Kitabı oku: «Robert Musil: Gesammelte Werke», sayfa 51
Weil du diesen Brief geschrieben hast.
Thomas
So werde ich Josef mit einem Fest empfangen!
Maria, Fräulein Mertens, Regine (noch einmal festgehalten)
Mit einem Fest? ..?!..?
Thomas (grimmig)
Mit einem Fest, zum Teufel, das ihn erst recht in die Laune bringen soll. Was es an leer gewordenen Kokons gibt, aus denen je der Schmetterling der menschlichen Verzückung emporgetaumelt ist, hänge ich rings um ihn auf! Negertanztrommeln, Gefäße für den göttlichen Urinrausch, Federtalare, in denen das Männchen vor dem Weibchen tanzt!
Maria (in der Tür)
Aber der Mann ist ja wütend. Er ist sicher entschlossen, dich fallen zu lassen, wenn du dich weiter unklug aufführst!
(Ab. Thomas sieht hinter Regine drein, macht einige Schritte ihr nach; da sie aber langsam, ohne es zu bemerken, mit Fräulein Mertens dem Ausgang zuschreitet, kehrt er um und folgt unwillig Maria)
Fräulein Mertens (an der Tür stehen bleibend)
Sie sind im Recht, Sie dürfen sich durch nichts ins Unrecht setzen lassen. Verhindern Sie dieses Fest!
Regine
Thomas ist nicht zu hindern, wenn er sich etwas in den Kopf setzt.
Fräulein Mertens
Dann lassen Sie uns weiter fliehn!
Regine
Thomas hat seine ganze Existenz für Anselm eingesetzt.
Fräulein Mertens
Und ist dieser wunderbare Mensch nicht viel mehr wert?! Aber Doktor Thomas wird Ihre Sache verderben. Ich beschwöre Sie, entziehen Sie sich seinem Einfluß; reisen wir mit Anselm weiter!
Regine
Anselm will nicht abreisen.
Fräulein Mertens
Ich verstehe; ein Ehrenmann; will nicht fliehn. So wird er selbst mit Exzellenz Josef sprechen; er hat ja in so bezauberndem Maße die Gabe der Rede.
Regine
Wozu? Es ist ja ausgeschlossen, daß ich Anselm heirate.
Fräulein Mertens
Aber wie mutlos! Merken Sie denn nicht, daß Doktor Anselm sich bloß deshalb geweigert hat, mit Exzellenz Josef zu sprechen, weil er durch Ihren Vetter Thomas verletzt ist? Doktor Thomas durchkältet alles mit seinen theoretischen Überlegungen.
Regine (geheimnisvoll)
Aber Liebe, merken Sie denn nichts? Merken Sie denn gar nichts?
Fräulein Mertens
Was sollte ich merken?
Regine
St! Leise! (Sie beugt sich vorsichtig aus dem Fenster, um nachzusehn, ob Anselm nicht horcht) Oh, man ist nie sicher vor ihm …: Merken Sie denn nicht, daß Anselm Maria liebt?
Fräulein Mertens
Aber das ist ja Verbrechen, was Sie sagen! Ihre Frau Schwester! Die Frau seines einzigen Freundes! Nein, nein, (faßt sie am Arm) Regine! Ach, diese dummen, dummen Einbildungen, so klug Sie sonst sind!
Regine
Aber warum nicht? Was wäre dabei?
Fräulein Mertens
Was wäre dabei?! Sprechen Sie nicht so abscheulich!
Regine
Sie überschätzen das rasend. Vor ihm steht ein neuer Mensch: er ist neugierig; vielleicht … ergriffen. Aber was sage ich ein neuer Mensch? Zufällig hat nicht er, sondern Thomas Maria geheiratet.
Fräulein Mertens (die Entrüstung fallen lassend)
Ich dachte, fast zufällig hätten Sie damals Johannes und nicht ihn geheiratet?
Regine
Oder nicht Thomas, das war bei uns fast alles eins. Nun sieht er in seinem eigenen Anzug, den er weggegeben hat, einen andren Menschen gehn: das ist geheimnisvoll. Das ist doch überhaupt nicht so eine dumme Geschichte, die mit einem Weib anfängt, sondern das fängt bei ihm irgendwo an und tobt sich nur bei einer Frau aus! – Ja! Doch! – Liebe ist gar nie Liebe! Ein körperlich Antreffen von Phantasien ist es! Ein Phantastischwerden von (wie ihre Augen, nach einem Vergleich suchend, wandern) Stühlen … Vorhängen … Bäumen … Mit einem Menschen als Mittelpunkt!
Fräulein Mertens
Oh, kommen Sie, kommen Sie! Um Doktor Thomas herrscht eine Atmosphäre, die Ihnen schlecht tut. Wir wollen vor dem Frühstück noch ein wenig ins Freie. (Sie zieht die unlustig Widerstrebende mit sich. In der Nähe der Ausgangstür – das Gespräch hatte sie wieder ins Zimmer zurückgeführt – noch einmal stehenbleibend) Und Frau Maria?
Regine
Meine Schwester ist eine dicke dumme Katze, die einen Buckel macht, wenn man sie kraut.
(Ab. In der Tür lassen sie ein Hausmädchen an sich vorbei, das ein Frühstücksbrett abstellt, an der Schlafzimmertür pocht und wieder das Zimmer verläßt, während Thomas und Maria eintreten)
Thomas (am Fenster tief Atem schöpfend)
Ich wachte auf, wollte mit dir sprechen, machte Licht: da lagst du mit offenem Mund, weggesunken …
Maria
Du bist abscheulich; warum hast du mich nicht geweckt?
(Beide beginnen ihre Toilette zu vollenden)
Thomas
Ja, warum? Weil ich mich beinahe aufgekniet hätte wie ein Einsiedler! So häßlich und stumm lag dein großer Körper da. Er rührte mich so.
Maria
Ich darf nicht einmal mehr ruhig schlafen.
Thomas
Wenn man nie allein ist –
Maria
Und jahrelang verheiratet ist; ja, ja ja! Ich halte das wirklich nicht mehr aus!
Thomas
Wenn man solang verheiratet ist und immer auf vier Füßen geht und immer Doppelatemzüge macht und jede Gedankenstrecke zweimal geht und die Zeit zwischen den Hauptsachen doppelt voll mit Nebensachen geräumt ist: Da sehnt man sich natürlich manchmal wie ein Pfeil nach einem ganz luftdünnen Raum. Und fährt auf in der Nacht, erschreckt von den eignen Atemzügen, die eben noch so gleichmäßig dahingegangen waren ohne einen selbst. Aber hebt sich nicht los. Kniet sich nicht einmal wirklich auf. Sondern reibt ein Zündholz an. Und da liegt noch so einer in Fleisch gewickelt. Das erst ist Liebe.
Maria (hält sich die Ohren zu)
Ich kann das nicht mehr hören.
Thomas
Empfindest du denn niemals Haß gegen mich?
Maria (läßt sofort die Hände wieder sinken)
Ich? Haß?
Thomas
Ja, geradezu Haß. Ich würde glauben, heute morgen. Du gingst bloßfüßig mit deinem ganzen Gewicht und ich stand da, klein und schmerzend in der Öffnung des Raums und meine Bartstoppeln ragten scharfbrüchig in die Passage. Hast du mich da nicht gehaßt wie ein Messer, das dir immerzu im Weg liegt?
Maria (schmerzlich ruhig und überzeugt)
Das ist das Ende der Liebe.
Thomas (jubelnd)
Nein! Der wahre Anfang! So versteh doch: Liebe ist das einzige, was es zwischen Mann und Frau überhaupt nicht gibt! Als einen eigenen Zustand. Das wirkliche Erlebnis ist einfach: ein Erwachen. (Lebhaft) Ich habe dich neben mir aufwachsen gesehn; brüderlich, aber natürlich nicht ganz mit der Teilnahme wie für mich selbst. Dann habe ich dich, verzeih den Ausdruck, (er deutet mit einer spöttischen Gebärde ihre Hoheit an) immer weiter wachsen gesehn. Über mich hinaus. Und einmal passiertest du den Augenblick, da erschienst du mir so übergroß und unermeßlich wie die Welt. Das war der Blitzschlag, der Rausch. Alles, was mich umspannte, Wolken, Menschen, Pläne, war noch einmal von dir umspannt, so wie man den Herzschlag des Kindes unter dem der Mutter hört. Das Wunder der Öffnung und Vereinigung hatte sich vollzogen. (Abschwächend) Oder wie immer diese Terminologie es ausdrückt.
Maria
Und heute ist es, wie wenn wir im Rinnstein geträumt hätten.
Thomas
Wenn du willst, ja. Wir erwachen noch einmal und liegen im Rinnstein. Fettmassen, Skelette; eingenäht in einen gefühlsundurchlässigen Ledersack von Haut. Die Ekstase verraucht. Aber es wird das sein, was wir daraus machen. Die wahre menschliche Herbheit liegt erst darin, alles andre ist ja doch eine verkleinernde Übertreibung.
Maria
Ich wollte nichts als deinen Erfolg. Wenn du, müde von zuviel Arbeit, erst um zwei Uhr, drei Uhr morgens ins Schlafzimmer kamst, mürrisch wie ein Kind, verstand ich dich. Was du getan hast, wußte ich nicht, aber es war mein Glück, mein Wert als Mensch; ich konnte sicher sein, dieses Unbekannte war ich. Aber jetzt ist es anders. Du hast dich losgemacht von mir.
Thomas
Weil ich nicht sehen kann, wie du in die Honigfalle kriechst!
Maria
Wie du sprichst!
Thomas
Er umschmeichelt dich. Weil er eitel ist und sich nicht versagen kann, von dir dankbar bewundert zu werden.
Maria
Seine Übertreibungen sind mir oft geradezu unheimlich.
Thomas
Aber du läßt dich von diesem widrig süßen Zeug beeinflussen.
Maria
Ich bin keine solche Gans, die immer nur »Liebe«, »Liebe« schnattert! Aber glaubst du nicht, daß auch ich manchmal das Gefühl habe, man sollte Besseres mit sich anfangen als dieses eingelebte Leben?!
Thomas
Seit Anselm hier ist. Er hindert dich, mich zu verstehn.
Maria (sich zusammennehmend, geht zu ihm)
Aber du, du selbst hast von ihm geschwärmt, bevor er kam; und noch, als er da war! Du hast gesagt, er hat, was uns fehlt!
Thomas
Und was ist das?
Maria
Frag doch nicht; mir hat nichts gefehlt. Aber jetzt, nur weil dir etwas durch den Kopf gefahren ist, willst du ihn durchaus wieder schlecht machen; rein als Kraftprobe, so bist du eben.
Thomas
Sag’ es nur, wie ich bin.
Maria
Ohne lebendige Anteilnahme an einem andren bist du. All das kommt dir gar nicht aus dem Herzen – das ist das Entmutigende!
Thomas
Sondern aus dem Kopf?
Maria (aufgeregt)
Aber ich kann dieses ewige »tätig sein« und Spielen mit der ganzen Existenz wirklich nicht mehr aushalten! Ist denn nichts wert, anerkannt und in Ruhe gelassen zu werden?!
Thomas
Da wiederholst du eben nur – Aber ich kann dir jetzt nicht antworten, Seine Heiligkeit ist da!
(Anselm, bis zur Brust sichtbar, ist in der Fensteröffnung aufgetaucht)
Anselm
Wie haben Sie heute geschlafen?
Maria (unfreundlich)
Wie zeremoniös Sie fragen!
Anselm
Sie müssen wie die Erde selbst schlafen.
Maria
So fest oder immer nur auf einem Auge, meinen Sie?
Anselm
Ich denke mir, daß ein Kranz grüner Berge um Sie wächst, wenn Sie ruhig liegen.
(Es entsteht eine kleine Verlegenheitspause)
Maria
Thomas hat mich gestört, er war schrecklich unruhig heute. (Sie wird verlegen) Nein – das heißt – – nun warum soll man so etwas denn schließlich nicht sagen?!
Anselm (ironisch)
Aber natürlich, warum nicht …? Was ist, soll man sagen!
Thomas
Und was denkst du wegen Josef?
Maria
Regine wird ihm doch noch gar nicht den Brief gezeigt haben.
Anselm
Nein. Ich habe Regine noch nicht gesprochen.
Thomas
Sie kann nicht weit sein. Es hat sie sehr aufgeregt.
Maria (da Anselm zögernd Miene macht, sich zurückzuziehen)
Nein, da. Ich habe ja den Brief. Erst müssen Sie natürlich lesen. (Sie gibt Anselm den Brief. Thomas bleibt bei offener Tür eine Weile im Schlafzimmer. Anselm hört sofort auf zu lesen und starrt Maria an)
Maria
So lesen Sie doch.
(Anselm klettert durchs Fenster ins Zimmer)
Anselm
Haben Sie nie geträumt, daß ein Mensch, den Sie zärtlich bis ins Letzte kannten, Ihnen im Traum als fremder andrer entgegentrat, bis in die kleinste Gebärde marternd vermengt aus Verlangen und Besitz?
Maria
Was dann geschieht, ist unruhig wie ein Haufen Laub, unter dem etwas versteckt ist, das in jedem Augenblick aufspringen kann?
Anselm
Nun gut, Maria; ich war früher Ihr Freund, als Sie das Mädchen Maria waren, und nun leben Sie unter dem Namen Thomas’ und ich kann nicht aufspringen.
Maria
Aber Sie betrachten sich ja fortwährend im Spiegel dabei!
Anselm (ertappt)
Glauben Sie denn, daß ich mich sehe? Gott ja, so einen Fleck im Spiegel. Augen sind Hände, die man lebenslang nicht wäscht; so behalten sie die schmutzige Gewohnheit, alles anzurühren. Das kann man nicht hindern. Manchmal möchte ich sie mir ausglühen, damit sie, von allen Berührungen gereinigt, nur noch Ihr Bild bewahren.
Maria
Gott, Gott, Gott, Anselm!
Anselm
Ja, das finden Sie lächerlich; weil Sie es für eine Übertreibung halten, die der gute geistige Geschmack meidet. Auch so ein anmaßender Wächter. Wie blaß würde dieser durchgeistigte Geschmack, wenn die Augen plötzlich wirklich am glühenden Stahl naß aufzischen würden? Und triefend austropfen?!
Maria
Pfui! Wühlen Sie sich nicht wieder in diese ekelhaften Bilder hinein!
Anselm (heftig)
Unerbittlich würde ich ein Messer auch Ihnen im Herz umdrehn! Wenn ich Sie von der Schwelle nur noch einmal zurückholen könnte. Wo die Frauen ihr Korsett ablegen müssen. Die erborgte »Haltung«. Die Tragtierverständigkeit, auf die sie alles nehmen, Kinder und Kranke, Männer und den gedankenlosen Mord in der Küche.
Maria
Nun fangen Sie aber endlich zu lesen an! Wir haben wahrhaftig Dringenderes zu sprechen.
Anselm (durch ihre Entschiedenheit besänftigt)
Oh, es ist so herrlich, daß Sie mich nie überraschen können. Ich weiß alles voraus, was Sie tun werden. Als schmerzlich gespannte Knospe fühle ich es vorher in mir.
Maria
Natürlich, die paar Einfälle eines Hausverstandes sind leicht zu erraten!
Anselm
Ich will keine ungewöhnlichen Erlebnisse! Die täglichen Menschenerlebnisse sind die tiefsten, wenn man sie von der Gewohnheit befreit. (Leise) Das ist es, was er nicht weiß. Und Sie kennen sich selbst nicht mehr. Sein Einfluß hat Sie verkleinert.
Maria
Ich habe Ihnen schon darauf geantwortet: Ich liebe Thomas.
Anselm
Ich frage nicht, ob Sie ihn lieben; darauf gibt es gar keine Antwort! … (Sich zusammennehmend) Entscheiden Sie, ob es das ist, was ich Ihnen jetzt erzählen werde. Ich wurde einmal von einer Weide –: ergriffen. Auf einer weiten Wiese und außer mir stand nur dieser Baum. Und ich konnte mich kaum aufrecht erhalten, denn was sich in diesen Ästen so einsam verzerrt und verknotet hatte, diesen gleichen schrecklichen Strom Lebens, fühlte ich in mir noch warm und weich und er wand sich. Da warf ich mich auf die Knie! (Er wartet vergeblich einen Augenblick auf die Wirkung) Das ist das ganze Erlebnis. Auch Ihnen gegenüber.
Maria
Anselm … solche Übertreibungen haben wenig Wert. Sie haben das empfunden; aber nicht einmal hingeworfen haben Sie sich wirklich.
Anselm
Nein? …! Thomas hat wahrhaftig alle Tiefe in Ihnen zerstört.
Maria
Sie benehmen sich häßlich gegen mich und Regine.
Anselm
Wer, wie Sie, nicht mehr hingeworfen wird, sollte nicht tadeln! Ich habe alles, was ich im Leben hätte erreichen können, immer wieder preisgeben müssen. Weil man stolpert, wenn man glaubt. Aber weil man nur so lange lebt, als man glaubt!!
Maria (ängstlich und unruhig)
Lesen Sie; Thomas will doch mit Ihnen sprechen.
Anselm
Ich werde Ihnen lieber noch ein Beispiel erzählen: Als ich Mönch war –
Maria
Wie? Sie waren Mönch?
Anselm
Still!! Das darf Thomas unter keinen Umständen wissen!
Maria
Aber Anselm, jetzt erzählen Sie mir eine Unwahrheit.
Anselm
Ihnen werde ich nie eine Unwahrheit erzählen. In Kleinasien war es, am Berg Akusios. Durch ein kleines, ohne Glas in die Mauer geschnittenes Fenster sah ich von meiner Zelle das Meer –
Maria (abwehrend)
Lesen Sie! Lesen Sie!
(Anselm will nicht, aber man hört Thomas sich nähern und Anselm sieht in den Brief)
Maria
Was Sie alles in der Zeit getan haben mögen, während wir hier gesessen sind.
(Sie nimmt ihre Beschäftigung wieder auf. Thomas tritt ein)
Thomas
Du bist noch nicht zu Ende?
Maria
Lesen Sie nur nochmals. (Anselm sucht ihren Blick festzuhalten, um das in dieser kleinen Hilfe liegende Einverständnis zu vertiefen, sie weicht aber seinem Auge aus. Anselm zuckt mißmutig die Achseln, dann überfliegt er den Brief) Thomas will Josef mit einem Fest empfangen, um ihn noch mehr zu reizen. Aber ich will nicht, daß wir uns so betragen. Josef ist unser Nahverwandter, das muß sich finden!
Thomas (in seinem scheinbar spielenden Ton)
Ich möchte Anselm hören!
(Er setzt sich und sieht Anselm zu. Es tritt eine gespannte Pause ein. Anselm, steigend dadurch beunruhigt, sieht endlich langsam auf; in der Tiefe der Augen fest sich an einen Vorsatz haltend)
Anselm
Dein Brief hat alles verdorben.
Thomas
Also mein Brief. – Aber du warst doch einverstanden mit ihm?
Maria
So muß Thomas eben versuchen, es wieder gutzumachen!
Anselm
Nein, Thomas darf nicht mit Josef sprechen; das lasse ich nicht zu!
Thomas (lauernd)
So sprichst – – eben du selbst mit ihm?
Anselm (den Brief hinwerfend)
Ich kann nicht.
Thomas
In der Tat. Du kannst nicht? (Er sieht prüfend Maria an)
Maria
Ja, wollen Sie im Ernst auf sich sitzen lassen, was Josef Ihnen vorwirft?!
Anselm
Ich weiß nicht, was ich Ihnen antworten soll. Ist nicht der Sinn, ich sei ein Betrüger?
Thomas
Ja.
Anselm
Und – – bin ich es denn nicht wirklich? Ist denn nicht jeder Mensch, der einen andren ergreifen – – verstehen Sie, um wieviel gewaltsamer als mit Armen! – – und überzeugen möchte, (stark) trotzdem niemand seiner Sache bis in den Mittelpunkt sicher sein kann! … ein Betrüger?
Maria (unwillig, während Thomas unwillkürlich ihren Eindruck prüft)
Das ist überempfindlich!
Anselm (unruhig werdend)
Ich weiß selbst nicht, hatte ich den Wunsch, Regine zu retten oder Josef etwas anzutun. Man ist manchmal so groß und übermütig wie in einem Traum. Heute bereue ich es.
Maria (gefesselt)
Was bereuen Sie, Anselm? Sprechen Sie doch, solange es Zeit ist!
Anselm
Ich weiß nicht, was ich Josef erwidern soll; jedes Recht, das einer im Herzen fühlt, ist ungeheuer ansteckend. Lassen Sie mich.
Maria
So sprechen Sie doch.
Anselm
Man hat etwas getan; es ist unwiderruflich. Man hat einen andren wie ein Ungeziefer zerdrückt. Unter der Stiefelsohle. Aber mit einemmal steigt der Andere an. Wie in einem zweischenkligen Glas steht er nach einer Weile in uns ebenso hoch, wie er in sich steht, der andere Mensch! Er strömt in uns herüber und nagelt uns fest! Man muß nur nicht gering denken wollen, (wie bedroht) dann erschließt er sich, der andere Mensch!
Thomas (der gespannt die Wirkung auf Maria beobachtet hat)
Dann gibt es nur eins: Ohne allen Aufwand tun, was alle Welt täte, einen kleinen praktischen Druck auf Josef ausüben. Man nimmt einen Detektiv und einen guten Advokaten; ein schmerzempfindlicher Punkt wird sich auch bei Josef irgendwo finden lassen.
Maria (entsetzt)
Auf solche Mittel würdest du dich einlassen?!
Thomas
Josef hat mir einmal etwas anvertraut. Vor langem. Wir hätten einen Detektiv nur auf nähere Umstände loszulassen, und wenn Josefs Seele auch unschuldig war, (anzüglich) die Tatsachen lassen sich verknüpfen! Die Tatsachen geben gern den Seelen unrecht. Oder nicht, Anselm?
Maria
Aber das wäre ja eine Niederträchtigkeit! Josef hat dir zeitlebens nur Gutes erwiesen!
Thomas
Und ich ihm ja auch, wo ich nur konnte! Auch jetzt bin ich ihm ehrlich erkenntlich und könnte ihm ebensogern etwas Gutes antun, wenn die Gelegenheit anders wäre.
Maria
Du bist nicht wiederzuerkennen. Wenn du nicht immer ein anständiger Mensch warst, wüßte ich nicht wer.
Thomas
Wer? Anselm. Weil er den Detektiv ablehnen wird.
Maria
Thomas, das ist nur ein Ausbruch von Überreiztheit! Das ist nicht dein Ernst! Du beträgst dich ja wie ein Schuft!
Thomas
Anselm, was ist dabei? Darf ich nicht? Bin ich denn einer? Bin ich denn einer, daß ich nicht darf?
Anselm
Du weißt ja voraus, daß ich Marias Meinung bin! Du läßt dich zu etwas hinreißen, das du nicht verantworten kannst.
Thomas
Ein Detektiv wäre nichts als das Zeichen, wie wenig uns diese blöden Verwicklungen angehn, von denen er lebt. Wer unberührbar von ihnen ist, kann sich ihrer bedienen!
Maria
Thomas ist gleich so extrem!
Anselm (mit höhnischer Bescheidenheit)
Oh, er hat vielleicht recht. Wer einen Neuen Menschen in sich birgt, hat natürlich wenig Zartgefühl.
Thomas
Du könntest also nicht?
Maria
Thomas, wenn du das tun kannst, hast du wahrhaftig nicht ein bißchen menschliches Gefühl!
Thomas (lächelnd, aber mit Mühe die Stimme zum Scherz zwingend)
Anselm, sollte also einer von uns beiden in dieser Frage ein Schuft bleiben: du kannst es nicht sein! (Er geht, um seine Beherrschung nicht zu verlieren, rasch ins Nebenzimmer; die Türe bleibt offen)
Anselm (höhnisch)
Reformatoren müssen wahrscheinlich gefühllos sein; wer die Welt um hundertachtzig Grad drehen will, darf nicht inniger als durch Gedanken mit ihr verflochten sein.
Maria
Aber Sie sind doch hergereist, gerade um mit ihm wieder beisammen zu sein!
Anselm
Und dann kommt eine Zeit, wo ich mich selbst verleugne. Wo ich mich losreißen muß – – wie eine Heuschrecke, die ihr gefangenes Bein in der Hand eines Stärkeren läßt.
Maria
Sie sind mir unverständlich.
Anselm (lächelnd)
Ich habe Angst.
Maria
Das sind schließlich doch nur Worte.
Anselm (ernst)
Ich habe wirklich Angst.
Maria
Worte!
Anselm
Vor jedem Menschen, den ich nicht bestechen kann, an mich zu glauben, dem ich mich nicht etwas geben fühle oder gar etwas nehme, fürchte ich mich.
Maria
Aber was wollen nun Sie?
Anselm
Ich kann es ja nicht mehr wissen! Thomas gestattet mir nicht, zu mir zu kommen!
Maria
Ich will, daß Sie sich mit Thomas aussprechen. Schließlich sind Sie doch ein Mann!
Anselm
Ich weiß nicht, wie Sie sich einen solchen vorstellen. Es ist kein Zeichen von Stärke, wenn man nie schwach wird. Ich kann nicht!
Maria
Am Ende fürchten Sie sich wirklich vor Josef? Am Ende sind Sie furchtsam?
Anselm
Ja. Wenn ich nicht empfinden mache und deshalb selbst nicht empfinden kann, bin ich grauenhaft furchtsam; jenseitig furchtsam.
Maria (spöttisch)
Und wenn Sie empfinden?
Anselm
Löschen Sie Ihre Zigarette an meiner Hand aus.
Maria
Das würde Ihnen weher tun, als ein so empfindlicher Mann vertragen kann.
Anselm
Wenn man es langsam macht, tut es weh. (Er faßt ihre Hand am Gelenk)
Maria
Aber was fällt Ihnen ein?! (Sie kämpfen) Lassen Sie los! Sie werden ja doch im letzten Augenblick loslassen … Machen Sie kein solches Gesicht! Ich bin nicht furchtsam … Nein, Sie sind nicht so stark. Nein, nein, genug für einen Scherz!
Anselm (während des Ringens)
Sie irren sich, wenn Sie glauben, daß ich gutmütig bin. Oder feig aus Herzschwäche.
(Er preßt, Marias Widerstand brechend, die glühende Spitze ihrer Zigarette samt der Hand gegen seine Handfläche. Sein Ausdruck ist fanatisch und fast sinnlich verzückt, der Marias ärgerlich bestürzt)
Anselm (nachher, mit einem Versuch zu scherzen)
Sie sehen, wenn es sein muß, ich springe ins Feuer.
Maria
Wie kann man so sein!
Anselm (einige Glutteilchen langsam von Händen und Kleidern abklopfend)
Ja, wie kann man so sein?! Ich bin kein gutmütiger Geist.
Thomas (jetzt vollständig angekleidet, kehrt aus dem Schlafzimmer zurück und erkennt, daß etwas vorgefallen ist)
Was war? Es war etwas zwischen euch?
(Schweigen)
Thomas
Ich darf es wohl nicht wissen?
Maria (trotzig gegen beide)
Ich verstehe nicht, wie ihr aus dieser Lage nicht herausfinden könnt.
Thomas
Aber mit dem Detektiv bleibt es bei gemeinsamer Ablehnung? (Maria zuckt die Achseln)
Thomas
Oh, ich habe es mir gedacht. (Er steht einen Augenblick lang ohnmächtig vor den beiden, will fortgehn, kehrt aber wieder um. Sieht Anselm an) Und brauche dich doch nur anzusehn und weiß: das bist du nicht! Anselm, wir saßen wieder beisammen wie vor Jahren, halbe Nächte durch, ohne die Zeit zu fühlen. Und du hast mir zugestimmt. Du hast auch dem Detektiv zugestimmt!!
(Es tritt unwillkürlich eine kleine peinliche Pause ein)
Maria (als wunderte sie sich, das nicht gleich gesagt zu haben)
Aber man kann seine Meinung doch auch ändern.
Anselm
Er hatte mich überfallen und überredet! (Mit unverhülltem Widerwillen) Aber ich kann eine Welt voll Verurteilung und Geringschätzung nicht dauernd ertragen!
Thomas
Soll ich sagen, was du dahinter versteckst? Wie einer, der einen fehlenden Finger verbirgt? Dein Leben war doch ein Mißerfolg? Wie könnte es auch anders sein!
Anselm (heftig und höhnisch zu Maria)
Er lebte immer in seinen Gedanken. Unumschränkter Herrscher in einem Papierreich! Das gibt ungeheure Überschüsse an Selbstvertrauen und Willkür. An den Menschen sich stoßen, schränkt ein und macht bescheiden.
Thomas
Anselm!? Erfindet Josef, was in seinem Brief steht? Oder habe wirklich ich es ihm eingegeben? (Sie sehen einander an)
Anselm
Natürlich erfindet er.
Thomas (heftig und ungeduldig)
Ich will ja nicht wissen, welche Enthüllungen es sind, mit denen er droht! Ich halte jede für möglich!
Maria (abwehrend)
Thomas!
Thomas (Widerspruch abschneidend. Als wollte er Anselm auffordern, sich zu bekennen)
Es gibt Menschen, die immer nur wissen werden, was sein könnte, während die andren wie Detektive wissen, was ist. Die etwas Bewegliches bergen, wo die andren fest sind. Eine Ahnung von Andersseinkönnen. Ein richtungsloses Gefühl ohne Neigung und Abneigung zwischen den Erhebungen und Gewohnheiten der Welt. Ein Heimweh, aber ohne Heimat. Das macht alles möglich!
Maria
Aber das werden doch wieder nur Theorien!
Anselm
Ja, das sind Theorien. Sie haben das richtige Wort gefunden. Aber wie schrecklich ist es, wenn Theorien sich in Leben und Sterben einmengen. (Er nimmt nervös den Brief wieder auf)
Thomas (bitter, anklagend, immer leidenschaftlicher)
Gut, es sind Theorien. Als wir jung waren, haben wir auch Theorien gemacht. Als wir jung waren, wußten wir, daß alles, wofür die Alten »im Ernst« leben und sterben, im Geist längst erledigt und entsetzlich langweilig ist. Daß es keine Tugend und kein Laster gibt, die sich an menschlicher Abenteuerlichkeit mit einem elliptischen Integral oder einer Flugmaschine vergleichen ließen. Als wir jung waren, wußten wir, daß das, was wirklich geschieht, ganz unwichtig ist neben dem, was geschehen könnte. Daß der ganze Fortschritt der Menschheit in dem steckt, was nicht geschieht. Sondern gedacht wird; ihre Ungewißheit, ihr Feuer. Als wir jung waren, fühlten wir: leidenschaftliche Menschen haben überhaupt kein Gefühl in sich, sondern gestaltlose, nackte Stürme der Kraft!!
Anselm (ebenfalls erregt)
Ja; und heute weiß ich einfach, daß das falsch und jugendlich war. Es sind Bäume, aber der Wind schüttelt sie nicht. Was diesen Gedanken fehlt, ist nichts als das bißchen Demut der Erkenntnis, daß schließlich doch alle Gedanken falsch sind und daß sie deshalb geglaubt werden müssen; von warmen Menschen!
Thomas
Deine Demut! Anselm! Deine Demut! Anselm, Anselm!
Anselm
Aber hast du denn je gelernt, was das ist?
Thomas
Demut, das ist der Letzte sein wollen, das ist, der Erste von hinten! (Er bricht vor Erregung in Lachen aus) Schreibt denn nicht Josef selbst von deiner Demut und Menschenliebe! Erfindet Josef?
Anselm
Er ist ungerecht! Ungerecht ist er! Aber noch darin ein Mensch!
Thomas
Und du liebst doch Regine? Oder läßt sie in Ungewißheit wegen Josef vergehn und schindest sie?!
Maria
Ja, Anselm, da hat Thomas nicht ganz unrecht.
Thomas (noch einmal an ihn zu rühren versuchend)
Anselm! Es ist etwas in dir, dem kein Mensch was gibt. Dem keiner was geben kann. Es pfeift auf Menschenliebe wie der Atem eines Sterbenden. In jedem ist es. Und es ist etwas in dir, das nach andren schreit. Und wäre es nach dem Mit-Nichtmenschen! Eine Angst, Unrecht zu behalten, doch irgendwo hinter allem. Was haben wir denn erreicht? Im Studierzimmer wie der Affe mit dem Stein in der Hand überlegt, wie er am besten die Nuß aufschlägt. Ohne einer einzigen Frage, die unsere Seligkeit als Mensch berührt, nahezukommen. Oder entmannt wie du, aus dem Gehirn einen tollen Weiberschoß gemacht, der sich an alles, was fest ist, preßt. Anselm, man ertrug es leicht, solang die Jugend nicht an den Tod denkt. Und später half man sich mit kurzfristigen Wechseln wie Werk und Erfolg. Aber noch etwas später wird zum erstenmal in dir lebendig, daß es niemals drei und vier und zwölf Uhr ist, sondern ein stummes Steigen und Sinken von Gestirnen um dich! Und zum erstenmal merkst du, daß etwas in dir dem wie Flut und Ebbe folgt, ohne daß du es kennst. Und der Asket schlingt ein Seil um sein Herz und das andre Ende um den größten Stern, den er nachts erblickt, und fesselt sich so. Und der Detektivmensch hat sein Gesicht an seinen Fährten und braucht es nicht aufwärts zu heben. Aber ich? Und du? Wenn du aufrichtig bist, trotzdem dir Maria zuhorcht? Anselm, einer ist ein Narr, zwei eine neue Menschheit!
(Erschöpfungspause)
Maria (die nun auch mit ihrer Toilette fertig ist, aufgeheitert)
Aber ihr beide Narren! Jetzt sehe ich erst, wie verstiegen ihr seid. Habt ihr ein Wort von Josef gesprochen? (Beide wenden sich ihr erstaunt zu, wie einer Stimme aus andrer Welt. Maria lachend) Anselm ist ja ganz kleinlaut. Wenn Sie nur mit Thomas sich aussprechen, da verzichtet er ja auf seinen symbolischen Detektiv!
Thomas (noch ganz verständnislos)
Natürlich verzichte ich.
Maria (fortfahrend)
Und Anselm hat sich verbrannt; Anselm hat Schmerzen; ich werde ihm rasch etwas Kühlendes auflegen. (Sie beginnt einen Verband zu improvisieren) Geh doch voraus, er kommt dir nach, er kommt dir gleich nach in dein Zimmer.
Anselm (mit erzwungener Nachgiebigkeit)
Aber das ist ja das Gefährliche an ihm, daß er alle überredet.
Thomas
Soll es sein, Anselm? (Er sieht ihn fragend an, der sich zwingt, den Blick zu bejahen. Trotzdem unsicher und bitter) Sollte es sein? Ich werde warten. Maria wirst du ja nicht enttäuschen.
(Ab)
Anselm (kaum daß Thomas das Zimmer verlassen hat, entzieht er Maria die Hand mit dem unfertigen Verband)
Ich gehe nicht zu ihm.
Maria
Was sagen Sie?
Anselm
Daß ich natürlich nicht zu ihm gehe.
Maria
Ich spreche kein Wort mehr mit Ihnen.
Anselm (unbekümmert)
Er hat alles besser gewußt, seit wir Knaben waren. Aber ich wollte ihm nicht antworten! Ich muß ihm ja nicht antworten! (Jubelnd) Ich muß nicht, Maria!! Ich muß nicht. Ich kann die Augen schließen, die Ohren, alle Luken zuziehn, bis es ganz dunkel wird um das, was ich weiß: und außen tobt und poltert der große Geldschrankknacker mit seinen zwei Brechstangen Verstand und Überhebung! (Da Maria ein abweisendes Gesicht macht und nicht antwortet) Eher werde ich abreisen, als daß ich ihn einlasse!
Maria
Tun Sie es! Es wird das beste sein.
Anselm
Kommen Sie mit!
Maria
Was haben Sie gesagt?
Anselm
Kommen Sie fort.
Maria (erst sprachlos, dann)
Aber Sie sind ja verrückt; was fällt Ihnen jetzt wieder ein?
Anselm (läßt eine kleine Weile verstreichen, dann verändert)
Sie werden diesen Vorschlag natürlich falsch auffassen; das habe ich mir gedacht.
Maria
Ich fasse ihn gar nicht auf. Ich bin hier geblieben, weil ich Ordnung schaffen will. Wenn Sie also noch etwas zu sagen haben, tun Sie es; beleidigen werden Sie mich nicht wollen.
Anselm
Ich weiß nicht, ob Sie das beleidigt: Ich liebe Thomas viel mehr, als Sie ihn lieben. Denn ich bin ihm viel ähnlicher. Den Absturz, den er jetzt durchlebt, macht er mir nur nach. Und wenn ich feindselig bin, ist es vielleicht Angst um mich. Sie aber leiden nutzlos unter ihm, ohne es sich einzugestehn.
Maria
Er leidet! Dieser starke Mensch, der immer gekonnt hat, was er will, ist seiner selbst nicht mehr sicher.
Anselm (eifersüchtig)
Alles kann Thomas, aber leiden kann er nicht!
Maria
Es ist fürchterlich anzusehn und ihm mit nichts helfen zu können.
Anselm
Sie könnten es.
Maria
Ich? Ach, Anselm, da haben Sie kein scharfes Auge! Ich verstehe von diesen unmenschlichen Ideen nichts.