Kitabı oku: «Robert Musil: Gesammelte Werke», sayfa 56

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Maria

Anselm und du –?

Thomas

Ja. Er war bloß zu schwach dazu, er hielt es nicht aus. Er drängt sich plötzlich zwischen die Menschen, die sich in dieser Welt zu Hause fühlen, und fängt an, in ihrem Stück mitzuspielen; in wunderbaren Rollen, die er für sich erfindet – –: Ich meine aber trotzdem, Anselm und ich können nie die Wahrheit vergessen.

Maria

Und ich? Ich lüge vielleicht?

Thomas

Nicht in diesem Sinn; in diesem Sinn lügt er ja. Ich mehr so –, mehr die Wahrheit, daß wir mitten in einer Rechnung stehn, die lauter unbestimmte Größen enthält und nur dann aufgeht, wenn man einen Kniff benützt und einiges als konstant voraussetzt. Eine Tugend als höchste. Oder Gott. Oder man liebt die Menschen. Oder man haßt sie. Man ist religiös oder modern. Leidenschaftlich oder enttäuscht. Kriegerisch oder pazifistisch. Und so weiter und so weiter, diesen ganzen geistigen Jahrmarkt entlang, der heute für jedes seelische Bedürfnis seine Buden offen hält. Man tritt bloß ein und findet sofort seine Gefühle und Überzeugungen auf Lebensdauer und für jeden denkbaren Einzelfall. Schwer ist es nur, sein Gefühl zu finden, wenn man keine andre Voraussetzung akzeptiert, als daß dieser entsprungene Affe, unsere Seele, auf einem Lehmhaufen kauernd, durch Gottes unbekannte Unendlichkeit saust.

Maria

Vielleicht hast du recht, alles so zu komplizieren. Ich kann nicht widerlegen. Aber ich kann das auch nicht ertragen. Immer vor solchen Aufgaben zu stehn. Auch Anselm ist an dir zusammengebrochen!

(Regine tritt aufgeregt ein)

Regine

Er ist fort!

Thomas

Aufgefahren aus dem Grabe. So gehört sich’s für einen Wundermann.

Regine (zu Maria)

Für dich liegt ein Zettel in seinem Zimmer. Er wartet bis morgen mittag auf dich in der Stadt.

Thomas

Was heißt das?

Maria

Daß er noch einmal sprechen möchte. Daß er noch einmal angehört werden will.

(Thomas zuckt die Achseln. Maria geht hinaus)

Regine (scharf)

Weißt du genau – wie Anselm ist?

Thomas

Ja.

Regine

Dann handelst du grausam gegen Maria.

(Pause)

Thomas

Weil ich sie gewähren lasse? – Die schwere, hilflose Maria, verstehst du? Sie soll sich nur anstoßen! Verstehst du? Wie ein schwerer Kreisel geht sie ihre innere Bahn. Peitschen möchte ich …!

Regine

Ich hätte so gern etwas Böses angefangen mit dir, um mich an Maria zu rächen: ich brachte es nicht zuwege. Anselm hat das gebrochen in mir. Wie man einen Nachtwandler weckt. (Thomas sieht sie erstaunt und erwartungsvoll an) Ich glaube, ich wollte einmal ein sehr guter Mensch werden. Gelobt von allen; gehätschelt wie ein Hund, dem man sagt: gutes Hündchen!: Nie habe ich gut sein können.

Thomas

Ja das ist auch viel schwerer. Nur dumme Menschen haben es darin leicht.

Regine

Nicht so wie Maria; das vertrage ich nicht. Frenetisch gut. Zwischen den höchsten Trapezen der Güte einen Saltomortale schlagend; unter dem Atemanhalten der Menge, im lautlosen Augenblick, wo der Funke zwischen Losdrücken und Pulverfaß des Beifalls schwebt. Als wir in die Schule gingen, wollte ich einen kleinen Knaben heimlich adoptieren und zu einem Prinzen erziehn. Ich wollte sogar unsre Gouvernante heiraten, weil mir ihr boshaftes Alleinsein leid tat. Ich dachte mir, ich würde irgendeinmal noch wie eine Fee Menschen zu beglücken vermögen. Als ich sieben Jahre alt war, hatte ich dafür eine Zauberformel gefunden und ich sang sie stundenlang der kleinen Gärtnerstochter laut ins Ohr und kniff und prügelte sie, weil sie weinte statt schöner zu werden. Aber später scheitert das alles einfach an den Menschen. Man sieht sie wirklich und genau wie sie sind. Man kann sie nicht lieben.

Thomas

Nein. Aber man muß sie lieben; zuweilen; wenn man nicht zu einem gespenstischen Wesen verdünnen will! Das ist es.

Regine

So wie man schlafen muß und essen; aber ich kann nicht mehr!! (Pause. Sie sucht nach einem Anfang) Thomas! Lach mich nicht aus: Ich möchte ein Opfer bringen. Niemandem, nur dir. Nicht für eine fremde Regel will ich ja gut sein; aber für dich, der du bist wie ich, nur stärker: Ich werde zu Josef zurückgehn.

Thomas

Aber unsinniger Einfall, Regine; ich erlaube dir nicht einmal an so etwas zu denken.

Regine

Aber ich will … lach mich nicht aus … ich will einmal im Leben einer Idee dienen!

Thomas

Aber ich habe keine Sorge wegen Josef. Anselm wird er nun nichts mehr tun und mir … mir? … also mir liegt nichts mehr daran, wenn er mir schadet.

Regine

Mir liegt auch nichts mehr an mir. Weis es nicht ab; es fällt mir ja ohnedies so schwer … Nein, jetzt kann ich kaum mehr, wenn ich Zeit habe, es mir vorzustellen.

Thomas

Sei nicht so mutlos! Ich bitte dich, sei nicht mutlos. (Er wirft sich wütend und ohnmächtig auf die Bank, auf der Regine gesessen hat)

Regine

Du bist gewiß gut … aber wer weiß, was du mir jetzt getan hast …?

Thomas

Was heißt das?

Regine

Horch, es kommt jemand. Ich kann dir das nur allein sagen.

(Ab)

(Thomas sitzt, den Kopf in die Hände gestützt. Josef und Stader treten ein, geblendet aus dem Dunkel; Stader trägt ein Licht)

Josef

Es ist peinlich; wir schleichen in einem fremden Haus nachts herum.

Stader

Die Wahrheit festzustellen, erhebt über niedrige Begleitumstände.

Josef

Aber schweigen Sie doch! Philosophieren Sie nicht immer! … Wenigstens nicht so laut … (Er putzt seine Brillengläser und sieht blind umher. Stader hat eine Tür geöffnet und ist halb darin verschwunden, wodurch sich erklärt, daß auch er Thomas nicht bemerkt) Wissen Sie genau, wo sich die Mappe befindet?

Stader

Hier muß es weitergehn; ganz am Ende liegt das Arbeitszimmer. Ich weiß und bemerke alles.

Josef (in flüsternder Wut)

Schreien Sie nicht so! Sie werden noch jemand wecken! Die Situation ist beschämend inkorrekt. Dafür haben Sie natürlich nicht Verständnis … (Seufzt. Für sich gesprochen) Aber ich finde keine Minute Ruhe, solange ich diese Papiere in einer fremden Hand weiß.

(Er hat die Brille aufgesetzt; Stader ist umgekehrt, um den konfus gewordenen Menschen mitzunehmen. Beide bemerken jetzt Thomas, der aufsteht. Stader bläst zwecklos rasch seine Kerze aus)

Thomas

Ich will euch den Schlüssel geben. In der Mittellade des Schreibtischs liegt die Mappe.

(Er reicht Josef den Schreibtischschlüssel, der gibt ihn mechanisch an Stader weiter, Stader verschwindet damit, froh sich der Situation zu entziehn, dennoch einen zärtlich forschenden Blick auf Thomas werfend. Josef, unsicher, betreten, folgt ihm, kehrt sich aber in der Türe zu einer Erklärung um)

Josef (entschuldigend)

Das muß vernichtet werden … Ich hätte es wahrhaftig gestohlen. Wenn es nicht Mord wäre, würde ich sogar diesen Kerl (er deutet hinter Stader drein), der von allem weiß, – ermorden!

(Thomas zieht ihn, der diese Vertraulichkeit mit steifer Nachgiebigkeit auszugleichen sucht, ins Zimmer zurück)

Josef

Ich habe begonnen, mich gedanklich mit den Tatsachen noch einmal auseinanderzusetzen. Ich bin neuerlich zu dem Resultat gekommen: Es kann sich nur um eine krankhafte Verwirrung handeln! Das war keine Liebesgeschichte!

Thomas

Nein, das war keine Liebesgeschichte. (Er läßt ihn plötzlich mit sonderbarem Lachen los) Such, Such! Verhafte ihn! Hetz deinen Polizeihund auf ihn!

Josef

Du … (er macht eine bezeichnende Gebärde) … bist übermüdet.

Thomas (wirft sich in einen Stuhl)

Sehr müd.

Josef (vor ihm stehend)

Zuviel Gefühl, mein lieber Thomas; hier können nur Grundsätze helfen!

Thomas

Zuviel Gefühl: ja, ja, jaja. Maria sagt, ich hätte nie Gefühl gehabt.

Josef

Nun ja, Frauen; sie wird heute auch anders denken. Jedenfalls habe ich mein letztes Wort wegen dieses Infektionskranken, den du in deinem Haus duldest, gestern schon gesagt! … Jedenfalls werde ich ihn wirklich verhaften lassen, sobald richtig Tag ist und Amtszeit und man telephonieren kann … (Sich mildernd) Das alles kommt von den übertriebenen Gefühlen. Man hat nicht soviel Gefühl zu haben; oder höchstens für das Große und Erhabene, wo es nicht so schaden kann … Es war dir eine schwere Enttäuschung? … Nun ja, ich meine, du bist doch ein Mann der klaren Verstandestüchtigkeit; du hast dich nur so umwerfen lassen, weil die überschwenglichen Gefühlsbezeugungen dieses Narren anfangs jeden anstecken.

Thomas (müd, nachgiebig, aber geheuchelt)

Kannst du nicht etwas bei mir sitzen bleiben?

Josef (schickt sich an, Stader zu folgen)

Nein, das nicht; das so lange nicht, als du nicht zu dir zurückgefunden hast.

Thomas

Nur noch ein bißchen Geduld; dein Sieg ist ja unaufhaltsam.

Josef (wieder sich mildernd)

Ich könnte es auch nicht ertragen; ich muß die Dokumente dieser Verirrungen noch einmal studieren. Ich brauche eine feste, verläßliche Grundlage, um existieren zu können. (Ab)

(Thomas setzt sich an einen in der Mitte des Raums stehenden schweren Tisch und stützt wieder den Kopf in die Hände. Maria tritt ein, setzt sich ihm gegenüber, sieht ihn an; er sieht auf, sie wirft den Kopf in die Arme und weint. Thomas steht auf, setzt sich ihr stumm gegenüber und streichelt sie)

Maria (aufschauend)

Ich komme mir wie eine Abenteurerin vor.

Thomas

Du mußt es tun. Wenn man etwas mit ganzer Seele für eine Sache tut, wird sie es nachträglich wert.

Maria

Ich will es und mir ist bang davor.

Thomas

Man ist immer überwartet und abgespannt, wenn man bis zur Verwirklichung gelangt.

Maria

Mir ist, als läge alles, was ich tun will, schon lange hinter mir. Wozu tue ich es denn?! Wozu?! Aber ein Uhrwerk läuft immer weiter in mir.

Thomas

Du mußt es tun. Schließlich ist, was daraus wird, das einzige, woran du erkennen kannst, was es war.

Maria

Das gleiche hast du von Anselm gesagt; du stößt mich hinaus.

Thomas

Das muß sein wie Kopfsprung: der Wille und das ist noch gar nichts; und plötzlich schon das neue Element und du regst Arme und Beine. Man ist ja bei den Lebensentscheidungen eigentlich immer abwesend.

Maria

Weißt du denn überhaupt, was ich will??

Thomas (sieht ihr in die Augen)

Ich will nicht wieder Druck auf dich ausüben.

Maria

Ich will mit Anselm noch einmal sprechen. Vielleicht … bringe ich ihn zurück …?

Thomas

Ich sehe deine Gefahr; aber wenn du sie willst, muß ich sie auf mich nehmen.

Maria (ihn wieder versuchend)

Und wenn ich nicht zurückkäme? Was würdest du tun?

Thomas

Ich weiß es nicht.

Maria

Du weißt es noch immer nicht?

Thomas

Man soll nicht immer sagen: Das oder das nicht muß geschehn. Warten. Ich weiß nicht, was mir einfallen wird. Ich weiß es ja nicht!

Maria (springt auf)

Das halte ich nicht aus!

Thomas (sanft)

Wenn ich dich so ansehe, ist mir, als ob ich schon einem andren von dir erzählen würde. Sie war so schön und gut und etwas Wunderbares begab sich. Aber weiter weiß ich es eben noch nicht.

Maria (zögernd)

Du bist so eigensinnig.

Thomas

Eine Drehorgel könnte unten spielen. Es könnte Sonntag sein. Voll der Schwermut einer grau versunkenen Woche. Ich könnte mich jetzt schon bis zu Tränen nach dir sehnen. Aber die Vorstellung, mich mit dir in eine so starre Beziehung wie Liebe oder sonst eine völlige Gemeinschaft einzusperren, erscheint mir kindisch … Ich könnte jedoch … vielleicht einem, der das tun kann … für dich dankbar sein.

Maria

Weißt du, wie du doch bist? Trotz allem, was du dagegen tust? Das große Gutseinwollen, das man manchmal als Kind vor dem Einschlafen mit Herzklopfen gefühlt hat.

Thomas (abwehrend)

Vergiß nicht: Zarte Bläschen jetzt werden vielleicht in wenigen Tagen vertrocknete Haut sein.

Maria

Nein. Man darf sich nicht das ganze frühere Leben einfach so aus der Hand schlagen lassen! Ich möchte es wenigstens in einen klaren Gedanken pressen!

Thomas

Geh; es ist Zeit, wenn du den Zug noch erreichen willst.

Maria

Ich kann dich nicht so lassen. Ich soll von diesem Tisch fortgehn und dich allein lassen? Ich möchte dir noch den Tee einschenken … Die Wäsche auszählen … ich weiß nicht was, nichts, nichts ist da. (Sie entdeckt den Teekessel, den sie schon früher vorbereitet hat, zündet die Flamme an und wirft Tee ins Wasser) Verzeihst du mir?

Thomas

Laß uns aufrichtig scheiden: ich habe gar nicht darüber nachgedacht. Mir ist schon, als ob alles versunken wäre und unterirdisch weiterliefe, um irgendwann und irgendwo einmal emporzubrechen. Es ist Marsch in mir, keine Gegenwart … Geh Maria, du mußt.

(Maria steht in schweigendem Kampf da)

Thomas

Ich bin ja auch traurig.

Maria

Du bist nicht traurig; du schickst mich weg. Mir fällt es so schwer, von dir fortzugehn; ich weiß nicht warum. Wir Frauen lieben tiefer!

Thomas

Weil ihr Männer liebt. Über euch bricht mit dem Mann die Welt herein.

Maria

Du sehnst dich schon nach etwas.

Thomas

Vielleicht nach Nachdenken.

Maria

Das Weinen steht in mir von den Füßen bis zu den Augen wie eine Säule.

(Thomas will auf sie zugehn. Sie läßt den Tee stehn und läuft zur Tür hinaus. Thomas bleibt einen Augenblick lang betroffen stehn. Dann geht er zur Teemaschine und hantiert dort fertig. Ein Türspalt hat sich geöffnet. Stader schiebt sich herein. Thomas beim Tee, bemerkt ihn nicht gleich)

Stader (räuspert sich wiederholt)

Ich will nicht stören … Sie verzeihen …

Thomas (aus Versunkenheit auffahrend)

Was gibt’s?

Stader

Ich darf mir in meiner augenblicklichen Mission eigentlich nicht erlauben … Aber wenn man es genau betrachtet …

Thomas

Wie –?

Stader

Ich fühle mehr mit Ihnen! Bei aller Hochachtung für Seine Exzellenz. Ich verehre Sie seit Jahren. Ich darf mir die Freiheit erlauben, zu raten: Lassen Sie sich nicht auf diese verlorene Sache ein. Darf ich unter Männern sprechen? Sie ziehen sich zwecklos Enttäuschungen zu.

Thomas

Ach, ja so … Ich weiß zwar nicht, wie ich dazukomme: wenn Sie mich aber, wie Sie sagen, verehren, möchte ich, daß sie schweigen. Verstehen Sie, wie ein Grab?

Stader

Ich möchte Ihnen ja einen Vorschlag machen; Sie können sich auf mich verlassen, Herr Professor.

Thomas

Sie waren Zufall? …!!

Stader

Ja.

Thomas

Sie waren überhaupt nicht!

Stader

Gewiß nicht.

Thomas

Bitte nehmen Sie Platz.

Stader

Danke. Seine Exzellenz hat sich inzwischen in seine Lektüre vertieft. (Er setzt sich vorsichtig; schweigt, nach Worten suchend; und platzt los) Ich verfolge Sie nämlich schon seit Jahren, Herr Professor.

Thomas

Warum? Was soll ich angestellt haben?

Stader (entzückt)

Oh, selbst Sie haben kein ganz freies Gewissen. Ich sah es an Ihrem Augendeckel. An einem mikroskopischen Zucken. An unterbewußten Schuldeinbildungen leidet heute jeder. – Aber nicht so, nicht so: Ihr Schaffen verfolge ich, Ihr wunderbares Werk!

Thomas

Verstehen Sie denn etwas davon?

Stader

Ja eigentlich nicht. Das heißt natürlich, soweit nicht mein Beruf … mein Beruf setzt mich in Verbindung mit allen Wissenschaften … aber, also …: schon vor Jahren nämlich hat mir Regine von Ihnen erzählt.

Thomas

Sagen Sie doch nicht Regine. Sagen Sie: Ihre Exzellenz oder sagen Sie: die gnädige Frau Kusine. Na, wollen Sie eine Zigarre?

Stader (wehrt ab)

Ich stehe noch in einer sozusagen dienstlichen Handlung gegen die gnädige Frau Kusine, danke, es geht nicht.

Thomas

Eine Zigarette?

Stader (unfähig, gegen Thomas länger den Beleidigten zu spielen)

Danke, vielleicht. (Er nimmt sie) Aber es wäre mir ungeheuer peinlich, wenn mich Seine Exzellenz so träfe. (Er verbirgt die Zigarette nach jedem Zug in der hohlen Hand)

Thomas

Also was hat man Ihnen erzählt?

Stader

Oh viel; und ich gab keine Ruhe. Einige Aussprüche habe ich ja wörtlich aufgeschrieben! (Zieht ein Notizbuch hervor) Ich verstehe sie freilich heute ganz anders als damals. Ich muß sogar zugeben, daß ich sie damals gar nicht verstand. Aber ich ahnte doch damals schon die ungeheuren Möglichkeiten dieser Art von Mensch, die ich jetzt klar vor mir sehe. (Er hat geblättert und zitiert nun) »Wir stehen an der Schwelle einer neuen Zeit, die von der Wissenschaft geführt oder zerstört, jedenfalls beherrscht werden wird. Die alten Tragödien sterben ab und wir wissen nicht, ob es neue noch geben wird, wenn man heute schon im Tierexperiment durch einige Injektionen Männchen die Seelen von Weibchen einflößen kann und umgekehrt. Wer kein Integral auflösen kann oder keine Experimentaltechnik beherrscht, sollte heute überhaupt nicht über seelische Fragen reden dürfen.« – Wissen Sie noch, zu wem Sie das geäußert haben?

Thomas

Ja, natürlich.

Stader

Das ist aus dem Brief an Seine Exzellenz. Das hat mir mächtigen Eindruck gemacht. Verstehen Sie? Denken Sie sich, welche Bedeutung für die Moral und Kriminalistik, ganz abgesehen von den Perspektiven für die detektivische Verkleidungskunst. (Er steht auf) Herr Professor! Soll man das praktisch unausgenützt lassen?

Thomas

Ihre Exzellenz hat mir davon erzählt.

Stader

Ihre Exzellenz? Ihre Exzellenz hat –? Hat doch –?

Thomas

Wollen Sie sie nicht zum Dank aus einer peinlichen Situation retten?

Stader

Mhm; ich weiß schon, was da herauskommt. Sie meinen, ich soll diese Mappe stehlen? Diesen Geschäftszweig kultiviere ich höchst ungern.

Thomas

Oh? Nein; es war mir nur etwas durch den Kopf gefahren. Es ist doch eigentlich recht unanständig, wie Sie sich gegen meine Kusine benehmen?

Stader (wehrt ab)

Ein Mann hat höhere Interessen. (Wieder von seinem Gefühl übermannt) Ja; auch ich war ein Schwärmer! Aber ich bin darauf gekommen, daß das nicht genügt. Lassen Sie mich Ihnen einen Vorschlag machen; wenn Sie auf den eingehn, tue ich alles für Sie! (Er setzt sich wieder) Ich biete Ihnen an, die Firma Stader, Newton & Co. mit Ihrem Eintritt als wissenschaftlicher Sozius zu beehren.

Thomas (belustigt)

Es kommt mir unerwartet. Ich weiß auch nicht ganz, was ich mir darunter vorstellen soll.

Stader

Ich spreche zu einem Mann wie Sie gar nicht erst von dem finanziellen Ertrag; wenn Geist nicht in Bücher verschleudert, sondern kaufmännisch verwaltet wird, bleibt sein Erfolg nicht aus. Sie wissen, ich war Diener?

Thomas

Ja.

Stader

Ich war damals schon nicht nur Diener. In der Nacht –

Thomas (abwehrend)

Bitte!

Stader

Nein, nein, in der Nacht bin ich durchgebrannt; immer. Ich war Sänger, das heißt Dichter; Volkssänger, verstehen Sie, so in den Wirtschaften und ich hab nur in der Nacht Zeit gehabt. Das hab ich aber später bald aufgegeben; ich war dann Hundefänger, Paukdiener, Vertrauensmann der Polizei, Kaufmann – ach, ich war noch mancherlei. Man hat etwas in sich, das in allen Berufen nicht seine Befriedigung findet. Eine Unruhe des Geistes, möchte ich sagen. Eine letzte Überzeugung fehlt. Da bleibt noch so etwas und zieht einen immer wieder hinaus. Man möchte immerzu auf der Straße gehn, einfach gradaus. Es ist etwas in einem! – Aber der Herr Professor lassen mich nur erzählen – –?

Thomas (hat sich eine Zigarre angezündet und hört aufmerksam zu. Seine Erschütterung ist in bitter heitere Laune übergegangen)

Nein, nein, erzählen Sie; es interessiert mich mehr als Sie denken können.

Stader

Da bin ich endlich daraufgekommen, daß es nur die Wissenschaft ist, welche Ruhe und Ordnung verleihen kann. Und habe mein Institut aufgebaut.

Thomas

Ich habe mich darüber unterrichtet.

Stader

Kennen Sie seine wissenschaftlichen Einrichtungen?

Thomas

Man hat mir davon erzählt. Sehr strebsam.

Stader

Hierfür wäre nun Ihre Leitung geradezu – ein Schlager! Ich brauche Ihnen nicht zu sagen, daß wir mit der Unfertigkeit der Methodik zuweilen noch zu kämpfen haben. Die Wissenschaft ist eben auch nicht immer praktisch genug angelegt worden; man erlebt Enttäuschungen. Größere aber mit dem Unverständnis der Menschen! Gerade in wissenschaftlichen Kreisen erfreut sich mein Institut noch nicht des Verständnisses, das es verdient. Wofür Ihre Hilfe daher ganz unersetzlich wäre, ist: Die Ausbildung der Detektivik als der Lehre vom Leben des überlegenen wissenschaftlichen Menschen.

Es ist nur ein Detektivinstitut, aber auch sein Ziel ist die wissenschaftliche Gestaltung des Weltbildes. Wir entdecken Zusammenhänge, wir stellen Tatsachen fest, wir drängen auf die Beobachtung der Gesetze; aber das ist nur der gewöhnliche Teil, mit dem würde ich Sie gar nicht belästigen. Mein große Hoffnung ist: die statistische und methodische Betrachtung der menschlichen Zustände, die aus unsrer Arbeit folgt.

Lassen Sie aus fünf zugedeckten Karten eine ziehen, so werden siebzig Prozent aller Menschen nach der gleichen Stelle greifen. Kontrollieren Sie Thermometer- oder Millimeterablesungen, wenn Bruchteile geschätzt werden müssen, so schätzen alle Menschen zu hoch oder zu niedrig, je nach der Lage zwischen den zwei benachbarten Strichen. Man hat mir erklärt, daß es Augen-, Ohren- und Muskelmenschen gibt, die durch bestimmte, für den Laien geheime Fehler voneinander unterschieden sind. Man hat mir gesagt, daß die Dichter, solange die Welt besteht, immer nur die gleiche, ziemlich kleine Zahl von Motiven benützen und nie ein neues erfinden können. Man hat mir gesagt, daß das Format, welches die vermeintlich so eigenwilligen Künstler ihren Bildern geben, nach ganz bestimmten Regelmäßigkeiten sich verlängert und zusammenzieht, wenn man den Blick über die Jahrhunderte schweifen läßt. Daß Liebende immer das gleiche sagen, ist bekannt. Im Sommer nehmen die Zeugungen zu, im Herbst die Selbstmorde. Man hat mir gesagt, daß dies eben alles so wie mit den Schaumkronen der Wellen ist: Nur der Laie glaubt, dieses weiße Sichüberschlagen sei eine ungeheure vorwärtstreibende Bewegung; derweil täuschen nur ein paar ausgerutschte Spritzer und das Ganze stampft auf dem Fleck eine wissenschaftliche Kurve ohne sich zu rühren. Soll man sich von sich selbst zum Narren haben lassen? Man tut etwas und heimlich ist es ein Gesetz! Man kann es einfach nicht aushalten, wenn man weiß, das alles wird man noch einmal genau wissen und man selbst weiß es noch nicht!

Thomas

Mein lieber Freund, Sie sind entschieden zu früh auf die Welt gekommen. Und mich überschätzen Sie. Ich bin ein Kind dieser Zeit. Ich muß mich damit begnügen, mich zwischen die beiden Stühle Wissen und Nichtwissen auf die Erde zu setzen.

Stader

Nein, Sie lehnen noch nicht ab!? Überlegen Sie es sich noch mehrmals!

Thomas

Man kann jeden Augenblick hereinkommen. Hören Sie, wir können ja einstweilen in Fühlung bleiben. Ich hätte einen Auftrag für Sie; keinen interessanten, nur einen ganz gewöhnlichen. Sie haben meine Frau gesehn. Doktor Anselm ist nachts abgereist. Meine Frau folgt mit dem nächsten Zug um –

Stader (sieht auf seine Armbanduhr)

Fahrplanmäßig soll er eben abgegangen sein.

Thomas (unterdrückt eine leichte Bewegung)

Ja. Sie werden sich also in der Stadt treffen und eine Unterredung haben.

Stader

Und Sie wünschen Material so wie für Seine Exzellenz?

Thomas

Nein. Ich will nur, daß Sie mir genau berichten, wie mein Freund dabei aussah, welchen Ausdruck er hatte und auch meine Frau – ob sie sich sehr aufregte, ob sie einen leidenden Eindruck machte oder einen befreiten, frischen; kurz ganz genau, als ob ich selbst zusehen könnte. Und dann halten Sie mich am laufenden über alles, was Doktor Anselm weiter beginnt.

Stader

Wenn ich Sie dadurch verbinden kann, das ist eine Kleinigkeit; ich habe auch Seine Exzellenz zur vollen Zufriedenheit bedienen können.

(Josef kommt, das bereits in Papier geschlagene Paket Notizen unter dem Arm, auf der Suche nach Stader)

Josef (ärgerlich)

Wo sind Sie denn?

Thomas (rasch)

Wir reden noch einmal später.

Stader

Exzellenz, gestatten gehorsamst! (Er will ihm diensteifrig das Paket abnehmen)

Josef (drückt es fester an sich)

Lassen Sie, lassen Sie; ich werde es selbst machen. (Zu Thomas in einlenkend sanftem Ton) Kannst du mir vielleicht etwas Bindfaden geben?

Stader

Ist schon hier, Exzellenz! (Er zieht ein Knäuel aus der Tasche und beginnt respektvoll das Paket noch in Josefs Arm zu umwickeln, so daß dieser es unwillkürlich auf den Tisch legt)

Josef

Aber wir brauchen auch Siegellack. Würdest du so gut sein?

Stader

Für alles ist vorgesehn. (Er zieht eine Siegellackstange aus der Tasche) Exzellenz sollten doch wirklich nicht so kleinmütig von meiner Voraussicht denken. (Er will Josef helfen)

Josef

Nein, nein; lassen Sie, Stader!

(Stader zieht sich diskret ein wenig zurück. Josef beginnt mit ungeschickten, hastigen und zittrigen Bewegungen die Mappe einzuschlagen. Thomas zündet, um auch seine Bereitwilligkeit zu beweisen, die von Stader weggestellte Kerze an)

Josef (halblaut)

Es war keine Liebesgeschichte!

Thomas

Nein, es war keine Liebesgeschichte. Aber was war es denn? (Er beginnt Josef zu helfen) Den Sarg geschlossen! Erde darauf. Mögen Blumen wachsen.

Josef

Du scheinst es zu leicht zu nehmen.

Thomas

Ich würde Regine die Wege zu einem neuen Leben freigeben.

Josef

Ich bitte dich, Thomas, keine Namen! Wir sind nicht allein.

Stader (von seinem Platz aus)

Haben Euer Exzellenz aber auch ein Petschaft bei sich, ein Petschierstöckl?

(Josef wendet sich an Thomas. Sie lassen das Paket los, das wieder aufgeht. Stader nimmt sich seiner mit einigen geschickten Griffen an)

Thomas

Nehmen Sie doch einfach eine Münze. (Zu Josef) Gut, ohne Namen: aber trotzdem würde ich die Wege geradezu öffnen; das ist doch schließlich moralisches ABC.

Josef (steif ablehnend)

Ich bitte!!

Stader (besänftigend)

Befehlen Eure Exzellenz Kopf oder Wappen?

Josef

Aber zum Kuckuck, machen Sie doch ohne zu fragen, wie Sie wollen!

Thomas

Zu verlieren ist ja nichts mehr, zu gewinnen auch nichts.

Stader (siegelnd)

Das ist auch so ein Fall. (Mit Anspielung) Man glaubt, es ist »Zufall«, Kopf oder Wappen; statt dessen unterliegt das einfach den Gesetzen der Wahrscheinlichkeitslehre und es beherrscht uns eine unheimliche Gewalt.

Josef

Ich habe dir schon vorhin bemerkt, daß du etwas überreizt erscheinst. Man ist nicht nur sich, sondern auch den Beteiligten Festigkeit schuldig.

Thomas (hartnäckig. Auf das Paket deutend)

Ich würde es überhaupt verbrennen.

Josef

Ich will nichts mehr hören!! (Sich auf Stader ablenkend) Sind Sie fertig? So gehen Sie, gehn Sie doch schon damit! … (Mäßigt sich) Warten Sie in meinem Zimmer auf mich! Bitte.

Stader (würdevoll)

Herr Professor, ich werde mir erlauben, später noch einmal vorzusprechen; Seine Exzellenz scheinen momentan unter einer Blutdruckkurve zu leiden. (Ab)

(Thomas bläst langsam, mit Genuß die Kerze aus)

Josef

Thomas! Wenn du denn noch einmal darüber sprechen willst: Ich kann nicht, solange dieser Mensch noch in deinem Hause ist; darauf muß ich dich aufmerksam machen.

Thomas

Er ist fort.

Josef

Wer er? Anselm meinte ich natürlich.

Thomas

Anselm ist abgereist.

Josef (erleichtert)

Hast du also doch eingesehn, daß du ihm aufgesessen bist? Ich möchte mit Regine sprechen.

Thomas

Das geht jetzt nicht … Sie fühlt sich nicht wohl.

Josef (vergewissert sich, daß Stader nicht horcht. Stimmlos vor Mißtrauen)

Sie ist mit ihm gegangen??

Thomas (ruhig)

Maria ist mit ihm gegangen.

Josef

Du machst einen Scherz? Ich verstehe zwar nicht, wie man das jetzt kann, aber du hast einen Scherz gemacht?

Thomas

Ich habe vielleicht übertrieben; er ist allein fortgefahren. Aber Maria ist vermutlich auch schon fort; sie reist ihm nach.

Josef

Nachreisen? (Er wird wieder mißtrauisch) Ihr habt euch noch immer nicht ganz von ihm losgelöst?

Thomas (fest)

Nein, nicht so. Maria reist aus eigenem Beschluß. Sie verurteilt das, was er tut, aber die Art, wie er es tut, nahm sie gefangen.

Josef

Aber was soll das denn bedeuten?!

Thomas

Erstens: daß mir einer die Knochen gebrochen hat – oder wenigstens die Verknöcherungen. Immerhin, der zähe Urschleim lebt noch. Zweitens: daß sich der nächste Mensch von mir losgelöst hat – worin ich ihm folgen werde; vielleicht ist er mir nur aus Angst vor mir zuvorgekommen.

Josef

Aber Maria! Eine Frau wie Maria? Dieser Seelenfänger! Oh, aber jetzt beginne ich einen neuen Zusammenhang zu ahnen: Von allem Anfang an beabsichtigte er nur, sie vor Maria zu demütigen, dieser Schuft? Meinst du nicht, ich müßte mich um Regine kümmern? Seit ich vorhin selbst dastand, ich weiß noch nicht wie, plötzlich mit der Kerze in schlafenden unbewachten Zimmern … ich bin wirklich noch jetzt verwirrt … wieviel mehr kann ein so wenig widerstandsfähiger Mensch wie Regine … ja da halte ich ganz gut für möglich, daß sie doch nur in einer Verwirrung gehandelt hat, als sie sich – – dieser Verfehlungen bezichtigen ließ.

Thomas

Setz dich lieber zu mir. Ich bin so froh, mit dir zu sprechen; ich habe mich förmlich darauf gefreut, dir als erstem davon zu erzählen. (Er setzt sich und zieht Josef auch in einen Stuhl)

Josef

Du bist merkwürdig ruhig. Verstehst du denn nicht: Die Hand, die dir die Speisen zuschob, hat sich vielleicht schon vergangen? Der Mund, dem du glaubtest, bloß wenn du ihn sich öffnen sahst, hat gelogen? Du hast dich bewegt wie in einem Heim und durch alle Mauern sahen fremde Augen herein? Die schlimmste Schande ist dir zugefügt worden, die einem Mann begegnen kann! … (Er sucht sich zu verbessern) Ich will das natürlich damit nicht annehmen.

Thomas (antwortet aber ganz beschaulich)

Weißt du, was ich dabei sehe? Daß die Liebe zu einem ausgewählten Menschen eigentlich gar nichts andres ist als der Widerwille gegen alle.

Josef

Ich glaube, du … Ja, bei dir glaube ich wirklich: du bist gefühllos.

Thomas

Ich habe sehr locker sitzende Gefühle.

Josef

Nein, nein, ich will mit Regine sprechen. Sie gehört in geordnete, sichere Verhältnisse. (Er steht auf)

Thomas (hält ihn fest)

Was wirst du ihr denn sagen? Was willst du tun?

Josef (betroffen)

Ja, was wirst du tun? (Plötzlich) Thomas! Lassen wir doch alles vergessen sein! Ich will dir nichts nachtragen. Wir müssen uns aufraffen. Wir stehn dem gleichen Feind gegenüber.

Thomas (hartnäckig beschaulich)

Die Fälle sind ganz verschieden. Zwischen Maria und Anselm ist nichts vorgefallen; da beginnt höchstens etwas. Zwischen Anselm und Regine ist etwas vorgefallen und hat zwischen ihnen geendet – oder ist zwischen ihnen verendet!: Das, was du ihre Verfehlungen nennst.

Josef

Nun willst du behaupten?

Thomas

Regine und ich haben uns genügend ausführlich darüber unterhalten. Wo willst du hin? (Josef ist aufgestanden)

Josef

Ich spreche jetzt erst recht mit Regine. Ich will in meinem Unglück wenigstens einen klaren, reinen Abschluß haben. Sie soll diese entsetzlichen Verirrungen mir ins Gesicht bekennen, wenn sie das kann, ohne daß ihre Rede vor Scham über sich selbst zusammenbricht.

Thomas

Sie würde gar nicht erst mit der Rede anfangen. Denn sie weiß, daß sie dir nichts erzählen könnte als dumme Abenteuer. Irgendein Schafskopf, ein Wortemacher, Gefühlsschüttler oder auch ein Tatzenmensch, ein Athlet – trotzdem er nicht einmal die Kraft eines kleinen Pferdes hat – wächst plötzlich ins Ungeheure: Liebe! So wie es Angst ist: das feindlich Unbekannte wächst. Das Unbekannte wächst in beiden Fällen! Kannst du dir das vorstellen? – Eben; ich beinahe auch nicht. Das Unbekannte, das uns zu umgeben scheint, wächst aber offenbar zuweilen für bestimmte Menschen. Es scheint Menschen zu geben, in denen etwas locker ist, das in allen andren festsitzt. Es reißt sich los … Welche Genugtuung jedenfalls, hinterdrein festzustellen, daß der Anlaß Franz hieß oder sonstwie und jene blöden Worte und Versicherungen, durch die sich Liebende gegenseitig anstecken! Sie wußte natürlich auch, daß das unwürdig ist.

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Yaş sınırı:
18+
Litres'teki yayın tarihi:
10 haziran 2026
Hacim:
5257 s. 13 illüstrasyon
ISBN:
9782377871742
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