Kitabı oku: «Erotik & Leidenschaft & Begierde», sayfa 2
„Du trägst das Parfum nicht.“ Die Umarmung eben hatte es verraten.
Claire lächelte. „Du wolltest sehen, wie ich es auftrage. Und das zeige ich dir. Und im Gegenzug trägst du deines auf.“
Sie wollte ihn küssen, doch für einen Kuss war sein Mundgeschmack nicht gut. Er wies darauf hin.
„Kein Problem, auch dafür bin ich vorbereitet.“ Sie schob ihm einen Peppermint in den Mund.
Der Geschmack verbesserte sich schnell.
Sie nahm einen zweiten. „Nimm ihn in den Mund, ich sauge ihn aus dir.“
Auch wenn sie ihr spezielles Aroma noch nicht trug, der Kuss schmeckte sehr gut.
Claire schloss die Badezimmertür hinter ihnen und begann sich auszuziehen. Neugierig beobachtete er sie. Erneut warf sie ihm ihre Bluse zu. Tom drückte sie sehnsüchtig an die Nase. Sie trug noch Spuren des Aromas. Sein Herz schlug schneller.
Inzwischen war ihre Brust frei und Rock und Slip fielen.
Sie nahm das Parfum, öffnete es und benetzte ihre Haut am Hals. Rechts wie links. Er spürte es sofort. Der Duft breitete sich im Bad aus, Tom legte seinen Kopf in den Nacken und schloss die Augen.
„Hey.“
Offenbar war sie noch nicht fertig, sondern benetzte auch ihre Brust und ihre Scham damit. Hitze durchfuhr ihn.
„Bis das Aroma fertig ist, dauert es ein paar Minuten. Und in dieser Zeit, Tom, setzt du dein Wässerchen auf.“
Er nahm sein Fläschchen und tat es wie sie, gab ein paar Tropfen an seinen Hals.
„Komm – weiter. Deine Brust und dein bestes Stück.“
Er lachte und kam ihrer Bitte nach. Gemeinsam zogen sie sich in sein Bett zurück, Claire legte sich auf ihn, Tom stöhnte laut. Ihr Aroma erfüllte seinen Verstand. Er hatte Mühe, nicht die Sinne zu verlieren. Er spürte Claires heiße Zunge an seiner Wange.
„Ich hoffe, du hast dir keinen runtergeholt.“
Er lachte schwer atmend. „Nein. Ab und zu passiert’s, aber nicht in letzter Zeit.“
„Sehr gut. Ich bin seit fünf Uhr wach und konnte nur noch an deinen Duft und dich denken.“
Claires Zunge fuhr über sein ganzes Gesicht und saugte seine eigene heraus. Anschließend krabbelte sie halb aus dem Bett und holte ein Kondom.
„Ich habe auch von dir geträumt.“
Sie kehrte ins Bett zurück. Lustwellen durchströmten ihn, sodass sein Penis stand. Sanft küsste sie Tom. Ihr Geschmack glitt auf seine Lippen und in seinen Mund. Er öffnete ihn weit, während sie ihren Körper an seinem rieb.
Tom ging an die Grenze seiner Aufnahmefähigkeit – ihr Duft, ihr Geschmack und ihre Hitze überforderten ihn beinah.
Ernst sah sie ihn an. Sie stülpte ihm den Gummi über und führte ihn ein.
Claire stöhnte lange, Toms Lust und Begierde stiegen schnell in ungeahnte Höhen. Es war wunderschön, sie zu fühlen.
Sie bewegte ihr Becken schnell und rhythmisch, ließ ihr blondes Haar nach vorn fallen und warf es zurück. Ihr Gesicht war vor Begierde verzerrt, ihre Hände fuhren an seinen Armen entlang, sie hakte ihre Finger ein. Immer wieder führte sie ihre Nase an seine Brust und schnupperte. Sie bog ihren Körper durch, senkte ihren Ritt, um gleich wieder schneller zu werden.
Tom glaubte sich auf Wolke sieben. Er genoss die Lust, die sie in ihm entfachte, genoss ihr Aroma, das mit jedem Moment schöner zu werden schien, und steuerte seinen eigenen Rhythmus zu ihrem Ritt bei.
„O Tom … das ist … fantastisch …“
Sie hielt schwer atmend inne. „Möchtest du wechseln?“
Er nickte, sie legte sich auf ihn, küsste ihn, anschließend drehte er sie unter sich. Tom breitete sich auf ihr aus, rutschte weit in sie und spürte ihre Beine um sich. Er bewegte sich schnell, sie beobachtete ihn mit halb geschlossenen Augen. Er beugte sich weit zu ihr und roch an ihrer Brust. Seine Zunge berührte ihren Nippel, ihr Aroma, das von ihrer Haut strömte, ließ seine Ektase weiter steigen.
„Traumhaft.“ Claire streckte weit ihre Zunge heraus und fuhr feucht über sein Kinn und Lippen.
Tom spürte, dass er noch ein wenig konnte, und so liebte er sie mit seinem Rhythmus. Ihre Hand umfasste seine Wange. Er sah an ihrem sehnsüchtigen Gesichtsausdruck, wie viel Lust er ihr bereitete.
Sie bot ihm ihre Zunge, er berührte sie und saugte an ihr.
Er entlud sich mit einem lauten Stöhnen und bog seinen Oberkörper durch. Eine solche Befriedigung durch sie und mit ihr erleben zu können, …
Tom wartete, bis er sich entleert hatte, und glitt aus ihr. Er zog den Gummi ab, den Claire sofort an sich nahm und genüsslich betrachtete.
„Woran denkst du?“
„Ich hätte gerne hundert oder tausendmal davon. Nur von dir.“
Verblüfft sah er sie an. „Das wären Eimer voll.“
Claire nickte. „Allerdings. Die nasche ich wie Eis. Du weißt, dass Sperma mit das Gesündeste vom menschlichen Körper ist?“
Er schüttelte den Kopf. „Nein, wusste ich nicht.“
Sie stülpte den Gummi um und saugte mit geschlossenen Augen den Inhalt in ihren Mund. Den Gummirest legte sie zur Seite und sah Tom an, leise schmatzend.
„Und das schmeckt?“
Sie nickte. „Vorfüglif …“
Schließlich schluckte sie. „Hast du nicht noch mehr davon?“
Claire beugte sich auf, zog seine Vorhaut zurück und saugte an seiner Eichel. Offenbar kam nicht mehr, denn sie schüttelte den Kopf.
„Was ich gerade sagte mit tausendmal – davon habe ich letzte Nacht geträumt. Ich habe an dir genuckelt, und du hast ganze Liter von dir gegeben.“
Tom legte sich zurück und lachte. „Du bist völlig verrückt.“
Claire rollte sich auf ihn. „Und ob ich das bin, mein Liebster. Ich habe noch ein paar Reste im Mund. Willst du kosten?“
Seine Augen weiteten sich. Er schüttelte den Kopf.
„Okay. Aber es war gerade … wunderschön.“
Er nickte. „Ja, traumhaft. Gehen wir unter die Dusche?“
„Einverstanden. Geh voraus.“
Tom schlüpfte aus dem Bett, Schmetterlinge im Bauch. Kurz vor der Badezimmertür klatschte Claires Hand liebevoll gegen seinen Po. Er hielt inne und im nächsten Moment rutschte Claire huckepack auf ihn. Und mit ihr ihr Duft. Er packte ihre Oberschenkel und betrat das Bad. Er spürte ihre Zunge an seinem Ohr, ihre Zähne knabberten an seinem Ohrläppchen. Sie küsste seinen Hals, seinen Nacken.
„Tom, du duftest viel zu gut.“
Er lachte und lud sie in die Wanne, in der auch die Dusche hing. Tom stieg zu ihr und schloss den Vorhang. Neugierig besah sie sich sein Equipment.
Sie drehte den Hahn auf und korrigierte, bis das Wasser warm war. „Bleib stehen, Tom.“
Er nickte, während sie ihn abspritzte. Mal sah er ihr in die Augen, mal strich sein Blick über ihre Beine und ihre Scham, schließlich ganz nach unten. „Weißt du, wie sexy Frauenfüße sein können?“
„Kommt alles noch, Tom.“ Sie schmunzelte. „Dreh dich um.“ Das Wasser rann über seinen Rücken, Po und Beine. „Lehne dich an die Wand.“
Er kam ihrem Wunsch nach.
Sie drückte Gel in ihre Hand und rieb es an seinen Körper. Zwischendurch drückte sie einen Kuss auf seinen Mund. Das Gefühl und der Geschmack ihrer Lippen waren eine Wonne. Claire ging in die Knie und nahm erneut seinen Penis in den Mund. Sanft fuhr er durch ihr Haar. „Wenn du willst, mach ich dir die Haare.“
Sie nickte. „Oh, sehr gerne. Gleich.“ Sie sah ihn an. „Ich habe deinen Schwanz gerne in meinem Mund.“
„Deine Wortwahl ist für eine Akademikerin aber ziemlich …“
„Schmutzig.“ Claire schmunzelte. „Ich weiß. Aber ich finde ‚Schwanz‘ nicht sonderlich unpassend. Vor allem, wenn man zu zweit ist.“ Sie rieb ihre Hand auf seiner Brust. „Und manchmal denke ich fast zweihundertmal am Tag an Sex. Also – ja, ich habe einen sehr starken Sexualdrang.“
„Lass mich jetzt. Anschließend mach ich deine Haare.“
Sie lächelte. „Gerne.“
Er kam ihrem Beispiel nach, nahm sich Gel auf die Hand, roch noch einmal an ihrer Haut und rieb das Gel in ihre Brüste ein.
Claire legte ihren Kopf in den Nacken. „Und wie oft denkst du an Frauenbrüste?“
„Ab und zu.“ Er lächelte.
„Gefallen dir meine?“
Er nickte. „Sehr. Da ist man beinah gerne wieder Baby.“ Erschrocken sah er sie an. „Gott – habe ich das laut gesagt?“ Laut atmete er aus.
„Wen juckt das? Wir sind allein, Tom.“
Kräftig fuhren seine Hände über ihre Haut, Claire leckte ihre Lippen. „Das tut sehr gut.“
„Hast du viel Zeit?“
„Jetzt? Ja, ein paar Stunden.“
Er tauchte nach unten weg und steckte den Stöpsel in die Wanne.
„Spontanität, hm? Gerne.“
Er massierte ihren Unterleib und wusch anschließend ihre Scham. Claire grinste ihn an und berührte mit der Zungenspitze seinen Mundwinkel.
Das warme Wasser umspielte bereits ihre Füße. Claire drehte den Hahn. Es wurde heißer. Tom ging in die Knie und massierte ihre Beine, zum Schluss ihre Füße.
„Du machst das großartig.“ Sie seufzte.
„Fertig.“
Sie spülten sich gegenseitig ab, Claire drehte den Hahn kühler.
Tom setzte sich auf den Wannenrand, breitete seine Beine aus, damit sie rücklings sich an ihn lehnen konnte. Vorsichtig nässte er ihr blondes Haar. Ihre Brut hob und senkte sich.
Tom nahm Haargel und rieb es ein. Claire stöhnte. Zwischendurch senkte er den Kopf und küsste ihre Stirn.
„Du machst das viel zu schön.“
Sie hob ihre Hände. „Gib mir etwas – du machst oben, ich unten.“
Ihre Hände vereinigten sich, sodass sie einen Teil des Gels abbekam. Claire nahm ihr Haar zur Seite und massierte es.
„Machen wir deines hinterher?“
Er schüttelte den Kopf. „Ist erst vier Tage alt.“
Sie schob ihren Kopf weit zurück. „Irgendwann revanchiere ich mich.“
Er beugte sich nach unten und küsste sie fest.
„Sag Bescheid, wenn ich das Wasser wieder aufdrehen soll.“
Sie nickte. „Tom?“
„Hm?“
Claire drehte sich zu ihm um. „Ahnst du eigentlich, was in mir vorgeht?“
„Ich vermute, es geht dir gut.“
Sie schloss die Augen und atmete tief ein und aus. „Ich bin beinah soweit, dass ich sagen kann: Ich bin glücklich.“
Sein Herz begann stärker zu klopfen, ihm stand der Mund offen. „Das letzte Mal, das ich glücklich war, war …“
„Wie hieß sie?“
„Diane. Aus der Uni.“
„Diane Mortimer?“
Er nickte.
„Du hast Geschmack, Tom. Sie ist eine sehr gute Studentin.“
„Aber glücklich zu sein, heißt für mich aber auch annährend – zu lieben. Und du weißt, welche Regel du aufgestellt hast.“
„Ja. Ich weiß, Tom.“
Sie sahen sich an, Claires Hand streichelte seine Wange. Toms eigene Gefühle waren irgendwie chaotisch. Das hier mit ihr war … irre und traumhaft zugleich.
„Ich unterscheide immer noch zwischen verliebt sein und wirklich lieben.“
„Worauf willst du hinaus?“
Sie schmunzelte. „Tom – du solltest wissen, wie unglaublich schön die Zeit mit dir ist. Darum ging es mir.“
Er beugte sich zu ihr und küsste sie so fest er konnte. Ihre Arme schlangen sich um seinen Nacken. Dieses Mal stieß er seine Zunge vor, hungrig traf er auf ihre. Sie küssten sich so leidenschaftlich wie noch nie. Er vergaß alles um sich herum.
Claire hüpfte aus der Wanne und kam mit ihrem Handy wieder. Sie stieg zurück ins heiße Wasser, hinein in seine Arme.
„Hat dich jemand zu erreichen versucht?“
Sie nickte. „Ja, die Uni.“
„Woher wusstest du?“
Claire zeigte auf ihr Ohr. „Ich habe einen Minisender, der tagsüber an ist.“
„Im Wasser?“
„Das ist kein Problem, Tom.“ Sie sprach das Wort „Uni“, das Handy wählte. Tom spielte mit ihrer Brust.
„Hey Michelle, hier ist Claire. Wo brennt’s denn?“
Tom konnte nicht mithören, was jene Michelle sprach.
„Natürlich, es sind schließlich Ferien. Es ist aber automatisch geregelt. Wer auf der Liste steht, kommt rein.“
Tom saugte sanft ihre Brustwarze, ihre Finger glitten durch sein Haar.
„Ich habe nachher Dienst, ja. Ja, ganz recht. Wir sehen uns nachher.“
Sie schaltete ab, legte das Handy zur Seite und beobachtete ihn. „So sehr ich den Sex mit dir liebe, Tom, aber auch das machst du wunderbar. Du bist sehr zärtlich. Das habe ich vorhin schon bemerkt.“
Ihm kam ein Gedanke. „Hast du die ganzen Ferien Dienst?“
„Die erste Hälfte. Wieso?“ Ihre Finger spielten mit seinen.
„Ich spiele mit dem Gedanken, für einige Tage mit der Yamaha durch die Staaten zu reisen. Würdest du mitkommen?“
Fast überrascht sah sie ihn an. Sie fuhr nachdenklich mit der Zunge über die Lippen und massierte sich das Gesicht. Claire legte ihren Kopf auf den Wannenrand und nahm seine andere Hand als sanfte Unterlage. „Lass mich nachdenken.“
Eine Minute verstrich.
„Tom – ich sage mal vorsichtig – ja. Ich kann dir aber keine Gewähr dafür geben. Würdest du zur Not ohne mich fahren?“
„Bis neulich war das mein Plan. Jetzt – ich weiß es nicht.“
Es war bereits später Vormittag, als sie aus der Wanne stiegen und sich gegenseitig abtrockneten.
„Bevor ich gehe, Tom, noch eines: Ich möchte, dass wir es keine zweimal hintereinander in der gleichen Stellung beziehungsweise am gleichen Ort tun. Das Bett fällt also das nächste Mal flach, es sei denn, ich will dich so heftig, dass mir selbst das egal wird. Oder wir lassen uns etwas einfallen.“
Sie küsste ihn und verließ seine Wohnung.
Am Nachmittag kam er durch Steven wieder auf andere Gedanken. Sie hatten sich eine halbe Meile von der Uni getroffen und redeten über Belangloses. Seine Nase hatte endlich andere Gerüche vor sich, sodass er die Abwechslung sogar beinah genoss.
Abends setzte sich Tom an sein privates Projekt, das von Mathematik nur so wimmelte. Woher sein hohes Verständnis kam, wusste er selbst nicht genau. Aber immer, wenn er sich auf Funktionen und Formeln konzentrierte, war es, als öffnete sich ihm das ganze Universum. Er hatte bisher für jedes Problem eine Lösung gefunden, manchmal war es nur eine Frage kurzer Zeit. Für Claire Sheffields Roboterwettstreit hatte er drei Wochen an dem mathematischen Komplex gearbeitet. Und er war stolz auf das Ergebnis. Wie die gesamte Uni, allen voran seiner neuen Geliebten, der Professorin und stellvertretenden Leiterin.
Claire stand am nächsten Vormittag vor seiner Wohnung und holte ihn überraschend ab. Auf Nachfrage deutete sie auf die Rückbank, auf der er einen Picknickkorb sah.
Sie steuerte mit ihrem dunklen Maserati GranCabrio in Richtung Westen aus Middletown heraus. Sie hatte eine modische Sonnenbrille auf, die vorn stark spiegelte.
Sie fuhr die Westfield Street entlang, eine eher wenig befahrene Straße. Nach wenigen Meilen, in einer bewaldeten Gegend hielt sie.
„Hier?“
Sie nahm die Sonnenbrille ab und lächelte. „Noch nicht.“ Sie deutete auf ihren Mund.
Tom verstand und löste den Gurt wie sie. Er beugte sich zu ihr und küsste sie fest. Mit ihr war ihr Aroma zurückgekehrt, und er war bereits wieder betört. Ihre liebliche Zunge und deren wunderbarer Geschmack taten das Übrige. Er öffnete seinen Mund und gewährte ihr einen leidenschaftlichen Kuss. Ihre Intensität überraschte ihn. Minutenlang hielt ihr Arm ihn ‚gefangen‘, ehe sie ihn freigab.
Sie steuerte das Cabrio über Nebenstraßen weiter, bis sie nach fast einer Stunde noch einmal abbog und kurz darauf anhielt. „Hier sollten wir allein sein.“
In der Tat schien es fast unberührte Natur zu sein.
„Nimmst du den Korb?“
Claire stieg aus und nahm eine zusammengefaltete Decke heraus. Der Korb, den Tom an sich nahm, war schwerer als er aussah. Doch sein von regelmäßigen Fitnessstudiobesuchen trainierter Körper bewältigte ihn problemlos.
Claire breitete die Decke im Gras einige Meter neben einem Baum aus, Tom stellte den Korb darauf. Zu seinem Erstaunen war Wein darin.
„Musst du nicht zurückfahren?“
Claire schmunzelte. „Ich lasse die Automatik fahren. Einige Professoren von uns profitieren von Prototypen, die erst später in die Wirtschaft kommen werden.“
Tom ging ein Licht auf. „Das ist vermutlich das Projekt von Rick Wellington.“
„Ganz recht.“ Sie musterte ihn genüsslich. „Also, Tom. Ich habe mehrere Vorschläge. Erstens – essen, zweitens – Sex, drittens – kuscheln, und zu guter Letzt habe ich ein Angebot für dich für deine Zukunft. Welche Reihenfolge nehmen wir?“ Sie nahm ein paar Weintrauben, steckte ihm und sich selbst jeweils eine in den Mund. Auch ihre Finger waren aromatisiert, es schien, als gäbe es für ihn kein Entkommen. Aber er wollte es nicht anders. Er liebte ihren Duft. Beinah mehr als den Sex mit ihr.
Tom überlegte. „Nun, ich kenne eine TV-Serie, in der es von einigen Alienrassen üblich ist, nach einem gelungenen Geschäft miteinander zu schlafen.“
Claire lachte. „Dann erst mein Angebot und hinterher lieben wir uns und kuscheln. Du kennst mich langsam. Eines Tages schnuppere ich deinen ganzen Körper und lecke dich von oben bis unten ab.“
Tom schmunzelte. „Ja, ich weiß. Mir geht’s genauso.“
„Schöne Antwort, Tom.“ Sie wurde ernst. „Tom, wenn ich dein Genie richtig einschätze, arbeitest du auch privat mit Mathematik. Oder irre ich mich?“
Er schüttelte den Kopf. „Tust du nicht.“
„Ist Verschwiegenheit wichtig?“
Er überlegte und nickte. Sie deutete auf ihr Ohr und er flüsterte. „Verschlüsselungsformen. Ich bin so gut wie fertig.“ Er lehnte sich zurück. „Hast du dein Handy dabei?“
Sie gab es ihm, er schloss einen USB-4-Stick an. Er gab das System auf dem Stick frei, das Handy wurde upgedatet.
Erneut flüsterte er. „Damit ist ein Handy komplett abhörsicher. Das überfordert sogar den Secret Service. Und zwar alle.“
Verblüfft sah sie ihn an. Sie küsste ihn fest. „Wow. Hättest du Interesse, an anderen schwierigen Projekten zu arbeiten? Von mir aus an solchen, an die sich kaum einer herantraut? Ich habe Beziehungen, Tom, uns oder dir solche Aufträge zu verschaffen. Die sind manchmal bis zu dreistellige Millionen wert. Ich biete dir an, deine Mentorin und später auch Doktorvater beziehungsweise –mutter zu sein. Du hast bei Carmichael Mathematik, richtig?“
Tom nickte. „Genau.“
„Ich spreche das mit ihm ab.“
„Was versprichst du dir persönlich von diesem Angebot? Nur Sex oder Sex und Geld?“
Er beobachtete sie – Claire sah ihn belustigt an. „Ginge es nur um Sex und Geld, Tom, würde ich nicht Yale leiten. Nein, ich möchte dich fördern. Und zufällig weiß ich, dass neun von zehn Männern – eigentlich sogar neuneinhalb von zehn – durch gute sexuelle Befriedigung und zusätzlich exzellente finanzielle Anreize zu Höchstleistungen kommen. Also, was hältst du davon? Du kriegst den besten Sex deines Lebens, wir riechen und schmecken uns jeden Tag bis zur Besinnungslosigkeit und über Projekte sorgst du finanziell für alle Zeiten aus.“ Sie hob ihre Augenbrauen.
„Claire, ich kann mir nicht vorstellen, dass du mir so ein Angebot machst, ohne dass du deinen finanziellen Anteil willst.“
Sie streichelte seine Wange. „Was immer du mir gewährst, es ist in Ordnung. Sag eine Zahl.“
„Zehn Prozent.“
Claire musterte ihn. „Okay. Zehn Prozent. Somit kämen wir jetzt zu dieser TV-Serie, von der du sprachst.“
Tom zog ihr die Sandalen aus. Claire lächelte ihn an. Er steckte ihre Zehen in seinen Mund und saugte an ihnen. Und selbst ihre Füße trugen ihren Duft. Langsam löste sie ihre Träger und schob das Kleidoberteil nach unten. Den BH gleich mit.
Seine Lenden reagierten gewaltig. Seine Zunge strich über ihre Fußsohle und glitt über ihren Knöchel und ihr Bein langsam nach oben. Er inhalierte ihren Duft. Ihr anderes Bein folgte. Claire leckte sich die Lippen und massierte sich ihre Brüste.
Tom streifte ihr schnell den Slip ab. Sie zeigte auf ihre Scham, er nickte und liebkoste sie. An dieser Stelle war das Aroma am ekstatischsten. Widerstand war zwecklos. Sein Herz raste so schnell, dass er es kaum noch spürte. Schneller hob und senkte sich Claires Brust, sie zog sich Kleid und BH endgültig über den Kopf.
Claire beugte sich zu ihm und streifte ihm schwer atmend das T-Shirt ab. Sie massierte sein Haar und genoss die Lust, die er ihr schenkte. Seufzend sank sie auf die Decke zurück.
Tom wollte ihr einen Orgasmus schenken. Ihr Duft, der überall war, machte es ihm leicht. Ein kräftiges Zucken ging durch ihren Körper. Claire stöhnte.
„Warte.“ Sie nahm die Weinflasche, öffnete sie und goss Tropfen für Tropfen der farblosen Flüssigkeit über ihren Nabel zu ihren Brüsten. Begierig leckte und saugte er sie weg.
„Parfum mit Wein, hm?“
Sie sah ihn ekstatisch lächelnd an. Er wiederholte mehrfach. Sie nahm den Mund mit Wein voll, schluckte und leckte sich die Lippen.
„Küss mich.“
Zu gerne kam er nach und saugte den Weingeschmack ab.
„Weiter.“ Vorsichtig drehte sie sich, sodass sie über ihm war. Claire nahm einen kräftigen Schluck, beugte sich über ihn und ließ den Wein samt ihrem Speichel in seinen geöffneten Mund fließen.
Ekstase fuhr in seine Lenden, er stöhnte. Claire zog ihm Hose und Unterhose aus, während er Schluck für Schluck genoss.
Sie rieb seine Männlichkeit, die kerzengerade stand, fest und goss vorsichtig Wein über die Eichel. Claire stellte die Flasche ab und stülpte ihren Mund über den Penis.
Tom schloss die Augen und genoss ihre Liebkosungen und die Lustwellen, die durch ihn rasten. Er wähnte sich im Paradies.
Claire gab ihm die Flasche, während sie sich hinlegte.
Er verstand, nahm einen kräftigen Schluck und spülte diesen in ihrem Mund, wie sie zuvor. Sie schluckte mehrmals und kicherte.
Claire stützte sich auf ihre Ellbogen. Er sah die totale Begierde in ihren Augen.
„So, Tom, ich bin … rattenscharf.“ Der Schwips, den sie hatte, schien bereits fortschritten. „Wir setzen uns auf die Rückbank … und lieben uns so hemmungslos …, dass wir den Verstand … verlieren.“
Er kicherte, denn er war nicht minder betrunken. Mit etwas Mühe erhoben sie sich, liefen zu ihrem Cabrio und stiegen auf die Rückbank.
Claire setzte sich auf ihn, und steckte hungrig seinen Penis in sich. Sie begann einen wilden Ritt, der ihm beinah Kopfschmerzen bereitete. Lust und Begierde in ihm waren stark, aber irgendwie anders dieses Mal.
Er drückte sie an sich, ihre viel zu gut duftende Brust an seiner Nase, Claire setzte ihre Füße an seinen Po. Tom hatte Mühe, in denselben Rhythmus mit ihr zu kommen, fand ihn aber schließlich. Sie drückte seinen Kopf fester an ihre Brust und ritt immer schneller.
Tom überschritt seine Sinneswahrnehmung. Er spürte die Wucht in ihren Bewegungen, ihre Lust, mit der sie ihn liebte, ihren Duft, der alles überwog, schließlich ergoss er sich laut stöhnend in ihr.
Claires Gesicht wirkte stark verzerrt, ihre Bewegungen wurden allmählich langsamer. Sie sanken aufeinander.
„Das war schön, hm?“
Er nickte. Claire sank auf ihn und umarmte ihn.
Beinah in Zeitlupe erhob sie sich. „Komm zurück.“
Erschöpft sanken sie auf die Decke zurück. Claire kuschelte sich an ihn. Tom schlummerte ein.
Sein Kopf brummte, er schob sie sanft von sich. Die Sonne stand bereits weit im Westen.
Claire sah ihn lächelnd an, durch den Wind wurde ihr Duft zusätzlich in seine Nase geweht. Sie strich durch sein Haar.
„O mein Gott!“
Ihre Worte, mit denen sie sich erhob, waren fast zu laut für ihn. Panikartig wühlte sie im Korb und hatte ein Kondom in der Hand.
„Das ist nicht gut.“ Der Schreck war da. Er rieb sein Gesicht, um wieder zur Besinnung zu kommen.
„Nein, Tom, das ist nicht gut. Auch wenn komischerweise ein Teil von mir es geil findet, dein Sperma in mir zu haben – unter diesen Umständen …“ Sie fluchte. „Kein Sperma zum Kosten.“
„Also was machen wir, wenn du …?“
Claire schüttelte den Kopf. „Ich werde nicht schwanger, Tom. Mein Instinkt sagt mir, dass es nicht geschieht, und der hat mich noch nie getrogen.“ Sie küsste ihn. Und lachte. „Weißt du, ich war an diesem Punkt – kein Verstand, nichts. Nur dein Duft und hemmungslose Lust. Und es war schön. Jedoch weiß ich als Biochemikerin, welche Wirkung Alkohol auf Sex hat.“ Sie nahm die Flasche an sich. „Wir haben zusammen drei Viertel getrunken. Das war an der Grenze. Jenseits dieser nimmt die sexuelle Leistungsfähigkeit schnell ab.“
Toms Magen knurrte stark und laut.
Claire lachte. „Wir haben das Essen vergessen.“ Sie räumte den halben Korb leer. Ein Behältnis mit Fleisch kam zum Vorschein, außerdem Brotfladen. Hungrig speisten sie.
„Damit wären wir alle Punkte durch.“ Er musterte sie. „Oder?“
Sie kicherte. „Es sieht so aus.“ Sie schnipste sanft mit dem Finger seine Nasenspitze. „Hat es dir gefallen?“
Tom nickte vehement. „Ich werde durch dich verführt, wie noch nie in meinem Leben. Dein Duft ist so atemlos betörend, ich liebe ihn. Der Sex ist traumhaft, und der Geschmack deiner Lippen und deiner Zunge ist unübertroffen. Wenn es danach ginge, hätte ich mit dir die perfekte Liebhaberin getroffen.
Claire lachte glockenhell. „Och, das hast du so schön gesagt!“ Sie umarmte ihn. „Auch für mich war es ein traumhafter Tag. Solange mich mein Gefühl nicht trügt und ich nicht doch von dir schwanger werde. Das nächste Mal möchte ich aber lieber ohne Alkohol. Und mit Gummi.“
„Ja.“
Tom rollte sich auf sie, sie grinste und schlang ihre Arme um ihn. „Es ist so schön. Fast zu schön.“ Claire schloss ihre Augen. „Ich genieße jede Sekunde.“
Mit Sonnenuntergang räumten sie zusammen, Claire aktivierte die Automatik, die sie zurückfuhr.
Wochen später.
Claire hatte mit ihrem Instinkt recht behalten, auch wenn sie es nachgeprüft hatte.
Tom war unruhig. Am nächsten Morgen wollte er mit der Yamaha aufbrechen. Seit fast sechs Wochen hatten Claire und er fast jeden Tag miteinander geschlafen. Eigentlich waren diese Ferien traumhaft, doch seine Gefühle für sie, die nach wie vor Professorin war und auch Stevens Mom, waren tief und chaotisch.
Zehn Monate war er mit Diane Mortimer zusammen gewesen, bis sie nicht mehr gewollt hatte.
Und jetzt war er verliebt in eine Frau, die vom Alter seine Mutter sein konnte. Seine eigene, Maria Silverman, war nur zwei Jahre älter als Claire. Ja, er war verliebt. Sehr. An ihren Duft hatte er sich gewöhnt, wollte ihn aber nicht mehr missen. Er konnte seine Gefühle für sie trotzdem nicht richtig einschätzen. Tom dachte fast nur noch an sie.
Um seine Ruhe zu haben, war er mit der Yamaha ein paar Meilen nach Norden gefahren und hatte sich in den Schatten eines Baumes gelegt. Er war so durcheinander.
Sollte er ohne sie fahren? Wäre das besser? Oder hier bleiben und den Rest der Ferien mit ihr verbringen? Und noch mehr Sex an den seltsamsten Orten haben? Oder sie fuhren morgen wie geplant. Vorgestern hatte der eigentliche Yale-Leiter den Feriendienst übernommen, sie hatte Zeit.
Sein Handy klingelte. Es war Claire. Er sah auf das Display und überlegte. Schließlich nahm er an. „Hey.“
„Tom – wo bist du?“
Er seufzte. „Irgendwo.“
„Sag mir nicht, dass du ohne mich los bist.“
„Nein. Wir fahren morgen wie geplant.“
„Stimmt etwas nicht?“
„Ich weiß es nicht, Claire. Vielleicht.“
„Willst du darüber reden?“
Er massierte seine Augen. „Ich fürchte, das müssen wir.“
Tom hörte ihr Seufzen.
„Ich ahne es. Treffen wir uns bei dir?“
„Ja. In einer Stunde.“ Er hatte es nicht eilig, nach Hause zu kommen.
Claire wartete bereits an seiner Wohnungstür. Sie umarmten und küssten sich. Zusammen betraten sie seine Wohnung, das Bett zeugte von der letzten leidenschaftlichen Nacht.
„Sag’s mir, Tom. Ich bitte dich.“
Er ließ sich auf seine Couch plumpsen. Claire hockte sich zu ihm und streichelte sein Haar.
„Claire, ich …“ Die Worte blieben in ihm stecken. „Wenn wir weitermachen, breche ich unsere Regeln. Ich …“
Sie öffnete ihren Mund, sah ihn fast verzweifelt an.
„Wo ist die Grenze zwischen Verliebtsein und Liebe?“ Er lehnte seinen Kopf kraftlos an die Couch.
„Meistens fließend.“ Sie streichelte seine Wange.
Er nahm ihre Hand und küsste sie.
„Tom, es wäre nicht der erste Fehler, den ich mache. Wenn es passiert, passiert es.“
„Wozu machen wir überhaupt Regeln?“
„Weil wir in dem Moment glauben, schlauer zu sein.“
Er seufzte laut.
„Wir hatten tollen Sex, Tom. Den schönsten meines Lebens. Vielleicht haben wir auch übertrieben, ich weiß es nicht. Aber ich möchte kein einziges Mal missen.“
„Ich auch nicht.“ Er sah Claire nachdenklich an. „Dann lege ich in deine Hände, ob wir morgen fahren oder nicht.“
Sie lächelte und schüttelte den Kopf. „Dir fehlt die Lebenserfahrung. Glaubst du, wenn wir hierbleiben, dass es nicht passiert?“
Tom schalt sich einen Narren. Sie hatte recht.
„Außerdem gefällt es mir, wieder verliebt zu sein. Ich war es lange nicht.“
Sie beugte sich zu ihm und küsste ihn fest. Jeder ihrer Küsse war längst eine Wonne für ihn.
Er hatte sich von Steven verabschiedet, der zu Hause im Keller an neuen Apparaturen herumbastelte. Die gesamten Ferien über. Claire Sheffields Sohn hatte eine große Karriere als Ingenieur vor sich. Sie hatten bereits mit einer Idee gesponnen, sich zusammenzutun.
Extra für die Fahrt durch die Staaten hatte Claire einen Motorradanzug und Helm für sich bestellt. Alles Wichtige war gut verstaut, sie zogen sich zusammen um. Eine Woche zuvor hatte er die Yamaha durchchecken lassen, ihnen stand nichts mehr im Wege.
Tom musterte Claire in ihrem Anzug. „Du siehst richtig scharf aus.“ Sie strahlte und küsste ihn. „Du auch.“
Sie zogen ihre Helme über, bestiegen die Yamaha. Claire schmiegte sich an ihn, schlang ihre Arme um ihn, er startete, sie verließen Middletown.
Sie fuhren nach Westen über Meriden, dort wechselte er auf die Interstate 691, weiter nach Waterbury. Tom hatte Claire versprochen, nicht schneller als hundert Meilen die Stunde zu fahren, auch wenn die Maschine deutlich mehr hergab.
Sie wechselten auf die I-84, Richtung Danbury, wenig später erreichten sie Pennsylvania, am frühen Nachmittag trafen sie in Philadelphia ein, wo sie zu Mittag aßen.
Sie beratschlagten, wie weit sie fahren wollten, doch Tom hatte kein konkretes Ziel.
Claire schlug Richmond in Virginia vor. Dort wollten sie sich ein kleines Hotel nehmen.
Am späten Nachmittag erreichten sie die Kleinstadt und nahmen sich in Downtown ein Hotel.
Etwas müde streifte Tom seinen Anzug ab und legte sich aufs Bett. Er schloss die Augen. Das Bett wankte geringfügig, im nächsten Moment spürte er Claires Lippen.
