Kitabı oku: «Robert Musil: Gesammelte Werke», sayfa 59

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(Er kehrt zurück, begegnet dem Gelehrten am Weg zum Tisch)

Gelehrter (im Vorbeigehn)

Glauben Sie ernsthaft, dass Sie Alpha mit einer Musikpartitur eine Freude machen?

Musiker (bei den übrigen)

Können Sie eigentlich verstehn, wie ein Mensch Historiker sein kann?

Gelehrter (einsam, vergessend)

Ich bin nicht so geschmacklos, mich mit Beethoven zu vergleichen. Aber angenommen, ich wäre Beethoven: wie könnte ich es beweisen, ohne zugleich Historiker zu sein?! Ich danke Dir, Herr, dass Du in dieser Frau den Sinn für Objektivität geweckt hast, um mich im Vertrauen auf meinen Beruf zu bestärken.

(Im Zurückgehn zum Reformer) Oh, das ist nur die Psychologie von Eschenmayer, bekannt dadurch, dass Herbart sie in der zweiten Ausgabe seiner Einleitung in die Philosophie mit dem Autornamen zitiert, während er sie in allen andren Ausgaben bloss als die »verkehrteste unter vielen verkehrten Nachahmungen« Christian Wolffs anführt.

Reformer

Und das ist Die Neue Welt! (Die andren tippen hinter ihm bloss an die Stirn)

Gelehrter (zu den übrigen)

Können Sie eigentlich verstehn – – –?

Musiker (zu ihm)

Aber Sie glauben doch auch nicht ernstlich –?

Gelehrter

Ja, kann ein Mensch denn bloss mit Musik –?

Musiker

Ein geistiger Mensch!

Gelehrter

Was sagen Sie geistig? Musik ist doch nur sinnlich!

Reformer (währenddessen)

Ich! Vielleicht sie! Sonst nichts!

Halm (beruhigend)

Pst! Pst! Sie werden Alpha richtig noch vor der Zeit wecken!

Politiker (Einwände abschneidend)

Das ist bloss der Amtskalender, jawohl. Aber es gibt nichts Belehrenderes; Alpha hat ihn sich stundenlang von mir erklären lassen. Darin steckt Wirklichkeit! Wir haben in der Politik zwar auch unsre geistigen Grundlagen, aber – (Er wirft das dicke Buch auf den Tisch)

Der junge Mann

Wenn Sie erlauben, ich glaube auch, dass Alpha mehr für das Zeitgemässe ist: Sie hat sich von mir »Des Ingenieurs Taschenbuch, Die Hütte« gewünscht; ich studiere, wie Sie wissen, Technik, um in die Fabriken meines Vaters einzutreten.

Halm (interessiert)

Ihr Herr Papa hat ausgedehnte Fabriken?

Der junge Mann

Oh ja.

Politiker

Hat man Sie aufmerksam gemacht, dass man ausser der geistigen Aufmerksamkeit auch noch eine kleine praktische –: Aufmerksamkeit, Aufmerksamkeit, aufmerksam, hoho?

Der junge Mann

Ich habe mir erlaubt, dieses hinterindische Gewebe …

(Er breitet einen Schal aus)

Halm (hingerissen)

Oh, wie entzückend! Man fühlt sich sogleich wie eine der zwölfhundert Frauen des Königs von Birma.

(Er legt frauenhaft den Schal um sich)

Musiker (eifersüchtig)

Ich habe diesen entzückenden Lendenschurz mitgebracht, den mir eine Schülerin von den Osterinseln geschenkt hat.

Halm

Oh! oh! Wie Sie Alpha verwöhnen! (Er legt sich vor dem Spiegel begeistert auch den Schurz um)

Politiker

Ich hatte leider zuviel zu tun – Geschäfte für Alpha –

Gelehrter (eine Kappe hervorziehend)

Diese Goldhaube ist eine Nachahmung der Kappe, welche Königin Anna von England im Jahre 1312, als –

Halm (reisst sie ihm förmlich aus der Hand)

Oh, wie wunderbar! Wie man erscheint – – – (Er hat sie aufgesetzt. Zu allen) Wie wunderbar sind Sie!

(Während Halm hingerissen vor dem Spiegel Weibchen macht und ganz vergisst, dass man nicht laut sein soll, ist es hinter dem Vorhang hell geworden. Nun tritt – in einem entzückenden Pyjama – Alpha auf. Sie will freundlich – wenn auch jederzeit bereit, den Ausdruck von Langweile vorzuschützen – die Anwesenden mustern, als sie Halm mit ihren Geschenken bemerkt)

Alpha (zornig)

Was machen Sie denn hier? Wie sehen Sie denn aus?

Halm

Liebe Freundin, Ihre Freunde wollten es sich nicht nehmen lassen, Ihren Namenstag – (ihre Blicke abwehrend), diesen erfundenen, diesen wunderbar zu Ihnen passenden kunstvollen Namenstag gemeinsam zu begrüssen.

Alpha

Legen Sie das ab und lassen Sie uns allein!

Halm (in gesteigerter Abwehr)

Ich dachte – da ich der einzige sein dürfte, der Ihren wirklichen Namenstag kennt –

Alpha (ihren Zorn zu Grossartigkeit zusammennehmend)

Meine Herrn, ich trug den Namen einer grossen Königin. Ich war fünfzehn Jahre alt und wehrlos, als meine pflichtvergessene Mutter mich trotz meines Sträubens an diesen Mann, der ihr Unrechtes versprach, verheiratete. Ich habe seither natürlich nicht nur seinen Namen wieder abgelegt, sondern auch meinen eigenen schönen Taufnamen, der mit ihm unschuldig in Verbindung geraten war.

Halm (äusserst aufgeregt)

Meine Herrn! Meine Herrn! Wenn Sie Sinn für Wert haben: den Namen Alpha habe ich erfunden. Sie selbst hat mich darum gebeten. Weil sie früher – – –

Alpha

Er leidet an Einbildungen! Sehen Sie ihn an! Er ist nicht normal und neidisch wie ein Frauenzimmer.

(Alle sehen Halm an, der verlegen zusammenknickt)

Alpha

Wenn ich ihm selbst verzeihen wollte, dass er mich geheiratet hat, so ist es doch einfach ein Missbrauch, das ernst zu nehmen. Weil ihn Beamte des Staats – die ich gar nicht kannte – irgendeinmal als meinen Mann erklärt haben, möchte er sich erlauben, wann immer zu mir zu kommen, ohne eingeladen zu sein? So befreien Sie mich doch schon von ihm! Die Existenz eines solchen Menschen ist ja einfach unerträglich!

(Währenddessen war Bärli aus dem Nebenzimmer hereingestürzt, verwilderten Aussehens, von Vinzenz scheinbar zurückgehalten, blieb betroffen stehn und starrt Alpha an)

Alpha (verändert)

Ah! … Ich hatte geträumt, bevor Sie hier waren, meine Herrn. Ich fuhr auf einem Auto. Bärli hatte mich entführt. Er hatte mich vorn auf den Kühler gebunden. Wir fuhren rasend darauf los. Aber – (zu Bärli) – wir kamen niemals, niemals an …

Bärli (Vinzenz einen Scheck reichend)

Hier ist das Geld. Ordnen Sie alles Nötige. (Zu Alpha) Leben Sie wohl, Alpha! Das heisst, Sie werden noch einmal von mir hören. Aber dann wird es das letztemal sein. Dann wird es das letztemal sein, dass … dass … (zu den Anwesenden) und diese Bande von Hanswursten!!! (Er stürzt ab)

Alle

Unerhört! Wo war er? Was! Anmassung!

Der junge Mann (der Vinzenz ins Auge gefasst hat)

Diesen Herrn habe ich auch noch nie gesehn? (Auf ihn zu): Mein Name ist Marek, stud. techn.

Vorhang

Zweiter Akt

Szene wie im ersten Akt. Das Zimmer ist bei Tag ein preziöses und etwas naives Gemisch von Boudoir und Studierstube.

Alpha in reizendem Hauskleid, Freundin in Strassenkleid. Beide damenhaft, aber mit »geistiger Besonderheit« gekleidet.

Freundin (Alpha umarmend)

Ooooh!

Alpha

Was denn?

Freundin

Ich bewundere Dich! (Schmiegt sich an sie und küsst sie)

Alpha

Ach … ch! (Kann sich kaum erwehren)

Freundin

Hast Du auch ein bisschen Liebe für mich?!

Alpha (die wie mit einem grossen zudringlichen Hund spielt)

Aber gib doch schon Ruh!

Freundin

Und Du sagst, er ist eigentlich ein kalter, böser Mensch?

Alpha

Vinzenz ist ein Mensch, von dem stets alle Leute behauptet haben, er sei ein böser, herzloser Mensch, selbst seine Eltern.

Freundin

Herrlich! Wunderbar! Es stimmt so zu mir!

Alpha

Solche haben oft ein tiefliegendes Herz.

Freundin

Natürlich. Ein ganz dunkles Herz.

Alpha

Das ist abgeschmackt gesagt.

Freundin

Sei nicht gleich bös, ich kann mich doch nicht so ausdrücken wie Du. Oh Du! (Presst sie wieder stürmisch)

Und man erzählt sich, dass er weiss Gott wieviel Laster habe? Wie verbringt er seine Zeit?

Alpha

Er ist doch Beamter.

Freundin

Das ist seltsam.

Alpha

Dummchen! Er ist ein mathematischer Beamter. Mathematiker für eine grosse Versicherungsgesellschaft. Da entwirft er, weisst Du, die Formeln, nach denen die Menschen sterben müssen, das heisst, wieviel sie zahlen müssen … so genau weiss selbst ich es nicht.

Freundin

Das muss ja sehr schwer sein.

Alpha

Natürlich ist es ungemein schwer. Er könnte sicher Professor sein, wenn er wollte.

Freundin

Und trotzdem ist er immer nur Korrepetitor oder Versicherungsmathematiker oder Agent oder höchstens Aushilfslehrer gewesen? Das ist herrlich!

Alpha

Er ist ein Mensch, den nichts zu binden vermag. So wie ich.

Freundin

Natürlich laufen ihm die Weiber nach!? Sie sind ja schamlos!

Alpha

Man sagt, er hat viel schlimmere Abenteuer.

Freundin

Schmutzige Weibergeschichten?

Alpha

Man sagt, noch viel schlimmer. Spiel, Händel, Kokain, polizeiliche Anstände, was weiss ich.

Freundin (an ihrem Hals)

Du! Du! Weisst Du: warum muss er gerade Dir gehören! Jeder andren würde ich ihn einfach wegnehmen! Ich würde sie umbringen! (Dringend) Und Du sagst bestimmt: er macht sich nicht viel aus der Liebe?

Alpha

Mache ich mir etwas aus seiner Liebe? Weiber. Geschichten!

Freundin

Ich mache mir auch nichts daraus. Ich liebe natürlich die Menschen. Aber es ist mein Unglück, dass es bei Männern schneller geht.

Alpha

Er hat aber auch für Musik wirklich nichts übrig.

Freundin

Die Kunst langweilt ihn überhaupt, hast Du gesagt? Recht hat er! – Du! Ich glaube, ich höre ihn im Vorzimmer!? (Sie läuft weg, lässt aber Vinzenz noch eintreten)

Ich gebe gar nicht so viel auf Musik, wie Du glaubst. Für einen wirklichen Mann ist sie ganz gewiss nichts und für uns arme Weiber auch nur etwas, weil es so wenig wirkliche Männer gibt! Ich könnte ja meiner Violine manchmal den Hals umdrehn! (Küsst Alpha rasch und herausfordernd, dann, nicht ohne mit einem langen, begeisterten Blick Vinzenz zu streifen, ab)

Alpha

Schade, dass ihr Atem so unangenehm riecht, wenn er heiss wird … Ich bin ja so glücklich, dass Du wieder da bist. Ich habe das alles ja so satt!

Vinzenz (sie betrachtend)

Du hast Dich wenig verändert. Der Ausdruck ist heute etwas anders, aber der ist bei Dir ja künstlich. Mein Gott, was warst Du für ein Mädel. Was warst Du für ein Wunderding von Mädel! Wenn ich die Augen schliesse, stehst Du auf der Dampferbrücke; der Wind rauft mit Deinen Röcken, die Beine strecken sich und halten den einen Arm hochgestemmt, der Arm hält das kleine weisse Taschentuch über sich, und oben hinaus lodert es wie eine luftfarbene Flamme. Unsre Zuversicht war es, die oben hinausloderte, unsre Liebe und unsre Träume. Du standest wie ein Berserker.

Alpha

Und Du hättest nach drei Wochen zurückkommen sollen und bist fünfzehn Jahre lang nicht gekommen!

Vinzenz

Ja, das ist es eben. Man kann es natürlich von zwei Seiten ansehn, von damals und heute. Damals hattest Du sehr grosse Ideen: Reichtum, Leidenschaft, Berühmtheit, das war eigentlich alles noch nichts! Und als Wirklichkeit hattest Du bloss mich. Du warst so unverdorben wie ein hungriger Magen und hattest einen herrlichen Lebensappetit. Ich aber auch. Also waren wir eigentlich gar nicht wie Mann und Frau, sondern wie zwei Mädchen, die sich nach dem gleichen Mann sehnen!

Alpha

Aber ich hatte Dich lieb!

Vinzenz

Ja, das ist es doch: ich hatte Dich auch lieb. Damals auf dem Dampfer, Du warst noch nicht verschwunden, standest noch steil und klein da, beschloss ich schon, unser Versprechen – wie soll ich sagen? – zu lösen. So lieb hatte ich Dich!

Ich hatte Dich so lieb, dass jeder Strauch, jeder kleine bellende Hund gewissermassen einen Du-Akzent davon hatte. Du kennst das, Du hattest mich ja auch so lieb. Man ist kein Körper mehr, sondern nur ein Wölkchen in einer klaren Durchlässigkeit, in der die andren Menschen und Dinge auch nur wie Wölkchen sind. Man versteht die Reden der Berge und Täler, des Wassers und der Bäume, weil man zueinander auch nicht mehr mit Worten spricht, sondern nur mit dem Glück des Daseins als zwei kleine nebeneinander geritzte Striche in der Unendlichkeit. Man kann schliesslich kein Stücklein Brot mehr essen, sondern kaut daran wie eine Gebetsmühle.

Ich war damals auf dem Höhepunkt dieses Glücks; damals, als ich abreiste. Da sagte ich mir plötzlich, dass Kathi – damals hast Du ja noch nicht Alpha geheissen – ich sagte mir also, dass man unmöglich Kathi oder Vinzenz heissen und sich dauernd in solchen Zuständen befinden könne.

Alpha

– Kein Mensch weiss hier, wie ich hiess! Bitte vergiss nicht! –

Vinzenz

Ausser Halm, der sich gerade damals um Dich bewarb. Hatte ich nicht recht? Mag der Teufel wissen, was für Zustände es sind. Aber eines ist sicher: dass man sie in Stein festhalten kann, wie Bernini die vom Pfeil des Himmels getroffene heilige Therese, oder in Versen, aber nicht im Fleisch und Blut. Wo kommt dieses Unirdische hin? Da packte es mich plötzlich: wo das hinkommt, will ich auch hinschaun! Ich bin meiner Liebe nachgereist; im vorhinein sozusagen.

Alpha

Du hättest den Glauben haben müssen. (Sie zieht ihn neben sich)

Vinzenz (abrückend)

Meine Mütze recht hoch in die Luft zu werfen? Vielleicht wäre sie dann bis in den Anziehungsbereich des Mondes gedrungen und nie mehr zurückgekommen, und ich hätte ihr nachfliegen müssen?

Weisst Du auch, Alpha, wer das zum erstenmal sagte? Und erinnerst Du Dich, wann? Zwei Tage damals vor der Reise? Und erinnerst Du Dich, wer die Mütze nicht werfen wollte? Zu welchem Mond ist sie kurz danach geflogen? Wenn ich zurücksinne, ist mir, als ob Du damals schon zwischen mir und dem ehrbaren Himmelskörper des Herrn Apulejus-Halm geschwankt haben müsstest.

Alpha (fasst seine Hand)

Du hast zuviel verlangt. – Für damals.

Vinzenz (sich wieder loslösend)

Nein, Alpha, Du hast recht gehabt! Siehst Du, schliesslich habe ja auch ich später ein oder das andre Mal die Mütze geworfen, und einige Wochen später klatschte eine flatternde Gans zur Erde.

Mit diesen Sachen muss es schon eine schwer zu verstehende Bewandtnis haben. Und mit niemand vermöchte ich darüber zu sprechen als mit Dir. Wo immer ich später und bei wem immer ich war, hatte ich das Gefühl: darüber sprechen will ich erst mit Dir, die es weiss, wie wir damals waren. Es war mir auf der Wanderschaft: weil wir zugleich den Weg verloren hatten, könnten wir auch nur gemeinsam einen wiederfinden.

Alpha

Aber heute? Du hast doch gesagt, dass man Deine Rückkehr auch von heute ansehn muss!

Vinzenz (lächelnd)

Was habe ich gesagt? Heute? … Ach ja. Ganz recht … Sag einmal, Kathi – (er nimmt ihre Hand) –, solang man – Mädchen ist, das muss doch – muss doch das Leben, und muss die Hoffnung so aufregend ungefähr sein, wie wenn man es hinter einem Fenster von Mattglas sähe? Heute verstehe ich es erst, denn später werden überall die Scheiben eingeschlagen. Scherben, leere Rahmen. (Sie an sich ziehend) Ich habe es ja so satt. Und Du – bist auch nicht glücklich …? Nur vor dem – was damals zwischen uns – sein Ende nicht gefunden hat: – liegt noch ein Wunderglas. Das letzte. Lass es uns auch zerbrechen. (Sie küssen sich. Umschlungen gegen den Alkoven. Unterwegs Halt auf der Ottomane)

Alpha (besorgt)

Du bildest Dir nichts darauf ein, dass ich Dich liebe? Es ist ganz unwichtig.

Vinzenz

Ein bisschen liebst Du doch wohl diesen Bärli?

Alpha

Ach was, was ist das?

Vinzenz

Eben. Gar nichts. Geld ist gar nichts, solange es in Aktien und Unternehmungen und dergleichen wie in Steinkäfigen eingesperrt ist. Ich habe eine wundersame Erfindung. Kein Mensch kennt sie. Dir will ich sie als erstem erzählen. Wir werden viel, viel reicher sein als Bärli. Kannst Du Dir vorstellen, was reich sein heisst?

Alpha

Nun, was hat Bärli schon Besondres?

Vinzenz

Gott! er ist ein armer Teufel gegen uns! Er ist wie ein Kellner, der sein Brett mit Gläsern vorsichtig tragen muss; aber wir schmeissen es hin, sobald es uns beliebt, denn wir haben sofort ein neues … Du hast davon gehört, dass es im Glücksspiel Systeme gibt?

Alpha

Aber Vinzenz, das ist ja doch Unsinn!

Vinzenz

Natürlich, was Du davon gehört haben kannst, ist Unsinn; es gibt keines von diesen Spielersystemen, das ich nicht im kleinen Finger hätte, ich habe darin viel Erfahrung. Es sind alles dilettantische Versuche, die mit der Wahrscheinlichkeitsrechnung in Widerspruch stehn. Deshalb sagen auch wir Mathematiker, dass überhaupt ein »System« unmöglich sei. Aber nun gib acht: was ich Dir jetzt sage, weisst Du sicher nicht. Es sind zwei Arbeiten von einem bekannten Gelehrten vorhanden, die sich mit dieser Frage befassen und nachweisen, warum die wirklichen Zahlen der Wiederholungen, wie sie sich aus jedem Versuch ergeben, von der berechenbaren, sogenannten »mathematischen Erwartung« abweichen. Und das tun sie. Es kommt zum Beispiel im Roulette seltener eine lange Serie heraus, als man mathematisch erwarten dürfte. Hast Du davon gehört?

Alpha (wie ein ehrgeiziges Kind)

Natürlich; ich habe es nur augenblicklich vergessen.

Vinzenz

Also das gibt es. Und nun kann man auf Grund dieser Erfahrung die mathematische Berechnung berichtigen, nicht?

Alpha (wie oben)

Ja.

Vinzenz

Aber die Überlegungen, mit denen jener Professor das versuchte, waren falsch! Es hat sich ein langwieriger Fachstreit daran geknüpft, der heute noch fortläuft, denn bisher hat nur einer die richtigen Formeln gefunden und der hat sie noch nicht veröffentlicht –

Alpha

Du?!

Vinzenz

Und denkt auch nicht daran, sie preiszugeben!

Alpha (küsst ihn stürmisch)

Oh Du! Du! Ich habe es ja immer gewusst! Aber Du wirst mir das noch genau erklären? Ich glaube, ich verstehe es schon, aber wenn es noch schwieriger sein sollte, so werde ich einfach Mathematik studieren. Das ist ja wunderbar, ich werde etwas wissen, wovon selbst mein Universitätsprofessor keine Ahnung hat!

Vinzenz

Der ist ja doch überhaupt Historiker.

Alpha

Wovon kein Mann – kein Mann, sagst Du, ausser Dir? – eine Ahnung hat!

Vinzenz

Wir haben etwas viel Wichtigeres zu tun. Du hast einflussreiche Freunde. Mir fehlt bloss ein Anfangskapital.

Alpha (bedenklich)

Aber ich habe sie nie um Geld gebeten. Das würden sie nicht gewohnt sein. Das würden sie vielleicht gar nicht tun.

Vinzenz

Ja, wovon lebst Du denn eigentlich?

Alpha

Sie geben mir Ratschläge. Tips, weisst Du? Bärli, dann der Nationalrat, die wissen das doch voraus. Dann kaufen und verkaufen sie auch auf meine Rechnung.

Vinzenz

Und wenn Du Verluste hast –?

Alpha

Ich habe noch nie verloren.

Vinzenz

Ach so, dann ist es ja gut. Weisst Du, dann machst einfach Du mit mir das Geschäft und lässt es von ihnen bloss besorgen. Ich gründe die »Gesellschaft zur Verhinderung unmoralischer Glücksspiele«, und Du nimmst mir die Aktien ab. Es ist ja nur für einen Augenblick nötig, denn mit der ersten Operation sprenge ich die nächstbeste Spielbank.

Alpha

Dann hast Du rasend viel Geld, und dann? Was werden wir dann tun? Was machen wir mit dem Geld?

Vinzenz

Wir werden nie zu Ende kommen mit dem Geldverdienen. Wir werden uns drei Autos kaufen und reisen. Vorn Du und ich. Dann unsre persönliche Bedienung. Dann meinethalben zwei von diesen Aufsichtsräten unsrer Gesellschaft; solange, bis wir sie los sind. Wir werden in Nizza sein, in Spaa, in Monaco, in Ostende, in den Vereinigten Staaten, in Südamerika. Wir lassen uns einen Ozeandampfer baun, der ganz wie ein Schloss eingerichtet ist. Wir reisen mit unsren eigenen Zügen. Wir streun soviel Geld unter die Menge – es kommt uns ja gar nicht darauf an, – bis die Leute vor uns kriechen wie die Reptilien. Überall läuft uns schon unser Ruf voraus! Wenn wir Geld brauchen, saugen wir eine neue Spielbank auf.

Alpha

Aber wenn keine Spielbank mehr übrig geblieben ist?

Vinzenz

Dann kehren wir das Prinzip um und gründen selbst eine. Das geht nämlich mit dieser Formel auch. Eine unsprengbare Spielbank. Oder ziehst Du vor, dass ich meine Formel an eine bestehende Bank verkaufe?

Alpha

Nein, nein!

Vinzenz

Eben. Wir kehren das Prinzip um, und gründen selbst die Monopolbank. Wir saugen von da an einfach alles Geld der Welt an uns. Weiss Gott, was daraus wird? Das lässt sich einfach nicht absehn. Wir können die innerasiatischen Steppen kaufen, bewässern, und ein Gartenreich dort gründen. Das könnten wir nach Gesetzen regieren, die wir uns seinerzeit ausgedacht haben, damals bevor ich mit dem Dampfer wegfuhr. Du wirst Kaiserin.

Alpha

Du, das sind jetzt banale Einfälle.

Vinzenz

Ja, als Gedanken! Cäsar sein zu wollen oder Goethe oder Laotse, das ist eine Banalität. Aber bedenke, wie sich das ändert, wenn man es wirklich ist. Wir können ja mit unsrem Geld in der Politik, in der Kunst, in der Moral, in allen Angelegenheiten des Lebens uns wirklich zu allem erheben lassen, was wir wollen, und vernichten, was uns nicht gefällt. Das lässt sich wirklich nicht ausdenken.

Alpha (mit offenen Augen)

Nein, das lässt sich nicht zu Ende denken. Und Deine Formel ist wirklich?

Vinzenz

Da sieh. (Er zieht ein Pack Papiere aus der Tasche)

Alpha

Differentialquotienten, nicht wahr?

Vinzenz

Du bist wirklich wunderbar; was Du alles weisst! Partielle. Und Iterationen. Und – Weisst Du, man versteht, dass Bärli aus Liebe zu Dir verrückt geworden ist.

Alpha

Was, Bärli?

Vinzenz (düster)

Schwer nervengestört.

Alpha (ganz schwach, an ihn gelehnt)

Es lässt sich nicht ausdenken. Mein ganzes Leben lang habe ich mir auszudenken versucht, was ich machen würde, wenn ich alles machen könnte, was ich will. Du darfst mich nicht wegen der Menschen geringschätzen, die Du bei mir gesehn hast; ich habe es eben nach verschiedenen Seiten versucht, aber ich habe sie nie ernst genommen. Weisst Du, ich glaube, ich bin eigentlich eine Anarchistin. Sie haben nie in mir die Sehnsucht zum Schweigen gebracht, endlich auf meinen richtigen Platz zu kommen! Und nun hältst Du den Arm um meinen Leib. Und hebst mich auf wie der grosse Zaubervogel, der wiedergekommen ist. Und wir fliegen ganz hoch hinauf.

Vinzenz

Wohin es uns gefällt –!

Alpha

Hoch zu der nimmer schweigenden Stimme, die mir zusprach. (Aufspringend, wild) Ich glaube es nicht, Vinzenz!

(Auf ihn sinkend) Mach mit mir, was Du willst …!

(Vinzenz trägt wehmütig, selbst berauscht lächelnd, die ohnmächtig Hingegebene in den Alkoven und zieht die Vorhänge zu)

Freundin (nach einem Augenblick des Spähens und Lauschens sich hereinstehlend, geht an Alphas Schreibtisch und nimmtHut am KopfPapier und Schreibzeug. Das Geschriebene teils mitlesend, teils laut prüfend)

Verzeih mir, Geliebte, dass ich gelauscht habe. Ich bin unglücklich. Nein, ich bin glücklich. Doch bin ich unglücklich. Ich bewundere Dich noch viel mehr, seit er Dich liebt. Aber ich bin unglücklich. Es ist der einzige Mann, den ich je erblickt habe. Du weisst, leider, ich habe viele gesehn. Wenn einer vor mich trat – mit seinen hungrigen, von Sympathie feuchten Augen: … so rührt es mich immer im Grunde an. (Sie weint) Ich weiss nicht mehr, wie ich leben soll. Ich werde ihm mein Vermögen vermachen, um zu Eurem Anfangskapital beizusteuern. Ich könnte auch mit Fürst … sprechen. Oder nehmt mich als Gesellschaftsdame an … Ach, ich weiss, dass man ein solches Wunder nicht teilen kann! Eure vernichtete, tiefunglückliche – sei nicht böse, wenn ich tiefunglücklich sage, ich weiss ja, dass ich Eurer nicht wert bin – –

(Es tritt Bärli ein; in Gegensatz zu seinem früheren Verhalten unheimlich ruhig; von oben bis unten schwarz, feierlich verstört, in der Hand eine Browning. Er stösst auf die Freundin, welche sich erhoben hat, und gerät sichtlich aus dem Konzept)

Bärli (heiser)

Was wollen Sie da?

Freundin

Ich? Herr Bärli?

Bärli

Ja.

Freundin

Aber!

Bärli

Fort!

Freundin

Aber?

Bärli

Sofort! (Er hebt die Pistole gegen die Gelähmte) Sie stören mich!

(Die Freundin flüchtet mit einem fürchterlichen Schrei aus dem Zimmer. Alpha öffnet erstaunt und entrüstet den Vorhang)

Bärli

Aah! (Er verbirgt die Pistole am Rücken)

Alpha

Aah! Sie haben schon wieder eine Pistole! Vinzenz!!

Vinzenz (schon an der Tür)

Ich hole Hilfe! Ich bin gleich wieder da! (Er macht das Zeichen der Geistesgestörtheit. Ab)

Alpha (nachrufend)

Vinzenz! Vinzenz!

Bärli (treibt Alpha schwarz, schweigend und langsam durch das Zimmer, die Pistole am Rücken. Düster)

Machen Sie keinen Lärm, Alpha, es nützt nichts mehr.

(Alpha will zur Tür, er treibt sie wortlos in die entgegengesetzte Ecke, Alpha will zum Fenster, das gleiche. Endlich hält Alpha eingeschüchtert still)

Alpha

Wa – was wollen Sie?

Bärli

Sphinx.

Alpha

Sphinx? Oh Gott, Sie sind krank, Bärli. Lassen Sie mich jemand rufen.

Bärli

Tötete, wer ihre Fragen nicht beantworten konnte. Wenn Sie bloss fünfundzwanzig Prozent meiner Fragen beantworten, töte ich mich allein. Lieben Sie das Leben, möchten Sie noch einmal sechzehn Jahre alt sein?

Alpha

Ja sehen Sie, da müsste man … Oh, Gott! Das kann man doch nicht so einfach fragen …!?

Bärli (winkt ab, die Frage ist unbeantwortet)

Ist es nach dem Tode zu Ende oder nicht?

Alpha

Ja, sehen Sie, der Professor … – aber der National rat sagt: –

Bärli

Wen lieben Sie von Ihren Freunden am meisten?

Alpha

Keinen! Wirklich keinen!

Bärli

Wen schätzen Sie am meisten?

Alpha

Aber doch jeden in seiner Art.

Bärli

Warum lieben Sie Musik?

Alpha

Ja das kann ich doch nicht wissen!

Bärli

Warum machen Sie dann Musik?

Alpha (sieht ihn sprachlos an)

Sie sind krank, oh, Gott, Bärli, lassen Sie mich jemand holen.

Bärli

Bereuten Sie nie etwas?

Alpha

Be–?

Bärli

Ja. Be–reu–en! Ich meine: Sind Ihnen alle Sünden Ihres Lebens leid, vom Grund Ihres Herzens?

Alpha

Oh gewiss. Sicher. Vieles.

Bärli

Was?

Alpha

Ja, das hab ich doch lang wieder vergessen.

Bärli

Sie sind sich also nicht klar über das stündlich wachsende Mass von Sünden, Reue, Gutem, bessernden Vorsätzen, als das Sie leben?

Alpha (heftig)

Nein! Nie! Das kann man nicht wissen! Niemand!

Bärli (eine neue Walze einlegend)

Würden Sie töten, stehlen, ehebrechen, Ihrem Beleidiger verzeihn?

Alpha

Das hängt davon ab!

Bärli

Sind Sie hoffärtig, missgünstig, rachsüchtig, schadenfroh?

Alpha

Das kann man nicht so einfach sagen!

Bärli

Sie antworten vor meiner Pistole. Antworten Sie mir positiv! Nach welchen Grundsätzen richten Sie Ihr Handeln?!

Alpha

Das kann man nicht so einfach sagen!!! Das hängt davon ab!!! Das richtet sich danach!!!

Bärli

Darf ich also heute den Arbeitslohn vorenthalten? Auch nicht zum Teil? Wann habe ich andren etwas weggenommen und wann nicht? Warum ist Wahrheit besser als Lüge? Lust besser als Leid? Sittlichkeit besser als Unsittlichkeit? Soll man Kinder haben? –

Alpha

Oh Gott! (Sie verkriecht sich, von Entsetzen geschüttelt, in eine Decke, die sie über den Kopf zieht)

Bärli (ohne sich bremsen zu können)

Soll man selbstlos sein? Soll man national oder übernational sein? Weshalb gehe ich ins Kino? Sehe gern Akrobaten? (Er bemerkt jetzt erst, was Alpha inzwischen getan hat, hebt langsam die Pistole empor, jedes Wort wägend)

Sie haben mit Ihrem Geist, Alpha, meinen erschüttert. Durch Ihren Einfluss hat mein Dasein seinen Sinn verloren. Ich wollte in mich gehn und über mich nachdenken. Aber welche Antworten auf meine Fragen haben Sie?! Ich befreie mich von Ihnen!

Alpha (aus der Decke hervorkommend)

Da müssen Sie doch anders fragen! Das muss man im Gefühl haben wie einen Tanz! (Sie sieht sich vor der Pistole) Aaaa … a!!!

(Bärli gibt in rascher Folge drei Schüsse gegen Alpha ab. Wilder Schrei Alphas, sie versucht zu flüchten und stürzt auf das Gesicht. Ein Stuhl fällt um, und ein grosser Stehspiegel zerbricht)

Bärli (zaudert, schüttelt den Kopf)

Das muss man anders fragen? Muss man verstehn wie einen Tanz? – Verdammt will ich sein, wenn das nicht wieder etwas Neues ist? Diese Situation macht mich bloss lächerlich; ordentlich schämen muss man sich vor der Vernunft der Möbel, wenn man sich zwischen ihren Füssen wälzt. Aber was hilft es!! (Er gibt zwei Schüsse gegen sich ab und stürzt auf den Rücken, den Kopf zur Seite gewandt. Nach dem zweiten Schuss tritt Vinzenz ein. Alpha beginnt schwer zu stöhnen. Bei diesen Klagelauten richtet Bärli seinen Kopf auf und blinzelt besorgt nach ihr. Vinzenz pufft ihn rasch in seine Lage zurück. Er beugt sich über Alpha und netzt ihr die Stirn. Alpha stöhnt immer lebhafter)

Vinzenz

Alpha! Alpha! Wie hold das kleine Herz klopft!

Alpha (schlägt unter seinen Bemühungen und Liebkosungen die Augen auf)

Ich bin nicht tot?

Vinzenz

Süsse kleine Alpha, so bist du jünger, als ich Dich je kannte.

Alpha

Oh, ich bin so schwer verwundet.

Vinzenz

Nein. Es fehlt Dir gar nichts. Er hat daneben geschossen.

Alpha

Das ist nicht möglich. Ich habe deutlich die Kugel gespürt.

Vinzenz

Doch. Du bist rundherum gesund. Ich habe Dich untersucht.

Alpha (aufstehend)

Oh, es war fürchterlich! Aber – es war auch interessant. Am Ende ist er auch nicht tot?

Vinzenz

Doch; er ist es.

Alpha (näher tretend)

Ich sehe aber kein Blut?

Vinzenz

Lass ihn. Rühr ihn nicht an. Er ist entsetzlich verletzt. Er hat sich in den Rücken geschossen. Ich sah es. Ich kam leider erst in diesem Augenblick zurück. (Er drängt sie fort)

Alpha

Ein fürchterlicher Mensch. Aber eigenartig. Es war merkwürdig schön … Sehe ich sehr verändert aus?

Vinzenz

Du bist stiller geworden.

Alpha

Ja, so ist es. Wie Du doch immer das richtige Wort findest?! Weisst Du, er tut mir immerhin leid. Es ist doch viel, sich und einen zweiten aus Liebe zu erschiessen; Du könntest es zum Beispiel nicht. Und ich bin ihm so dankbar: Ich fühle mich so leicht. Stell Dir bloss vor: Beinahe tot! Eigentlich habe ich immer davor etwas Angst gehabt, aber schliesslich wird auch das furchtbar überschätzt. So einem Erleben ist man etwas schuldig, das ist, als hätte er eine Fessel durchschossen, die mich noch an dieses alberne Leben band, das ich führte, bevor Du gekommen bist. Wir werden namenlos glücklich sein, Vinzenz, wirklich namenlos …! Was hat sich da geregt???

Vinzenz

Nichts. Er ist bloss etwas tiefer auf das Gesicht gefallen. (Pufft ihn.) Sieh nicht hin! (Es läutet)

Alpha

Äh, das sind die andren. Öffne nicht! Oder schick sie fort! Lass sie nicht herein!

Vinzenz

Das geht nicht, Alpha, wir würden in einen unangenehmen Verdacht geraten, wenn wir uns jetzt verstecken.

(Es läutet abermals)

Ich werde es ihnen kurz erklären und sie gleich ins andre Zimmer führen. Ich muss ja auch mit ihnen sprechen wegen der Spielbanken.

Alpha

Ach ja, das musst Du jetzt gleich tun.

Vinzenz

Es ist aber besser, wenn Du nicht dabei bist. Es sieht schlecht aus, wenn Du (es läutet abermals) jetzt schon zu ruhig von Geschäften redest. Während ich das schon irgendwie machen kann, indem ich ihnen zuerst den Vorfall hier erkläre –

Alpha

Ich fürchte mich aber, mit dem allein zu bleiben.

Vinzenz (an der Tür)

Aber Alpha, wie wenig Frauen vermöchten wie Du zu begreifen, dass dies im Grunde doch nur ein bürgerlicher Vorfall ist!

Alpha

Du hast nicht recht; er war geistig erschüttert. Aber es wird besser sein, wenn ich recht wenig spreche. (Vinzenz ab) Ich setze mich abseits. Mit einem Buch. (Kaum hat sie sich, mit dem Rücken zu Bärli, gesetzt, wird sie von kindlicher Angst gepackt. Bezwingt sich) Es muss ein Buch sein, dessen Niveau über solchen Konflikten liegt. (Sie schlägt ein Buch auf, muss sich aber wieder ängstlich umdrehen)

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Yaş sınırı:
18+
Litres'teki yayın tarihi:
10 haziran 2026
Hacim:
5257 s. 13 illüstrasyon
ISBN:
9782377871742
Telif hakkı:
Bookwire
İndirme biçimi: