Kitabı oku: «Robert Musil: Gesammelte Werke», sayfa 55

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Bleiben Sie mein Freund.

Anselm (höhnisch)

Ihre Seele hält zu mir, Ihre Liebe zu Thomas? (Leidenschaftlich) Das ist die verderbte Trennung! – Verstehen Sie mich, ich spreche ganz wunschlos: Sie glauben noch immer, es geht um das, was man so Besitz nennt. Aber dann hätte ich Thomas schon vergiftet. Sie glauben, weil Sie schön sind? Ja, (mit einem leisen Unterton von Bosheit) weil Sie schön sind! Aber es gibt Kinder, die auf den Spielplätzen gemieden werden, weil sie so gut sind; so eins waren Sie. Irgendeine Abschreckung ging von Ihrer gegen das Böse hilflosen Güte aus; das haben Sie insgeheim behalten. Sie sind wunderschön und mit einer rührenden Sanftmut Ihrer Stattlichkeit preisgegeben. Ja, Sie sind – göttlich schön! Und ich verstehe schon, Sie dürfen nicht böse sein, Sie müssen gut gegen Thomas sein wollen. Aber – Ihre Schönheit hat schon eine unmerkliche Anrüchigkeit, Ihre milde Nachgiebigkeit ist etwas, wofür Sie sich ganz im geheimen schämen. Sie sind wunderbar, aber – auch allein. Das kann Thomas nie erraten. Ich ahne Sie vielleicht nur wie etwas mir Verwandtes. Aber ich fühle Sie wie einen ungeheuren Trost. Wie einen Engel mit einem Bocksfuß. In meine Zerrissenheit stiegen Sie nieder wie ein Engel; aber ein Engel, der unter dem Kleid ein wenig zu mir gehört … (Maria schweigt. Anselm, um einen Ton boshafter, aber dabei echt ergriffen) Ihre schreckliche Frauenhaftigkeit lindert etwas, das sonst zu demütigend für mich wäre … Schweigen Sie doch nicht! Sie haben Rücksichten auf ihn zu nehmen? Ich auch! Sie wissen nicht, ob Sie ihn nicht lieben? Ich auch nicht!! Das darf kein Hindernis sein! Es geht durch alles in der Welt ein einheitlicher Taumel, ich fühle ihn verwirrt noch in Ihrem Widerstand, während ich Sie schweigen höre. Schenken Sie sich ihm! Heben Sie sich los! Ihre Seele hat Sie geholt, die Ewigkeit!

(Sie werden unterbrochen. Man hat während der letzten Worte wie eine Untermalung Lärm sich stürmend nähernder Menschen und aufgeregten Gesprächs gehört. Jetzt fliegt die Tür auf. Fräulein Mertens stürzt besinnungslos herein, hinter ihr verstört Regine. Fast zugleich mit ihr Thomas. Dann Josef, zornig, verlegen; er schließt vorsichtig und genau die Türe, da ihm der Auftritt unendlich peinlich ist)

Fräulein Mertens (zu Maria)

Um Gottes willen, stehn Sie ihr bei; sie weiß nicht mehr, was sie sagt.

Josef (von der Tür her zu Regine)

Aber ich bitte dich, du übertreibst wieder; ein Sanatorium ist doch keine Irrenanstalt.

Regine

Auch Anselm will er dahin bringen, wenn er nicht abreist! Oder ins Gefängnis!

Josef (noch bei der Türe)

Ich hatte mich mit Regine aussprechen wollen. Sie war ja von allen verlassen in ihrem Zimmer und weinte, daß es nicht zu ertragen war. Ich sagte ihr, das beste in unser aller Interesse wäre ein Aufenthalt in einem Sanatorium. Ein kurzer nur. Das ist ja doch eine Krankheit! (Er wendet sich ihr zu und bemerkt dabei Anselm. Er tritt in der üblichen Weise einige Schritte steif vor und dann einen zurück; seine Brust hebt und weitet sich, sein Kinn richtet sich auf, seine Lippen suchen nach Worten. Anselm steht schlank und unschuldig vor ihm)

Fräulein Mertens (währenddessen flüsternd zu Regine)

Man hat Sie mißbraucht; Doktor Anselm ist eine kleine Seele wie alle Männer! Oder – – jetzt müßte er es zeigen!

Thomas (erklärend, scheinbar mir ruhigem Vergnügen)

Josef fordert, daß du binnen vierundzwanzig Stunden unser Haus verläßt. Er hat natürlich kein Recht, über mein Haus zu verfügen, und ich stelle es ganz dir anheim, ob du ihm parieren willst oder nicht.

Josef (zu Maria, verlegen über ihre Anwesenheit)

Du verzeihst; ich wollte natürlich nicht so …, nicht in deiner Gegenwart, aber Regine war nicht zu halten. Ich wollte bloß mir ihr und – – diesem sprechen.

Maria (überrascht, mit beginnender Empörung)

Aber was heißt alles das? Warum soll Anselm abreisen?

Thomas

Es ist seine Sache, dir das zu erklären; ich glaube nur: … Du wirst sehn, daß er abreist.

Josef

Es ist peinlich, Maria; wie gesagt, ich wollte nicht vor dir … Aber Thomas wußte es doch!

Maria (entschlossen)

Ich bleibe … Ich finde es nötig, wenn ein Detektiv, ein bezahlter Angeber, in meinem Hause schaltet, wenigstens dabei zu sein!

Josef

Hat denn Thomas nicht für notwendig befunden, dich vorzubereiten?

Maria

Aber worauf denn?!

Thomas

Ich habe ja Maria alles gesagt. Nur daß es durch einen Detektiv bewiesen ist, habe ich ihr nicht gesagt. Und sie hat es nicht geglaubt!! (Er öffnet den Schreibtisch, Josef mit einer gleichzeitig abbittenden und resignierenden Gebärde dahin einladend)

Regine (zu Anselm)

Komm fort! Sieh nicht hin, geh aus der Tür! Sie haben dir eine Falle gestellt! Ich habe dich verraten, ich hätte es verhindern können! Laß dich nicht mir ihrer Vernunft ein!

Maria

Aber Anselm, sagen Sie ihnen doch, daß alles das nicht wahr sein kann!

Thomas

Sag uns, daß es nicht wahr sein kann! Sag es uns!! Aber sieh dir zuvor das an. (Er weist ihn auf die Mappe Staders, die er dem Schreibtisch entnommen hat)

Regine

Sieh nicht hin, das ist die Mappe des Manns! Geh! Noch kannst du es. Küsse ihnen demütig die Hand und geh; kriech aus der Tür auf die Straße. Laß sie im Wagen über dich fahren. Laß dir Hund sagen! Sei es! Aber laß dich mit ihrer Vernunft nicht ein! Sie wollen das unsichtbare Geschöpf in dir fangen!

(Anselm, von der unentrinnbaren Lage angezogen und Regine verleugnend, kommt wie auf einem schmalen Weg, mit eingezogenem, ganz einwärts konzentriertem Gesicht zu Thomas. Der reicht ihm ein Blatt aus der Mappe, Anselm sieht hinein, dann noch ein, zwei Blätter)

Thomas

Das gehört Josef …

Regine

Ich wollte noch einmal sehn, ob du Mut hast. Oh, wenn ich Mut hätte – ich fürchte so das Totsein.

Josef

Du Unglückselige, das ist die Arbeit dieses Menschen, der unheilvolle Geist, den er dir einimpfte!

Anselm

(reicht die Blätter wieder Thomas zurück und wendet sich zu Maria) Ich kannte es schon. (Er geht in der gleichen Weise, wie er gekommen ist, wieder auf seinen Platz zurück) Ich lasse Thomas die Freude. Ich habe nur einen Beweis zu erbringen: daß ich Ihnen nie eine Unwahrheit gesagt habe! Kann ich Sie allein sprechen?

Maria (tonlos)

Vor allen müssen Sie sprechen, vor allen …

(Pause. Anselm – verlegen oder überlegen lächelnd, jedenfalls in erzwungener Haltung – steht inmitten da)

Maria (entsetzt)

Aber wie? Haben Sie denn wirklich –??

Anselm

Sie haben ja alles gewußt.

Maria

Ich??! Sie haben gesagt, daß diese Aufzeichnungen nur Harmloses enthalten. Daß man sie bloß Reginens wegen aus der Welt schaffen sollte!

Anselm

Habe ich Ihnen nicht gesagt, daß ich ein schlechter Mensch bin?

Maria

Sie haben mit solchen Gedanken gespielt. Gespielt und geglitzert haben Sie mit Lüge und Schlechtigkeit!

Anselm

Was soll ich Ihnen noch sagen?

Maria

Ob es wirklich ist?!!

(Anselm zuckt lächelnd die Achseln und schickt sich zu gehen an. Josef vertritt ihm schon von fern den Weg; Thomas, der auch dazu ansetzte, unterläßt es daher. Anselm steht sofort von seinem Vorsatz ab, Josef geht zur Türe, sperrt sie ab und übergibt den Schlüssel Maria)

Josef

Nimm, bitte, den Schlüssel. Er geht nicht aus dem Zimmer, bevor du ihn nicht entläßt! (Zu Anselm) Sie werden Ihre Schliche einbekennen und öffentlich vor Regine versprechen, sich ihr nie wieder zu nähern, oder ich lasse Sie hier im Hause verhaften!

(Anselm wendet sich mit dem Blick fragend an Thomas als den Hausherrn, der aber nur mit einer ironischen Gebärde gegen Josef antwortet. Anselm setzt sich und sieht ruhig vor sich hin. Kurze Pause)

Maria (zu Thomas)

Aber warum hast du mir das nicht früher gesagt? (Thomas antwortet nicht. Kurze Pause)

Anselm (sieht Fräulein Mertens an, die in der entferntesten Ecke sitzt, die Hände vors Gesicht geschlagen, dann die übrigen)

Wir sind ja beinahe unter uns wie in den schönsten Tagen der Kindheit; nur fürchte ich, daß wir Fräulein Mertens verletzen könnten.

Fräulein Mertens

Oh, ich gehe; es ist die quälendste Enttäuschung meines Lebens. (Sie steht unschlüssig auf, da aber niemand Miene macht, ihr zu öffnen, bleibt sie unschlüssig stehen)

Regine (die nicht weit von ihr saß, geht hin und drückt sie sanft auf den Sitz nieder)

Bleiben Sie bei mir; Sie müssen noch vieles hören. (Kurze Pause)

Maria

Dann haben Sie ja auch nur deshalb mit den Aufzeichnungen und mit – (sie verrät das Wort »Regine«, aber spricht es nicht aus) haben Sie fortwollen, weil Sie fürchten mußten …? Oh Gott, wie kann man so lügen?!

(Regine lacht)

Maria (irritiert)

Sie soll nicht lachen! Es ist entsetzlich, wie sie lacht!

Regine

Ich lache ja nicht. Als Kind glaubte ich fest, eines Tags werde ich eine wundervolle Stimme haben. Gebt acht. Seid still. Hört ihr sie? (Lacht) Ich höre sie ja auch nicht. Mit der Stimme singt Anselm. Aber man kann doch innen schön singen und außen stumm!

Josef

Das ist der unheilvolle, der herostratische Einfluß dieses Menschen!

Regine

– Mit der war Johannes richtig gesungen! Es war einfach das Gefühl: etwas kommt noch, das der Mühe des Lebens wert ist. (Bitter zu Anselm) Und dann kommt der Tag, wo man eingesteht: es geschieht nichts mehr.

Josef

Sie ist einem Menschenfänger zum Opfer gefallen; Regine, wenn du dich besinnen willst, wenn es mich auch Überwindung kostet: Ich bot dir noch einmal meinen Schutz an! Weißt du denn, wie sehr er dich betrogen hat? Sein Leben war eine Kette von Betrug und Schmutz –

Regine

Das weiß ich.

Josef

In der du nur ein Glied bist. Eine Frau hat er verheimlicht zu Hause sitzen: das hat er dir wohl nie gesagt!

Maria (schreit halblaut auf)

Regine

Das weiß ich.

Josef (in plötzlich herabsinkender Erkenntnis)

Aber dann –? Aber dann –? Dann ist …!? Nein, muß nicht … Aber dann ist vielleicht alles gar nicht so … alles so unglaubwürdig Aussehende … Verbrecherische … nur seine Erfindung, was er dich schreiben hieß?

Regine

Was geht dich Anselm an?! Mit mir ist er fertig; er will Maria!

Josef (schreit verzweifelt)

Aber wahr ist es!! Ich kann ihm gar nichts mehr tun … Er soll gehn oder ich bringe ihn um! … Gib ihm den Schlüssel, Maria, schnell! Er soll aus dem Zimmer! (Er vergräbt sich in einen Stuhl)

(Maria will Anselm den Schlüssel reichen, der nimmt ihn nicht)

Regine

Er kann sich ja scheiden lassen. Aber was wißt ihr, wie eine Liebesgeschichte bei Anselm aussieht! Er braucht diesen Strick, der ihn hält; so wie er wollte, daß ich mit ihm und Maria gehe, damit er sich nicht in ihr verirrt. (Sie begleitet das mit einer spöttischen Gebärde über Marias Majestät)

Josef (vernichtet)

Dann kann ich ihm gar nichts tun. Dann hat er meine Schande ja nur aufgedeckt.

Regine

Er kann ja keinen Menschen sehn, ohne so sein zu wollen wie er! Er hält es ja nicht aus, ohne daß man ihm sagt: Du bist gut! Sie alle sind ihm entsetzlich! Aber er ist eitel und schwach! (Zu Maria) Weißt du, wie er wirklich über dich denkt?

Josef (trotz seiner Verstörtheit)

Aber bitte! Man darf sie nicht ausreden lassen!

Regine

Du bist unerträglich natürlich. Du würdest dich vortrefflich eignen, Kinder trocken zu legen. Mit einem Küchengriff, wie man einen Karpfen um die Schuppen faßt, packst du einen Mann. Dich die große Arie singen zu hören, müßte man sich schon etwas kosten lassen. Auf Trab bringen. Dynamit hinten –

Josef (immer noch sich verantwortlich fühlend, ist aufgesprungen und versucht ihr den Mund zu schließen)

Aber das ist ja –

Regine

Einen tüchtigen –

Josef

Widerlich, so ein Frauenzimmer!

Regine (hat sich losgerissen)

Dir müßte man einen tüchtigen Stoß vor den Bauch geben! Du stellst ihm nach, hat er gesagt!

Maria

Ich – – stelle Ihnen nach?

Thomas (sich niederhaltend)

Hast du das wirklich gesagt …?!

Regine

Erst gestern hat er es gesagt. (Sie wendet sich um Bestätigung an Fräulein Mertens; die zuckt kalt verletzt die Schulter)

Thomas

Aber schweig du, du Teufel!

Josef (automatisch, als wäre er noch verpflichtet, Regine zu beschützen)

Er hat es gesagt! … Nun ist es schon besser, man sagt alles: … Ich glaubte, einige Blätter herausnehmen zu müssen, bevor ich dir die Mappe gab. Ich habe dir ja angedeutet, mit welchen Absichten er in dein Haus gekommen ist.

Thomas (stöhnt lachend auf. Zu Maria)

Dein Gefühl und Denken kann in seinem nicht den Schwindler entdecken, welch beschämend grobe Methode: zu zeigen, der äußere Mensch ist es! Aber ein Detektiv ist so wunderbar: Was dir als Schwermut erscheint, erklärt er kurzerhand für Obstipation und – – er kuriert es! Wem wirst du jetzt glauben? Ich weiß es nicht. Beiden. Das ist das ewige Geheimnis!

Anselm (zu Maria)

Warum sind Sie nicht fort …! Es wäre zu alldem nicht gekommen. Ich wäre ein guter Mensch gewesen.

(Maria weicht zurück. Regine wirft sich Anselm zu Füßen, der sich ihr entzieht)

Regine

Ich bleibe solange vor dir auf der Erde, wie du aufrecht dastehst. Hast du nichts mehr in dir, dem es gleichgültig ist, ob du recht oder unrecht behältst? Sie schreiben dir vor, was du tun sollst, wie du fühlen sollst, was du denken sollst; keiner sagt dir, wie du sein sollst. Du bist ungeleitet und unbehütet ein dunkles Unberührtes in dir. Was willst du denn noch? Aus ist es! Ich liege auf der Erde und räche mich und triumphiere! Weil du nicht mehr das Vertrauen in dir hast … Und ich auch nicht …

Maria

So steh doch auf, Regine, schämst du dich nicht? (Sie stößt sie leise und angewidert mit der Fußspitze)

Regine

Stoß mich nur! Unter deinem Kleid kommt etwas hervor, das mich stößt.

Josef (angewidert)

Ich kann da nicht zusehn, ich gehe.

Maria

Ich gehe mit dir.

Josef

Solchen Kranken gegenüber müßte man einen Bund der gesunden Menschen schließen.

Thomas

Eher, eher müßte man einen Bund aller ausgeschlossenen Menschen schließen, damit sie nicht so unterliegen. Sprich, Anselm! Finde ein ehrliches Wort!

Anselm (zu Maria)

Ich bin bis zuletzt im Haus geblieben, weil ich an Sie geglaubt habe; ich töte mich, wenn Sie das Zimmer verlassen.

Josef (zu Thomas)

Ich werde mein Haus reinhalten; tu in deinem, was du willst; meine Pflicht habe ich erfüllt.

(Er und Maria schicken sich zu gehen an)

Anselm (weist auf das Messer, das seit den Versuchen, die Lade zu sprengen, geöffnet am Schreibtisch liegt)

Maria, kennen Sie dieses Messer? Ich nehme es, wenn Sie nicht mehr glauben können!

Maria (in der Türe)

Ich glaube Ihnen nie mehr etwas; das Vertrauen ist verloren, Anselm. (Sie wendet sich ab und folgt Josef ohne zurückzusehn)

Anselm (ruft ohnmächtig hinter ihr drein)

Maria? … Maria!

(Dann greift er nach dem Messer und – man weiß nicht, was geschehen ist, so schnell spielt sich der Vorgang ab – stürzt zusammen. Thomas, der ihn schon während der ganzen Zeit scharf beobachtet hat, sieht ihn starr erstaunt an. Macht einige Schritte auf ihn zu und betrachtet ihn mit dem gleichen Staunen. Steht vor ihm scharf und gespannt. Regine ist auf der Erde hingerutscht, hat Anselms Arm gefaßt und die Hand mit ganzer Kraft gepreßt; erst nur mit den Händen, dann die Nägel einsetzend)

Regine

Er kann sich so fest etwas einreden, daß er sich martern dafür läßt.

Thomas

Ich sehe kein Blut; ich wette, er lügt jetzt noch.

Regine

Er nimmt sich etwas vor und führt es durch, wenn er auch gar nicht mehr mag, bloß weil er nicht aus weiß.

(Sie hat fest und lang in Anselms Hand gebissen, der unwillkürlich sich ein Zeichen des Schmerzes entreißen läßt. Thomas stößt förmlich auf ihn nieder, kniet neben ihn, schüttelt ihn, preßt ihm schmerzhaft die Arme zusammen, reißt ihn an den Haaren)

Thomas

Simulant! Schwindler! Unter der Haut bist du schöner als jeder, was?! Wenn du die Augen nicht aufmachst, zerstampfe ich dich! Ich reiße dir das Gesicht herunter!

Regine

Tu ihm nichts! Er ist wehrlos!

Thomas

Er verstellt sich ja nur.

Regine

Laß ihn! Er ist gut –: hinter sich! (Sie drängt Thomas weg und beißt wieder in Anselms Hand)

Thomas (drängt sich wieder hin)

Bloß recht behalten möchte er noch. Du Beschädigter! Schäbiger mit dem Defekt! Der Gesundheit simulieren möchte!

(Anselm hat unter den Mißhandlungen die Augen aufgeschlagen)

Thomas (triumphierend)

Hast du einmal die Wahrheit zugeben müssen!! (Im nächsten Augenblick steht er aber, angewidert von sich selbst, auf) Qualm! Ist die Lampe zu hoch aufgeschraubt? Die Petroleumlampe, dachte ich, kann explodieren. Ah … (lacht) ich weiß, wir haben schon Elektrizität … einen Augenblick lang war mir, als lebte Mama noch und wir wären klein …

Regine

Was wütest du gegen ihn! Er haßt dich nicht mehr als er jeden hassen muß, aber er liebt dich viel mehr.

Thomas

Mich liebt er?! Hergekommen, um Maria zu entwenden!

Regine

Dich liebt er wie einen Bruder, der stärker ist als er.

Anselm (hat sich mühsam aufgerichtet)

Ich hasse dich. Wohin ich gehen wollte, immer warst du zuvor.

Thomas (den Satz ihm hinwerfend)

Dir glaubt kein Mensch … Aber was habt ihr aus uns gemacht! Alle verachten euch, verfolgen euch, schließen euch aus!

Regine

Über mich sind sie weggekrochen. Ich opferte mich, ließ mich beherrschen, spürte, wie ich allmählich wirklich so wurde, wie ich ihnen erschien, und – fühlte mich desto höher schweben; mit noch unsichtbaren Teilen, die auf Gefährten warteten. (Sie steht auf) Nun stehe ich in Klarheit und alles ist erloschen. Ich bin heute ein vernünftiger Mensch geworden.

Anselm (zu Thomas)

Du hast mich verfolgt, ob du da warst oder nicht. Wenn ein Mensch einen andren verleitet, ihm Böses zu tun, ist er schuld.

Thomas

Das ist zwar natürlich wieder nur so gesagt, aber –

(Maria tritt ein, er bricht ab)

Maria (die bemerkt, daß etwas vorgefallen ist)

Was ist? … Was war?

Thomas

Er hat einen falschen Selbstmord versucht. Aber wahres Gefühl und falsches sind wohl am Ende beinahe das gleiche.

Regine

Es gibt Menschen, die wahr sind hinter Lügen und unaufrichtig vor der Wahrheit.

Thomas

Man findet einen Gefährten und es ist ein Betrüger! Man entlarvt einen Betrüger und es ist ein Gefährte!

Maria

Ich verstehe kein Wort.

Fräulein Mertens (die man bisher nicht bemerkt hat)

Ich bitte gehen zu dürfen. Ich vermag nicht mehr zu folgen. Ich vermag offenbar nicht, solche »vulkanische Menschen«, in denen »ein Rest von der Schöpfung her« noch nicht fest geworden ist, zu verstehn.

Thomas

Sind auch Schwindel in dieser Zeit. Sie duldet nur kurze Gefühle, lange Nachdenklichkeiten.

Maria

Ich verstehe kein Wort. Ihr habt euch versöhnt? Ich verzeihe es ihm nicht!

Anselm

Ich habe schlecht von Ihnen gesprochen, um mein Gefühl vor fremder Berührung zu schützen!

Thomas

Schweig, Anselm, du mußt zu Bett. Du mußt schlafen. Du mußt morgen früh fort. Ich möchte beinahe an deiner Statt dahingehen, eingewiegt von Planlosigkeit. Ihr habt ja recht. Man ist nie so sehr bei sich, als wenn man sich verliert.

(Vorhang)

Dritter Aufzug

(Ein hallenartiger Mittelraum im ersten Stockwerk. Türen. Eine hölzerne Innentreppe führt hindurch. Seltsame Arabesken im Teppich. Hinten ein sehr großes Fenster mit Blick auf die Landschaft.

Morgengrauen. Schwere, bequeme Holz- und Ledermöbel.

Vom Charakter der Dinge gilt das gleiche wie im zweiten Akt; der Gesamtraum wirkt aber geschlossen, schrankinnerlich.

Regine und Thomas in phantastischer Hauskleidung. Thomas steht von einer Lederbank im Hintergrund auf, reckt sich und kommt nach vorn, wo Regine kauert)

Thomas

Ich schäme mich.

Regine

Gar keinen Mann anschaun oder jeden ist das gleiche. Man kann sich ihnen ans Herz werfen, bloß weil man verrückt wird vom Fremdsein; vom Nichtverstehenkönnen wie man auch nur ihre Hand länger als nötig in der eigenen halten mag.

Thomas

Ich habe, bevor ich für den Rest der Nacht hierher kam, noch einmal diese Notizen von dir oder Anselm über dich gelesen: ich schäme mich.

Regine (stimmt zu)

Erkaltete Einbildungen. Widerwärtig nackt wie aus dem Nest gefallene Vögel. (Trotzdem sie starr ins Licht blickt) Ich kann ja nicht ins Licht schaun, diesen zum Erbrechen schönen Morgen; wie ein verdorbener Weltmagen hebt er sich schon in fader Klarheit.

Thomas

Und während ich las, war dieser Stader in unsrem Haus. Und in einem andren Zimmer schlief Josef. Und in einem dritten Anselm. Angst hatte ich vor der Frage, ob nicht einer von ihnen noch einmal bei dir schläft.

Regine

Warum sagst du nicht: Verworfene?! Warum suchst du mich nicht zu heben wie ein gefallenes Mädchen?! Sieh es doch wenigstens natürlich, wenn man schon nimmer die Kraft hat, dahinter etwas zu sehn! – Im Dorf war kein Platz, Josef hat diesen Adjutanten hergeschleppt, konnte man ihn im Park schlafen lassen?

Thomas

Natürlich nicht! Dieses verdammte menschliche »natürlich« ist es, unter das man sich am Eingang jeder Niedrigkeit bückt.

Regine (ergänzt)

Und Anselm ist schon unnatürlich!

Thomas (die Schmalheit der Zwischenzone betonend)

Und Anselm ist unnatürlich.

(Pause)

Thomas (gequält)

Wenn du wüßtest, wie Männer solch eine Frau verachten!

Regine

Ich weiß es ja. Und sie haben recht. Ich habe es jedesmal bemerkt, aber es war mir immer eine Rache; weiter innen. Denn das ist es ja auch heute nicht: daß man es getan hat. Sondern daß man davon niedergeworfen wurde; daß man das wird, was man tut! Auflehnung, riesiger Wille, unbenannte Kraft stürzen in die Welt und werden – – nun in deinem Fall werden sie Professor.

Thomas (halb zugebend)

Ja, vielleicht bleibt jeder zeitlebens der Gefangene eines Nebenerfolgs. Ich muß mich vielleicht daran gewöhnen.

Regine

Herrliches Mädchengefühl, wie ein Zaubervogel im Schaukelring die Welt entlang zu schweben! Später erst kommt man darauf, daß man in einem herumgezogenen Käfig saß, der plötzlich stehen gelassen wird.

Thomas

Ich habe wahrhaftig gestern, als ich mit deinem Mann sprach, noch an deinen Männerabscheu geglaubt; nun muß ich mich daran gewöhnen, meine wilde Schwester, daß du das gleiche in einer niederträchtig häßlichen Weise ausgedrückt hast.

Regine

Es ist etwas in mir, das wurde nie davon berührt.

Thomas

Ich fand immer so schön, daß wir nie zuviel voneinander gewollt haben. Es blieb freier Bewegungsraum zwischen uns. Nie dieses idealische Aneinandergepresse, bei dem einem Hören, Sehen und Denken vergeht. Sondern – selbst wenn wir uns durch Jahre weder sahen noch schrieben – ruhiger Schlaf einer unlösbaren Beziehung seit den Kindertagen. Am äußersten Rande war sie Musik wie alles Ferne. Es paßte sogar dazu, daß du Josef geheiratet hast. Das menschlichste Geheimnis der Musik ist ja nicht, daß sie Musik ist, sondern daß es mit Hilfe eines getrockneten Schafdarms gelingt, uns Gott nahe zu bringen.

Regine

Ich bin vielleicht nur bös, es könnte ja sein; ich mag niemand, ich tue alles heimlich. Aber immer hatte ich den Trost: wenn es einmal ganz schief geht, du kannst Ordnung schaffen; du wirst machen, daß alles, was ich getan habe, gut war. Nun bist du niedergeworfen!

Thomas

Sorg dich nicht, ich – stehe schon wieder auf!

Regine

Komm, ziehen wir Schuhe und Strümpfe aus; komm in den Park! Über die nassen Wiesen. (Thomas wehrt erleichtert ab) Erinnerst du dich noch an diesen alten Satan Sabine?

Thomas

Unsere Kinderfrau, die uns zur Tugend anhielt? Endlich weiß ich, an wen mich dein Fräulein Mertens immerzu erinnert hat!

Regine

Komm über die nassen Wiesen; der blanke Morgentau wird feindlich rein wie ihr Schwamm unsre Füße baden. Auf unseren Schultern wird die Sonne dampfen. Sieh, wie sie aufgeht! Blöd wie ein Knall! (Sie höhnt wild und grotesk gegen die Sonne) A – a – a – h!!! Das ist die Schönheit!!! Unsre nackten Sohlen werden die Erde fühlen; das Tier, dem wir entsprungen, ohne uns wegschwingen zu können. Dann finden sie uns tot unter einem Busch. Und werden sich den Kopf zerbrechen, warum wir nackte Füße haben.

Thomas

Spielst du noch immer damit?! Du bist schon wie Anselm!

Regine

Ich habe nie daran gedacht; selbst nicht nach Johannes Tod. Aber ich glaube, daß man von Anfang an dazu bestimmt ist oder nicht. Es wächst unterirdisch und eines Tages erkennt man seinen Beruf.

Thomas

Aber – das ist nicht wirklich dein Ernst?

Regine

Du hast doch Mut für zwei. Soll man am Schlusse wie ein leerer Sack daliegen? Werden wie alle? Was erwartest du denn noch?! Dieses einzige hat man noch nicht versucht; vielleicht ist es auch Schwindel, vielleicht ist es – –: es nahe wissen, macht schon himmlisch frei und furchtlos.

Thomas (packt sie an der Schulter und rüttelt sie)

Unsinn! Schön ist es! Verlassenwerden ist schön! Alles verlieren ist schön! Mit seiner Weisheit zu Ende sein ist schön! Wie eine Pupille, die sich ganz klein zusammenzieht, visiert man sein Leben an. Sieht nichts, tritt auf der höchsten Stufe fehl. Und schaukelt langsam wie ein Blatt durch einen tiefen, weiten Raum.

Maria (tritt mit einer Kerze in der Hand ein)

Hier ist es hell! (Bläst das Licht aus) Ihr seid wach? Habt auch ihr nicht schlafen können? Ich habe, nachdem Regine von mir gegangen war, höchstens zwei Stunden geschlafen. Ich wußte nicht, was wird Anselm machen, was machst du? Du warst gar nicht ins Schlafzimmer gekommen.

Thomas

Anselm wird sich ausschlafen; er muß heute fort. (Er betrachtet Maria von Zeit zu Zeit mit Blicken, die staunen, sie vergeblich ganz umfassen und aufheben wollen)

Maria (setzt sich neben Regine und hüllt sie in ihren Schal)

Er tut gewiß viel Schlechtes, ohne es recht zu wollen, wie ein Junge aus innerer Ungelenkigkeit. Und läuft dann davor weg.

Thomas

Ich bitte dich, wir sind jenseits der Dreißig! Auch mit Achtzig wird man innen noch das Kindchen sein. Zugegeben. Auch wenn man dem Tod schon in die Augenhöhlen schaut. Aber unsagbar widerwärtig bleibt es, dieses weiche innere Fell so nach außen gewendet zu tragen wie gestern … Bitter kalt ist es; ist dein Bett noch warm? Ich möchte mich hineinlegen.

Maria

Ich werde Tee machen; es ist noch keiner von den Dienstleuten auf. (Zu Regine) Vielleicht hat er doch nicht ganz unrecht gehabt. Hätte ich ihm vertraut! Hätte ich ihm seinen Willen getan und wäre mit euch fort!

Thomas (zu beiden)

Oh? Ihr habt euch wohl ausgesprochen? Am Sterbebett des Gesunden!

Maria

Du bist immerweg hochmütig. Ich fühle mich gar nicht mehr sicher; ich habe ihm vielleicht manches abzubitten. Haben wir denn nicht den gleichen Fehler gegen Regine begangen?!

Regine

Ach Quatsch!

Maria (zärtlich)

Nein; wenn ich es nur gutmachen könnte. Jetzt verstehe ich erst, warum sie Josef geheiratet hat; und hatte es ihr so oft übel genommen. Aber als Johannes Tod so plötzlich gekommen war, dachte sie bloß: Warten. Sich klein machen. Was sind dreißig, was sind fünfzig Jahre – wenn man etwas hat, worauf man warten darf!

Thomas

Du vergißt: das war noch ein wirklicher Tod, kein fingierter!

Maria

Du vergißt, daß Jahre und Pläne glatt sind wie ein Tanzboden, wenn der erste Entschluß einer jungen Frau, stark und eines Gefährten würdig zu sein, darüber fliegt. Die Widrigkeiten erkennt man erst später.

Regine

Quatsch, quatsch, quatsch! (Sie versucht ihr den Mund zuzuhalten)

Maria (steht auf und richtet einen Samowar, läßt das aber dann wieder)

Nein, er soll das nur hören! Wir hatten dir damals nicht geraten und geholfen.

Thomas

Und? Das weitere? Sie wird es dir wohl auch erzählt haben?

Maria

Warum willst du es nicht verstehn? Wenn sie schon lebend ins Grab stieg, sollte sie auch noch drin liegen bleiben?

Thomas

Gut, einmal. Aber der Nächste? Der Übernächste? Vom Zehnten ab?!

Maria

Es hätte ja nicht so sein müssen, aber wenn man zu Hause nur Spott gefunden hat, so weiß ich wenigstens: tiefste Liebe braucht der, dem das widerfahren konnte. Johannes selbst hätte nicht so hart geurteilt wie du; er wußte, daß Regine noch viel zu jung war, und nicht lange vor seinem Ende hat er mich gebeten: Sag ihr, was immer geschieht, ich werde ihr alles verzeihn.

Regine (steht auf)

Ich kann es nicht anhören. Ich muß aus Ehrgeiz und Verlegenheit heulen wie damals, als ich bei Jahresschluß aus Versehen in der Klasse die Erste geworden war.

Maria

Er hat an sie geglaubt: das ist eine Kraft, welche gut macht!

Thomas

Und Anselm? Ich weiß doch, worauf ihr hinauswollt! Hast du verschlafen, daß du ihm nachstellst?!

Maria (fast ein wenig lächerlich in ihrer Aufrechtheit)

Es ist eine seiner Entgleisungen. Man darf sich davon nicht abschrecken lassen. Man darf sich nicht seinen Einbildungen anpassen. Man muß auf das Gute in einem Menschen hören wollen, dann findet er dafür Worte!

Thomas (nachspottend)

Man muß nur nicht gering denken wollen, dann erschließt er sich, der andere Mensch.

Maria

Du hast ihm stets nur weh getan bei seinen Schwächen.

Thomas

Also was soll ich tun?

Maria

Man darf ihn nicht einfach verkommen lassen. Man darf etwas, das gut sein könnte, nicht verfallen lassen.

Thomas

Soll ich ihn vielleicht bitten, noch eine Weile bei uns zu bleiben?

Maria

Ja. Du hast mich nicht vor ihm gewarnt; du hast nur gespottet.

Thomas (ruhig und entschieden)

Nein. Einen, der uns so bloßgestellt hat, hole ich nicht zurück.

Regine (zu Maria)

Sprich gar nicht erst darüber! Erinnre dich doch: den ersten Schritt haben weglose Schwindler, wie Anselm oder ich, und bedeutende Menschen gemeinsam; aber den letzten macht Thomas allein! (Ab)

(Maria geht plötzlich ganz nah zu Thomas und sieht ihn hilflos an. Thomas tritt traurig zurück)

Thomas

Hast du jetzt eingesehn? Daß du ihm aufgesessen bist?

Maria

Ich habe es eingesehn. Aber Thomas! Thomas!! Wenn man alles vorhersieht, will und eintreffen macht: – das macht nicht glücklich.

Thomas (eine Erschütterung verbergend)

Erklär dich.

Maria

Ich vermag euch ja nicht zu folgen, ich bin nur ein einfacher Mensch. Aber glücklich kann man nur durch etwas Unberechenbares sein; durch etwas Unvorhergesehenes; das einem gerade so einfällt und da ist und vielleicht gar nicht richtig ist. – Ich kann mich nicht so ausdrücken. Man hat soviel mehr Kräfte als Worte in sich! Ich muß mich ja vielleicht schämen: Aber Anselm gab mir etwas!

Thomas

Was du bei mir entbehrt hast?

Maria

Ja … Was würdest du tun, wenn ich fortginge?!

Thomas

Ich weiß es nicht. Geh doch.

(Pause. Maria kämpft mit den Tränen)

Maria

Ja, so bist du. Auf alles verzichten, wenn ein neuer Plan dir besser erscheint. Ich weiß, daß du mich gern hast. Du weißt, daß ich Anselm nie verzeihen werde. Nie! Aber selbst dieser arme Mensch spendet mehr Ruhe und Wärme als du. Du willst zuviel. Du willst alles anders. Das mag alles richtig sein. Aber ich habe Angst vor dir!

Thomas

Du bist schön. Habe ich dir das nie gesagt? Du bist schön wie die Himmelswölbung – (den ergriffenen Ton verbessernd) oder irgend so etwas, das sich seit Jahrtausenden gleich blieb. Das hat auch Anselm verführt. – Gewiß bin ich an allem schuld. Ich kann nicht anders sein als ich bin. Denn siehst du, Anselm und ich denken beide anders als du.

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18+
Litres'teki yayın tarihi:
10 haziran 2026
Hacim:
5257 s. 13 illüstrasyon
ISBN:
9782377871742
Telif hakkı:
Bookwire
İndirme biçimi: