwerden
____ Gesamtbewertung
Verdauungstrakt
____ Übelkeit, Erbrechen
____ Durchfall
____ Verstopfung
____ Gefühl des Aufgedunsenseins
____ Aufstoßen, Blähungen
____ Sodbrennen
____ Unterleibs-/Magenschmerzen
____ Gesamtbewertung
Gelenke / Muskeln
____ Gelenkschmerzen
____ Arthritis
____ Steifigkeit oder Bewegungseinschränkung
____ Muskelschmerzen
____ Schwächegefühl oder Müdigkeit
____ Gesamtbewertung
Gewicht
____ zwanghaftes Essen/Trinken
____ Verlangen nach bestimmten Nahrungsmitteln
____ Übergewicht
____ Esssucht
____ Wassereinlagerungen
____ Untergewicht
____ Gesamtbewertung
Energie/Aktivität
____ Müdigkeit, Lustlosigkeit
____ Apathie, Lethargie
____ Hyperaktivität
____ Unruhe
____ Gesamtbewertung
Geistiger Zustand
____ Gedächtnisprobleme
____ Verwirrung, schlechtes Begriffsvermögen
____ Konzentrationsstörungen
____ Koordinationsstörungen
____ Entscheidungsunfähigkeit
____ Stottern oder Stammeln
____ verwaschene, undeutliche Sprache
____ Lernschwäche
____ Gesamtbewertung
Emotionaler Zustand
____ Stimmungsschwankungen
____ Angstzustände, Furcht, Nervosität
____ Wut, Reizbarkeit, Aggressivität
____ Depressionen
____ Gesamtbewertung
Andere Symptome
____ häufige Erkrankungen
____ häufiges Wasserlassen oder Harndrang
____ Jucken oder Ausfluss im Genitalbereich
____ Gesamtbewertung
____Gesamtbewertung
Beachten Sie bitte:
Weniger als 10 Punkte = optimal
Mehr als 50 Punkte sind ein Hinweis auf eine erhebliche Entzündung und/oder eine toxische Belastung.
(Nachdruck mit freundlicher Genehmigung aus der Toolbox, dem „Werkzeugkasten“ des Institute for Functional Medicine)
Zählen Sie alle Punkte zusammen und nehmen Sie sie als objektive Maßzahl dafür, wie Sie sich fühlen. Im Laufe der folgenden Wochen rechne ich damit, dass die Punktzahl abnimmt. An manchen Tagen wird es vielleicht den einen oder anderen Punkt mehr geben, aber wenn Sie sich an mein Programm halten, sollte es bei einer grafischen Darstellung – falls Sie Ihre Zahlen auf diese Weise verarbeiten möchten –, zu einer relativ stetig fallenden Kurve kommen. Was Sie heute ausfüllen, spiegelt den heutigen Zustand wieder. Wie werden Sie sich nächste Woche fühlen? Nächsten Monat? Nächstes Jahr? Mithilfe des Fragebogens erhalten Sie Antworten auf diese Fragen und Sie werden damit zufrieden sein.
Beschränken Sie sich bei der Bewertung Ihrer Fortschritte jedoch nicht auf den Fragebogen. Schreiben Sie auch hierüber, z. B. wie Sie sich täglich fühlen, so genau oder allgemein wie Sie möchten. Oder, wenn Ihnen das lieber ist, erstellen Sie Ihren eigenen Fragebogen, der spezieller auf Ihre individuellen Probleme zugeschnitten ist. Wie auch immer Sie es machen, später können Sie darauf zurückgreifen und sich daran erinnern, wie Sie sich gefühlt haben, und Sie können diese Gefühle mit denjenigen vergleichen, die Sie haben, wenn es vorangeht.
Anregungen für das Tagebuch
In meiner Sprechstunde unterstütze ich die Patienten bei der Beurteilung ihrer Fortschritte mit zahlreichen Hilfsmitteln. Diese sind öffentlich zugänglich; vielleicht möchten Sie sich damit beschäftigen, bevor Sie beginnen, die Ergebnisse in Ihr Tagebuch einzutragen. Wenn Sie sie regelmäßig nutzen, können Sie Ihre Fortschritte auch mittels dieser Maßnahmen beurteilen.
Rechner zur Feststellung des biologischen Alters: Es gibt mehrere Rechner dieser Art im Internet, geben Sie einfach „biologisches Alter berechnen“ in eine Suchmaschine ein. Ich habe das gerade gemacht und ein Alter von 40 Jahren errechnet, obwohl ich in Wirklichkeit 58 Jahre alt bin!
Skala zur Bewertung des Gehirnleistung und Gehirntraining im Internet: Auch hier werden Sie fündig, wenn Sie die entsprechenden Suchbegriffe eingeben. Ich habe einen solchen Test gemacht, der auch eine Reihe von Fragen über meine Essgewohnheiten, meine Aktivitäten sowie darüber enthielt, wie gut mein Gehirn arbeitet, und das Ganze hat weniger als zwei Minuten gedauert. Mein Ergebnis war A- (als ich den Test 2007 in meinem damaligen Zustand machte, kam ich nur auf C+). Der Test, den ich gemacht habe – bereitgestellt von Lumosity – beinhaltet außerdem spezielle Vorschläge zur Verbesserung Ihrer Gehirnleistung, und auf der Webseite www.lumosity.com werden auch Trainingsspiele angeboten (die Seite ist auch auf Deutsch verfügbar, für das Trainingsprogramm ist eine kostenlose Registrierung vonnöten; Anm. d. Übers.). Durch solche Übungen nehmen die Wachstumshormone des Gehirns zu, die Ihr Gehirn braucht, um Schäden zu reparieren, neue Verknüpfungen herzustellen und mehr Gehirnzellen zu bilden.
Nintendo DS Gehirnjogging: Ich empfehle solche Spiele in meinen Sprechstunden. Als ich das erste Mal ein solches Spiel mit meinen Kindern spielte, lautete mein Ergebnis „85 Jahre“, meine Kinder haben gebrüllt vor Lachen, aber ich wusste, dass mein Denkprozess langsam war. Heute ist mein Gehirn 40 Jahre alt! Jetzt lacht keiner mehr!