Kitabı oku: «Eine Stunde hinter Mitternacht», sayfa 2

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Als ich am frühen Morgen stark und fröhlich erwachte, sah ich über mich ein helles Angesicht geneigt, das ganz von langen, mattfarbenen Haaren umkränzt war. Mein Herz erkannte das schöne Bild und begrüsste die Wartende mit dem Namen, den sie trug, als noch ihr leiser Schritt stundenlang neben mir durch Hain und Wiesen ging. „Frau Gertrud!“

„Komm mit,“ rief sie bittend, „wir wollen die Wege aufsuchen, die wir sonst gegangen sind.“ Hinter dem Palast und diesen weit überragend war ein Hain alter Platanen, welche in Paare und Gruppen verteilt wie Freunde standen. Frau Gertrud ging neben mir auf dem gewundenen Fusswege. Der Weg aber und der Hain waren vollkommen dem Weg und Hain ähnlich, in denen wir vor Zeiten zu lustwandeln geliebt hatten. Mein Herz war weich und hörte Winde und Vogelrufe mit leiser Wehmut klingen. Durch denselben Rasen war mein Fuss einst geschritten, dieselben Winde und Vogelrufe waren einst in mein Ohr gekommen, und ich wusste kaum: war das gestern, oder war’s vor vielen vergessenen Jahren.

„Kennst du ihn?“ fragte Frau Gertrud und legte ihre Hand an den gefleckten Stamm einer Platane, die wir damals, weil sie die älteste und höchste war, den „Vater“ genannt hatten. Ich nickte still. „Und kennst du noch dieses Grün und Gelb, und diese Wege und Gebüsche?“ Mir war wohl und müde zu Sinn. Ich nickte still.

„Dein Spätsommertraum!“ sagte sie. „Dein Liebling! Die Lieder, die du von ihm gedichtet hast, die Tage, an denen du Heimweh nach ihm hattest, die Nächte, da er Dich auf breiten Flügeln besuchte, deine eigene Erinnerung und Sehnsucht ist es, welche dich umgiebt.“

Ich legte Frau Gertruds schmale Hand in meine Hand und fand wie vormals ein Wohlgefallen an ihrer adligen Form und Weisse, an den blass gezogenen Adern und an dem Hellrot der zarten Finger. „Weisst du noch“, fragte Frau Gertrud, „jenen ersten Mittag unter den überhängenden Zweigen der Syringen?“

„Ich weiss noch. Ich weiss auch alles noch, was damals war. Wie du mein Trost und Ratgeber warst und an die ferne Mutter mich erinnertest. Ich war krank und verirrt gewesen, da wecktest du, was noch fromm und ehrfürchtig in mir war. Du lehrtest mich wieder die verlorene Schönheit suchen und jung werden, wenn ich sie in herrlichen Augenblicken erschaute.“

„Einmal, mein Freund, wolltest du von mir und deinem Glücke ein Lied erschaffen. Weisst du noch? Deine Tage und Nächte waren des werdenden Liedes voll, und mit fleissiger Liebe suchtest du nach allem, was selten und kostbar ist, nach Lichtern und Tönen, die noch kein Künstler fand, nach Liebesworten und Worten der Ehrfurcht, die noch kein Dichter sagte. Siehe um dich! Hier liegt in ungehoffter Vollendung dein ganzes Lied. Bäume und Büsche in edlen Gruppen, goldene und braune Lichter, Gesänge auserwählter Waldvögel. Und auch mich siehe an! Was noch klein und zufällig und künstlich an mir war, das ist von mir genommen. Was du hier siehst, das alles ist schöner als alle Wirklichkeit, und wirklicher als alle Wirklichkeit. Erlausche jeden leisen Tonfall des Windes, trinke mit ungetrübten Augen die vielerlei Farben des Laubes, sorge, dass dies alles dein eigen werde! In der Ferne wirst du des Nachts erwachen und wirst mit Qualen jeden Laut und jeden Schatten vermissen, dessen dein inneres Auge nicht mehr mächtig ist. Dann aber wird auf hundert Wegen dein Lied dir entgegenkommen, die Wonnen deiner ersten Gesänge werden dich heimsuchen, Fremdes wird mit Fremdem sich verbinden, dein Werk wird wachsen und an Leben zunehmen, bis es in einer stillen Stunde die Werkstätte verlässt und vollendet, rein und wohllaut vor Dir steht.“

Frau Gertrud schwieg und legte wieder ihre Hand in meine Hand. Das Rauschen entfernter Wasserkünste klang kühl und freundlich zu uns her. Über das Himmelsrund, welches von den Platanenwipfeln eingeschlossen war, glitt ohne Flügelregen langsam hoch oben ein grosser Vogel.

Andern Tages wachte ich frühe auf, noch ehe die ersten Vögel sangen. In der Nacht war ein schwacher Regen gefallen. Die Erde war noch feucht und duftete herb. An den Blättern hingen klare Wassertropfen. Mit jedem Schritt und Atemzug fühlte ich in mir Jugend und Gesundheit. Die Fernen und der kräftig blaue Himmel hatten ein heiteres und jungfräuliches Ansehen. Nur vor langer Zeit, als ich ein Knabe war und ehe die Ahnung der Liebe und heissblütiger Leidenschaften mich umtrieb, hatte die Erde mir dies genügsam fröhliche Gesicht gezeigt.

Ich schlug einen wenig gepflegten Waldweg ein, der bald gegen die Mitte eines alten Forstes hin mehr und mehr verwilderte. Ein schwerer Wind fuhr über die Kronen alter Eichen, die mit vielfach gekrümmten Ästen über ersticktes Untergehölz hinweg einander umschlangen und gemeinsam als ein einträchtiges Riesengeschlecht nach Raum und Helle sich streckten. Oft fand ich auf den schwarzen Waldboden scharfe Spuren kleiner Hufe gedrückt, den Pfad der Quere schneidend, und einmal meinte ich im Halbdunkel eines nahen Dickichtes den feinen Kopf eines Hirsches sich schlank und königlich erheben und wenden zu sehen. Ich spähte und lauschte und stand manchmal mit verhaltenem Atem lange still, bis meinen oft erregten und getäuschten Sinnen der Wald voll von Erscheinungen und schweigsamen Wundern war. Ein breiter Bach ging brausend über Stein und Moos bergab in ein plötzlich hereintretendes Thal. In den Tiefen seines Bettes, die von Wasserstürzen überwölbt waren, schwammen lautlos und dunkel scheue Forellen und verschwanden wie dunkle Blitze, sobald nur mein Schatten über ihren Schlupfwinkeln hinwegstrich.

Dem fröhlichen Stürmer folgend gelangte ich unversehens in ein wohlbekanntes Thal. An dessen Mündung bog ich um die vortretende Höhe und verliess den Bach, der zur andern Seite strebte und bald nur noch leise zu hören war. Ein junger Buchenstand, langsam sich lichtend, trat endlich ganz zurück und gab ein heimlich anmutendes Bild meinen Blicken frei. Mehrere Hügel streckten in ein breites Wiesenthal bewaldete Ausläufer vor. Vor mir lag in hohen Binsen ein dunkler Weiher, an dem ich als Knabe viele Mittagstunden verweilt hatte. Einzelne Laubbäume mit astlos hagern Stämmen und hohen, spärlichen Kronen spiegelten sich voll in der bräunlichen Fläche. Die ersten Lebensträume waren an diesem Schilfufer über die Tiefe meiner Knabenseele gegangen, sich in der unbewegten Fläche spiegelnd. Die ersten, wunderlich krausen Dichtergedanken hatte diese freundlich ernste Einsamkeit in mir erregt.

Ich beschattete meine Augen mit der Rechten und sog die milden Farben in mich ein, und die Stille, und den Frieden, von dem mir schien, als hätte ich ihn dort an den Lieblingsplätzen einer anderen Zeit zurückgelassen. Die trockenen Spitzen der Halme und Schilfblätter bewegten sich unregelmässig mit einem leblosen Geräusch, welches die Stille noch fühlbarer machte. Am jenseitigen Ufer stieg aus dem warmen, feuchten Boden ein dünner Dampf, der die weiter liegenden Hügel mit dem hellen Himmel zu einer sanften Ferne verband. Und über den nächsten Hügelrücken ragte kurz und spitz der schmale Turm der Klosterkirche. Dort begann auch bald ein reines Geläute. Die langen Töne gingen in milden Wellen über mich hin.

Hinter dem Hügel wusste ich das Kloster stehen, wo ich zuerst über Heute und Morgen denken lernte, wo ich zum erstenmal die herbe Süssigkeit des Wissens kostete und die süsseren Ahnungen verhüllter Schönheit. Dort vernahm mein empfänglicher Sinn alle grossen Namen, die hoch und feierlich über meinen Gedanken standen, die grossen Namen des Perikles, des Sokrates und Phidias, und den grösseren des Homer.

Mein Geist sah die Wölbungen der Säle und die gotischen Fenster der Kreuzgänge deutlich vor sich stehen, und es zog mich stark hinüber, die wehe Lust des Wiedersehens zu kosten. Aber ich blieb; ich fürchtete, mir das innere Bild zu zerstören; ich fürchtete Andere dort gehen zu sehen, wo ich in Träumen heimisch war.

Die Sonne glänzte auf der Spitze des Turmes. Der Hügelrücken stand scharf und ernst zwischen hier und dort, zwischen mir und jenen untergegangenen Dämmerungen. Ich streckte grüssend die Hand aus und war im Innern bewegt. Ein Stück von mir lag dort begraben, und welch eine Fülle unentfalteter Regungen und unerlöster Jugendträume!

Ein schmaler Brettersteg ragte in den Weiher. Ich beschritt das zitternde Gerüste und beugte mich, wie ich oft gethan, über die Brüstung vor. Mein Spiegelbild lag ruhig im Wasser. Ich suchte Züge an ihm, die mich an das Gesicht erinnerten, welches damals aus derselben Tiefe mich ansah. Dann verliess ich den stillen Ort und wanderte langsam durch die Waldung zurück.

Im Garten fand ich die Königin mit ihren Frauen im Kreise sitzend. Eine Schale voll goldgelber, duftender Früchte ging von Hand zu Hand, und jede der Spielerinnen musste ein Wort über die Früchte sagen, ehe sie eine der lockenden verspeisen durfte. Die Schale schwankte eben in dem Händlein einer kleinen Schwarzen, hinter deren Sitz ich gerade ankam, noch von einer Oleanderreihe verborgen. Die Kleine beugte sich über das schöne Gefäss, einen hellen Nacken mit schwarzen Ringelhaaren zeigend, und suchte mit bedächtigen Augen die reifste Frucht. Diese zog sie am Stiel mit zwei Fingern heraus, hob sie bewundernd über sich und näherte sie langsam ihrem lüsternen Munde. „Da derjenige nicht hier ist“, sagte sie lachend, „welchem allein ich die Süsse gönnte, erlaubt mein Neid mir nicht, diese Schönste einer andern zu überlassen.“ Sprach’s und that einen guten Biss in das süsse Fleisch, indem ich eben aus dem Gezweige hervortrat.

Die Frauen, welche mir gegenüber sassen und mich zuerst erblickten, brachen in ein lustiges Gelächter aus, das sich zu beiden Seiten des Kreises, da immer eine Nachbarin der nächsten nach mir deutete, bis zu der vor mir Sitzenden fortsetzte. Diese blickte mit Verwunderung im Kreise umher, noch die Schale in der Linken, lachte mit, ohne zu wissen warum, stand schliesslich auf und drehte sich um, wobei sie erschrocken und schnell errötend mich mit der angebissenen Frucht berührte. Dann aber fasste sie sich eilig, sagte herzhaft „Da!“ und hielt mir den Bissen vor den Mund.

„Erst deinen Spruch!“ ermahnte heiter die Königin. „Diese köstlichste eurer Früchte“, sagte ich schnell, „ist mir eine sichtbare Gunst des Glückes, welche abzuweisen mir verderblich sein würde. Also gönnt sie mir und erlaubt, dass ich meine tapfere Vorkosterin Fortuna nenne. Tibi, Fortuna!“ Der süsse Bissen erfrischte mich bis ins Mark.

Indessen war es Mittag geworden und wir wichen vor der heisseren Sonne in die Halle zurück. Nebst den Früchten wurde Brot und Honig gebracht, Milch in Kannen und Wein in einem steinernen Krug. Wir bedienten einer des andern Hände mit Wasserbecken und sassen fröhlich zu Mahl. Neben mir an sass Fortuna, viel geneckt und mit lächerlichen Kosenamen gerufen, tapfer und plaudernd. Sie schwieg aber und horchte, und ich auch, als eine der Frauen mit halbem Ernst Erzählungen aus meinem Leben vorzutragen begann, von den Meisten oft durch Gelächter und neue Geschichten unterbrochen. Auch die Königin nahm teil.

„Erinnerst du dich noch“, sagte diese zu mir, „an die Geschichte vom Blondel, aus deiner Kinderzeit? Es ist den Dichtern gegeben, dass sie sich mehr als andre Menschen ihres frühesten Lebens erinnern. Wenn du noch weisst, so erzähle uns doch davon.“

Die Begebenheit aus meiner ersten Knabenzeit, an die ich Jahre lang nicht gedacht hatte, stand plötzlich wieder deutlich vor mir, wie eine schüchterne Kindergestalt. Und ich berichtete: „Als ich noch klein und keine sechs Jahre alt war, geschah es irgendwo und wann, dass ich die Geschichte des Liedsängers Blondel zu hören bekam. Ich verstand sie wohl schlecht und vergass sie bald, aber der zarte, freundliche Name Blondel blieb in meinem Gedächtnis und schien mir wunderbar fein und wohltönend, so dass ich ihn mir oft leise vorsagte. Mit diesem Namen genannt zu werden, dünkte mich über alles köstlich und herzerfreuend. Also überredete ich im Spielen bald einen nachbarlichen Kameraden, mich so zu nennen, was mir überaus angenehm und schmeichelnd war. Nun gewöhnte sich das Büblein an meinen Spielnamen, und eines Vormittags kam er vor unser Haus, um mich abzuholen, stellte sich an den Zaun und rief aus vollem Halse gegen die Fenster: „Blondel! Komm herunter, Blondel!“ Mein Vater und die Mutter und Besuche waren im Zimmer, und mein laut ausgerufenes Lieblingsgeheimnis beschämte und empörte mich so sehr, dass ich mich nicht ans Fenster zu gehen getraute und nachher meinem erstaunten Kameraden zornig die Freundschaft aufkündigte, welche freilich bald wieder zusammenwuchs.“

„So war es“, sagte die Königin. „Nun aber, wenn du willst, erzähle uns, wo du dich heute am Morgen aufhieltest. Ich hatte gedacht dir das morgendliche Meer zu zeigen; du aber warst fort, ehe die Sonne schien.“

Ich verspürte früh’ eine Lust zu laufen und geriet in einen tiefen Wald, der mich mit allerlei Schatten und Geheimnissen weiter lockte, bis ein liebliches Wunder vor mich trat. Ich stand vor einem Weiher, dessen Spiegelgewässer meine zartesten Jugendgedanken noch mit allem kostbaren Duft bewahrt hatten. Über einen jenseitigen Hügel blickte der Turm des Klosters, das vor Zeiten mich und meine liebsten Jünglingsträume beherbergt hat.

„Ich weiss,“ sagte die Schönste, „das war deine edelste und ehrfürchtigste Zeit. Damals sah ich dich schwermütige Waldwege thun und knabentraurig in gefallenen Blättern rauschen, und nie bin ich dir näher gewesen, als an jenen Abenden, da du deine Geige an dich nahmst oder das Buch eines verehrten Dichters. Damals sah ich die Schatten der späteren Jahre sich dir nähern und fürchtete für dich, und ahnte wohl, dass du einmal mit einer neuen Jugend und einer neuen Trauer zu mir kommen würdest. Um jener sehnsüchtigen Zeit willen liebte ich dich noch in deinen verlorensten Jahren.“

Während sie dieses sagte, gliederte sich vor meiner Betrachtung wie ein Bild meine ganze Jugend und sah mich traurig mit Augen eines misshandelten Kindes an. Die Königin aber liess eine Geige herbeibringen, beendete das Mahl und bat mich zu spielen. Auch die Frauen bedrängten mich bittend und neckend, und Fortuna reichte mir mit einer gnädigen Bewegung den Bogen. So setzte ich leise an und zog den Bogen mild und probend, bis meine Finger sich wieder in die harten Geigergriffe gewöhnt hatten. Dann legte ich mich mit Lust in das Spiel und strich die leidenschaftlichen Takte einer dunklen Jugendphantasie. Und hernach, da ein langer Blick der schönen Frau Gertrud mich bat, spielte ich ein Notturno von Chopin, jenes schönste, windverwehte, dessen Takte sich wie die Lichter eines mondbeglänzten Meeres bewegen.

Ich war mit der Königin auf Waldwegen in ein Gartenschloss in der Nähe des Meerufers gegangen. Dort führte sie mich vor eine hohe, bemalte Wand. „Mein Lieblingsbild“, sagte sie. Mit grosser Kunst war hier ein südländischer Garten gemalt, voll dunkler, tiefschattiger Gebüsche, mit griechischen Bildsäulen und einer springenden Wasserkunst, an deren unterstes Becken eine Leier gelehnt war. „Kennst du den Garten?“

„Nein. Aber die Leier ist Ariosts.“ Sie lächelte. „Ariosto! Hier wandelt er noch zuweilen und sagt mir ein helles Spiel wiegender Oktaven vor, und lässt sich unter Scherzen von mir bekränzen.“

Auf einen leisen Wink der Herrin ward plötzlich die ganze bemalte Wand hinweggerückt. Ein unermesslicher Horizont rundete sich vor uns aus, und zu unsern Füssen lag dunkelgrün der ganze Garten des Bildes. Ein schlanker, dunkler Mann trat langsam aus einem Rondell, bückte sich nach der Leier und ahmte darauf spielend den Silberlaut der Fontäne nach. Darauf schritt er abwärts gegen das dunkelnde Meer und verschwand an der Gartenmauer. Mir ging die ganze Erscheinung vorüber wie ein Verspaar des Orlando, schlank, edelförmig, und schalkhaft wie ein Mädchengelächter. Dann ging ich selber, an der Hand der Königin, an das Meerufer hinab. Die leicht bewegte Fläche der See lag blau und rot und silberschillernd weit hinaus. Auf diesem Farbenspiel ruhten unsre Blicke lang mit fröhlichem Ergötzen. Dann bog die Schönste einiges Zweigwerk auseinander und zeigte eine weisse, schmale Treppe, welche ins Wasser führte. An diese fand ich mein Boot gebunden. Die Königin brach einen Zweig Orangeblüte, warf ihn in das Boot, drängte mich sanft hinab und gab mir die Hand.

„Nun reise gut! Abschiednehmen ist eine Kunst, die niemand zu Ende lernt. Ich weiss, du wirst einmal wieder kommen, bei mir Licht zu schöpfen, und einmal, wenn du keines Ruders mehr bedarfst.“

Mit einem schweren Gurgellaut zerbrach eine Welle an den Stufen und nahm rückflutend mein Boot auf ihren Rücken. Ich breitete beide Arme nach der hellen Gestalt, bis sie mit einem leichten Grüssen seitab in die Wandelgänge Ariostos verschwand. Die Nacht kam schnell und schlug den schweren Mantel der Finsternis um meine Trauer, und blickte herrlich aus tausend tröstenden Augen auf meine langsame Heimfahrt.

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Litres'teki yayın tarihi:
18 ocak 2025
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71 s. 2 illüstrasyon
ISBN:
4064066115890
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Bookwire
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