Kitabı oku: «Robert Musil: Gesammelte Werke», sayfa 50
Von der Geliebten goldenem Dattelleib
Schimmernd erhellt!
Ich muß Dich einmal im Bild gesehn haben, aus der Großelternzeit; wer bist Du, die so süß erinnert?
Mädchen:
(im Tonfall der früheren Szene:) Weißt Du nicht, daß ich Deine Mutter bin?
Mann:
Welche? ..!
(Die Erscheinung verschwindet.)
(An den Bäumen, beiderseits der Straße, werden einer nach dem andern die Feinde sichtbar. Alle in Stadtpelzen. Der Richter in Barett, der Professor mit unbedecktem Schädel, der Schieber mit Zylinder, der Diener mit steifem rundem Hut, der General im Generalshut, der Politiker mit schwarzem Schlapphut.)
Mann:
Bist Du auch da?
Schieber:
Ich wollte Dich mir ansehn.
Mann:
Ja, erfrier nur mit.
Schieber:
Keine Angst, ich habs warm.
Mann:
Hätt’ ich einen solchen Pelz um, mir fiele besseres ein, als nur daran zu denken, daß ichs warm hab’, während andere frieren.
Schieber:
Eben deshalb hast Du ja keinen Pelz; weißt Du’s noch nicht, Dummkopf!?
Mann:
Ah, Richter! Komm ich zu Recht, kommst Du zurecht. Bind ihn fest, hasple ihm die Blutegeldärme aus dem Bauch, brenn ihm Eisen der Gerechtigkeit ins Fell! Wie Du’s bei mir gekonnt hast!
Richter:
Keine Handhabe, mein Lieber. Für Dich war eine Paragraphenschlinge schon ausgelegt; wen die Gesellschaft in keiner Rubrik unterbringen kann, den bringt sie schließlich sicher in der Gerichtssaalrubrik unter. Aber er ist bloß eine übereifrige Übertreibung einer an sich unentbehrlichen Grundlage der Ordnung, des Sinns für Erwerb und Zusammenhalt.
Mann:
Ach? Und wie Du mich angepackt hast wegen Kleinigkeiten! Hin- und hergeschüttelt zwischen den Gitterstäben wegen unzüchtiger, wegen revolutionärer, wegen subversiver, wegen malkontenter Gesinnung!
Richter:
Gehab Dich nicht wieder, Querulant! Als Märtyrer läßt sichs recht querfeldeinträglich leben. Zum Weltverbessern muß man aber erst ein Recht haben!
Schieber:
Geld haben!
Professor:
Recht haben! Dieser Lump war begabt. Er könnte heute sogar Professor sein. Aber er hat den wissenschaftlichen Ehrbegriff nicht besessen.
Mann:
Im Winkel eines Winkels der Kustode sein, Leuchtturm für den Schiffsverkehr auf einem Wassertropfen, jahrzehntelang an einem kleinen Knoten im Gürtelband des Lebens lösen, dieweil andre es sich samt den Kleidern ins Bett holen: welch Ausbund von menschlichem Ehrgeiz!
Professor:
Du warst nicht rein genug für die weltabgewandte Machtausübung des Geistes: Recht haben!
Richter:
(wie ein Glockenspiel einfallend:) Recht haben!
Schieber:
(in musikalischer Opposition:) Geld haben!
Diener:
(im Diskant:) Gespart! Gespart!
Mann:
Was Du auch? Dieb Du! Hast Du mir nicht das Geld aus den Taschen gestohlen?!
Diener:
Gespart! Gespart! Du hast es herumliegen lassen; ich habe mein Geschäft damit begonnen, habe es in die allgemeine Güterzirkulation fließen lassen, dem Volkswohlstand zugeführt! Meine Herren, ich rufe Sie zu Zeugen!
Mann:
Schuft! Schurke! Am hellen Tag gescharrt wie ein Maulwurf und den Mond für einen Goldgulden gehalten! Du Kreuzerotter, Du Hellerassel! Du Beutelratte, Du Goldfaßan, Du Geldmaus, Du – Blindwühle! (Lacht.)
Diener:
(entschuldigend:) Gespart!
Schieber:
(bekräftigend:) Geld haben!
Richter, Professor:
(brummend:) Recht haben!
Diener:
Gespart! Gespart!
General:
Geschnarrt! Geschnarrt!
Mann:
Du?
General:
Ich kommandiere.
Schieber:
(den General abwehrend:) Er hat kein Geld.
Professor, Richter:
(ebenso:) Er achtet nicht das Recht.
Mann:
(sanft:) Er ist mit mir in die Schule gegangen.
General:
(schnauzt ihn an:) Steh stramm! Steh habtacht! Ich bin die Macht.
Professor, Schieber, Richter:
Ich! Ich! Ich!
Mann:
Hieb und Stich: Ein ehrenvolles Begräbnis! Wo ist der Politiker?
Politiker:
L’état c’est moi.
Mann:
Sehr einfach! Und –: Dir ist das wahrhaftig zu gönnen!
General:
Sie alle kennen den Menschen nicht. Wenn er nicht immerzu gezwungen wird, sich zu waschen, Ordnung zu halten, mit Messer und Gabel zu essen, so läuft er gleich wieder auf allen Vieren.
Mann:
Zur Hälfte hast Du sicher recht, nämlich auf zweien. Aber Du hast überhaupt recht. Oh, nur einmal hätte ich die Macht haben sollen! Hört, hört:
Alle:
Wir haben keine Zeit.
Diener:
Geredet hast Du immer; und gearbeitet nie!
Schieber:
Handeln muß man!
Gerneral:
So ist es.
Diener:
Es ist Zeit, daß Leute wie Du verschwinden.
Alle:
So ist es.
Mann:
Ich werde länger leben als Ihr alle! Ich!!
Alle:
Es wird Zeit, daß Du umkommst!
Mann:
Ihr!
Alle:
Du! Du! Du!
Mann:
Ihr! Ihr! Ihr!
Der Wind:
(heult dazwischen vergnügt-schauerliche Huhu-Töne.)
Alle:
(wie ein immer mächtiger anschwellendes Glockenspiel. Ihre Haare stehen unter den Hüten zu Berge, sie zerren wie wütende Kettenhunde an ihren Bäumen und weisen mit den Fingern nach dem Mann, was der ebenso erwidert:) Er soll sich endlich niederlegen und sterben!
Mann:
(jauchzend:) Ich bin unsterblich!
(Er bricht zusammen. Das Bild erlischt.)
(Der Mann kauert zusammengebrochen am Fuß des Baums. Die Flocken kommen. Als Sprecher ein Jüngling und ein Mädchen. Phantastische Kostüme. Sie verbreiten Licht.)
Er Flocke:
Da hockt er, deck ihn zu.
Sie Flocke:
Mir graust, er stinkt nach Schnaps.
Er Flocke:
Mach, wir haben Befehl!
Sie Flocke:
Jedes Tier mag ich mehr. Sie machen so hübsche, saubere Figuren mit den Füßen.
Er Flocke:
Daß Du eine Eisnadel wirst! Der Meister hats befohlen.
Sie Flocke:
Daß Dich der Wind zaust; der Meister soll mich fangen!
Er Flocke:
Sei doch nett, tu’s schnell. Wir wollen dann zusammen zergehen. Bitte, liebe Flocke!
(Ballett.)
(Sturm und Kälte treten auf, ein zottliger Alter in der Tracht eines Maschinisten und eine häßliche alte Vettel.)
Sturm:
(setzt sich auf einen Schotterhaufen und zündet sich behaglich die Stummelpfeife an:) Gott sei dank, ausruhn … In allen Gliedern hat mich der Meister wieder gezwickt, damit ich recht heule und um mich haue.
Kälte:
Eigentlich bist Du ja gar kein Sturm, sondern nur ein Wind.
Sturm:
Natürlich. In einer zivilisierten Gegend stirbt doch überhaupt kein Mensch mehr auf der Landstraße. Außer durch ein Automobil. Aber manchmal hat der Meister gewaltsame Einfälle. Gott gedankt, daß es uns überhaupt gelungen ist, seinen Befehl auszuführen und dem zähen Kerl da das Lebenslicht auszublasen. Was Alte?
(Er klatscht aufmunternd in die Hände. Müdes Durcheinanderwirbeln des Balletts.)
Er Flocke:
Komm, Gleitflug!
Sie Flocke:
Ich mag nicht mehr.
Er Flocke:
Ach, Ihr müßt Kälte und Sturm machen, sonst zergehen wir ja.
Sturm:
Das tu ich viel lieber, so ein bißchen mit warmem Rauch spielen.
Kälte:
Ich will auch einmal ausruhn.
Sie Flocke:
Faultier! Ach, wie warm Du’s werden läßt, ich vergehe.
Kälte:
Die Menschen behaupten, das sei das Höchste, was man miteinander erleben kann.
Er Flocke:
Aber wir müssen doch einen Mann töten!
Sturm:
Ist schon geschehn.
(Alle begeben sich zu dem Hingesunkenen, den Schnee überwölbt hat. Die beiden Flocken schmelzen müdselig an seinem Grab zusammen. An den Bäumen ringsum werden alle Figuren des Spiels wieder sichtbar.)
Mutter:
(die Arme ausstreckend:) Mein Kind! Mein Kind!
Schieber:
Meine Herren, ich glaube Ihnen allen aus dem Herzen zu sprechen, wenn ich sage: Über einen Toten kein böses Wort weiter!
Mutter:
(einen Arm schmerzlich ausgestreckt, hebt die Hand des andren langsam vor die Augen.)
Alle:
(ihre Hüte feierlich vor der Brust:) Oh Gott, oh Gott, oh Gott, schon wieder einer tot!
(Vorhang.)
Die Schwärmer
Schauspiel in drei Aufzügen
[Sibyllen-Verlag, Dresden 1921]
Personen des Stücks
Thomas
Maria, seine Frau
Regine, ihre Schwester
Anselm
Josef, Regines Mann; Universitätsprofessor und hoher Beamter der Unterrichtsverwaltung
Stader, Inhaber des Detektivbureaus Newton, Galilei & Stader
Fräulein Mertens, cand. phil.
Ein Dienstmädchen
Das Stück spielt in einem Landhaus, das Thomas und Maria geerbt haben, in der Nähe einer Großstadt.
Alle Personen des Stücks sind im Alter zwischen achtundzwanzig und fünfunddreißig Jahren; nur Fräulein Mertens ist vielleicht etwas älter, und Josef ist über fünfzig.
Bis auf diese beiden sind auch alle Personen des Stücks schön, wie immer man sich das vorstellen möge.
Die Schönste von allen ist Maria, groß, dunkel, schwer; die Bewegungen ihres Körpers sind wie eine sehr langsam gespielte Melodie. Thomas dagegen ist fast klein, schlank und nur raubtierhaft sehnig; dem ähnlich, entgeht sein Gesicht unter einer herrlich starken Stirn fast der Aufmerksamkeit. Anselms Stirn ist hart, niedrig, breit wie ein fanatisch gespanntes Band; der sinnliche Teil seines Gesichts ist faszinierend. Er ist größer als Thomas. Regine ist dunkel, unbestimmbar; Knabe, Frau, Traumgaukelding, tückischer Zaubervogel.
Fräulein Mertens hat ein gutmütiges Gesicht, das an einen Schulranzen erinnert, und ein vom Horchen in den Sälen der Weisheit breit gewordenes Gesäß.
Josef ist lang, hager und besitzt einen großen kantigen Adamsapfel, der über einem zu niedrigen Kragen auf und ab steigt, außerdem einen flossenartigen, fahlbraunen Schnurrbart.
Stader war einmal ein hübscher Junge und ist jetzt ein tüchtiger Mensch.
Erster Aufzug
Die Szene stellt ein Ankleidezimmer dar, das durch eine große geschlossene Schiebetür mit dem anstoßenden Schlafzimmer verbunden ist. Eingangstür auf der entgegengesetzten Seite. Großes Fenster. Ebenerdig. Aussicht auf einen Park.
Diese Szene muß in der Wiedergabe ebensosehr Einbildung wie Wirklichkeit sein. Die Wände sind aus Leinen, Türen und Fenster sind darin ausgeschnitten, ihre Umrahmung gemalt; sie sind nicht starr, sondern unruhig und in engen Grenzen beweglich. Der Fußboden ist phantastisch gefärbt. Die Möbel gemahnen an Abstraktionen wie die Drahtmodelle von Kristallen; sie müssen zwar wirklich und benutzbar sein, aber wie durch jenen Kristallisationsvorgang entstanden, der zuweilen für einen Augenblick den Fluß der Eindrücke anhält und den einzelnen unvermittelt einsam ausscheidet. Oben übergeht der ganze Raum in den Sommerhimmel, in dem Wolken schwimmen. Es ist früh am Vormittag.
Regine sitzt, einen Brief in der Hand, auf einem ungeduldig herangezogenen Sessel an der Schlafzimmertür, leise mit den Fingerknöcheln daran trommelnd. Fräulein Mertens steht ratlos ihr zugewendet mehr in der Mitte des Zimmers.
Regine
Sie sind also wirklich nicht abergläubisch? Sie glauben nicht an geheime persönliche Kräfte?
Fräulein Mertens
Wie denken Sie sich das eigentlich?
Regine
Gar nicht. Als Kind und noch als Mädchen hatte ich eine häßliche Stimme, sobald ich nur laut sprach; aber ich wußte, daß ich eines Tages alle Leute durch einen wunderbaren Gesang überraschen würde.
Fräulein Mertens
Und haben Sie dieses Organ bekommen?
Regine
Nein.
Fräulein Mertens
Nun also.
Regine
Ich weiß nicht, was ich Ihnen antworten soll. Hatten Sie nie ein unerklärliches Gefühl von sich? So geheimnisvoll, daß man die Schuhe ausziehen muß und durch die Zimmer segeln wie eine Wolke? Früher kam ich oft hierher, als noch Mama nebenan schlief. (Sie zeigt auf das Schlafzimmer von Thomas und Maria)
Fräulein Mertens
Ja aber um Himmelswillen, wozu?
Regine (antwortet nur mit einer Schulterbewegung und klopft heftig an die Tür)
Thomas! Thomas! So komm doch schon! Der Brief von Josef ist da.
Thomas (von innen)
Gleich, Krählein; einen Augenblick. (Man hört aufschließen, er steckt den Kopf durch die Tür und gewahrt Fräulein Mertens) Also dann noch einen Augenblick; ich dachte, du seist allein. (Er schließt wieder die Türe)
Fräulein Mertens (geht herzlich auf Regine zu)
Sagen Sie mir, was wollen Sie eigentlich mit alldem beweisen?
Regine
Beweisen? Aber Liebe, wie könnte ich etwas beweisen? Das ist mir ganz gleichgültig.
Fräulein Mertens (mit sanfter Hartnäckigkeit)
Ich meine, wenn Sie sagen, daß Sie Ihren ersten Mann, der vor Jahren hier gestorben ist, zuweilen wiedersehen.
Regine
Dann sagen Sie mir, warum soll ich Johannes nicht sehn?
Fräulein Mertens (mit hartnäckiger Schonung)
Aber der ist doch gestorben?
Regine
Ja. So gewiß, als wir hier stehn. Amtlich bestätigt.
Fräulein Mertens
Also dann gibt es das nicht!
Regine
Ich will es Ihnen nicht erklären! Ich habe eben Kräfte, die Sie nicht haben. Warum nicht? Ich habe auch Fehler, die Sie nicht haben.
Fräulein Mertens
Ich habe das Gefühl: das alles sprechen Sie gegen Ihre Überzeugung.
Regine
Was meine Überzeugung ist, weiß ich nicht! Aber ich weiß, daß ich mein Leben lang alles gegen meine Überzeugung getan habe!
Fräulein Mertens
Sie meinen es nicht ernst. Man hört hier so viel von Kräften, die man nur hier hat! Das ist der Geist dieses Hauses: Auflehnung gegen das, was sonst aller Welt genügt.
(Thomas ist eingetreten. Noch nicht fertig bekleidet; was er angelegt hat, so, wie es einem schönen Sommermorgen entspricht. Er nimmt allerhand morgendliche Hantierungen auf, da ihm augenblicklich keine Aufmerksamkeit geschenkt wird)
Regine
Oh, ich werde Ihnen etwas sagen: Jeder Mensch kommt auf die Welt mit Kräften für die unerhörtesten Erlebnisse. Die Gesetze binden ihn nicht. Aber dann läßt ihn das Leben immer zwischen zwei Möglichkeiten wählen, und immer fühlt er: eine ist nicht darunter; immer eine, die unerfundene dritte Möglichkeit. Und man tut alles, was man will, und hat nie getan, was man gewollt hat. Schließlich wird man talentlos.
Fräulein Mertens
Darf ich noch einmal den Brief sehn? Es ist ja doch sicher nur dieser Brief.
Regine (gibt ihr ihn; währenddessen zu Thomas)
Josef wird – hierherkommen.
Fräulein Mertens
Was sagen Sie?! Wirklich?
Regine
Bei Josef ist alles wirklich.
Thomas (sehr – aber anscheinend nicht unangenehm – erstaunt)
Wann?
Regine
Heute.
Thomas (sieht nach der Uhr)
Dann ist er womöglich noch vor Mittag hier? (Atmet tief auf) Das – geht rasch.
Fräulein Mertens
Ich bin überzeugt, Exzellenz Josef verlangt nichts als Offenheit und ein wenig Entgegenkommen. Sie werden in ruhiger, (mit einer fühlbaren Spitze gegen Thomas) ihn nicht verletzender Aussprache Ihr Verlangen nach Scheidung begründen. Und wenn der letzte Rest von Unaufrichtigkeit diesem Mann gegenüber gefallen ist – den Sie in Wahrheit nie als Ihren Mann betrachtet haben – wird aller Spuk von selbst von Ihren Nerven weichen. Sie waren eine Heilige! Sie brauchen doch nicht die Erfindung, daß Sie Ihren Mann mit einem Toten betrogen haben! (Sie stürzt sich mit Energie in den Brief. Thomas und Regine treten etwas beiseite)
Thomas
Ihr habt wieder von Johannes gesprochen?!
Regine
Sie glaubt, daß ich lüge.
Thomas
Sie versteht es nicht, sie nimmt es wirklich.
Regine
Es ist auch wirklich!
Thomas (legt ihr den Arm um die Schulter und tippt ihr an die Stirn)
Krählein, Krählein! Kleines, nasebohrendes Träumelinchen, das schon als Kind so beleidigt war, wenn es gelogen hatte oder Zucker gestohlen und von Mama Strafe bekam.
Regine
Es ist beinahe wirklich. Es ist wahrscheinlich viel wirklicher als –
Thomas (läßt sie nicht ausreden)
Du hast unrecht: das ist das Ganze! Du hast Unrecht; und es ist ja gleich, ob man es tut oder leidet. (Er hat sich vor sie gesetzt und hält brüderlich unbedacht ihre Knie umschlungen) Ich habe jetzt auch immer unrecht. Aber je mehr man das fühlt, desto mehr übertreibt man. Man zieht sich die eigene Haut wie eine dunkle Kapuze mit ein paar Augen- und Atemöffnungen immer fester über den Kopf. Wir dürften jetzt die Geschwister sein, Regine.
Regine (halb abwehrend)
Wahrhaftig, fühllos wie ein Bruder bist du immer gewesen, mochte mit mir geschehn, was wollte.
Thomas
Ferngefühle, Regine; wie deine.
Regine (macht sich los)
Das gefällt mir; (mißmutig) aber was heißt es?
Thomas (ihr nach, eindringlich)
Nicht so prompt greifbar wie bei Anselm! Über den ganzen Umkreis verzweigt wie Wetterleuchten! Lieber scheinbar gefühllos. (Er bemerkt, daß Fräulein Mertens nach beendetem Lesen sich mitteilen möchte. Zu ihr) Nun, was schreibt Josef? Ist Seine Exzellenz, der Beherrscher der Wissenschaft und ihrer Diener, auf uns sehr böse?
Regine
Er droht, daß er dich um Stellung und Zukunft bringen wird, wenn du uns nicht aus dem Haus weist.
Fräulein Mertens
Exzellenz Josef hat kein Recht dazu! Niemand kann etwas dagegen einwenden, daß Doktor Anselm Sie in das Haus Ihrer Frau Schwester und seines Freundes geleitet hat, wo Sie gemeinsam ihre Kindheit verlebten. Er hat nur ein Recht auf Wahrheit. Wohlan, Sie werden ihm mit Wahrheit gegenübertreten; daß Sie die persönliche Überzeugung haben, nach der Scheidung Doktor Anselm zu heiraten, (wieder mit einer fühlbaren Spitze gegen Thomas) braucht man ihm ja wahrhaftig nicht zu sagen.
Regine
Josef läßt sich nicht umstimmen wie ein Klavier.
Fräulein Mertens
Die lange pflichttreue Entsagung, die Gerechtigkeit, die Liebe, alle humanen Empfindungen sind auf Ihrer Seite. Er ist ein Mensch. Vertrauen Sie dem, was zwischen allen Menschen gilt, und Sie werden es nicht vergeblich getan haben! Ich muß allerdings fürchten, daß das Herrn Doktor gewöhnlich klingt.
Thomas (scheinheilig)
Im Gegenteil, ich pflichte Ihnen bei. Wenn wir gleich so gehandelt hätten, hätten wir alles vermeiden können.
Fräulein Mertens (warm aus sich heraustretend)
Aber warum haben Sie so nicht immer gedacht??! Warum haben Sie dann jenen Brief geschrieben, in dem Sie sich darüber bloß lustig machten und Exzellenz Josef reizten, was ersichtlich die Ursache dieser Antwort ist?!
Thomas
Weil ich ein Idealist war.
Fräulein Mertens
Verzeihen Sie, Herr Doktor, ich wage nicht zu bezweifeln, daß Sie ein Idealist sind – ein Gelehrter mit Ihrer Leistung muß es sein. Aber jeder Mensch ist gut und für edle Empfindungen zu gewinnen, auch Exzellenz Josef, und ich habe mir vorgestellt, ein Idealist müßte das tun, müßte es zu tun versuchen; ich habe mir unter –, ich habe mir einen Idealisten vorgestellt – – mit einem Wort: mit Idealen!
Thomas (sie auslachend)
Aber liebes Fräulein Mertens, Ideale sind die ärgsten Feinde des Idealismus! Ideale sind toter Idealismus. Verwesungsrückstände – –
Fräulein Mertens
Oh, oh! Jetzt brauche ich nichts mehr zu hören; ich sehe, Sie machen sich doch wieder auch über mich nur lustig! (Sie hat schon vorher an der Tür gepocht und auf die Antwort gehorcht. Jetzt mit gekränkt beherrschter Miene ab)
Thomas (er ist mit einem Schlag verändert)
Du bist der einzige Mensch hier, mit dem ich sprechen kann, ohne daß er es mir mißdeutet: Sag’ mir, was ist zwischen dir und Anselm nicht in Ordnung?
Regine (widerspenstig)
Warum nicht in Ordnung?
Thomas
Ihr wißt beide, daß mit euch etwas nicht in Ordnung ist. Hast du kein Vertrauen mehr zu mir?
Regine
Nein.
Thomas
Recht hast du! … Wir glaubten einmal neue Menschen zu sein! Und was ist daraus geworden?! (Er packt sie an den Schultern und schüttelt sie) Regine! Wie lächerlich, was ist daraus geworden?!
Regine
Ich habe keine Weltordnungspläne gemacht. Das wart ihr!
Thomas
Ja, gut. Anselm und Johannes und ich. (Von der Erinnerung noch immer bewegt) Es gab nichts, das wir ohne Vorbehalt hätten gelten lassen; kein Gefühl, kein Gesetz, keine Größe. Alles war wieder allem verwandt und darein verwandelbar; Abgründe zwischen Gegensätzen warfen wir zu und zwischen Verwachsenem rissen wir sie auf. Das Menschliche lag in seiner ganzen, ungeheuren, unausgenützten, ewigen Erschaffungsmöglichkeit in uns!
Regine
Ich habe immer gewußt, es wird schon irgendwie falsch sein, was man denkt.
Thomas
Ja, gut. Die Gedanken, welche schlaflos vor Glück machen, die dich treiben, daß du tagelang vor dem Wind läufst wie ein Boot, müssen immer etwas falsch sein.
Regine
Ich habe währenddessen Gott gebeten um etwas ganz besonders Schönes für mich allein, das ihr euch gar nicht ausdenken könnt!
Thomas
Und was ist daraus geworden?
Regine
Was willst du sagen! Du hast alles erreicht, was du gewollt hast!
Thomas
Hast du keine Ahnung, wie leicht das geht? Erst etwas langsam, aber dann: der beschleunigte Fall nach aufwärts! Auf der schiefen Ebene geht es ebenso leicht hinauf wie hinunter. – In einem halben Jahr bin ich Ordinarius, wenn ich mich mit Josef nicht rechtzeitig überwerfe. Ich habe in meinem ganzen Leben nichts so Beschämendes kennen gelernt wie den Erfolg. Nun kurz: Was steckt hinter Johannes?!
Regine
Ihr alle könnt sprechen und euch damit helfen. Ich will nicht. Bei mir ist etwas nur so lange wahr, als ich schweige.
Thomas
Man weiß nicht einmal, ist es schon Hochzeits- oder erst Verlobungsreise, und ihr lädt euch einen Toten dazu ein!
Regine
Ich will nicht über Johannes sprechen!!
Thomas
Aber du hast ihn doch niemals so – über alle Grenzen gemocht!? Und heute? Heute ist er selbst zum Ideal vorgerückt! – Anselm verbindet eine bestimmte Absicht mit dieser Geschichte: Welche?!
Regine
Anselm verbindet mit allem, was er tut, eine bestimmte Absicht.
Thomas
Nicht wahr?! Anfangs war es nicht so? Aber jetzt, wenn Maria zuhört, wird er einfach unerträglich. Alles, was er dann treibt, ist irgendein seelischer Betrug!?
Regine (ruhig)
Ja, das ist es.
Thomas (sieht sie fassungslos an. Dann erzwungen trocken)
Gut. Aber welchen Sinn hat das?
Regine
Du wirst sogar sehn, er zieht sich zurück, wenn Josef da ist. Er wird darauf beharren, daß wir nur bei euch sind, weil Johannes hier starb.
Thomas
Wir werden ja sehn, ob er es so auf die Spitze treibt.
Regine
Er hat niemals gewollt, daß es soweit kommt.
Thomas
Aber was hätte er denn wollen!?
Regine (mit einem Unterton von Verachtung, den Thomas nicht bemerkt)
Ich habe ihn ja verführt!
Thomas
Du ihn!? Du bist doch, weiß Gott, nie einem Menschen nachgerannt! Du hast doch Josef genommen, wie man den Schleier nimmt!
Regine
Er war ergriffen über alles Maß, als wir uns so wiedergefunden hatten.
Thomas (hastiger, als er will)
War es ihm schlecht gegangen?
Regine
Es wird ihm immer schlechter gehn. Wenn er an einen Menschen nicht herankann, so ist er wie ein Kind, das die Mutter verloren hat.
Thomas
Ja, ja, ja …: Brudergefühle für alle Welt. Aller Welt Liebkind. Das ist ja doch auch, was er Maria vormacht.
Regine (es liegt etwas leidenschaftlich Warnendes darin, das sie selbst nicht will)
Er wird von dem andren Menschen befallen wie von einer Krankheit! Er verliert völlig die Herrschaft über sich an ihn; er muß sofort einen Widerstand dazwischen aufrichten!
Thomas
Was – Widerstand?
Regine
Das verstehst du nicht. Ich kann es nicht sagen. Einen Widerstand. Ein häßliches Gefühl. Das Ausholen zu etwas Bösem.
Thomas
Du behauptest wenigstens von dem Unsinnigen ganz einfach: es ist; so warst du immer; je mehr du gefühlt hast, daß man dir nicht glauben kann, desto wahrer ist es für dich gewesen. Aber er sagt gar nicht: es ist; nur (eine empfindsame Ausdrucksweise nachäffend): Es könnte ja sein … Für ein Übermaß von Gefühl. Er läßt ungewöhnliche Erlebnisse: durchblicken. Er umgibt sich und sein Leben mit Geheimnis. Regine: Hat er etwas zu verheimlichen?
Regine (kommt nahe zu ihm; eindringlich)
Er wird zusammenbrechen und etwas Verzweifeltes tun, wenn du ihn störst! Wenn du ihn auch nur zum geringsten zwingst, das nicht zu der Haltung paßt, die er Maria vormacht!
Thomas
Aber du glaubst doch nicht, daß das echt ist?!
Regine
Natürlich ist es falsch.
Thomas
Also? … So sprich doch!
Regine
Aber doch ist es echt. (In einem Ausbruch von Verzweiflung) Hast du denn niemals falsch singen hören mit echtem Gefühl?! Warum soll nicht jemand mit falschen Gefühlen echt fühlen?! Bau’ nicht darauf, daß er sich das dir zum Trotz nur einredet! Glaub’ nur, daß man sich für ein Gefühl töten kann, das man nicht ernst nimmt!! Man nimmt doch auch etwas nicht ernst und lebt es; wie wir alle.
Thomas (eigensinnig)
Wir werden ja sehn, was daran ist, wenn Josef kommt. (Dann verändert) Aber Regine, trotz allem: ich werde immer glauben, daß wir einander alle so nahe sind wie die zwei Seiten eines Kartenblatts.
Regine (leidenschaftlich, in einem Gemisch von Angst, Spott und Warnung )
Opfre dich nicht! Treib uns fort! Du bist viel zu stark, um Schwache zu verstehn. Du bist zu – hell, um Unehrliche zu durchschaun.
Thomas
Und er? Aber er ja auch! Regine, er kann ja nicht lügen! Er kann nur –
(Maria und Fräulein Mertens treten ein und warten, Maria den Brief in der Hand)
in einer … mehr entwickelten Weise wahr sein. Von irgendwo an hätte in ihm wie in jedem geistigen Wesen Wahrhaftigkeit nicht mehr die Lüge zum Gegensatz, sondern die Armut!
Regine (verhärtet)
Ja, vielleicht hast du recht; man soll es lassen, wie er will.
Maria (sanft und langsam)
Ich meine, wir müssen doch daran denken, einige Vorbereitungen zu treffen wegen Josef.
Thomas (aus seinen Gedanken gerissen, dann mit etwas Spott in der Stimme)
Ja natürlich, Josef, wir müssen Vorkehrungen treffen.
Maria
Er kann jeden Augenblick hier sein. Hast du denn seinen Brief nicht gelesen?
Thomas
Nein; ich habe vergessen. (Er wendet sich zu Regine)
Maria
Ich habe ihn ja. Er schreibt, daß er kommt, um mit dir zu sprechen. Daß du Anselm und Regine gemeinsam beherbergst, nennt er Beschützung einer Entführung und eines Ehebruchs –
Fräulein Mertens (zu Maria)
Nein, von Ehebruch soll nicht die Rede sein, ich bin Zeuge.
Maria
– Und wenn du der unklaren Situation in deinem Hause kein Ende bereitest, so wird er die Konsequenzen daraus ziehn.
Fräulein Mertens
Ich bin Zeuge, daß etwas – so Primitives bei einer Frau, deren Gewissen schon verlangt, einem Toten die Treue zu wahren, und bei einem Mann, der sich mit so unsagbarem Zartgefühl einer Leidenden annimmt, gar nicht in Betracht kommt.
Maria
Ja, ja; aber Thomas hat ihm nun einmal diese Waffe förmlich in die Hand gedrückt. (Zu Thomas) Er glaubt, daß du bei persönlicher Aussprache als ein Mann ruhiger Überlegung, wie er sagt, einsehen wirst –
Thomas
Gehn wir zum Beispiel doch einfach alle weg; machen wir einen Ausflug.
Maria
Aber abends müßten wir dann doch wieder zurück sein und er würde warten.
Regine
Kann er dir wirklich schaden?
Thomas
Das kann er natürlich.
Regine (mit der Befriedigung, die man über die Vollendung auch von etwas Unangenehmen hat)
Dann tut er es; darfst ihn nicht unterschätzen. Solange die Sache außen zusammenhielt, hat er alle Launen, allen Abscheu, Szenen wie ein Lamm ertragen. Er hatte wohl von Glück immer die Vorstellung, daß es eine Anstrengung sei. Und wenn es sich strapaziös erweist – gut; das kann schon so sein, das versteht er nicht; im Gegenteil, das ist ein gewisser Ernst. Aber gegen das geringste öffentliche Ärgernis wird er sich verzweifelt wehren!
Maria
Er nennt sie jetzt schon eine Potiphar.
Fräulein Mertens
Eine Märtyrerin der feineren Organisation!
Regine
Aber auch von Anselm behauptet er –
Maria
Da widerspricht er sich aber selbst, denn gleichzeitig argwöhnt er doch, nicht wahr, Ehebruch?
Regine
Von Anselm behauptet er, daß er ein gezwungenermaßen keuscher – (sie reißt Maria den Brief weg)
Thomas
Aoh?
Maria
Regine, du bist unzart!
Regine
Aber das sind ja doch seine Worte! Daß er ein gezwungenermaßen keuscher Lüstling sei.
Thomas
Aber das ist ja interessant. (Er nimmt Regine den Brief aus der Hand) Warum sagt ihr das nicht gleich?
Maria
Lüstern steht nicht in dem Brief; er sagt nur, daß sie sich gegenseitig verführt haben und verwirrt.
Regine
Und ein Schwindler!
Thomas
Ein Schwindler? … (Er sucht die Stelle)
Regine
Auf der dritten Seite.
Thomas
Ein liebeunfähiger Schwindler. Ein Vampir. Abenteurer. Was bringt ihn auf diese Ideen?
Regine (zuckt koboldig die Achseln)
… Nichts …
Maria
Man darf es ihm vielleicht nicht so übelnehmen. Gewiß erniedrigt ihn Eifersucht und er verleumdet, weil er fühlt, wie sehr ihm Anselm überlegen ist.
Thomas
Ja, aber das ist fast visionär …! Schließlich ist Anselm bald Mitte Dreißig, und was hat er geleistet?
Maria
Ich denke, er war doch Privatdozent wie du.
Thomas
Ein Jahr lang und vor acht Jahren! Dann hat er die Dozentur niedergelegt und war verschollen. Und merkwürdigerweise hat eine gewisse scheinbare Wahrscheinlichkeit, was Josef schreibt. (Er sucht boshaft noch einmal die Stellen in dem Brief) Er hat sich unter der Maske einer Durchschnittsgesinnung bei Josef eingeführt; als teilnehmender Freund; mit Sympathiegefühlen für alle Welt; als bescheidener Idealist … Wir wissen aber doch, wie er früher war: Was ist Anselm nun in Wahrheit geworden?
Maria
Du bist taktlos!
Thomas
Aber Fräulein Mertens verehrt Anselm doch so, daß sie das gar nicht hört.
Maria
Er ist ein bedeutender Mensch!
Thomas (anzüglich)
O gewiß. Wahrscheinlich. Er hat Ideen! Natürlich. Aber – hat er Ideen? Wirkliche? Nicht nur so wie heute jeder Zweite? Das läßt sich gar nicht so leicht entscheiden. (Nachdenken parodierend) Hat er große Gefühle? Aber eine Leidenschaft, mag sie sein, wie sie will, wird so groß, wie es der Mensch ist, dessen sie sich bemächtigt.
Fräulein Mertens
Er hätte sich beinahe getötet, als das Gelingen der Abreise bedroht zu sein schien!
Thomas
In der Tat? Hätte sich? Und beinahe? Es kommt eben auf die Verwandlungsfähigkeit des Gefühls an; ein abgerissener Strick war die Nabelschnur vieler großen Werke und nur ein dummer Mensch hängt sich einfach wirklich auf.
Regine
Aber ein Schwindler?
Thomas
Gerade darin ist es ja visionär; auch ein Schwindler hängt sich nur beinahe auf; den ersten Schritt haben großer Mensch und Schwindler eben gemeinsam.
Fräulein Mertens
Oh, ich fürchte sehr, daß Sie mit solchen Reflexionen nur Ihrer Eingenommenheit gegen Doktor Anselm Ausdruck geben.
Thomas
Sie irren, Fräulein Mertens; schlecht wie ich bin, habe ich nie im Leben einen Freund zu haben verdient – und das war Anselm.
Maria (abschließend)
Anselm ist gewiß auch ein bedeutender Mensch; man muß wirklich nicht gleich so unnötige Vergleiche wählen. Du hast damit schon in deinem Brief alles heraufbeschworen.
Fräulein Mertens
Exzellenz Josef beruft sich nun auf Ihre eigenen Worte!
Maria
Und hast ihm eingegeben, daß sie vor ihm geflohen sind.
Thomas
Unbestimmte Menschen vor dem bestimmten!
Maria
Gut, Thomas, ich will nicht rechten; aber längstens in drei Stunden ist Josef da und verlangt eine Entscheidung. Was soll geschehn?
Thomas
Nichts.
Maria
Nichts?
Fräulein Mertens (gleichzeitig)
Nichts!
Thomas
Es wird sich schon zeigen. Anselm und Regine bleiben natürlich.
Maria
Also wirst du mit Josef sprechen? Denn Anselm weigert sich, es zu tun.
Thomas (betroffen)
Anselm weigert sich …? (fast schreiend) Er weigert sich! (Er sieht Regine an, die sich mit Fräulein Mertens zu gehen anschickt)
Regine (spöttisch)
Er hat Widerstände!
Maria (im Begriff, sich wieder ins Schlafzimmer zurückzuziehn)